Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a, Tel. 030 - 832 40 51, Fax 030 - 831 66 51, BesTellBuch@Tell-Online.de
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04109 Leipzig
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NEUERSCHEINUNGEN:
Marta Kopij
Über die Imitation zur Kreation
Ein Beitrag zur Geschichte des deutsch-polnischen romantischen Kulturtransfers
250 Seiten, Hardcover, € 29,00
978-3-86583-555-0
Franz-Fischer-Jahrbuch für Philosophie und Pädagogik Band 16Reinhard Aulke, Anne Fischer-Buck, Anton Fischer, Karl-Heinz Schäfer, Detlef Zöllner (Hg.)
Situationspädagogik
Ausblicke auf ein Lebenswerk – Anne Fischer-Buck wird 90
162 Seiten, Broschur, € 15,00
978-3-86583-553-6
Maria Häusl (Hg.)
„Tochter Zion auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem“
Rezeptionslinien der Stadtfrau Zion“ von den späten alttestamentlichen Texten bis zu den Werken der Kirchenväter
220 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-526-0
Inhalt
Volkmar Hellfritzsch
Studien zur Namenüberlieferung in Mitteldeutschland
Die Personen- und Ortsnamen im Terminierbuch (Liber Benefactorum) des Zwickauer Franziskanerklosters (um 1460)
214 Seiten, Broschur, € 29,00
978-3-86583-545-1
Frank Metasch
Exulanten in Dresden
Einwanderung und Integration von Glaubensflüchtlingen im 17. und 18. Jahrhundert
320 Seiten, Hardcover, € 49,00
978-3-86583-137-8
Eckhard Müller-Mertens
Existenz zwischen den Fronten
Analytische Memoiren oder Report zur Weltanschauung und geistig-politischen Einstellung
450 Seiten, Hardcover, € 49,00
978-3-86583-535-2
Josef Koch
Die „Wolfgang-Rosenthal-Klinik“ in Thallwitz 1943-1994
Ein schwieriges Kapitel Leipziger Universitätsgeschichte
250 Seiten, Hardcover, € 32,00
978-3-86583-536-9
Karl von Holtei (1798-1880)
Leben und Werk.
Fragestellungen – Differenzierungen – Auswertungen
Herausgegeben von Leszek Dziemianko, Marek Halub
400 Seiten, Hardcover, € 36,00
978-3-86583-537-6
Judith Matzke
Gesandtschaftswesen und diplomatischer Dienst Sachsens 1694-1763
456 Seiten, Hardcover, € 62,00
978-3-86583-499-7
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Oto Potluka et al.
Impact of EU Cohesion Policy in Central Europe
142 Seiten, Broschur, € 22,00
978-3-86583-541-3
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Sabine Bechtel
Alfred Karl Hermann Schultze (1864-1946)
Leben und Werk
307 Seiten, Broschur, € 25,00
978-3-86583-521-5
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Bernd-Rüdiger Kern (Hg.)
Code Civil
167 Seiten, Broschur, € 22,00
978-386583-319-8
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Katja Saupe
Intermodal Selective Attention in the Human EEG
Investigated Using Steady-State Responses
117 Seiten, Broschur, € 30,00
978-3-86583-501-7
An important function of attention is the selection of information from our complex sensory environment. It is generally assumed that a collection of hierarchical filters provides various levels of selection. One of these levels is considered to select information among sensory modalities, which leads to amplified processing of stimuli in the attended modality compared to stimuli in the unattended modality (intermodal attention). In this thesis five electroencephalographic (EEG) experiments were conducted, investigating the influence of intermodal attention on steady-state responses (SSRs). Steady-state responses are continuous oscillatory brain responses elicited by periodic stimulation, such as flickering visual stimuli (vSSR) or amplitude modulations in a sound (aSSR).In the first two experiments, attention effects for the aSSR were compared to modulations in the event related potential (ERP) during transient stimulation. Differences in the time course and topographies of attention effects in both brain responses suggest that they might indicate different aspects or processing levels of intermodal attention.The steady-state response has the same fundamental frequency as the periodic rhythm of the stimulation, and thus allows the investigation of the neural dynamics involved in sustained attention to multiple stimuli. Thus, sustained intermodal attention was investigated for the aSSR and vSSR simultaneously in the following three experiments during detection and discrimination tasks. Although aSSR and vSSR were mainly modulated in modality-specific areas, source analyses point towards the additional involvement of a supramodal attention network in intermodal attention, with attentional modulations found in multisensory areas but also in non-preferred modality-specific areas. The illustrated modulation of the SSRs during intermodal stimulation shown in these experiments could open a whole new and exciting avenue of research to uncover basic neural mechanisms of intermodal attention in the human brain.
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Joachim Klose (Hg.)
Ohnmacht der Studentenräte?
Wolfgang Natonek und die Studentenräte nach 1945 an der Universität Leipzig
120 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-542-0
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Roland Sennewald
Das Kursächsische Heer im Dreißigjährigen Krieg
850 Seiten, Hardcover, € 98,00
978-3-86583-538-3
Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 steht wie wenige andere Ereignisse in der europäischen Geschichte für ein in seinen Konsequenzen desaströses Ringen um Macht und Vorherrschaft.
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Poetische Welt(en)
Herausgegeben von Martin Blawid, Katrin Henzel
347 Seiten, Hardcover, € 29,00
978-3-86583-522-2
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Detlef Döring (Hg.)
Stadt und Universität Leipzig
Beiträge zu einer 600-jährigen wechselvollen Geschichte
373 Seiten, Hardcover, € 49,00
978-3-86583-510-9![]()
Uwe Wagner
Unternehmerisches Kulturengagement
am Beispiel der Musikförderung der Škoda Auto Deutschland GmbH
138 Seiten, Broschur, € 28,00
978-3-86583-407-2
Inhalt
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Hans Martin Krämer, Jenny Rahel Oesterle, Ulrike Vordermark (ed.)
Labeling the Religious Self and Others:
Reciprocal Perceptions of Christians, Muslims, Hindus, Buddhists, and Confucians
in Medieval and Early Modern Times
156 Seiten, Broschur, € 12,00
978-3-86583-507-9
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Zwischen Konfrontation und Verflechtung
Personal und Insassen von Totalen Institutionen
Herausgegeben von Falk Bretschneider, Martin Scheutz, Alfred Stefan Weiß
368 Seiten, Hardcover, € 39,00
978-3-86583-503-1![]()
Die Humboldt-Universität Unter den Linden 1945 bis 1990
Zeitzeugen – Einblicke – Analysen in 30 Beiträgen herausgegeben von Wolfgang Girnus und Klaus Meier
653 Seiten, Hardcover, € 49,00
978-3-86583-445-4
Am 10. Oktober 2010 feiert die Humboldt-Universität zu Berlin ihr 200-jähriges Jubiläum. Gemessen an anderen Universitäten ist sie noch nicht alt. Dennoch blickt sie – wie keine andere deutsche Universität – auf eine sehr bewegte Geschichte zurück. Von 1949 bis 90 war sie eine Elite-Universität für den akademischen Nachwuchs der DDR. Sie war Hochburg wissenschaftlicher Arbeit und Exzellenz im Osten Deutschlands. Sie war besonders betroffen von den heftig tobenden Stürmen des Kalten Krieges. Dabei war die Humboldt-Universität das eine oder andere Mal – aber letztlich viel zu wenig – eine Trutzburg für kritische Denker und kritisches Denken. Zwanzig Jahre nach der Wende vermochte mancher der Referenten und Diskutanten sich das erste Mal öffentlich kritisch und selbstkritisch zu äußern, was es für ihn bedeutet, Zeitzeuge gewesen zu sein: nämlich Akteur, Betroffener und (Mit-)Verantwortung Tragender.
INHALTSVERZEICHNIS
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Terror und Ideologie
Zur Eskalation der Gewalt im Leninismus und Stalinismus (1905 bis 1937/41)
Herausgeber Richard Buchner
300 S., Br., € 28,00
978-3-86583-554-3
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Sprache – Kultur – Darstellungsformen
Methodenprobleme in der Philosophie
Herausgegeben von Bettina Kremberg, Rainer Totzke
308 Seiten, Broschur, € 32,00
978-3-86583-517-8
Die Frage nach den richtigen Methoden des Philosophierens ist ein Dauerthema innerhalb der Philosophie. Entlang dieser Streitfrage verlaufen seit je die Abgrenzungslinien zwischen den verschiedenen philosophischen Richtungen. Und mit Bezug auf diese Frage werden häufig auch entsprechende Abgrenzungsstrategien entworfen. Bei einer allzu rigiden Verfolgung solcher Strategien besteht allerdings die Gefahr, dass der Methodenstreit selbst nicht mehr wirklich in produktiver Weise geführt – und d.h. auch: immer wieder neu angeeignet – wird. Dieser Band nimmt sich der Methodenfrage an und tritt dem Problem aus verschiedenen Blickwinkeln entgegen. Neben einer sprachlichen Perspektive nähern sich die Autoren dem Thema aus kultureller und symboltheoretischer Perspektive. Will man die thematischen Überlegungen zu diesem Band leitmotivisch zusammenfassen, geht es insgesamt darum, auszuleuchten, welchen – möglicherweise recht weiten – Begriff von Logik man unterstellen muss (bzw. welchen Begriff von Logik man entwickeln muss), wenn man weiterhin von der Logik (bzw. der logische Analyse) als der bestimmenden Methode der Philosophie sprechen können möchte.
INHALT
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Helmut Bräuer
Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800
Beobachtungen – Thesen – Anregungen
158 Seiten, Broschur, € 24,00
978-3-86583-511-6
Bislang wurden bettelnde Kinder der frühen Neuzeit vernachlässigt oder vorrangig als Anhang der Erwachsenen gesehen. Die Obrigkeit begriff sie aber schon seit dem Ausgang des Mittelalters als Gefahr für die Ordnung der Gesellschaft. Darauf macht der Autor mit seiner Studie über die Ursachen und Erscheinungen des kindlichen Bettels aufmerksam. Auf breiter Basis archivalischer Zeugnisse zeigt er ihre Lebensweise, verweist auf ihre Strategie des Bettels zwischen Dresden, Trier, Basel und Wien, führt an ihre Wohnplätze, macht auf Krankheiten und die Beziehungen zu ihren Eltern aufmerksam, demonstriert ihr Dasein in der Compagnie und beleuchtet den Zusammenhang von Bettel, Hexen und Tod.
Inhalt
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Der »akademische« Schumann und die Jenaer Promotion von 1840
Herausgegeben von Joachim Bauer, Jens Blecher
315 Seiten, Broschur, € 24,00
978-3-86583-530-7
INHALT
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Aktuelle Probleme und Perspektiven universitärer Fachdidaktiken
Herausgegeben von Alfons Kenkmann
141 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-448-5
Inhaltsverzeichnis
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Kathi Beier, Peter Heuer (Hg.)
Ontologie
Zur Aktualität einer umstrittenen Disziplin
250 Seiten, Broschur, € 30,00
978-3-86583-516-1
Inhalt
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Kristina Skorniakova
Moderne Transzendenz
Wie Goethes Wilhelm-Meister-Romane Sinn machen
419 Seiten, Hardcover, € 29,90
978-3-86583-513-0
In der Goethezeit entstand eine neue Funktion der Poesie. "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" prüft das Konzept Genie auf seine Fähigkeit, zwischen Immanenz und Transzendenz zu vermitteln.![]()
Zwischen Emotion und Kalkül
'Heimat' als Argument im Prozess der Moderne
Herausgegeben von Manfred Seifert
242 Seiten, Hardcover, € 44,00
978-3-86583-508-6
Inhaltsverzeichnis
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Klaus Schuhmann
Rezeptionsgeschichte als Zeitgeschichte
Goethe, Schiller, Hölderlin und Heine
im literaturgeschichtlichen Kontext des 20. Jahrhunderts
340 Seiten, Broschur, € 29,00
978-3-86583-514-7
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Lutz Warnicke, Nadine Baethke, Juliane Wagnitz
Der Breitensport im DDR-Fernsehen
Seine prinzipielle Berücksichtigung in der Sportberichterstattung
und die Leipziger Turn- und Sportfeste
als Fernsehhöhepunkte der Breitensportbewegung
237 Seiten, Broschur, € 24,00
978-3-86583-496-6
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Siegfried Protz, Detlef Zöllner
Eine kurze Geschichte des Unterrichts
Problemgeschichtliche Studien
372 Seiten, Broschur, € 32,00
978-3-86583-525-3
Bei den in diesem Buch beschriebenen Unterrichtskonzeptionen aus einem Zeitraum von über 2000 Jahren handelt es sich um Studien zu einer systematisch-problemgeschichtlichen Einführung...
INHALT
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Andreas Michael Staufer
Ludwig Ebermayer
Leben und Werk des höchsten Anklägers der Weimarer Republik
unter besonderer Berücksichtigung seiner Tätigkeit im Medizin- und Strafrecht
374 Seiten, Broschur, € 36,00
978-3-86583-520-8
INHALT
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Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen?
Zum Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und Politik im 20. Jahrhundert
Herausgegeben von Klaus Arnold, Christoph Classen, Susanne Kinnebrock, Edgar Lersch, Hans-Ulrich Wagner
471 Seiten, Broschur, € 32,00
978-3-86583-497-3
INHALT
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Zuschauer als Störer
Stadionverbote und Regressansprüche
Herausgegeben von Rico Kauerhof, Sven Nagel, Mirko Zebisch
170 Seiten, Broschur, € 19,80
978-3-86583-529-1
In dieser Publikation lassen sich die Ergebnisse zweier Tagungen in Leipzig und Zürich nachlesen, die sich mit der Gewaltproblematik im Fußball beschäftigten.
INHALT
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Dopingfragen
Herausgegeben von Rico Kauerhof, Sven Nagel, Mirko Zebisch
Dokumentation des 2. Leipziger Sportrechtstages 2008
148 Seiten, Broschur, € 19,80
978-3-86583-528-4
INHALT
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Ist Theodor Litt für die gegenwärtige Hochschulpolitik aktuell?
Theodor-Litt-Jahrbuch Band 2010/7: Wissenschaft und Akademische Bildung
Herausgegeben von Peter Gutjahr-Löser, Dieter Schulz, Heinz-Werner Wollersheim
311 Seiten, Broschur, € 17,00
978-3-86583-527-7
Inhalt
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Raymond Kuehne
Henry Burkhardt
Ein Leben für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der DDR
249 Seiten, Hardcover, € 29,00
978-3-86583-494-2
In keinem anderen Lebenslauf in der DDR widerspiegelt sich die Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage so nachdrücklich wie in jenem Henry Burkhardts.
INHALT
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Mormonen und Staatsbürger
Eine dokumentierte Geschichte der Kirche Jesu Christ der Heiligen der letzten Tage der DDR
Nachdruck, Herausgegeben von Raymond Kuehne, St. George, Utah
565 S., Gb., € 19,00
978-3-86583-092-0
Das Leben der Mormonen in der DDR gleicht der sprichwörtlichen terra incognita. nur wenig drang lange Zeit über das Leben dieser kleinen christlichen Gemeinde in das Bewusstsein der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung. Dabei war deren Entwicklung durchaus spannungsreich: Anfangs, so zum Beispiel 1950, schlug das Ministerium des Innern kurzerhand vor, dieser Kirche eine Zulassung zu verweigern. Eine ganz andere Konstellation fiel mit dem Ende der DDR fast zeitgleich zusammen: 1985 wurde bei beträchtlicher medialer Wahrnehmung der Tempel in Freiberg geweiht und 1988 konferierte die Spitze des Staates mit der amerikanischen Leitung der Kirche. Damit war der Weg geebnet, den Missionaren aus dem Westen eine Tätigkeit im Lande zu gestatten. Diesen spannungsvollen Bogen schreitet der Herausgeber nicht allein in einer geschlossenen Erzählung aus. Vor allem in Form der Montage möchte er einen ganz spezifischen Ausschnitt des Alltags in der DDR transparent machen; die überaus zurückhaltend kommentierten Dokumente, Interviews und Berichte gestatten dem Leser, ein eigenes Bild vom facettenreichen religiösen Leben dieser Christen zu gewinnen. Zu den Hauptlinien, die dem Band das Profil geben, zählt die Beantwortung der Frage nach der Einstellung der Kirche und ihrer Mitglieder zum Staat DDR, die Entwicklung der Rechtsgrundlagen konfessioneller Arbeit in ihr, die Erfahrungen von Gemeindemitgliedern in Schule, Studium, am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit, die Erfolge und die Probleme der Jugend- und Missionsarbeit oder auch der lange Weg zum schließlichen Gelingen des Projektes eines Tempels in Freiberg.
INHALT
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Diethelm Klesczewski
Strafrecht
Besonderer Teil
die examensrelevanten Delikte im Grundriss
Teil 1: Straftaten gegen die Person
148 Seiten, Broschur, € 14,00
978-3-86583-534-5
Inhalt
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Sylvie Weil
André und Simone – Die Familie Weil
223 Seiten, Broschur, 22,00 €
978-3-86583-372-3
Sylvie Weil, Tochter des überragenden Mathematikers André Weil und Nichte der nicht weniger berühmten Philosophin, politischen Aktivistin und Mystikerin Simone Weil, gibt in ihrem Erinnerungsbuch Einblicke in das Familienleben der Weils:„Das Genie hatte zwei Häupter. Mein Vater hatte einen Doppelgänger, einen weiblichen Doppelgänger, eine tote Doppelgängerin, er hatteOhne übertriebene Ehrfurcht, in einer unverstellten, unsentimentalen Sprache und mit augenzwinkerndem Humor schildert sie denkwürdige, heitere, anrührende und auch schmerzhafte Episoden aus dem Leben ihrer Angehörigen, läßt die starken und vielschichtigen Bande zwischen ihnen spürbar werden und kommentiert und ironisiert die mit schwärmerischen Bewunderern ihrer Tante gemachten Erfahrungen.
ein Gespenst zur Doppelgängerin. Denn war meine Tante eine Heilige, doch, ja, so war sie außerdem ein Double meines Vaters, dem
sie wie ein weiblicher Zwilling glich.
Für mich ein schreckenerregendes Double, da ich ihm so ähnlich sah. Ich glich der Doppelgängerin meines Vaters.“
INHALTSVERZEICHNIS![]()
Grenzenüberschreitende Arbeitergeschichte
Konzepte und Erkundungen
Hg. Marcel van der Linden
273 S., Br., € 25,00
978-3-931982-68-3
Die in diesem Band gesammelten elf Beiträge beleuchten wichtige Aspekte des historischen und zeitgenössischen Werdegangs der Weltarbeiterklasse. Sie versuchen geografische, zeitliche und disziplinäre Grenzen zwischen Geschichtsschreibung, Anthropologie und anderen Sozialwissenschaften zu überwinden. Die Aufsätze wurden in vier Teile gruppiert: Erörtert werden methodologische und historiografische Fragen, die Entwicklung der weltweiten Textilindustrie seit 1650, die Zusammenhänge zwischen Arbeitsmigration einerseits und der Integration ländlicher/agrarwirtschaftlicher Regionen in die kapitalistische Weltwirtschaft andererseits sowie ideologische und religiöse Neuorientierungen, die mit den globalen (partiellen) Proletarisierungsprozessen einher gehen.Inhalt
Vorwort: Der Weg des Konferenzzyklus der ITH in den Jahren 2007-2009
Berthold UnfriedEinleitung
Marcel van der Linden1. Der Stand der Arbeitergschichtsschreibung
The Benefits and Pitfalls of Comparative Labour History across National Boundaries
Dick GearyChanging Paradigms of South Asian Labour Historiography
Rana P. Behal2. Verflechtungen innerhalb der Textilbranche und deren Folgen für Arbeitsverhältnisse und -kämpfe
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Standortkombinationen, Arbeitsverhältnisse und Protestformen in der Textilindustrie, 1700-2000
Andrea KomlosyCovering the World: Textile Workers and Globalization, 1650-2000. Experiences and Results of a Collective Research Project
Elise van Nederveen MeerkerkLabor Regimes after Emancipation: The Case of Cotton
Sven Beckert3. Arbeitsmigration und die Transformation ländlicher Regionen
Capitalization of Agriculture, 1850s to 1960s: Rural Migrations in a Global Perspective
Dirk HoerderConstructing Legality: The Management of Irregular Labour Migration in Thailand and Malaysia
Michele FordHome Connections of Senegalese Migrants in Europe and the United States: Remittances and Social Change in the Senegal River Valley
Abdoulaye KaneUrbanization and Migrant Workers in Yiwu, China
Minjie Zhang4. Religion und Klassenbildung in globaler Perspektive
Competing Identities: Religion and Working-Class Formation in North-Western Europe
Lex Heerma van VossSoziale Krise und Ausbreitung des evangelikalen Fundamentalismus in Lateinamerika
Juliana Ströbele-GregorZu den Autorinnen und Autoren
Backlist
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Gustav Theodor Fechner
Werk und Wirkung
Hg. Anneros Meischner-Metge
204 S., Br., 19,00
978-3-86583-028-9
Unzweifelhaft zählt Gustav Theodor Fechner (1801-1887) zu den bedeutendsten Gelehrten seiner Epoche in Deutschland...http://www.uni-leipzig.de/~fechner/bio5.html ![]()
Sebastian Pfau, Sascha Trültzsch
Von den Krügers bis zur Feuerwache
Vademekum der Familienserien des DDR-Fernsehens
466 Seiten, Broschur, € 44,00
978-3-86583-012-8
Familienserien gehörten zu den beliebtesten Genres des DDR-Fernsehens. Die Wiederholungen in den ostdeutschen Rundfunkanstalten bis heute und zahlreiche DVD-Neuerscheinungen gerade in diesem Jahr zeigen, dass sie sich auch jetzt noch großer Beliebtheit erfreuen. Dies hat nicht nur nostalgische Gründe. Von den vierzig Familienserien, die zwischen 1960 und 1991 im DDR-Fernsehen produziert wurden, zeichnen sich viele durch eine hohe filmästhetische und dramaturgische Qualität aus – verstand man Serien doch als „Kunst im Alltag“. Obwohl die Sendungen auch immer eine unterschiedlich stark ausgeprägte politisch-ideologische Intention hatten, thematisierten sie doch den Alltag in der DDR und konnten ab den späten 1970er Jahren auch immer häufiger Probleme eben dieses Alltags ansprechen. Dieser Band fasst die wichtigsten Ergebnisse des Teilprojektes „Familienserien im Fernsehen der DDR“ der DFG-Forschergruppe knapp zusammen und gliedert sich dabei in zwei große Teile.
Im ersten Teil werden die methodischen Grundlagen der Projektarbeit systematisiert und die wesentlichen Ergebnisse von Analyse und Interpretation der Familienserien überblicksmäßig dargestellt.
Der zweite Teil – das Vademekum – stellt alle Familienserien des DDR-Fernsehens mit Angaben zu Stab und Inhalt sowie kurz zusammengefassten Analyseergebnissen vor und versteht sich somit als Begleitbuch für alle, die sich zukünftig mit diesem Genre auseinandersetzen wollen.
INHALTSVERZEICHNIS
Onomastische Betrachtung:![]()
Ernst Eichler, Hans Walther
Alt-Leipzig
und das Leipziger Land
Ein historisch-geographisches Namenbuch
zur Frühzeit im Elster-Pleißen-Land
im Rahmen der Sprach- und Siedlungsgeschichte
337 Seiten, Hardcover, 98,00 €
978-3-86583-462-1
INHALTSVERZEICHNIS
Was und wie hören Mongolische Wüsten-renn-maus-Säuglinge in den ersten 3 Wochen?![]()
Mirko Witte
Differenzierung und Reifung GABAerger und Glycinerger Neurotransmission im anteroventralen Cochleariskern der Wüstenrennmaus
(Meriones unguiculatus)
140 Seiten, Broschur, 24,00 €
978-3-86583-475-1
Spherical bushy cells (SBCs) im anteroventralen Cochleariskern (AVCN) der Mongolischen Wüstenrennmaus verarbeiten exzitatorische (Glutamat) und inhibitorische (GABA und Glycin) Eingänge und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Schalllokalisation basierend auf interauralen Zeitunterschieden. Für ein grundlegendes Verständnis der GABAergen und glycinergen Neurotransmission in SBCs wurden in der vorliegenden Arbeit mittels whole-cell- und Gramicidin-perforated-patch-clamp-Ableitungen die GABA- und Glycin-induzierten Membranströme, die intrazelluläre Chloridkonzentration und deren Regulation durch Chlorid-Cotransporter, sowie die Reifung aktiver GABAerger und glycinerger Afferenzen von SBCs unterschiedlicher Entwicklungsstadien (P2-21) untersucht. An SBCs werden GABA- bzw. Glycin-induzierten Ströme durch eine Aktivierung von GABAA- bzw. Glycin-Rezeptoren hervorgerufen, die hauptsächlich durch Chloridionen getragen und damit von der intrazellulären Chloridkonzentration abhängig sind. Die GABAerge und glycinerge Wirkung an SBCs wechselt von einer Depolarisation zu einer Hyperpolarisation zum Ende der ersten postnatalen Woche. Die depolarisierende Wirkung ist durch eine erhöhte intrazelluläre Chloridkonzentration bedingt, zu welcher der Bumetanide-sensitive Cotransporter NKCC1 einen wesentlichen Beitrag leistet. Der Wechsel ist durch die einsetzende Aktivität des KCC2 vermittelt, der die intrazelluläre Chloridkonzentration verringert und zur negativen Verschiebung der Umkehrpotentiale für GABA und Glycin führt. Funktionell aktive GABAerge und glycinerge Afferenzen konnten bis zum Ende der 3. postnatalen Woche nachgewiesen werden, wobei die glycinerge Transmission gegenüber der GABAergen überwiegt. In dieser Arbeit konnte erstmals ein elektrophysiologischer Nachweis für die gemeinsame Freisetzung von GABA und Glycin aus einem Vesikel der inhibitorischen Terminalen erbracht werden. Jedoch bleibt deren funktionelle Bedeutung für die Integration von Exzitation und Inhibition an den SBCs offen.
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… diese Stunde gehört den Autoren
Leipziger Poetik-Vorlesungen im Herbst 89
(Hg.Christel Hartinger, Antonia Opitz, Roland Opitz)
228 S., Gb., € 29,00,
broschiert € 22,00
978-3-86583-488-1
„Wir zitieren auch heute unseren stereotypen Satz: Es ist hier nicht der Ort, eine literaturwissenschaftliche Wertung dieses literarischen Werkes zu versuchen: diese Stunde gehört den Autoren.“Inhalt:
Christel Hartinger: Zwanzig Jahre später
Vorlesung 1: Jurij Brezan, 3. Oktober 1989
Vorlesung 2: Joachim Nowotny, 10. Oktober 1989
Vorlesung 3: Erich Köhler, 17. Oktober 1989
Vorlesung 4: Christoph Hein, 31. Oktober 1989
Vorlesung 5: Helga Königsdorf, 14. November 1989
Vorlesung 6: Christa Wolf, 21. November 1989 .
Vorlesung 7: Jurij Koch, 28. November 1989
Vorlesung 8: Rainer Kirsch, 5. Dezember 1989
Vorlesung 9: Volker Braun, 12. Dezember 1989
Vorlesung 10: Bernd Jentzsch, 23. Januar 1990
Walfried Hartinger (1938–2003)
Anhang
Konzeption »Leipziger Poetik-Vorlesung« 1989
Einladungen. Briefwechsel mit den Autoren
Biographische Angaben
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Jens Blecher, Howard M. S. Kroch (Hg.)
Renate Drucker 1917–2009
Nekrolog
57 Seiten, Broschur, 16,00 €
978-3-86583-482-9
Die Universität Leipzig und die Ephraim Carlebach Stiftung widmeten Frau Professorin Drucker am 15.12.2009 eine gemeinsame Gedenkfeier. Die Ansprachen und Erinnerungen jenes Abends sind nun in diesem Band versammelt und wurden ergänzt um weitere Beiträge ihr einst nahestehender Wegbegleiter.
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Dietmar Stübler
Revolution in Italien
Sächsische Diplomaten und Journalisten über Italien zwischen 1789 und 1871
295 Seiten, Hardcover, € 29,00
978-3-86583-370-9
In diesem Band analysiert Dietmar Stübler Berichte sächsischer Diplomaten, die sich mit der Entfaltung der italienischen Nationalbewegung befassen. Während diese Korrespondenzen nur einem erlauchten Kreis zur Kenntnis kamen, erreichten Zeitungen und Zeitschriften ein größeres Publikum. Drei in Leipzig erschienene Periodika – die Leipziger Zeitungen, Die Gartenlaube und Die Grenzboten – werden unter den gleichen Gesichtspunkten untersucht wie die Diplomatenpost. Aus den kleinen belichteten Ausschnitten eines großen Ganzen entsteht ein lebendiges Bild des Risorgimento, d. h. jener Bewegung, die das Königreich Italien hervorbrachte (1861). Zugleich erhellen die Ansichten die sächsische Politik zwischen den Endphasen des alten Reiches (1806) und des Deutschen Bundes (1866).
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Michael Thöndl
Oswald Spengler in Italien
Kulturexport politischer Ideen der „Konservativen Revolution“
215 Seiten, Hardcover, € 36,00
978-3-86583-492-8
In dieser herausragenden Studie untersucht der Wiener Historiker und Politikwissenschaftler Michael Thöndl die Rezeption des Werks von Oswald Spengler im faschistischen Italien. Im Mittelpunkt stehen dabei die wechselseitigen Einflüsse zwischen dem deutschen Geschichtsphilosophen Spengler und dem faschistischen Diktator Benito Mussolini. Auf dem Prüfstand des Italienexperten Thöndl befindet sich ebenso das Konzept der „Konservativen Revolution“, dessen Übertragbarkeit von der deutschen auf die italienische politische Kultur erstmals an einem Fallbeispiel eingehend überprüft und kritisch hinterfragt wird.
Inhaltsverzeichnis
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Dietrich Eichholtz
Deutsche Ölpolitik im Zeitalter der Weltkriege
Studien und Dokumente
576 Seiten, Hardcover, € 44,00
978-3-86583-490-4
Diese Publikation gibt einen umfassenden Überblick über die deutsche Ölpolitik und -wirtschaft vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1945 – von der Bagdadbahn und der Erschließung mesopotamischer Lagerstätten über das erstrebte deutsche Erdölimperium bis zum Vorgehen der Nazi-Führung nach dem definitiven Scheitern ihrer Pläne durch die Niederlage in Stalingrad.
Inhaltsverzeichnis
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The Plurality of Europe Identities and Spaces
(ed. Winfried Eberhard, Christian Lübke)
564 S., Gb., € 80,00
978-3-86583-486-7
The question of the fundamental values that hold the continent together – the “soul” of Europe, as it were – is a question that strives for integration and unity and which is quite rightly asked again and again. But it is a question concerned with just one of Europe’s foundations and perspectives. The other is the question of Europe’s diversity. The preservation of this diversity will have to be on the agenda of any attempt to integrate Europe, since uniformity can only be pursued at the risk of total failure. That is why this volume seeks to highlight various aspects of Europe’s cultural diversity and heterogeneity, together with the changes they are undergoing. After all, identity formation for people in Europe does not rest primarily on general European foundations, but on smaller, overlapping areas of activity, social ties and affiliations. It is hoped that the contributions brought together here will show what great abundance of innovation and dynamism is contained in the plurality of Europe’s cultural identities and the interlinking of small and large areas of cultural activity and orientation. At the same time, it is hoped that examining the topic through the lens of the cultural and social sciences will offer a multi-perspectival overview of the research on Europe currently being carried out in various academic disciplines.
Schätze der Universitätsbibliothek Leipzig![]()
Vergraben, Verloren, Gefunden, Erforscht
Papyrusschätze in Leipzig
(Hg.: Reinhold Scholl)
80 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-483-6
Die Schätze der Bibliotheca Albertina reichen bis in die fernste Vergangenheit, wie am eindrucksvollsten der „Papyrus Ebers“ belegt, die größte und schönste erhaltene Buchrolle zur altägyptischen Heilkunde, die trotz ihres Alters von 3600 Jahren weitgehend makellos erhalten ist. Doch der „Papyrus Ebers“ ist nicht das einzige wertvolle antike Objekt der Leipziger Papyrus- und Ostrakasammlung: Auch unscheinbar aussehende Stücke, wie die älteste Weltchronik und das früheste Lunar (Mondwahrsagetext), stellen beide kleine wissenschaftliche Sensationen dar. Vom 18. Juni bis zum 26. September 2010 präsentiert die Bibliotheca Albertina diese und weitere Papyrusschätze in der Ausstellung „Vergraben, Verloren, Gefunden, Erforscht“, die dieser Katalog begleitet. Der Titel der Ausstellung enthält alle Aspekte, die in der Ausstellung und im Katalog thematisiert werden. Die Exponate aus Papyrus, Ton, Pergament und Papier sind in der Antike von ihren Besitzern vergraben oder auch verloren worden. Zu Beginn des vorletzten oder letzten Jahrhunderts hat man die Papyrusschätze im Wüstensand gefunden und in Leipzig erforscht. Alle Exponate sind Gegenstand älterer oder aktueller Forschung. Sie bereichern unser Wissen über den antiken Alltag und alltägliche Geschichte(n), sind Zeugen für Geschichte von unten sowie authentische Quellen für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Klassische Philologie und Theologie sowie insgesamt für die Kulturgeschichte. Ausstellung und Katalog bringen dem Betrachter in acht Themengruppen mit ausgewählten Beispielen exemplarische Alltagsszenen aus dem griechisch-römisch-byzantinischen Ägypten nahe: Schule und Studium, Liebe, Ehe und Scheidung, Sklaverei, Gewalt und Verbrechen, Religion und Aberglaube, antike Briefkultur, Bürokratie, Tod. Dieser Katalog eröffnet uns das alte Ägypten und er tut dies nach neuesten Erkenntnissen.![]()
Michael Riekenberg
Caudillismus
Eine kurze Abhandlung
anhand des La Plata-Raums
119 S., Br., € 19,00
978-3-86583-298-6
Mit dem Begriff „caudillo“ wurden, vornehmlich im Lateinamerika des 19. Jahrhunderts, mächtige Personen bezeichnet, die lokale Gesellschaften beherrschten und dabei auch vor der physischen Gewaltanwendung nicht zurückschreckten. Eine besonders typische Ausprägung erfuhr der Caudillismus im La Plata-Raum – einer Zone, die an der Grenze des staatlich organisierten Territoriums und dem Siedlungsgebiet der indigenen Bevölkerung lag und ungefähr mit dem Gebiet des heutigen Argentiniens gleichzusetzen ist.
Michael Riekenberg fasst mit dieser Broschüre seine umfangreichen Arbeiten zum Caudillismus kompakt und resümierend zusammen und ermöglicht somit einen prägnanten und zugleich fundierten Einstieg in das Thema. Der Text beginnt mit einem Überblick über den Caudillismus-Begriff und die Historiographie des Phänomens sowie die Interpretationsansätze, die sich daraus herleiten. Daran schließen sich Ausführungen über das soziokulturelle Milieu, in dem der Caudillismus entstand, und zwei seiner wichtigsten Repräsentanten im La Plata-Raum an. Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Organisation und Ausübung physischer Gewalttat, weil der Caudillismus zwar nicht in der Organisation von Gewaltordnungen aufging, aber ohne diese nicht zu existieren vermochte. Der Schlussteil der Studie befasst sich mit dem Begriff der Staatsferne, der eng mit dem Konzept des Caudillismus verwandt ist.
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Geschichte politisch-sozialer Begriffe in Rumänien und Moldova
(Hg. Vasile Dumbrava)
254 S., Gb. € 29,00
978-3-86583-491-1
Kaum eine Gruppe von Begriffen wird so oft umgedeutet, überhöht und instrumentalisiert wie die des politisch-sozialen Bereiches. Gerade für Moldova mit seiner wechselvollen Geschichte, die erst 1991 in die Unabhängigkeit mündete, und für Rumänien, zu dem Moldova zeitweilig gehörte, ist eine historische Untersuchung dieser Begriffe ein lohnendes Unterfangen. Die zwölf Autoren dieses Bandes gehen der Geschichte der Verwendung von Begriffen wie „Europa“, „Volk“, „Patriotismus“, „Politik“ oder „Verfassung“ in Rumänien und Moldova auf den Grund und spüren deren politischen und gesellschaftlichen Implikationen und Zuschreibungen nach.![]()
Karin Hartewig
Wir sind im Bilde
Eine Geschichte der Deutschen in Fotos vom Kriegsende bis zur Entspannungspolitik
310 S., zahlr. Abb., Br., € 29,50
978-3-86583-489-8
Die ersten Fotos der Befreiung stammen von den Alliierten. Ihre Aufnahmen prägten über Jahrzehnte unser Bild des Krieges, insbesondere seines Endes. Doch auch die Deutschen hatten zur Kamera gegriffen. Zehntausende – Profis und Amateure – fotografierten den Krieg, die Trümmerzeit und die frühen Aufbaujahre. Als der Kalte Krieg Deutschland und die Welt teilte, waren die Fotografen längst zur Stelle. In den Krisen und Entfremdungen zwischen der Berlin-Blockade und dem Maueralltag setzten sich Ost wie West bald gern als moralische Sieger ins Bild. Nicht zuletzt dienten Fotografien auf beiden Seiten dazu, hierzu die Emotionen zu mobilisieren. Doch eine Bildgeschichte der Bundesrepublik und der DDR ist nicht allein auf solche Frontstellung zu reduzieren. Die Selbstbilder laden ebenso dazu ein, dem Lebensgefühl der Zeitgenossen in Ost und West zwischen Bedrohung und Konsens, Idylle und Moderne, Politik und Konsum nachzugehen. Die Ansichten der beiden (so) deutschen Gesellschaften über sich selbst und das jeweils andere Land eröffnen zuweilen ganz überraschende Einsichten in die Geschichte der Deutschen. „Wir sind im Bilde“ macht augenfällig, was uns bewegte – und was uns vielleicht bis heute trennt, aber eben auch verbindet. INHALTSVERZEICHNIS
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Olympische Jugendspiele. Chance oder Gefahr?
Dokumentation des 3. Leipziger Sportrechtstages 2009
Hg. Rico Kauerhof, Sven Nagel, Mirko Zebisch
87 S., Br., € 19,80
978-3-86583-485-0
2010 werden zum ersten Mal die Olympischen Jugendspiele ausgetragen. Etwa 3500 Athletinnen und Athleten im Alter von 15 bis 18 Jahren kommen in Singapur zusammen, um sich in 26 Sportarten und 201 Wettkämpfen miteinander zu messen. Doch gemäß der olympischen Idee von Fairplay, gegenseitiger Achtung und zwischenmenschlicher Verständigung geht es bei der Veranstaltung nicht nur um sportliche, sondern auch um pädagogische und kulturelle Inhalte.
Angesichts des jungen Alters der Athleten müssen die Verantwortlichen bei der Organisation und Durchführung der Jugendspiele größtmögliche Sorgfalt walten lassen. Die Teilnehmer des 3. Leipziger Sportrechtstages diskutierten das Chancen- und Gefahrenpotential der Olympischen Jugendspiele und beleuchteten dabei Fragen des zivilrechtlichen Schutzes von Minderjährigen im Leistungssport, der strafrechtlichen Besonderheiten beim Minderjährigendoping sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ereignisses und stellten das Programm der Olympischen Jugendspiele 2010 vor, in dem die pädagogische Komponente eine tragende Rolle spielt.![]()
Bärbel Teubert
Das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten
Eine Einführung
78 S., Br., € 12,00
978-3-86583-266-5
Diese aus Erfahrungen aus Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben hervorgegangene Studie möchte Studierenden einen knappen Überblick über die Merkmale wissenschaftlicher Texte sowie die Schritte der Textproduktion an die Hand geben, der sie ohne viele Abweichungen durch ihr Schreibprojekt führt. Die Ausführungen konzentrieren sich deshalb auf die wesentlichen Punkte, die beim Schreiben wissenschaftlicher Texte zu beachten sind und sind bewusst kurz gehalten. Zielgruppen sind Anfänger wie Fortgeschrittene und Graduierte gleichermaßen. Anfänger können sich an diesem „Fahrplan“ orientieren, auch wenn es darum geht, einzelne Punkte mithilfe weiterführender Literatur zu vertiefen; Fortgeschrittenen und Graduierten kann er helfen, aus der Vielfalt an Informationen zu den wesentlichen Punkten zurückzufinden. Ihnen allen soll diese Einführung helfen, das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten mit Erfolg zu praktizieren.
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Theoretiker der Globalisierung
(Hg.: Matthias Middell, Ulf Engel )
475 S., Br., € 33,00
978-3-86583-459-1
Globalisierung hat sich seit den späten 1980er Jahren mit Vehemenz zu einem omnipräsenten Begriff entwickelt, der zur Erklärung verschiedenster Phänomene herhalten muss. Dies hat die verschiedenen Gesellschaftswissenschaften herausgefordert zu erklären, was mit Globalisierung gemeint sei, welche Wirkung die damit beschriebenen Tendenzen für eine neue Weltordnung und auch für die Gestaltung unseres Alltags haben können und was sich daraus eventuell für Prognosen ergeben. Diese Anstrengungen haben zu einer veränderten Wahrnehmung nicht nur unserer je eigenen Gesellschaften geführt, sondern auch deren Verortung in einen größeren Zusammenhang – sei er kontinental beschränkt oder weltweit gezogen – neu inspiriert. Zugleich hat es aber auch sehr ernst zu nehmende Einwände gegen die Idee gegeben, alle unter dem Begriff zusammengefassten Phänomene ließen sich überhaupt sinnvoll theoretisch aufeinander beziehen. Trotz der Allgegenwart des Begriffes wird man also die 'eine' Globalisierungstheorie aus verschiedenen Gründen vergeblich suchen.
Die sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung zu Globalisierungsfragen hat in den letzten Jahren eine rasante thematische und disziplinäre Ausbreitung erfahren. Aus diesem Grund entstand im DFG-geförderten Graduiertenkolleg 1261 „Bruchzonen der Globalisierung“, das am Graduiertenzentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Leipzig angesiedelt ist, der Wunsch, eine Liste von Autoren zusammen zu tragen, die im Rahmen von Globalisierungsforschung von Wichtigkeit sind, besonders häufig zitiert werden oder auch besonders intensive Kritik wegen einer Vereinseitigung in ihren Interpretationen auf sich gezogen haben. Als erstes Zwischenergebnis der Bemühungen entstand dieser Band mit insgesamt 26 Skizzen zu einzelnen Theoretikerinnen und Theoretikern. Die Auswahl der präsentierten Forscher und die Darstellung ihrer Arbeit wurde von den theoretischen Vorannahmen beeinflusst, die dem Projekt „Bruchzonen der Globalisierung“ zugrunde liegen. Das Ziel dieses Bandes ist es demnach nicht, eine vollständige und autoritativ vereinheitlichte Darstellung 'der' Globalisierungstheorien, die am Anfang des 21. Jahrhunderts in Gebrauch sind, zu geben. Vielmehr soll eine begrenzte Zahl von Theorievorschlägen auf ihre Begründung und auf ihre Brauchbarkeit für empirische Forschung zu globalen Zusammenhängen hin gesichtet werden. Es geht weniger darum, eine theoriegeleitete Wissensordnung herzustellen, als vielmehr zu prüfen, welche Zugänge besonders relevant sein können für die Untersuchung konkreter Problemdimensionen dessen, was als Globalisierung bezeichnet wird. Dabei kam es den Herausgebern und Autoren dieses Bandes darauf an zu verdeutlichen, worin der Beitrag der einzelnen Theoretiker zu einer Debatte von Globalisierung besteht, welche Querverbindungen es in dieser Debatte zu anderen Denkern gibt und wo es jenen direkt um Handlungsanleitungen und zuweilen um ein klares Engagement in grenzüberschreitenden Bewegungen und nicht selten in globalisierungskritischen Organisationen geht.![]()
Schulentwicklung und Schulpraktische Studien
Wie können Schulen und Lehrerbildung voneinander profitieren?
(Hg. Anne-Katrin Krüger, Yoshiro Nakamura, Manfred Rotermund)
280 S., Br., € 24,00
978-3-86583-473-7
Schulen stehen vor neuen Aufgaben, auf die Lehrerinnen und Lehrer bislang nicht vorbereitet wurden. Oft fehlt schlicht die Zeit für deren Bewältigung. Beate Wischer, Monika Fiegert, Ingrid Kunze und Ekkehard Ossowski zeigen, dass Studierende hier helfen können, um Kooperationsprojekte durch die Universität anzubahnen und Studierende durch die Ausbildung für solche Vorhaben zu qualifizieren. Dies erfordert außer überzeugenden Konzepten einen entsprechend hohen Ressourceneinsatz, um die Studierenden während des Praktikums betreuen zu können. Trotz des notwendigen Aufwandes scheint sich der Einsatz positiv auf die Zufriedenheit der Studierenden mit dem Praktikum und deren Lernertrag für die Hochschule auszuwirken. Die Neuorganisation der Studiengänge und die Ausrichtung der akademischen Berufsausbildung auf Kompetenzvermittlung wirken sich auf die Schulpraktischen Studien aus. Die Frage des Gelingens der Vermittlung von Kompetenzen rückt seitdem stärker in den Mittelpunkt. Wolfgang Fichten und Jens Winkel stellen Ergebnisse einer Evaluation des Allgemeinen Schulpraktikums der Universität in Oldenburg vor und leiten aus den Ergebnissen strukturelle und didaktische Konsequenzen für die Gestaltung der Praktika und der Lehrerbildung ab. Nordrhein-Westfalen hat sich zur Einführung eines Praxissemesters entschlossen, in dem die Betreuung der Praktikanten gegenüber dem aktuellen Stand wesentlich verbessert werden soll. Manfred Rotermund stellt die nordrhein-westfälische Reform vor und versucht Chancen und Probleme herauszuarbeiten.![]()
World Orders Revisited
( eds. Ulf Engel, Matthias Middell )
279 Seiten, Broschur, € 32,00
978-3-86583-328-0
If one looks at the recent wave of geopolitical debate, it becomes clear, why there is such an exuberant interest in „world orders“. Following an interdisciplinary perspective and distinguished by disambiguation, historicisation, typological differentiation and by empirical grounding, the recent research is overrunning vehemently the platitudes and stereotypes which characterises the first “discovery” of a new world order through the media. The chapters in this edited volume address research topics which pose a challenge to the mainstream of academic debate in their respective disciplines. In the first part of this volume “World order know ledge” the authors and editors are dealing with forms of mental mapping and the construction of knowledge in the production of world order. In the second part of this volume “World order practice” they are introducing different perspectives on the practice of constructing or being part of a particular world order which come from the Global South, the Southern hemisphere, the Global South within or the East. This volume goes back to the 6th summer school of the Graduate Centre Humanities and Social Sciences of the Research Academy Leipzig which was held in September 2008 at the University of Leipzig.
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Vademecum Contemporary History Moldova
A guide to archives, research institutions, libraries, associations, museums and sites of memory
( eds Klaus Bochmann, Marina Dumbrava)
77 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-465-2
Die lateinische Aufforderung vade mecum! („Geh mit mir!“) ist namensgebend für einen mehrbändigen Leitfaden, der die Zugangsdaten zu sämtlichen Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und Webseiten bündelt, die über Dokumente oder Publikationen zur Geschichte der kommunistischen Regimes in Osteuropa verfügen oder sich mit der Erinnerung an die Vergangenheit in den betreffenden Ländern auseinandersetzen. Das Ziel der Herausgeber dieser Publikationsreihe ist es, eine Orientierungshilfe für die einschlägig arbeitenden Wissenschaftler und Publizisten sowohl im jeweiligen Land als auch auf internationaler Ebene zu bieten. Für den Staat Moldova hat nun auf Anregung und mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das Moldova-Institut Leipzig e.V. das „Vademecum Contemporary History Moldova“ – ein Schnellnachschlagwerk – in englischer Sprache vorgelegt. Das Vademecum zur Zeitgeschichte Moldovas soll über die oben genannten Absichten hinaus auch den deutsch-moldauischen Dialog auf diesem Forschungsfeld befördern. Das „Vademecum Contemporary History Moldova“ erfasst alle Archive, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, zeitgeschichtlichen Vereinigungen, Museen und Gedenkstätten, die sich in Moldova der kommunistischen Vergangenheit und ihren Folgen widmen. Sie benennen Ansprechpartner und bieten eine Fülle zusätzlicher Informationen, wie inhaltliche Schwerpunkte der angeführten Institutionen, Adressen und Öffnungszeiten. Das Moldova Institut Leipzig, das seit 2006 existiert, ist die erste Institution in Europa, die den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Republik Moldova richtet. Es ist eine interdisziplinäre Institution zur Förderung von Wissenschaft und Bildung mit Bezug auf Moldova und die Nachbarländer der Schwarzmeerregion. Es pflegt darüber hinaus den kulturellen Dialog und die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Moldova und der EU mit dem Ziel der Vertiefung ihrer gegenseitigen Beziehungen.![]()
Martina Keilbach
Das Argument mit den Nachbarn
Die Bedeutung des internationalen Vergleichs am Beispiel familienpolitischer Debatten in der Bundesrepublik Deutschland (1980-2006)
216 Seiten, Broschur, 29,00 €
978-3-86583-468-3
Trotz der voranschreitenden Globalisierungs-, Europäisierungs- und Transnationalisierungsprozesse wird der politische Diskurs in der Bundesrepublik Deutschland gemeinhin so verstanden und geführt, als würden relevante politische Entscheidungen immer noch in erster Linie im nationalen Rahmen ausgehandelt und gefällt. Dieser politische Diskurs ist natürlich immer wieder durch Hinweise auf die unvermeidbaren Zwänge und Folgen der Globalisierung geprägt. Doch auch diese Argumente werden in die Debatte eingeführt, um im nationalen Rahmen Wirkung zu entfalten. Diesem scheinbaren Widerspruch will die Arbeit Martina Keilbachs nachgehen: Sie fragt an einem ausgewählten Politikfeld, in dem immer wieder gern mit dem Nachbar argumentiert wird, nämlich dem der Familienpolitik, danach, welche Rolle der europäische, globale oder transnationale Vergleich in den politischen Debatten (hier beispielhaft untersucht anhand der Debatten im Deutschen Bundestag) und in den Medien (hier beispielhaft untersucht anhand dreier Leitmedien aus dem Prinbereich, nämlich „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Der Spiegel“ und „Die Zeit“) spielen. Die Studie möchte die Konstitution transnationaler Prozesse im nationalen Rahmen nachweisen und darlegen, dass sich das Globale und das Nationale nicht ausschließen, sondern in einem weit komplexeren Verhältnis zueinander stehen.
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Francisco Javier Montiel Alafont
Werbegeschichte als Kulturgeschichte
Spanien 1940-1989
437 S., Gb., € 62,00
978-3-86583-344-0
Zentrale Aspekte der spanischen Kultur unserer Tage stehen in direkter Verbindung mit Entwicklungen, die ihre Wurzeln in den Jahrzehnten nach dem Bürgerkrieg sowie in der Zeit des Demokratisierungsprozesses ab Mitte der 1970er Jahre haben. Angeregt von dieser Tatsache, legt Francisco Javier Montiel Alafont eine umfassende Kulturgeschichte Spaniens entlang diesen beiden Perioden vor. Als Ergebnis gelingt es ihm, den in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die spanische Gesellschaft vollzogenen Paradigmenwechsel in der Interpretation ihrer Lebenswelt auszumachen. Für seine Werbe- als Kulturgeschichte unterwirft Francisco Javier Montiel Alafont mehr als 1500 spanische Werbeanzeigen einer interpretatorischen Kommunikationsanalyse und zeigt dabei Interdependenzen von kommunikativem und kulturellem Stil auf. Somit liefert das Werk aus methodischer Sicht einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Stilforschung. Diese Publikation, zu der sich bislang weder in deutscher noch in spanischer Sprache Vergleichbares finden lässt, betritt sowohl theoretisch als auch empirisch Neuland. Erstmals werden Phänomene der spanischen Werbekommunikation in einem breiten kultur- und sozialhistorischen Kontext verankert und interpretiert.
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Ernst Jünger
Eine Bilanz herausgegeben von Natalia Zarska, Gerald Diesener, Wojciech Kunicki
544 S., Gb., € 99,00
978-3-86583-452-2
Unter dem Thema „Ernst Jünger – Versuch einer Bilanz“ fanden vom 10. bis 14. Juni 2009 rund fünfzig Wissenschaftler, Literaten und Kenner des Jüngerschen Werkes aus ganz Europa an der Universität Wroclaw / Breslau zusammen, um gemeinsam über Jüngers Platz und Gewicht in der heutigen Zeit zu reflektieren. Die überaus erfreuliche Resonanz auf die Tagungseinladung machte schnell deutlich, dass der höchst umstrittene Autor auch ein Jahrzehnt nach seinem Tod nichts von seiner Wirkung eingebüßt hat und weiterhin zur anregenden Auseinandersetzung einlädt. Nahezu alle Beiträge, die während der Tagung zum Vortrag kamen, fanden in überarbeiteter Form Eingang in diese Publikation, die somit einen repräsentativen Überblick über die aktuelle Jünger-Forschung zu geben vermag. Eingebettet in drei Blöcke – „Strukturen und Modelle“, „Mimesis und Substanz“ sowie „Rezeption und Geschichte“ – widmen sie sich verschiedenen Aspekten des Jüngerschen Werkes, den Umständen seiner Entstehung sowie den Einflüssen, die dabei zum Tragen kamen, und gehen seiner Rezeption in Deutschland, Frankreich und Osteuropa nach.![]()
Eberhard Fleischmann
Das Phänomen Putin
Der sprachliche Hintergrund
260 S., Br., € 29,00
978-3-86583-426-3
In der modernen westlichen Gesellschaft werden auch Politiker immer stärker nach ihrer medialen Wirkung beurteilt, sprachliches Geschick ist dabei eine kaum zu überschätzende Tugend. Virtuosität in der Wortwahl überstrahlt nicht selten die Inhalte, eine Erfahrung, die nicht mehr nur in Wahlkämpfen ihre Bestätigung findet. Gleichzeitig ist das gesprochene Wort aber auch decouvrierend, mithin ein sensibler Untersuchungsgegenstand, dessen Analyse des Öfteren unerwartete und überraschende Befunde bereithält. Diese Einsicht wird durch die Fallstudie zu Wladimir Putin eindrucksvoll bekräftigt. Der derzeit mächtigste russische Politiker hat nicht zuletzt dank seiner rhetorischen Kraft weltweit Anerkennung gefunden. Eine präzise Analyse seiner Sprache bestätigt diesen Eindruck nachdrücklich, legt aber daneben noch weitere Charakteristika und Eigenheiten seiner Wortmeldungen offen. Auffällig ist etwa der starke Einsatz von Adjektiven, die Fortschrittsvisionen verstärken, die sichere Handhabung verhüllender und verharmlosender Bezeichnungen im Umgang mit sensiblen Sachverhalten oder auch der Rückgriff auf manche sowjetischen Sprachgepflogenheiten. Nicht zuletzt gehört hierzu sein Vermögen, selbst neue Worte zu kreieren - und die jüngsten russischen Wörterbücher haben hier Mühen, diese Schöpfungen sämtlich zu verzeichnen. Eine lesenswerte Analyse, die wissenschaftlich disziplinübergreifend angelegt ist und den politisch interessierten Leser mit einer zumeist übersehenen Seite Wladimir Putins vertraut macht.![]()
Zwischen Ost und West
Joseph Conrad im europäischen Gespräch
( Hg. Elmar Schenkel, Hans-Christian Trepte )
291 Seiten, Hardcover, € 39,00
978-3-86583-471-3
Polen hat der englischsprachigen Welt einige bedeutende Schriftsteller geschenkt. Der bekannteste unter ihnen ist Joseph Conrad (1857-1924). Gleichwohl ist im Westen kaum bekannt, dass Józef Teodor Konrad Korzeniowski, so sein eigentlicher Name, polnischer Herkunft war. Conrad sah sich selbst als homo duplex, als einen Menschen aus westlicher und östlicher Hälfte bestehend. War er ein polnischer Autor englischer Zunge, ein europäischer Autor mit englischen, polnischen und gar französischen Anteilen; oder war er ein englischer Autor polnischer Abkunft, geboren in einem Teil Russlands, der einst zum Polnisch-Litauischen Commonwealth gehörte und später die Ukraine war?
Diesen komplexen Zuschreibungen, Vereinnahmungen und Ausgrenzungen widmen sich die Autoren in diesem Band, denn Conrad wurde einerseits immer wieder von nationalen bis nationalistischen Traditionen eingebunden, andererseits war er für Ideologien nur schlecht zu gebrauchen. Dennoch war der Schriftsteller in Polen von den Kommunisten wegen seines „Conradismus“, der fatalen Treue zu einer verlorenen und falschen Sache (gemeint war die Treue zur Londoner Exilregierung und dem bürgerlich-polnischen Widerstand in Form der Heimatarmee Armia Krajowa im Untergrund) heftig attackiert worden. Andererseits ist man sich im Westen kaum der Bedeutung Polens für Conrad und der Conrads für Polen bewusst. Hier gilt es für westliche Leser, Kritiker und Literaturwissenschaftler, einen anderen Conrad zu entdecken, mit dem zugleich ostmitteleuropäische Geschichte aufgearbeitet werden kann.
Der dialogische Charakter dieser Auseinandersetzung mit Conrad oder die dialogische Spannung, in der Conrad stand, schlägt sich auch in der Form der Beiträge nieder, die für diesen Sammelband ausgewählt wurden. Neben einigen Vorträgen, die im November 2007 bei der Tagung „Joseph Conrad: Polen und Europa“ am Polnischen Institut Leipzig gehalten wurden und geographische Aspekte sowie Fragen zur Rezeption und zu einzelnen Werken des Autors beleuchten, enthält die Publikation auch ein Zwiegespräch der Herausgeber über Conrad, einen kommentierten Essay, zwei Gedichte sowie ein Rundfunkgespräch zwischen deutschen Autoren.
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Martin Sabrow (Hg.)
Bewältigte Diktaturvergangenheit?
20 Jahre DDR-Aufarbeitung
132 S., Br., € 13,00
978-3-931982-65-2
Die 15. Helmstedter Universitätstage bildeten im sogenannten „Jubiläumsjahr“ 2009 ein Diskussionsforum, um die nun schon 20-jährige Geschichte der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur und der ostdeutschen Gesellschaft Revue passieren zu lassen. Die unterschiedlichen Themenblöcke der zweitägigen Veranstaltung befassten sich mit dem vielstimmigen und anhaltenden Streit um den Charakter des Umbruchs vom Herbst 1989 und dem Nachleben der DDR in unserem Gedächtnis. Sie galten zugleich der Frage, ob der revolutionäre Zusammenbruch des SED-Regimes unsere politische Kultur verändert hat – oder hätte verändern können. Dabei geht es um Akteure und Deutungskämpfe, um Erfolge und Versäumnisse, vor allem aber um die Maßstäbe eines angemessenen Umgangs mit der kommunistischen Vergangenheit in Deutschland und Europa. Zusammen stehen die für den Druck überarbeiteten Vorträge der Helmstedter Universitätstage für das Bemühen um eine „Aufarbeitung der Aufarbeitung“, die mit engagierter Empathie und zugleich reflexiver Distanz die bis in die Gegenwart reichende Debatte um den angemessenen Umgang mit der ostdeutschen Diktaturlast nachzuzeichnen und in den Kontext der Erinnerungskultur unserer Zeit einzubetten sucht.
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The Holocaust in Spanish Memory
Historical Perceptions and Cultural Discourse
(eds. Antonio Gómez López-Quiñones, Susanne Zepp)
400 S., Gb., € 59,00
978-3-86583-457-7
The subject of the articles assembled in this volume is of special importance. At first glance, it deals with the Holocaust in Spanish culture and memory. Such an undertaking is important in itself, because a multifaceted examination of the Holocaust in current Spanish memory comprised of scholarship in the fields of literary and cultural studies has not yet been undertaken. Above and beyond this demanding and innovative venture, other layers of meaning are evoked and fundamental questions of historical understanding and comprehension examined. From the historians’ perspective, the essays collected here relate by and large to methodological and epistemological queries. First and foremost, the question of the correlation of historical time and epochal memory is the focus of interest. Later on, questions of moral judgment are raised and examined. This volume brings together scholars from a diversity of academic disciplines and is intended to reflect the current state of research into Spanish and European memory. The book aims to provide a new framework for the analysis of these challenging historical constellations in Spain and throughout Europe. The collection is opened by five essays that deal with questions of historiography and memory. A rich textual record has grown out of the Spanish experience with the Holocaust. The essays in the second section focus on questions of literary and other representations of the concentration camp experience and the articles in the third section analyze works by different Spanish authors that have made the Holocaust the subject matter of their writing.![]()
Frauen in der Wissenschaft – Frauen an der TU Dresden
(Hg.Hildegard Küllchen, Sonja Koch, Brigitte Schober, Susanne Schötz)
326 Seiten, Broschur, € 22,00
978-3-86583-428-7
Dieser Band beinhaltet Vorträge und andere Beiträge, die zur Tagung „Frauen in der Wissenschaft – Frauen an der Technischen Universität Dresden“ erarbeitet wurden. Sie fand im November 2007 aus Anlass des 100. Jahrestages der Zulassung von Frauen zum Studium in Dresden statt und diskutierte die langen und wechselvollen Wege von Frauen in Wissenschaft und Lehre mit Blick auf aktuelle Herausforderungen. Es interessierten ebenso Ausgrenzungsmechanismen wie diejenigen Bedingungen und Faktoren, die es Frauen ermöglich(t)en, zu Bildung und Ausbildung, zu Gelehrtheit, Akzeptanz und herausragenden Leistungen in den Wissenschaften zu gelangen.![]()
Bildung und Menschlichkeit II
Die Bildung von Gewissen und Verantwortung.
Zur Philosophie und Pädagogik Franz Fischers
(Hg. Wolfdietrich Schmied-Kowarzik, Detlef Zöllner)
365 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-478-2
Unter dem Titel der Jubiläumstagung zum 80. Geburtstag von Franz Fischer „Die Bildung von Gewissen und Verantwortung“ versammelt das vorliegende Jahrbuch erstmals in einem Band Beiträge zu allen Etappen des philosophischen Denkwegs von Franz Fischer, von seinen Studienjahren in Wien über seine Tätigkeit an der Universität Bonn bis zu seinen letzten Lebensjahren in Norderstedt bei Hamburg.![]()
Die Korrespondenz der Herzogin Elisabeth von Sachsen und ergänzende Quellen
Erster Band: Die Jahre 1505 bis 1532
(Hg.André Thieme)
434 Seiten, Hardcover, € 80,00
978-3-86583-463-8
Herzogin Elisabeth von Sachsen, geborene Landgräfin von Hessen (1502–1557), gehört in die Reihe der bedeutendsten Fürstinnen und Fürsten des Reformationszeitalters. Als Schwiegertochter Herzog Georgs des Bärtigen lebte sie von 1517 bis 1537 am streng altgläubigen Dresdner Hof, wo sie sich seit Mitte der 20er-Jahre der lutherischen Lehre zuwandte und deshalb verstärktem Druck ausgesetzt war. Rückhalt fand Elisabeth bei ihren lutherischen Verwandten, Landgraf Philipp von Hessen und Herzog/Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen. Der in weiten Teilen überlieferte Briefwechsel der Herzogin Elisabeth gilt vor allem diesen beiden Adressaten.
In ihrer inhaltlichen Dichte, ihrer thematischen Vielschichtigkeit und ihrer Sprachgewalt gehört die Korrespondenz der Herzogin Elisabeth zu den anregendsten und materialreichsten persönlichen Zeugnissen der Reformationszeit, und überdies bietet sie einen außergewöhnlichen Einblick in weibliche Lebenswelten der Frühen Neuzeit. Die vorliegende Edition umfasst die Jahre 1505 bis 1532 und enthält neben der Korrespondenz der Herzogin auch umfangreiche ergänzende Quellen und Materialien zum Leben der jungen Elisabeth.![]()
Dietrich Eichholtz
Ende mit Schrecken
Deutsche Ölpolitik und Ölwirtschaft nach Stalingrad
116 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-476-8
„Wir kämpfen für Öl und Eisen, für wogende Weizenfelder, das regt unsere Soldaten an, und dafür fallen sie. Glaube doch keiner, dass wir Deutsche plötzlich von einer neuen Moral erfasst sind. Nein, wir wollen uns erst mal gesundstossen ...“. Das Völlegefühl bereits errungener und noch kommender Siege verleitete Joseph Goebbels am 21. Oktober 1942 während einer Rede in Gotenhafen zu diesem Bekenntnis in aller Öffentlichkeit. Unzweifelhaft sprach er hier in selten vernommener Eindeutigkeit eine Wahrheit aus, die Millionen Menschen das Leben kostete, einen Kontinent verwüstete und menschliches Leid in einer nicht beschreibbaren Dimension verursachte. Diesen von der deutschen nationalsozialistischen Clique um Adolf Hitler geführten Kampf um Öl während seiner letzten Etappe, vom deutschen militärischen Desaster in Stalingrad bis zur bedingungslosen Kapitulation im Frühjahr 1945, gilt die Untersuchung des Autors, die damit einen wichtigen Abschnitt der Wirtschaftsgeschichte des faschistischen Deutschlands offenlegt. Auf ganz spezifische Weise wird sichtbar, dass fern jeder Rücksichtnahme auf die damit verbundenen zivilen Opfer vor allem ökonomische Strategien die Kriegsführung bestimmten und selbst in aussichtsloser militärischer Lage Überlebensstrategien das Denken leiteten, die an wirtschaftlicher Macht zu erhalten suchten, was irgend möglich schien.
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Siegfried Hoyer
Kleine Geschichte der Leipziger Studentenschaft 1409-1989
312 Seiten, Gb., € 24,00
978-3-86583-480-5
Seit nunmehr 600 Jahren wird an der Universität Leipzig geforscht, gelehrt und – studiert. Die Alma mater Lipsiensis ist somit ein idealer Untersuchungsgegenstand, wenn es darum geht, den Wandel der Studentenschaft seit dem Mittelalter abzubilden.
Neben Zahl und Zusammensetzung der Studierenden sowie den Intentionen des Lernens beleuchtet Siegfried Hoyer in dieser ausführlichen Studie auch die Lern- und Lebensbedingungen der Leipziger Scholaren, Burschen, Studentinnen und Studenten zwischen dem 15. Jahrhundert und den letzten Monaten der DDR. Dabei verfolgt er das Ziel, die Geschichte der Studentenschaft in ihrer Totalität darzustellen: Aspekte des Studienprozesses, die intellektuellen und ökonomischen Voraussetzungen für das Studium, die Bedingungen des Lebensunterhaltes und Probleme der Unterbringung in der Stadt werden ebenso in das Bild einbezogen wie die langjährige autonome Stellung der Hochschulangehörigen innerhalb der Leipziger Gesellschaft und die damit verbundene eigene Rechtsordnung sowie Verstöße gegen diese, das spezifische Verbindungsleben und dessen Rituale sowie die Haltung studentischer Gruppen zu politischen Programmen und die Instrumentalisierung der akademischen Jugend für staatliche und politische Ziele.
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Rossini und das Libretto
Herausgeber Reto Müller und Albert Gier
229 S., Br., € 24.00
978-3-86583-268-9
Gioachino Rossini steht an der Schwelle vom Klassizismus des Ancien Régime zur Romantik des bürgerlichen 19. Jahrhunderts; nicht nur in seiner Musik, auch in den Texten seiner Opern verbinden sich Altes und Neues, Italienisches und Europäisches. Auf Initiative der Deutschen Rossini Gesellschaft (DRG) und in Zusammenarbeit mit Fachvertretern der Romanistik fand vom 4. bis 7. Oktober 2007 an der Universität Bamberg erstmals eine ausschließlich den von Rossini vertonten Libretti gewidmete Tagung statt. Es referierten Spezialisten aus Italien, Deutschland und der Schweiz über Rossini und seine Dichter-Partner zwischen Neapel und Paris. Mit diesem Tagungsband werden acht deutsch- und fünf italienischsprachige Vorträge publiziert. Außerdem enthält der Band neben einem Vorwort eine Bibliographie zur Rossini-Librettistik und umfassende Register.![]()
Dirk H. Müller
Adel und Rittergüter im Prozess der rechtlichen Egalisierung der preußischen Gesellschaft - Vom Allgemeinen Landrecht bis zur Verfassung von 1919
90 S., Br., € 19,00
978-3-86583-292-4
1653 erhielten preußische Adlige erstmals das Recht, Rittergüter zu kaufen und dadurch von den mit dem Besitz verbundenen Privilegien zu profitieren. Dieses Jahr bildet somit den Ausgangspunkt der rechtlichen Egalisierung der preußischen Gesellschaft – eine Entwicklung, die im Laufe der Zeit durch das von Friedrich II. angestoßene „Allgemeine Landrecht der Preußischen Staaten“ von 1794 oder durch die Gesetzgebung von 1807 weiter vorangetrieben wurde. Dirk H. Müller fasst in seiner Studie die für den preußischen Adel relevanten rechtlichen Neuordnungen des 19. Jahrhunderts zusammen und ermöglicht mit seiner Systematisierung der komplizierten rechtsgeschichtlichen Entwicklungen allen an der preußischen Adelsgeschichte Interessierten die Orientierung im Dschungel der zeitgenössischen Rechtsnormen und Rechtsdeutungen.![]()
Sandra Leukel
Strafanstalt und Geschlecht
Geschichte des Frauenstrafvollzugs im 19. Jahrhundert (Baden und Preußen)
ca. 285 S., Gb., € 49,00
978-3-86583-420-1
Die Studie beschreibt am badischen und preußischen Beispiel die Geschichte des Frauenstrafvollzugs im langen 19. Jahrhundert. Sie untersucht die Gründung der ersten Frauenstrafanstalten, beleuchtet die Frage der Haftsysteme und berücksichtigt auch den Gefängnisalltag. Die Autorin schließt damit eine Forschungslücke, die – trotz des wachsenden Interesses an der deutschen Gefängnisgeschichte – bis heute besteht. Die Untersuchung stellt hierbei nicht allein eine Geschichte des Frauenstrafvollzugs dar, sondern ebenso eine Geschlechtergeschichte des ‚modernen’ Strafvollzugs. Auf makro- wie auch mikrohistorischer Ebene wird gezeigt, dass zeitgenössische Konstruktionen von Geschlecht die Konzeption, Gestalt und Entwicklung der Strafanstalten maßgeblich prägten. Damit wird erstmals die große Bedeutung der Kategorie Geschlecht für die Geschichte des Strafvollzugs belegt.
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Die Ostdeutschen in den Medien
Das Bild von den Anderen nach 1990
(Hg. Thomas Ahbe, Rainer Gries, Wolfgang Schmale)
217 S., Gb., € 24,00
978-3-86583-391-4
Als im Herbst 1989 'die Mauer fiel' und die ebenso unerwartete wie schnelle deutsche Einheit die Phantasie beflügelte, als nach einem vielzitierten Politikerwort das deutsche Volk für einen Moment das glücklichste auf der Welt zu sein schien, war wenig plausibel, dass die damit vormaligen DDR-Bürger noch längere Zeit eine eigene Identität konservieren würden. Vielmehr waren Jungbundesbürger zu erwarten, die sich mit dem Enthusiamus des großartigen geschichtlichen Umbruchs kraftvoll ihren westdeutschen Landsleuten an die Seite stellen würden. Doch dann kam alles ganz anders - es schälte sich statt dessen der Typus des 'Ossis' heraus; und diese Spezies erschien in den Augen der meisten Westdeutschen in vielerlei Hinsicht infantil, undankbar, kritikwürdig, ja - unverständlich. Darauf nun reagierten die Gescholtenen mit mancherlei Widerborstigkeit. Im Wort von der 'Mauer im Kopf' verschmolz ein ganzes Bündel neuer Probleme des Zusammenwachsens von Ost und West und die Ahnung machte die Runde, dass sich hier neuer Konfliktstoff aufhäufte.Was freilich ist der 'Ossi'? Diese Frage treibt auch die Wissenschaft seit längerer Zeit intensiv um. Mit dem hier vorgelegten Band wird für einen dafür besonders wichtigen Ausschnitt unseres Alltags, die Massenmedien, nach zwei Jahrzehnten staatlicher deutscher Einheit eine repräsentative Zwischenbilanz gezogen: Was trugen die meinungsführenden Medien zu dieser Diskussion bislang bei? Welche Definitionsmacht üben sie aus und wie sehr vermögen sie, Bilder und Stereotype zu prägen? Welche Wirkung ging und geht von ihnen tatsächlich aus? Ein künftighin unverzichtbarer Band zur wechselseitigen deutsch-deutschen Wahrnehmungsgeschichte, ein Buch von beträchtlicher tagespolitischer Brisanz und ein wichtiger Baustein einer längst nicht abgeschlossenen Diskussion![]()
Christian Baumert
Carlfriedrich Claus
Betrachtungen zur WORK-BOX
204 S., Br., € 58,00
978-3-86583-450-8
Ein Holzkoffer, braun, schwarz, goldene Scharniere und ein Griff; hinter Plexiglas eine schraffierte Fläche mit Konterfei. Angaben sind äußerlich weiterhin keine sichtbar – es bleibt ein ästhetisch aufbereiteter Holzkoffer. Das Gewicht aber lässt schließen auf den Inhalt. Der wiegt – und wie er wiegt – der Gedankenkosmos des Carlfriedrich Claus. Denn öffnet man, verschiebt man die goldenen Riegel, präsentiert sich ein Klappentext, der durch große schwarze Lettern annonciert:CARLFRIEDRICH CLAUS
WORK-BOX 1955-1990In seiner WORK-BOX hat Carlfriedrich Claus 1991 Arbeiten versammelt, die den Entwicklungsgang seines Schaffens spiegeln und das Gesamtwerk zur Quintessenz konzentrieren. Nach dem Willen des Künstlers soll die WORK-BOX nicht nur ein Aggregat des Erreichten sein; sie soll in die Zukunft weisen und dem Betrachter/Benutzer als Arbeitsinstrument eigener Erkundungen und Erkenntnisse dienen. Wer also, wie Christian Baumert es in dieser Studie unternimmt, die WORK-BOX durchforscht, erhält exemplarischen Einblick in Woher und Wohin eines einzigartigen Lebensexperiments.
„Diaphanie“, dies ist Baumerts wichtigste Erkenntnis, kann als Grundwort im Schaffen von Claus gelten; seine Transgressionen betreibt er im Medium der Transparenz. Claus will die Künste – bildende Kunst, Literatur und Musik – durch seine skripturalen Verfahrensweisen füreinander durchsichtig machen. Im Ergebnis dieser Arbeit verrätseln sich die Gebilde. Aber das Geheimnis, das sich mit der Grenzverwischung einstellt, ist nicht Selbstzweck, sondern Ausgangspunkt einer Anstrengung des Sehens, Lesens, Hörens, der sich nun auch der Leser im Blick auf die rätselvolle Objektwelt auszusetzen hat.
Der Autor hat sich mit spürbarer Liebe zum Gegenstand und mit dem Wagemut, den das Neue erfordert, auf das unbekannte, weitgehend unerforschte und schwer gangbare Gelände einer experimentellen Kunst zwischen den Künsten begeben und mit seiner ästhetischen zugleich eine genuin literaturwissenschaftliche Exploration unternommen.![]()
Richard Buchner
Todfeinde – Komplizen – Kriegsbrandstifter
Der Hitler-Stalin-Pakt und die Folgen
220 S., Br., € 24,00
978-3-86583-388-4
Die Teilung Europas in den Jahren von 1945 bis 1989/91 war nicht allein das Werk der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, sie war auch nicht das Resultat vornehmlich der Konferenzen von Jalta und Potsdam. Die Teilung Europas war die direkte Folge des verbrecherischen Weltkrieges und des Holocaust. Dieser Flächenbrand wurde am 1. September mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf den Nachbarn Polen irreversible Tatsache.
Indes – neun Tage zuvor hatten sich zwei unterschiedliche Diktaturen zur Vierten Teilung Polens und zur Aufteilung Europas die Hände gereicht – damals am fernen Bug. Als Verbündete in diesem Komplott gegen den Weltfrieden agierten jetzt eine Diktatur, die vorgab, das „christliche Abendland“ zu verteidigen und eine angeblich „sozialistische“ Diktatur, die sich doch eigentlich den „Kampf gegen Faschismus und Krieg“ auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Niemand war jetzt noch in der Lage, den auflodernden Weltbrand zu löschen – bis zum Mai 1945. Als das Nazi-Reich seinen zuvor umworbenen Vertragspartner im Juni 1941 überfiel, änderte sich alles: Jetzt führte die Sowjetunion einen Verteidigungskrieg, den sie schließlich unter unermesslichen Opfern und im Bündnis mit den westlichen Alliierten gewann. Der hier ausgelöste Vernichtungskrieg ging mit der zivilisatorischen Katastrophe des Holocaust einher, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen: Polen und Juden, Belarussen und Ukrainer, Russen und Angehörige vieler anderer Nationen – schließlich auch Deutsche. Als die Waffen endlich schwiegen, war der Kontinent ausgeblutet und zerstört wie nie zuvor.
Der Autor untersucht die Motive der stalinistischen Führungsclique beim Abschluss der insgesamt drei Hitler-Stalin-Pakte 1939 und 1940. Sowohl bekannte als auch erst jetzt in den Geheimarchiven nachweisbare Tatsachen fügen sich dabei zu einem düsteren Bild – Abgründe menschlichen Größenwahns und krimineller Energie eingeschlossen. Das Kriegsende 1945 war noch nicht das Ende des Dramas. Es folgten Jahrzehnte des Kalten Krieges. Auferstanden aus Ruinen? Erst mit der friedlichen Revolution in den osteuropäischen Staaten gelang es, unseren Kontinent wirklich aus den Fesseln von Krieg, Völkermord und nuklearer Bedrohung zu lösen.
Nur wenn es gelingt, diese singuläre Katastrophe des 20. Jahrhunderts tabulos und vorurteilsfrei zu analysieren und deren Ursachen zu verstehen, wird eine gemeinsame Zukunft im vereinten Europa gelingen; und dies im Geiste des europäischen Dialogs, der Versöhnung und der Würde des Menschen.
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Leipziger Judentümer in Stadt und Universität
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Bibliotheca Albertina zu Leipzig vom 13. Januar bis zum 25. April 2010
77 S., Br., € 22,00
978-3-86583-455-3
Mit dem Ausdruck „Judentümer“ nimmt dieser Ausstellungskatalog eine breite Beschäftigung mit jüdischer Kultur, Sprache, Wissenschaft und Geschichte in den Blick, die in der Frühen Neuzeit, also vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, in Europa intensiv und widersprüchlich war.![]()
Zwischen Graetz und Dubnow:
Jüdische Historiographie in Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert
(Hg.François Guesnet)
297 S., Br., € 33,00
978-3-931982-60-7
Dieser Band dokumentiert Traditionen, VertreterInnen und Gegenstände jüdischer Geschichtsschreibung in der Epoche der Ausprägung der historisch-kritischen Methode in Ostmitteleuropa. Diese Zwischenregion wird beispielhaft durch zwei ikonische Figuren der jüdischen Geschichtsschreibung markiert, die als Exponenten der benachbarten jüdischen Historiographien gelten: Heinrich Graetz (1817-1891) als herausragende Figur der deutschsprachigen jüdischen Geschichtsschreibung einerseits, Simon Dubnow (1860-1914) als Leitfigur einer im Wesentlichen in russischer Sprache erarbeiteten Geschichtsdeutung andererseits.![]()
Gerald Wiemers
Jakob Neubauer (1895-1945)
Rechtshistoriker – Talmudist – Holocaustopfer
48 S., Br., € 12,00
978-3-86583-435-5
Jakob Neubauer, in Leipzig geboren, hat das Abitur extern abgelegt, eine Rabbiner-Ausbildung erfahren und an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften, insbesondere antike Rechtsgeschichte, studiert. Der ihm besonders nahe stehende akademische Lehrer Paul Koschaker hat ihn vergeblich für die Universitätslaufbahn gewinnen wollen. Sein Lebensweg war bestimmt durch den Glauben seiner Väter und Vorväter. Als die Deutschen die Niederlande überfielen, ergab sich der tief gläubige Jakob Neubauer seinem Schicksal. Er überlebt die Torturen im KZ Bergen-Belsen ebenso wenig wie sein jüngster Sohn Joshua. Die Mutter wird Zeugin der Shoah. In diesem Büchlein finden sich die wenigen erhaltenen Zeugnisse zu Jakob Neubauers Leben vereint: ein Fotoalbum aus Familienbesitz, die Abbildungen seines akademischen Lehrers und sein Leipziger Geburtshaus. Eine bedeutende Quelle ist der bisher einzig erhaltene Brief an Koschaker, der uns auch biographische Einblicke gewährt und seine großartigen wissenschaftlichen Kenntnisse erahnen lässt.![]()
Philipp Borchardt
Unternehmerisches Kulturengagement
Kulturförderung als integrierte Unternehmensstrategie
103 S., Br., € 22,00
978-3-86583-386-0
Das kulturelle Engagement von Unternehmen ist derzeit ein hochaktuelles und vieldiskutiertes Thema. Politik und Interessenverbände fordern eine Stärkung der Bürgergesellschaft und sprechen sich in diesem Zusammenhang auch für eine intensivere Einbindung von Unternehmen in die Kulturförderung aus. Bisher wurde deren kulturelles Engagement meist in der Dichotomie von altruistisch motiviertem Mäzenatentum und marketingorientiertem Kunst- und Kultursponsoring gesehen. Insbesondere das Sponsoring wird jedoch zunehmend kritisch betrachtet, da mit ihm die Gefahr einer Instrumentalisierung der Kunst für unternehmerische Zwecke einhergeht. In dieser Arbeit wird davon ausgegangen, dass unternehmerisches Kulturengagement zunehmend im Kontext eines ganzheitlichen Ansatzes steht. Bei ihm verbinden sich Unternehmensziele mit Gemeinwohlinteressen.
Im ersten Teil der Studie werden die Rahmenbedingungen unternehmerischer Kulturförderung vorgestellt und verschiedene Perspektiven, die im Hinblick auf die unternehmerische Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu verhandeln sind, diskutiert. Die Konzepte Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship werden dargestellt und auf den Kulturbereich übertragen. Im zweiten Teil wird die Anwendung der genannten Konzepte durch ausgewählte Unternehmen empirisch untersucht. Diese Publikation richtet sich an Praktiker aus Wirtschaft und Kultur sowie an Wissenschaftler und Studierende aus den Bereichen Kulturwissenschaften und Kulturmanagement.![]()
Sachsen und seine Sekundogenituren
Die Nebenlinien Weißenfels, Merseburg und Zeitz (1657–1746)
343 S., Gb., € 62,00
978-3-86583-432-4
Als 1657 nach dem testamentarischen Willen des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. für seine von der Erbfolge in den Stammlanden ausgeschlossenen Söhne die Sekundogeniturfürstentümer Weißenfels, Merseburg und Zeitz eingerichtet wurden, kam dies einer faktischen Landesteilung gleich. Obwohl diese Territorien bereits nach wenigen Jahrzehnten wieder an das Kurfürstentum zurückgefallen sind – Sachsen-Zeitz existierte bis 1718, Sachsen-Merseburg bis 1738 und Sachsen-Weißenfels bis 1746 –, nehmen sie einen festen Platz in der Geschichte Mitteldeutschlands ein.
Die regionale Prägekraft der Sekundogenituren ist bis heute an den monumentalen Schlossbauten ablesbar, die dort errichtet worden sind. Belege dafür lieferte ein 2007 im Barockschloss Delitzsch durchgeführtes wissenschaftliches Kolloquium, das die Bedeutung der albertinischen Nebenlinien vorrangig aus der Sicht der sächsischen Landesgeschichte einer neuen Beurteilung unterzog und dessen Ergebnisse im vorliegenden Band dokumentiert sind. Das Themenspektrum der hier versammelten Beiträge reicht von der Außen- und Heiratspolitik über innerdynastische Reibungsflächen des Hauses Wettin sowie Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte bis hin zur Rolle der kursächsischen Stände und zu lebensweltlichen Bezügen der Weißenfelser, Merseburger und Zeitzer Herzöge und ihrer Familien. Dabei tritt deutlich hervor, dass die Sekundogenituren keineswegs allein unter dem Aspekt der Versorgung der nachgeborenen Prinzen zu betrachten sind, sondern zugleich grundsätzliche reichs- und verfassungsrechtliche Fragen im Umfeld einer schwierigen Konsolidierungsphase des Alten Reichs nach Dreißigjährigem Krieg und Westfälischem Frieden von 1648 betreffen.![]()
Gunter Janoschke
Von der Erlebnis- zur Erinnerungsgemeinschaft
Militärvereine und militärische Erinnerungskultur im Königreich Sachsen 1863-1913
306 S., Gb., € 49,00
978-3-86583-434-8
Die Erfahrung der Kriegsteilnahme in den Jahren zwischen 1863 und 1871 und des Wehrdienstes im Frieden prägte den Erfahrungshorizont eines maßgeblichen Teils der männlichen Bevölkerung während des Kaiserreichs. Dies gilt auch für das Königreich Sachsen, das vom einstigen Gegner zum Verbündeten Preußens avancierte. Mit dem Militärdienst eng verknüpft waren das Erleben von Gewalt und die Einbindung in strikte Hierarchien. Der Soldat genoss zugleich das Gefühl eigener Macht und öffentliches Ansehen. Die Gründung von Militärvereinen als Sammelbecken ehemaliger Soldaten zielte nicht zuletzt darauf ab, diesen Status auch im Zivilleben zu konservieren. Dieses Buch untersucht diese Transformation von der Erlebnis- zur Erinnerungsgemeinschaft im Königreich Sachsen vor dem Ersten Weltkrieg und damit verbundene Organisationen wie die aktive Armee und die Militärvereine. Es geht der Frage nach, wie sich eine spezifisch sächsische Ausprägung der militärischen Erinnerungskultur angesichts der wechselvollen Armeegeschichte gestaltete. Schwerpunkte bilden dabei die literarische Erinnerung an Kriegs- und Militärdienst, das Feiern von Gedenktagen und die dabei verwendeten Symbole. Zugleich werden die Lebensbedingungen der Soldaten und die Umstände der Mitgliedschaft in Kriegervereinen untersucht.
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Das Lehramtsstudium an der Universität Leipzig:
Voraussetzungen, Erfahrungen und Probleme aus der Sicht von Studierenden und Referendaren
(Hg.Siegfried Hoppe-Graff, Romy Schroeter, Christian Wilhelm)
110 S., Br., € 19,00
978-3-86583-410-2
Dieser Band bildet den Auftakt einer neuen Publikationsreihe des Zentrums für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) der Universität Leipzig. Die Reihe trägt den Titel „Beiträge zur Professionalisierung der Lehrerbildung“ und wird einen Einblick in die Projekte und Arbeiten des ZLS geben, die zur Anhebung der professionellen Handlungskompetenz im Berufsfeld Schule beitragen sollen. Im aktuellen Band liegt der Fokus auf dem Übergang vom „alten“ Lehramtsstudium zum neuen BA-/MA-Lehramtsstudium. Die drei Beiträge befassen sich mit den Voraussetzungen, Erfahrungen und Problemen der Ausbildung aus der Sicht der Betroffenen, also mit der „subjektiven Seite“ des Studiums. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf verschiedene Etappen der Lehrerbildung. Es kommen Studienanfänger, Studierende mitten im BA-Studium und Referendare zu Wort. Die Ergebnisse der Studien liefern eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Evaluation und Verbesserung der neuen Lehramtsstudiengänge nicht nur an der Universität Leipzig.![]()
Die Belter-Gruppe
Studentischer Widerstand gegen das SED-Regime an der Universität Leipzig
(Hg.Joachim Klose)
95 S., Br., € 19,00
978-3-86583-429-4
Nach dem Zweiten Weltkrieg wandten sich viele Studenten in der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR aktiv gegen den Totalitarismus des SED-Regimes. Ihr Ziel war die Schaffung eines demokratischen Deutschlands. Sie wurden mit aller Härte verfolgt, auf Jahre ins Gefängnis geworfen, in die UdSSR deportiert oder erschossen. Allein in den Jahren 1945 bis 1955 wurden neun Studenten der Universität Leipzig hingerichtet, 95 wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ach nach 1955 wurden Andersdenkende an ostdeutschen Universitäten verfolgt. Die „Belter Dialoge“ sind nach dem Leipziger Studenten Herbert Belter benannt, der 1951 von einem Sowjetischen Militärtribunal zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen wurde. Der Name steht symbolisch für die mit ihm verurteilten Studenten und die an anderen Hochschulen tätigen Widerstandsgruppen. Der vorliegende Band ist die schriftliche Fassung der ersten „Belter Dialoge“, einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Universität Leipzig. Die „Belter Dialoge“ finden einmal jährlich statt und machen die verschiedenen Aspekte des Terrors an ostdeutschen Bildungseinrichtungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Sie sollen Aufruf und Mahnung sein, sich aktiv für die Demokratie zu engagieren.![]()
Claudia Kraft
Die Polin als Staatsbürgerin:
Reformdebatten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
42 S., Br., € 19,00
978-3-86583-433-1
Die Societas Jablonoviana (Fürstliche Jablonowskische Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig) wurde im ausgehenden 18. Jahrhundert vom Fürsten Józef Aleksander Jablonowski (1711-1777), einem polnischen Mäzen der Kultur und Wissenschaften, an der Leipziger Universität ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es damals, allgemein die Wissenschaften zu fördern, indem jährlich Preisfragen zu Mathematik / Physik, Ökonomie und zur polnischen / slawischen Geschichte ausgeschrieben und die besten Arbeiten mit dem Jablonowski-Preis ausgezeichnet wurden. Die Gesellschaft überdauerte alle Wirren der Geschichte und versteht sich heute als Vermittlerin und Mitgestalterin der deutsch-polnischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen. In diesem Sinne werden alle zwei Jahre junge Wissenschaftler, abwechselnd aus Polen und aus Deutschland, die sich um die Förderung des deutsch-polnischen Dialogs besonders verdient gemacht haben, mit dem Jablonowski-Preis geehrt. Die im Jahre 2007 ausgewählte Preisträgerin ist besonders durch ihre Mitarbeit an der bahnbrechenden deutsch-polnischen Dokumentation über die Vertreibung der Deutschen aus den Polen zugesprochenen Gebieten nach 1945, die von Wlodzimierz Borodziej und Hans Lemberg herausgegeben wurde, hervorgetreten. Gleichermaßen hat sie auf sich mit Arbeiten aus dem Bereich der Genderforschung aufmerksam gemacht. Die Laudatio hielt Dr. hab. Jerzy Kochanowski von der Universität Warschau, ihr Mitstreiter bei der Erarbeitung der oben genannten Dokumentation. Dieser Band enthält einen Aufsatz der Preisträgerin und zugleich ihre Antwort auf die Laudatio.![]()
Heinz Schütte, Renate Sternagel
Der Naturforscher Franz Junghuhn (1809-1864)
Zur 200sten Wiederkehr seines Geburtstages
68 S., Br., € 15,00
978-3-86583-431-7Lebe für Dich allein. – Gehe mit Niemandem um. –Diese Zeilen – niedergeschrieben 1835 bei der Abreise von Holland in die damalige niederländische Kolonie Ostindien, das heutige Indonesien – umreißen die „Lebensprinzipien“ des jungen Naturforschers Franz Junghuhn.
Laß dich in keine Händel, keine Intriguen ein.
Nimm an keiner Neuigkeitskrämerei Theil.
Suche keine Befriedigung bei Andern,
kein Glück außer Dir,
kein Ergötzen außer der Natur;
Dein Glück, - Dein Trost, - Deine Hoffnung, - Dein Glaube
sei allein die Natur in ihren Körpern,
in ihren stillen, sich ewig gleichen Kräften.
Doch wer war dieser Franz Junghuhn?
Ein Unbekannter, weitgehend Vergessener, der im Schatten von Alexander von Humboldt und Charles Darwin blieb;
ein Besessener, ein Vielbegabter, ein Wagemutiger, ein Menschenscheuer, ein großer Schriftsteller und Naturforscher, Botaniker und Geologe;
ein Grenzgänger zwischen den Kontinenten; einer, der in der Natur zu Hause ist, besonders auf den Bergen;
ein Mann der Romantik zwischen Ancien régime und Moderne...![]()
Hinter Gittern
Zur Geschichte der Inhaftierung zwischen Bestrafung,
Besserung und politischem Ausschluss vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Hg. Silke Klewin, Herbert Reinke, Gerhard Sälter
297 S., Br., € 24,00
978-3-86583-232-0
Dieser Band umfasst die Ergebnisse eines 2005 stattgefundenen Kolloquiums in der ehemaligen Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II und heutigen Gedenkstätte Bautzen, bei dem 17 Referenten aus den unterschiedlichsten Forschungszusammenhängen ihre Beiträge zur Geschichte von Inhaftierung zur Diskussion stellten. In einem weit gefassten Zeitrahmen von der frühen Neuzeit bis zum Strafvollzug der Bundesrepublik werden verschiedene Aspekte des Wegsperrens von Menschen im deutschsprachigen Raum thematisiert. Einen besonderen Schwerpunkt bilden – an diesem Ort geradezu selbstverständlich – der Themenkomplex der politischen Inhaftierung in den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Die Beiträge zeigen, dass die zeitlich und thematisch weitgreifende Behandlung des Themas „Haft“ auch in einem historisch größeren Zusammenhang sinnvoll und gewinnbringend ist. Aspekte, die in anderen Kontexten vielleicht als für die DDR oder für Diktaturen typische Phänomene gewertet werden, können bei dieser vergleichenden Betrachtung in einen weiter gefassten Zusammenhang eingeordnet werden.
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Gerhard Ammerer, Arthur Brunhart, Martin Scheutz, Alfred Stefan Weiß (Hg.)
Orte der Verwahrung
Die innere Organisation von Gefängnissen, Hospitälern und Klöstern seit dem Spätmittelalter
367 Seiten, Hardcover, € 39,00
978-3-86583-356-3
Dieser Band bildet den Auftakt zu der neuen Reihe „Geschlossene Häuser“. Die Reihe beschäftigt sich mit allen seit dem Spätmittelalter feststellbaren Formen der Separierung, Verwahrung und Bestrafung von Menschen – in Klöstern und Konventen, Siechenhäusern, Spitälern und Lazaretten, in Türmen, Ratskellern oder „Stockhäusern“, ganz besonders aber in den großen und kleinen Hospitälern, Armen-, Waisen-, Zucht- oder Arbeitshäusern der Frühen Neuzeit und in den sich seit dem 19. Jahrhundert herausbildenden geschlossenen psychiatrischen Anstalten, Sanatorien und Kliniken sowie modernen Strafvollzugsanstalten. In den Fokus genommen werden somit Orte und machtgestützte Institutionen, deren wichtigstes Kennzeichen eine räumliche Separierung von sozialen Gruppen und Individuen vom Rest der Gesellschaft war, die einher ging mit dem bewussten Ziel einer spezifischen Menschenführung und -formung, welche Zwang und Selbstzwang oftmals explizit einschloss.
In der Geschichte realisiert wurde dieses soziale Phänomen in vielfältigen Formen, von denen keine von vornherein aus der Betrachtung ausgeschlossen werden soll. Das Anliegen ist es vielmehr, den vergleichenden Blick auf diese Orte und Institutionen zu schärfen, sowohl in thematischer als auch in chronologischer Hinsicht.
Die Herausgeber der Reihe „Geschlossene Häuser“ vertreten eine Sicht auf das Zusammenleben in institutionellen Ordnungsarrangements, in der nicht der Wille zur Beherrschung der sozialen Welt im Mittelpunkt steht, sondern die sozialen Logiken des Miteinander im Alltag, die durchaus quer zu diesem liegen konnten. Thematisiert werden sollen deshalb nicht nur die oftmals von Gewalt geprägten Aspekte einer direkten Verhaltensbeeinflussung, sondern auch der kreative Umgang mit aufgestellten Regeln, die individuellen und kollektiven Aneignungen und Überschreitungen von Strukturen wie Grenzen und der Widerstand gegen sie. Die Geschichte von Orten und Institutionen der Separierung und Verwahrung, so das Credo dieser Reihe, ist nicht nur eine Geschichte der Strukturen von Macht, Herrschaft und Disziplin, sondern auch und besonders eine Geschichte von konkreten Erfahrungs- und Handlungswelten, in denen sich das interdependente Verflochtensein jener sozialen Akteure spiegelt, die hier gelebt haben.
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Wissen und Geist
Universitätskulturen
(Hg. Manfred Rudersdorf, Wolfgang Höpken, Martin Schlegel )
287 S., Gb., € 29,00
978-3-86583-443-0
Das Symposium „Wissen und Geist: Universitätskulturen“, das vom 11. bis 13. Mai 2009 stattfand, verband den kritischen Rückblick in die Vergangenheit mit der prüfenden Analyse gegenwärtiger Problemlagen und dem Ausblick auf künftige Herausforderungen. Alle drei zeitlichen Ebenen in einen Zusammenhang zu stellen, ist die Grundlage für ein Nachdenken und für neue Erkenntnisse über eine kultur- und sozialhistorisch so bedeutsame Institution wie die Universität. Sie war und ist in der Gesellschaft verankert und steht gleichzeitig auch an ihrem Rande; sie beeinflusst ohne Zweifel die Gesellschaft und will doch unabhängig von ihr sein – diesen und anderen Dichotomien ist das Symposium auf den Grund gegangen, indem es die üblichen Grenzen überschritt: die zeitlichen, die disziplinären und die nationalen.
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Kristin Liebal
Infants’ and young children’s understanding
of common ground and markedness in communication
74 S., Br., € 29,00
978-3-86583-353-2
The current thesis presents two sets of studies aimed at investigating infants’ and young children’s pragmatic skills underlying gestural communication. The first set of studies (Chapter 3) deals with the question whether infants use common ground or shared experience for communication, specifically, for their comprehension of others’ pointing gestures (Studies 1 & 2) as well as their production (Study 3). Infants at 18 months demonstrated a robust and sophisticated understanding of what they had shared with different adults in both their comprehension and production of pointing. In a simpler procedure, 14-month-olds used shared experience too, at least in their comprehension. The second set of studies (Studies 4 & 5, Chapter 4) investigates whether young children understand that the adult marks her pointing gesture with extra emphasis to alert them to a different interpretation (regarding the referent) than what they would expect given their common ground. Three-year-olds but not 2-year-olds correctly chose a different referent when the adult marked her point with extra emphasis.
Taken together, the current studies show that infants and young children have sophisticated pragmatic skills, even in their gestural communication.![]()
Global Warming
Ethische und technologische Perspektiven des Klimawandels
(Hg.Philipp Wolf, Dietmar Herdt)
156 S., Br., € 24,00
978-3-86583-427-0
Der Klimawandel ist eines der dringlichsten Probleme der Gegenwart. Sollte die globale Gemeinschaft nicht zu einer angemessenen Reaktion in der Lage sein, ist mit einer gravierenden Verschlechterung der Lebensbedingungen ganzer Gesellschaften zu rechnen. Ressourcenkriege, Flüchtlingsströme ungeahnten Ausmaßes und eine weitere Zunahme des Gerechtigkeitsdefizits zwischen Nord und Süd sowie gegenwärtigen und zukünftigen Generationen werden unausweichlich sein.
Dabei ist die globale Erwärmung nicht nur eine Gefahr, die sich allein mit naturwissenschaftlicher Beobachtung und technologischen Mitteln angehen ließe, gefordert ist auch ein politisches Handeln, das unumgängliche Einschränkungen gerecht verteilt. Es bedarf einer rationalen öffentlichen Aufklärung und nicht zuletzt einer kulturellen und individuellen Neubesinnung, die Abschied nimmt von Hyperkonsum und Verschwendung.
Das Anliegen der hier abgedruckten zehn Aufsätze ist es, das Bewusstsein zu schärfen für den Ernst, aber auch für die Komplexität der Situation und über mögliche Handlungsalternativen aufzuklären. Die Autoren weisen nicht nur auf die lokalen und globalen Risiken, auf kommunikative und psychologische Barrieren hin. Sie zeigen darüber hinaus vernünftige Wege auf, wie einer möglichen Katastrophe technisch, ethisch und politisch begegnet werden kann.
Der Band geht auf ein interdisziplinäres Symposion mit renommierten Naturwissenschaftlern, Philosophen und Kulturwissenschaftlern zurück, das im Herbst 2008 von der Stadt Rödermark und der Nell-Breuning-Schule Rödermark ausgerichtet wurde.![]()
Grit Schaarschmidt
Funktionelle Charakterisierung spannungsabhängiger Kalium-
und Natriumkanäle in humanen neuralen Vorläuferzellen
100 S., Br., € 24,00
978-3-86583-397-6
Spannungsabhängige Ionenkanäle gehören zu den grundsätzlichen Regulatoren neuronaler Erregbarkeit. Die Ausbildung spannungsgesteuerter Kaliumströme (Kv) erfolgt bereits frühzeitig im Verlauf der Hirnentwicklung und ist ein Hinweis auf die funktionelle Notwendigkeit dieser Ströme für die Proliferation und Differenzierung von Vorläuferzellen. Diese Hypothese wurde an kultivierten humanen neuralen Vorläuferzellen (hNPCs) als in vitro-Modell untersucht.![]()
Maria Gräfenhain
Young Children’s Understanding of Joint Activity
122 S., Br., € 24,00
978-3-86583-411-9
Human adults engage in joint activities with others for various reasons, for example, for the mere motivational goal of enjoying acting together with a partner. Human children seem to engage in joint activities with others in different contexts rather early in their ontogeny (e.g., Warneken et al. 2006). However, so far little is known about what young children effectively understand about joint activities, that is, whether they merely coordinate their actions with their partner in order to achieve an individual goal, or whether they truly understand joint activities as following shared goals creating joint commitments (e.g., Bratman 1992b, in press, Gilbert 1989, 1990).
The present thesis reports a series of studies investigating this question. To this end, young children were engaged in games that they could play either alone, in parallel with another player, or jointly with another player. The author then assessed whether children adapted their behavior to the established play context. Results revealed that 1- to 4-year-old children are highly motivated to play jointly with an adult partner even when they could play the games alone. Already by the age of 2 years children seem to regard their partner as an intentional agent with whom they share goals and intentions. However, they also seem to regard another person as acting jointly as long as that person acts in parallel with them. Only the 3- and 4-year-old children adapted their behavior to another person depending on whether or not they had already previously formed a joint commitment to play together with that partner. Together the findings thus suggest that children develop a relatively sophisticated understanding of joint activity between 2 and 3 years of age.![]()
Cornelie Kunze, Thomas Lenk (ed.)
Innovation as a Key Factor of Economic Growth in the Enlarged European Union
196 S., Br., € 18,50
978-3-86583-102-6
The research field of innovation lies at the point of intersection between science and economics. Technology and innovations are decisive factors for the international competitiveness of an economy. The European Union has therefore given priority to this field in the framework of its Lisbon Strategy: It proclaimed the goal to close the technological gap to the USA until 2010 and “to become the most competitive and dynamic knowledge-based economy in the world.” Consequently, the support for knowledge and innovation constitutes one of the eight key measures of the Lisbon Programme which has been adopted by the EU Commission in 2005. In the individual member states, research and development are partly carried out in diverse forms and structures, and the member states are situated on different levels of development.
Indeed, the European Innovation Scoreboard 2007 shows that the gap between the EU and the USA is gradually declining. But while some of the EU 15 member states, among them Germany, show good and very good results when compared to internationally, the EU's new member states in Eastern and Central Europe are still displaying significant weaknesses in the innovation process despite good educational systems and sporadic top performances in research and development. The continuing catching-up process of these countries will greatly depend on the extend to which they are able to improve the innovation ability of their economics. Since their accession the EU in 2004 and 2007, the new member states have been integrated into the Lisbon process. They benefit from programmes and measures targeted at innovation ability. At the same time, they have begun to transform their innovation systems with the objective to, on the one hand, better complete the assigned tasks, and on the other hand, become compatible with the innovation systems of other EU member states.
This publication presents the results of the conference “Innovation as a Key Factor of Economic Growth in the Enlarged EU”, hosted on November 20-21, 2008 under the aegis of Dr. Annette Schavan, Germany's Federal Minister of Education and Research. The conference's objective was to delineate current innovation policies and innovation systems in the EU's new member states in Central and Eastern Europe; the focus of attention was the Czech Republic, but beyond that, contributions about the situation in Poland, Hungary, Bulgaria and Estonia were presented. Moreover, participants debated specific questions relating to technology transfer within Central and Eastern European Countries as well as issues and approaches to technology transfer between older member states, Germany in particular, and new member states.
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Claudine Delphis (éd.)
Survies d’un Juif européen
Correspondance de Paul Amann avec Romain Rolland et Jean-Richard Bloch
1064 S., Gb., € 129,00
978-3-86583-421-8
Pragois de naissance, germanophone de Bohême, Autrichien de nationalité, Viennois dans l’âme, Français de cœur, puis Américain par nécessité, Paul Amann (1884–1958) est juif avant tout. Sa vie est une série de survies. Son ouverture d’esprit et un travail acharné lui donnent les moyens de surmonter des origines modestes. Son attachement aux idéaux humanistes le soutient quand les événements de l’histoire, la Grande Guerre, le nazisme et la Seconde Guerre mondiale lui infligent blessures et humiliations. Son irréductible passion pour la littérature l’aide à accepter ses déconvenues d’auteur et lui permet de se faire reconnaître comme un traducteur exceptionnel. Mais ce qui illumine, à tout moment, l’existence de Paul Amann est la vénération qu’il voue à Romain Rolland (1866–1944) et l’amitié qui le lie à Jean-Richard Bloch (1884–1947) ainsi qu’en témoigne son abondante correspondance avec l’un et l’autre.
Les quatre cent quarante-deux pièces (lettres, cartes, billets et télégrammes) qui constituent la correspondance de Paul Amann avec Romain Rolland et Jean-Richard Bloch n’expriment pas seulement une affection et une confiance exemplaires fondées sur de profondes affinités spirituelles, littéraires, et parfois, politiques entre des individus. Elles révèlent aussi „les réseaux de sociabilités intellectuelles“ entre l’Autriche et la France dans cette période si riche que fut l’entre-deux-guerres et permettent de se souvenir d’un grand nombre de personnes, connues ou moins connues qui, dès 1919, ont été les porte-parole d’une politique française d’ouverture, tendant la main aux vaincus au lieu de les écraser davantage.
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Jürgen Schriewer (ed.)
Remodelling Social Order through the Conquest of Public Space:
Myths, Ceremonies and Visual Representations in Revolutionary Societies
(Comparativ, Bd. 2/3 2009)
270 S., Br., € 22,00
978-3-86583-378-5Inhalt:
Jürgen Schriewer:
“Ceremonial Pedagogy” in Revolutionary Societies: Public Staging and Aesthetic Mass Inculcation in Meiji Japan, the Early Soviet Union and Post-1910 MexicoSven Saaler:
Men in Metal:Representations of the Nation in Public Space in Meiji Japan, 1868–1912Shin’ichi Suzuki / Kazuhiko Yamaki:
Transforming Popular Consciousness through the Sacralisation of the Western School: The Meiji Schoolhouse and Tenn? WorshipDaniel Hedinger:
Showcases of Revolutionary Transformation: Exhibitions in the Early Meiji PeriodJörg Baberowski:
Bolshevik Modernity in Collision with Islamic Culture: Representations of Exclusiveness in the Myths, Ceremonies and Visual Soviet “Orient”Matthias Braun:
Epidemics and Revolution: Concepts of Hygiene in the Soviet Union, 1917–1941Eugenia Roldán Vera / Carlos Martínez Valle:
“The Triumphal March of the Revolution”: The Travels of Lázaro Cárdenas as President of Mexico, 1934–1940Carlos Martínez Valle / Dafne Cruz Porchini:
New Bodies, New Order: Sport and Spectacle in the Institutionalisation of the Army and the Police in Post-Revolutionary Mexico, 1924–1932Konrad J. Kuhn / Béatrice Ziegler:
Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Geschichtskultur, Gedenken und Geschichtswissenschaft in Europa
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Jörg Roesler
Kompakte Wirtschaftsgeschichte Lateinamerikas vom 18. bis 21. Jahrhundert
242 S., Br., € 19,00
978-3-86583-383-9
Ob es sich nun um die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Linksregierungen seit Beginn dieses Jahrzehnts handelt oder um das „neoliberale Jahrzehnt“ Lateinamerikas in den 1990er Jahren, auf das der „Linksruck“ der Präsidenten Chavez in Venezuela, Morales in Bolivien und Kirchner in Argentinien eine Antwort war, – die beiden jüngsten Phasen der Entwicklung Lateinamerikas stehen in engerem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und sozialen Gestaltung des Kontinent in den vergangenen zweihundert Jahren als gemeinhin angenommen. Beides, die jüngsten Veränderungen und die in zwei Jahrhunderten geprägten Strukturen in ihrem Zusammenhang darzustellen, waren für den Autor gute Gründe dieses Buches zu schreiben.
Es lag für den Wirtschaftshistoriker nahe, sich auf die Herausbildung und Durchsetzung des Export-Importsystems zu konzentrieren, das auf dem Tausch der Naturprodukte Lateinamerikas gegen Fertigwaren der Industrienationen beruhte und das die Wirtschaft der lateinamerikanischen Staaten während des gesamten 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts prägte. Der Lateinamerikas Staaten zu Rohstofflieferanten degradierende Handel brach in der Weltwirtschaftskrise von 1929 fast vollständig zusammen. Im Zuge der Bekämpfung der Krise und zur Beseitigung der Abhängigkeit von den USA, von Großbritannien und anderen westeuropäischen Industriestaaten wurde in Lateinamerika eine Wirtschaftspolitik der Importsubstitution entwickelt, die von den 1940er bis in die 1970er Jahre Bemühungen um den Aufbau einer nationalen Industrie mit substantiellen sozialen Verbesserungen für die städtische Bevölkerung vereinte. Politisch abgesichert wurden die Aktivitäten zur Erlangung wirtschaftlicher Unabhängigkeit durch volksverbundene Präsidenten wie Cardenas in Mexiko, Vargas in Brasilien und Perón in Argentinien. Doch mit der internationalen Schuldenkrise Anfang der 1980er Jahre, die Lateinamerika besonders hart traf, wurden die Industrialisierungskonzeptionen entsprechend dem „Washingtoner Konsens“ zugunsten einer neoliberalen Wirtschaftspolitik, d. h. der Wiederbelebung des Export-Import-Systems aufgegeben.
Das Buch wendet sich nicht allein an professionelle Lateinamerikaforscher, sondern bewusst auch an den heutzutage verhältnismäßig großen Kreis derer, die an der Geschichte Lateinamerikas Interesse zeigen. Personen- und Sachverzeichnisse erleichtern den Zugriff.
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Peter Gutjahr-Löser, Dieter Schulz, Heinz-Werner Wollersheim (Hg.)
Theodor Litt – Eduard Spranger
Philosophie und Pädagogik in der geisteswissenschaftlichen Tradition
220 S., Br., € 24,00
978-3-86583-418-8
Inhalt:
Vorwort
I. Theodor Litt und Eduard Spranger. Philosophie und Pädagogik in der geisteswissenschaftlichen TraditionPeter Gutjahr-Löser: Das Wirken Theodor Litts in Leipzig zwischen 1920 und 1947
Werner Sacher: Eduard Spranger – (k)ein Diltheyschüler? - Sprangers Philosophie und Pädagogik in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik
Stefan Danner: „Einführung“ oder „Kunst“?. Theodor Litt und John Dewey über Analogien in der pädagogischen Tradition
Kurt Aurin: Das Alter. Reflexionen zweier pädagogisch engagierter Philosophen
Erich E. Geissler: Reflexion und Bildung. Studie zu Bildungskonzeption Theodor Litts.
Michio Ogasawara: Die Rezeption Eduard Sprangers und Theodor Litts in Japan
Miroslaw S. Szymanski: Die Rezeption Eduard Sprangers und Theodor Litts in Polen
Aida Kruze / Zanda Rubene / Lucija Rutka: Die Rezeption Eduard Sprangers und Theodor Litts im Baltikum
Rita Thomale: Menschenbild und Berufsethos des Lehrers
II. Beiträge aus der Litt-Forschung
Karen Gaukel: Die Berufung von Theodor Litt an die Universität Leipzig
Karen Gaukel: Der Schrebergarten
III. Theodor-Litt-Preis für Lehrende der Universität Leipzig (Zeitraum 2001 bis 2008)
IV. Autorenverzeichnis
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Saverio Lamacchia
Der wahre Figaro oder das falsche Faktotum
Neubewertung des Barbiere di Siviglia von Rossini
aus dem Italienischen von Marcus Köhler
344 S., Br., € 15,00
978-3-86583-395-2
Jeder Operngänger kennt die Geschichte des Barbiers von Sevilla, der ja wohl nicht von ungefähr die Titelfigur einer der meistgespielten Opern überhaupt ist. Er freut sich über den verschmitzten Barbier, der dem etwas dümmlichen Tenor zur Erfüllung seiner Liebe verhilft und gut daran verdient. Wer es nicht im Geldbeutel hat, muss es im Hirn haben. Jeder Opernführer und jedes Programmheft bestätigen diese Sicht der Dinge. Aber dem aufmerksamen Opernfreund wird doch auch kaum entgangen sein, dass Figaros famose Vorschläge im ersten Finale völlig scheitern. Dass überhaupt noch etwas Positives für die Verliebten herauskommt, ist der Geistesgegenwart Almavivas zuzuschreiben. Und die Intrige des zweiten Aktes – stammt sie überhaupt vom Barbier, oder vom Grafen selbst? Zuletzt ist es die Macht des gräflichen Titels und Geldes, die zum ersehnten Glück führt. Mit einiger Berechtigung könnte die Oper im Untertitel nicht nur „Die unnütze Vorsicht“ heißen, sondern auch noch „Die mangelnde Pfiffigkeit“. Im Haupttitel heißt sie übrigens auch nicht so, wie wir es gewöhnt sind, sondern „Almaviva“. Falls dem Hörer dieses alles einmal beim ungetrübten Vergnügen an dieser Oper in den Sinn gekommen ist, hat er diesen Gedanken schnell verdrängt und sich auf sein gesichertes Wissen zurückgezogen, dass der abfaulende Adel ohne das aufstrebende Bürgertum doch gar nicht bewegen könne. Lamacchia überzeugt uns vom Gegenteil, in einer Monographie, die dem Opernfreund eine amüsante Lektüre bietet und zugleich wissenschaftliche Interessen befriedigt.![]()
Karlheinz Hengst, Dietlind Krüger (Hg.)
Familiennamen im Deutschen
Erforschung und Nachschlagewerke
637 Seiten, Hardcover, € 98,00
978-3-86583-392-1
Familiennamen sind Sprachdenkmale ganz besonderer Art. Im Wesentlichen in unserem deutschen Sprachgebiet vom 12. bis zum 14. Jahrhundert entstanden, sind sie Konserven des in jener Zeit in Stadt und Land quer durch alle Bevölkerungsschichten verwendeten Wortgutes. Die Prägung dieser Namen erfolgte dabei durch die Mitmenschen. Der Kennzeichnung diente dabei, was an dem zu Benennenden besonders erwähnenswert oder an ihm besonders markant erschien. Ursprünglich handelte es sich also um eine zusätzliche Angabe zur Identifikation für die bis dahin nur einen Namen tragenden Personen.
Die alltägliche Verwendung dieser beigegebenen Namen führte im Laufe der Zeit oftmals zu einer gewissen Abschleifung oder „Abnutzung“, was ihre ursprüngliche Sinnhaftigkeit nicht mehr so leicht erkennen lässt. Andererseits bewahren Familiennamen mundartbedingte Besonderheiten einer Region und in manchen Fällen auch Wörter, die inzwischen im Deutschen außer Gebrauch gekommen sind. Die Folge wiederum ist, dass zahlreiche heutige Familiennamen kaum oder gar nicht mehr „durchschaubar“ erscheinen. Somit stellen unsere Familiennamen heute sprachliche Denkmale aus dem sozialen und kulturellen Leben vor allem des späten Mittelalters dar. Nicht für umsonst gilt ihnen daher das Interesse der Menschen unserer Zeit.
Sowohl Fachleute als auch Interessenten aus Nachbarwissenschaften und der breiten Öffentlichkeit finden in diesem Band einen fundierten Querschnitt der aktuellen Forschung auf dem Gebiet der deutschen Familiennamen. International ausgewiesene Sprach- bzw. Namenforscher sowie Mitwirkende an neuen Forschungsvorhaben präsentieren den derzeitigen Forschungsstand und werfen Fragestellungen zur künftigen Erforschung der Familiennamen aus sprachwissenschaftlicher Sicht auf. Gemeinsames Anliegen aller Beteiligten war es zudem, neue und bisherige Erkenntnisse vertiefende Ergebnisse vorzulegen sowie in Arbeit befindliche Projekte und Vorhaben vorzustellen bzw. aus ihnen erwachsene neue Einsichten in die Geschichte, Verbreitung und Entwicklung der Familiennamen im Deutschen zu bieten. Schließlich war es das Ziel, durch Verweise auf Nachschlagewerke und einschlägige Fachliteratur eine Informationsbasis besonders zu Familiennamen aus fremden Sprachen zu liefern, aber auch entsprechende Forschungsdesiderata zu kennzeichnen.
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Rachid Ouaissa, Heidrun Zinecker (Hg.)
Globalisierung – entgrenzte Welten versus begrenzte Identitäten?
398 S., Br., € 49,00
978-3-86583-419-5
Der Titel dieses Buches „Globalisierung – entgrenzte Welten versus begrenzte Identitäten?“ umreißt nicht nur eine der Fragen, die in der heutigen Globalisierungsliteratur am kontroversesten diskutiert werden, sondern verweist auch und vor allem auf eine – nur vermeintliche – Dichotomie, die die Welt schon so lange prägt, wie es Globalisierung gibt.
Die Autoren dieses Sammelbandes stellen – in ihren Sichtweisen durch eine unterschiedliche disziplinäre oder nationale Herkunft geprägt – in ihren Aufsätzen unterschiedliche Ansätze zur Vermittlung dieser scheinbaren Gegensätze vor. Gleichzeitig werden die Perspektiven der für Globalisierung wichtigsten Weltregionen eingefangen. Es kommen Wissenschaftler und Politiker aus fünf Ländern zu Wort, die aus ihrer spezifischen Sicht die Herausforderungen an einen qualitativ neuen Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zu den Bruchzonen von Globalisierung formulieren und erste Lösungsansätze entwerfen.Alred Grosser: „Wirtschaft und Politik heute aus französischer und deutscher Sichtweise“
Gerhard Lehmbruch: „Beobachtungen zum frühen deutschen Globalisierungsdiskurs“
Lothar Brock: „Zwischen Polarisierung und Differenzierung. Zur Analyse globaler Konfliktdynamiken“
Gerd Junne: „Globalisierung – Öl auf das Feuer?“
Robert Kappel und Juliane Brach: „Handel, Hierarchien und Kooperationen in der Globalisierung: Transnationale Netzwerke im wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs“
Rainer Tetzlaff: „Zur Bedeutung des Staatsklassen-Paradigmas für die Bruchzonen der Globalisierung: Bad governance und die Funktion der herkömmlichen Entwicklungshilfe“
Jean-Robert Henry: „« Globalisation » et Méditerranée“
Slimane Bédrani et Ahmed Bouyacoub: „Ajustement structurel et gouvernance en Algérie“
Rajendra K. Jain: „India and Globalization“
Mary Ann Tétreault: „Globalization and Islam“
Matthias Middel und Ulf Engel: „Beobachtungen zur Globalisierungs- und Transnationalisierungsforschung in Deutschland“
Hermann Scheer: „Globalisierung: Zur ideologischen Transformation eines Schlüsselbegriffs“
Bernd Eisenblätter: „Globalisierung – Homogenisierung versus Fragmentierung aus der Sichtweise der GTZ. Überlegungen aus der entwicklungspolitischen Praxis“![]()
Jasna Martinovic
Event-related Gamma-band Activity in Visual Object Representation
115 S., Br., € 28,00
978-3-86583-317-4
Visual object representation is a prime example of the human brain's ability to efficiently and rapidly process highly complex and ambiguous information. Object processing has always been one of the central topics of cognitive neuroscience, but the swift and interactive neural mechanisms through which it is achieved are still not well understood. High frequency oscillatory activity, registered in the gamma-band of the human EEG, plays an important role in the perceptual organisation of a wide range of visual properties into coherent scenes.
The aim of the study was to demonstrate how such activity could be a possible mechanism subserving a range of processes crucial for visual object representation. Therefore, evoked and induced (i.e., not time- or phase-locked) gamma-band activity (GBA) were researched in a set of experiments that examined the mnemonic, perceptual and attentional side of visual object representation.
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Helmut Bräuer
Stadtchronistik und städtische Gesellschaft
Über die Widerspiegelung sozialer Strukturen
in der obersächsisch-lausitzischen Stadtchronistik der frühen Neuzeit
319 S., Br., € 29,00
978-3-86583-406-5
Das Buch verfolgt das Anliegen, der bedeutsamen städtischen Chronistik in der obersächsisch-lausitzischen Region jenen Platz zu sichern, der ihr in der geschichtswissenschaftlichen Erschließung der frühen Neuzeit zukommt.
Gezeigt werden charakteristische sozialstrukturelle Grundprobleme der städtischen Gesellschaft und ihrer Wertorientierungen aus der Perspektive der städtischen Chronisten zwischen 1500 und 1800. Sichtbar wird dabei: Die Autoren schufen Impressionen von der Stadtbürgerlichkeit, die erkennen
lassen, aus welchem Milieu sie selbst kamen, was sie dachten und was sie beim Schreiben inspirierte.
Die Spannweite der Einzelthemen reicht dabei von der „schönen“ Stadt bis zu den Friedenshoffnungen der Menschen.
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Werner Bramke, Silvio Reisinger
Leipzig in der Revolution von 1918/1919
152 Seiten, Hardcover, 24,00 €
978-3-86583-408-9
In Leipzig ging mit dem Verlust aller Machtpositionen des Arbeiterrates im Sommer und Herbst 1919 die deutsche Revolution von 1918/19 zu Ende. Diese Revolution, vor allem als Novemberrevolution bekannt, brachte durch nicht erwartete Massendemonstrationen eine als stabil geltende autoritäre Herrschaft zum Einsturz. Der Weg schien offen für die Etablierung eines demokratisch-sozialistischen oder doch zumindest parlamentarisch gefestigten Systems.
Das Beispiel Leipzig mit seiner radikaldemokratischen Arbeiterbewegung stand in besonderer Weise für diese Hoffnungen. 14 Jahre später waren diese Visionen zerstoben. Es lohnt, anlässlich des 20. Jahrestages der friedlichen Revolution von 1989 auch 90 Jahre zurückzudenken, und man wird trotz anderer Rahmenbedingungen erstaunlich viel Vergleichbares finden.
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Anita Maaß
Politische Kommunikation in der Weimarer Republik
Das Dresdner Stadtverordnetenkollegium 1918-1933
393 Seiten und 1 CD-Rom, Hardcover, 54,00 €
978-3-86583-371-6
Die Entwicklung der Weimarer Republik wird zumeist aus der Perspektive ihres Scheiterns betrachtet. Aus der Niederlage des Ersten Weltkrieges entstanden und durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages stigmatisiert, habe sie keinen Rückhalt in der Bevölkerung gefunden. Die Weimarer Republik sei eine ungeliebte Republik gewesen.
Diese Ergebnisse der historischen Forschung berücksichtigen jedoch kaum tieferliegende Prozesse des alltäglichen Ringens um eine „neue“ politische Kultur. Der Übergang von einem autoritären Herrschaftssystem zur Demokratie gelingt nur, wenn sich demokratische Leitbilder in der Gesellschaft verfestigen und demokratische Spielregeln verinnerlichen.
Anita Maaß richtet ihr Forschungsinteresse daher nicht spezifisch auf die Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik, sondern vielmehr auf die alltagsnahe „Vermittlung“ von Politik. Im Mittelpunkt steht der Verlauf des politischen Transformationsprozesses, der mit dem Wechsel aus einem autoritär-monarchischen in ein freiheitlich-demokratisches politisches System (1918/19) begann und in einer Diktatur (1933) mündete. Am Beispiel Dresdens untersucht diese Arbeit die Sichtweise der politischen Akteure, die das „Ende“ dieses politischen Weges nicht voraussehen konnten und eben ohne dieses Wissen das politische System gestalteten; die im Stadtverordnetenkollegium die Strukturen ihres politischen Zusammenwirkens aushandelten und neue verbindliche Orientierungsmuster festlegten und vermittelten. Durch dieses Vorgehen lassen sich genauere Vorstellungen über den politischen Transformationsprozess in der Weimarer Republik an der „politischen Basis“, sozusagen im Alltag der Bevölkerung“, gewinnen. Durch weitere Informationen zur Funktion, zum Funktionieren und zur Funktionsfähigkeit des politisch-administrativen Systems in der Weimarer Republik sind neue Aussagen zur Entwicklung des demokratischen Prozesses zwischen 1918 und 1933 möglich. Wie es die junge Republik verstand, demokratisch-republikanische Werte auf lokaler Ebene zu vermitteln und somit ein Fundament für den Aufbau des neuen politischen Systems zu setzen, wird durch die Analyse des Wandels der kommunalen Demokratie gezeigt. Dies ermöglicht zugleich die Überprüfung der landläufigen These, die lokale Politik fungiere als „Schule der Demokratie“.
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Corinna Kirschstein
Theater Wissenschaft Historiographie
Studien zu den Anfängen theaterwissenschaftlicher Forschung in Leipzig
225 S., Br., € 24,90
978-3-86583-101-9
In der mit diesem Band eröffneten Reihe werden Studien auf der Suche nach dem Phänomen Theater veröffentlicht. Diese Suche findet im Spannungsfeld von Gegenwart und Historie statt, um Einsichten in den Reichtum kultureller Theater-Praxen vorzustellen. Dazu gehört der Zusammenhang von Wissen und Theater, der das Fragen nach dem Werdegang der Wissenschaft mit dem Gegenstand Theater einschließt. Corinna Kirschstein untersucht die Frühphase der deutschen Theaterwissenschaft aus dem Sichtwinkel ihrer Anfänge in Leipzig. Sie revidiert damit die bisherige Historiographie des Faches und zeigt nicht zuletzt, wie der verwendete Begriff von Theater dessen Wissenschaft beeinflusst.
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Grenzgebiet als Forschungsfeld
Aspekte der ethnografischen und kulturhistorischen Erforschung des Grenzlandes
Hrsg. Peter Lozoviuk
286 S. Gb., € 40,00
978-3-86583-360-0
Die politische Grenzziehung wird traditionell als eine mehr oder weniger eindeutige räumliche Markierung verstanden, als eine im Raum objektiv feststellbare Linie, die den Übergang von einem staatspolitischen System in ein anderes kennzeichnet. Die Grenze stellt jedoch nicht nur eine bloße Konvention im Raum dar, sie symbolisiert auch kognitive Demarkationen, den Geltungsbereich kultureller Orientierungssysteme. Die Autoren der in diesem Sammelband abgedruckten Texte versuchen insbesondere diesen Aspekt der Grenzziehung zu verdeutlichen, wobei die Grenze, das Grenzland und die Grenzlandbevölkerung vornehmlich aus der Position der Europäischen Ethnologie, Soziologie, Geografie und Geschichte qualitativ untersucht werden. Die methodische Klammer aller dieser Herangehensweisen ist im Nachfragen nach der instrumentalen Konstruktion und der sozialen Wahrnehmung der Grenze in ihrer historischen, aber auch gegenwartsbezogenen Perspektive zu sehen.![]()
Nicole Völtz
Staatsjubiläum und Friedliche Revolution
Planung und Scheitern des 40. Jahrestages der DDR 1989
ca. 312 Seiten, Hardcover, € 40,00
978-3-86583-306-8
Das Jahr 1989 sollte nach dem Willen der SED-Führung ein besonders erfolgreiches werden. Am 7. Oktober wurde die DDR 40 Jahre alt, ein Ereignis, das es gebührend zu feiern galt. Die im Sommer einsetzende Massenflucht aus der DDR stellte die geplanten Jubelfeiern jedoch in Frage. In der Bevölkerung regte sich Protest, neue oppositionelle Gruppen wurden gegründet.
Der Handlungsspielraum der SED war in dieser Situation stark eingeschränkt. Ein hartes Durchgreifen gegen die Kritiker war in dieser Situation nicht möglich, ohne ein negatives Licht auf die bevorstehenden Feiern zu werfen. Umgekehrt kam den Protesten eine Resonanz zu, die sie unter normalen Umständen nicht erlangt hätten. Die SED saß in der Jubiläumsfalle. Die Haltung der SED-Führung, dennoch an der Inszenierung einer Erfolgsgeschichte festzuhalten, brachte für viele Menschen in der DDR das Fass zum Überlaufen. In mehreren Städten, darunter in Berlin, Dresden, Leipzig, Plauen und Karl-Marx-Stadt, protestierten am 7. Oktober hunderte bis tausende Demonstranten gegen die politische Führung. Der 40. Jahrestag der DDR erwies sich als ein misslungenes Jubiläum, dem eine hohe Aussagekraft über die schwindende Akzeptanz des politischen Systems zukam.
Diese Arbeit zeichnet vor allem am Beispiel Dresdens den Weg der Planung und Vorbereitung der Jubiläumsfeiern nach. Diskutiert wird, welche Auswirkungen die politische Krise auf die Vorbereitungen hatte und mit welchen Maßnahmen die SED und das Ministerium für Staatssicherheit versuchten, den Erfolg des Jubiläums zu gewährleisten.![]()
Sebastian Pfau
Vom Seriellen zur Serie - Wandlungen im DDR-Fernsehen
Die Entwicklung von fiktionalen Serien im DDR-Fernsehen mit dem Schwerpunkt auf Familienserien
245 Seiten, Broschur, € 36,00
978-3-86583-348-8
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Thomas Wilke
Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR
Analyse und Modellierung einer spezifischen Unterhaltungsform
541 Seiten, Broschur, € 49,00
978-3-86583-398-3
TRANSFER - Die Deutsch-Französische Kulturbibliothek, Band 28
Weimar als Exil
Erfahrungsräume französischer Revolutionsemigranten 1792-1803
Herausgeber Friedemann Pestel
500 S., Gb., € 48,00
978-3-86583-407-2
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„Von hier und heute...“
Scheidewege französischer Zeitgeschichte
Günther Fuchs, Udo Scholze, Detlev Zimmermann (Hg.)
280 S., Br., € 24,00
978-3-86583-376-1
Neue Epochen, nicht immer der Welt –, wohl aber der neueren französischen Geschichte haben die Autoren des vorliegenden Bandes in den Focus ihrer Betrachtungen gestellt. Das zeitliche Spektrum der epochalen Umbrüche umfasst dabei fast 100 Jahre. Beginnend mit einem Kaiserreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts, dessen wenig rühmliches Ende der dauerhaften Verankerung der Demokratie in Frankreich den Weg ebnete, reicht es bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, als die Explosion einer Atombombe in der algerischen Sahara den französischen Anspruch auf eine Führungsrolle in der Weltpolitik demonstrieren sollte. Geografisch öffnet sich dem Betrachter dieses Zeitraumes der französischen Geschichte gleichsam der Blick in die Welt. Bei aller räumlichen und zeitlichen Divergenz der Ereignisse ist ihnen nach Auffassung der Autoren eine Reihe von Faktoren gemeinsam. Sie erschüttern Bestehendes oder bringen dessen Ende. Sie sind Zeitpunkt und Zeitraum zugleich. Mit der Tiefe, Dauer und der Weite ihrer Wirkung sind sie im wörtlichen Sinne epochal.
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Günther Fuchs
Vive la France
Studien zur französischen Geschichte und Politik
( Hg.Eckhardt Fuchs, Udo Scholze )
190 Seiten, Broschur, € 29,00
978-3-86583-366-2Geschichte Frankreichs:
gemeinsam mit Udo Scholze: „Die Faszination der Macht. Das politische Leben des François Mitterrand“
gemeinsam mit Eckhardt Fuchs: „Die Affäre Dreyfus im Spiegel der Berliner Presse“
„Georges Clemenceau (1841-1929)“
„La grandeur und die Bombe“Das französische Kolonialreich:
„Das französische Kolonialreich zwischen den Weltkriegen – Die Sicherung des zweiten französischen Kolonialreiches“
gemeinsam mit Udo Scholze: „Gegen den Strom der Zeit – Der Zusammenbruch des zweiten französischen Kolonialreiches“Französische Politik:
gemeinsam mit Udo Scholze: „Gesellschaftlicher Aufbruch oder Utopie?. Soziale Alternativvorstellungen der französischen Umweltbewegung“
gemeinsam mit Udo Scholze und Bruno Villalba: „Zur Entwicklung der politischen Ökologie in Frankreich und Deutschland“
gemeinsam mit Udo Scholze: „Zurück in die NATO?. Frankreichs Militärpolitik unter Präsident J. Chirac – Für die Größe Frankreichs“![]()
Walter Markov
Die Freiheiten des Priesters Roux
(Hg. Matthias Middell)
431 S. + 1 CD-Rom, Gb., € 49,00
978-3-86583-396-9
Aus Anlass des 100. Geburtstages des Historikers Walter Markov gibt Matthias Middell ein Werk neu heraus, das zu den herausragenden Beispielen ostdeutscher Geschichtswissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt: die Biographie des Revolutionärs Jacques Roux –Gründer der „Enragés“, einer linksradikalen Splittergruppe der Jakobiner, der mit seinen Forderungen nach nicht nur politischer, sondern auch wirtschaftlicher Gleichstellung der gesamten Bevölkerung in programmatischen Gegensatz zu den Jakobinern geriet und daher von Maximilien de Robespierre 1793 als Unruhestifter verhaftet und zum Tode verurteilt wurde.
Als die Koryphäe der deutschsprachigen Forschung zur Französischen Revolution überhaupt hielt Walter Markov das Amt des Vizepräsidenten der Kommission für die Erforschung dieser historischen Umbruchsituation und wirkte oftmals als Brücke zwischen der westeuropäischen Historiographie und der Forschung im östlichen Europa. Aus seiner Beschäftigung mit der Französischen Revolution kristallisierte sich alsbald Jacques Roux als bestimmendes Einzelthema mit exemplifikatorischen Qualitäten heraus. Markovs Auseinandersetzung mit Jacques Roux hat weit Grundsätzlicheres zu Tage gefördert als die von Sympathie und Ablehnung begleitete Biographie eines Einzelnen: Sie trug bei zur Diskussion um das Verhältnis von Revolution und Gewalt und führte zu der Frage, wann der Bruch mit der alten Rechts- und Machtordnung, den jede Revolution notwendigerweise bedeutet, in eine Verfolgung Oppositioneller im Rahmen der neuen Ordnung umschlägt.
„Die Freiheiten des Priesters Roux“ ist Teil umfangreicherer Schriften Walter Markovs zu Jacques Roux, die 1967 jedoch in verschiedenen Formaten und inhaltlich sowie zeitlich auseinandergerissen publiziert wurden und mittlerweile längst vergriffen sind. Die neue Ausgabe des Leipziger Universitätsverlages fügt erstmals Darstellung, Belege, Dokumente und historiographiegeschichtliche Einordnung in einer Publikation als Einheit zusammen und ermöglicht es somit dem Leser, sowohl von Markovs literarisch anspruchsvoller Darstellung als auch von seiner akademisch peniblen Beweisführung zu profitieren. Auf diese Weise wird eine imposante intellektuelle Leistung endlich, viele Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung, so zugänglich, wie der Verfasser sie sich wohl ursprünglich vorgestellt hatte.
Der Biographie 'Die Freiheiten des Priesters Roux' liegt eine von Katharina Middell herausgegebene CD-Rom bei, auf der sich der Text 'Jacques Roux - oder vom Elend der Biographie' sowie die Scripta et Acta und die Exkurse zu Jacques Roux befinden.
Auch apart erhältlich:![]()
CD-R Walter Markov - Jacques Roux oder vom Elend der Biographie,
Jacques Roux - Scripta et Acta, Exkurse zu Jacques Roux (Hg. Katharina Middell)
1 CD, € 35,00
978-3-86583-415-7
Mit dieser CD-Rom werden die ergänzenden Schriften zu Walter Markovs 'Freiheiten des Priesters Roux', die der Historiker ursprünglich gemeinsam vorlegen wollte, die jedoch in verschiedenen Formaten im Laufe von vier Jahren erschienen, dem Leser erstmals kompakt zur Verfügung gestellt. Es besteht damit die Möglichkeit, den Forschungsweg nachzuvollziehen und die literarische Qualität des Gesamtwerks bis in die akademischen Quellennachweise hinein zu verfolgen.
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Andreas Braune
Fortschritt als Ideologie: Wilhelm Ostwald und der Monismus
168 Seiten, Broschur, € 19,90
978-3-86583-389-1
„Aus den Irrtümern sonst bedeutender Gelehrter lernt man oft mehr, als aus den Korrektheiten von Nullen“ – so urteilte Max Weber, der Gründungsvater der deutschen Soziologie, über die weltanschaulichen Streifzüge des Chemienobelpreisträgers von 1909 und dessen „energetische Grundlagen der Kulturwissenschaft“.
Wilhelm Ostwald galt seinen Zeitgenossen um 1900 nicht nur als renommierter Naturwissenschaftler, sondern bald nach seinem Rückzug aus dem akademischen Alltagsgeschäft auch als einer der umtriebigsten und umstrittensten Intellektuellen seiner Zeit. Als Vorsitzender des deutschen Monistenbundes etablierte er sich zwischen 1911 und 1915 als Leitfigur einer optimistischen und wissenschaftsfixierten Weltanschauung, die sich gegen den zunehmend zivilisationskritischen Zeitgeist in Deutschland auflehnte. Im Namen des Fortschritts und der Modernisierung nahm Ostwald kein Blatt vor den Mund und inszenierte sich bewußt als Nonkonformist in der wilhelminischen Gesellschaft.
In dieser ideengeschichtlichen Untersuchung rekonstruiert der Autor diese Konfliktlinien und deckt dabei Sackgassen und Irrwege, aber auch das modernisierende Potential der monistischen und ostwaldschen Gedankenwelt auf, die in mancherlei Hinsicht wenig an Aktualität eingebüßt hat.
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Wojciech Kunicki (Hg.)
„... und steigert meine Furcht zum Zorn.“
Beiträge zu Leben und Werk von Hermann Stehr (1864-1940)
496 Seiten, Hardcover, 49,00 €
978-3-86583-400-3
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In Pursuit of Knowledge
600 Years of Leipzig University
( ed. Ulrich Johannes Schneider )
207 Seiten, Hardcover, € 24,80
978-3-86583-399-0![]()
Krisenmanagement
Der Brand und seine Folgen –
die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar
(Hg. Steffen Höhne, Uli Kostenbader, Hellmut Seemann)
208 Seiten, Broschur, € 30,00
978-3-86583-381-5
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Der verheerende Brand am 2. September 2004. Ein UNESCO-Weltkulturerbe brennt. 50.000 Bücher und 35 Kunstwerke sind für immer verloren, 62.000 Bücher wurden stark in Mitleidenschaft gezogen, ein wunderbares Bibliotheksgebäude schwer beschädigt. Was in dieser Brandnacht geschah, ist wohl dokumentiert. Ein effektives Krisenmanagement hat Schlimmeres verhindert. Den unmittelbar Beteiligten von Feuerwehr über Polizei und nicht zuletzt bis hin zum Führungsstab sowie den Mitarbeitern der Klassik Stiftung Weimar wurde verantwortungsvolles und situationsadäquates Reagieren bescheinigt Was ein erfolgreiches Krisenmanagement ausmacht, ist insbesondere in der betriebswirtschaftlichen und sozialpsychologischen Fachliteratur vielfach beschrieben. Jedoch: Was für Politik, Wirtschaftsunternehmen, die Touristik-Branche oder gar für Sportverbände als „richtig“ postuliert wird, mag bei kulturellen Einrichtungen im Krisenfall anders aussehen. Die Herausgeber dieses Bandes verfolgen daher das lohnende Ziel, das Geschehene in Weimar zu reflektieren und Lehren daraus zu ziehen. Dabei ziehen sie Beiträge aus Politik und Verwaltung, Denkmalschutz, Wirtschaft, Wissenschaft und natürlich der betroffenen Institution selbst, der Klassik Stiftung Weimar, in ihre Betrachtungen mit ein.
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Sybille Gerstengarbe, Horst Hennig
Opposition, Widerstand und Verfolgung
an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg 1945-1961
Eine Dokumentation
750 Seiten, Hardcover, € 39,00
978-3-86583-262-7
Die mit erheblichem propagandistischen Aufwand als „demokratischer Neubeginn“ deklarierte Wiedereröffnung der Universitäten nach Ende der nationalsozialistischen Diktatur auf dem Boden der sowjetischen Besatzungszone war vor allem von vielen Hoffnungen jener jungen Menschen begleitet, die sich nach zwölf Jahren der Knebelung des freien Geistes nun in die Matrikel der Hohen Schulen einschrieben. Schon bald sollte sich jedoch zeigen, daß diese Erwartungen keineswegs sämtlich in Erfüllung gehen würden. Denn mit der Verfestigung der neuen Machtstrukturen in der Besatzungszone und danach in der jungen DDR entfaltete sich auch ein rigider politischer Kontrollapparat, der namentlich an den Universitäten zu weitaus heftigeren Konflikten führte, als heute allgemein erinnert wird. Daß hierbei unter den nun ostdeutschen Universitäten Halle einen besonderen Rang gewann, gehört zu schmerzlichen Seiten ihrer Historie.
Sybille Gerstengarbe und Horst Hennig haben in mehrjähriger Forschungsarbeit für die Jahre 1945 bis 1961 unter anderem ermittelt, daß hier weit über 150 Universitätsangehörige Verhaftungen anheimfielen, die großenteils in langjährige Haftstrafen mündeten. Während sich in den ersten Nachkriegsjahren nicht selten Rektor und Senat für verfolgte Wissenschaftler und Studenten einsetzten, obsiegte später allzuhäufig Opportunismus, in dessen Gefolge eine Unterstützung für die Opfer der Repression unterblieb – ein besonders schmerzliches und beklemmendes Kapitel der Universitätsgeschichte.
Die überlieferten Akten geben hierzu zahlreiche Einzelheiten preis, deren Dokumentation im dem Buch zum einen belegt, wie engmaschig der Unterdrückungsapparat fungierte. Zum anderen kann aber ebenso die Erkenntnis gewonnen werden, daß das Streben nach geistiger und politischer Freiheit zu keiner Zeit vollkommen abgestorben war.
Indem die Opfer politischer Repression wieder Gesicht und Namen gewinnen, finden Sie gleichsam den ihnen gebührenden Platz in der Geschichte einer der ältesten Universitäten Deutschlands.
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1968
Ein Blick auf die Protestbewegung 40 Jahre danach aus globaler Perspektive
A view of the protest movements 40 years after, from a global perspective
( Hg. Angelika Ebbinghaus, Max Henninger, Marcel van der Linden )
227 Seiten, Broschur, € 25,00
978-3-931982-63-8
Dieser Band richtet den Blick auf die 1968er-Bewegung aus einer globalen Perspektive und fokussiert ihn auf grenzüberschreitende Prozesse, auf Austausch und Transfers. Diese Sozial- und Emanzipationsbewegungen, die in einigen – insbesondere nichteuropäischen – Ländern den Charakter von Sozialrevolten annahmen, waren ein internationales Phänomen. Sie waren vernetzt, nahmen einander als Beispiel oder traten auch nur zur selben Zeit auf. Fünf unterschiedliche Fallstudien – zu China, Lateinamerika, Ostmitteleuropa, Italien und Pakistan – zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Weitere Beiträge zeigen, wie gemeinsame Denkhorizonte, geprägt von weltweit gelesenen Texten, und praktische Netzwerke, wie sie beispielsweise im Engagement gegen den Vietnamkrieg entstanden waren, die Bewegungen weltweit verbanden. Was waren die Folgen, die langfristigen Nachwirkungen und die Hypotheken dieses weltweiten Aufbegehrens in den 1960er Jahren? Auch auf diese Fragen versucht dieses Buch Antworten zu geben.
Mythos „1968“?
Helmstedter Colloquien Band 11
(Hg.Martin Sabrow)
127 Seiten, Broschur, € 13,00
978-3-931982-64-5![]()
Eine Welt zu gewinnen!
Formen und Folgen der 68er Bewegung in Ost- und Westeuropa
Hanco Jürgens, Jacco Pekelder, Falk Bretschneider, Klaus Bachmann (Hg.)
165 S., Br., € 24,00
978-3-86583-357-0
Die 1960er Jahre sind als Zeitpunkt bedeutender gesellschaftlicher Umwälzungen in die nationalen Erinnerungskulturen einiger westeuropäischer Länder eingegangen – ausgestattet mit jeweils eigenen Schlüsselorten und -momenten. Gemeinsam bilden diese Orte und Momente einen jeweils nationalen Ursprungsmythos von einem neuen Land mit neuen Lebensstilen und einer neuen politischen Kultur, von einer nachhaltigen Veränderung in den Geschlechterverhältnissen, in den Beziehungen zwischen Staat und Bürgern, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Diese ausgeprägt nationalen Erinnerungskulturen verdrängten allmählich die internationale Dimension der gesellschaftlichen Wandlungen, für die das Jahr 1968 symbolisch steht.
Gerade die neue Forschung stellt nun aber erneut die Frage nach den Verbindungslinien zwischen den unterschiedlichen nationalen Kontexten. Auch dieser Sammelband möchten einen Beitrag dazu leisten, die inter- bzw. transnationale Perspektive auf die 68er-Bewegung zu stärken. Er präsentiert Ergebnisse aus verschiedenen aktuellen Forschungsprojekten zur Protestbewegung und zu „68“ ganz allgemein in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Polen. Aus der Kombination der Beiträge ergibt sich sich Möglichkeit, die verschiedenen Entwicklungen miteinander zu vergleichen und aktuelle Einsichten und Perspektiven der Forschung aufeinander zu beziehen.
Auf der Grundlage einer kulturellen Deutung des Phänomens „68“ beleuchten die Autorinnen und Autoren als einen Schwerpunkt Fragen von Identität und Identitätsbildung und ziehen die Medien als wichtiges Untersuchungsobjekt heran. Dadurch entsteht eine Affinität zwischen wissenschaftlicher und medialer Aufarbeitung der 68er-Protestbewegung in sehr unterschiedlichen Staaten West- und Osteuropas. Somit ermöglicht dieser Sammelband eine Einschätzung der gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen in den genannten Ländern und vermag einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der sozialen und politischen Grundstrukturen der heutigen europäischen Gesellschaft zu leisten.![]()
Walter Pohl
Die ethnische Wende des Frühmittelalters
und ihre Auswirkungen auf Ostmitteleuropa
(Oskar-Halecki-Vorlesung 2006)
35 Seiten, geheftet, € 12,00
978-3-86583-285-6![]()
Die Vielfalt Europas
Identitäten und Räume
(Hg.Winfried Eberhard, Christian Lübke )
724 Seiten, Hardcover, € 80,00
978-3-86583-382-2
Die Frage nach den verbindenden Wertegrundlagen oder der „Seele“ Europas, die auf Integration und Einheit zielt, wird zu Recht immer wieder gestellt. Sie spricht jedoch nur die eine Perspektive und Grundlage Europas an, die andere ist die der Vielfalt. Die Integration Europas, die Uniformität nur mit dem Risiko des Scheiterns anstreben kann, wird die Bewahrung dieser Vielfalt zum Programm erheben müssen. Daher will dieser Band unter mehreren Aspekten die kulturelle Vielfalt und Differenzierung Europas sowie deren Wandel in den Vordergrund stellen. Die Identitätsbildung der Menschen in Europa beruht ja vorerst nicht in erster Linie auf dem allgemein Europäischen, sondern auf kleineren und sich überlappenden Handlungsräumen und gesellschaftlichen Zugehörigkeiten und Bindungen. Die Beiträge sollen zeigen, welcher Reichtum an Innovation und Dynamik in der Pluralität kultureller Identitäten und in der Vernetzung kleinerer und größerer kultureller Handlungs- und Orientierungsräume enthalten ist. Zugleich soll der kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Zugriff auf das Thema die aktuellen Europaforschungen verschiedener Disziplinen multiperspektivisch zusammenfassen.Aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 und des „Jahres des Geisteswissenschaften“ führte das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig eine internationale Tagung (6. bis 9. Juni 2007) durch, deren Beiträge sich in diesem Band dokumentiert finden. Unterteilt in elf Sektionen behandelt die Publikation folgende Themenkomplexe:
Nationale und regionale Identitäten: Konkurrenz und Integration
Konstituierung und Relevanz europäischer Kulturlandschaften
Konfessionelle und religiöse Identitäten im Wandel
Soziale Muster der regionalen und nationalen Identitätsbildung: Konsum und Tourismus
Europäische Erinnerungskulturen: Dialog und Konflikt
Europas ökonomische Vernetzung und Verräumlichung
Lesen, Lernen und Forschen im Spannungsfeld von nationalem Bildungskanon und transnationaler Wissensgesellschaft
Die Künste als universelle Sprachen oder als Zeugen einer Nationalkultur
Transnationalisierung in der europäischen Geschichte und Kultur
Europa und die anderen: der Blick von außen
Europäisierende Konflikte
Sabine Grimm
Representations of Auditory Time:
Pre-Attentive and Attentive Processing of Temporal Sound Feature
91 Seiten, Broschur, € 22,00
978-3-86583-309-9
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Christian Chmelik, Nick Kanellopoulos, Jörg Kärger, Doros Theodorou
Diffusion Fundamentals III
Athens 2009
486 Seiten, Broschur, € 29,00
978-3-86583-387-7
Following Leipzig 2005 and L’Aquila 2007, the book continues a series of Conference Proceedings which combine recent research results on the hot topic of diffusion, i.e. the irregular particle movement, with the charm and beauty of the conference venue. In 2009, the worldwide community of diffusion researchers met in Athens. Known as the city of the goddess of wisdom, Athens is particularly suited for simultaneously celebrating the 600th anniversary of Leipzig University where this conference series has started. Following the tradition, the book is graced with 25 paintings of Athens’ landmarks by the Japanese physicist and artist Taro Ito.Together with Athens’ most prominent building, the Acropolis, the front page provides an impression of the huge spectrum of diffusion phenomena which range from the development of concentration profiles in tiny porous crystals to the spreading of diseases via air connections. Introduced with a story about the “Heroes and Highlights in the History of Diffusion”, the book contains chapters on:
“Diffusion in Social Sciences”,
“Diffusion in Polymers”,
“Diffusion in Nanoporous Materials”,
“Diffusion in Nanostructured Solids”,
“Dynamics of Systems with Rugged Energy Surfaces”,
“Diffusion in Living Cells and Tissues” and
“Multiscale Simulations”.
Ordering the Colonial World Around the 20th Century
(ed.Sebastian Conrad, Nadin Heé, Ulrike Schaper)
144 Seiten, Broschur, € 12,00
978-3-86583-373-0
Leipziger, Eure Bücher!
Katalog zur Ausstellung in der Bibliotheca Albertina vom 19. Juni - 29. November 2009
Zwölf Kapitel zur Bestandsgeschichte der Leipziger Stadtbibliothek
(Hg.Thomas Fuchs, Christoph Mackert)
209 Seiten, Broschur, € 19,80
978-3-86583-375-4
(Schriften aus der Universitätsbibliothek Leipzig; 16)
Das sechste und das siebente
Stadtbuch Dresdens (1505-1535)
(Hg.Thomas Kübler, Jörg Oberste)
ca. 600 Seiten, Hardcover, € 55,00
978-3-86583-238-2![]()
Mitteilungen der Walther Rathenau Gesellschaft
57 Seiten, Broschur, € 8,00![]()
LBH: Proceedings Tagung der DVG-Fachgruppe „Parasitologie und parasitäre Krankheiten“ – Diagnostik, Epidemiologie und Bekämpfung von Parasitosen
bei Nutz-, Haus- und Heimtieren
(Hg. Jörg R. Aschenbach, Gotthold Gäbel, Arwid Daugschies )
151 Seiten, Broschur, 18,00 €
978-3-86583-377-8
Das Problem der Parasitenbekämpfung ist eigentlich kein solches mehr, sondern kann als gelöst betrachtet werden. So haben manche Optimisten vielleicht einmal gedacht und daraus gefolgert, dass man Parasiten in der Lehre und Forschung nicht mehr soviel Raum einräumen muss. Schaut man auf die Realitäten, so kann dies nur als krasse Fehleinschätzung gelten. Parasiten gehören nach wie vor zu den häufigen Infektionserregern beim Tier, manche werden eingeschleppt und drohen, sich zu endemisieren. Ein Defizit im Arsenal der antiparasitären Maßnahmen besteht im Bereich der Impfung. Dies liegt nicht am fehlenden Bemühen, sondern ist in der Komplexität der Immunantwort gegen Parasiten begründet. Nur wenige wirklich neue Wirkstoffe gelangen als Antiparasitika zur Marktreife, was unsere Möglichkeiten zur Intervention, insbesondere mit Blick auf Resistenzentwicklungen, deutlich einschränkt. Innovative und integrative Konzepte sind weiterhin gefragt, um intelligent und effizient Parasiten bekämpfen zu können. Dazu gehört eine gute Grundlagenforschung mit den modernsten Werkzeugen, die uns die Wissenschaft heute bietet, ebenso wie ein an der Anwendung orientiertes Bemühen um konkrete Problemlösung. Die Breite in den Denkweisen und Forschungsansätzen und Offenheit für neue Erkenntnisse, aus welchem Bereich der parasitologischen Forschung auch immer, ermöglicht Vernetzungen von Wissen, die für moderne Problemlösungen unabdingbar sind. Sie sind die Stärke der jährlichen Tagungen der DVG-Fachgruppe „Parasitologie und parasitäre Krankheiten“. Die Proceedings der 2009er Tagung sind in diesem Band abgedruckt, wobei die beiden Hauptvorträge zu Arthropoden-übertragenen Infektionen und zu Lebensmittel-assoziierten Zoonosen in voller Länge wiedergegeben sind.
Friedensverantwortung
und Friedenssicherung
im 21. Jahrhundert
2. Hubertusburger Friedensgespräche
(Hg.Susanne Hahn )
155 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-368-6
André Grüttner, Mario Hesse, Milan Je?ábek, Cornelie Kunze, Thomas Lehr, Thomas Lenk, Philipp Schickl
Grenzüberschreitende Dienstleistungen in der Euroregion Erzgebirge
Situation, Herausforderungen, Potenziale
260 Seiten, Hardcover, € 39,00
978-3-86583-283-2![]()
Steffi Schültzke
Propaganda für Kleinbürger
Heitere Dramatik im DDR-Fernsehen
270 S., Br., € 32,00
978-3-86583-347-1
Das DDR-Fernsehen war zwar staatsgelenkt und parteikonform, aber nicht immer schaltete der DDR-Bürger seinen Sender ab. Heitere Fernsehfilme und Bühnenschwänke waren große Publikumsmagneten. Sie zeichneten das liebenswürdige Bild einer kleinbürgerlichen DDR-Gemeinschaft. Leichte Unterhaltung wurde über Jahrzehnte von den Zuschauern heiß ersehnt, vielfach gesehen und zuletzt doch verlassen. War das Propaganda oder nur politiklose Ablenkung?
Dieser heiteren Dramatik im DDR-Fernsehen widmet sich die Arbeit von Steffi Schültzke. Sie fragt nach der Entwicklung dieses Fernsehgenres im Wechselspiel von verordnetem Frohsinn und dem Eigensinn eines unterhaltungswilligen Publikums. Neben einer Programmgeschichte zeichnet die Arbeit wichtige funktionale Veränderungen der Unterhaltung im DDR-System nach. Sie zeigt anhand ausgewählter Analysen, wann die heitere Dramatik im Sinne eines Propagandainstrumentes funktionierte und wann nicht.![]()
Shutka Shukar
Zu Gast bei Roma, Ashkali und Ägyptern
Bernhard Streck (Hg.)
225 S., Br., € 32,00
978-3-86583-350-1
Shutka (Shuto Orizari) ist ein Vorort der makedonischen Hauptstadt Skopje, die 1963 von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht wurde. Hier wohnen mehr Roma und andere Zigeuner zusammen als in irgendeiner anderen Stadt Europas. Sie pflegen eine Fest-, Streit- und Kontrastkultur, die sich schwer auf ein gängiges Muster vereinfachen lässt und die übliche Antidiskriminierungsperspektive ebenso überfordert wie die Suche nach Zigeunerromantik.
Im Sommer 2007 konnte eine Gruppe Studierender vom Forum Tsiganologische Forschung der Universität Leipzig dort zu Gast sein. Sie haben ihre Eindrücke zu diesem Lesebuch zusammengefasst. Es schildert interkulturelle Missverständnisse, ernst gemeinte Anpassungsversuche, die Unmöglichkeit des Alleinseins und eine Menge Widersprüche zwischen Abgrenzung und Integration, zwischen Armut und Prestige, zwischen Idealeuropa und seinem Gegenteil, zwischen Willkommen und Abschied.![]()
Enno Berndt
Toyota in der Krise
Von den Widersprüchen und Grenzen des Status quo
143 S., Br., € 24,00
978-3-86583-358-7
Der Band handelt von der aktuellen Krise. Dabei zielt sein Titel „Toyota in der Krise“ auf zweierlei. Es geht zum einen darum, wie Toyota in einem krisenhaften Umfeld agiert; zum anderen wird gezeigt, dass nicht nur das Umfeld, sondern Toyota selbst in eine Krise geraten ist. Damit schließt der vorliegende Band selbstkritisch an die 2005 erschienene Monografie „Toyota – Was ist möglich?“ an. Er aktualisiert die Beschreibung der Entwicklung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeldes von Toyota und bietet neue thematische Zugänge zu Toyota. Selbstkritisch versucht der Band zu sein, weil 2005 noch eher interessierte, wie die Reaktion von Toyota auf die Krise in den neunziger Jahren mit seinem nachfolgenden Erfolg zusammenhing und welche Möglichkeiten daraus entstanden waren. Demgegenüber stehen im Zentrum des vorliegenden Bandes die strukturellen Widersprüche, ihre Zuspitzung durch die bisherige Strategie und die daraus resultierenden Grenzen von Toyota.![]()
Das Tagebuch des Levan Atanasjan
Erinnerungen eines ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen
Klaus-Dieter Müller (Hg.)
115 S., Br., € 19,00
978-3-86583-365-5
Der sowjetische Militärarzt Levan Atanasjan geriet im Herbst 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1943 schrieb er nach seiner erfolgreichen Flucht zu den Partisanen in Weißrussland in einem Tagebuch nieder, was er in Gefangenenlagern in den von Deutschen besetzten Gebieten erlebt hatte. Seine Darstellung ist zwangsläufig geprägt von ideologischen Prämissen der damaligen Zeit. Sie ist subjektiv, ohne jedoch das eigene Leid herauszukehren. Mit seinem Erfahrungsbericht wollte der Autor die Menschen in seinem Land darüber informieren, was einen Rotarmisten in deutscher Gefangenschaft erwartete. Für den deutschen Leser wird erstmalig die Atmosphäre und das Geschehen in den besetzten Gebieten deutlich, dem sowjetische Kriegsgefangene unterlagen und das auch die Haltung der UdSSR langfristig gegenüber dem dann 1945 endgültigen besiegten Deutschland mit prägte.
Der aus dem Russischen übertragene Tagebuchtext wird durch Quellen der Wehrmacht und der Roten Armee ergänzt, welche die im Tagebuch beschriebenen Ereignisse aus anderem Blickwinkel beleuchten. Dem Text ist eine thematische Einführung von Klaus-Dieter Müller vorangestellt.
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Martin Kupke
SED und Staatssicherheit im Kirchenbezirk Oschatz
264 S., Br., € 24,00
978-3-86583-367-9
Die Regionalstudie Martin Kupkes trägt Pioniercharakter. Soweit zu sehen, wird am Beispiel von Oschatz erstmalig quellengestützt offengelegt, wie SED und Staatssicherheit in abgestimmtem Vorgehen einen Kirchenbezirk zu beherrschen suchten.
Trotz der hektischen Aktenvernichtung am Ende der DDR ist ein umfangreicher Fundus von Dokumenten überliefert, dessen Auswertung ermöglichte, die zersetzende Tätigkeit der Kreisdienststelle Oschatz des Ministeriums für Staatssicherheit umfassend nachzuzeichnen. Gezeigt werden unter anderem die Werbung und Tätigkeit von achtzehn Inoffiziellen Mitarbeitern im Oschatzer Kirchenbezirk, der Aufbau der Dienststelle des MfS, die Mittel des Kampfes gegen Andersdenkende und die von der SED in den 80er Jahren geplanten Isolierungs- und Internierungslager für oppositionelle Bürger, deren Internierung auch im Kreis Oschatz vorgesehen
war. Andersdenkende Bürger der DDR waren mit einer Kennziffer versehen worden, nach denen im Mobilisierungsfall Verhaftungen vorgenommen werden sollten. Auch zu diesem Tatbestand sind im Buch Originaldokumente abgelichtet.
Daneben richtet der Autor, 1989 gleichermaßen Akteur und Zeitzeuge bei der Überwindung der SED-Diktatur, seine Aufmerksamkeit auf die Rahmenbedingungen, unter denen die Kreisdienststelle Oschatz gearbeitet hat. Hier werden Einsichten zur Arbeitsweise und Mechanismen der SED-Diktatur in der DDR gewonnen, die als verallgemeinerungswürdig gelten können. Denn die umfassende Beobachtung und Bekämpfung der Kirchen waren für die SED und das MfS besonders wichtig, da diese vor allem als potentielle Staatsfeinde eingestuft wurden.
Dennoch gelang nicht, die Kirchen zu instrumentalisieren oder gar zu vernichten. Die scheinbar Schwächeren haben am Ende gesiegt. Richard von Weizsäcker konnte daher in seiner Autobiografie
zutreffend konstatieren: „Aufs Ganze gesehen haben die SED und Mielkes Staatssicherheit ihren intensiven Kampf um Überwachung und Unterwanderung, um Instrumentalisierung und Gleichschaltung der Kirche verloren.“![]()
Valentin Wagner
Zur Flexibilität der semantisch-syntaktischen Vorausplanung in der Satzproduktion
Der Einfluss kognitiver Belastung auf den multiplen lexikalen Zugriff
169 S. , Br., € 24,00
978-3-86583-342-6
Sprache wird als das charakterisierende Merkmal des Menschen betrachtet. Wir sprechen viel und meist ohne lange darüber nachzudenken, was wir sagen wollen und wie wir es sagen wollen, und dennoch in der Regel fehlerfrei und ohne allzu oft zu stocken. Diese Einfachheit trügt. Sprechen ist ein hochkomplexer Vorgang, der das genaue Zusammenspiel verschiedener Teilprozesse erfordert und daher der Planung bedarf. Wie viel einer Äußerung vor dem Öffnen des Mundes vorausgeplant ist, war und ist noch immer eine der zentralen Fragen der Sprachproduktionsforschung. Jedoch ist die empirische Befundungslage nicht eindeutig und konstistent mit einer bestimmten Größe der Vorausplanung zusammen zu bringen. Dass die Vorausplanung flexibel sein könnte, so wie unsere Sprachfähigkeit im Allgemeinen, wurde bisher nur post hoc als Erklärung für die augenscheinlich widersprüchlichen Befunde zum Umfang der Vorausplanung angeführt.
Valentin Wagner geht der These, dass die Vorausplanung flexibel ist, statt strukturell festgelegt zu sein, nach und untersucht, unter welchen Bedingungen die Vorausplanung welchen Umfang annimmt. Auf der Grundlage des Bild-Wort-Interferenzparadigmas versucht er in Experimenten zu klären, inwieweit sich kognitive Belastung auf die Planungsspanne des Prozesses der Lemmaselektion, d. h. auf die Auswahl der lexikalen semantisch-syntaktischen Repräsentation eines Wortes aus dem im Gedächtnis gespeicherten Wortschatz, auswirkt.
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Eva Bosbach
Von Bologna nach Boston?
Perspektiven und Reformansätze in der Doktorandenausbildung
anhand eines Vergleichs zwischen Deutschland und den USA
182 S., Br., € 22,00
978-3-931982-48-5
Spätestens seit Errichtung der ersten Graduiertenkollegs in den 1990er Jahren steht in Deutschland die Reform der Doktorandenausbildung auf der hochschulpolitischen Agenda. Angesichts einer sich durch den Bologna-Prozess und die Exzellenzinitiative verändernden Hochschullandschaft werden strukturierte Promotionsformen wie Graduiertenschulen und Promotionsprogramme an vielen Universitäten verstärkt gefördert.
Nach wie vor promoviert allerdings mit ca. 80 Prozent die Mehrheit der Doktorandinnen und Doktoranden in Deutschland in Form einer Individualpromotion bei einer Doktormutter oder einem Doktorvater. Die Promotion „in Einsamkeit und Freiheit“ ist zwar einerseits erneuerungsbedürftig, bietet jedoch andererseits für bestimmte Promotionsvorhaben klare Vorteile. Im Rahmen übergreifender hochschulpolitischer Reformprozesse eröffnet sich die Möglichkeit, sowohl Defizite in der Individualpromotion anzugehen als auch strukturierte Promotionsformen weiter zu optimieren und letztlich die Vorteile beider Formen akademischer Qualifizierung miteinander zu kombinieren. Dies ist auch vor dem Hintergrund eines zunehmend globalen Wettbewerbs um die besten Nachwuchskräfte und Promotionsmodelle wichtig.
Die USA gelten als „Weltmarktführer“ in der Doktorandenausbildung und werden oft als Vorbild für Reformmaßnahmen angesehen. Gleichzeitig zeichnet sich das Hochschulsystem der USA durch einige Merkmale aus, die in Deutschland derzeit an Bedeutung gewinnen, z. B. durch eine starke Dezentralisierung und Differenzierung, die mit einer begrenzten staatlichen Regulation sowie großer Varianz der Hochschulen und existierenden Promotionsmodelle einhergeht.
Die vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderte Studie von Eva Bosbach liefert anhand ausgewählter Aspekte eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in der Doktorandenausbildung in den USA und in Deutschland. Der Vergleich der beiden Systeme bezieht sich u. a. auf die Aspekte Übergänge zur Promotion, Promotionsstrukturen und deren Organisation, Doktorandenstatus und Finanzierung, Qualitätssicherung, Evaluation und Betreuung, Mobilität und Internationalität sowie Erfolgsquoten, Absolventenverbleib und ,Funktion' des Doktorgrades in der Gesellschaft. Anhand der Analyse der jeweils diskutierten Stärken und Schwächen sowie existierender Reformvorschläge werden Ansätze für die weitere Reform der Promotionsphase in Deutschland entwickelt.![]()
Lothar Kreiser
Logik und Logiker in der DDR
479 S., Gb., € 44,00
978-3-86583-363-1
Wie war es möglich, eine Wissenschaft aus dem Dunstkreis ideologischer Verwirrungen herauszuführen? Wie war es möglich, einem Wissensbereich, dessen Kernaussagen zur staatstragenden Weltanschauung gerechnet wurden, nach und nach den Status einer ideologiefreien Wissenschaft zu geben? Welche Faktoren verhalfen der Logikforschung in der DDR zu internationaler Beachtung und Anerkennung? Wie kamen die Logiker mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in der DDR zurecht – oder auch nicht?
Auf diese und andere Fragen strategischer Forschungs- und Institutionalisierungsplanung wird in diesem Buch aus der Sicht beteiligter Logiker und anderer Hochschulangehöriger Antworten gegeben, die auch über die konkrete Systemgebundenheit hinausgehende Aspekte von Wissenschaftsentwicklung berühren.
Dieses Buch will aufklären, informieren und resümieren; es berichtet über Vergangenheit in zukunftsweisender Absicht.![]()
Ernst-Günter Knüppel
Robert Diez
Bildhauerkunst zwischen Romantik und Jugendstil
336 S., Br., € 29,00
978-3-86583-355-6
Das 19. Jahrhundert gilt als das große Zeitalter der Denkmäler und des plastischen Schmucks für öffentliche Bauten. Dresden wirkte damals als eines der bildhauerischen Zentren Deutschlands, in dessen Königlicher Akademie der Künste Plastiker von europäischem Rang ausgebildet wurden. An eben dieser Akademie lernte und lehrte der mit zahlreichen Auszeichnungen geehrte und heute nahezu vergessene Bildhauer Robert Diez (1844-1922), dessen Werk an der Grenze zwischen Romantik und Jugendstil zu verorten ist.
Es ist das Verdienst Ernst-Günter Knüppels, das bisher nicht bearbeitete Lebenswerk Robert Diez' für die Öffentlichkeit erschlossen zu haben. Mit akribischem Spürsinn und routiniertem Engagement gelang es dem Autor über Jahre hinweg, alle erreichbaren Quellen zuverlässig auszuschöpfen und so das Lebensbild eines Bildhauers entstehen zu lassen, der zu den Großen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gehört. Neben einem zusammenfassenden biographischen und werkgeschichtlichen Text und Angaben zu den sächsischen Kunstverhältnissen sowie zu Diez' Schülern enthält die Publikation den ersten Oeuvrekatalog des Künstlers mit über 100 nachgewiesenen Werken und zahlreichen Farbabbildungen.
Durch Ernst-Günter Knüppels Forschungen wird die Spanne des künstlerischen Schaffens von Robert Diez auf einem Weg zwischen Romantik und Realismus, polychromer Experimentierfreudigkeit, jugendstiligen Tendenzen und einem neuen, plastisch verdichteten Klassizismus nachvollziehbar.![]()
Alexandra Sarov
Sprachliche Individuation der Dorfeliten in der Republik Moldau
Zur individuellen (Re-)Konstruktion von Situationen der Mehrsprachigkeit im moldauischen Dorf
359 Seiten und 1 CD-ROM, Hardcover, € 49,00
978-3-86583-276-4
Die Kommunikationsverhältnisse in der Republik Moldau sind von der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, dem politisch-sozialen Wandel nach 1989 und der gegenwärtigen politischen und soziokulturellen Situation im Land geprägt. Eine Besonderheit, welche Moldau gegenüber den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken auszeichnet, ist die Sprachproblematik: In dem mehrsprachigen Land fungiert das Rumänische als Amtssprache, doch die Sprecher empfinden so starke Unterschiede zu ihrem eigenen moldauischen Dialekt, dass sie das Moldauische und das Rumänische als zwei verschiedene Sprachen ansehen. Die Republik Moldau stellt ein Gebiet dar, in dem die historischen Veränderungen der letzten 80 bis 90 Jahre für die soziale und ethnische Struktur der Gesellschaft von außerordentlicher Bedeutung sind. Insbesondere die jüngsten politischen Ereignisse rückten die Problematik der interethnischen Beziehungen, des Sprachgebrauchs und der nationalen Identität in den Vordergrund. Häufig ist von einer „Identitätskrise“ die Rede, die in direktem Zusammenhand mit der Sprachsituation des Landes steht. Basierend auf biographischen Interviews mit Vertretern der höher ausgebildeten Landbevölkerung, die sich gegenüber politisch-sozialen Tendenzen weit sensibler zeigt als ihre bäuerlichen Nachbarn, untersucht die vorliegende Studie die Rolle der Sprache als Katalysator sozialer Veränderungen, als komplexer sozialer Akt, als Medium der sozialen Rekonstruktion und als Instrument der sozialen Ordnung.
Kapitalismus-Debatten um 1900
Zur sozialökonomischen Semantik des Jüdischen
(Hg. Nicolas Berg)
400 Seiten, Hardcover, € 59,00
978-3-86583-334-1
Die Debatten um das Wesen des Kapitalismus vor einem Jahrhundert zählen zu den erregendsten Kapiteln der europäischen Geistesgeschichte. Ihre Tragweite, Dynamik und der schließliche Ertrag rechtfertigen, sie zu jenen großen intellektuellen Auseinandersetzungen zu zählen, an die die Erinnerung auch heute noch ebenso lebendig wie fruchtbar ist, da das Potential bedenkenswerter Einsichten schier unerschöpflich scheint. Im hier vorgelegten Sammelband nimmt eine Facette – die Charakteristik des Jüdischen am Kapitalismus – eine herausgehobene Stellung ein. Jeder Leser dieser Rekonstruktionen wird ungeachtet mancher heute veränderten Perspektiven dennoch mit beträchtlichem Erkenntnisgewinn belohnt werden.
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Disseminating German Traditions
The Thyssen Lectures
Herausgegeben von.Dan Diner, Moshe Zimmermann mit Beiträgen von Sander L. Gilman, Michael H. Kater, Reinhart Koselleck, Charles S. Maier, Andrei S. Markovits, Charles E. McClelland, George L. Mosse und Peter Pulzer.
190 Seiten, Hardcover, € 29,00
978-3-86583-362-4
Dieser Sammelband vereint Beiträge namhafter Historiker, die im Rahmen einer von der Fritz Thyssen-Stiftung unterstützten Vortragsreihe an den Universitäten von Tel Aviv und Jerusalem gehalten wurden. Sie widmen sich dem Einfluss der deutschen Forschungstradition des 19. Jahrhunderts auf das israelische wissenschaftliche Denken, besonders in den Geisteswissenschaften, und geben jeweils die Ergebnisse der jahrzehntelangen akademischen Arbeit der Referenten in konzentrierter und resümierender Form wieder.
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Schulpraktische Studien in gestuften Studiengängen
Neue Wege und erste Evaluationsergebnisse
(Hg.Rainer Bolle, Manfred Rotermund)
238 Seiten, Broschur, € 24,00
978-3-86583-337-2
Seit etwa 10 Jahren werden die traditionellen Studienabschlüsse durch die neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse ersetzt. Motor dieser „Reform“ waren nicht etwa die Universitäten, sondern insbesondere die Politik. Überraschend war deshalb der geringe Widerstand der Universitäten gegen diese „Reform“. Langsam mehren sich allerdings die kritischen Stimmen. Dieser Band beschäftigt sich deshalb im ersten Teil mit den Gefahren des Austauschs universitärer Bildung durch eine modularisierte, arbeitsmarktorientierte Ausbildung, die sich stark an der Vergabe von Leistungspunkten orientiert (R. Bolle). Die Gefahr einer solchen Entwicklung wird dann deutlich, wenn hinterfragt wird, wie unter solchen Bedingungen eine kritische Auseinandersetzung mit Theorien als Voraussetzung einer qualitativ hochwertigeren (emanzipatorischen) Praxis möglich sein soll (K. Meyer-Drawe).
Der zweite Teil beschreibt trotz dieser Rahmenbedingungen Möglichkeiten zur gelungenen Gestaltung schulpraktischer Studien. So werden die Gestaltung von Portfolios (L. Denner) und die Unterrichtsbeobachtung (S. Däschler-Seiler) in schulpraktischen Studien geschildert sowie das Praxisjahr als Alternative zu den traditionellen Formen der Schulpraktika (O. Küster/K. Müller) diskutiert. Neben konzeptionellen Überlegungen finden sich in den Beiträgen zum Teil ermutigende Evaluationsergebnisse.
Den dritten Teil des Bandes bilden zwei Evaluationsstudien: So wird über die Evaluation der Einführung gestufter Studiengänge an der Technischen Hochschule Dortmund berichtet (B. Seipp) und die Relevanz der Oserschen Standards zur Lehrerbildung für Schulpraktika überprüft (R. Bodensohn und C. Schneider). Bodensohn und Schneider beschreiben und diskutieren außerdem, wie (a) Studierende ihre pädagogisch-fachlichen Kompetenzen zu Beginn des Studiums beurteilen und (b) sich die Selbsteinschätzung von Studierenden gegen Ende der universitären Ausbildungsphase aufgrund der Lerneffekte zweier Praktika verändert.
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Ronny Heidenreich
Aufruhr hinter Gittern
Das 'Gelbe Elend' im Herbst 1989
155 Seiten, Broschur, € 19,00
978-3-86583-361-7
Bisher Undenkbares erschüttert im Herbst 1989 den Strafvollzug der DDR. Gefangene revoltieren. Sie verfassen Flugblätter, auf denen sie die Wahrung der Menschenrechte fordern, hängen Transparente aus ihren Zellenfenstern, um die Überprüfung ihrer Urteile zu erreichen. Sie treten in einen Arbeits- und Hungerstreik und zwingen schließlich die DDR-Regierung, eine umfassende Amnestie zu erlassen. Daneben veranstalten die Gefangenen Pressekonferenzen und diskutieren öffentlich mit ihren Bewachern, den Kirchen, Medien und der Bürgerbewegung über die eklatanten Missstände in den Gefängnissen der DDR. Am Beispiel des berühmt-berüchtigten 'Gelben Elends' in Bautzen zeigt Ronny Heidenreich, wie der demokratische Umbruch 1989/90 auch die Gefängnisse erreicht und wie sich 'Bautzen' zu einem Brennpunkt des Häftlingsprotests und des öffentlichen Interesses entwickelt.
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Katja Rillich
Lichtevozierte Calciumänderungen von Müllerschen Gliazellen in der Netzhaut des Meerschweinchens Leipzig Series in Brain Cognition and Language
97 Seiten, Broschur, € 28,00
978-3-86583-308-2
Der Band beschäftigt sich mit den Neuron-Glia-Interaktionen in der Retina. Es wird dabei der Frage nachgegangen, ob Müllerzellen der Meerschweinchennetzhaut in der Lage sind, lichtbedingte Änderungen der neuronalen Aktivität wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Dafür wurden die intrazellulären Calciumänderungen der Müllerzellen untersucht. In dieser Arbeit konnten zwei bislang unbekannte Calciumsignale der Müllerschen Gliazellen als Reaktion auf die Belichtung der Photorezeptoren nachgewiesen werden und die Signalkaskade, die zu ihrer Entstehung führt, zum Teil aufgeklärt werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit eröffnen neue Möglichkeiten für die funktionelle Bedeutung der Müllerzellen in der Retina.
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Joseph von Eichendorff in unseren Tagen
(Hg.Wojciech Kunicki)
224 Seiten, Hardcover, 29,00 €
978-3-86583-340-2
Inhalt:
Natalia Zarska: Die Dichtung und der Untergang des Adels beschworen in den Gärten von „Erlebtes“ und „Ahnung und Gegenwart“
Joanna Rosik: Aus dem Leben einer Metapher: der Tanz in den Beobachtungen zur höfischen Gesellschaft bei Joseph von Eichendorff und Norbert Elias
Anna Manko-Matysiak: Von zwei Nichtstuern, die die Welt begeisterten, Till und Taugenichts. Auf den Spuren der Urquelle?
Wojciech Kunicki: Politische Dimension in den „Freiern“ von Joseph von Eichendorff?
Hannelore Scholz-Lübbering: Joseph von Eichendorff: Heimat als Konstrukt. Das Ich in Bewegung
Lucjan Puchalski: Die österreichische Literatur- und Kulturtradition in den literarhistorischen Entwürfen Eichendorffs
Erich Unglaub: Eichendorff-Reminiszenzen in Robert Walsers „Prosastückli“
Cord-Friedrich Berghahn: Versteinerte Gedanken. Eichendorffs Denkschrift zur Wiederherstellung der Marienburg. Eine deutsch-polnische Recherche
Marek Halub: Eichendorff in polnischen Enzyklopädien und Lexika
Beata Baczynska, José Luis Losada Palenzuela: Eine polnische romantische Übersetzung des „Grafen Lucanor“ nach Joseph von Eichendorff
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Ein Kosmos des Wissens
Weltschrifterbe in Leipzig
(Hg.Ulrich Johannes Schneider)
206 Seiten, Hardcover, € 24,80
978-3-86583-343-3
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Bibliotheca Albertina zu Leipzig vom 26. März bis 31. Mai 2009![]()
„Arisierung“ in Thüringen
Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht
(Hg.Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen)
98 Seiten, Broschur, € 7,50
978-3-86583-351-8
Recherche und Texte: Projektgruppe 'Arisierung in Thüringen' des Historischen Institutes der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Dr. Monika Gibas
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Alexandra Ludwig
Psychoakustische und elektrophysiologische Untersuchungen zu zentral-auditiven Verarbeitungsstörungen während der Kindesentwicklung
Leipzig Series in Brain Cognition and Language
237 Seiten, Broschur, € 28,00
978-3-86583-314-3
Diese Studie untersuchte bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 19 Jahren altersabhängige Veränderungen der Fähigkeit, basale akustische Signalkonstituenten zu diskriminieren. Dabei wurde mit der LIPP-Testbaterie die Verarbeitung der akustischen Parameter Frequenz, Lautstärke, Tondauer, Phasenlage und Amplitudenmodulation auf zwei unterschiedlichen Prozessierebenen des zentral-auditiven Systems untersucht. Die sich dabei herausstellenden entwicklungsbedingten Unterschiede der attentiven und präattentiven basalen akustischen Parameterverarbeitung sowie die beobachteten Defizite bei Patienten mit „Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen“ (AVWS) diskutiert die Autorin in Hinblick auf strukturelle und physiologische Veränderungen des zentral-auditiven Systems während der kindlichen Entwicklung.
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Asianismen seit dem 19. Jahrhundert
(Hg. Marc Frey, Nicola Spakowski )
Comparativ, Bd. 6 /2008
148 Seiten, Broschur, € 12,00
978-3-86583-352-5
Asien ist als umfassender Begriff eine europäische Erfindung. Aber wie sahen die Chinesen ihre Nachbarstaaten? Wie entsteht in der Geschichte Panasianismus?
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Silke Satjukow
Befreiung?
Die Ostdeutschen und 1945
288 S., Gb., € 29,00
978-3-86583-252-8
Deutschland im Frühjahr 1945. In die östlich der Elbe gelegenen Gebiete des Reiches ziehen zornige Sieger ein. Die Soldaten der Roten Armee nehmen wie selbstverständlich von Land und Leuten Besitz. Die ersten Tage und Wochen in der Sowjetischen Besatzungszone folgen der unerbittlichen Logik des verheerenden Krieges. Schon bald aber befehlen die Mächtigen in Moskau und Berlin einen Handschlag der Versöhnung. Eine neue ‚Freundschaft‘ soll gestiftet werden – ohne Rücksicht auf das Fühlen und Denken vor Ort. Fortan gelten die Deutschen offiziell als ‚befreit‘.
Das Buch beschreibt den Mythos und die Wirklichkeiten dieser Befreiung. Ob in Schulen oder Betrieben, ob in den Massenmedien oder in Propagandakampagnen, ob während persönlicher Treffen oder gemeinsamer Manöver der Waffenbrüder – diese Freundschaft war allgegenwärtig. Aber wie lebendig war sie wirklich? Konnte und wollte sie die Köpfe und die Herzen der Menschen erreichen?
Diesen Fragen geht das Buch anhand vieler überraschender Geschichten aus einem halben Jahrhundert der Besatzung nach. Am Ende steht ein bislang unbekanntes Bild vom Alltag in der DDR.![]()
Kulturbranding II
Konzepte und Perspektiven der Markenbildung im Kulturbereich
(Hg.Steffen Höhne, Ralph Philipp Ziegler)
236 S., Br., € 33,00
978-3-86583-338-9
Professionelles Markenmanagement wird für Kulturinstitutionen immer mehr zur harten Notwendigkeit der Existenzsicherung. Um ihre Anspruchs- und Interessengruppen auf der ganzen Breite anzusprechen – vom möglichen Besucher über Träger und meinungsbildende Gruppen bis zur Wirtschaft – sind qualifizierte Instrumente gefordert, die gleichzeitig monetäre und inhaltliche Aspekte moderieren und vermitteln können. Allerdings fehlt es den Kultureinrichtungen bisher selbst an fundamentalen Instrumenten, um ihre oft überragenden Qualitäten souverän und profund bewertet in Verhandlungen einzubringen. So existieren bislang keine ernsthaften Ansätze für eine Markenbewertung im Kulturbereich, weshalb sich selbst Institutionen höchsten Renommees in Partnerschaftsvereinbarungen weit unter ihrem Wert verkaufen. Empirische Arbeiten, wie die in diesem Band veröffentlichten zum Themenbereich „Museum und Marke“, setzen erste Grundlagen für einen fundierten Umgang mit dem Thema. Weitere Artikel befassen sich mit Markenstrategien in der klassischen Musik und mit Marken und Marketing im Zeitalter der digitalen Informationsgesellschaft.![]()
Dietrich Eichholtz, Titus Kockel
Von Krieg zu Krieg
Zwei Studien zur deutschen Erdölpolitik in der Zwischenkriegszeit
197 S., Br., € 19,00
978-3-86583-291-7
Erdöl gewann als das Blut der Wirtschaft namentlich im 20. Jahrhundert seine überragende Rolle. Moderne Kriege sind seither ohne den Zugriff auf hinreichende Ressourcen an Erdöl undenkbar. Folgerichtig zählte die Inbesitznahme und Sicherung der Quellen dieses Rohstoffes zu den wesentlichen Kriegszielen der großen Waffengänge im zurückliegenden Jahrhundert. Den Entwicklungen im Gefolge des Ersten Weltkriegs geht die hier von Dietrich Eichholtz vorgelegte Studie nach, indem sie die hochgesteckten Zeile der Siegermächte Großbritannien, USA, Frankreich und Italien beschreibt und die ehrgeizigen deutschen Pläne und ihr vernichtendes Scheitern im Zuge der Versailler Abmachungen schildert. Seinerzeit standen namentlich Vorkommen in Rumänien und im Irak im Brennpunkt, weshalb die Zerschlagung des Osmanischen Reiches oder auch die Enteignung der Bagdadbahn nach der deutschen Kriegsniederlage den Verlust jedweden deutschen Einflusses am zu erwartenden Reichtum aus der Ausbeutung dieser Vorräte noch vertieften. In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre stand der wiedererstarkte deutsche Imperialismus vor der Aufgabe, der schnell wachsenden modernen Technik hinreichend Öl bereitzustellen – wobei der Bedarf der Wehrmacht im Zuge einer beschleunigten Aufrüstung in den dreißiger Jahren diesen Druck noch erhöhte. In der hier abgedruckten Studie von Titus Kockel wird der zuweilen komplizierten Gemengelage in- und ausländischer Interessengruppen bei der Lösung der damit verbundenen Aufgaben nachgespürt und die schließliche Entscheidung Deutschlands zugunsten eines vorrangig betriebenen und langfristig veranschlagten Großausbaus der synthetischen Erzeugung des Öls gezeigt. Dieser Kurs stand beim Weg zur geplanten Neuordnung der Welt Pate und gehörte zu den Fundamenten des 1939 beginnenden Zweiten Weltkrieges.
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Stadt, Handwerk, Armut
Eine kommentierte Quellensammlung zur Geschichte der Frühen Neuzeit
(Hg.Katrin Keller, Gabriele Viertel, Gerald Diesener)
745 S., Gb., € 98,00
978-3-86583-227-6
Stadt, Handwerk und Armut in der Frühen Neuzeit - die drei Begriffe gleichen Kristallisationskernen, an die sich jene Forschungsinteressen anlagern, die jenseits der großen Entwürfe, verallgemeinernden Linienführungen und Überblicksdarstellungen den Fragen nachgehen, die sich vor allem der Sozial-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte zurechnen lassen. Vor allem dieser Ebene fühlen sich die hier versammelten Beiträge verpflichtet. Indem dabei der Weg der Präsentation einer charakteristischen Quelle und ihrer sachkundigen Kommentierung beschritten wird, entstehen zahlreiche Detaileinsichten und gleichzeitig ein facettenreiches Bild vom damaligen Alltag, vom Leben „... ganz unten, wo es konkret ist“.![]()
Die Zisterzienser und ihre Bibliotheken
Buchbesitz und Schriftgebrauch des Klosters Altzelle im europäischen Vergleich
(Hg. Tom Graber, Martina Schattkowsky)
418 S., Gb., € 58,00
978-3-86583-325-9
Für die Klöster des Zisterzienserordens waren das Schreiben und Archivieren entscheidende Medien der Selbstbehauptung und Selbstdarstellung. Doch dienten Buchbesitz und Schriftgebrauch nicht nur der Repräsentation und Liturgie. Vielmehr prägten auch rein pragmatische Gesichtspunkte das Verhältnis der Zisterzienser zur Schriftlichkeit. Dies gilt gleichermaßen für das im Meißner Gebiet gelegene Zisterzienserkloster Altzelle. Im Jahr 1506 ließ Abt Martin von Lochau im Konversenhaus, dem einstigen Dormitorium der Laienbrüder, einen Bibliothekssaal einrichten. Hier fand die berühmte Büchersammlung des Klosters ihren Platz, die nach der 1540 erfolgten Säkularisierung von Altzelle zum Teil in den Besitz der Universitätsbibliothek Leipzig gelangte. 500 Jahre später war die Umfunktionierung des Konversenhauses ein willkommener Anlass, um die Schriftzeugnisse, Wirkungsgeschichte und Baugestalt dieser Altzeller Klosterbibliothek 2006 auf einer Tagung herauszustellen und in den Kontext internationaler Forschung zu rücken. Diesen Themenkreisen widmen sich die Beiträge des nun vorliegenden Sammelbandes.![]()
Roland Opitz
Russische Dichter
152 S., Br., € 24,00
978-3-86583-341-9
Literaturwissenschaftliche Untersuchung zu Block, Puschkin, Lermontow, Tjutschew, Achmatowa und Pasternak.![]()
Roland Bloch
Flexible Studierende?
Studienreform und studentische Praxis
336 S., Br., € 29,00
978-3-931982-66-9
Die Studienreformen im Zuge des Bologna-Prozesses bedeuten eine fundamentale Umstrukturierung des deutschen Studiensystems. Gestufte Studienstrukturen, Modularisierungen, Qualifikationsrahmen, Kreditpunktesystem und studienbegleitende Prüfungen sollen Probleme wie lange Studiendauer und hohe Studienabbruchquote beheben und die Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden fördern. Grundlegende Annahme der Studienreform ist dabei, dass auch die Studierenden durch ihr Verhalten entscheidend zu den attestierten Mängeln des ,alten' Studiensystems beitrügen. Die Studie nimmt die umgekehrte Perspektive ein und fragt, wie Studierende trotz der – gewiss vorhandenen – Probleme des Studiums erfolgreich studieren und welche Konsequenzen die Studienreformen für die studentische Praxis haben.
Anhand einer Diskursanalyse werden die Problemwahrnehmungen und normativen Anforderungen herausgearbeitet, die den Studienreformen zugrunde liegen. Welche Probleme versprechen prominente Reformkonzepte wie Schlüsselqualifikationen und Employability zu lösen, und welche normativen Anforderungen stellen sie an das Verhalten von Studierenden? Die diskursiv vermittelten Wahrnehmungen und Anforderungen werden direkt mit den individuellen Erfahrungen von Studierenden im Studium wie im Alltag in Beziehung gesetzt. Es geht um die Bedeutung von Praktika, die Rolle von Netzwerken, Funktionen des Prüfungswesens, Karriere- und Lebensplanung, soziales Engagement, ,hidden curricula' sowohl des Studiums als auch der studentischen Gemeinschaft sowie studentisches Zeitmanagement.
Gezeigt wird, wie flexibel Studierende sowohl im ,alten' als auch im ,neuen' Studiensystem handeln. Die starke Strukturierung der ,Bologna-Welt' ermuntert zur Entwicklung von Strategien effizienten Studierens auf Kosten jener Handlungsräume, die unter traditionellen Bedingungen die akademische Freiheit der Studierenden konstituierten und individuelle Lernwege ermöglichten.![]()
Andreas Malycha
Die Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR
Zur Geschichte einer Wissenschaftsinstitution unter Bildungsministerin Margot Honecker 1970-1990
320 S., Gb., € 39,00
978-3-931982-55-3
Untersuchungsgegenstand dieser Studie sind die institutionellen, personellen und kognitiven Veränderungen in der zentralen pädagogischen Forschungseinrichtung der DDR während ihrer letzten zwei Jahrzehnte. Durch eine subtile Betrachtung des Arbeitsalltags dieses Hauses entsteht ein Gesamteindruck, der sich nicht allein im Verhältnis von Beherrschung und Unterwerfung abbilden läßt, sondern als Wissenschaftspraxis in einer Diktatur in einem ganz eigensinnigen Spannungsfeld aufscheint.![]()
Ulrike Schwab
Fiktionale Geschichtssendungen im DDR-Fernsehen (II)
Analyse und Dokumentation
279 Seiten, Broschur, 24,50 €
978-3-86583-295-5
Die Aufbereitung und Darstellung von Geschichte in Form von Spielhandlungen war im DDR-Fernsehen bereits in den 1960er Jahren fester Bestandteil der Programmgestaltung. Den zentralen Impuls für die Produktion fiktionaler Geschichtssendungen gab das offizielle politische Denken, das gleichermaßen historisch und visionär ausgerichtet war. Ziel des vorliegenden Buches ist es, den Zusammenhang zwischen gegenwartspolitischer Bedingungslage der Produktion und der fiktionalen Geschichtsdarstellung aufzuzeigen: durch Analyse eine 'historischen Mehrteilers', Dokumentation der Sendungen und ihrer Themen sowie Quellen aus dem Produktionskontext.
Der vorliegende Band ergänzt den Band 28 der Reihe ('Fiktionale Geschichtssendungen im DDR-Fernsehen. Einblicke in ein Forschungsgebiet'), der den Programmtypus anhand von Fallbeispielen vorstellt und veranschaulicht.
LINKS:
Fiktionale Geschichtssendungen im DDR-Fernsehen 1
Datenbank non-fiktionaler Unterhaltungssendungen im DDR-Fernsehen![]()
Geschichte der Universität Leipzig 1409-2009 Gesamtausgabe
5197 S., Gb., 5 Bde i. 6 Büchern € 249,00 ( im Schuber € 264,00)
978-3-86583-310-5
Am 2. Dezember 2009 blickt die Universität Leipzig auf ihren 600. Gründungstag zurück. Ein seither faktisch ununterbrochener Lehrbetrieb erlaubt damit die Rückschau auf immerhin 1.200 Semester an dieser Alma mater.
Gegründet von aus Prag kommenden Studenten im Jahre 1409, und damit die zweitälteste Universität Deutschlands, gewann die in Lehrinhalten und -methoden zunächst durch die Scholastik bestimmte Bildungsstätte rasch an Bedeutung. Im geistigen Klima des Humanismus und der lutherischen Reformation erlebte sie tiefgehende Veränderungen und Umgestaltungen, die in eine notwendige und fruchtbare Erneuerung mündeten und die Universität Leipzig zu einer der modernsten ihrer Zeit machten. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte erfuhr sie eine immer engere Anbindung an den Staat und wuchs als sächsische Landesuniversität in zweierlei Hinsicht: Zum einen wurden die Fakultäten durch die Spezialisierung der Wissenschaften und das Aufkommen neuer Disziplinen einem Differenzierungsprozess unterworfen, der neue Lehrstühle entstehen ließ, zum anderen dehnte sich die Universität geographisch zunehmend über ihren angestammten Bereich im Stadtzentrum hinaus aus.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Alma mater lipsiensis ihre größte Blüte, die nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Aufstieg Leipzigs zu einer Metropole von europäischer Geltung stand. International anerkannte Wissenschaftler und Denker wirkten als Lehrkräfte an altehrwürdigen und neu etablierten Lehrstühlen und befestigten den Ruf der Leipziger Universität als Bildungsstätte von Weltrang. Nach der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts, die für die Universität als Institution und für ihre Angehörigen bis dahin ungekannte Diskontinuitäten und tiefe Einschnitte bedeutete, konnte sich die Hochschule nach 1990 wieder einen Platz unter den führenden akademischen Einrichtungen des Landes zurückerobern und verbindet heute das traditionell breite Fächerangebot mit zukunftsorientierter Innovationsförderung.
Unter Leitung des Historikers Manfred Rudersdorf legt eine Kommission nach mehrjähriger Arbeit eine Universitätsgeschichte vor, die, orientiert an den Maßstäben heutiger Historiographie zu den höchsten Schulen, gestützt auf ein reiches Quellenmaterial und eine breit gefächerte archivalische Überlieferung, die Universität Leipzig in ihrer inneren Entwicklung, in den Beziehungen zur nationalen und internationalen Wissenschaft und zu Partnern in aller Welt sowie in ihren Einbindungen in die Stadt und das Land zeigt.
Das Werk „Geschichte der Universität Leipzig 1409 bis 2009“ gliedert sich in fünf Bände. Die Bände 1 bis 3 stellen die Historie der wichtigsten sächsischen Universität von ihren Anfängen bis zur Gegenwart in chronologischer Folge ausführlich dar: „Spätes Mittelalter und frühe Neuzeit 1409-1830/31“, „Das neunzehnte Jahrhundert 1830/31-1909“ und „Das zwanzigste Jahrhundert 1909-2009“. Die „Fakultäten, Institute und Zentrale Einrichtungen“ behandelt der aus zwei Halbbänden bestehende vierte Band, der damit Einzelentwicklungen nachgeht und die jeweilige fachwissenschaftliche Entfaltung in den Mittelpunkt rückt. Eine mit großzügigen Illustrationen versehene Präsentation der Bauten und Kunstschätze der Alma mater lipsiensis im Band 5 schließt die Ausgabe ab.
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Geschichte der Universität Leipzig, Band 1
Spätes Mittelalter und frühe Neuzeit 1409-1830/31
864 S., Gb., € 72,00
978-3-86583-301-3
In Band 1 der Leipziger Universitätsgeschichte gelangen die ersten vierhundert Jahre der Universität erstmals zusammenhängend zu einer modernen wissenschaftlichen Darstellung. Die drei Autoren Enno Bünz, Manfred Rudersdorf und Detlef Döring zeichnen auf breiter empirischer Quellengrundlage und unter Einbeziehung neuer Forschungsergebnisse die Entwicklung der Alma mater Lipsiensis im Zeitraum 1409 bis 1830 nach. Neben den wissenschafts- und geistesgeschichtlichen Grundlinien finden auch die sozial-, kultur- und verfassungshistorischen Dimensionen der Universitätsgeschichte breite Berücksichtigung. Schwerpunkte der Darstellung sind die Bedeutung der Hohen Schule für die Messestadt und den frühmodernen sächsischen Territorialstaat, die Verortung der Hochschule in der vorindustriellen alteuropäischen Ständegesellschaft sowie die Vernetzung in der internationalen Gelehrtenwelt. Auch zeremonial-, kommu nikations- und mentalitätsgeschichtliche Themen werden, etwa bei der Analyse der universitären Memorial- und Festkultur sowie des studentischen Alltags in den Kollegien, eingehend behandelt. Die Gründungsvoraussetzungen der Alma mater Lipsiensis, die Einstellung der Leipziger Gelehrten zur scholastischen Lehrmethode und Reformation, das Verhältnis von orthodoxem Luthertum und universalem Humanismus sowie die Bedeutung der Universität für die Aufklärung und die bürgerliche Gelehrtenwelt im Gefolge der Französischen Revolution werden auf archivalischer Grundlage untersucht und neu bewertet.
Gründung und Entfaltung
• Leipzigs Wurzeln – Die Universität Prag 1348–1409
• Gründung und Ausstattung der Leipziger Universität 1409
• Lehrbetrieb im Zeichen der Scholastik und des Frühhumanismus
• Die Universität als Korporation zwischen Territorium, Stadt und Kirche
• Leipzig als altgläubige Universität unter Herzog Georg
Weichenstellung für die Neuzeit
• Humanismus, Reformation und landesherrliche Reformen
• Philipp Melanchthon, Caspar Borner und Joachim Camerarius als Akteure
• Der Weg zur großen Universitätsordnung von 1580
• Im Schatten des 30jährigen Krieges – Kontinuitäten und Neuordnung
• Leipzig im Kontext der alteuropäischen Universitätsentwicklung
Anfänge der modernen Wissenschaften
• Vom Abzug der Schweden bis zum Ende des Siebenjährigen Krieges
• Leipzig im Konzert der deutschen Universitäten
• Verfassung und Lehrbetrieb – Disputationen, Vorlesungen, Prüfungen
• Bibliotheken, Forschungsreisen und gelehrte Sozietäten
• Entwicklung der wissenschaftlichen Fachkulturen
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Geschichte der Universität Leipzig, Band 2
Das neunzehnte Jahrhundert 1830/31-1909
600 S., Gb., € 72,00
978-3-86583-302-0
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Geschichte der Universität Leipzig, Band 3
Das zwanzigste Jahrhundert 1409-2009
976 S., Gb., € 59,00
978-3-86583-303-7
In den Jahren der ungeliebten Weimarer Republik suchte die traditionsreiche Universität ihren alten Rang zu behaupten, sah sich aber mit der nationalsozialistischen Machtübernahme massiven weltanschaulichen und politischen Herausforderungen ausgesetzt. Nach dem Ende des Weltkrieges wurde sie umfassenden Umwandlungsprozessen in politisch-ideologischer, wissenschaftspolitischer, organisatorisch-struktureller, personeller und kultureller Hinsicht unterworfen. Die sozialistische Umgestaltung zur Karl-Marx-Universität Leipzig beseitigte die traditionellen Formen der Hochschulautonomie und schränkte unter dem Druck des SED-Zentralismus die individuelle Meinungsfreiheit, die Zweckungebundenheit der Forschung und die Möglichkeit des ungehinderten wissenschaftlichen Diskurses stark ein.
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Geschichte der Universität Leipzig, Bände 4/1 und 4/2
Fakultäten, Institute und Zentrale Einrichtungen
1550 S., Gb., zusammen € 99,00
978-3-86583-304-4
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Geschichte der Universität Leipzig, Band 5
Geschichte der Leipziger Universitätsbauten im urbanen Kontext
796 S., Gb., € 84,00
978-3-86583-305-1
Der fünfte Band ist der baulichen und räumlichen Entwicklung der Leipziger Universität von der Gründung im Jahre 1409 bis zur unmittelbaren Gegenwart gewidmet. Da der größte Teil der älteren Universitätsbauten im 19. und 20. Jahrhundert durch Neubauten ersetzt oder im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und weitere historische Standorte der Universität zu DDR-Zeiten sowie in jüngster Zeit neu bebaut wurden, vermittelt der heutige Gebäudebestand nur noch bedingt ein authentisches Bild von der viele Jahrhunderte umfassenden baulichen Entwicklung der Universität Leipzig.
In diesem Band wird die einstige wie auch die heutige Vielfalt des universitären Bauens in Leipzig rekonstruiert und dargestellt. Schwerpunkte sind die Bau- und Nutzungsgeschichte der Gebäude und Ensembles im Zusammenhang mit der urbanen Entwicklung Leipzigs sowie die kunst- und architekturgeschichtliche Würdigung dieser Bauten. Damit leistet der Band zugleich einen Beitrag zur allgemeinen Geschichte universitären Bauens sowie zur Architekturgeschichte der Stadt Leipzig.
Wie sich die Universität im Laufe ihres Bestehens in der Stadt verortete und deren topographische Entwicklung mitprägte, verdeutlicht eine Serie eigens für diese Publikation entwickelter Karten. Der weiteren Forschung wird der Katalog der Universitätsbauten zugute kommen. Er erfasst alle architekturgeschichtlich relevanten Gebäude, welche sich im Besitz der Universität befunden haben bzw. noch befinden, referiert grundlegende Daten der Bau- und Nutzungsgeschichte und gibt weiterführende Hinweise auf Quellenmaterial und Literatur.
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Zwischen Promotion und Professur
Das wissenschaftliche Personal in Deutschland im Vergleich mit Frankreich, Großbritannien, USA, Schweden, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz
(Hg.Reinhard Kreckel)
408 S., Br., € 29,00
978-3-931982-61-4
Steigende Studierendenzahlen, wachsende Kosten für Lehre und Forschung sowie die Intensivierung der internationalen Bildungs- und Wissenschaftskonkurrenz sind nicht nur ein deutsches Problem. Der Band zeigt auf der Grundlage aktueller Recherchen, wie andere große westliche Hochschul- und Wissenschaftssysteme auf die gleichen Herausforderungen reagieren, wie sie dabei mit ihren gewachsenen Traditionen umgehen und welche Reformen in Angriff genommen werden.
Die akademischen Karrierestrukturen, die im Mittelpunkt der Studie stehen, sind stark von nationalen Eigenheiten und Interessenkonstellationen geprägt und deshalb besonders veränderungsresistent. Wie die vergleichende Studie zeigt, gibt es - bei allen Unterschieden - einen gemeinsamen Nenner für alle anderen europäischen Hochschulsysteme, der sie von Deutschland unterscheidet. Überall gibt es dort unterhalb der Professur den auf Dauer tätigen Lecturer, Docent, Maître de Conférences o.ä. als selbstständigen Hochschullehrer mit eigenen Lehr- und Forschungsaufgaben. Dadurch sind sie in der Lage, mit strukturellen Differenzierungen und gesteigerten Lehranforderungen flexibel umzugehen.
An den deutschen Universitäten fehlt hingegen die Ebene der fest bestallten Dozenten unterhalb der Professur. Sie machen an deutschen Universitäten nur ein bis zwei Prozent des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals aus. Nahezu 80 % des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals ist hier auf unselbstständigen Mittelbaupositionen unterhalb der Hochschullehrerebene beschäftigt, zwei Drittel davon auf befristeten Qualifikations- und/oder Drittmittelstellen. Die traditionelle Hausberufungssperre, die Hürde der Habilitation und die relativ kleine Zahl der Professorenstellen machen die akademische Karriere für sie zu einem besonderen Wagnis.
Der Versuch, mit der Einführung der selbstständigen Juniorprofessur und des 'tenure track' Anleihen beim nordamerikanischen Hochschulsystem zu nehmen und damit diese Hindernisse zu überwinden, zeigt bis jetzt noch keine nachhaltige Wirkung. Die Studie stellt diese und weitere neuere Reformbemühungen in einen international vergleichenden Kontext und schafft damit wichtige Grundlagen für die Abschätzung ihrer Erfolgsaussichten. Eine Reihe von Reformanregungen schließt den Band ab.
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Horst Nalewski
Deutsche Dichterinnen jüdischen Schicksals
Else Lasker-Schüler /Gertrud Kolmar /Nelly Sachs
229 S., Br., € 9,90
978-3-86583-311-2
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Rico Kauerhof
Grundbegriffe des Vergaberechts
171 Seiten, Broschur, € 14,80
978-3-86583-336-5
Das Buch vermittelt Studenten eine Einführung in das Vergaberecht, das durch die starke europarechtliche Beeinflussung in den letzten Jahren ein kompliziertes zweigeteiltes Normengeflecht geworden ist. Gleichzeitig gibt es Praktikern einen Leitfaden an die Hand, der die Orientierung auf diesem Rechtsgebiet erleichtert. Der Band stellt die Grundstruktur des Vergaberechts ebenso dar wie dessen besondere Begrifflichkeiten und ist damit Studienbuch und Nachschlagewerk zugleich.![]()
Focus on English
Linguistic structure, language variation and discursive use. Studies in honour of Peter Lucko
270 S. Gb., € 29,00
978-3-86583-157-6
This book deals with a broad spectrum of topics in English linguistics, ranging from variationist and comparative research in world Englishes, the investigation of second language varieties, the study of academic and political discourse to accounts of verb categories. The authors make use of various methodological and theoretical frameworks, including computational and corpus linguistics, cognitive linguistics, critical discourse analysis and descriptive sociolinguistics. The plurality of topics and approaches reflects not only latest trends in English language studies.
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Transnationale Netzwerke im 20. Jahrhundert
Historische Erkundungen zu Ideen und Praktiken, Individuen und Organisationen
(Hg.Jürgen Mittag, Marcel van der Linden )
332 S., Br., € 25,00
978-3-931982-57-7
Das Konzept des räumlich-territorialen abgegrenzten Nationalstaats unterliegt einem tief greifenden Wandel. Grenzen werden zunehmend durchlässiger, Verflechtungen spielen eine immer wichtigere Rolle. Zentrale Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang Netzwerken als Triebkräften des transnationalen Transfers von Ideen, Meinungsbildungsprozessen und Lebensstilen zu. Diese Netzwerke begründen zugleich Einfluss- und Machtstrukturen.
Netzwerke sind in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen - von lockeren Kontakten bis zu formalisierten Kooperationsstrukturen - organisiert. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten die grundlegende Bedeutung von Netzwerken und von transnationalen Interaktionsprozessen in der Geschichte und zeigen exemplarisch konkrete Ausdrucksformen. Neben der Arbeiterbewegung wird dabei Wissens-, Protest-, normativen und Netzwerken der globalen politischen Ökonomie besonderes Augenmerk gewidmet.![]()
Musik + Wissenschaft = Hugo Riemann
Katalog zur Ausstellung in der Bibliotheca Albertina vom 13. November 2008 - 14. Februar 2009
von Ellen Jünger in Zus. mit Alexander Datz, Michael Fend, Annegret Rosenmüller
76 S., Br., € 14,00
978-3-86583-296-2
Hugo Riemann, dem (Mit)Begründer des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Leipzig, widmete die Universitätsbibliothek Leipzig eine Ausstellung, die dieser Katalog dokumentiert. Riemann musste zeitlebens um eine geachtete Stellung als Geisteswissenschaftler kämpfen, heute gilt er als Autorität - mehr noch, als Anreger und Ideengeber für Musiktheorie und Musikgeschichte. Der Band beleuchtet in Text und zahlreichen Abbildungen Leben, berufliches Wirken und wissenschaftliches Vermächtnis dieses großen Vertreters der frühen Musikforschung.
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Wagnis Wissenschaft
Akademische Karrierewege und das Fördersystem in Deutschland
(Hg.Anke Burkhardt)
693 S. und 1 CD, € 35,00
978-3-931982-58-4
Die Wahl einer akademischen Karriere ist mit schwer kalkulierbaren Risiken verbunden, denn bis zur beruflichen Selbstständigkeit vergehen viele Jahre. Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind daher von fundamentaler Bedeutung für das Wissenschaftssystem in Deutschland. Das Spektrum der Förderung in der Promotions- bzw. Post-doc-Phase reicht von der (befristeten) Mitarbeiterstelle an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung über das Stipendium einer Stiftung oder eines Begabtenförderwerkes bis hin zur Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Das vielfältige, aber für Laien oft unübersichtliche Fördersystem wird in dieser Studie in einem umfassenden Überblick strukturiert dargestellt und verständlich gemacht.
Dazu werden die Stellungnahmen und Empfehlungen hochschulpolitischer und wissenschaftlicher Gremien, Organisationen und Interessenvertretungen ausgewertet sowie die Landeshochschulgesetze und Graduiertenförderungsgesetze synoptisch aufbereitet. Gestützt auf schriftliche Befragungen der Forschungs- und Förderorganisationen und der Ministerien der Bundesländer, die Auswertung empirischer Studien sowie umfangreiche statistische Analysen wird die aktuelle Förderlandschaft abgebildet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Thema Internationalisierung.![]()
Marina Dumbrava
Fernsehen und politischer Wandel in der Republik Moldova
Eine kommunikationsgeschichtliche Analyse zur Medienpolitik 1986-2005
328 S., Gb., € 49,00
978-3-86583-246-7
Die Beziehungen zwischen Politik und Medien können sich innerhalb von Demokratien höchst unterschiedlich gestalten, denn die politischen Kulturen der jeweiligen Staaten durchdringen in hohem Maße deren Medienstrukturen. Wie sich dieses Verhältnis in den post-sowjetischen Transformationsgesellschaften äußert, möchte dieser Band am Beispiel der Republik Moldova untersuchen und dabei das moldauische Medien- und Rundfunksystem mit dem anderer Länder vergleichen. Spezielle Aufmerksamkeit wird dem Fernsehen gewidmet, dessen Sonderrolle im osteuropäischen Transformationsprozess bisher kaum eingehender erforscht wurde.
Der Titel analysiert, wie das Fernsehen die Politik präsentiert, wie es sich eventuell in die Politik einmischt sowie ob und wie sich die politische Berichterstattung dem Zeigezwang des Fernsehens, dem Drang zur Dramatisierung des politischen Geschehens und der Visualisierung und Dramatisierung der Politik beugt.
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Martin Sabrow (Hg.)
Der Streit um die Erinnerung
137 S., Br., € 13,00
978-3-931982-59-1
Die 13. Helmstedter Universitätstage 2007 befassten sich mit dem politischen, kulturellen, generationellen Streit um das zeitgenössische Erinnern, und sie berührten damit eine der Grundfragen unserer historischen Selbstvergewisserung. Das Ausmaß und die Intensität der Vergangenheitsvergegenwärtigung, die unsere Zeit kennzeichnen, sind so raumgreifend und bestimmend geworden, dass Begriffe wie 'Erinnerungskultur' und 'Zeitzeugenschaft' in den letzten beiden Jahrzehnten zu viel gebrauchten Leitbegriffen einer öffentlichen Selbstverständigung geworden sind, die im Erinnern das Geheimnis der Erlösung zu finden meint. Das historische Vergessen hingegen, das vor Zeiten ein Angebot zur Versöhnung bedeutete, hat in unserer Gegenwart keine Konjunktur, sondern steht für belastendes Verschweigen und Verdrängen.
Die Beiträge dieses Bandes gehen dieser gewandelten Beziehung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in historischer wie gegenwartsbezogener Perspektive nach, um nach dem Wandel und nach dem Nebeneinander von erfahrungsgeprägten Geschichtsbildern im europäischen Raum zu fragen.
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Petr Lozoviuk
Interethnik im Wissenschaftsprozess
Deutschsprachige Volkskunde in Böhmen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen
424 S., Gb., € 62,00
978-3-86583-288-7
Die Volkskunde in Böhmen gehört zu jenen Disziplinen, die bis vor kurzem im gesamtgesellschaftlichen Rahmen deutlich ideologische Implikationen aufwiesen und auch politische Konsequenzen hatten. Unter den Bedingungen eines sprachlich und national gemischt entwickelten Landes spielten die Volkskundler seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine immer bedeutendere Rolle. Im Vergleich zur Volkskunde in anderen deutschsprachigen Ländern zeichnete sich die deutschböhmische Volkskunde durch einige Besonderheiten aus. Zu den wichtigsten von ihnen gehört die landesspezifische Gestaltung des „Volkstumskampfes“, an dem zahlreiche Vertreter des Faches beiderseits der Sprachgrenze mehr oder weniger teilnahmen. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Wechselbeziehungen zwischen der volkskundlichen Forschung und der Anwendung das auf diese Weise gewonnen Fachwissens zu ideologischen Zwecken. Besondere Aufmerksamkeit kommt hierbei der institutionellen Verankerung von volkskundlicher Forschung und Lehre an der Deutschen Universität in Prag zu. Thematisiert wird auch die Beziehung der deutschböhmischen Volkskunde zu der tschechischsprachigen volkskundlichen Tradition. Die Arbeit will nicht nur die Aufwertung des Faches und dessen Leistung im „nationalen Kampf“ in Böhmen kritisch summieren, sonder auch einen Beitrag zur aktuellen deutsch-tschechischen Diskussion leisten.
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Doping und Gewaltprävention
(Hg.: Rico Kauerhof, Sven Nagel, Mirko Zebisch)
195 S., € 19,80
978-3-86583-300-6
Der Band "Doping und Gewaltprävention" fasst die Ergebnisse des "1. Leipziger Sportrechtstages" zusammen, den das Institut für Deutsches und Internationales Sportrecht (IDIS) am 21..09.2007 veranstaltete. Nach einer einführenden Reflexion zum Begriff des Sportrechts, wendet sich die Dokumentation ihrem zentralen Thema, der Doping-Problematik, zu. Neben der gerichtlichen Strafbarkeit des Dopings wird auch seine Prophylaxe und Bekämpfung in den Blick genommen. Ein abschließender Artikel diskutiert die Verantwortlichkeit von Sportvereinen in Bezug auf die Gefahrenabwehr bei Veranstaltungen.
1500 Jahre islamische Buchkultur:![]()
Ein Garten im Ärmel
Islamische Buchkultur
Katalog zur Ausstellung in der Bibliotheca Albertina 10. Juli - 27. September 2008 (Hrsg.: Verena Klemm )
76 S., Br., € 12,80
978-3-86583-281-8
Der arabische Gelehrte Al-Jahiz sprach vom Buch als „Garten im Ärmel“ er wusste das Buch als ein „Gefäß voll mit Wissen, Scharfsinn, Scherz und Ernst“ zu loben. Ausstellung in der Bibliotheca Albertina zeigt wetvolle Koranausgaben und Bücher zu Recht, Naturwissenschaft und Medizin, Mystik und Magie sowie Lyrik und Prosa.
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Boris Liebrenz
Arabische, persische und türkische Handschriften in Leipzig
Geschichte ihrer Sammlung und Erschließung von den Anfängen bis zu Karl Vollers
134 S., Br., € 22,00
978-3-86583-293-1
Die Leipziger Universitätsbibliothek beherbergt mit rund 1.500 arabischen, persischen und türkischen Handschriften eine der weltweit größten Sammlungen dieser Unikate und damit einen Schatz von kaum zu bezifferndem Wert. Die Anfänge der Sammeltätigkeit an der Bibliotheca Albertina, die zu diesem kostbaren Fundus führten, reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück und sind mit nicht wenigen abenteuerlichen Geschehnissen verflochten.
Viele Fragen können heute dank der Forschung von Boris Liebrenz beantwortet werden: Wie kamen diese exotischen Schätze in die Messestadt? Wer begann hier mit systematischer Sammeltätigkeit, waren es Bibliotheken oder private Sammler? Wer hat mit den Schriften gearbeitet und welche Ergebnisse sind aus den Erschließungen hervorgegangen? Die oftmals windungsreichen und zuweilen direkt spannenden Geschichten der Handschriften erzählen nicht nur von weltabgewandter Forschung, sondern ebenso von Krieg und Raub, und nicht nur Gelehrte, sondern auch Händler und Soldaten spielen dabei wichtige Rollen.
Die schließliche systematische Erfassung und Katalogisierung an der Universitätsbibliothek Leipzig widerspiegelt ein glanzvolles Stück Leipziger Wissenschaftsgeschichte. Persönlichkeiten wie Georg Jacob Kehr, Johann Jacob Reiske, Heinrich Leberecht Fleischer oder Karl Vollers haben so auch die Grundlagen für die Arbeit ganzer Generationen von Orientalisten gelegt und damit dazu beigetragen, den Ruf der Alma mater Lipsiensis auf diesem Gebiet in die Welt hinauszutragen.
Nicht zuletzt sei erwähnt, dass die hier unternommene Spurensicherung auch in ferne Länder führt. Beispielhaft sei die Rif?´?ya, eine syrische Privatbibliothek, genannt, deren nähere Betrachtung tiefe Einblicke in das Leseverhalten einfacher Menschen im Umgang mit der noch bis in das 19. Jahrhundert blühenden Handschriftenkultur ermöglicht.
Veröffentlichungen des Moldova-Instituts Leipzig, Bd. 3![]()
Dimitrie Cantemir: Fürst der Moldau, Gelehrter, Akteur der europäischen Kulturgeschichte
(Hg.Klaus Bochmann, Vasile Dumbrava)
312 S., Gb., € 39,00
978-3-86583-257-3
Der im westlichen Europa heute unverdientermaßen nur Wenigen bekannte Fürst der Moldau und Universalgelehrte Dimitrie Cantemir (1673-1723) trat als Mittler zwischen mehreren mehreren Kulturen und Völkern auf – besondere Beachtung fanden seine unmittelbar intime Kenntnis und seine Darstellung des Osmanischen Reiches – und machte sich als Wissenschaftler auf den unterschiedlichsten Fachgebieten verdient. So ging er in seinen Schriften theologischen, religionswissenschaftlichen, philosophischen, historischen, geographischen, philologischen, archäologischen und musikwissenschaftlichen Fragen nach und verfasste zudem den ersten rumänischen Roman.
Die in diesem Band versammelten Beiträge gingen aus einer internationalen Tagung, die das Moldova-Institut Leipzig im Juni 2007 veranstaltete, hervor und befassen sich sowohl mit dem „historischen Cantemir“, seiner Persönlichkeit und seinem Werk als auch mit der Rezeption seines Schaffens, der Konstruktion verschiedener Cantemirbilder und der Instrumentalisierung des Fürsten als nationaler oder internationalistischer Topos der Erinnerungskulturen.
Ergänzt werden die Aufsätze durch die Biographie, die sein Sohn Antioch von Cantemir anfertigte.
Contribution a l'histoire intellectuelle de l'Europe
Réseaux du livre, réseaux des lecteurs
Frédéric Barbier, István Monok (Hg.)
237 S., € 22,00
978-3-86583-269-6
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Armelle Lefebvre
Le miroir évidé
Une histoire de la pensée française de l'Allemagne (16e – 18e siècles)
(Deutsch-Französische Kulturbibliothek, Bd. 26)
429 S., € 40,00
978-3-86583-284-9
Der Band gibt auf der Grundlage einer umfangreichen Quellenrecherche einen Überblick zur Semantik der Deutschland-Konzepte in der französischen Publizistik und Philosophie des 18. Jahrhunderts. So entsteht ein facettenreiches Bild von der Wahrnehmung der politischen Konfigurationen des deutschsprachigen Raumes anhand einer lexikologischen Analyse, die den semantischen Befund mit den Interessen verschiedener Gruppen in Frankreich abgleicht, denen je bestimmte Deutschland-Bilder zur Formulierung ihrer eigenen Gesellschaftskonzepte dienten. Zum ersten Mal wird auf diese Weise deutlich, in welchem Maße das Entstehen einer politischen Wissenschaft im Frankreich des 18. Jahrhunderts durch den Deutschland-Bezug des Denkens der Aufklärung beeinflusst war.
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Negotiating Regions: Economic Partnership Agreements between the European Union and the African Regional Economic Communities
306 S., Gb., € 29,00
978-3-86583-237-5
The Cotonou Agreement of June 2000 substantially changed the regime for trade between the European Union and the African, Caribbean and Pacific (ACP) states by installing a system of trade and co-operation agreements, to be known as Economic Partnership Agreements (EPAs). The EPAs were conceived as a very broad undertaking, covering not only merchandise trade, but also trade in services, investment, and larger development issues. But the impact of the EPAs goes far beyond the economic realm, as the title of this volume suggests. While the formal meaning of “Negotiating regions” is obvious – regional groupings are the EPA negotiators -, the substantial meaning reveals itself less straightforward: the proclaimed EU objective to reinforce regional integration, especially in Africa, is far from being assured. The EPA negotiations have led to a deterritorialisation of parts of the continent, i.e. in some cases they disrupted ongoing integration exercises. At the same time they have also led to a reterritorialisation of Africa, i.e. they fostered the development of new regional groupings. In conclusion, EPAs contribute to a geographically even more diverse landscape of regional groupings in Africa on the one hand and to a technical streamlining of ongoing integration exercises on the other. In this volume international experts on African studies and global economics discus aspects related to the EPAs and the challenges, questions and advantages they create for the trade between the EU and Africa and the development of the African continent.
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Silja Klepp
Negotiating the Principle of Non-Refoulement in the Mediterranean Sea:
Missions, Visions and Policies at the Southern Borders of the European Union
(Working Paper Series of the Graduate Centre Humanities and Social Sciences of the Research Academy Leipzig, Bd. 1)
22 S., € 9,90
978-3-86583-320-4
The situation of refugees in the Mediterranean has become more difficult. During the past few years the border-ocean between Europe and Asia has become an EU-policy crucible. In the midst of the tightening of EU border controls and refugee protection claims, supranational, national and local actors find themselves in a phase of legal insecurity and negotiation.
This paper is based on ethnographical research carried out in Libya, Italy and Malta. It sheds light on the different actors' pratices at sea and in the surrounding border region. It also explores how new parameters for refugee protection are emerging in the border regions of the European Union.
The Paper argues that the policy practices of the co-operation between Italy and Libya as well as the informal operational methods carried out in the Mediterranean Sea function as a trailblazer of the overall refugee policy of the EU. In the long term, some of these practices will affect and change the legal basis and the formal regulations of the European refugee regime. The principle of non-refoulement could first be undermined and then abolished in this process.
Using an approach that combines the empirical study of the border regions with a legal anthropological perspective, my paper analysis the Union's processes of change and decision-making on local, national and supranational levels and their interconnections.
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Pavel Kolár
Geschichtswissenschaft in Zentraleuropa
Die Universitäten Prag, Wien und Berlin um 1900
(Akademischen Verlagsanstalt AVA: Geschichtswissenschaft und Geschichtskultur im 20. Jahrhundert, Bd. 9)
2 Bde., 580 S., Br., € 39,00
978-3-931982-54-6
Der Band versucht, am Beispiel von drei deutschsprachigen Universitäten Zentraleuropas – Prag, Wien und Berlin – die institutionellen und intellektuellen Wandlungen der Geschichtswissenschaft während der „zweiten Phase“ der Institutionalisierung und Verwissenschaftlichung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu den 1930er Jahren längsschnittartig zu beschreiben und dabei eine Interpretationsperspektive anzubieten, in deren Mittelpunkt institutionelles Handeln und fachliches Selbstverständnis individueller Historiker stehen. Die Transformation der Geschichtswissenschaft um 1900, so die Grundannahme dieser Arbeit, war weder Folge mächtiger äußerer Strukturen noch Ergebnis rein ideeller Bewegungen der Wissenschaft, sondern resultierte aus dem praktischen Handeln individueller Wissenschaftler. Wie handelten Wissenschaftler, um ihre Reformentwürfe an den Universitäten durchzusetzen? Wie verliefen die Kämpfe um „Innovation“ und „Modernisierung“? Wie wirkten sich die institutionellen Kleinverhältnisse auf die intellektuelle Gestaltung des Faches aus? Wie änderte sich das fachliche Selbstverständnis der Historiker im Zuge dieses Wandels. Diesen Fragen geht Pavel Kolá? in seiner Studie ausführlich nach.
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Theodor-Litt-Jahrbuch Band 6/2009
215 S., € 17,00
978-3-86583-299-3
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Katja Gelhaar
„Jeder kocht sein eigenes Süppchen“
Esskultur und Identität der Kreolen auf La Réunion
123 S., Br., € 22,00
978-3-86583-278-8
La Réunion, die kleine französische Insel mitten im Indischen Ozean ist ein Ort, an dem sich nicht nur die aus verschiedenen Erdteilen stammenden Einwohner, sondern auch die von ihnen eingeführten Gewürze und Nahrungsmittel miteinander vermischt haben. Auf der aktiven Vulkaninsel, dem „verrückten Boot“, wie La Réunion auch scherzhaft genannt wird, essen die Bewohner, die Kreolen, indisch, chinesisch, französisch, afrikanisch. Die vorliegende Ethnographie bietet einen detaillierten Einblick ins Alltagsleben der Kreolen und zeigt, welche Bedeutung das Kochen und das Essen zwischen Tradition und Moderne, Jung und Alt, Eigenart und Experimentierfreudigkeit, Stadt und Land, Hoch- und Tiefland haben. Eine Vielzahl an Rezepten dokumentiert, dass Feuer nicht nur unterm Kochtopf, sondern auch darin – in Form von Chilipfeffer – die kreolischen Gaumen erfreut.
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Lea Höfel
Behavioral and Electrophysiological Indices of Processing Aesthetics of Graphic Patterns and Human Faces
Leipzig Series in Brain Cognition and Language, Vol. 1
115 S., € 22,00
978-3-86583-289-4
Human aesthetic processing represents a very interesting, albeit complex research topic. The processing of objects, faces, landscapes, graphic patterns and the like is influenced by a variety of factors such as symmetry, complexity, novelty, processing fluency or typicality. These are factors that relate to the object's characteristics. Furthermore, observer-related factors such as personal concepts, attitudes, expectations, emotions, culture and taste play a role in aesthetic evaluations as well.
Aesthetic appreciation was investigated from a largely objectivistic viewpoint, focusing on stimulus characteristics. The study of processing characteristics of aesthetic appreciation per se, such as its sub-processes and and their mental chronometry, has not been in the main focus of research yet.
The present thesis uses the method of electrophysiological recordings and behavioral measurements in order to augment findings on processes underlying aesthetic appreciation of beauty of graphic patterns and human faces.
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"Amerika, ein Land der Zukunft"?(Hrsg. Steffen Höhne)
Kulturpolitik und Kulturförderung in kontrastiver Perspektive
264 S., Br., € 33,00
978-3-86583-277-1
In diesem Band werden das Stiftungswesen und die Formen der Kulturförderung in den USA beleuchtet. Zunächst wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert die Kultur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einnimmt und welche Art Kulturpolitik betrieben wird. Anhand von Beispielen aus den Bereichen der Musik, der Kunst und des Museumswesens werden Möglichkeiten der Finanzierung aufgezeigt. Dabei wird offensichtlich, dass die amerikanische Kulturszene vor allem von der Gunst privater Spender profitiert und ohne diese nicht existieren könnte. Herauszuheben sind die Aufsätze zum bürgerlichen Engagement, zur Bedeutung des Stiftungswesens in den USA und schließlich zu den so genannten Membership Programs amerikanischer Museen. Eine Lektüre dieses Buches gewährt nicht nur Einblick in die Kulturpolitik der Vereinigten Staaten, sondern lädt zum Vergleich mit dem Kultursektor des eigenen Landes ein – Übernahme und Weiterdenken der amerikanischen Herangehensweise nicht ausgeschlossen.
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Die Tschechoslowakei 1945/48 bis 1989
Studien zu kommunistischer Herrschaft und Repression (Hrsg.: Pavel Žácek, Bernd Faulenbach, Ulrich Mählert)
239 S., Gb., € 29,00
978-3-86583-264-1
Der Sammelband gewährt einen ersten Überblick zur politischen Repression namentlich in den fünfziger und sechziger Jahren in der Tschechoslowakei, der ein eindrucksvolles Gesamtpanorama entwickelt und dabei auch manche bisher unbekannten Facetten der Geschichte unseres Nachbarlandes offen legt. Die Autoren haben ein besonderes Augenmerk auf Momente der Kooperation von StB und MfS gelegt. Das Bild der treuen Gefolgschaft der Sowjetunion auch auf diesem Gebiet wird dabei ebenso klar konturiert wie das insgesamt enge und effiziente Zusammenwirken mit den Organen der DDR. Einzelheiten dieser – zuweilen politisch brisanten – vielschichtigen Verflechtung und Verknüpfung deutscher und tschechoslowakischer Geschichte in jenen Jahren wird der deutsche Leser mit größtem Gewinn lesen.
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Günter Mühlpfordt
Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708)
63 S., Br., € 12,00
978-3-86583-275-7
Günther Mühlpfordt kennt wie kaum ein anderer Leben und Werk des Universalgelehrten, der heute völlig zu Unrecht im Schatten von Leibniz und Thomasius steht. Der aus der Oberlausitz stammende Ehrenfried Walther von Tschirnhaus gilt als einer der „Väter der Deutschen Frühaufklärung“. Seine Interessen waren weit gefächert: Neben der Vorliebe für die Mathematik und die Physik forschte er u.a. auf den Gebieten der Mineralogie, der Astronomie und der Anatomie. Seine Verdienste in der Didaktik und der Philosophie, die von Spinoza und Descartes stark beeinflusst war, bleiben in der vorliegenden Studie nicht unerwähnt. Anliegen des Lebensbildes ist es, Tschirnhaus' beachtliche Kenntnisse auf den verschiedensten Wissensgebieten aufzudecken, seinen Anteil an der Porzellangewinnung zu beleuchten und seine unternommenen Anstrengungen für die Errichtung von Wissensakademien zu würdigen.
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Sozialmedizinische und gesundheitliche Auswirkungen besonderer Lebensumstände
(Hrsg.: Jochen Ernst, Heide Götze)
197 S., Br., € 24,00
978-3-86583-231-3
Die Autoren dieses Bandes leitet das Anliegen, psychosoziale Folgen besonderer Lebensumstände nicht auf der Ebene grundsätzlicher Erwägungen, sondern in enger Verbindung mit der heutigen sozialmedizinischen Forschungspraxis zu erörtern. Aus diesem Blickwinkel handelt es sich um fass- und beschreibbare individuelle und soziale Entwicklungen und Veränderungen, die von den betroffenen Personen wahrgenommen und reflektiert werden und die nicht selten mit gravierenden Folgen für deren Lebenssituation – etwa in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit oder die Realisierung elementarer körperlicher Funktionen – einhergehen. Dabei geht es nicht nur um pathogene Wirkungen derartiger Ereignisse, sondern ebenso um die Möglichkeiten ihrer Kommunikation sowie um die Diskussion zu den hierzu erforderlichen Versorgungsstrukturen.
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Der 17. Juni 1953 im Spiegel sowjetischer Geheimdienstdokumente
33 geheime Berichte über die Ereignisse in der DDR
(Zeitfenster – Beiträge der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Band 4 (Hrsg Klaus-Dieter Müller, Joachim Scherrieble, Mike Schmeitzner))
149 S., Br., € 22,00
978-3-86583-272-6
Das landesweite Aufbegehren in der DDR gegen die SED-Diktatur im Juni 1953 reifte über die Station des Arbeiteraufstandes zum Volksaufstand heran, wodurch die politische Ordnung des jungen ostdeutschen Staates existentiell bedroht wurde – soweit die Erkenntnislage der Geschichtsschreibung. Zweifellos hätte ebenso wenig wie die Parteiführung die Regierung Ulbricht diese Krise allein nur mit den eigenen Kräften meistern können. Erst die sowjetischen Panzer demonstrierten die Stärke einer nicht überwindbaren Kraft und verhinderten so den drohenden Dammbruch.
Was haben die damaligen Moskauer Funktionäre und Politiker tatsächlich gewusst, wie detailliert und wahrheitsgetreu waren sie über die sich dramatisch zuspitzende Situation in der DDR im Bilde? Lange blieben diese Einsichten verwehrt. Erst eine Aktenöffnung fünfzig Jahre nach den Geschehnissen von 1953 ermöglichte es, hierüber Klarheit zu gewinnen.![]()
Roma- /Zigeunerkulturen
in neuen Perspektiven
Tsiganologie, Band 1, Herausgeber.: Fabian Jacobs u. Johannes Ries
297 S., Br., € 24,90
978-3-86583-255-9
Menschen knüpfen die verschiedensten Beziehungen, halten ihre Kulturen stets in Bewegung und schaffen sich immer auch Refugien der Vielfalt. Die in diesem Band versammelten Autoren dokumentieren das Innovationspotential, welches eine ethnologische Beschäftigung mit den Kulturen der Roma/Zigeuner in sich birgt. An konkreten Beispielen beleuchten sie multiperspektivisch den kulturellen Austausch zwischen Roma/Zigeunern und den sie umgebenden Mehrheitsgesellschaften in Südamerika, West- und Osteuropa und Mittelasien.Inhalt / Content
Einleitung / IntroductionBERNHARD STRECK
Kultur der Zwischenräume - Grundfragen der TsiganologieJUDITH OKELY
Gypsy Justice versus Gorgio Law - Interrelations of DifferenceOLAF GÜNTHER
Praktizierte Relationen - Das „Zigeunerische" in Ordnungsvorstellungen bei Zigeunergruppen und der Mehrheitsbevölkerung MittelasiensTHERESA LORENZ
Musikkulturen der Zigeuner - Regionale Vielfalt im transnationalen DiskursLÁSZLÓ FOSZTÓ
Taking the Oath - Religious Aspects of the Moral Personhood among the RomungreMARIA ELISABETH THIELE
Geschichte und Mystifizierung der Zigeuner in BrasilienELISABETH TAUBER
"Do you remember the time we went begging and selling" - The Ethnography of Transformations in Female Economic Activities and Its Narrative in the Context of Memory and Respect among the Sinti in North ItalyUDO MISCHEK
Die Straße der Handwerker - Roma in IstanbulMAREK JAKOUBEK & LENKA BUDILOVÁ
Verwandtschaft, soziale Organisation und genealogische Manipulationen in cigänske osady in der OstslowakeiHUUB VAN BAAR
Scaling the Romani Grassroots - Europeanization and Transnational NetworkingFABIAN JACOBS
„Reich, aber ohne Rang" - Mittel und Wege sozialen Aufstiegs bei den Gábor in SiebenbürgenJOHANNES RIES
Writing (Different) Roma /Gypsies – Romani /Gypsy Studies and the Scientific Construction of Roma /GypsiesAutoren / Authors
Dank / Acknowledgements
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Erinnerungsorte an den Holodomor 1932 /33 in der Ukraine
183 S., Br., € 29,00
978-3-86583-261-0
Die als Holodomor bezeichnete große Hungerkatastrophe in der Ukraine 1932/33 zählt zu den großen Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Innerhalb von zwei Jahren wurden Millionen Menschen wissentlich und vorsätzlich dem Hungertod preisgegeben. Die stalinistische Sowjetunion setzte alles daran, den Widerstand der Landbevölkerung gegen die Kollektivierung zu brechen. Die unerbittlich durchgeführte Beschlagnahmung aller Lebensmittel und des Saatguts, Deportationen und Strafexpeditionen forderten unzählige Opfer, darunter viele Kinder. Durch die Sowjetunion wurden die Hungerepidemie und ihre Opfer tabuisiert. Erst mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte über dieses Verbrechen geforscht und öffentlich geredet werden. Heute gilt der Holodomor in der Ukraine als die größte nationale Tragödie im 20. Jahrhundert.
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt in diesem Band 342 Orte in der Ukraine vor, die an den Holodomor erinnern. Die einzelnen Beiträge beschreiben Gedenkzeichen in allen Teilen des Landes und vermit- teln auf diese Weise einen Eindruck vom Ausmaß der Katastrophe. Sie zeigen zudem, wie heute mit dem schweren Erbe der Aufarbeitung des Holodomor umgegangen wird.
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Zwischen Experiment und Etablierung
Die Programmentwicklung des DDR-Fernsehens 1958 bis 1963
Herausgeber Claudia Dittmar, Susanne Vollberg
497 S., Br., € 36.00
978-3-86583-208-5
Mit seiner Entwicklung zum Massenmedium Ende der 1950er Jahre gelangte das Fernsehen der DDR zunehmend in das Blickfeld der politischen Staats- und Parteiführung. Seit dem offiziellen Programmstart im Jahr 1956 setzte sich die dynamische Aufbauphase des Fernsehens bis zu einer Phase der Konsolidierung fort: Das Sendevolumen stieg kontinuierlich an, ab 1957 sendete das DDR-Fernsehen täglich und differenzierte sein Angebot deutlich aus. In dem Zeitraum zwischen 1958 und 1963, der unter anderem durch die Bitterfelder Konferenz 1959 und den Mauerbau 1961 geprägt war, etablierte sich eine feste Programmstruktur, in der filmische Formen und Informationssendungen dominierten. Dabei geriet das DDR-Fernsehen zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen ideologischem Auftrag, Zuschauererwartungen und fernsehimmanenten Möglichkeiten und Bedingungen.
Dieser Band untersucht, wie sich das DDR-Fernsehen in seiner Aufbauphase in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren entwickelt und verändert hat. Dabei werden das Gesamtprogramm und seine Rahmenbedigungen sowie die Entwicklungen einzelner Programmgattungen in den Blick genommen - auf der Suche nach Anfängen und Fortsetzungen im Sportprogramm, in den Familienserien, im Dokumentarfilm und in anderen Formen.![]()
Bologna verändert die Lehrerbildung
Auswirkungen der Hochschulreform
248 S., Br., €
978-3-86583-274-0
Im Rahmen des Bologna-Prozesses wird auch die Lehrerbildung an gestufte Studiengänge angepasst. Dieser Band beschreibt, wie dies an den Universitäten Hamburg, München (TU), Braunschweig und Mannheim geschieht und welche Erfahrungen mit dieser Umstellung gemacht wurden. Generell betrachtet verdeutlichen alle Beispiele, dass die Integration von Schulpraxisstudien ohne Qualitätsverlust möglich ist. Dies zeigen insbesondere die zahlreichen Evaluationen, von denen in diesem Band berichtet wird. Darunter befinden sich auch zwei Längsschnittuntersuchungen, die die Veränderungen von Berufseinstellungen bzw. Kompetenzen (Sozial-, Methoden und Personale Kompetenzen) in den ersten Studiensemestern untersuchen.
Angesichts der Relevanz einer empirisch gestützten Eignungsberatung für Lehramtsstudierende, auf die in letzter Zeit verstärkt durch verschiedene Autoren hingewiesen wurde, regt dieser Band auch eine Diskussion über Eignungskriterien und Beratungsmöglichkeiten für das Berufsziel der Lehrerin oder des Lehrers an.
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Förderung von Mehrsprachigkeit als Aufgabe der Schule
Entwicklungen in Europa - Erfahrungen in sächsischen Grundschulen
Herausgeber Katrin Reichel-Wehnert, Dieter Schulz
100 S., Br., € 19.00
978-3-86583-267-2![]()
Die Familie von Bünau
Adelsherrschaften in Sachsen und Böhmen vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Herausgeberin Martina Schattkowsky
536 S., Gb., € 62.00
978-3-86583-235-1
Mit diesem Sammelband über die Geschichte der Bünaus in Sachsen und Böhmen bietet sich die Chance, spezielle Fragen der modernen Adelsforschung am Beispiel einer einzelnen Niederadelsfamilie zu thematisieren, ohne dabei die Bezüge zu anderen Adelslandschaften im Alten Reich und im europäischen Kontext aus dem Blick zu verlieren.
Die Beiträge widmen sich den Strukturen der Bünauschen Herrschaft, den hochmittelalterlichen Ausgangsbedingungen und den Grundlagen des spätmittelalterlichen Aufstiegs der Bünaus zu einem der bedeutendsten Niederadelsgeschlechter des wettinischen Herrschaftsraums. Ausblicke auf adliges Wirtschaften und materielle Existenzsicherung gehören ebenso dazu wie das politische Engagement des Adels im Fürstendienst. Darstellungen über adlige Repräsentation, über Bildung und Buchbesitz sowie über Ausdrucksformen von Adelsfrömmigkeit und Strategien adliger Selbstbehauptung im 18. Jahrhundert runden das Themenspektrum ab. Bezogen auf das frühe 19. Jahrhundert geraten Aspekte der sozialen Identität und der Selbstdefinition des Adels in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Eine wichtige Rolle spielen schließlich grenzüberschreitende Familienbeziehungen der Bünaus zwischen Sachsen und Böhmen, die sich etwa anhand von Heiratsverbindungen sowie auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene festmachen lassen. Besonders in gesellschaftlichen Umbruchzeiten oder in Krisensituationen des Dreißigjährigen Kriegs konnten diese mit dazu beitragen, den Fortbestand und das „Oben-Bleiben“ des Geschlechts zu sichern.![]()
Wandel der Lernkulturen an Schulen und Museen
Paradigmenwechsel zwischen Schul- und Museumspädagogik
Herausgeber Arnold Vogt, A. Kruze, Dieter Schulz
409 S., Br., € 36.00
978-3-86583-249-8![]()
Silke Satjukow
"Befreier" - Mythos und Medien deutsch-sowjetischer Freundschaft
250 S., zahlr. Abb., Gb., € 29,00
978-3-86583-252-8
Die Kommunikations- und Kulturgeschichte der Anwesenheit sowjetischer Truppen im östlichen Teil Deutschlands vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die neunziger Jahre ist. wiewohl ein zentrales Element des gesellschaftlichen Lebens in der SBZ/DDR, bis heute ungeschrieben. In einer reich illustrierten Studie geht die Autorin den Entwicklungen und Veränderungen nach, die sich in der Wahrnehmung und Praxis des Zusammenlebens vollzogen und kann nicht wenige Annahmen und Mutmaßungen korrigieren -die lebendige Darstellung zeichnet ein viel facettenreicheres Bild, als weit verbreitete Stereotype zu erfassen vermögen. Zudem geht von dieser Pionierleistung der Impuls aus. sie durch regionale Fallstudien zu ergänzen.
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Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah
Spitäler in Dresden
Vom Wandel einer Institution (13. bis 16. Jahrhundert)
581 S., Gb., € 62.00
978-3-86583-163-7
Wie in den meisten mittelalterlichen Städten bestanden auch in Dresden verschiedene Hospitäler. Sie dienten zur Aufnahme und Versorgung von Alten und Kranken und waren für Lepröse ebenso bestimmt wie für Fremde und Pilger. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die gesellschaftliche Funktion dieser Einrichtungen für die Stadt Dresden vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Eingebunden in eine mittelalterlich-frühneuzeitliche Fürsorgepolitik und ausgehend von wechselnden politisch-wirtschaftlichen Machtverhältnissen werden die Wandlungsprozesse der Institution Hospital und ihrer Leistungen herausgestellt. Darüber hinaus kommen Menschen zu Wort, die um Aufnahme in die Hospitäler nachsuchten. Aus der Perspektive der Bittsteller erfährt die Leserschaft, welche Gründe zu einem solchen Aufnahmewunsch führten, was man sich von einem Leben im Hospital versprach und welche Rolle dabei die Hospitalordnung mit ihren Vorschriften für ein gemeinschaftliches Leben spielte.
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Ostsiedlung und Landesausbau in Sachsen
Die Kührener Urkunde von 1154 und ihr historisches Umfeld
Herausgeber Enno Bünz
512 S., Gb., € 62.00
978-3-86583-165-1
Die Ostsiedlung gehört zu den epochalen Vorgängen der mittelalterlichen Geschichte, die Europa geschaffen haben. Im Zuge dieses Prozesses hat Sachsen sein Gesicht grundlegend verändert. Die meisten Städte, Dörfer und Kirchen, die das Land bis heute prägen, wurden seit dieser Zeit angelegt. Herrschaftsbildung und Siedlungsgründung, Mission und Aufbau der kirchlichen Organisation gingen Hand in Hand. Neben den Markgrafen von Meißen, dem staufischen Königtum und dem Adel beteiligten sich auch geistliche Herrschaftsträger am Siedelwerk. Am 22. November 1154 stellte Bischof Gerung von Meißen eine Urkunde aus, mit der er Einwanderern aus Flandern das Dorf Coryn übergibt und den Siedlern bestimmte Rechte verleiht. Die Kührener Urkunde gehört zu den zentralen Quellenzeugnissen der deutschen Ostsiedlung.
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Günter Fippel
Demokratische Gegner und Willküropfer von Besatzungsmacht und SED in Sachsenhausen (1946 bis 1950)
Das sowjetische Speziallager Sachsenhausen – Teil des Stalinschen Lagerimperiums
Unter Mitarbeit von Paul Radicke herausgegeben und Redaktion: Klaus-Dieter Müller und Mike Schmeitzner
284 S., Gb., € 32,00
978-3-86583-251-1
Die Geschichte der sowjetischen Speziallager auf deutschem Boden nach Ende des Zweiten Weltkrieges gehört zu den bislang allzuwenig erschlossenen Feldern zeitgeschichtlicher Forschung. In dieser Unterbelichtung des Gegenstandes liegt einer der Gründe, weshalb Diskussionen hierzu auch häufig mit Emotionen verbunden sind. Zur Brisanz des Themas trägt freilich ebenso bei, daß Vergleiche zwischen Apparat und Praxis nationalsozialistischer Repression und stalinistischer Unterdrückung ein unverändert kontrovers diskutiertes Sujet sind, in das die beteiligten Seiten gewichtige Argumente einbringen. In der Situation einer also noch längst nicht abschließend geführten Diskussion ist eine empirische Bestandsaufnahme umso willkommener, als sie angesichts prinzipiellen Streits jene Tatsachen und Entwicklungen für die Nachwelt sichert, die bislang nicht hinreichend dargestellt worden sind bzw. mit dem Verlust der Zeitzeugen für immer verloren gehen können. Günter Fippels Untersuchung zum sowjetischen Speziallager in Sachsenhausen, dem wohl bekanntesten Lager dieser Art, erhebt zunächst und vor allem den Anspruch, diesem lange verdrängten Kapitel geschichtlicher Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen. Er beschreibt dazu den Umbau des vormaligen NS-Konzentrationslagers zum Speziallager, gewährt bislang so nicht gelesene Einblicke in den Lageralltag und präsentiert in Form von Fallbeispielen repräsentative Einzelschicksale, die Häftlinge am Ort erlitten. Eine zweifellos komplizierte Fragestellung nimmt der Autor im abschließenden Teil in den Blick, der Sachsenhausens Platz im System des sowjetischen GULag zu bestimmen sucht. Denn unstrittig bleibt das Recht der Alliierten nach 1945, Veranwortliche für die Kriegsvebrechen zu bestrafen und dabei auch Härte zu zeigen. Daß darüber hinaus sehr viele Unschuldige in den Sog dieses menschenverachtenden Apparates hineingerissen wurden, gehört zu den großen Tragödien, deren geschichtlicher Platz noch der genauen Bestimmung harrt. Insoweit ist diese Einbettung fern jeder Auf- oder Abrechnung ein Gewinn, der dem Buch den Charakter einer Pionierstudie verleiht. Es wird künftighin zu den Standardwerken zum Thema zählen.![]()
Stadt, Handwerk, Armut
Kommentierte Quellen Sammlung zur Geschichte der frühen Neuzeit
(Herausgegeben von Katrin Keller, Gabriele Viertel, Gerald Diesener)
684 S., Gb., € 98,00
978-3-86583-227-6
In über sechzig Beiträgen konzentriert sich dieser Sammelband auf die Kombination jeweils einer Quelle mit ihrer peniblen Kommentierung, um so der Beschäftigung mit der Frühen Neuzeit einen Einstieg jenseits der historiographischen Standardwerke und Lehrbuchtexte zu ermöglichen. Diese Sammlung darf als Studienband in der fachwissenschaftlichen Ausbildung in Zukunft höchste Aufmerksamkeit beanspruchen, ebenso ist sie als Lesebuch für Geschichtsinteressierte eine reiche Fundgrube.![]()
Gefährdete Jugendliche
Aspekte sozialer Arbeit in Lettland und in Deutschland
Herausgeber.: Aida Kruze, Dieter Schulz, Christian von Wolffersdorff
308 S., Br., € 28,00
978-3-86583-245-0
In allen europäischen Ländern werden derzeit Fragen zur Bildung, Erziehung und sozialpädagogischen Betreuung von Jugendlichen heftig diskutiert. Eine erschreckende Serie von Kindesmisshandlungen in Deutschland hat zum verstärkten Nachdenken über neue Formen öffentlicher Kontrolle und staatlicher Intervention in die familiäre Erziehung geführt. Die fortbestehenden Probleme des deutschen Bildungssystems verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Hinzu kommen weitere pädagogische Problematiken wie Sucht, Delinquenz und Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen vor dem Hintergrund zunehmender Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen. Die in diesem Band enthaltenen Beiträge setzen sich intensiv mit den benannten Schwierigkeiten und deren Bedeutung für Schule, Jugendhilfe und Justiz auseinander und zeigen positive Entwicklungen anhand von sozialpädagogischen Angeboten in Lettland und Deutschland.
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Lothar Kalb
Sendboten Olympias
Die Geschichte des Ausländerstudiums an der DHfK Leipzig
311 S., Gb., € 29,00
978-3-86583-241-2
„Den Frieden lieben, das Leben achten!“ Dieser Ausspruch des Begründers der Olympischen Spiele der Neuzeit, Baron Pierre de Coubertin, hatte für die Aus- und Weiterbildung ausländischer Sportfachexperten an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig eine sinnstiftende Bedeutung. Der Autor schreibt in einem persönlich geprägten Erinnerungsbuch über die Geschichte der Leipziger Sporthochschule. Es werden anhand von vielfältigen Fakten, Sachverhalten und Namen die sportwissenschaftlichen Rahmenbedingungen für alle Studien- und Lehrgangsformen des Ausländerstudiums an der DHfK thematisiert.
Über 2.400 Diplomsportlehrer, Trainer sowie Sportwissenschaftler aus 94 Ländern, darunter aus 42 afrikanischen Staaten, wurden an der DHfK vorrangig als Solidaritätsbeitrag des DDR-Sports für die Entwicklungsländer qualifiziert.
Das Diplom oder die Promotionsurkunde der DHfK waren ein international anerkanntes Gütesiegel. Die ausländischen
Absolventen der DHfK arbeiten bis heute als „Sendboten Olympias" in allen Bereichen der nationalen Körperkultur ihrer Heimatländer oder wirken aktiv in unterschiedlichen Funktionen in den internationalen Gremien des Sports und der Sportwissenschaft.
Dr. h. c. Sam Ramsamy (Südafrika), Mitglied der Exekutive des IOC, und Dr. Hassan Moustafa (Ägypten), Präsident
der Internationalen Handballföderation, beide Absolventen der DHfK, haben zu diesem Band mit jeweils einem Geleitwort beigetragen.
Doz. Dr. paed. habil. Lothar Kalb, geb. 1936, war nach dem Studium der Germanistik und Geschichte fast 30 Jahre in verantwortlichen Funktionen in der Aus- und Weiterbildung ausländischer Sportfachexperten an der DHfK Leipzig tätig, davon von 1972 bis 1990 Direktor des Instituts für Ausländerstudium.![]()
Sönke Friedreich
Autos bauen im Sozialismus
Arbeit und Organisationskultur in der Zwickauer Automobilindustrie nach 1945
560 S., Gb., € 78,00
978-3-86583-103-3
Der Mikrokosmos des Entstehens des legendären Trabants ist das Untersuchungsfeld dieser volkskundlichen Studie. In der Rückschau wird ermittelt, wie sich das Alltagsleben und insbesondere die Arbeitserfahrungen von Beschäftigten der DDR-Automobilindustrie entwickelten. Kontinuität und Wandel in dieser verschwundenen Arbeitswelt sind ein spannendes Sujet, und die Resultate der Analyse konterkarieren manch mittlerweile lieb gewordenes (Vor)Urteil.
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Uta Franke
Sand im Getriebe
Die Geschichte der Leipziger Oppositionsgruppe um Heinrich Saar 1977 bis 1983
287 S., Br., € 19,00
978-3-86853-230-6
Leipzig im September 1978. Rund um das Völkerschlachtdenkmal herrscht hektische Betriebsamkeit von Polizei und Staatssicherheit. Jemand hat an dem Monument die Losung 'FREIHEIT FÜR BAHRO' angebracht. Schon bald kommt die Staatsmacht den Sympathisanten des Dissidenten, der ein Jahr zuvor mit seinem Buch 'Die Alternative' für Aufregung sorgte, auf die Spur. Diese gehören zum Freundeskreis um den alten Kommunisten Heinrich Saar, der wegen seiner Kritik an der SED bereits inhaftiert gewesen ist. Die jungen Leute versuchen, mit solchen Aktionen auf Missstände in der DDR aufmerksam zu machen, ohne den Sozialismus als Staatsform zunächst grundsätzlich in Frage zu stellen. Doch die Reaktion der SED-Justiz ist unbarmherzig. Auf Verhaftung und Verurteilung folgt der Strafvollzug in den Haftanstalten Hoheneck, Cottbus und Bautzen.
Uta Franke, selbst Mitglied der Gruppe, legt eine spannende, bewegende und fundierte Dokumentation über staatliche Repression und mutige Opposition in der DDR am Beispiel des Leipziger Freundeskreises vor. Sie basiert auf eigenen Erlebnissen, auf Interviews mit den Beteiligten und auf den Unterlagen der Staatssicherheit. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte und gegen die Verklärung des politischen Systems in der DDR.
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Fritz Funke
Die Liebe als dramaturgisches Motiv in Schillers Dramen
108 S., Br., € 24,00
978-3-86583-186-6
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Jens Kunze
Das Amt Leisnig im 15. Jahrhundert
Verfassung, Wirtschaft, Alltag
418 S., Gb., € 48,00
978-3-86583-027-2
Der Wandel von der spätmittelalterlichen Landesherrschaft zum frühneuzeitlichen Territorialstaat wäre ohne den Ausbau effizienter Verwaltungsstrukturen undenkbar gewesen. In Sachsen wie in den meisten deutschen Territorien kam hierbei den Ämtern eine besondere Bedeutung zu. Sie waren die lokalen Instanzen der kurfürstlichen Macht. Das Amt Leisnig entstand aus der Burggrafschaft Leisnig, die 1365 in den Besitz der Wettiner gelangt war. Nach mehrmaliger Verpfändung und Nutzung als Witwensitz wurde das Amt kurfürstliche Kinderstube und zeitweise Nebenresidenz des Kurfürsten. Jens Kunze zeichnet in diesem Band ein anschauliches Bild vom Leben der kurfürstlichen Familie. Daneben erklärt er in seiner präzisen Analyse die Funktionen eines wettinischen Amtes und dessen Wandel im 15. Jahrhundert.![]()
Katja Lindenau
Brauen und herrschen
Die Görlitzer Braubürger als städtische Elite in Spätmittelalter und Früher Neuzeit
315 S., Gb., € 44,00
978-3-86583-139-2
Brauen und herrschen – diese beiden auf den ersten Blick nicht zusammengehörenden Tätigkeitsfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung zum Brauwesen im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Görlitz. Bereits die frühesten Stadtstatuten verweisen darauf, dass das Brauen und Ausschenken von Bier zwar ein Vorrecht der Görlitzer Bürger war, es aber zu allen Zeiten und von vielen Seiten bedroht gewesen ist. Ausgehend von einer Analyse des Wirtschaftsgutes Bier wird die Görlitzer Ratsverfassung skizziert und der Besitz von Brauhöfen in der Hand von Ratsmitgliedern erfasst. Die Verortung der Brauhöfe im Stadtraum spiegelt die herausragende Stellung der Braubürger wider. Die Görlitzer Brauhofbesitzer beeinflussten mit Hilfe der ihnen vorbehaltenen Ratsmitgliedschaft wesentliche Prozesse innerhalb der Stadt – von der Bierproduktion über die Durchsetzung der landesherrlichen Privilegien zum Bierzwang bis hin zum Ausschluss der Handwerker vom Braurecht. Wandycz, Piotr S Die Großmächte und Ostmitteleuropa vom Berliner Kongreß bis zum Fall der Berliner Mauer
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Piotr S. Wandycz
Die Großmächte und Ostmitteleuropa vom Berliner Kongreß bis zum Fall der Berliner Mauer (1878-1989).
45 S., Br., € 12,00
978-3-86583-178-1
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Bruce De Marcus, Heiner Krieg, Heinz Junge (Hg.)
Die große Reise einer kleinen Kirche -Wir waren dabei
104 S., Br., € 14.90
978-3-86583-236-8
Weltweit konnte man die einzigartigen Bilder des Umzuges der Heuersdorfer Emmauskirche verfolgen. Fernsehstationen, Radiosender und Zeitungen berichteten in emotionalen Beiträgen von der spektakulären Aktion. Das Interesse innerhalb der Bevölkerung an diesem Ereignis war riesengroß, und Tausende wollten den Kirchenumzug möglichst hautnah erleben. Das Gotteshaus fand schließlich in der Stadt Borna seinen neuen Standort.
Mit der Umsetzung der Emmauskirche gelang eine technische Meisterleistung, die für künftige Generationen ein Stück Kulturgeschichte bewahrt. Was die Menschen sahen, war das Ergebnis harter Arbeit. Was die wenigsten sehen konnten, war die handwerklich und technisch perfekte Kleinarbeit davor, während des Projektes und danach. Zum Erfolg hat jede der beteiligten Firmen und Institutionen auf ihre Weise beigetragen. Dieses Buch ist aus der Sicht der Akteure geschrieben. Es vermittelt dem Leser anhand von eindrucksvollen Bildern einen Einblick in die Arbeit aller Mitwirkenden.
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Frank Kannetzky u. Henning Tegtmeyer (Hg.)
Personalität
Studien zu einem Schlüsselbegriff der Philosophie
371 S., Br., € 33,00
978-3-86583-214-6
Den in diesem Band versammelten Texten ist gemeinsam, dass sie die Frage nach der Person nicht primär als Frage nach einer trennscharfen Definition der Person auffassen. Vielmehr wird unterstellt, dass philosophische Analysen über die bloße Beschreibung der Verwendung der interessierenden Begriffe und ihre Transformation in möglichst exakte, möglichst operationalisierbare Definitionen hinausgehen müssen. Der Begriff der Person ist auf eine Weise in unseren Praxen verankert, die es erforderlich macht, seine Explikation in eine umsichtige Reflexion dieser Praxen und ihrer natürlichen und kulturellen Voraussetzungen einzubetten. Schlagwortartig lässt sich der Unterschied zur üblichen Herangehensweise an das Problem und den Begriff der Person daher wie folgt zusammenfassen: Statt eines fixen Begriffs der Person bedarf es einer Theorie der Personalität.
Das Unternehmen einer Theorie der Personalität muss nicht als philosophische Spezialdisziplin, sondern als disziplinübergreifendes und -integrierendes Unterfangen angelegt werden. In dieser Weise nähert sich die Mehrzahl der im Band versammelten Beiträge der Thematik. Dabei geraten konstitutionslogische Probleme der Person und ihre methodische Ordnung in den Fokus. Oftmals stellt die soziale Konstitution von Personalität einen Bezugspunkt zu den anderen Texten dar, der unterschiedlich und z.T. kontrovers diskutiert wird: Das Ich kann nicht sinnvoll ohne ein „Wir“, die Person nicht ohne Verankerung in Gemein-schaften gedacht werden. Erst die Gesamtheit dieser Überlegungen, der synop-tische Blick auf die Verfasstheit des Menschen, vermittelt einen Begriff von Personalität.
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Sascha Trültzsch
Abbild – Vorbild – Alltagsbild
Thematische Einzelanalysen zu ausgewählten Familienserien des DDR-Fernsehens
274 S., Br., € 24,00
978-3-86583-198-9
Die Familienserien des DDR-Fernsehens erfreuten sich besonderer Beliebtheit. Noch heute finden sie sich im Programm der ostdeutschen Rundfunkanstalten. Diese andauernde Beliebtheit kann einerseits auf nostalgische Bedürfnisse bei Publikum zurückgeführt werden, andererseits ist sie der filmästhetischen und dramaturgischen Qualität dieser Produktionen geschuldet. Facettenreich thematisierten sie den Alltag der DDR und sprachen gelegentlich sogar Probleme an. Dabei hatten sie stets auch den ideologischen Auftrag, das Familienleitbild der SED zu vermitteln und die DDR als liebenswertes Land darzustellen.
Der vorliegende Band versammelt verschiedene Untersuchungen zu den Familienserien des DDR-Fernsehens. Ganz unterschiedliche Fragen stehen hierbei im Mittelpunkt: Von den Mechanismen der Adaption der beliebten Hörfunkserie „Neumann 2 x klingeln“ für das Fersehen bis hin zu filmästhetischen und inhaltlichen Analysen eines ganzen Spektrums von Serien wie beispielsweise „Geschichten übern Gartenzaun“, „Zahn um Zahn“ und „ Zur See“. Untersucht wird die dramaturgische Umsetzung internationaler Bezüge der DDR in den Serien, aber auch das Frauenbild in diesen Produktionen im Vergleich zu damaligen Serien in ARD und ZDF.
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Shared History - Divided Memory
Jews and Others in Soviet Occupied Poland 1939-1941
Elazar Barkan, Elizabeth A. Cole, Kai Struve (eds.)
390 S., Gb., € 54,00
978-3-86583-240-5
Die knappe Zeitspanne zwischen dem deutsch-sowjetischen Übereinkommen vom Sommer 1939, sich nunmehr des polnischen Staates zu bemächtigen und dem faschistischen Überfall auf die Sowjetunion 1941 bedeutete namentlich für die Juden in Ostpolen bereits den Beginn jenes Leidenweges, der seine furchtbare Vollendung schließlich in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern fand. Die hier zusammengeführten Aufsätze sind fundamentale Bausteine für eine Forschung, die allein den Weg weisen kann. wie durch eine schonungslose Offenlegung der Wahrheit die Kraft zur Heilung der Wunden aus jener Zeit gewonnen werden kann.
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Ulrike Schwab (Hg.)
Fiktionale Geschichtssendungen im DDR-Fernsehen
Einblicke in ein Forschungsgebiet
242 S., Br., € 27,50
987-3-86583-199-6
Geschichte im Fernsehen ist für uns heute ein interessantes, publizistisch wie wissenschaftlich ebenso umstrittenes Thema, weil wir uns bewusst geworden sind, dass das Fernsehen unsere Vorstellungen gerade von der Zeitgeschichte geprägt hat und die zunehmende Fiktionalisierung des 'Geschichtsfernsehens' die Frage nach der Authentizität solcher Sendungen aufwirft. Das Fernsehen in der DDR strahlte bereits in den frühen 60er Jahren fiktionale Geschichtssendungen aus und die Abteilung Fernsehdramatik entwickelte im Laufe des Jahrzehnts den 'historischen Mehrteiler'. Der vorliegende MAZ-Band informiert über die Entstehungshintergründe der fiktionalen Geschichtsdarstellung im DDR-Fernsehen und stellt bedeutende Produktionen vor.
Die in diesem versammelten Beiträge sind Forschungsergebnisse des Teilprojekts „Fiktionale Geschichtssendungen“ im Verbund der DFG-geförderten Forschergruppe „Programmgeschichte des DDR-Fernsehens“.![]()
Täterschaft - Strafverfolgung - Schuldentlastung
Ärztebiografien zwischen nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und deutscher Nachkriegsgeschichte
155 S., Br., € 24,00
978-3-86583-166-8
Es werden anhand von ausgewählten Ärztebiografien Aspekte von Täterschaft im Rahmen der NS-Gesundheitspolitik und von Strafverfolgung nach 1945 in beiden deutschen Staaten und Österreich untersucht. Insbesondere anhand der Nach- kriegsschicksale werden Mechanismen der individuellen Schuldentlastung und kollektiven Verdrängung dokumentiert, die eine intensive Auseinandersetzung innerhalb der Ärzteschaft und der Öffentlichkeit verhinderten. So konnten viele der Ärzte nach 1945 ihre Karriere bruchlos fortsetzen, angestrengte Strafverfahren wurden nicht selten eingestellt. Neben diesen deutschen bzw. österreichischen Entwicklungen gehen die Autoren des Bandes aber auch auf die Ahndung von NS-Medizinverbrechen durch die sowjetische Besatzungsmacht anhand biografischer Beispiele ein; aktuelle Fragen des Umgangs mit derartigen Urteilen werden diskutiert.
Über die Täterforschung hinaus ist dieser Sammelband aber auch als ein Beitrag zur Diskussion des Umgangs mit den Täterbiografien in Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu verstehen, wirkten doch die meisten der hier vorgestellten Täter an Orten, an denen sich heute Gedenkstätten befinden.
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Oskar Fanta, Stefan Krüger, Alexandra Pfeil-Schneider
Datenbank non-fiktionaler Unterhaltungssendungen im DDR-Fernsehen
Vom Sendebeginn des DFF bis zur Deutschen Wiedervereinigung (mit Datenbank CD-Rom)
55 S., Br., € 17,00
987-3-86583-200-9
Diese Datenerhebung versteht sich als empirische Grundlagenforschung zur Programmgeschichte des Fernsehens der DDR. Gegenstand ist die Gesamtheit non-fiktionaler Unterhaltungssendungen des DDR-Fernsehens seit der Aufnahme des Versuchsfernsehens am 21. Dezember 1952 bis zum Sendeschluss am Abend des 2. Oktober 1990. Die erhobenen Daten zu diesen Sendungen wurden in einer Datenbank zusammengeführt, die nun in dieser CD-Rom-Version vorliegt.
Das Teilprojekt 4 „Kleine und große Show - Unterhaltung im DDR-Fernsehen“ ist im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojektes „Programmgeschichte des DDR-Fernsehens“ tätig.
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Peer Pasternack
Stabilisierungsfaktoren und Innovationsagenturen
Die ostdeutschen Hochschulen und die zweite Phase des Aufbau Ost
471 S., Br., € 25,00
987-3-931982-56-0
Der Band stellt zunächst die Entwicklungen der ostdeutschen Hochschulen im zurückliegenden Jahrzehnt empirisch dar und analysiert sie. Ging es in der ersten Hälfte der 90er Jahre um die Gleichzeitigkeit von Abbau und Neuaufbau, so ist seither die Dreifachherausforderung von Strukturkonsolidisierung, Sparauflagenbewältigung und Hochschulreform im gesamtdeutschen Kontext zu bewältigen. Daher wird resümiert, wie es die ostdeutschen Hochschulen vermocht haben, ihre Strukturen zu konsolidieren, und wie sie sich in den allgemeinen Hochschulreformentwicklungen platzierten und platzieren.
Im Anschluss daran geht um Zukunftsfragen:Welche Beiträge leisten die ostdeutschen Hochschulen bzw. werden sie zu leisten haben, um zur Entwicklung von Regionen beizutragen, die durch demokratischen Wandel, negative Wanderungsbilanz, klein- und mittelbetrieblich dominierte Wirtschaftsstrukturen, Produktivitätsrückstände bei gleichzeitiger Entwicklung einiger Leistungsinseln – mithin durch fragmentierte Entwicklung bei Überwiegen der Problemregionen – gekennzeichnet sind.
Mit dem absehbaren Ende der hohen Finanztransfers sind in Ostdeutschland künftig vornehmlich endogene Entwicklungspotenziale zu erschließen. Dazu gehören als zentrale Schaltstellen der Regionalentwicklung die Hochschulen. Nehmen sie diese Herausforderung an, haben sie die Chance, sich einen gesamtdeutschen Vorteil als Agenturen gesellschaftlicher Innovation zu verschaffen. Aus dem ostdeutschen Problemvorsprung kann so ein Problemlösungsvorsprung werden.
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Angela Paino-Staber
Gesetzliche Stellvertretung naher Angehöriger im Bereich der Gesundheitssorge
172 S., Br., € 24,00
978-3-86583-207-8
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Zwischen Rittergut, Residenz und Reich
Die Lebenswelt des kursächsischen Landadligen Christoph von Loß auf Schleinitz (1574-1620)
528 S., Gb., € 54,00
978-3-936522-81-5
Die beschnitzten Kirschkerne gehören zu den wohl bekanntesten Kostbarkeiten des Dresdner Grünen Gewölbes. Kaum etwas weiß man hingegen über die sächsische Adelsfamilie von Loß, durch die einige dieser kunstvollen Kleinode als Geschenke an den Dresdner Hof gelangten. Aufgrund einer Kombination aus Besitz, Ämtertätigkeit und vornehmem Konnubium zählte das Loß'sche Geschlecht im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert zur Machtelite Kursachsens und hat bedeutende Spuren im politischen wie kulturellen Leben seiner Zeit hinterlassen. Im Mittelpunkt der vorliegenden Mikrostudie steht die Lebenswelt des Christoph von Loß (1574-1620), der als patriarchalischer lutherischer Grundherr und 'Hausvater' erfolgreich auf seinem Rittergut Schleinitz agierte. Zugleich hatte er als Geheimer Rat und Hofmarschall zentrale Positionen am Dresdner Hof inne und wirkte als Reichspfennigmeister des Ober- und Niedersächsischen Reichskreises auch auf der Ebene der Reichspolitik. Dabei geht es hier jedoch nicht um eine generationsübergreifende Studie zur Herrschaftspraxis des kursächsischen Landadels in der Frühen Neuzeit. Vor der allgemeinen Folie kursächsischer Politik und Wirtschaft sowie vor dem speziellen Hintergrund der kursächsischen Agrarverfassung werden Spielräume ebenso wie strukturell vorgegebene Zwänge zur Durchsetzung adliger Macht und Herrschaft um 1600 analysiert. Durch die Verknüpfung verschiedener Kommunikations- und Handlungsebenen gelingt es zudem, Interdependenzen im politischen System des Alten Reiches offenzulegen.
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Falk Bretschneider
Der Kriminelle
Deutsch-französische Perspektiven
181 S., Br., € 22,00
978-3-86583-205-4
Dieser Band zur binationalen Kriminalitätsgeschichte vereinigt Beitrage sowohl deutscher als auch französischer Wissenschaftler zum bis dato noch relativ unerschlossenen Forschungsgegenstand des Kriminellen im 19. Jahrhundert. Die Texte verbinden die in der Forschung sonst als konträre Theorien voneinander abgegrenzte diskursanalytische Herangehensweise (Foucault) mit einer den Straftäter als interagierendes Individuum innerhalb eines sozialen Handlungsfeldes begreifenden Perspektivierung (Bourdieu). Dabei legen die einzelnen Autoren unterschiedliche Schwerpunkte und vermitteln grenzüberschreitende, teils gesamteuropäische Einblicke. Rebekka Habermas untersucht die Verbindung der rigorosen und aufwendigen Strafverfolgung „kleiner Diebstähle“ in der Justiz mit dem sich im 19. Jahrhundert wandelnden Begriff des privaten Eigentums als fundamentale Grundlage des modernen Rechtsstaates. Karsten Uhl legt in seinem Aufsatz dar, inwiefern weibliche Kriminelle als Gefahr für die Gesellschaft wahrgenommen und dargestellt wurden. Zudem widmet er sich der Frage nach der Beschaffenheit einer „weiblichen Kriminaltät“ im Kontext des 19. Jahrhunderts. Fréderic Chauvaud widmet seine europäisch ausgerichtete Untersuchung dem in diesem Zeitraum am verschmähten und unverstandenen Typus des „politischen Kriminellen“. Thomas Nutz untersucht die Rolle des Strafgefangenen in der preußischen Besserungsanstalt und die Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Zuge der Neugestaltung des Gefängniswesens unter Friedrich Wilhelm IV.
Falk Bretschneider stellt in seinem Beitrag anhand einer Gefängnisrevolte in Sachsen die Abhängigkeiten der handelnden Akteure beiderseits der Gefängnismauer dar. Philippe Artières und Dominique Kalifa zeigen schließlich einerseits das medial von außen konstruierte Bild des Frauenmörders Henry Vidal und andererseits dessen Versuch, auf diese Darstellung mittels unterschiedlicher Strategien Einfluss zu nehmen.
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Nadja Kroha
Ärztliche Online-Beratung
Ein europäischer Rechtsvergleich mit Lösungsvorschlag
235, Broschur, € 32,00
978-3-86583-188-0
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Ernährung im Zeitalter der Globalisierung
Comparativ - Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung, 17. Jahrg. [2007] Heft 3
145 S., Br., € 12,00
978-3-86583-234-4
[AUFSÄTZE zu: Internationale Ernährungspolitik i.II.Weltkrieg /Kaffee und Kaiserreich /Rindfleischhandel bis 1914
/Migration und kulinarischer Transfer in der BRD-Gastronomie /FORUM /LITERATURBERICHT]
Marieluise Melzer, Rico Emmrich
Nachhaltige Entwicklung - ein (zu) komplexer Inhalt für die Schule?
133 S., Br., € 19.00
978-3-86583-221-4
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Ines Luft
Eduard Winter zwischen Gott, Kirche und Karriere
Vom charismatischen Führer des katholischen „Staffelstein" zum schulebildenden Osteuropahistoriker der DDR
520 S., Gb., € 39,00
978-3-86583-258-0
Jahrzehntelang galt Eduard Winter (1896-1982) innerhalb der DDR Geschichtswissenschaft nicht nur als einer ihrer Wegbereiter, bewundert angesichts seiner hohen Produktivität und geachtet als Lehrer einer ganzen Generation von Osteuropahistorikern, sondern genoß dabei auch den Ruf einer „Grauen Eminenz". Begonnen hatte seine schillernde Biographie freilich als Priester der römisch-katholischen Kirche im Böhmen der Zwischenkriegszeit. Die Studie beschreibt das enge Wechselspiel zwischen ehrgeiziger Karriere und persönlichem Selbstverständnis Winters auf seinem Lebensweg durch fünf politische Systeme des 20. Jahrhunderts.
Marie Renée Diot (Hg.)
Gelehrtennetzwerke in Straßburg am Ende des 18. Jahrhunderts
Jérémie-Jacques Oberlin - Jean Baptiste-Gaspard d'Ansse de Villoison
337 S., Br., € 40.00
978-3-86583-202-3
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Flagmeyer, Doris/Mortag, Iris (Hg.)
Horizonte
Neue Wege in Lehrerbildung und Schule
167 S., Br., € ca.15
978-3-86583-195-8
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Sandra Tänzer
Die Thematisierung im Sachunterricht der Grundschule
Wie notwendige Bildungsinhalte zu Unterrichtsthemen einer Schulklasse werden
421 S., Br., € 28,00
978-3-86583-171-2
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Thomas Jacobsen
Auditory Monitoring
On the processing of task-irrelevant ignored spoken language and non-language sounds
147 S., Br., € 32,00
978-3-86583-185-9
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Elena Widera
Außerrechtliche Argumente bei der Grundrechtsinterpretation
Eine Untersuchung am Beispiel der Arbeiten von Mary Ann Glendon und Ernst-Wolfgang Böckenförde
250 S., Br., € 32,00
978-3-86583-213-9
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Hafenstädte
Mobilität, Migration, Globalisierung
Comparativ - Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung, 17. Jahrg. [2007] Heft 2
160 S., Br., € 12,00
978-3-86583-210-8INHALT /AUFSÄTZE:• Lars Amenda /Malte Fuhrmamm: Hafenstädte in globaler Perspektive, Einleitung
• Malte Fuhrmann: Meeresanrainer = Weltenbürger? Zum Verhältnis von hafenstädtischer Gesellschaft und Kosmopolitismus
• Lars Amenda: „Einfallstore". Hafenstädte, Migration und Kontrolle 1890-1930
• Harald Fischer-Tiné: Europäische Seeleute als koloniales Ordnungs- und Identitätsproblem im Kalkutta der 1860er Jahre
• Katja Schmidtpott: Offene Häfen, geschlossene Gesellschaft: Die gesellschaftliche Wahrnehmung der Chinesen in Japan zur Zeit der Konzessionsgebiete (1859-1899)
• Ulrike Feitag: Handelsmetropole und Pilgerstation: Djidda in spätosmanischer Zeit
• Astrid Windus: Hafenstadt und nationaler Gründungsmythos - Zur Bedeutung von Buenos Aires als Element des argentinischen Nationendiskurses (19.-21. Jahrhundert)
• Roman Loimeier: Sansibar: eine ostafrikaische Hafenstadt und ihre Zeiten im 19. und 20. Jahrhundert
Peter Gutjahr-Löser, Dieter Schulz, H.-W. Wollersheim (Hg.)
Theodor Litt: Freiheit - Verantwortung - Mitwirkung
10 Jahre Theodor-Litt-Forschungsstelle an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig
193 S., Br., € 28.00
978-3-86583-215-3
Der Sonderband wird aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Theodor-Litt-Forschungsstelle herausgegeben. Er ist zum einen ein Beleg kontinuierlicher Forschungsarbeit; zum anderen will er im Besonderen anregen, sich den facettenreichen wissenschaftlichen Fragestellungen zuzuwenden, die Theodor Litt, an der Schnittstelle von Philosophie und Pädagogik wirkend, mit seinem umfassenden und unterschiedliche Disziplinen überspannenden Werk angeregt hat. Litt, der sich in seinem Denken und Handeln zu keinem Zeitpunkt von irgendeiner Ideologie hat instrumentalisieren lassen und in diesen Auseinandersetzungen immer bereit war, persönliche Konsequenzen zu ziehen, hat sich mit seinem Engagement u.a. nachhaltig für die Etablierung der heutigen Bundeszentrale für politische Bildung mit allen ihren Möglichkeiten für die Herausbildung eines demokratischen Bewusstseins und Engagements eingesetzt. Die Analysen des X. Theodor-Litt-Symposions haben hierzu nochmals Grundsätzliches und Details in einer beachtenswerten Dichte freigesetzt und den wissenschaftlichen Diskurs unter der Begriffstrias von „Freiheit - Verantwortung - Mitwirkung' mit neuen Impulsen ausgestattet.
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Böllmann, Felix
Formalprivatisierung kommunaler Aufgabenerfüllung und Transformation
Rechtsökonomische Analyse am Beispiel Russlands und Ostdeutschlands
345 S., Br., € 29,00
978-3-86583-169-9
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Helmut Bräuer
Armenmentalität in Sachsen 1500 bis 1800
Essays
387 S., Br., € 34,00
978-3-86583-256-6
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Archive - Netzwerke der Gegenwart
Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft
Kolloquium zum Jubiläum 125 Jahre Stadtarchiv Leipzig
223 S., Br., € 28,00
978-3-86583-203-0
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Rüdiger, Bernd/Hommel, Karsten
Kriminalität und Kriminalitätsbekämpfung in Leipzig in der frühen Neuzeit.
Der Bestand "Richterstube“ im Stadtarchiv
371 S., Br., € 62,00
978-3-86583-204-7
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Religious Space and the Shaping of Gender Encounters in African Christianity
Comparativ - Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung, 17. Jahrg. [2007] Heft 5/6
248 S., Br., € 22,00
978-3-86583-248-1
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Dietrich Eichholtz
Die Bagdadbahn
Mesopotamien und die deutsche Ölpolitik bis 1918.
Aufhaltsamer Übergang ins Erdölzeitalter
103 S., Dokumente, Br., € 15,00
978-3-86583-174-3
Auf seinem Marsch zur 'Weltmacht' faßte das Deutsche Reich an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auch im Reich des türkischen Sultans Fuß. Die damals zu einer der bedeutenden Geldinstitute der Welt heranwachsende Deutsche Bank nutzte die Gunst der Monarchenfreundschaft zwischen Wilhelm II. und Abdul Hamid II., um das Projekt einer Eisenbahntrasse von Konstantinopel bis zum Persischen Golf zu verfolgen. Die Bagdadbahn sollte, auch dies gehörte zum Kalkül, bei der künftigen Erschließung der vermuteten großen Erdölvorkommen Mesopotamiens eine zentrale Rolle einnehmen.
Beide Projekte waren nicht nur von beträchtlichem finanziellen Umfang, auch politische Konstellationen standen ihnen entgegen: Großbritannien betrachtete diese Region als ureigene Domäne und sah sich hier herausgefordert. Versuche der Kontrahenten, sich über die Bahnstrecke zum Golf und über den Aufschluß und die Ausbeutung der Ölvorkommen zu einigen, beendete der Erste Weltkrieg. Die herrschenden Kreise in Deutschland waren vom deutsch-türkischen Sieg in diesem Krieg überzeugt. Die 'rein deutsche' Ausbeutung dieser Ressourcen und die Beherrschung des ganzen Nahen Ostens, der Golfregion und der Wege nach Ägypten und Indien schien greifbar nahe.
In diese spannungsreichen und bislang noch allzu wenig betrachteten historischen Entwicklungen führt der Band – ergänzt durch Dokumente, die teilweise erstmals publiziert werden – ebenso abgewogen wie kenntnisreich ein.
Das Buch steht im thematischen Zusammenhang mit den zwei bereits im Leipziger Universitätsverlag erschienen Bänden von Dietrich Eichholtz „Deutsche Politik und rumänisches Öl (1938– 1941). Eine Studie über Erdölimperialismus“ (2005) und „Krieg um Öl. Ein Erdölimperium als deutsches Kriegsziel 1938–1943“ (2006).![]()
Hartmut Elsenhans
Geschichte und Ökonomie der europäischen Welteroberung.
Vom Zeitalter der Entdeckungen zum Ersten Weltkrieg
464 S., Br., € 49,00
978-3-86583-192-7
Der Politikwissenschaftler und Historiker Hartmut Elsenhans sucht in der Theoriegeschichte nach Anhaltspunkten für die These, dass die Idee des Kapitalismus eine lange Tradition hat. Der Bogen spannt sich von einer Darstellung der Endphase des Römischen Reiches über die Kolonisation, die industrielle und bürgerliche Revolution in Europa und die Ausdehnung des Kolonialsystems der kapitalistischen Industrieländer bis zur Analyse der Ursachen des Ersten Weltkrieges. Hartmut Elsenhans hat mit „Geschichte und Ökonomie der Europäischen Welteroberung“ ein imposantes Gemälde der Entwicklung vom späten 15. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert vorgelegt, das seine Verwurzelung in der französischen Historiographie für die frühe Neuzeit ebenso wenig verleugnen kann wie die Beeinflussung durch die Untersuchungen des abhängigen Kapitalismus im Rahmen der Weltsystemtheorie der 1960/70er Jahre. Der historische Stoff wird ihm zur Grundlage einer Gegenwartsanalyse: Der kursorische Blick auf das OEuvre des Wissenschaftlers zeigt, dass erst die mehr als fünf Jahrhunderte zurückblickende historische Analyse erlaubt, Entwicklungen der letzten 30 Jahre angemessen einzuordnen. Die 1975 an der Freien Universität Berlin vorgelegte Habilitationsschrift von Hartmut Elsenhans gehört zu den ambitionierten Bemühungen der 1960/70er Jahre, eine sich abzeichnende neue Weltordnung historisch-analytisch zu fassen. Als Buch, das mehr als drei Jahrzehnte später erscheint, legt sie Zeugnis ab von einem intellektuellen Weg, der zwischenzeitlich gegen den Strom der emphatisch gefeierten Fragmentierung zu gehen war und erst im Klima eines erneuerten Interesses an Weltgeschichte wachsende Aufmerksamkeit findet.
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Das anthropologische Projekt
(Hg. John Eidson)
320 S., Gb., € 44,00
978-3-86583-254-2
Die Autoren betrachten den Menschen in seiner Komplexität, in der Vielfalt seiner Ausdrucksweisen und gleichermaßen in seinem Verhältnis zur organischen wie zur kulturellen Welt. Grundsätzliche Fragen werden in den Aufsätzen ebenso berücksichtigt, wie Überlegungen zu derzeitigen Forschungsansätzen.![]()
Ute Essegern
Fürstinnen am kursächsischen Hof
Lebenskonzepte und Lebensläufe zwischen Familie, Hof und Politik
in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
524 S., Gb., € 72,00
978-3-86583-074-6
Über Jahrhunderte spielten die Wettiner eine wichtige Rolle unter den Fürstendynastien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und insbesondere im mitteldeutschen Raum. Entscheidend dafür war neben zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Faktoren auch eine erfolgreiche und gezielte Heiratspolitik. Den Ehefrauen der Wettiner eröffneten sich in Abhängigkeit von ihrer Herkunft und Persönlichkeit zahlreiche Möglichkeiten der Lebensgestaltung, Machtentfaltung und Einflussnahme. Diesem Thema widmet sich das vorliegende Buch. Konzentriert auf die Zeit vor und während des Dreißigjährigen Krieges, werden die Biografien der Ehefrauen der beiden sächsischen Kurfürsten Christian II. (1583-1611) und Johann Georg I. (1585-1656) dargestellt sowie die Lebensumstände und Lebenskonzepte der Frauen miteinander verglichen: Hedwig von Dänemark (1581-1641), Sibylla Elisabeth von Württemberg (1584-1606) und Magdalena Sibylla von Preußen (1586-1659). Es wird gezeigt, wie sie zu Handelnden wurden und welche rechtlichen, räumlichen, familiären und politischen Faktoren dabei eine Rolle spielten. So verfügten die drei Fürstinnen über ihre persönlichen Einflussbereiche, die sie selbst wählten, gestalteten und nutzten. Unbestritten ist ihr Wirken auf kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet, aber vor allem in der Heiratspolitik. Deutlich wird anhand der drei Biografien, dass die Geschichte Sachsens auch die Geschichte ihrer Fürstinnen ist.
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Cornelia Caroline Köhler
Frauengelehrsamkeit im Leipzig der Frühaufklärung
Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel des Schmähschriftenprozesses
im Zusammenhang mit der Dichterkrönung Christiana Mariana von Zieglers
366 S., Br., € 49,00
978-3-86583-193-4
Das Beispiel von Christiana Mariana von Ziegler ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Regionalgeschichte, Geschichte der Aufklärung, Frauenbildungsgeschichte, Rechtsgeschichte, Stadtgeschichte – sie alle können hier reichlich an Einsichten schöpfen.
Denn die sich in diesem individuellen Schicksal verbergenden Fragen wie zum Beispiel, ob Frauen tatsächlich die Gelehrsamkeit von Männern erlangen dürfen, bewegte etwa im Leipziger Gottschedkreis die Gemüter heftig. Die Tatsache, daß die Dichterkrönung der Zieglerin auch zu mehreren ehrenrührigen Parodien animierte, deren Urheber gerichtlich verfolgt wurden, widerspiegelt den öffentlichen Widerhall dieses Geschehens.
Die Analyse dieser Prozessakten ist ein nicht weniger spannendes Kapitel der Untersuchung, wobei besonders aufhorchen läßt, daß die Instanzen in Leipzig und in Dresden keineswegs einheitlich urteilten. Aufgrund der Erstveröffentlichung zahlreicher Quellen kommt dem diese Studie abschließenden Editionsteil ein besonderes Gewicht zu.
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Naturwissenschaft - Geschichtswissenschaft - Archivwissenschaft
(Hg. Jens Blecher, Detlef Dönng, Manfred Rudersdorf)
283 S., Br., € 28,00
978-3-86583-223-8
Den interdisziplinären Verflechtungen der Wissenschaft und dem Zusammenspiel unterschiedlichster Wissensgebiete im täglichen Forschungsprozess spüren wir in diesem Buche nach. Wir wollen damit den Blick für eine oft übersehene Mehrdimensionalität des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses schärfen.
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Die Aberkennung von Doktorgraden an der Juristenfakultät
der Universität Leipzig 1933–1945 (Hg.Thomas Henne)
126 Seiten, Broschur, € 22,00
978-3-86583-194-1
Dr. Lion Feuchtwanger, Dr. h.c. Thomas Mann und viele andere Emigranten sollten just dies nicht mehr sein – als Folge ihrer Ausbürgerung verloren sie, weil angeblich „unwürdig“ ihren Titel. Über viele Jahre und meist bis zum Lebensende der Betroffenen blieb es überwiegend bei einzelfallbezogenen oder, wenn allgemeinere Beschlüsse gefasst wurden, nicht öffentlichen Reaktionen der Fakultäten. Die heterogene Gruppe derer, denen der Doktortitel zwischen 1933 und 1945 aberkannt wurde, war bis in die 1990er Jahre als Kollektiv nur selten Gegenstand der öffentlichen Universitätspolitik in Deutschland. Nun hat die Juristenfakultät der Universität Leipzig zu den dortigen Depromotionen 1933–45 ein Forschungsprojekt initiiert, dessen wichtigste Ergebnisse im vorliegenden Buch vorgestellt werden. Für den genannten Zeitraum sind über siebzig Fälle belegt, in denen Doktorgrade entzogen wurden, die durch die Juristenfakultät der Universität Leipzig verliehen worden sind. Dieses Buch analysiert die Umstände der Aberkennungen und die Biographien der Betroffenen, unter ihnen Dr. Julius Lips, späterer Rektor der Universität Leipzig, der „Vater“ des Anwaltsrechts Dr. Max Friedlaender, Dr. Kurt Häntzschel, führender Presserechtler der Weimarer Republik, Dr. Curt Graf, Leipziger Anwalt und Sozialdemokrat, der Widerständler Dr. Hermann Reinmuth sowie die Frauenrechtlerin Dr. Eva Lippe. Daneben werden die Aktivitäten der Juristenfakultät zur öffentlichen Mißbilligung dieser Aberkennungen dokumentiert. Geschildert wird damit Leipziger Universitätsgeschichte, die wichtige Einblicke in die Funktionsweise der NS-Herrschaft ermöglicht.
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Thomas Kübler und Jörg Oberste (Hg.)
Die drei ältesten Stadtbücher Dresdens (1404–1476)
666 S., Gb., € 55,00
978-3-86583-212-2
Es kann schon fast von einem Glücksfall gesprochen werden, wenn man die bislang verborgenen Schätze des Dresdner Stadtarchivs betrachtet. In einer nahezu vollständigen Serie sind dort die spätmittelalterlichen Stadtbücher Dresdens überliefert. Diese zentrale Quelle zur Geschichte der Dresdnerinnen und Dresdner, die vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis unmittelbar an die Zeit der Reformation reicht, liegt nun in einer ersten kritischen und kommentierten Edition vor. Bei den Stadtbüchern handelt es sich um die Quelle zur spätmittelalterlichen Verfassungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte des städtischen Gemeinwesens.
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Das vierte und fünfte Stadtbuch Dresdens (1477-1505)
(Die Stadtbücher Dresdens (1404-1535) und Altdresdens (1412-1528), Bd. 2)
Kritische Edition und Kommentar
626 S., Gb., € 55,00
978-3-86583-226-9
Es ist ein Glücksfall für Dresden, dass seine mittelalterlichen Stadtbücher in einer nahezu vollständigen Serie überliefert sind. Das Dresdner Stadtarchiv bewahrt damit eine der zentralen Quellen zur Stadtgeschichte in der Zeit vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis zur Reformation auf. Die kritische Edition der Dresdner und Altendresdner Stadtbücher, deren zweiter Band hier vorgelegt wird, gewährt mannigfache Einblicke in die Verfassungs-, Sozial- und Alltagsgeschichte des städtischen Gemeinwesens. Der Text der Edition wird ergänzt durch eine ausführliche historische Einführung, zahlreiche Kommentare, eine Erschließung des Inhaltes und der Datierungen über Kopfregesten, ausführliche Verweise auf die Forschungsliteratur sowie ein vollständiges Register aller Orts- und Personennamen. Die insgesamt vierbändige Edition, die in den Jahren 2007 bis 2010 erscheint, wird die Stadtgeschichtsschreibung auf ein neues Fundament stellen.
Aus dem Programm der Akademischen Verlagsanstalt:
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Martin Sabrow (Hg.)
Die Krise des Sozialstaats
107 S., Br., € 13,00
978-3-931982-50-8
Die 12. Helmstedter Universitätstage befassten sich mit der 'Krise des Sozialstaats', nahmen damit eine Grundfrage unserer Gegenwart aus historischer Perspektive in den Blick. Die aus ihnen hervorgegangenen Beiträge leuchten den historischen Kontext aus, in dem das deutsche Sozialstaatsmodell im Deutschen Kaiserreich unter Otto von Bismarck entstand, um sich nach 1945 und unter dem Einfluss der deutschen Teilung weiter zu entwickeln und schließlich immer drängender in die Krise zu geraten. Der Schlussbeitrag zeigt einen möglichen Ausweg aus dieser umfassenden Krise, wie er etwa in der Überführung des Wohlfahrtsstaates in den Sozialinvestionsstaat.![]()
Jürgen Hofmann und Michael Schneider (Hg.)
ArbeiterInnenbewegung und Rechtsextremismus
312 S., Br., € 25,00
978-3-931982-53-9
Das Wiederaufleben rechtsextremer Ideologien, Bewegungen und Parteien in der Gegenwart verlangt danach, sich historischer Erfahrungen zu vergewissern und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen historischen und aktuellen Erscheinungen des Rechtsextremismus zu fragen. Wenn sie um die Bedingungen, Zusammenhänge und Szenarien des Aufstieges rechtsextremer und faschistischer Bewegungen in der Vergangenheit wissen, haben die demokratischen Gegenkräfte eine bessere Chance, erfolgreich zu reagieren. Die vorliegenden Beiträge der 42. Linzer Konferenz untersuchen an Fallbeispielen, ob und inwieweit es rechtsextremen Ideen und Bewegungen gelang, in das Arbeitermilieu einzudringen. Dabei wird der Bogen vom Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland bis zum Rechtsextremismus in weißen Siedlergesellschaften und in den Transformationsgesellschaften Osteuropas gespannt.
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