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Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a,
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Ruhr Museum Essen
Ruhrgebietsbilder
Ein virtueller Sammlungskatalog
2.Aufl. 2010
CD mit 1.400 Bildern, € 14,95
978-3-8375-0189-6
1400 Bilder aus dem Fotoarchiv des Ruhr Museum
in Essen, von den unterschiedlichsten Fotografen.
Papier macht's möglich
Geschichten zur Papierverwendung
48 S., Br., € 5,00
978-3-88474-909-8
Die Ausstellung „Papier macht’s
möglich“ des Rheinischen Industriemuseums bildete eine Ergänzung
zur Dauerausstellung, die wiederum den Kontext für diese „Geschichten“
abgibt. Die Fülle der denkbaren Dinge, die Papier möglich macht,
erlaubt es natürlich nur, mit ausgewählten Beispielen grundlegende
Prinzipien zu verdeutlichen. Denn vermutlich gibt es nur wenige Zwecke,
für die Papier überhaupt nicht verwendbar wäre. Beispiele
aus den vergangenen zweihundert Jahren zeigen jedenfalls, dass Papier auch
da erfolgreich konkurrieren konnte und auch noch kann, wo man es überhaupt
nicht erwarten würde.
Medizinische Terminologie, Bd. 1
Ein Kompaktkurs in 13 Lektionen
128 S., Br.,€ 7,60
978-3-88474-084-2
Medizinische Terminologie, Bd. 2
Ein Kompaktkurs in 13 Lektionen
192 S., Br., € 8,60
978-3-88474-085-9
Claudia Steur / Gerhard Hirschfeld
Theodor Dannecker
Ein Funktionär der Endlösung
256 Seiten, € 24,50
978-3-88474-545-8
Wie war der Massenmord des nationalsozialistischen
Regimes an den europäischen Juden möglich? Zur Beantwortung dieser
Hauptfrage der historischen Forschung hat Claudia Steur die Biographie
eines Täters untersucht, der als sogenannter „Judenberater“ unter
Eichmann mit der Vorbereitung und Durchführung der Judendeportationen
betraut war. Theodor Dannecker gehörte seit 1937 zu den engsten Mitarbeitern
Eichmanns und hatte aktiven Anteil an allen Phasen der Judenverfolgung.
Ermöglicht werden detaillierte Einblicke in die verschiedenen Stufen
und Abfolgen der „Endlösung“ vor und während des Krieges. Claudia
Steur verfolgt den Werdegang Danneckers von der Herkunft aus einer kleinbürgerlichen
Familie, über eine Karriere in der SS bis zu seinem Selbstmord. Sie
untersucht seine Beteiligung im Vernichtungsapparat und fragt nach seinen
Motiven. Die Konzentration auf die Person Danneckers macht es möglich,
Befehlswege, Vorgehensweisen und Strukturen der nationalsozialistischen
Regimes aus dem Blickwinkel eines unmittelbar am Holocaust mitwirkenden,
nachgeordneten Funktionärs darzustellen. Auf diese Weise präsentiert
die Studie von Claudia Steur neue und teilweise überraschende Erkenntnisse
über den Ablauf der Ermordung der europäischen Juden.
Bernd
Faulenbach / Franz-Josef Jelich (Hg.)
Asymmetrisch
verflochtene Parallelgeschichte?
Die
Geschichte der Bundesrepublik und der DDR in Ausstellungen, Museen und
Gedenkstätten
204
S., Br., € 19,90
ISBN
3-89861-526-X
Bei
der Tagung »›Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?‹ Die Geschichte
der Bundesrepublik und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten«
ging es sowohl um Grundprobleme der Interpretation der Nachkriegszeit als
auch um ihre angemessene Musealisierung und visuelle Präsentation.
Zu erörtern waren diese Fragen auf dem Hintergrund einer Erinnerungskultur,
die durch die NS-Zeit und die NS-Verbrechen dominiert wird.
Angezielt
wurde mit der Tagung eine Standortbestimmung im Hinblick auf den genannten
Fragenkomplex, wozu Historiker, Museums-, Ausstellungs- und Gedenkstättenfachleute
eingeladen waren.
Falk Wiesemann
Antijüdischer
Nippes und populäre Judenbilder
Die Sammlung Finkelstein
Unter Mitarbeit von Emile Schrijver
255 Seiten, Großformat, Festeinband,
zahlr.farb.Abb., Kunstdruck, € 29,90
ISBN 3-89861-502-2
Der Katalog zur Ausstellung
im Jüdischen Museum Hohenems/Vor-
arlberg thematisiert
die populären Ausdrucksformen des europäi-
schen Antisemitismus
in der Vergangenheit und konfrontiert diese
mit aktuellen Phänomenen
antisemitischer Stereotype,ambiva-
lenten Bildern vom
„Juden “ und verbreiteten Verschwörungsthe--
orien der Gegenwart.Im
Vordergrund der Sammlung Finkelstein
stehen dreidimensionale
Objekte,den Rest bilden Zeichnungen,
Aquarelle und Gemälde.Im
Gegensatz zu den üblicherweise in
Antisemitica-Ausstellungen
gezeigten und problematisierten Objek-
ten handelt es sich
hier nicht um gedrucktes,illustratives Material,
sondern fast ausschließlich
um Unikate (darunter ca.50 Zeichnun-
gen),die zugleich
offenbar massenhaft produziert worden sind.Bis
heute gibt es kaum
Untersuchungen zu derartigen antisemitischen
Gegenständen,die
bisher auch kaum in kritischer Absicht gesam-
melt wurden.Die Zeit
des Nationalsozialismus und der Shoah
bleiben bewusst ausgeklammert,um
Kontinuitäten und Brüche in
der Popularität
antisemitischer Bilder vom „Juden “ jenseits dieser
Extremerfahrung wahrnehmbar
zu machen.Darüber hinaus wird
die Problematik auch
in ihrer europäischen Dimension entfaltet.
Die Wirksamkeit antisemitischer
Einstellungen und ideologischen
Wahrnehmungsmuster
ist auch nach 1945 keineswegs vorbei.Wie
sich immer mehr erweist,wandern
Stereotype in der Wahrneh-
mung des „Jüdischen
“ heute scheinbar ungebrochen in andere
kulturelle,politische
und geografische Kontexte und dienen in
den unterschiedlichsten
politischen Konflikten als Munition und
„Orientierung “.
Hanno Loewy (Hg.)
Gerüchte über die
Juden Antisemitismus, Philosemitismus,
und aktuelle Verschwörungstheorien
Unter Mitarbeit von Kurt Greussing
368 Seiten,broschiert, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-501-4
Der Band erscheint anlässlich der Ausstellung des
Jüdischen Muse-
ums Hohenems:Antijüdischer Nippes und populäre
Judenbilder.
Die Sammlung Finkelstein im Kontext
War die Stigmatisierung von Juden in Europa über
Jahrhunderte
davon geprägt,die Jüdische Gemeinschaft – in
Kontext einer
europäischen Auseinandersetzung mit dem „Orient
“ und dem ver-
drängten orientalischen Erbe Europas – auszugrenzen
und zugleich
zu vereinnahmen,so treffen wir heute in einer postkolonialen
Welt
auf das umgekehrte Phänomen:Juden werden nun auch
aus der
umgekehrten Perspektive verschwörungstheoretisch
als Bedrohung
einer angeblich „eigenen “,unteilbaren Kultur stigmatisiert.Der
„Westen “,die USA und Israel sind dabei ein schillerndes
Feindbild
geworden,auch für Menschen und Kollektive,die mit
Juden gar
nicht in Berührung kommen.
Die Bilder und Vergegenständlichungen,in denen dies
geschieht,
sind verblüffend interkulturell.So wurde eine Fernsehspielfassung
der „Protokolle der Weisen von Zion “ zum großen
Erfolg des
ägyptischen Staatsfernsehen.Und dies,während
die traditionelle,
christlich motivierte und hochgradig ambivalente Faszination
des
„Jüdischen “,die sich zugleich in Philosemitismus
und Antisemitis-
mus äußert,im Westen eine überwältigende
Renaissance erfährt.
Die Autoren:Dan Diner,Zafer Senocak,Ruth Gruber,Kurt
Greussing,Hanno Loewy,Moshe Zuckermann,Holger Gehle,
Juliane Wetzel,Yves Kugelmann,Bernd Fechler,Frank Stern,Astrid
Messerschmidt,Werner Dreier,Monique Eckmann,Fabian Kettner
und Richard Bartholomew
Dieses
Jahr schenken wir uns nichts!
Udo Achten (Hg.)
Dieses Jahr schenken wir uns
nichts
Ein Lese/Bilderbuch zu Weihnachten
216 S., Gb., € 14,90
978-3-89861-396-5
Mit Texten unter anderen von: Hanna Hanisch,
Max von der Grün, UweWandrey, Heinrich Böll,
Erich Kästner, Robert Gernhardt, Bertolt
Brecht, Karl Valentin, Heinrich Albertz, Erich Fried,
Kurt Eisner, Dieter Süverkrüp, Wolfgang
Borchert, Günter Grass, Joachim Ringelnatz,
Lore Lorentz, Hans Dieter Hüsch, Elke
Heidenreich, Kurt Tucholsky, Wolf Biermann
Die „Ware" Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.
Alle Jahre wieder feiern wir die
Ankunft des Erlösers und beklagen zugleich,
das Fest sei nichts als Konsumterror; statt Liebe
und Frieden bringt das Jahresende regelmäßig
Stress und Hetze, in den Familien gibt es Streit.
Hinter jedem Weihnachtsmann steckt ein Geschäftsmann,
der laut ruft „KOMMET IHR KUN-
DEN!" Kunden sind jedoch nur welche, die es sich
leisten können.
Weihnachtsstimmung wird allen abverlangt. Ob
eine solche Stimmung auch die Verkäuferin
im Einzelhandel erfasst, der man gerade das Weihnachtsgeld
gekürzt und die Arbeitzeit ver-
längert hat, ist nicht auszumachen, denn
die Teilzeitkraft lächelt immer freundlich, obwohl
ihr vom endlosen Stehen die Füße brennen.
Ach du liebe Weihnachtszeit: Der Weihnachts-
rummel, beginnend im September mit Lebkuchen
und leerer Urlaubskasse, steigert sich bis
zum Adventendspurt.
Über 200 neue und alte Geschichten, Gedichte,
Polemiken, Karikaturen und Zeichnungen
wurden in dieses Weihnachtsbuch aufgenommen.
Mit wenigen Strichen kann man manch-
mal mehr sagen als mit vielen Worten. Es sind
nicht selten Polemiken, die durch Weglassen
der Zwischentöne eine Aussage auf den Punkt
bringen. Das kann schmerzen, ist nicht selten
beißend - soll es auch. Durch das Schellengeläut
muss man auch das Stöhnen der Getroffe-
nen hören. Satire will durch Überhöhung
Aufmerksamkeit erzeugen, nicht selten in der Hoffnung,
dadurch aufklärend zu wirken. Die Besinnung
auf Frieden und die Hoffnung auf eine bessere Welt
verbindet sich nach wie vor mit Weihnachten.
Diese Bedeutung ist dem Weihnachtsfest nicht
auszutreiben und wird immer in Gegensatz stehen
zur „Ware" Weihnacht.
Aus diesem Spannungsverhältnis beziehen
viele Bilder und Texte des Buches ihre Triebkraft
und garantieren eine vergnügliche und manchmal
auch nachdenkliche Lektüre.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch
heißt es bei Erich Kästner.
Dennoch muss man bei Ablehnung von allzu lautem
Schellengeläut nicht zum Weihnachtshasser werden.
Die Geburt
Als aber in der finsteren Nacht
die junge Frau das Kind zur Welt gebracht,
da haben das nur zwei Tiere gesehn,
die taten grad um die Krippen stehn.
Es waren ein Ochs und ein Eselein,
die dauerte das Kindlein so klein,
das da lag ganz ohne Schutz und Haar
zwischen dem frierenden Eltempaar.
Da sprach der Ochs: „Ich geb dir mein Horn.
So bist du wenigstens sicher vorn." |
Da sprach der Esel: „Nimm meinen Schwanz
auf dass du dich hinten wehren kannst."
Da dankte die junge Frau,
und das Kind empfing Hörner vorn und ein
Schwänzlein hint.
und ein Hund hat es in den Schlaf gebellt
So kam der Teufel auf die Welt.
Robert
Gemhardt
Axel Doßmann
Begrenzte Mobilität
Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR
431 S., Br., €
27,90
978-3-89861-153-4
Diese Geschichte der Autobahnen
beginnt mit den Reichsautobahnen und führt über die Versuche
politischer Beschleunigung in der ostdeutschen Nachkriegszeit bis zum Stau
auf den Bundesautobahnen der Gegenwart. Erzählt wird von konfliktreichen
Aufbaujahren, von „Auto-Suggestionen”, realem Verkehr und der Sehnsucht
nach freier Fahrt. Aus vergessenen Trassenplanungen entziffert der Autor
die heimlichen Wünsche von Ingenieuren zur Wiederherstellung der nationalen
Einheit. Es wird gezeigt, wie sich Techniker bemühten, Ulbrichts rätselhafte
Parole vom „überholen ohne einzuholen” in die Praxis umzusetzen. Analysen
zum deutsch-deutschen Wiederaufbau der Grenzbrücke bei Hirschberg
bieten Einblick in die dramatische Komik von Macht und Herrschaft im Kalten
Krieg. Als Devisenquelle war der westdeutsche Transitverkehr für die
SED-Regierung ein Gewinn. Doch diese Wohlstandsbewegung erregte ebenso
Neugierde und Neid – mit ungewollten Folgen für die Mobilisierung
der Bürger gegen ihren Staat.
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Industriefilm
1945-59
494 S.,Br., € 29,90
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Tses: [Edgar-Wallace-Filme]
Der
Hexer, der Zinker
und
andere Mörder
254 S., 20x30cm Gb.,
€ 29,90
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Christ: 700
Filmplakate...1946-66
500
Plakate der BRD und
200
Plakate der ehemaligen DDR
Großer Bildband,
€ 38,50
Lieferung ab Verlag
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Ute
Küppers-Braun
Macht
in Frauenhand
1000
Jahre Herrschaft adliger Frauen in Essen
4.
Auflage 2008
224
S., zahlr. Abb., Gb., € 19,95
Essens
Geschichte beginnt nicht erst mit der Industrie, sondern wurde lange Zeit
durch das freiweltliche Damenstift bestimmt. Dieses war in mancher Hinsicht
eine Besonderheit: In einer patriarchalischen Umgebung regierten hier fast
1.000 Jahre lang Frauen des hohen Adels, die oft von weit her, sogar aus
der Schweiz, aus Thüringen und Sachsen nach Essen kamen. Wie sie regierten,
wie sie sich gegen die Begehrlichkeiten benachbarter Mächte zur Wehr
setzten, wie sie Konflikte mit der Stadt Essen und innerhalb des Stiftes
meisterten, wird ebenso dargestellt wie das Leben dieser Gräfinnen
und Prinzessinnen. Die Erziehung im Stift, religiöse und weltliche
Pflichten, Lebensstandard, Freizeit und Spiele, Festlichkeiten, Kleidung
und Ernährung, der Umgang der als >Singles< lebenden Frauen mit
Männern, ihre . Art des >Mobbing< gegeneinander, auch Krankheit
und Tod bilden einen wesentlichen Teil des Buches. Es wird gezeigt, dass
diese Stiftsdamen nicht abgeschoben in einer klösterlichen Welt lebten,
sondern im Netzwerk des katholischen Reichsadels eine wichtige Funktion
erfüllten.
Kultur
und Alter
Kulturangebote
im demografischen Wandel
Kultursekretariat
Nordrhein-Westfalen (Hg.)
128
Seiten, Broschur, ca. € 14,90
ISBN
3-89861-632-4
Das
Kulturpublikum wird älter. Erst jetzt setzt sich allmählich die
Erkenntnis durch, dass Schrumpfung und Rückbau wichtige Themen der
Zukunft sein könnten. Der Band präsentiert erste Überlegungen
zu einer notwendigen Analyse im kulturpolitischen Feld. Er skizziert die
Entwicklung der Altersdemographie sowie ihre Auswirkungen auf kulturelle
Einrichtungen und leitet daraus Vorschläge kulturpolitischer Zielsetzungen
ab. Es gibt derzeit kaum wissenschaftlich belastbares Datenmaterial und
aussagekräftige empirische Untersuchungen, die ein verlässliches
und verallgemeinerbares Bild von der Alterstruktur des Kulturpublikums
in den einzelnen Sparten und ihren Einrichtungen geben würden. Die
Vorschläge verstehen sich als Diskussionsfolie, um Aussagen und Thesen
mit dem Erfahrungswissen der kulturellen und kulturpolitischen Akteure
zu konfrontieren und darüber zu plausiblen Einschätzungen der
Lage zu kommen. Die vorgebrachten Überlegungen reichen allerdings
in jedem Fall aus, um die Bedeutung des Themas »Demographie«
für die und in der Kulturpolitik herauszuheben und es weiter ernsthaft
und konsequent zu verfolgen.
Axel Heimsoth
Die Wiederentdeckung des Hellwegs
Regionale Identität im Spiegel verkehrspolitischer
Diskussionen bis zum Bau der Dortmund-Soester Eisenbahn
320 Seiten, Broschur, 34,90 €,
ISBN 3-89861-591-X
In der gesellschaftlichen Umbruchsphase der Frühindustrialisierung
nutzten Eisenbahnbefürworter des Dortmund-Soester Raums die Erinnerung
an den Hellweg, um eine Eisenbahnlinie von Dortmund nach Soest durchzusetzen.
Bürger entlang der geplanten Linie schlossen sich zu Eisenbahnkomitees
zusammen und knüpften zwischen dem mittelalterlich belegten Hellweg
und ihrem Bahnprojekt eine gedankliche Verbindung. Die Botschaft für
ihre Mitbürger und den Entscheidungsträger war: Der Hellweg werde
einer neuen wirtschaftlichen Blüte entgegengehen, wenn er als Eisenbahn
weiter besteht. Im Zuge der sich über Jahre hinziehenden Diskussionen
lässt sich die Entstehung einer regionalen Identität »Hellweg«
feststellen. Die sich seit 1830 entwickelnde Auseinandersetzung um den
Bau einer Bahnlinie mündete in die Errichtung der Dortmund-Soester
Eisenbahn (1855).
Berlin, Zoologischer Garten
Das Karl Hauer-Bestiarium
157 S., zahlr. s./w. Ill., Br.,
€ 12,90
Vorwort
des Herausgebers (Karl Hauer [sprich: Kal-auer])
Der
Asiatische Elefant (Stephen Brockmann, USA, Germanist)
Die
Berliner Kurze (Peter Utz, Schweiz, Literaturwissenschaftler)
Die
Berliner Langlatschige Elster (Birgit Dahlke, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftlerin)
Der
Braunbär (Christian Jäger, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftler)
Der
Buchfink (Ludger Claßen, Verleger Klartext-Verlag)
Der
Damhirsch (Ralf Klausnitzer, Literaturhistoriker und –theoretiker, Humboldt-Universität)
Die
Dolchstichtaube (Dirk van Laak, Zeithistoriker, Universität Jena)
Das
Dromedar (Sonja Vandenrath, Literaturreferentin der Stadt Frankfurt)
Die
Eidechse (Andras F. Balogh, Budapest, Literaturwissenschaftler)
Das
Erdmännchen (Katja Stopka, Bibliotheksleiterin, Potsdam)
Die
Eschenzikade (Marion König, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftlerin)
Die
Felsentaube (Dirk Hallenberger, Literaturwissenschaftler, Essen)
Der
Feuersalamander (Hartmut Eggert, Literaturwissenschaftler, Freie Universität)
Das
Flusspferd (Steffen Damm, Verlag Bostelmann und Siebenhaar)
Der
Fratzenkuckuck (David Oels, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Frau
Gray's Wasserbock (Henning Wrage, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der
Goldzügelbülbül (Walter Fähnders /Helga Karrenbrock,
Literaturwissenschaftler, Osnabrück)
Der
Gorilla (Klaus Siebenhaar, Kulturhistoriker, Profi-Berliner)
Der
Große Ameisenbär (Andrea Polaschegg, Literaturwissenschaftlerin,
Humboldt-Universität)
Das
Häuskaninchen (Ulrike Baureithel, Wissenschaftsjournalistin, Freitag)
Das
Hinterwälder Rind (Wiebke Porombka, Literaturwissenschaftlerin)
Der
Hirscheber (Katharina Langhammer, Literaturwissenschaftlerin)
Der
Humboldtpinguin (Manuel Köppen, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der
Kaiserfisch (Gregor Streim, Literaturwissenschaftler, Berlin)
Der
Kampfläufer (Steffen Martus, Literaturwissenschaftler, Erlangen)
Der
Katzenbär (Christiane Zauner-Schneider, Literaturwissenschaftlerin)
Das
Kleine Känguruh (Augustina Porombka)
Die
Kleinfleck-Ginsterkatze (Barbara Gollmer, Humboldt Uni Berlin)
Der
Königspinguin (Michael Kämper-van den Boogaart, Literaturwissenschaftler,
Humboldt Uni Berlin)
Der
Kolkrabe (Sven Rabanus, Buchhändler, Mönchengladbach)
Der
Kragenbär (Jochen Vogt, Literaturwissenschaftler, Essen)
Der
Krokodilwächter (Michael Kleeberg, Autor, Berlin)
Der
Kugelfisch (Rüdiger Steinlein, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der
Kurzkopfgleitbeutler (Dorit Müller, Literaturwissenschaftlerin, Zentrum
für Literaturforschung, Berlin)
Der
Kurzkrallenotter (Björn Weyand, Literaturwissenschaftler)
Der
Laubfrosch (Andy Hahnemann, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität
zu Berlin)
Das
Mähnenschaf (Nadja Geer, Kulturjournalistin)
Die
Mähnenschafe (Christian Härtel, Verlagslektor BeBra)
Die
Mongolische Rennmaus (Jörg Döring, Literaturwissenschaftler,
Siegen/Frankfurt am Mein)
Die
Moorschnucke (Bernd Santesson)
Der
Nachtreiher (Rolf Lindner, Ethnologe, Humboldt-Universität)
Der
Nacktnasenwombat (Frauke Meyer-Gosau, Redakteurin Literaturen)
Der
Nasenbär (Ulrich Sonnenschein, Kulturredakteur Hessischer Rundfunk)
Die
Netzgiraffe (Hermann Sturm, Kunsthistoriker Essen)
Der
Nilflughund (Meike Herrmann, Literaturwissenschaftlerin)
Die
Plötze (Rainer Rutz, Journalist)
Der
Plumplori (Beata Berta, Publizistin)
Der
Potto (Ekbert Birr, Literaturwissenschaftler, Berlin/Gießen)
Der
Prachtglanzstar (Stephan Porombka, Literaturwissenschaftler, Berlin/Hildesheim)
Der
Rippenmolch (Volker Schütz, Jurist)
Der
Rotbrust-Samenknacker (Frank Hörnigk, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der
Rotducker (Hannes Krauss, Literaturwissenschaftler, Essen)
Die
Rotfeder (Michael Angele, Autor, Berlin)
Der
Rotzügohn[h]ausvogel (Gertrude Cepl-Kaufmann, Literaturwissenschaftlerin,
Düsseldorf)
Der
Schlanklori (Gerhard Vowe, Kommunikationswissenschaftler, Düsseldorf)
Der
Schmutzgeier (Walter Delabar, Literaturwissenschaftler)
Der
Schützenfisch (Yvonne Dietl, Humboldt Uni Berlin)
Der
Schwarze Brüllaffe (Ariel Hauptmeier, Redakteur Geo)
Der
Schwarzweiße Vari (Gesine Schröder, Literaturwissenschaftlerin)
Der
Seehund (Hugh Ridley, Dublin, Germanist)
Das
Seepferdchen (Maria Hecht, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität)
Die
Singdrossel (Wolfgang Asholt, Romanist, Osnabrück)
Der
Steinwälzer (Christoph Links, Verleger Ch. Links Verlag)
Die
Stockente (Thomas Wegmann, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der
Stockerpel (Jost Hermand, weltberühmter Literaturwissenschaftler)
Der
Textorweber (Hilmar Schmundt, Der Spiegel, Ressort Wissenschaft)
Die
Türkistangare (Natalie Nik-Nafs, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität)
Der
Weiße Brüllaffe (Magdolna Orosz, Budapest, Literaturwissenschaftlerin,
Semiotikerin)
Der
Wellensittich (Peter Sprengel, Freien Universität Berlin, Literaturwissenschaftler)
Das
Wildschwein (Helmuth Kiesel, Uni Heidelberg, Literaturwissenschaftler)
Der
Wolf (Annegret van Mörbeck, Humboldt Uni Berlin, Verwaltungsleiterin
Philosophische Fakultät II)
Das
Zweifingerfaultier (Annett Gröschner, Berliner Autorin ["Moskauer
Eis"] )
Die
Nachzügler (Helmut Lethen, Literaturwissenschaftler)
Christian
Gudehus
Dem
Gedächtnis zuhören
Gedenkstätten
und Erzählungen über nationalsozialistische Verbrechen
350
S., Br., € 21,50
Christian
Gudehus betritt mit seiner Analyse der Erzählungen über NS-Verbrechen
bei Führungen in Gedenkstätten Neuland. Analysen von Vermittlungsangeboten
der politischen Bildung im Allgemeinen und der holocaust-education im Besonderen
sind nämlich erstaunlich rar. Gudehus stützt sich auf 16 aufgezeichnete
Gedenkstättenführungen in Neuengamme, Ravensbrück, Dachau
und dem Haus der Wannsee-Konferenz und zeichnet ein interessantes und teilweise
überraschendes Bild von dem, was im Rahmen solcher Führungen
vermittelt wird. Im Vordergrund der Vermittlungsbemühungen steht,
so das Ergebnis des Buches, eher die Erzeugung von Betroffenheit als die
historische Information. Das wirft erhebliche Fragen an die Gedenkstättenpädagogik
auf. Insgesamt trägt das Buch zur Strukturierung und zur weiteren
empirischen Erschließung von Bereichen der Tradierungsforschung und
besonders zur weitgehend brachliegenden Evaluation von Vermittlungsangeboten
politischer Bildung bei. Das Buch konfrontiert die Erziehungswissenschaften
mit ihren Folgen und gibt Anregungen, die Vermittlungsarbeit zu verbessern,
indem die Vermittlungsformen und auch die Aneignungsformen der Adressaten
untersucht werden.
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Wassertal
Solinger Industriekultur
167 S., Br., €
9,95
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Heinz Tetzner
Geschriebenes
Das druckgrafische Werk
111 S., Gb., zahlr. Abb., € 24,90
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Machoczek:
Weites Revier
143 S., Br., €
12,95
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Remeke:
Gewerkschaften
und
Sozialgesetzgebung
[DGB und Arbeitnehmerschutz
i.d......sozialliberalen
Koalit.]
519 S., Gb., €
39,80
|
www.beushausenbild.de
Where Are We
Landed Here---?
Fotos, 10 Jahre TRAUMZEIT
13x14 cm, Gb., €
14,90
|
Bochum und das Ruhrgebiet
Großstadtbildung
im 20.
Jahrhundert
470 S., Gb., €
24,90
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Falk
Bersch / Hans Hesse
»Wie
ein dumpfer Traum, der die Seele schreckt«
DDR-Frauenstrafvollzug
in Bützow-Dreibergen
223
Seiten, Br., € 16,90
ISBN
3-89861-461-1
»Die
Nächte gewährten kurzes Vergessen, bis am Morgen erneut der Schmerz
mit mir erwachte. Ich begann, meine Empfindungen wieder in Worte zu kleiden,
wie ich es früher oft zu tun pflegte. In diesen festgefügten
Versen mauerte ich mein Leid gewissermaßen ein. Es brachte mir Erleichterung
und blieb mir so als Mahnung bis heute erhalten.«
Diese
Zeilen stammen von Meta Kluge, die sechs Jahre in dem DDR-Frauenstrafvollzug
in Bützow/Dreibergen (Mecklenburg-Vorpommern) inhaftiert war. Ihr
›Verbrechen‹: Sie war eine Zeugin Jehovas. Meta Kluge kam 1951 nach Bützow/Dreibergen.
Mit diesem Ort verbinden sich düstere Erinnerungen. Die meisten der
in der DDR-Haft oder an deren Folgen verstorbenen Zeuginnen Jehovas starben
in Bützow. Meta Kluge begann schon während der Haft einen Bericht
über ihre Erlebnisse anzufertigen. Sie schrieb Gedichte, obwohl Schreiben
ebenso wie der Besitz von Schreibutensilien den Häftlingen streng
verboten war. Meta Kluge erfand mehrere Methoden, dieses Verbot zu umgehen.
Ihr Ziel war es, in Versform unauslöschlich die Erinnerung zu speichern,
um sie mit in die Freiheit herauszunehmen. So sind die Gedichte Zeugnisse
des menschlichen Selbstbehauptungswillens geworden. Es ist eine Kulturtechnik,
die dem Überleben geschuldet ist. Nach der Haft dienten ihr die Gedichte
als Gedächtnisstütze zur Abfassung ihres Berichtes über
ihre Erlebnisse.
Das
von Falk Bersch und Hans Hesse herausgegebene Buch dokumentiert den Erinnerungsbericht
Meta Kluges und ihre Gedichte. Desweiteren führt ein Aufsatz den Leser
in die Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas in der DDR und ihre Erfahrungen
in Bützow/Dreibergen ein. Zahlreiche Dokumente, Fotos und biografische
Notizen über die in Bützow verstorbenen Frauen, sowie ein ergänzender
Bericht des Zeitzeugen Gerhard Krüger zur Situation der männlichen
Häftlinge in Bützow, runden diesen Band ab.
Karl
Wolffsohn und die Lichtburg
Die
Geschichte einer Arisierung
Christoph
Wilmer (Hg.)
64
S., Br., € 8,90
ISBN 3-89861-536-7
Am
18. Oktober 1928 wurde in diesem Gebäude die Lichtburg mit 1.999 Plätzen
eröffnet. Seit 1931 war der Berliner Verleger und Pionier der Filmpublizistik
Karl Wolffsohn Pächter und Betreiber dieses Großkinos. Als Jude
verfolgt, musste Karl Wolffsohn 1933 / 34 auf Druck der NSDAP seinen Lichtspielbetrieb
an den halbstaatlichen Filmkonzern UfA verkaufen. Der diktierte Kaufpreis
entsprach einem Zehntel des Wertes, den der Lichtspielbetrieb tatsächlich
besaß. Angesichts vieler wirtschaftlicher Schikanen und nach mehreren
Monaten in >Schutzhaft< flüchtete Karl Wolffsohn 1939 mit seiner
Familie nach Palästina. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück
und kämpfte vor Gericht um Entschädigung für die Verluste,
die man ihm aufgezwungen hatte. Das Ende der Prozesse erlebte er nicht
mehr. Er starb am 6. Dezember 1957 in Berlin.
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Geschichte(n) aus Westfalen
60 Jahre "Westfälische Rundschau"
12,90
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Ruhrgebiet
Entdeckungsreise
INDUSTRIEKULTUR
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Weltstar Hans-Sachs-Haus
[Bedrohtes Demokratie-Denkmal]
224 S., Br., € 14,90
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Zeche Nachtigall
Museumsführer
256 S., Br., €
14,90
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gesehen
Ein Bild der Hellwegregion
32 Fotograf_innen
123 S., Br., €
16,90
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Aufbau West
287 S., Gb., €
19,90
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HALTERN
UND DER
NATIONALSOZIALISMUS
168 S., Br., €
12,90
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Gefangen
im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft
in Deutschland
1914-1921
392 S., Gb., €
32,00
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Schlaue
Schalker Kids
64 S., Grossformatig,
Gb., € 12,90
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Das
Jahr 1956
in
der WAZ
184 S., Gb., €
19,90
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Sportschau
Essen 2005
248 S., ill. Großformat,
Gb., € 18,40
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Zwischen
den Welten und
amtlichen Zuschreibungen
Neue
Formen und Heraus-
forderungen
der Arbeits-
migration
im 21. Jahrhundert
3-89861-368-2
253 S., Br., €
29,90
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Die Ausstellung
Oneg Schabbat
Untergrundarchiv
des Warschauer Ghettos
107 S., Gb., €
13,90
3-89861-611-8
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Im Lager
unbesiegt
Kriegsgefangenen-Zeitungen
im Ersten Weltkrieg
349 S., Br., €
32,00
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Gandersheim und Essen
Vergleichende Untersuchungen
zu sächsischen Frauenstiften
256 S.,
Br., € 22,90
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Der
Pott ist rund!
Das
Lexikon des Revier-Fußballs
Band
2: Die Vereine 1945 bis 2005
400
Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige
Abbildungen,
Festeinband, ca. 29,95 €
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Masterplan
Emscher
Landschaftsplan
2010
352 S., Gb., +Karte,
+CD, € 19,90
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ABGEFAHREN
...Straßenbau im Rheinland
80 S., Br., €
6,95
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Die
Deutschen an der Somme
Besatzungspolitik
und Kriegführung in Frankreich 1914- 1918
Gerhard
Hirschfeld/Gerd Krumeich/lrina Renz (Hg.)
250
S.. mit zahlr. Abbildungen, € 19,90
Die
Schlacht an der Somme 1916 war nicht nur die verlustreichste Schlacht des
Ersten Weltkriegs, sondern möglicherweise der gesamten Geschichte.
Über 400.000 britische und etwa 200.000 französische Soldaten
wurden in der Schlacht getötet oder verwundet. Die Verluste waren
auf deutscher Seite mit bis zu 600.000 Mann annähernd gleich hoch.
Trotz dieser enormen Verluste führte die Somme-Schlacht nicht zu der
von den Alliierten erhofften, völligen Erschöpfung des deutschen
Heeres, wohl aber zu einer starken Schwächung der Streitkräfte
auf beiden Seiten. Der 1. Juli 1916 ist der verlustreichste Tag in der
britischen Militärgeschichte, was bis heute eine gewisse Bedeutung
in Großbritannien besitzt. Im deutschen und französischen Bewusstsein
nimmt die Schlacht um Verdun einen größeren Stellenwert ein,
die ebenfalls enorme Verluste bei geringfügig veränderten Fronten
herbeiführte. Charakteristisch für beide Schlachten war nicht
nur der enorme personelle und materielle Aufwand, sondern vor allem der
äußerst bedenkenlose Umgang mit Menschenleben. In einzelnen
Kapiteln präsentiert der Band Dokumente und Abbildungen, begleitet
von Kommentaren und Erläuterung. Das Buch soll auch als Reiseführer
zu den Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorten des Weltkriegs an
der Somme dienen.
1) John Hörne: Deutscher
Vormarsch und Besatzung 1914-1916
2) Annette Becker: Die Reaktion
der Zivilbevölkerung
3) Gerhard Hirschfeld: Die erste
Somme-Schlacht 1916
4) Michael Geyer: Deutscher Rückzug
und Zerstörung 1917
5) Markus Pöhlmann: Die
zweite Somme-Schlacht 1918
6) Gerd Krumeich: Die Somme und
der Erste Weltkrieg
Stefanie
Van de Kerkhof
Kriegswirtschaft
im Ersten Weltkrieg
Unternehmensstrategien
der deutschen Eisen- und Stahlindustrie 1870 bis 1918
Bochumer
Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte Bd. 15
480
S., Br., € 29,90
ISBN
3-89861-516-2
Unterscheidet
sich das strategische Handeln von Unternehmen und ihrer Leitung im Krieg
und im Frieden? In ihrer theoriegeleiteten Studie geht Stefanie van de
Kerkhof dieser Frage am Beispiel der deutschen Eisen- und Stahlindustrie
von 1870 bis 1918 nach. Das Buch liefert nicht nur Ergebnisse zur Kriegswirtschaft
im Ersten Weltkrieg, sondern versteht sich auch als Beitrag zur modernen
Unternehmensgeschichte. Daher werden konzeptionelle Ansätze der Wirtschaftswissenschaften
im Strategischen Management ausführlich diskutiert. Mit diesem Konzept
wird eine der wichtigsten kriegswirtschaftlichen Branchen unter fünf
Kategorien untersucht: Wachstum, Internationalisierung, Beschaffung, Absatz
und Marktentwicklung.
Dabei
treten die Kontinuitätslinien in den Strategien klar hervor. Das Marktstadium
des reifen Marktes spielte schon vor dem Krieg eine entscheidende Rolle
für die Formierung der Unternehmensstrategien in den untersuchten
Regionen Rheinland-Westfalen, Saar, Oberschlesien und Lothringen. Die verfolgten
Strategien und unternehmerische Spielräume halfen, Gewinne und Wettbewerbsvorteile
im Krieg zu sichern. Damit hatte die Kriegswirtschaft nur teilweise Einfluss
auf Marktmechanismen und Preise der Branche. Fehlallokationen entstanden
wie im Zweiten Weltkrieg durch das ›polykratische Chaos‹ der Bewirtschaftung.
Durch
die detaillierte Betrachtung der Interessenverbände, ihrer Politik
und Kriegsziele zeigt die Studie, dass das Verhältnis von Staat und
Wirtschaft einem pluralistischen Korporatismus entsprach. Eine dirigistische
Kommandowirtschaft konnte nicht festgestellt werden. Weitreichende Handlungsspielräume
blieben im Krieg erhalten, und die Unternehmer begannen schon, den ›Krieg
nach dem Krieg‹ vorzubereiten.
Alfons
Kenkmann / Hasko Zimmer
Nach
Kriegen und Diktaturen
Umgang
mit Vergangenheit als internationales Problem – Bilanzen und Perspektiven
für das 21. Jahrhundert
232
S., Br., € 19,90
ISBN
3-89861-531-6
Die
Auseinandersetzung mit Regimeverbrechen der jüngeren Vergangenheit,
die in Gestalt des Holocaust seit 1945 ein spezifisch deutsches Thema zu
sein schien, hat am Ausgang des 20. Jahrhunderts eine Bedeutung gewonnen,
die inzwischen weit über Deutschland und Europa hinausreicht. Spätestens
seit dem Ende der Militärdiktaturen in Lateinamerika und des rassistischen
Apartheidregimes in Südafrika im Laufe der 1980er und frühen
1990er Jahre sowie den politischen Umwälzungen 1989 in Mittel- und
Osteuropa nach dem Zerfall der Sowjetunion ist Aufarbeitung zu einem vielfach
brisanten Problem geworden. Die Bereitschaft, sich auf einen öffentlichen
Umgang mit den Hypotheken der eigenen Vergangenheit einzulassen und historische
Schuld anzuerkennen, war und ist z. T. noch immer, zumal für
die beteiligten politischen Eliten, meist Ergebnis eines beschwerlichen
Lernprozesses.
Die
Beiträge des vorliegenden Bandes tragen dieser neuen Sichtweise Rechnung.
Sie stellen die spezifischen Diskussionen in der jeweiligen nationalstaatlichen
Situation nach Krieg oder Diktatur bewusst in eine international-vergleichende
Perspektive. Mit Blick auf das 21. Jahrhundert wird eine Erinnerungsarbeit
erforderlich, die die moralisch-politischen Imperative aus den konfliktreichen
Umwandlungsprozessen der politischen Kultur aufnimmt und ihre friedens-
und menschenrechtspolitische Dimension entfaltet.
Wiedergutmachung
als Auftrag
Alfons
Kenkmann / Christoph Spieker / Bernd Walter (Hg.)
384
Seiten, Abbildungen, € 24,90
ISBN
3-89861-580-4
Von
1954 bis 1968 beherbergte der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel
in Münster das Dezernat für Wiedergutmachung der münsterischen
Bezirksregierung, das über die Entschädigungsanträge von
ehemals nationalsozialistisch Verfolgten entschied. Nachdem es in der Zeit
des ›Dritten Reiches‹ von einer Polizeiverwaltung genutzt worden war, welche
die Verfolgung von Juden, Sinti, Roma oder politisch und religiös
Verfolgten organisierte, benannte nach 1945 wiederum eine behördliche
Stelle das Gebäude, die nun aber quasi ›gegenläufig‹ arbeitete.
Die
Rückerstattung von geraubtem Eigentum, internationale Entschädigungsabkommen
mit Staaten und Organisationen und offene Fragen der deutschen ›Wiedergutmachungspolitik‹
werden ebenso behandelt, wie der gesellschaftliche Umgang und die Konfrontation
mit der NS-Vergangenheit und den unterschiedlichen Verfolgtengruppen.
Constantin
Goschler: Wiedergutmachung. Ein Grundbegriff des deutschen Politikdiskurses
Jürgen
Lillteicher: Die Rückerstattung jüdischen Eigentums durch den
Fiskus zwischen Rechtstaatlichkeit und Verfolgungserfahrung 1947–1964
Karin
Berz: Niederländische Gebietsforderungen und deutsche Reaktionen nach
dem Zweiten Weltkrieg
Marlene
Klatt: Die Wiedergutmachungsrealität aus Sicht der jüdischen
Verfolgten
Gerd
Fürmetz: Philipp Auerbach und die frühe Praxis der Wiedergutmachung
in Bayern
Jens
Hoppe: Die Tätigkeit der Claims Conference zwischen 1952 und 1965
Till
Kössler: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und
die Frage der Wiedergutmachung
Julia
Volmer-Naumann: Entschädigung verfolgter Frauen aus dem Münsterland
Susanne
Muhle: Ein Rückerstattungsfall aus Münster
Katja
Neppert: NS-Zwangssterilisierte und ihr Kampf um Entschädigung
Christoph
Spieker: ›Konfrontationen‹
Lutz
Niethammer: ›Wieder-gut-machung‹ als Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur
Erika
Welkerling / Falk Wiesemann (Hg.)
Unerwünschte
Jugend im Nationalsozialismus
»Jugendpflege«
und Hilfsschule im Rheinland 1933–1945
280
Seiten, Abbildungen, Festeinband, € 24,90
ISBN
3-89861-525-1
Vermeintlich
›unerziehbare‹, ›verwahrloste‹ und ›minderwertige‹ Kinder und Jugendliche
galten im Nationalsozialismus vor dem Hintergrund rassenhygienischer Vorstellungen
als ›auszumerzende‹ Belastung und Gefahr für den ›gesunden Volkskörper‹.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen befand sich dieser ›unerwünschte‹
Nachwuchs in Einrichtungen der Fürsorge und in Hilfsschulen.
Der
Sammelband thematisiert Konzepte, maßnahmen und praktiken der ›Aufartung‹
und ›Ausmerze‹ der nationalsozialistischen Jugendpflege und Jugendfürsorge.
Dabei werden am Beispiel des Rheinlands historische Entwicklungslinien
bis in die Zeit des Kaiserreichs zurückverfolgt.
schönste
Nebensache der Welt:
Das Spiel mit dem Fußball
Interessen, Projektionen und Vereinnahmungen
592 S., Br., € 27,90
3-89861-635-5
Fußball ist weit mehr als
ein nur sportliches Spiel. Angesichts seiner anhaltenden Attraktivität
hat sich der Fußball weltweit zu einem massenkulturellen Event mit
fas unbegrenztem Mobilisierungspotenzial entwickelt. Zugleich hat die enorme
Aufmerksamkeit, die der Fußball weckt, dazu geführt, dass immer
mehr Interessen auf den Fußball projiziert und über ihn vermittelt
werden.
Der Sammelband beleuchtet vor diesem
Hintergrund Wechselwirkungen zwischen dem Fußball und seinem Umfeld
in Geschichte und Gegenwart. Die 33 Beiträge der Publikation gehen
dabei nicht nur der Frage nach, inwieweit der Fußball politische,
kulturelle oder wirtschaftliche Bedeutungen transportieren kann, sondern
untersucht auch, ob der Fußball zum Spielball der Interessen geworden
ist.
Gaby
Grimm (Hg.)
Zukunftsschulen
Das
Werkbuch Zukunftsschulen im Wohnquartier
265
Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur, Großformat,
€ 19,95
ISBN
3-89861-622-3
Pädagogen,
Sozialarbeiterinnen, Schüler, Wissenschaftlerinnen, Erzieher, Architektinnen,
Ingenieure, Unternehmerinnen und Landschaftsplaner entwickeln Grundlagen,
Ideen und Räume für Zukunftsschulen. Überall wird intensiv
diskutiert, wie die Zukunft der Bildung von Kindern und Jugendlichen aussehen
soll und wie die zukünftigen Schulen in Deutschland Gesicht gewinnen
können. In einem fast ein Jahr dauernden Prozess ist für dieses
Buch die gemeinsame Vision verschiedenster Fachleute erarbeitet worden.
Das Ergebnis ist das Konzept eines Sozial- und Bildungszentrums im Stadtteil.
Die Grundlage lieferten Forschungsergebnisse zur Praxis im Quartiermanagement
und in der Jugendhilfe ebenso wie Untersuchungen zur Qualität schulischen
und vorschulischen Lernens. Der Band behandelt die Orte, an denen Menschen
aller Altersklassen zukünftig aus- und weitergebildet, gefördert
und betreut werden. Es zeigt, was möglich ist, wenn Grenzen überschreitende
Zusammenarbeit klappt. Deshalb reicht sein Leserinnenkreis auch von Lehrern,
Schülerinnen, Eltern und anderen Fachkräften aus dem Erziehungs-
und Bildungsbereich bis hin zu Architekten, Landschafts- und Innenarchitektinnen,
Ingenieuren und vielen weiteren Fachleuten auf dem Gebiet des Bauens und
Ausbauens.
Der Krieg im Irak
Die Ursachen. Die Proteste. Die Folgen
Wie die WAZ und ihre Leser den Sturz von Saddam Hussein verfolgten.
Marc Oliver Hänig / Uwe Knüpfer (Hg.)
127 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur,
€ 3,00
ISBN 3-89861-204-X
"Kein Blut für Öl" hieß es anno 1991,
als der Irak in Kuwait einmarschierte. Die USA schritt unter Präsident
George Bush gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein ein. Zwölf
Jahre später wird aus der "Operation Wüstensturm" die "Operation
Irakische Freiheit" – der Präsident heißt immer noch Bush, allerdings
Junior. Diesmal gilt Amerika vielen als Aggressor. Alles läuft nach
dem 11. September auf das Bestreben der USA hinaus, im Kampf gegen den
Terrorismus eine neue Weltordnung zu etablieren. Doch das Vorgehen spaltet
nicht nur Europa, es ruft Proteste in der ganzen Welt hervor. Auch im Ruhrgebiet
formiert sich Widerstand.
Eine besondere Bedeutung kommt der Rolle der Medien zu.
Erstmals in der Kriegsberichterstattung wird live von der Front berichtet
– mitunter geht bei so viel Nähe die Distanz verloren. Wie die WAZ
diesen Krieg am Golf verfolgte, das dokumentiert das vorliegende Buch,
ergänzt durch eine Chronik der Ereignisse von Basra bis Bagdad.
Hans
Hesse / Elke Purpus
Heinz
Tetzner – Geschriebenes
Das
druckgrafische Werk
112
Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Festeinband, Schutzumschlag, 24,90
€,
ISBN
3-89861-616-9
Lange
Zeit war der Künstler Heinz Tetzner lediglich einer kleinen Schar
von Sammlern, Galeristen und/oder Kunstexperten bekannt. In – man möchte
fast sagen – aller Stille schuf er seit den 1950er Jahren in der Abgeschiedenheit
der sächsischen Kleinstadt Gersdorf ein gewaltiges Œuvre an Kunstwerken
in den unterschiedlichsten Techniken, das durch bedeutende Preise gewürdigt
wurde.
Diese
Isolation und Abgeschiedenheit wählte der Künstler nicht freiwillig.
Heinz Tetzners expressive Kunst galt in der DDR als nicht gewünscht
und rückständig. Insbesondere in den Anfangsjahren der DDR wurde
er behindert, abgedrängt und verfemt.
Tetzner
gilt als expressiver Realist, in Anlehnung an den Begriff, den der Kunsthistoriker
Rainer Zimmermann anhand der so genannten "verschollenen Generation" entwickelte.
Er bezeichnet hiermit eine Generation von Malern, die um 1900 geboren,
in der Nachfolge der ersten deutschen Expressionisten in den 1920er Jahren
zu malen begannen und sich anschickten, sich einen Namen zu machen, als
die Nationalsozialisten an die Macht kamen und diese Generation und ihre
Kunst verfemten, als "entartet" diffamierten und die Künstler zum
Teil verfolgten und ermordeten. Nach 1945 sind die Überlebenden erneut
in Vergessenheit geraten, da die Kunstszene sich in eine andere Richtung
entwickelte. Tetzner ist Bestandteil dieser "zerstückelten Tradition",
die in der DDR dennoch überlebte. In ihm fand dieses Erbe einen Nachfolger,
der den Expressionismus eigenständig fortentwickelte, und darüber
hinaus in der Tradition von Kollwitz und Barlach steht.
Der
Künstler Heinz Tetzner und sein Lebenswerk verknüpft in sich
sowohl die Traditionslinie des Expressionismus als auch das Schicksal verfemter
Künstler in der DDR.
Darin
liegt seine kunsthistorische Bedeutung, die in dem vorliegenden Buch erstmalig
und umfassend anhand des druckgrafischen Werks dokumentiert wird.
Detlef Bald (Hrsg.)
„Wider die Kriegsmaschinerie “
Kriegserfahrungen und Motive zum Widerstand der „Weissen
Rose ”
ca.140 S.,broschiert,Abbildungen, ca.€ 13,90
ISBN 3-89861-488 -3
Die „Weisse Rose “ war radikaler und politischer als bislang
bekannt: Die Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl
war kein naiver Studentenclub, wie häufig verbreitet wird. In
dem Band beleuchten ausgewiesene Fachhistoriker die Hinter-
gründe für die Entwicklung vom passiven zum aktiven Wider-
stand der Gruppe.Im Sommer und Herbst 1942 waren Hans
Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf, Jürgen Wittenstein und
Hubert Furtwängler an die Ostfront abkommandiert. Das Erle-
ben von Zerstörung, Besatzung, sinnlosem Sterben deutscher
Soldaten und der Not der Zivilbevölkerung radikalisierte die
Gruppe. Ghettos, Todeszüge, totaler Krieg und entfesseltes Her-
renmenschentum ließen die Worte in den frühen Flugblättern
der Weissen Rose verblassen.
Aus dem Inhalt:
Jakob Knab:„Verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen
Kriegsmaschine!“ Religion als Leitlinie bei Hans Scholl
Detlef Bald:Die Welt im Krieg.Zur Deutung des Widerstandes
von Willi Graf
Winfried Vogel:Alexander Schmorell und Russland
Wolfgang Huber:Stalingrad ist mein Schicksal geworden.Ein
Gespräch über Kurt Huber
Manfred Messerschmidt:Vier Soldaten der „Weissen Rose “ vom
Volksgerichtshof verurteilt
Karl-Heinz Jahnke:Widerstand junger Menschen gegen NS-
Regime und den Krieg.Zum Platz der Münchener „Weissen
Rose “
Youngok
Kang-Bohr
Stalinismus
in der ländlichen Provinz
Das
Gebiet Voronez 1934–1941
302
S., Br., € 34,00
ISBN
3-89861-555-3
Das
Ausmaß an Gewalt und Todesopfern einerseits und der Enthusiasmus
bestimmter Teile der Sowjetgesellschaft während der Industrialisierungskampagne
andererseits machen die 1930er Jahre zu einer verwirrenden und von extremen
Widersprüchen geprägten Periode. Diese Periode war durch die
brutalsten Repressalien während des Stalin-Regimes gekennzeichnet.
Am stärksten waren davon landwirtschaftliche Regionen und Bauern betroffen.
Hinzu kamen Kriminelle, Geistliche und andere sozial und politisch zunehmend
gebrandmarkte Randgruppen, die ursprünglich nicht selten aus dem ländlichen
Milieu stammten.
Das
Buch beleuchtet durch die Analyse des Zusammenwirkens zwischen dem Moskauer
Parteizentrum und den Regions- und lokalen Instanzen die Kontrollierbarkeit
und die Funktionsfähigkeit der Sowjetgesellschaft. War die Nomenklatura
der Gebiets- und Rayonsebene der vertrauenswürdige Vollstrecker
der von den zentralen Führungskräften vorgegebenen Linie, der
die Anordnungen Moskaus ohne zu zögern und unverzüglich durchführte?
Traten die lokalen Führungskräfte als Wahrer der Interessen der
lokalen Bevölkerung auf?
Die
Untersuchung der Machtverhältnisse und der Reaktionen der Basis erlaubt
es, ein umfassenderes Gesamtbild des Sowjetsystems der 1930er Jahre im
ländlichen Milieu zu gewinnen.
Anne
Schmidt
»Belehrung
- Propaganda - Vertrauensarbeit.«
Zum
Wandel amtlicher Kommunikationspolitik in Deutschland 1914–1918.
276
S., Br., € 29,90
ISBN
3-89861-494-8
Die
Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Regierung war vom Beginn bis Ende
des Ersten Weltkriegs einem starken Wandel unterzogen. Diesen stellt die
Autorin anhand der drei Akteursgruppen ›Traditionalisten‹, ›Modernisten‹
und ›Reformisten‹ chronologisch dar. Die Traditionalisten bedienten sich
in der Praxis einer begrenzten Pressezensur und der Überzeugungsarbeit
bürgerlicher ›Vertrauensmänner‹, um die Haltung der Bevölkerung
zu beeinflussen.
Es
ging vor allem um die Dämpfung von Emotionen, die als Gefahr für
die innere Einheit der Nation galten. Diese Kommunikationspolitik sah nicht
vor, für die eigene Politik zu werben. Dies änderte sich ab 1916,
als man sich gezwungen sah, massenwirksamere Kommunikationsmittel einzusetzen.
Vor allem junge Offiziere setzten sich dafür ein, dass verstärkt
Bildmedien wie Plakate, Postkarten und Fotografien genutzt wurden. Ziel
war es u.a. negative Gefühle der Angst und des Hasses zu schüren.
Über die Gestaltung und Wirkung dieser neuen Medien gab es rege Diskussionen.
Die Einrichtung eines Bild- und Filmamtes Anfang 1917 war eine weitere
Innovation, die vor allem der militärischen Öffentlichkeitsarbeit
diente. Als Fazit stellt Anne Schmidt fest, dass die Kriegszeit als Weichensteller
für innovative Ideen und moderne Kommunikationspolitik wirkte, wobei
vor allem das Bildmedium an Gewicht gewann.
Uta
Hinz
Gefangen
im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft
in Deutschland 1914–1921
392
Seiten, Festeinband, € 32,00
ISBN
3-89861-352-6
Zahllose
Soldaten aller kriegführenden Mächte gerieten im Ersten Weltkrieg
in Kriegsgefangenschaft. Allein in den Lagern des Deutschen Reichs befanden
sich schließlich über zwei Millionen Kriegsgefangene unterschiedlicher
Nationalität.
Die
Studie von Uta Hinz nimmt sich dieses wissenschaftlich bislang nur wenig
beachteten Massenphänomens an, wobei sie sich auf teilweise unbekannte
Quellen stützt. Sie rekonstruiert den Kriegsalltag der Gefangenen
und beschreibt die politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen
eines gewaltigen Lagersystems, das sich in Deutschland seit 1914 gleichsam
aus dem Nichts entwickelte. Bis zum Ersten Weltkrieg war Kriegsgefangenschaft
kein kriegsrelevanter Bereich gewesen. Durch Politik und Propaganda, Kriegsnot
und neu definierte Kriegsnotwendigkeiten geriet die Behandlung des gefangenen
Kriegsgegners schließlich immer stärker in den Sog einer radikalisierten
Kriegsführung. Die Mobilisierung aller gesellschaftlichen Ressourcen,
eine damit verbundene Ausdehnung des Kriegsbegriffs über den militärischen
Bereich hinaus, erfaßte auch die Organisation der Kriegsgefangenschaft.
Traditionelle militärische Vorstellungen lösten sich auf, der
kriegsgefangene Feind wurde mehr und mehr zum menschlichen Kriegsmaterial
degradiert. Die Geschichte der Kriegsgefangenschaft in Deutschland 1914–1918
erweist sich somit als wesentliche Etappe auf dem Weg zum totalen Krieg
im 20. Jahrhundert.
zurück
nach oben
Timm
Niklas Pietsch
»Wer
hört noch zu?«
Günter
Grass als politischer Redner und Essayist
Herausgegeben
von Certrude Cepl-Kaufmann
270
S., Br., € 29,90
ISBN 3-89861-582-0
»Aber
was rede ich. Wer hört noch zu.« Mit dieser ernüchternden
Frage endet ein Essay von Günter Grass aus dem Einheitsjahr 1990.
Die Antwort, warum Grass dennoch engagiert blieb und bleibt, liefert der
Nobelpreisträger in einem oft wiederholten politischen Credo, das
mühelos aufsein gesamtes Schaffen übertragen werden kann: »Weil
es gesagt sein muß«. Grass mischt sich spätestens seit
dem Mauerbau 1961 öffentlich in die Politik ein, sei es als Redenschreiber
für Willy Brandt, Wahltrommler für die Es-Pe-De oder als gegenwartskritischer
Essayist. Das so bis heute entstandene umfassende Material untersucht Timm
Niklas Pietsch in diesem Buch, wobei er Grass' politische Texte als eigenständigen
Werkbestandteil betrachtet, deren Entwicklungslinien er mit ständigem
Seitenblick auf das Prosawerk vom Stück Die Plebejer proben den Aufstand
bis zur Novelle Im Krebsgang nachvollzieht. Der Autor füllt damit
eine markante Leer- stelle in der Grass-Forschung, die dem öffentlich
redenden Poeten noch immer kritisch gegenübersteht. Die >Theorielosigkeit<,
die Grass in der zeitgenössischen Rezeption der 1970er Jahre vorgeworfen
wurde, hinterfragt Pietsch kritisch. Der Autor kann erstmalig auch die
bisher unveröffentlichte politische Korrespondenz von Grass u.a. mit
Willy Brandt und Horst Ehmke miteinbeziehen. Dabei macht er den Stellenwert
des Briefes im politischen Wirken von Grass deutlich. Bei der Darstellung
von Grass Rede-Engagement führt Pietsch den neuen Begriff des >Rede-Essays<
als Gattungsbezeichnung ein, um den Stil von Grass zu charakterisieren.
Das letzte Kapitel des Buches enthält ein Interview mit Grass, in
dem der Nobelpreisträger zu seinem rednerisch- politischen Wirken
Auskunft gibt. Er bestätigt, dass seine Stellungnahmen >Mischformen<
seien aus appellativer Rede und reflexivem Essay, die er für einen
unverzichtbaren Bestandteil seines Schreibens hält.
Stefan
Strucken
Elias
Canetti
Masse
und Macht im fiktionalen Werk
Düsseldorfer
Schriften zur Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 3
Herausgegeben
von Gertrude Cepl-Kaufmann
260
S., Br., € ca. 29,90
ISBN
3-89861-584-7
Elias
Canetti (1905–1924) stellt in seinem theoretischen Text Masse und Macht
das Phänomen der Masse im Gegensatz zum Einzelnen dar. Obwohl Masse
und Macht erst 1960 veröffentlicht wurde, beschäftigte der
Autor sich schon seit 1924 mit dieser Thematik. Anhand seines Romans Die
Blendung (1930/31) und den Dramen Hochzeit (1931/32), Komödie der
Eitelkeit (1933/34) und Die Befristeten (1952) zeigt Stefan Strucken, dass
die Beschäftigung mit den Phänomenen Masse und Macht nicht nur
Canettis theoretisches Werk bestimmt, sondern nahezu sein gesamtes Werk
durchzieht. So entwickelt Strucken eine Neuinterpretation des fiktionalen
Werks aus der Perspektive seiner Massentheorie.
Canetti,
so das Ergebnis der Untersuchung, geht von einem Konzept der Verantwortung
des Schriftstellers aus, das ihm – in letzter Konsequenz – verbietet, weiterhin
fiktional-literarisch tätig zu sein. Bei einem ungemein produktiven
Autor wie Canetti, der täglich schrieb, dessen veröffentlichtes
Werk aber dennoch als sehr überschaubar gelten darf und dessen fiktionales
Werk darin nur einen geringen Teil ausmacht, ist dies ein entscheidender
Gesichtspunkt zum Verständnis seiner literarischen Produktion.
Jahrbuch
für Kulturpolitik Band 6
Diskurs
Kulturpolitik
Kulturstatistik,
Chronik, Literatur, Adressen
Redaktion:
Norbert Sievers und Bernd Wagner
Institut
für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hg.) 2006
420
Seiten, Gb., € 19,90
ISBN
3-89861-570-7
Im
Juni 2006 wird die Kulturpolitische Gesellschaft 30 Jahre alt. Aus diesem
Anlass wird das ›Jahrbuch für Kulturpolitik 2006‹ zum Thema ›Diskurs
Kulturpolitik‹ erscheinen. Inhalt soll eine kritische Reflexion des kulturpolitischen
Diskussions- und Modernisierungsprozesses seit den 1970er Jahren sein,
um auf dem Hintergrund der dreißigjährigen Diskursgeschichte
eine neue Begründungsfolie für eine Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik
zu liefern. Damit soll der Blick für die Herausforderungen des nächsten
Jahrzehnts geöffnet und der programmatischen Debatte der Kulturpolitik
neue Denkanstöße gegeben werden.
Nach
dem ersten Kapitel zum Strukturwandel der Gesellschaft, u. a.
demografische Entwicklung, Globalisierung, Arbeitsgesellschaft, geht es
im zweiten um die Aufgaben der Kulturpolitik wie Teilhabe, Vermittelung,
Erinnern, Bilden u. a.
Kapitel
3 ist den Spannungsfeldern der Kulturpolitik vorbehalten, in dem die Akteure
und Positionen der Kulturpolitik verortet werden können. Durch Begriffspaare
wie ›Alltag und Aura‹. ›Skyline und Szene‹, ›Spitze und Breite‹, ›E-Kultur
und U-Kultur‹, ›Zentrum und Peripherie‹, ›Produkt und Prozess‹ etc. wird
das Spektrum der Gegensätze augenfällig, die es hier kulturpolitisch
zu interpretieren gilt. Kapitel 4 widmet sich der Frage, welche Modernisierungsimpulse
der (Neuen) Kulturpolitik es gegeben hat, welche Wirkung sie hatten und
welche Entwicklungsoptionen sie heute noch beinhalten.
AutorInnen
sind u. a. Peter Bendixen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Kurt
Eichler, Michael Fehr, Max Fuchs, Monika Griefahn, Dieter Kramer, Oliver
Scheytt, Olaf Schwencke, Hermann Schwengel, Jörg Stüdemann, Wolfgang
Thierse, Knut Nevermann, Albrecht Göschel, Iris Magdoski, Karin v.
Welck
Zusätzlich
zum Schwerpunkt enthält das Jahrbuch Beiträge zur Kulturstatistik,
eine kulturpolitische Chronik und kulturpolitische Bibliographie des Jahres
2004 sowie wichtige Adressen zur Kultur und Kulturpolitik.
publikum.macht.kultur.
Kulturpolitik
zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung
Dokumentation
des 3. Kulturpolitischen Bundeskongresses am 23./24. Juni 2005 in
Berlin
Kulturpolitische
Gesellschaft e.V. (Hg.)
Edition
Umbruch Band 21
240
S., Br., € 15,00
ISBN
3-89861-569-3
Der
dritte Kulturpolitische Bundeskongress ›publikum.macht.kultur. Kulturpolitik
zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung‹ fand am 23./24. Juni 2005
in Berlin statt. Die öffentlich geförderte Kunst und Kultur in
den Theatern, Konzerthäusern oder Museen braucht ZuschauerInnen, um
ihre gesellschaftliche Funktion wirksam erfüllen zu können. Aus
ihrem Vermittlungsanspruch kultureller Werke und Inhalte bezieht die öffentliche
Kulturförderung einen Teil ihrer Legitimation. Dem wachsenden Bedarf,
Häuser und Veranstaltungen mit Publikum zu füllen, steht jedoch
die Erfahrung gegenüber, dass das kulturelle Interesse kein unbegrenzt
verfügbares Gut ist, sondern eine knappe Ressource, um die sich viele
Anbieter bemühen. Die Folge ist, dass das Interesse an Kultur nicht
nur vermehrt, sondern auch geteilt wird.
Wie
reagiert das Management der Kulturinstitutionen auf diese Situation? Brauchen
wir eine stärker nachfrage- oder kundenorientierte Kulturpolitik?
Wie weit kann die Kulturpolitik den Bedürfnissen der Menschen entgegen
kommen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, nicht mehr maßstabsetzend
zu sein und lediglich dem Publikumsgeschmack hinterherzulaufen? Diese und
viele andere Fragen sind im Rahmen des Dritten Kulturpolitischen Bundeskongresses
der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische
Bildung diskutiert worden, dessen Beiträge in diesem Buch dokumentiert
werden.
Urbanität
und Kultur
Erfahrungen
beim Deutschen Städtetag und in Berlin
Mit
einem Geleitwort von Hermann Glaser herausgegeben von Dieter Sauberzweig
Edition
Umbruch Band 20
175
S., Br., 12,00
ISBN
3-89861-550-2
»Wenn
ich nach einem Schwerpunkt in meinem Lebensweg frage, so ist es die Arbeit
für die Städte. Sie ist für mich die interessanteste Aufgabe
in Verwaltung und Politik, weil sie die Nähe zur Sache und die Nähe
zum Bürger auszeichnet, zu den Menschen, denen letztlich alle Politik
dienen soll. Andere Ebenen mögen ›höher‹ und damit ›wichtiger‹
erscheinen, aber sie sind zugleich ferner von der zu gestaltenden Wirklichkeit.«
(Dieter Sauberzweig)
Dieter
Sauberzweig ist gemeinsam mit Hermann Glaser, Hilmar Hoffmann u. a.
einer der Wegbereiter der Neuen Kulturpolitik. Er schreibt in diesem Buch
von seinen Erfahrungen beim Deutschen Städtetag in der Zeit des kulturpolitischen
Aufbruchs der Endsechziger und frühen siebziger Jahre und als Kultursenator
in Berlin in der zweiten Hälfte der siebziger und frühen achtziger
Jahren.
Es
ist ein Stück Vergegenwärtigung des eigenen politischen Denkens
und Handelns und gibt dabei einen Einblick in die Nachkriegsgeschichte
von Kulturpolitik und am Beispiel Berlins in das komplizierte kulturelle
Gefüge einer Großstadt. Das Buch schließt mit dem Kapitel
›Kommunale Kulturpolitik zwischen gestern und morgen‹ zu Perspektiven gegenwärtiger
Kulturpolitik.
Kulturforschung
als Kulturschaffen
Andreas
Wiesand - Festschrift zum 60. Geburtstag
Edition
Umbruch Band 19
103
S S., Br., € 11,00
ISBN
3-89861-549-9
Freunde
und Weggefährten, die sich an das Abenteuer der Erinnerung an gemeinsame
Zeiten in diesem Band gewagt haben sind Gerhart Baum, Bazon Brock, Freimut
Duve, Max Fuchs, Jochen Gerz, Walter Grasskamp, Hilmar Hoffmann, Bernhard
Freiherr von Loeffelholz, Gerhard Pfennig, Volker Plagemann, Carl Friedrich
Schröer und Olaf Schwencke.
»Dieses
Buch ist eine Hommage an die Person Andreas Wiesand, dessen öffentliche
Bedeutung – leider – in diametralem Gegensatz zu seiner öffentlichen
Präsenz steht. Ich mag das bedauern – ihn stört es nicht. Die
Autoren dieses Buches jedenfalls wissen es einzuschätzen. Herausgekommen
ist eine Bilanz, in der sich immer wieder ein Funkeln durchsetzt, das Aufleuchten
der enormen Energiefelder, die das Zentrum für Kulturforschung mit
seinen beiden Direktoren Karla Fohrbeck und Andreas Wiesand über so
viele Jahre erzeugt haben. Als ich kürzlich mit Michael Krüger
darüber kommunizierte, überraschte er mich: ›Unter uns gesagt,
war er der einzige, der wirklich arbeiten konnte. Bazon schwebt über
den Wassern, Karla in den Wassern, Wiesand hatte den Eimer in der Hand
und hat geschöpft.‹«
(Aus
dem Vorwort der Herausgeberin Regina Wyrwoll)
Hella-Sabrina
Lange
»Wir
stehen alle wie zwischen zwei Zeiten.«
Zum
Werk der Schriftstellerin Auguste Hauschner (1850–1924)
Düsseldorfer
Schriften zur Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 1, Herausgegeben von
Gertrude Cepl-Kaufmann
250
S., Br., € 29,90
ISBN
3-89861-583-9
Auguste
Hauschner (1850–1924) zählt zu den vergessenen Autorinnen des späten
19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ist ihr Werk bis heute weitestgehend
unberücksichtigt geblieben, findet sich ihr Name in so mancher Schriftsteller-
und Gelehrtenbiographie. Sie bezogen entweder finanzielle Unterstützung
von ihr oder verkehrten in ihrem Salon in Berlin, der eine feste Instanz
im kulturellen Leben der Stadt um die Jahrhundertwende darstellte.
Hella-Sabrina
Lange widmet sich dieser, im Kontext der Prager- und Berliner Literatur-
und Kulturgeschichte interessanten Schriftstellerin. Sie beleuchtet das
sozialkritische Engagement Hauschners, verortet die Salonnière und
Mäzenin im Kontext der Berliner und Prager Bohème und betrachtet
die intensiven Kontakte zu Zeitgenossen wie Max Brod, Romain Rolland, Norbert
Jacques, Martin Buber oder Louise Dumont. Die Werke Hauschners sind geprägt
von zeitgenössischen Denkbildern der Jahrhundertwende, so ist etwa
ihr Roman Die Siedelung von den Ideen ihres geistigen Ziehvaters Gustav
Landauer beeinflußt und im Kontext der Siedlungsbestrebungen des
frühen 20. Jahrhunderts zu lesen. Ihre Künstlerromane, wie der
Max Liebermann gewidmete Roman Kunst, bieten eine Auseinandersetzung mit
den Akademie- und Secessionismusdiskursen und thematisieren die zeittypischen
schriftstellerischen Selbstpositionierungen, darunter auch die Bedeutung
weiblicher Künstlerschaft. Die Autorin beleuchtet zudem die von Hauschner
konstruierten Identitätsentwürfe und setzt sich mit dem Heimatbegriff
bei Hauschner auseinander. Ein wichtiger Stellenwert wird auch der Frage
nach der weiblichen Motivation des Schreibens und dem von Hauschner geforderten
sozialkritisch motivierten Emanzipationsideal beigemessen.
Mit
der interessanten Persönlichkeit der Schriftstellerin Auguste Hauschner
erhält der Leser einen epochenumfassenden Einblick in die kulturellen
Vernetzungen.
Szenografie
in Ausstellungen und Museen II
Wissensräume:
Kunst
und Raum – Raum durch Kunst
Hg.:
DASA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
232
S., Br., € 29,90
ISBN
3-89861-462-X
[Dieses
Werk erscheint mit zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig, voraussichtlich
Februar 2006]
Auch
der zweite Band zu ›Szenografie‹ geht der internationalen Entwicklungen
des Mediums der Ausstellung nach. Wissensräume haben eine besondere
Ausstrahlung, hier findet sowohl die Wissenserarbeitung als auch die Rezeption
desselben statt. Ob dies moderne Observatorien oder andere Forschungseinrichtungen
sind, ob Bibliotheken, Kirchen, Börsen: Sie alle haben Formen einer
sinnlichen Qualität entwickelt und präsentieren sich in wiedererkennbaren
Erscheinungsformen, die weit über den engeren Sinn ihrer jeweiligen
Funktionen hinausreichen. Mit Blick auf die Historie dieser Formen lassen
sich unterschiedliche Wissenscharaktere und deren Selbstdarstellungsweisen
erkennen.
Museen
und Ausstellungen sind die Wissensräume par excellence der gegenwärtigen
Gesellschaften. Auch sie haben fast klassisch zu nennende Ausdrucksformen
entwickelt und ihre besonderen Methoden der Präsentation und der Raumbildung.
Was geschieht bei der Konstitution von Wissensräumen in Museen und
in Ausstellungen? In welchem Verhältnis steht die Zufälligkeit
einer Raum gewordenen Absicht zu den Kategorien eines menschengerechten
Raums? Wie hoch ist der Einfluss von sinnlichen Eindrücken auf die
Aufnahme und die Einschätzung von Wissen zu bewerten, welche Emotionen
spielen sich dabei ab? Gibt es eine Ästhetik des Wissens? Welche Bedeutung
hat das Ausstellen von ungegenständlichem Wissen? Und was ändert
sich bei der Transformation von Wissenschaftssprache in den sinnlichen
Kontext eines Ausstellungsraums?
Der
Freie Fall
Positionen
von Performern
Albrecht
Hirche / kathrin Krumbein (Hg.)
135
S., Br., € 14,90
ISBN
3-89861-590-1
Das
Buch vereint Stimmen von Theatermachern, -kritikern, -produzenten aus Deutschland,
Griechenland und der Schweiz und regt dadurch eine Debatte über den
heutigen Standort der sogenannten Projektarbeit an. Der Schwerpunkt liegt
auf Aussagen der Theaterschaffenden, die jenseits eines Pathos der Gründermanifeste
eine differenzierte Beschreibung und Begrifflichkeit anbieten.
Statt
um Theatertheorie geht es um Plastizität und praktische Erfahrung.
Noch
vor zwanzig Jahren schien es ausreichend im Kontext des deutsch-sprachigen
Theaters zwei Formen voneinander abzugrenzen: das Stadt- und Staatstheater
und das sogenannte Freie Theater. Diese Abgrenzung beruhte auf unterschiedlichen
produktionsästhetischen Zusammenhängen, dem Zugang zu den Produktionsmitteln,
unterschiedlichen Arten von Förderungen, zugleich war sie aber auch
ideologisch aufgeladen – auf der einen Seite der Apparat des Stadttheaters,
der klassische Kanon, das Repertoire und auf der anderen Seite ästhetische
Experimente, flexible Arbeitsstrukturen, ein direkter Kontakt zum Publikum.
Heute ist diese Unterscheidung so nicht mehr zu treffen: die Freien Theater
spielen die gleichen literarischen Stoffe, Helden der Freien Szene gehen
ans Stadttheater und dort werden (jedenfalls an einer Handvoll Häusern)
szenische Experimente gewagt, die sich kaum ein Freies Theater leisten
kann. In Griechenland entwickeln die kleinen, ehemals patriarchalisch organisierten
Theater der Off-Szene im Austausch mit der deutschen Theaterszene neue
Arbeitsformen und Themen jenseits des konservativen Nationaltheaters. Von
den europäischen Festivalscouts weitgehend unbemerkt hat sich hier
ein Potential herausgebildet.
Fallstudien
u.a. von: Annemarie M. Matzke, Florian Malzacher, Hella Kemper, Gabriele
Hänel, Sabrina Zwach, Tim Etchells, Sven Schlötcke, Holger Bergmann,
Daniel Wetzel, Stephan Müller, Judith Gerstenberg, Samuel Schwarz,
Niklaus Helbling, Malte Ubenauf, Akyllas Karazissis, George Kakanakis,
Michael Marmarinos.
Juliane
Jung
Wellness-Führer
Rhein-Ruhr
300
Adressen rund um Fitness, Beauty und Wellness
144
S., Br., € 14,90
ISBN
3-89861-537-5
Wer
möchte das nicht – schön, entspannt und mit einem guten Körpergefühl
den Alltag bestreiten. Der Ratgeber mit zahlreichen Abbildungenwendet sich
an Frauen ab 35, die auf Fitness, Beauty und Wellness auch im Alltag nicht
verzichten wollen. Hier erfährt Frau alles über die neuesten
Trends, aber auch klassische Methoden und Tipps, die sich rund um Körper,
Geist und Seele bewährt haben. Der praktische Alltagsnutzen erschließt
sich über eine Fülle von Empfehlungen und Tipps, die sowohl in
den eigenen vier Wänden, aber auch in Fitnessstudios, Beautysalons
und Wellness-Oasen zu realisieren sind. Die praktischen Ratschläge
werden ergänzt durch Adressen und Kurzbeschreibungen von zahlreichen
Dienstleistern rund um das Ruhrgebiet, den Niederrhein und das Bergische
Land
Carsten
Dilly
Einfach
mal raus! Für Genießer
24
Kurztrips für jede Stimmung
114
S., Br., € 9,95
ISBN
3-89861-541-3
Freie
Zeit wird immer kostbarer. Umso wichtiger ist es, dass man diese Zeit mit
schönen Unternehmungen füllt, die das Leben bereichern. Nur:
Wohin auf die schnelle und ohne langfristige Planung?
„Einfach
mal raus! – Für Genießer“ enthält 25 attraktive Tourenvorschläge
für jede Stimmung und Seelenlage des anspruchvollen Genießers:
Der Bogen reicht von Relaxen über sportive Fortbewegung, Schlemmen
und Kochen bis hin zu Kultur und Unterhaltung – bei gutem, aber auch bei
weniger gutem Wetter. Natürlich können Sie die Touren auch kombinieren
– man weiß ja manchmal nicht, worauf man abends Lust hat. Alle Touren
sind so konzipiert, dass sie in der Regel in zwei bis drei Stunden Autofahrt,
ausgehend von Nordrhein-Westfalen, erreichbar sind – da lohnt auch mal
der spontane Aufbruch. Darüber hinaus bietet der Reiseführer
für jedes Ziel Infos und Tipps für Übernachtung und Gastronomie.
Als
kleines Geschenk für Sie bieten einige der vorgestellten Veranstalter,
Hotels und Restaurants am Ende des Buches einen Gutschein für eine
Vergünstigung an. Damit Ihr Ausflug noch ein bißchen mehr Spaß
macht!
Aus
dem Inhalt:
Ohne
Handy, Palm & Co.
Bad
Pyrmont – Ein Quell der Entspannung
Maria
Laach – Im Namen der Ruhe
Cuxhaven
– Wohlfühlen an der Waterkant
Spiekeroog
– Friesisch herb
Mens
Sana In Corpore Sano
Der
Rennsteig – Wandern in Thüringens Wäldern
Auf
Pilgertour im Rheinland- Der Weg ist das Ziel
Oberhausen
– Golf und Genuss im Revier
Saarland-Rundwanderweg
– Auf Schusters Rappen
Für
Schlemmermäulchen
Vieux
Sinzig – Kochen mit dem Kräuterpapst
Private
Brauereigasthöfe in NRW – Gerstensaft und Geselligkeit
Der
Rotweinwanderweg – Auf den Spuren der Rebe
Pfälzer
Weinstraße – Die Toskana Deutschlands
Schwelgen
in Flora und Fauna
Botanika
– Einladung ins Grüne
Adler-
und Wolfspark Kasselburg – Wo sich die Wildtiere noch Gute Nacht sagen
Naturpark
Ströhnen – von Ara bis Zebra
Regenwaldhaus
Hannover – Tagesreise in die Tropen
That’s
Entertainment
Lichtburg
– Mehr als Kino
Varieté
Apollo – Theater mit Tradition
Colosseum
– Das Phantom der Oper geistert durch Essen
Konzerthaus
Dortmund – Philhamonisches Schwergewicht
Als
Bildungsbürger unterwegs
Kunsthalle
in Emden – Nach Ostfriesland, der Kunst wegen
Museen
in Bonn – Von der Mondscheinsonate zum Mauerfall
Die
Kölner Museumslandschaft – Genuss hat Geschichte
Das
Universum Science Center Bremen – Wunderwelt der Wissenschaft
Das
Gutscheinbuch für Genießer
Restaurants
– Kultur – Freizeit – Hotels in Essen und Umgebung
Randolf
Kaminski (Hg.)
64
S., Br., € 14,95
ISBN
3-89861-514-6
Klasse
statt Masse! Genießen Sie mit diesem Gutscheinbuch die faszinierende
Welt der Gaumenfreuden, das interessante Kultur- und Freizeitangebot sowie
entspannende Hotelaufenthalte. Und das alles zu außergewöhnlichen
Vorzugspreisen!
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Gültig
von Januar bis Dezember 2006
Restaurants
* Best Western Hotel Ypsilon
* Ristorante Capobioanco
* Da Vinci
* GOP-Restaurant
* Jagdhaus Schellenberg
* Kölner Hof
* La Grappa
* raum.eins
* Hotel-Restaurant Schmachtenbergshof
* Serafino
* Vecchio Roma
* Ristorante Basilea. Hattingen
* Restaurant Frintrop, Oberhausen
* Hackbarth’s Restaurant, Oberhausen
Cocktailbar
* Rossi-Bar
Kultur
* Colloseum, Phantom der Oper
* GOP Varieté Theater
* Lichtburg Filmtheater
Freizeit
* Sea Life, Oberhausen
* zoom Erlebniswelt, Gelsenkirchen
Hotels
* Best Western Hotel Ypsilon
* Estrel Hotel, Berlin
* Finca Es Torrent, Mallorca
Bonus
* RevierSport
Heinz
Theodor Jüchter
Bergisch
Pepita
Das
Bergische Land entdecken.
Ein
Servicebuch – mit Geschichten
200
S., Br., € 11,95
ISBN
3-89861-317-8
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Das
mag ja ein Widerspruch sein. Der Titel ›Bergisch Pepita‹ klingt anschaulich-friedlich,
durchaus sympathisch, aber man weiß, dass auch ›kleinkariert‹ gemeint
sein kann, engstirnig-bockig, jedenfalls nicht gerade weltgewandt. Tatsächlich
macht sich das Bergische Land oft eher klein und eng, versteckt sich im
Zwischenraum von Rhein und Ruhr hinter seinen Hügeln, Bäumen
und Schieferwänden. Eine frühe und starke Wirtschaftsgeschichte
und eine reiche Kultur belegen zwar Kreativität und Tatkraft, aber
man hält sich zurück, lässt lieber andere protzen. Das soll
sich spätestens mit dem Landesprojekt ›Regionale 2006‹ ändern.
Zumindest im ›Bergischen Städtedreieck‹ (danach aber auch im Oberbergischen)
will man einen ›Spurwechsel‹ erreichen, Zeichen setzen, neue Entwicklungen
wagen und Leuchtkraft zeigen.
Dieses
Servicebuch soll daher dazu einladen, das Bergische Land selbst zu entdecken
und zu besichtigen, mehrfach und immer wieder. Das Buch gibt Informationen
und Tipps für Erlebnisreisen, es beschreibt Städte und Landschaften
und erzählt bergische Geschichten.
»Ein
großes, buntes Bilderbuch mit Farben« hätte Else Lasker-Schüler,
die Wuppertaler Dichterin, dieses Land auf und hinter den Bergen genannt.
Wir sprechen eher (etwas spöttisch und sogar selbstironisch) von ›Bergisch
Pepita‹ und betonen das kleine Erlebnis als das große ›Event‹, den
kurzweiligen Tagestrip lieber als die große Reise. Denn »das
Große«, so hat der Zeichner Horst Janssen einmal gesagt, »ist
bald langweilig, aber im Kleinen ist eine Welt verborgen.«
Marlies
Sobczak / Jürgen Sobczak (Hg.)
Wanderführer
Westfalen
Ruhrgebiet,
Münsterland und Umgebung
30
Rundwanderwege für jede Jahreszeit
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
64
S., Br., € 5,90
ISBN
3-89861-575-8
Das
Buch gibt Anregungen und ist zugleich ein idealer Begleiter für alle,
die ihre Heimat Schritt für Schritt entdecken oder auch nur näher
kennen lernen möchten. Die Touren führen zu bekannten Sehenswürdigkeiten,
aber auch zu Zielen, die etwas abseits liegen und deshalb für Entdeckernaturen
ganz besondere Reize bieten.
Unter
anderem folgende Ziele sind vertreten: Coesfeld, Billerbeck, Kloster Gerleve,
Wildpark Dülmen, Reken, Maria Veen, Nottuln, Baumberge, Schapdetten,
Senden, Bösensell, Wesel, Diersfordt, Dorsten: Kanal und Lippe, Marl-Frentrop,
Haltern am See, Flaesheim, Die Haard, Dachsberg, Lünen, Ascheberg,
Hengsteysee, Schwerte-Bürenbruch, Wetter und Herdecke, Harkortturm,
Wickede, Oberelfringhausen, Lüdenscheid-Elspe, Iserlohn-Danzturm
Erlebnis
Nationale Naturlandschaften Nordrhein-Westfalen
400
S., Br., € 14,90
ISBN
3-89861-576-6
Naturparke
sind großräumige Gebiete, die sich wegen der Vielfalt, Eigenart
oder Schönheit von Natur und Landschaft besonders für die Erholung
eignen. Für die Träger der Naturparke gehört es zu den wichtigsten
Zielen, diese Kulturlandschaften zu erhalten sowie Natur erlebbar und verstehbar
zu präsentieren. Dazu gehören auch Informationszentren, Veranstaltungen
und Kurse zur Umwelt- und Naturschutzbildung, um die Besucher zu einem
verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und zu einem bewussten Erleben
der Natur hinzuführen.
Die
Buchreihe vermittelt Informationen und Zusammenhänge über natürliche
Grundlagen, Pflanzen- und Tierwelt, Ökologie sowie über Geschichte
und Kultur im Naturpark. Die Besucher lernen die Besonderheiten der Regionen
entdecken und regionaltypische Produkte und gastronomische Angebote kennen.
Die
Buchreihe erschließt die Naturparke für eine naturnahe Erholung:
Routenvorschläge für Wanderungen, Fahrrad-, Kanu- und Inlinetouren
ermöglichen eine naturnahe Erholung, für die Regeneration von
Körper und Geist werden entsprechende regionale Angebote vorgestellt.
Ob Familienausflüge, Ziele und Touren für die Generation 50plus,
Wellnessangebote oder spezielle Aktivitäten für Kids – die Bände
bieten Tipps für alle Besucher.
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Nehmen
Sie teil am Erlebnis Nationale Naturlandschaften!
Rüdiger
Jordan
Von
Kapitellen, Kanzeln und Taufsteinen
Kirchen
und Klöster im Ruhrtal
160
S., Br., € 7,95
ISBN
3-89861-436-0
Das
Ruhrtal war Ausgangspunkt der Christianisierung im frühen Mittelalter.
Die ältesten Kirchen der Region blicken daher schon auf eine über
tausendjährige Geschichte zurück, die bis in die Gegenwart reicht.
Der Kirchenbau ist immer auch ein Spiegel der historischen Entwicklung,
auch die Kirchen geben ein Zeugnis von den Intentionen der Erbauer und
den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der jeweiligen
Epoche. Auch die älteste wie die jüngste Klostergründung
der Region sind hier zu finden.
Rüdiger
Jordan ist profunder Kenner der Architekturgeschichte des Kirchenbaus;
er legt sein Hauptaugenmerk auf eine für interessierte Laien lesbare
und kompakte Vermittlung grundlegender Informationen sowie ansprechender
und spannender „Geschichten“ zu den Orten und Bauten.
Den
einzelnen Orten zugeordnet finden sich touristische Hinweise in der jeweiligen
Umgebung, die natürlich auch die Burgen und Industriedenkmäler
im Ruhrtal einbeziehen. Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
Jürgen
Boebers-Süßmann
Gelsenkirchen
entdecken
7
Rundgänge und 1 Fahrradtour
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
200
S., Br., € 14,90
ISBN
3-89861-545-6
Der
Stadtführer Gelsenkirchen führt auf insgesamt sieben Stationen
durch die Industriestadt im Strukturwandel. Dieser Wandel lässt sich
an der Stadt Gelsenkirchen besonders ausgeprägt dokumentieren: Geprägt
von einer Industriegeschichte, die Gelsenkirchen als ›Stadt der 1000 Feuer‹
zu einer der bedeutendsten Kohlestädte Europas werden ließ,
wurde die Stadt zum Sitz der IBA Emscher Park, die in den 1990er Jahren
das Gesicht des Ruhrgebiets entscheidend veränderte. Der Nordstern-Park
mit dem Gelände der Bundesgartenschau 1997, der Skulpturenwald Rheinelbe,
die Vorzeigesiedlung Kolonie Schüngelberg oder der Wissenschaftspark
sind nur einige Beispiele für diesen Perspektivwechsel. Sechs Stadtteile
stehen stellvertretend für den Wandel der Stadt am Rhein-Herne-Kanal.
›Gelsenkirchen
entdecken‹ zeigt darüber hinaus intensive Blicke in die weitere Stadtgeschichte.
Ob in der Altstadt, in Buer oder in Horst: Die Rundgänge führen
auf interessanten Wegen zu historischen Orten, kulturellen Sehenswürdigkeiten,
sehenswerter Architektur und reizvollen Grünanlagen.
Eine
Besonderheit des Bandes ist – passend zur Fußball-WM 2006 – der Spezial-Rundgang
›Auf den Spuren des FC Schalke 04‹. Ausgehend von der Fußball-Stadt
Gelsenkirchen werden alle relevanten Schalke-Orte, -Aktivitäten, -Zusammenhänge
etc. vorgestellt: vom neuen zum alten Stadion, von der Glückauf-Kampfbahn
zum Grab von Stan Libuda, vom Geburtshaus Ernst Kuzorras zur Knappen-Elf
der 1930er Jahre, von der Kult-Fan-Kneipe ›Auf Schalke‹ zu Rudi Assauers
Lieblings-Italiener.
Stefan
Milk / Ulrich Bonke
Kamen
– Bilder einer liebenswerten Stadt
96
S., Gb., € 17,90
ISBN
3-89861-530-8
An
der östlichen Peripherie des Ruhrgebietes zwischen Sauerland und Münsterland
gelegen ist die Stadt Kamen geographischer Mittelpunkt des Kreises Unna.
Eine gastfreundliche alte Hansestadt mit gewachsener Urbanität, interessanter
Geschichte und mit hohem Wohn- und Freizeitwert.
Neben
Bodenständigkeit, westfälischem Humor und Gastfreundschaft sind
Toleranz und Weltoffenheit typische Merkmale Kamener Mentalität.
Der
durchgehend farbige, mit über 100 Bildern bestückte Fotoband
porträtiert die Stadt Kamen in all seinen vielen Facetten.
Er
zeigt die Menschen in Kamen, die Landschaft in und um Kamen herum, Sehenswürdigkeiten
und Typisches der Stadt, Luftaufnahmen der näheren Umgebung, Zeugnisse
der Vergangenheit und vieles mehr! Herausgegeben vom Heimat- und Verkehrsverein
Kamen e.V. mit freundlicher Unterstützung der Stadt Kamen
Karl
Krampe (Hg.)
Geschichten
aus dem Ruhrtal
256
S., Br., €
ISBN
3-89861-554-5
Das
Ruhrtal gilt als eine der ›Wiegen des Ruhrbergbaus‹. Zahlreiche bergbauliche
Überreste erinnern daran. Im Vergleich zu diesen erhaltenen technischen
Denkmälern bleibt das Bild der Menschen, die einst hier lebten und
arbeiteten, oft schemenhaft. Die Erzählungen und Erinnerungen, die
der Bergmann Karl Krampe (1858–1934) in den 1920er Jahren aufschrieb, geben
diesen Menschen wieder eine Gestalt. Er beschreibt das bäuerliche
Leben im Ruhrtal ebenso wie die Arbeit unter Tage und erzählt von
Menschen, die die Landschaft prägten und von ihr geprägt wurden.
Krampe schildert aber auch die Veränderungen, die er miterlebt hat:
Den Bau der Eisenbahn, das Verschwinden der bäuerlichen Alltagskultur,
den Wegzug der Bergleute. Auf diese Weise entwirft er das Bild einer Region,
die bereits vor mehr als hundert Jahren einen Strukturwandel erlebte, der
den Alltag der Menschen tief greifend veränderte.
Wolfgang
Berke / Nicolas Streblow
Erlebnis
Motorrad
Stuttgart
140
S., Br., € 12,90
ISBN
3-89861-573-1
›Erlebnis
Motorrad‹ ist der perfekte Begleiter für spannendes und entspanntes
Motorradfahren im heimischen Revier. Neue Strecken, direkt in der Nachbarschaft,
die besten Kurven, die wichtigsten Treffs und eine Fülle weiterer
Tipps für Unterwegs und zum Einkehren.
›Erlebnis
Motorrad‹ ist ein Buch für alle begeisterten Motorradfahrerinnen und
-fahrer aus dem Großraum Stuttgart. Passt aufgeschlagen in jeden
Tankrucksack und bietet Navigation per Roadbook und Karte. Damit man sich
auf den schönsten Strecken rund um Stuttgart, den Schwarzwald und
die Schwäbische Alb garantiert nicht verfährt.
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Wolfgang
Berke / Uwe Hirschmann
Erlebnis
Motorrad
Ruhrgebiet
/ Westfalen
140
S., Br., € 12,90
ISBN
3-89861-574-X
35.000
Motorradfahrer aus dem Ruhrgebiet und drum herum kennen die Strecken des
ersten ›Erlebnis Motorrad‹-Buches. Hier kommt die Fortsetzung: Mit zwölf
völlig neuen Touren für den Feierabend oder das Wochenende. 1.600
Kilometer durch das Bergische Land, das Sauerland, das Münsterland
und Westfalen.
Fehlen
dürfen natürlich auch nicht die traditionellen Motorradtreffs
– alle neu geprüft und bewertet. Dazu gibt es noch einige echte Geheimtipps,
wo man Pause machen, sich treffen oder kulinarische Entdeckungen machen
kann.
Das
Buch passt aufgeschlagen in jeden Tankrucksack und bietet jetzt Navigation
per Roadbook und Karte. Damit man sich auf den schönsten Strecken
garantiert nicht verfährt.
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Wolfgang
Berke / Uwe Hirschmann
Erlebnis
Motorrad:
Rheinland
160
Seiten, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur, € 12,90
ISBN
3-89861-350-X
Zahlreiche
Abbildungen, durchgehend farbig.
Ralf
Piorr (Hg.)
Der
Pott ist rund!
Das
Lexikon des Revier-Fußballs
Band
2: Die Vereine 1945 bis 2005
ca.
400 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband, ca.
29,95 €,
ISBN
3-89861-356-9
Der
Pott ist rund! Dieser besonderen Topographie ist das zweibändige ›Lexikon
des Revier-Fußballs‹ gewidmet.
Im
Band 2 werden an die 100 Vereine des Reviers mit ihren Geschichten, Erfolgen
und Niederlagen fundiert dargestellt. Manche Klubs gibt es schon längst
nicht mehr wie den Duisburger SV, der schon Westdeutscher Meister war,
bevor Borussia Dortmund oder FC Schalke 04 überhaupt gegründet
worden waren. Andere einst legendäre Vereine der Oberliga West wie
die Spfr. Katernberg oder die Emscher Husaren sind dabei in der Versenkung
der Bezirks- und Kreisligen verschwunden. Trotzdem gehören diese Traditionsvereine,
die irgendwann ihre spezielle Geschichte geschrieben haben, zum Selbstverständnis
dieser Region, und gerade die vielen ›Kleinen‹ bekommen im ›Lexikon des
Revier-Fußballs‹ einen würdigen Platz neben den vermeintlich
Großen.
›Der
Pott ist Rund‹ Band 1 und 2 sind auch gemeinsam im Schuber erhältlich:
54,90 €, ISBN 3-89861-361-5
Das
Kollosseum der Moderne
Faszination
der VELTINS-Arena
144
Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, € 7,50
ISBN
3-89861-332-1
Die
VELTINS-Arena: Selten hat eine Sportstätte schon seit dem ersten Spatenstich
die Menschen fasziniert. Mit herausschiebbarem Rasen, verschließbarem
Dach, mobiler Tribüne, Videowürfel, Kapelle und eigener Bierleitung
ist das Zuhause des FC Schalke 04 weit mehr als nur ein Fußballstadion.
›Das Kolosseum der Moderne‹ macht diese Faszination spürbar. Auf 144
Seiten wird das Werk zum sachkundigen Führer durch die multifunktionale
Spielstätte, indem es seine zukunftsweisende Technik nachvollziehbar
macht und dessen Funktionieren erklärt.
Stefan
Goch / Ralf Piorr (Hg.)
Wo
das Fussballherz schlägt
Fussball-Land
Nordrhein-Westfalen
364
S., Br., € 18,90
ISBN
3-89861-348-8
Der
Westen mit dem Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen ist seit Ende des Zweiten
Weltkriegs eine Fußballregion mit besonderer Prägung. »Das
Herz des deutschen Fußballs schlägt im Ruhrgebiet« urteilte
Franz Beckenbauer vor einigen Jahren. Von den über 6,27 Millionen
Mitgliedern im DFB kommen rund 1,4 Millionen aus nordrhein-westfälischen
Fußballvereinen. Damit steht NRW im Vergleich zu den übrigen
Bundesländern an 1. Stelle der Mitgliederstatistik. Gleiches trifft
für die Zahl der Vereine und der Mannschaften zu. Gestützt wird
dies durch die Begeisterung der Fans: Woche für Woche strömen
Hunderttausende zu den Fußballplätzen im Land.
Mit
der WM 2006 feiert Nordrhein-Westfale sein sechzigjähriges Bestehen
als Bundesland. Das Buch zur Geschichte des Fußballs in NRW liefert
Geschichten, Hintergründe und Analysen rund um Spieler, Vereine und
Meisterschaften. Es geht aber nicht nur um die ›großen‹ Vereine,
denn Fußball hat hier auch abseits der großen Arenen und Stadien
eine Tradition wie wohl nirgendwo sonst in Deutschland.
Aus dem Inhalt:
* Vorgeschichte: Erster Weltkrieg und Aufstieg zum Massenzuschauersport,
Fußball im Nationalsozialismus
* Oberliga West
* Nordrhein-Westfalen in der Bundesliga 1963 bis 2005
* Rheinland
* Ostwestfalen
* Im Hinterhof der Großen: Oberliga und Verbandsliga
* Überall Bolzen: Betriebsmannschaften und Hobby-Kicker
* Instrumentalisierung des Sports für Politik und Showgeschäft
* Fußball, Kommerz und populäre Kultur
* Ökonomische Theorie des Fußballs
* MigrantInnen und Fußball / Nationale Identitäten
* Frauen & Fußball
* Fußballmythen im Westen
* Die Erfindung des Samstagnachmittags: WDR 2 und die Konferenzschaltung
* Fußball ist Religion
* Fans im Fußball / Faninitiativen / Fanprojekte
Mannschaften aus den letzten 60 Jahren
* Die Legenden:
Glückauf-Kampfbahn, Rote Erde, Hafenstraße, Tivoli, Bökelberg,
Stadion am Zoo Wuppertal, Bielefelder Alm
* WM-Stadien 2006: Köln, Dortmund und Gelsenkirchen
* Portraits von 40 Vereinen
* Statistik über Meisterschaften, Pokalsiege, Rekordnationalspieler
etc.
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Remeke:
Gewerkschaften
und
Sozialgesetzgebung
[DGB und Arbeitnehmerschutz
i.d......sozialliberalen
Koalit.]
519 S., Gb., €
39,80
|
Wuppertal entdecken
17,50
|
Von Grafen, Bischöfen
und feigen Morden
6,95
|
publikum.macht.kultur.
Kulturpolitik
zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung
Dokumentation
des 3. Kulturpolitischen Bundeskongresses am 23./24. Juni 2005 in
Berlin
Kulturpolitische
Gesellschaft e.V. (Hg.)
Edition
Umbruch Band 21
240
S., Br., € 15,00
ISBN
3-89861-569-3
Der
dritte Kulturpolitische Bundeskongress ›publikum.macht.kultur. Kulturpolitik
zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung‹ fand am 23./24. Juni 2005
in Berlin statt. Die öffentlich geförderte Kunst und Kultur in
den Theatern, Konzerthäusern oder Museen braucht ZuschauerInnen, um
ihre gesellschaftliche Funktion wirksam erfüllen zu können. Aus
ihrem Vermittlungsanspruch kultureller Werke und Inhalte bezieht die öffentliche
Kulturförderung einen Teil ihrer Legitimation. Dem wachsenden Bedarf,
Häuser und Veranstaltungen mit Publikum zu füllen, steht jedoch
die Erfahrung gegenüber, dass das kulturelle Interesse kein unbegrenzt
verfügbares Gut ist, sondern eine knappe Ressource, um die sich viele
Anbieter bemühen. Die Folge ist, dass das Interesse an Kultur nicht
nur vermehrt, sondern auch geteilt wird.
Wie
reagiert das Management der Kulturinstitutionen auf diese Situation? Brauchen
wir eine stärker nachfrage- oder kundenorientierte Kulturpolitik?
Wie weit kann die Kulturpolitik den Bedürfnissen der Menschen entgegen
kommen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, nicht mehr maßstabsetzend
zu sein und lediglich dem Publikumsgeschmack hinterherzulaufen? Diese und
viele andere Fragen sind im Rahmen des Dritten Kulturpolitischen Bundeskongresses
der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische
Bildung diskutiert worden, dessen Beiträge in diesem Buch dokumentiert
werden.
Jürgen John /Dirk van Laak / Joachim von Puttkamer (Hrsg.)
Zeit-Geschichten
Miniaturen in Lutz Niethammers Manier
342 Seiten,Abbildungen,broschiert, € 22,00
ISBN 3-89861-404 -2
bereits erschienen
Der Band findet seinen inneren Zusammenhang vornehmlich in der
Person des Geehrten. Es ist ein Lesebuch im besten Sinne geworden
mit
Texten, die man sonst wohl kaum an anderen Stellen zu lesen bekommt
– geschrieben von Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft ,,Publi-
zistik und Politik, denen das essayistische Genre vertraut und geläufig
ist,ebenso wie solchen, von denen man das kaum erwartet hatte und
die vielleicht sogar Neuland betraten.
Der Band repräsentiert eine breite Palette an Zugängen
zur Zeitge-
schichte im weitesten Sinne – darunter nicht wenige,,die sich expressis
verbis mit „Zeitgeschichte “ und ihrer spezifischen Methodik aus-
einander setzen,aber auch solche, die gegenwärtige Prozesse
einer
ironisch-„unzeitgemäßen “ Betrachtung unterwerfen..Auch
Bezüge zur
„Historik “ des 19..Jahrhunderts und zu älteren wie neueren
„Sonder-
weg “-Debatten befinden sich darunter. Vor allem jedoch werden in
den Beiträgen Voraussetzungen und Bedingungen des eigenen Tuns
reflektiert – oft in überraschend freimütiger Weise..Viele
dieser höchst
unterschiedlichen „Zeit-Geschichten “ tragen eine Handschrift,,für
die sich Lutz Niethammer in der Zunft der Zeithistoriker einen ganz
eigenen Ruf erworben hat,der freilich nicht ohne Polarisierung –
und
auch nicht ohne Anfeindung – geblieben ist.. Der konsequente Ansatz
Niethammers, die Subjekte der Geschichte und ihre Erfahrungen im
Umgang mit dem, was üblicherweise zur „Geschichte “ gerechnet
wird,
ernst zu nehmen, hat viele Kolleginnen und Kollegen herausgefordert
und zu Widerspruch gereizt.
Helmuth Schmitdt / Heinz Weischer
Zorn und Trauer
Als politischer Gefangener in Zuchthäusern der
DDR
Mit einem Geleitwort von Wolf Biermann
229 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, € 14,90
3-89861-608-8
Helmuth Schmidt siedelte in den 1950er Jahren aus Überzeugung
aus West-deutschland in die DDR über. Er wurde ständig von der
Staatssicherheit
überwacht. Zur Ausbürgerung Wolf Biermanns verfasste Schmidt
4 regime-kritische Flugblätter, die er in Parchim verteilte. Kurz
danach wurde er in den Stasi-Knast am Demmlerplatz in Schwerin verbracht,
wo er die Entwürdigung eines politisch denkenden Menschen brutal am
eigenen Leib erfuhr.
Ende 1978 wurde er von der BRD freigekauft. Es entwickelt sich eine
enge Freundschaft zu Wolf Biermann, der zum Buch ein Geleitwort geschrieben
hat. Das mit Ko-Autor Weischer verfasste Buch dokumentiert mit über
100 Abbildungen die menschenunwürdige Behandlung in den Haftanstalten,
Stasi-Akten, berufliche und persönliche Dokumente sowie private und
offizielle Fotos.
Johannes Heil
„Gottesfeinde
“ – „Menschenfeinde “
Die Vorstellung von jüdischer
Weltverschwörung (13.–16.Jh.)
Antisemitismus:Geschichte und Strukturen, Band
1
500 Seiten,broschiert, € 44,90
ISBN 3-89861-406-9
Die Vorstellung von der jüdischen Weltverschwörung
ist
das Leitmotiv der Judenfeindschaft in der
Moderne –
aber ihre Wurzeln sind weit älter.Schon
der englische
Chronist Matthaeus Parisienis wusste um 1250
von ei-
nem Komplott der „Juden Alemanniens “ mit
den Mongo--
len zu berichten,die in den Jahrzehnten zuvor
gegen
Westeuropa vorgerückt waren.Die Studie
untersucht
auf breiter Quellenbasis Genese,Form,Kontext
und
Funktion solchen „Wissens “ vom hohen Mittelalter
bis in
die Frühneuzeit hinein.Sie werden im
Zusammenhang
vergleichbarer Vorstellungen gegenüber
anderen inne-
ren und äußeren,vorgestellten wie
tatsächlichen Geg-
nern analysiert.Die Studie beschreibt den
langen Pro-
zess der Veränderung zentraler Feindschemata
in der
europäischen Kultur,dessen erste Anzeichen
bereits
im 13.Jahrhundert zu verzeichnen sind.Mit
der Diskus-
sion von Kontinuitäten und Diskontinuitäten
in der Er-
scheinung des Verschwörungsmotivs eröffnet
diese
am Zentrum für Antisemitismusforschung
der TU-Berlin
entstandene mediävistische Habilitationsschrift
neue
Perspektiven zum Verständnis vormoderner
Juden-
feindschaft im Kontext der historischen Vorurteils-
und Devianzforschung,dessen Bedeutung weit
über
die Mittelalterforschung hinausreicht.
Christina Späti
Die schweizerische Linke und
Israel
Israelbegeisterung, Antizionismus
und
Antisemitismus zwischen 1967
und 1991
Antisemitismus: Geschichte und Strukturen, Band
2
360 Seiten, broschiert, € 29,90
ISBN 3-89861-407-7
Nach dem Sechstagekrieg von 1967 veränderte
sich die
Haltung der schweizerischen Linken zu Israel
und zum
Nahostkonflikt grundlegend.Die im Zuge der
68er-
Bewegung entstandene Neue Linke lehnte aufgrund
ih-
rer antiimperialistischen Weltanschauung das
Existenz-
recht des jüdischen Staates mehrheitlich
ab.Auch in-
nerhalb der gemäßigten Linken nahm
in den siebziger
Jahren Kritik an der israelischen Politik
gegenüber den
Palästinensern zu.Gleichzeitig wurde
die gesamte Linke
– wie in anderen europäischen Ländern
– immer häufi-
ger mit dem Vorwurf konfrontiert,in ihren
Äußerungen
zu Israel zeigten sich Elemente eines Antisemitismus
von links.
Die Studie zeichnet Kontinuitäten und
Brüche im Ver-
hältnis der schweizerischen Linken zu
Israel und den
Palästinensern zwischen 1967 und 1991
nach.Anhand
einer präzisen Definition von Antisemitismus
analysiert
die Autorin,in welchen Aussagen zu Israel
und Zionis-
mus sich Judenfeindlichkeit manifestieren
konnte.
Schließlich wird danach gefragt,ob und
wie sich Linke
in der Schweiz mit dem Phänomen des Antisemitismus
generell und in den eigenen Reihen auseinander
gesetzt
haben.Damit leistet die Studie einen wichtigen
Beitrag
zur internationalen Forschung zur Frage nach
Antizionis-
mus und Antisemitismus in der westeuropäischen
Lin-
ken.
Daniel Gerson
Die Kehrseite der Emanzipation
in Frankreich
Judenfeindschaft im Elsass 1778
bis 1848
Antisemitismus:Geschichte und Strukturen,Band
3
ca.280 Seiten,broschiert, ca.24,90 € ,
ISBN 3-89861-408-5
Im Unterschied zu fast allen europäischen
Staaten
erfolgte die vollständige Emanzipation
der französi-
schen Juden im Kontext der Revolution von
1789 zu
einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt.Die
1791
erreichte Rechtsgleichheit bedeutete jedoch
keines-
wegs die gesellschaftliche Akzeptanz und ein
Ende
der Anfeindungen.
Im Elsass,wo damals die große Mehrheit
der französi-
schen Juden lebte,war der Zeitraum vom Ende
des
18.Jahrhunderts bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts
von
einer virulenten Judenfeindschaft geprägt.Gegner
einer
jüdischen Emanzipation verfassten Schmähschriften,
Beamte diskriminierten weiterhin jüdische
Bürger und
pogromartige Ausschreitungen führten
sporadisch zu
Plünderungen und Vertreibungen.
Im Zentrum des judenfeindlichen Diskurses
stand der
aus dem Mittelalter stammende Vorwurf des
Wuchers,
d.h.der Ausbeutung der zumeist ländlichen,nichtjüdi-
schen Bevölkerungsmehrheit durch wucherischen
Geld-
verleih.Die Emanzipation der Juden führte
nicht zu einer
Abnahme dieser Anschuldigungen.In weiten Teilen
des
Elsass wurden die Juden nach der bürgerlichen
Gleich-
stellung verstärkt als die neuen skrupellosen
Herrscher
über das Elsass diffamiert.
Das Buch zeigt,dass auch in Frankreich trotz
einer früh
erfolgten rechtlichen Gleichstellung judenfeindliche
Vor-
stellungen aus der voremanzipatorischen Zeit
nicht ein-
fach verschwinden,sondern weiter fortbestehen,um
in
einem komplexen Wandlungsprozess in eine neue
post-
emanzipatorische Judenfeindschaft zu münden.
Falk Wiesemann
Sepulcra judaica
Bibliographie zu jüdischen
Friedhöfen und zu
Sterben,Begräbnis und Trauer
bei den Juden
von der Zeit des Hellenismus
bis zur Gegenwart
780 S.,Festeinband,98,00 € ,
ISBN 3-89861-422-0
bereits erschienen
Seit den biblischen Zeiten sind die Sorge
um Kranke
und Sterbende sowie die Verpflichtung,die
Toten zu
bestatten und zu betrauern,als substantielle
Elemente
der religiös bestimmten Sozialordnung
des Judentums
dokumentiert.In den Friedhöfen spiegelt
sich die Ge-
schichte von Religiosität und Frömmigkeit,von
sozialen
und wirtschaftlichen Beziehungen,von der Entwicklung
einzelner Gemeinden wie auch regionaler und
weiträu-
miger Verflechtungen wider.
Angesichts der zentralen Bedeutung von Sterben
und
Trauer,Begräbnis und Begräbnisstätten
im Judentum
nimmt es wunder,dass bisher noch kein Versuch
einer
systematischen Zusammenstellung der einschlägigen
Literatur unternommen worden ist.Die vorliegende
Bibliographie schließt mit ihren rund
9.000,teils mit
Annotationen versehenen Titeleinträgen
diese Lücke.
Vorangestellt ist ein Hauptabschnitt,worin
die Litera-
tur zu Sterben,Begräbnis und Trauer zusammenge-
stellt ist.Den übrigen Teilen liegt ein
chronologisches
und ein geographisches Grobraster zugrunde,wodurch
es möglich wird,Fragen der Kontinuität
und Diskonti-
nuität jüdischer Sepulkralkultur
nachzugehen.
In Anbetracht der massiven Vernichtung jüdischen
Kul-
turguts im Verlauf von Verfolgungen kommt
nicht nur
der Dokumentation und Erhaltung von Friedhöfen
und
Grabinschriften eine zentrale Rolle zu,sondern
auch der
bibliographischen Erfassung von Erzähltem,Beschriebe-
nem,bereits Dokumentiertem,teilweise aber
mittler-
weile schon wieder Verschwundenem oder Zerstörtem.
Mit dem gewachsenen gedächtniskulturellen
Bewusst-
sein intensiviert sich auch das Interesse
an genealogi-
schen Recherchen mit ihren Eckpfeilern Geburt,Heirat
und Tod,die allesamt ihren Niederschlag in
den Grabin-
schriften gefunden haben.
M.Glettler/L ‘.Liptak/A.Mísková
(Hg.)
Geteilt,besetzt,beherrscht
Die Tschechoslowakei 1938 –1945:
Reichsgau Sudetenland,Protektorat Böhmen
und Mähren,Slowakei
Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische
Historikerkommission,Veröffentlichungen,Band
11
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen
im östlichen Europa,Veröffentlichungen,Band
25
363 Seiten,Festeinband, 24,90 € ,
ISBN 3-89861-126-4
bereits erschienen
Kaum ein Staat wurde vom nationalsozialistischen
Deutschland und seinen Verbündeten in
so viele Herr-
schaftsgebiete geteilt wie die Tschechoslowakei,im
Jah-
re 1938 die letzte parlamentarische Demokratie
in Mit-
tel-und Osteuropa.Den Bürgern der okkupierten
Tsche-
choslowakei widerfuhr somit dasselbe Schicksal
wie
insgesamt 180 Millionen Europäern,die
bis Ende 1941
unter nationalsozialistische Herrschaft gerieten.Diese
nahm unterschiedliche Formen an,je nachdem,auf
wel-
che Weise diese Herrschaft errichtet worden
und wel-
ches Schicksal der unterjochten Bevölkerung
im natio-
nalsozialistischen „Neuen Europa “ zugedacht
war..Doch
wirkten sich auch kurzfristige und pragmatische
Grün-
de,die von den Notwendigkeiten der Kriegführung
dik-
tiert wurden,auf die Besatzungspolitik aus.
In ihren Beiträgen fassen tschechische,slowakische
und deutsche Historiker die Ergebnisse ihrer
neuesten
Forschungen zusammen.Sie behandeln die deutsche
Besatzungspolitik im Reichsgau Sudetenland
und im
Protektorat Böhmen und Mähren,die
ungarische in
der Südslowakei sowie den Einfluss der
deutschen
Berater in der formal selbstständigen
Slowakei.Im
Zentrum ihres Interesses stehen Ziele und
Spielräume
der nationalsozialistischen Besatzer und jeweiligen
politischen Eliten,deren Bereitschaft zu Kollaboration
bzw.zu hinhaltendem Widerstand wie auch das
Leben
der Bevölkerung.Dabei stellen die Beiträge
einige
tradierte Mythen in Frage.
Christoph Cornelißen,Roman Holec und Jir
`´í P e s`´ek
Krieg – Diktatur – Vertreibung
Erinnerungskulturen in Tschechien,
der Slowakei und Deutschland seit
1945
Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische
Historikerkommission,Veröffentlichungen,Band
13
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen
im östlichen Europa,Veröffentlichungen,Band
26
500 S.,Festeinband,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-430-1
Der von Christoph Cornelißen,Roman Holec
und Jir`´í
Pes`´ek herausgegebene Band untersucht
die Frage,wie
sich staatliche Institutionen,politische und
gesellschaft-
liche Eliten sowie die Bevölkerungen
in Tschechien,der
Slowakei und in Deutschland nach dem Zweiten
Welt-
krieg mit der jüngsten Vergangenheit
auseinander ge-
setzt haben.In mehreren zeitlichen Längsschnitten
über
die gesamte Nachkriegszeit hinweg wird die
konfliktrei-
che Formierung kollektiver Erinnerungskulturen
aufge-
zeigt.Hierbei wird deutlich,wie sehr „östliche
“ und
„westliche “ Wissenschaft,,Politik und Publizistik,aber
auch Spiel-und Dokumentarfilme kontrastreiche
Bilder
der Vergangenheit vermitteln konnten,die bis
heute das
kollektive Gedächtnis der Nationen bestimmen.Die
ab-
schließenden Beiträge über
die Aufarbeitung von Kriegs-
und Nachkriegserfahrungen seit dem Zusammenbruch
des Kommunismus bilden die Grundlage für
einen weit-
gesteckten internationalen Vergleich nationaler
Erinne-
rungskulturen in Europa.
Christian Kleinschmidt/Florian Triebel (Hg.)
Marketing
Historische Aspekte der
Wettbewerbs-und Absatzpolitik
Arbeitskreis für kritische Unternehmens-und
Industriegeschichte (AKKU)an der Ruhr-Universität
Bochum,Bochumer Schriften zur Unternehmens-
und Industriegeschichte,Band 13
261 Seiten,Broschur, 24,90 € ,
ISBN 3-89861-372-0
bereits erschienen
Das Thema Marketing wurde bislang von Wirtschafts-
und Unternehmensgeschichte in Deutschland
nur wenig
betrachtet.Das ist insofern bemerkenswert,als
etwa
die Werbung – die aus Unternehmensperspektive
einen
Teilaspekt des Marketing darstellt – vergleichsweise
in--
tensiv erforscht ist,die Wirtschaftswissenschaften
sich
mit einer Flut von Publikationen dem Thema
Marketing
widmen und die anglo-amerikanische Historiographie
sich seit Jahrzehnten dieses Forschungsfeldes
ange-
nommen hat.Für den deutschsprachigen
Raum gibt
es hier also einen erheblichen Nachholbedarf.
Michael C.Schneider
Unternehmensstrategien in der NS-Wirtschaft
Arbeitskreis für kritische Unternehmens-und
Industriegeschichte (AKKU)an der Ruhr-Universität
Bochum,Bochumer Schriften zur Unternehmens-
und Industriegeschichte,Band 14
ca.540 S.,Abbildungen,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-382-8
Mit der Wanderer-Werke AG,der Maschinenfabrik
Kappel GmbH/AG sowie den Astrawerken AG aus
der
Region Chemnitz wird beispielhaft der für
die NS-Zeit
noch ganz unzureichend erforschte Maschinenbau
un-
tersucht.Das Buch von Michael Schneider fragt
nach
den Zielen der drei Unternehmen,ihren Strategien
zur
Umsetzung dieser Ziele und schließlich
den Erfolg oder
Misserfolg ihrer Strategien im ökonomischen
Umfeld
des Dritten Reiches zwischen Aufrüstung
und Kriegs-
ende.Die Literatur zur Unternehmensgeschichte
in
der NS-Zeit kreist häufig um den Zentralbegriff
der un-
ternehmerischen „Autonomie “ und verfolgt
die Frage,,
in welchem Ausmaß Unternehmen diese
für Markt-
wirtschaften konstitutive Eigenschaft in der
Aufrü-
stungs-und Kriegswirtschaft noch aufrecht
erhalten
konnten.
In beide Forschungszusammenhänge,den
NS-bezoge-
nen und den unternehmenshistorischen,ordnet
sich
die vorliegende Studie ein:Sie fragt vergleichend
nach
Zielen und Strategien von drei verhältnismäßig
kleinen
bzw.mittelgroßen Unternehmen,sowie den
Chancen
ihrer Umsetzung in den verschiedenen Phasen
des NS-
Regimes,der Bereitschaft der Unternehmensleitungen,
ihre Strategien an die Wirtschaftspolitik
des NS-Staates
anzupassen,aber auch nach Differenzen zwischen
den
Zielen der NS-Wirtschaftspolitik und jenen
der Unter-
nehmen,wie auch nach den ihnen zugrunde liegenden
Gründen.Über den engeren Bezug zum
Nationalsozia-
lismus hinaus versucht sie damit einen Beitrag
zu jener
Debatte zu leisten,die derzeit die Möglichkeiten,Aufga-
ben und Ziele der Unternehmensgeschichtsschreibung
in Deutschland neu zu bestimmen sucht.
Eckhard Schinkel (Hg.)
Totaler Arbeitseinsatz
für die Kriegswirtschaft
Zwangsarbeit in der deutschen
Binnenschifffahrt
1940 –1945
ca.180 S.,ca.40 Abbildungen, ca.12,90 €
,
ISBN 3-89861-277-5
Zwangsarbeit in der Binnenschifffahrt ist
ein unerforsch-
tes Kapitel in der Verkehrs-Geschichte.Im
Jahr 1943
waren 12.514 „Ausländer “ beim fahrenden
Personal an
Bord.Sie kamen aus 15 Nationen.
Das Buch präsentiert erstmals
– Erinnerungen,,
– zeitgenössische Dokumente,,
– wissenschaftliche Forschung..
Eine besondere Gruppe bildeten die 4014 deportierten
Franzosen aus dem Service du Travail Obligatoire.Der
junge Bank-Angestellte Alfred Dusautier war
einer von
ihnen.Seine in ihrer Ausführlichkeit
einzigartigen Erin-
nerungen beschreiben erlebte und erlittene
Wirklichkeit:
die Requirierung,den Zug-Transport nach Deutschland,
Ausbildung,Arbeits-Alltag in der Binnenschifffahrt,das
Kriegs-Ende,die Rückkehr.Seine Erinnerungen
sind zu-
gleich ein Panorama der Binnenschifffahrt
im Zeiten
Weltkrieg.
Den Erinnerungen stehen Dokumente aus dem
Reichs-
verkehrsministerium zum Personal-Notstand
in der
Kriegswirtschaft gegenüber,darunter drei
Protokolle zur
Vorbereitung des Arbeits-Einsatzes der Franzosen.Die
Beiträge der Forschung mit zahlreichen
Anmerkungen
umreißen die Situation der Binnenschifffahrt
im Krieg
und die Zwangsarbeit von „West-“ und „Ostarbeitern
“
in der deutschen Binnenschifffahrt.
Klaus Tenfelde /Hans-Christoph Seidel
Zwangsarbeit im Bergwerk
Der Arbeitseinsatz im Kohlenbergbau
des Deutschen Reiches
und der besetzten Gebiete
im Ersten und Zweiten Weltkrieg
Institut für Soziale Bewegungen,Schriftenreihe C – Zwangsarbeit
im Bergwerk
insg.1614 Seiten, Abbildungen, 2 Festeinbände im Schuber mit Lesebändchen,€
79,90
ISBN 3-89861-454 -9
Band 1– Forschungen
638 Seiten,Abbildungen,Festeinband,mit Lesebändchen, € 45,00
ISBN 3-89861-389-5
Die heimische Stein-und Braunkohle war in beiden Weltkrie-
gen die wichtigste Rohstoffgrundlage der deutschen Kriegswirt-
schaft. Im Verlauf seiner kriegerischen Expansion brachte das
nationalsozialistische Deutschland außerdem die bedeutends-
ten kontinentaleuropäischen Kohlenreviere unter seine Kon-
trolle. Die wichtigste Voraussetzung für die Ausbeutung dieser
Rohstoffbasis bildete der Faktor Arbeitskraft.
Der Band behandelt in 18 Beiträgen die Arbeitsverhältnisse
in
den deutschen und von Deutschland besetzten Kohlenrevieren
und untersucht die vielfältigen Formen von Zwangsarbeit und
Bergwerk.
Band 2 – Dokumente
976 Seiten,Abbildungen,Festeinband,mit
Lesebändchen, € 45,00
ISBN 3-89861-390 -9
Die über 400 in diesem Band zusammengestellten Dokumente
aus deutschen und ausländischen Archiven ermöglichen einen
authentischen und differenzierten Einblick in die Organisation
und Praxis des Ausländer-und Zwangsarbeitereinsatzes im
Kohlenbergbau während des Ersten und Zweiten Weltkrieges.
Die Dokumente beleuchten den Zwangsarbeitereinsatz in den
deutschen und von Deutschland besetzten Kohlenrevieren aus
ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Die Erschließung der Quellensammlung ist durch inhaltliche
Einführungen,Kurzregesten,Kommentierungen und umfangrei-
che Register gewährleistet.
Schwarze, Gisela:
Die Sprache der Opfer
Briefzeugnisse aus Rußland und der Ukraine zur
Zwangsarbeit als Quelle der Geschichtsschreibung
ca.300 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert,ca.€ 15,00
ISBN 3-89861-484 -0
Keine Naziuntat ist in den Nachkriegsjahrzehnten derart aus
dem Bewusstsein der deutschen Gesellschaft verdrängt worden
und an keiner Naziuntat waren so viele deutsche Volksgenossen
beteiligt, wie an der Versklavung von mehr als zehn Millionen
Europäern während des Zweiten Weltkrieges auf deutschem
Reichsgebiet.
Die meisten Menschen,die in den Jahren 1939 bis 1945 in
Deutschland geschunden wurden,sind schon tot. Es leben
noch jene,die ihre Kindheit und Jugend in deutschen Zwangs-
arbeitslagern durchlitten,auch als Sieben-/Achtjährige in
Spinnereien oder bei der Reichsbahn zehn Stunden schuften
mussten.Und diese Kinder unter zwölf Jahren sind damals von
den deutschen Bürokraten namentlich nicht erfasst worden.
Somit können die damaligen Kinder heute den für den Erhalt
der Entschädigung erforderlichen Nachweis durch deutsche
Behörden oder Archive meist nicht erbringen.Die Vereinigung
der ehemaligen minderjährigen Gefangenen des Faschismus
in den GUS-Staaten vertritt 550.000 Männer und Frauen,von
denen viele keinen Pfennig erhalten werden,obwohl sie als
Sklavenkinder in Industrie-und Reichsbahnlagern ausgebeutet
wurden,hungerten und nicht lernen durften.Jene deutschen
Städte,Kreise,Gemeinden,die rechtzeitig – meist gegen den
Widerstand konservativer Gruppierungen – ihre Geschichte
der Zwangsarbeit aufgearbeitet haben,konnten in zahlreichen
Fällen Plausibilitätserklärungen ausstellen,andere Kommunen
antworteten weder den Opfern,den Stiftungen der GUS-Staa-
ten,noch den Anfragen anderer Städte.
Adenauers Welt
Ein Lesebuch zur Alltags-und Sozialgeschichte
der frühen Republik
Zusammengestellt und eingeleitet von Kirsten Petrak,
Dietmar Petzina und Werner Plumpe
ca.4 0 0 S.,broschiert,ca. € 29,90
ISBN 3-89861-483-2
An den „Ruinenalltag “ der Jahre 1945 bis 1948//49 schloß sich
eine
Phase der Konsolidierung an,die etwa bis zur Mitte der fünfziger
Jahre dauerte.In der Mitte des Jahrzehnts begann der Aufbruch
ins Unbekannte,der zwar Anfang der sechziger Jahre keineswegs
abgeschlossen war,aber bereits irreversibel die gesellschaftlichen
Strukturen verändert hatte.Die Koordinaten des Alltäglichen
verschoben sich vollständig.An die Stelle eines von Traditionen
und hergebrachten Institutionen gesteuerten Alltags des Überlebens
und der Not trat das entbundene und individualisierte Leben in der
Wohlstands-und Massenkonsumgesellschaft -der Wandel hätte
drastischer kaum ausfallen können,zumal sich eine neue,dauer-
hafte Ordnung des Alltäglichen bis heute kaum abzeichnet.
Die Alltagsgeschichte jener Jahre stand bereits häufig im Zentrum
des Interesses.Jedoch waren es eher die Skurrilitäten und die
Besonderheiten jener Jahre,die Aufmerksamkeit auf sich zogen,
während der eigentliche Alltag wenig Beachtung fand.In diesem
Quellen-und Lesebuch ist das anders.Hier wird erstmals ein Blick
auf die Routinen des Alltags geworfen – und auf die schleichenden
Veränderungen,in deren Folge schließlich alles anders wurde.
Dazu haben die Herausgeber Quellen und Texte aus ganz unspek-
takulären Zusammenhängen ausgewählt:von Radioprogrammen
über Fahrpläne,Heiratsanzeigen,Verbrauchsstatistiken und
ärztli-
chen Protokollen bis hin zu ersten Meinungsumfragen und Briefen
an den Kummerkasten einer Illustrierten reicht das Spektrum der
ausgewählten Texte.Hier sind jene Facetten des Lebens dokumen-
tiert,die für sich genommen trivial erscheinen,in ihrer Summe
aber ein breites Panaroma einer Gesellschaft entfalten,die uns trotz
ihrer Nähe fremd geworden ist.
Gerhard Fürmetz (Hg.)
Schwabinger Krawalle
Polizei und Protest Anfang der 1960er Jahre
Villa ten Hompel,Schrif ten,Band 6
254 Seiten, Festeinband,zahlr.Abbildungen, € 22,90
ISBN 3-89861-513-8
Im Juni 1962 lieferte sich die Münchener Stadtpolizei in
Schwabing fünf Nächte heftige Auseinandersetzungen mit
mehreren tausend Jugendlichen und Studenten.Über Jahre
hinaus beschäftigte sich die bayerische Justiz mit den Protest-
ereignissen – begleitet von einer Bürgerrechtskampagne und
einer regen Anteilnahme der Medien.
Damals wie heute ist es schwierig,den spontanen Protestaus-
bruch der „Schwabinger Krawalle “ in Ursachen und Bedeutung
zu verstehen:Er passt weder einfach in die früheren „Halb-
starken “-Proteste,noch in die später berühmt gewordenen
68er-Aktionen.Der Band untersucht erstmals historisch den
Ablauf der Ereignisse,analysiert das Vorgehen der Polizei und
die Reaktion der Öffentlichkeit,fragt nach der Berichterstattung
und dem Ein ? uss der Medien;auch das Nachwirken von der
juristischen Aufarbeitung bis zur geschichtlichen Darstellung
wird betrachtet.Viele zeitgenössische Fotos und Dokumente
ergänzen die Darstellung.
Der von Gerhard Fürmetz herausgegebene Band liefert ein
plastisches Bild jener äußerlich noch ruhigen,im Inneren
aber
schon gärenden Zeit vor Augen,die zwischen dem Aufbau der
Nachkriegszeit und den Umbrüchen der siebziger Jahre liegt
und die -ähnlich dem Vormärz im 19.Jahrhundert -ihren eige-
nen Charakter und ihre eigene Bedeutung beanspruchen darf.
Mathias Beer /Dittmar Dahlmann (Hg.)
Über die trockene Grenze
und über das offene Meer
Binneneuropäische und
transatlantische Migrationen
im 18.und 19.Jahrhundert
Migration in Geschichte und Gegenwart,Band 1
372 S.,broschiert,€ 29,90
ISBN 3-89861-365-8
bereits erschienen
Die Beiträge in diesem Band diskutieren in vergleichender
Perspektive das breite Spektrum der binneneuropäischen und
die transatlantischen Migrationsvorgänge des 18.und 19.
Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt:
• Geographische Mobilität als Voraussetzung sozialen Auf--
stiegs in der militärischen Gesellschaft des 17.Jahrhunderts
• Europäische Migration und die Peuplierung Preußens am
Beispiel der Salzburger Emigranten
• Frühneuzeitliche Flüchtlingshilfe in Großbritannien
und das Schicksal der Pfälzer Auswanderer von 1709
• Gelehrte auf Reisen
• Der regionale Einzugsraum von Lehrlingen und Lehrmädchen
des Wiener Handwerks im 18.und 19.Jahrhundert
• Jüdische Wanderungen nach den Teilungen Polens
• Reisende Frauen – schreibende Frauen auf Reisen
• Dynastische Verbindungen und Migration::
Das Beispiel Baden
• Dienstknechte und -mägde im Nordamerika
des 18.Jahrhunderts
• Primäre soziale Beziehungen deutscher
Amerika-Auswanderer im 19.Jahrhundert
• Herrnhuter und Mennoniten im Russischen Reich
Kilian J.L.Steiner
Ortsempfänger,
Volksfernseher
und Optaphon
Die Entwicklung der deutschen Radio-
und Fernsehindustrie
und das Unternehmen Loewe
1923 –1962
ca.384 Seiten,Festeinband,Abbildungen, ca.€ 29,90
ISBN 3-89861-492-1
Loewe ist der einzige Hersteller der einst so erfolgreichen
deutschen Radio-und Fernsehindustrie,der seit Einführung des
Rundfunks 1923 bis heute produziert. Das Unternehmen,des-
sen Geschichte hier von 1923 bis 1962 nachgezeichnet wird,
wurde 1923 durch Siegmund Loewe (1885 –1962) in Berlin
gegründet. Zu den Pionierleistungen gehörten 1926 die Einfüh-
rung des Ortsempfängers OE 333, der wesentlichen Einfluss auf
die Entwicklung der deutschen Radioindustrie hatte. Unterstützt
wurde Siegmund Loewe dabei durch den bekannten Physiker
Manfred von Ardenne (1907 –1997). 1933 folgte die Präsenta-
tion eines ersten „Volksfernsehers “.
Während des „Dritten Reiches “ wurden die Handlungsspiel-
räume des jüdischen Unternehmens allerdings immer enger,
wenn auch die „Arisierung “ bis 1938 verhindert werden
konnte.
1949 wurde Loewe rückerstattet und bis 1962 als Familien-
unternehmen geführt. In diese Zeit fällt schließlich
auch die
Vorstellung eines der weltweit ersten Tonbandkassettengeräte:
des Optaphons (1950/51).
Kilian J.L.Steiner legt die erste wissenschaftlich fundierte Unter-
nehmensgeschichte zur deutschen Radio-und Fernseh industrie
vor,die zugleich auch eine der ersten deutsch-jüdischen Unter-
nehmensgeschichten ist, in denen das Thema Rückerstattung
thematisiert wird.
Hermann Sturm
Die Tücke der Funktion
ca.130 Seiten,broschiert, Abbildungen, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-50 0 -6
Die Form folgt der Funktion,das ist ein auch heute noch
verbreitetes Missverständnis.Ableitungen der Form aus Funk-
tionen misslingen besonders dann,wenn Funktionalität als
Multifunktionalität gedacht wird,führt nicht selten zu absurden
Resultaten und auch,aber nicht nur,zu ästhetischen Über-
raschungen.Dabei bereiten die technischen und artistischen
Momente in ihrer Komplexität den Boden für Störungen
beim
Gebrauch.Eine Fundgrube für solche Zusammenhänge von
Form und Funktion bieten die so genannten Patentmöbel mit
ihrem Überangebot an hypertrophen Einfällen.Technisch-
artistische Momente sind stets anfällig für tückische
Fallen,die
wiederum in der Kunst,aber auch in der Architektur ästhetisch
weiter thematisiert werden,bis zu den Auswirkungen in der
heute allüberall präsenten Techno-Medialität,deren Prinzip
so benannt werden kann:Alles immer,alles schnell und alles
gleichzeitig.Es liegt also nahe,sich wieder einmal mit den
Begriffen Funktion,Funktionalität,Multifunktionalität zu
befas-
sen.Die mit diesen Begriffen einhergehende Unschärfe belegen
Texte zum Design von der Formel die Form folgt der Funktion
bis zur Formel die Form folgt dem Fehlschlag.Dabei zeigt sich,
dass diese begrif ? iche Vagheit aber auch genutzt werden kann,
um breit gestreute Phänomene zu erfassen.Dieses komplexe
Feld wird an Beispielen dokumentiert und unter verschiedenen
Perspektiven betrachtet.
Cordula Lissner
Den Fluchtweg zurückgehen
Remigration nach Nordrhein und Westfalen 1945 –1955
Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte
und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens,Band 73
ca.390 Seiten,Festeinband,Abbildungen, ca.€ 35,00
ISBN 3-89861-477-8
In den Monaten und Jahren nach dem Ende der nationalsozi-
alistischen Herrschaft in Deutschland kamen Frauen,Männer
und Kinder aus dem Exil in ihre frühere Heimat zurück.Ihre
Rückwege,ihre Ankunft und ihre Versuche,nach den Brüchen
durch Verfolgung,Flucht und Exil neue Verbindungen und
Sicherheiten zu gewinnen,sind bislang kaum erforscht.Welche
Erfahrungen machten die Remigranten und Remigrantinnen bei
der Begegnung und Wiederbegegnung mit Orten und Land-
schaften,Bürokratie und Politik,Nachbarn,Freundeskreisen
und Arbeitskolleg/innen?Welche Auseinandersetzungen und
welche Anpassungsleistungen begleiteten die Re-Integrations-
prozesse?
Den Rückweg aus dem Exil ging nach dem Mai 1945 nur ein
kleiner Prozentsatz der Menschen, die vor der nationalsozialis-
tischen Verfolgung geflüchtet waren.Aber entgegen bisheriger
Forschungsschwerpunkte betraf die Remigration nach 1945
nicht nur eine kleine Elite von Parteifunktionären und Intellektu-
ellen. Das Buch bezieht sich beispielhaft auf die Schicksale von
427 Personen,die zwischen 1945 und 1955 in rheinische und
westfälische Städte zurückkamen. Der hohe Anteil „namenlo-
ser “ Remigrantinnen und -migranten zeigt Rückwege auf,die
in einer auf Eliten beschränkten Remigrationsforschung bisher
kaum Beachtung gefunden haben und stellt eine Reihe bisheri-
ger Annahmen in Frage.
Jörg Loskill (Hg.)
Rolf Glasmeier
REVIER ATELIER 2
96 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband mit
Schutzumschlag, € 24,90
ISBN 3-89861-269-4

Er war auf nahezu allen Feldern der bildenden Kunst aktiv
– und meist innovativ..Rolf Glasmeier (1945-2003) setzte sich
mit allen ästhetischen Phänomenen der Revierwelt auseinander.
Aus diesem Grund passt er ideal zur neuen Buchreihe „Revier-
Atelier “,die sich arrivierten Ruhrgebiets-Künstlern widmet.
Glasmeier war ein international bekannter und geschätzter
Fotograf und Installateur,Bildhauer und Grafiker, Zeichner und
Objektemacher. Er überraschte in den 60er Jahren bereits mit
seinen kinetischen,zum interaktiven Mitspielen auffordernden
„Kaufhaus-Objekten “ und begegnete uns bei großen Aktionen
wie „Szene Rhein Ruhr “ oder „Grenzüberschreitung “ als poe--
tischer Gestalter naturnaher Strukturen und Architekturen. Als
Mitglied des Westdeutschen und des Deutschen Künstlerbundes
forderte er gesellschafts-und kulturpolitisch relevante Prozesse
ein: Kunst dürfe kein Außenseitertum bleiben. Künstler
und
Kunst, so sein Credo, müssten in den urbanen Zentren präsent
sein. Der Haltung, Kunst könne nur im Elfenbeinturm entste-
hen, erteilte er damit ein klare Absage. Ohnehin gab er sich mit
Traditionen und Konventionen nie zufrieden.
Dieses Buch über Glasmeier will von verschiedenen Positionen
her das Gesamtbild dieses engagierten Künstlers eingrenzen
und seine Entwicklungsschritte nachvollziehen. Dies geschieht
immer auf dem Hintergrund sich verändernder Bedingungen
der Region und der favorisierten Industriekultur, als deren Weg-
bereiter Glasmeier gilt und mit der er sich beschäftigte,noch
bevor es den Begriff als feste ästhetische Kategorie gab.
Jörg Loskill (Hg.)
Thomas Grochowiak
REVIER ATELIER 3
88 Seiten,Großformat,Festeinband m. Schutzumschlag, zahlreiche
teils farb.Abbildungen,€ 24,90
ISBN 3-89861-507-3
Thomas Grochowiak gehört zu den prägenden Gestalten der
deutschen Kunstgeschichte nach 1945. Er gründete zusammen
mit Malern wie Emil Schumacher, Hans Werdehausen und
Gustav Deppe u.a.1948 die Gruppe „junger westen “, die zum
Inbegriff für den Aufbruch der deutschen Kunst nach der Aus-
blendung durch die Nazi-Zeit wurde.
Wandte Grochowiak sich zunächst gegenständlich-figürlicher
Malerei zu, wechselte er später zu einer freien, abstrakten,
assoziativen Darstellung von Farben und Formen. Vor allem
wurde er durch seine „Musik-Bilder “ bekannt.. Komponisten
wie Strawinsky, Händel, Mozart, Bach usw. inspirierten ihn zu
einem Kosmos der (Farb-)Klänge. Zu seinem 90.Geburtstag,
den Grochowiak 2004 feiern konnte, kam er aus dem Domizil
im Schwarzwald zurück ins Ruhrgebiet: inzwischen als „Ikone
der deutschen Malerei “ gewürdigt..
Das Buch stellt Grochowiak in den Kontext der Entwicklungen
seit der Nachkriegsperiode benennt seine Verdienste als aktiver
Künstler, und als kulturpolitisch wichtiger Funktionär
Hans Dieter Baroth
Das werde ich nie vergessen
Geschichten aus dem Ruhrgebiet
ca.120 S.,Festeinband,farb.Abb., ca.€ 15,00
ISBN 3-89861-220-1
In der Bahnhofsgaststätte von Wanne-Eickel verlebte Heinz Rühmann
seine Kindheit,für seinen Vater
war das Lokal eine Goldgrube.In der Gegenwart sieht die Wirtin es nicht
mehr so.Wo einst der Welt-
meister Helmut Rahn Kohlen auslieferte und in einem Verein direkt um
die Ecke spielte,wissen heute
nicht einmal die Nachbarn,dass der berühmte Spieler dort seine
Jugend verlebte.
Hans Dieter Baroth beschreibt das Ruhrgebiet in der Gegenwart und unternimmt
von diesen Orten
Aus ? üge in die Vergangenheit des Potts.Mit dem Fahrrad fuhren
Jugendliche zu Auswärtsspielen
der höchsten Fußballklasse.Hans Dieter Baroth fährt
die Strecken nach.Zu fast jeder Station weiß
er eine Geschichte von früher zu erzählen;das Schiffshebewerk
bei Henrichenburg,der Borsigplatz
in Dortmund,sie sind Stätten der Erinnerung.Amüsant ist der
Rückblick auf eine Aufführung der
Ruhrfestspiele im Saalbau von Recklinghausen,wo der Kunstgenuss durch
widrige Begleitumstände
verdorben wurde.
Er berichtet von einem Nachbarn,der Modell stand für das Denkmal
verunglückter Bergleute,seiner
Kameraden.Wo Olaf Thon als Jugendlicher Fußball spielte,verfällt
das Stadion,das Vereinslokal des
Clubs befindet sich in Containern.Die angebliche Berliner Göre
Claire Waldoff wurde als Tochter
eines Bergmanns in Gelsenkirchen geboren.Das Geburtshaus steht nicht
mehr.Der Chronist des
Reviers begab sich auf die Spuren der Chansonsängerin vom ehemaligen
Gussstahlwerk Gelsenkir-
chen bis in die Marktstraße von Oberhausen.Hier sah sie das erste
Varieteé Das Unterhaltungslokal
wurde wie ihr Geburtshaus im Krieg zerstört.Wo einst Künstler
die Bergleute unterhielten,werden in
der Gegenwart modische Textilien verkauft.
Aus dem Biergarten der „Rhein-Aue “ in Duisburg sahen die Gäste
auf der anderen Flussseite die
Hochöfen von Krupp in Rheinhausen.Hans Dieter Baroth suchte nach
dem Ausflugslokal und fand
nur noch eine Parkanlage.Vor über 20 Jahren fuhr der Autor mit
der Straßenbahn von Duisburg nach
Witten-Annen.Zwei Jahrzehnte später unternahm er erneut diese
Tour,dieses Mal nach Witten-
Heven.Zwischen zwei Fahrten hat sich das Ruhrgebiet nachhaltig verändert.
Der Autor fotografiert seit 40 Jahren Stätten des Ruhrgebietes.Auch
mit beeindruckenden Fotos belegt
er in diesem Text-/Bildband den Wandel im Revier.Auf seinen Touren
in die Vergangenheit fotogra-
? erte er nicht nur Industrieruinen.Aufstieg und Verfall sind nahe
beieinander.Das alte und das neue
Revier,in den Texten und Bildern von Hans Dieter Baroth wird beides
lebendig.
Hermann Josef Stenkamp (Hg.)
Cotton Mills for the Continent
Sidney Stott und der englische Spinnereibau
im Münsterland und Twente
Sidney Stott en de Engelse spinnerijen
in
Munsterland en Twente
Landschaftsverband Westfalen-Lippe /Westfälisches Industriemuseum,Schriften,Band
24
ca.144 S., Festeinband,Großformat, zahlr. teils farbige Abbildungen,ca.14,90
ISBN 3-89861-458 -1
Schlüsselfertiges Bauen mit kompletter Maschinenausstattung
– und das vor über 100 Jahren.. Wer heute vor einem der gewal-
tigen Backsteinbauten steht, kann sich kaum vorstellen, wie
modern und rationell diese mehrgeschossigen Baumwollspinne-
reien schon ab den 1880er Jahren unter Federführung vor allem
englischer Industriearchitekten angeboten, geplant, gebaut und
eingerichtet wurden.
Noch heute prägen die feuersicheren Spinnereibauten von
Sidney Stott und zahlreichen weiteren Industriearchitekten
gleichsam in der Twente und im Münsterland sehr markant das
Gesicht der Städte. Doch auch die letzten haben nach Konkur-
sen oder Verlagerung der Textilproduktion ihre ursprüngliche
Nutzung als Spinnereien verloren. Anforderungen moderner
Industrieproduktion können diese mehrgeschossigen Säulenhal-
len kaum gerecht werden.
Sang-und klanglos fielen bereits zahlreiche Spinnereibauten
dem Abbruch zum Opfer. Doch sie alle sind Zeugnisse für die
industrielle Entwicklung dieser Region und sollten zu Recht
einen Anspruch auf Würdigung und Erhaltung haben.
Theatermuseum Düsseldorf, Redaktion:Anne Blankenberg (u.a.)
Liebe +Tod: Kursbuch
Theater NRW
119 Seiten,zahlr.farb.Abb.,broschiert, € 9,95
ISBN 3-89861-471-9
Die wohl dichteste Theaterlandschaft der Welt -sie befindet
sich an Rhein und Ruhr. Das Kursbuch bietet eine aktuelle
Übersicht als Nachschlagewerk. Zu jedem Theater gibt es Infor-
mationen zur Geschichte und seinem Konzept sowie einen Ser-
viceteil mit Anschrift, Öffnungszeiten, Kontaktpersonen u.v.a.m.
Im Anhang findet der Leser eine Bibliographie mit ausgewählter
Literatur über die Theater, die einen Einstieg in die vertiefte
Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen.
Das Nachschlagewerk erschließt folgende Bühnen:
das Theater Aachen,das Theater Bielefeld,das Schauspielhaus
Bochum,das Theater Bonn,das Westfälische Landestheater
Castrop-Rauxel, das Landestheater Detmold,das Landestheater
Burghofbühne Dinslaken,das Theater Dortmund,die Deutsche Oper
am Rhein Düsseldorf-Duisburg,das Düsseldorfer Schauspielhaus,
die Theater &Philharmonie Duisburg,das Aalto Musiktheater und
das Schauspiel Essen,das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen,
das Theater Hagen,die Bühnen der Stadt Köln,die Vereinigten
Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach,das Schlossthe-
ater Moers,das Theater an der Ruhr Mülheim,die Städtischen
Bühnen Münster,das Rheinische Landestheater Neuss,das The-
ater Oberhausen,die Westfälischen Kammerspiele Paderborn,
das Teo Otto Theater Remscheid,das Tanztheater Pina Bausch
und die Wuppertaler Bühnen.
Schauspielhaus Bochum
Ein Buch über das Theatermachen
Abschlussbuch zur Intendanz Matthias Hartmann in Bochum 2000 –2005.
352 Seiten,Großformat,Leineneinband mit Schutzumschlag,zahlreiche
farbige Abbildungen, €24,90
ISBN 3-89861-4 4 4 -1
Der opulent ausgestattete und optisch überaus beeindruckend
gestaltete Band bringt Erinnerungen und Fakten aus erfolgrei-
chen fünf Jahren und verschafft einen ganz allgemeinen Ein-
blick in die Arbeit eines Theaters, einen Querschnitt durch das
Schauspielhaus Bochum und die Realität hinter dem Vorhang.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Menschen und Phänomene,
die das Wesen einer Bühne prägen,Texte über das Theater
und
Texte der namhaften Autoren,deren Stücke in Bochum gespielt
wurden -und das Haus selbst: Bochums Schauspielhaus.
Um das Phänomen Theater und und die Theaterstadt Bochum
geht es auch in den Beiträgen von Lukas Bärfuss,Sibylle Berg,
Tankred Dorst,Albert Ostermaier,Moritz Rinke,Helge Schnei-
der,Botho Strauß und Peter Turrini. Exklusiv für das Abschluss-
buch geschrieben haben sie und andere namhafte Autoren,die
in den letzten fünf Jahren dem Haus nahe standen.
RevierSport (Hg.)
Der Pott ist rund
Das Lexikon des Revierfußballs
Nachschlagewerk in 2 Bänden
414 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband,
€
29,95
ISBN 3-89861-358-5
Band 1: Die Chronik von 1945-2005
Das Ruhrgebiet ist die größte
und wichtigste Fußball-Landschaft Deutschlands. Die Dichte von Vereinen,
Plätzen und Stadien sucht bundesweit ihresgleichen. Zwischen A2 und
A40 reihen sich die fast sagenumwobenen Fußball-Orte aneinander.
Die vorliegende Chronik dokumentiert 60 Jahre Fußballgeschichte im
Revier: Saison für Saison aus Sicht der Vereine – mit den Abschlußtabellen,
den Ergebnissen und Mannschaftskadern ein riesiger Fundus und ein sicheres
Nachschlagewerk.
Darüber hinaus ist Fußball
gerade im Revier viel mehr als nur ein 1:0. Natürlich gehört
zur Mannschaftsaufstellung auch das Spiel, zum Doppelpass der Abschluß
und zum Verein die Fans. In unzähligen Bildern, Dokumenten, Anekdoten
und Beiträgen entsteht so das eindrucksvolle Panorama dieser Fußball-Landschaft.
Am Ende bleibt die Feststellung: Der Pott ist rund!
Ralf
Piorr (Hg.)
Der
Pott ist rund!
Das
Lexikon des Revier-Fußballs
Band
2: Die Vereine 1945 bis 2005
ca.
400 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband, ca.
29,95 €,
ISBN
3-89861-356-9
Der
Pott ist rund! Dieser besonderen Topographie ist das zweibändige ›Lexikon
des Revier-Fußballs‹ gewidmet.
Im
Band 2 werden an die 100 Vereine des Reviers mit ihren Geschichten, Erfolgen
und Niederlagen fundiert dargestellt. Manche Klubs gibt es schon längst
nicht mehr wie den Duisburger SV, der schon Westdeutscher Meister war,
bevor Borussia Dortmund oder FC Schalke 04 überhaupt gegründet
worden waren. Andere einst legendäre Vereine der Oberliga West wie
die Spfr. Katernberg oder die Emscher Husaren sind dabei in der Versenkung
der Bezirks- und Kreisligen verschwunden. Trotzdem gehören diese Traditionsvereine,
die irgendwann ihre spezielle Geschichte geschrieben haben, zum Selbstverständnis
dieser Region, und gerade die vielen ›Kleinen‹ bekommen im ›Lexikon des
Revier-Fußballs‹ einen würdigen Platz neben den vermeintlich
Großen.
›Der
Pott ist Rund‹ Band 1 und 2 sind auch gemeinsam im Schuber erhältlich:
54,90 €, ISBN 3-89861-361-5
Norbert Silberbach /Stefan Goch
Zwischen Blau und Weiß
liegt Grau
Der FC Schalke 04 in der Zeit des Nationalsozialismus
360 Seiten,zahlreiche Abbildungen, Festeinband,€ 17,90
ISBN 3-89861-433-6
Die Erfolge des FC Gelsenkirchen-Schalke
04 in der Zeit des
»Dritten Reiches «
waren beeindruckend::Die Schalker Fußbal-
ler wurden 1934,1935,1937,1939,1940
und 1942 Deutscher
Meister,in der Saison 1937 zugleich
Pokalsieger.Zwischen
1934 und 1942 stand der Verein
in jeder Saison mindestens in
einem Pokal-oder Meisterschafts-Endspiel.
Wohl gerade wegen dieser Erfolge
ist der FC Gelsenkir-
chen-Schalke 04 immer wieder einer
besonderen Nähe zum
Nationalsozialismus verdächtigt
worden.Sowohl der Verein als
auch Teile der Öffentlichkeit
haben dagegen lange das Bild des
unpolitischen Fußballclubs
gepflegt,dessen Spieler auch im
»Dritten Reich « eben
nur und vor allem Sportler waren..
Das Buch analysiert mit dem erreichbaren
überlieferten Quel-
lenmaterial die Verbindung zwischen
dem FC Gelsenkirchen-
Schalke 04 und dem Nationalsozialismus.Die
dargestellten
Ereignisse,Entwicklungen,Strukturen
und zahlreiche biogra-
fische Informationen ergeben ein
differenzierteres Bild als die
bekannten pauschalen Zuordnungen.Das
Verhalten von Verein
und Vereinsmitgliedern zeigt alle
Formen von Mitwirkung,
Anpassung,Unwissenheit und Unverständnis,Indifferenz,Inan-
spruchnahme persönlicher Vorteile
bis zu teilweise widerständi-
gem Verhalten gegen das nationalsozialistische
Herrschaftssys-
tem:zwischen Blau und Weiß
liegt eben Grau.
Dittmar Dahlmann (Hg.)
Überall ist der Ball rund
Geschichte und Gegenwart des Fußballs in Ost-und
Südosteuropa
ca.300 Seiten,Abb.,broschiert, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-509-X
Im 20.Jahrhundert trat der Fußball seinen Siegeszug
auf dem
ganzen Globus an.Auch Ost-und Südosteuropa ergriff
das
Fußballfieber.Spätestens seit den legendären
Zeiten der unga-
rischen Nationalmannschaft,die 1953 erstmals der englischen
Fußballnation eine Heimniederlage im Wembley-Stadion
beibrachte,machten Mannschaften aus dieser Region immer
wieder von sich reden.Im europäischen Vereinsfußball
waren
traditionsreiche Vereine wie Slavia Prag oder Ferencvaros
Buda-
pest schon in der ersten Hälfte des Jahrhunderts
präsent.Nicht
erst seit den 1990er Jahren setzen große osteuropäische
Spieler
und Trainer in den renommiertesten Fußballclubs
Akzente.
Inzwischen möchte kaum eine internationale Spitzenmann-
schaft auf seine osteuropäischen Fußballstars
wie Nedved,
Berbatov oder Ševcenko verzichten.
Die Geschichte des Fußballs in Ost-und Südosteuropa
ist,bis
auf einige Ausnahmen wie den legendären Verein Dynamo
Kiev
oder die Torhüterlegende Lev Jašin,dennoch selbst
Fußballex-
perten weitgehend unbekannt.Ein eiserner Vorhang lag
auch
über dem Fußballsport,seinen Akteuren und
seinem sozialen
Umfeld.Durch die Neuordnung Europas in den 1990er Jahren
eröffnen sich nun neue Perspektiven auf die Sportgeschichte
Ost-und Südosteuropas,die zuvor als hochideologisierter
Bereich offizieller Sportpolitik wahrgenommen wurde.Neben
dem Verhältnis von Sport und Politik gerät
dabei zunehmend
auch die soziale und kulturelle Bedeutung des Fußballs
in den
Blick der Forschung.
Schalker Fan-Initiative (Hg.)
Die Spitze des Eichbergs
Die schönsten Skandale des FC Schalke
04
ca.144 Seiten,zahlreiche Abbildungen, Broschur,ca.14,90
€ ,
ISBN 3-89861-393-3
Wenn man die Floskel der „Skandalnudel der
Liga “ heraufbeschwört,,landet man schnell
beim FC Schalke 04.Kein anderer Bundesliga-Verein,der
die Emotionen von „himmelhoch
jauchzend “ bis „zu Tode betrübt “ so
verkörpert..Kein Klub,der so oft an sich selbst zerbro-
chen ist.Und kein Verein,an dessen Verstand
ganz Deutschland ungezählte Male zweifeln
musste.
Sich im Kanal ertränkende Schatzmeister,Bestechungsskandale,Steuerhinterziehungen,
Meineid-Prozesse,ausartende Mitgliederversammlungen,Drei-Tages-Präsidenten,Sonnen-
könige,Intrigenspiele und Verschwörungskrimis:Der
FC Schalke 04 hat sie in seiner nun-
mehr 100-jährigen Geschichte alle erlebt
– und überlebt..
Und eines wird dem Leser – auch wenn er kein
Anhänger dieses verrückten Klubs ist –
schnell klar:Der ganze Wahnsinn,der diesen
Verein begleitet hat,wird auf diesen Seiten
komprimiert.Eine Vereins-Chronik der besonderen
Art.
Das braune Bonn
Personen und Ereignisse (1925 –1939)
ca.168 S.,broschiert,zahlr.Abb., ca.18,00 €
,
ISBN 3-89861-419-0
Was wissen wir über die Frühgeschichte
der Bonner
NSDAP?Wie funktionierte das NS-Regime in Bonn?Wer
waren die Hauptverantwortlichen der Geschehnisse?
Welche Methoden dienten der Machterhaltung?Diesen
Fragen widmet sich der vom Bonner Stadtmuseum
he-
rausgegebene Band.Im Mittelpunkt stehen die
Struktur,
die Funktionäre und die Handlungsweise
der NSDAP in
Bonn.Das Stadtmuseum Bonn versucht seit längerer
Zeit,vielfach in Zusammenarbeit mit privaten
Vereini-
gungen,eine Aufarbeitung der Geschehnisse
während
des „Dritten Reiches “.Dabei standen bisher
die Erfor-
schung und Darstellung der Verfolgung und
des Wider-
standes Bonner Bürger und Bürgerinnen
im Mittelpunkt
des Interesses.Nun nimmt das Stadtmuseum das
„braune Bonn “ näher in Augenschein..Zu
einer verant-
wortungsbewussten Aufarbeitung der Zeit gehört
die
Beschäftigung nicht nur mit den Opfern,sondern
auch
mit den Verantwortlichen und Tätern.Eine
Vorkriegs-
Chronik gibt Einblicke in den Alltag Bonns
unter dem
NS-Regime.
Mosche Zimmermann
Wie sieht ein ‚Nazi ‘ aus??
Hollywoods ,Drittes Reich ‘
im Film
Schriften der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets,Heft
15
48 S.,drahtgeheftet, 3,50 € ,
ISBN 3-89861-399-2,
ISSN 1615-4495
bereits erschienen
Kaum einem historischen Themenbereich wurde so
viel
Aufmerksamkeit geschenkt wie den Fragen des natio-
nalsozialistischen Deutschlands.Doch was am eindring-
lichsten über das „Dritte Reich “ informiert,,ist
nicht das
Wort,sondern das Bild.Und das effektivste,prägnan-
teste und populärste Bild des Dritten Reiches
stammt
keineswegs aus Deutschland,sondern aus Hollywood.
Schon während der NS-Zeit konnte Hollywood
auf seine
Art nicht nur das Bild der Nationalsozialisten,sondern
letztlich auch das Bild des „ewigen Deutschen
“ prägen..
Die Bilder riefen immer auch eine extreme Spannung
hervor,welche die Einstellung des Zuschauers
gegen-
über den historischen Themenkomplexen von
Drittem
Reich,Verfolgung,Konzentrationslagern,Gestapo
und
Widerstand im Allgemeinen beeinflusst hat.Der
Um-
gang mit der bildlichen Darstellung der hier
assoziierten
Begriffsbereiche bewegt sich zwischen Kontrolle,Selek-
tion und Zensur,zwischen Kunst und Politik.Dieser
Um-
gang resultierte zwar aus den Zwängen der
Zeit,sollte
im Endeffekt jedoch trotzdem für das zukünftige
Bild
Deutschlands und des Deutschen entscheidend wer-
den.
Der Band befasst sich mit der Frage,wie dieses
Bild in
den 1940er Jahren entstanden ist,wieso Hollywood
nicht bereits in den 1930er Jahren eine entsprechende
Initiative ergriffen hatte,welche Erwägungen
bei der
Produktion der bildlichen Prägungen eine
Rolle gespielt
haben und welche Auswirkungen diese Bilder für
die
kollektive Erinnerung hatten und immer noch haben.
Bernhard Stier/Johannes Laufer
Preussag AG –
World of TUI
Wege und Wandlungen eines
Unternehmens 1923 –2003
Mit einem Betrag von Susanne Wiborg
und Christopher Kopper
ca.448 S.,zahlr.Abb.,Grafiken und Tabellen,
Festeinband,ca.19,90 € ,
ISBN 3-89861-414-X
Die TUI AG – gegründet 1923 in Berlin
als „Preußische
Bergwerks-und Hütten-Aktiengesellschaft
“ – hat er--
staunliche Wandlungen vollzogen und einen
langen Weg
von der staatlichen preußischen Aktiengesellschaft
des
Montanbereichs zum international agierenden
Dienstlei-
stungskonzern in den Bereichen Touristik und
Schifffahrt
zurückgelegt.Mit Steinkohlebergwerken,Metallerzberg-
werken und -hütten,mit Kalisalzbergwerken,Salinen
und
mit der Erdölförderung leistete
die alte „Preussag “ einen
gewichtigen,auf Preußen und Deutschland
bezogenen
Beitrag zum industriellen – zumal schwerindustriellen
–
Auf-und Ausbau der Volkswirtschaft.Das Tourismus-und
Transportgeschäft der „World of TUI “
dagegen steht für
die nach-industrielle Gesellschaft,für
ihre spezifischen
Bedürfnisse und für ihr globalisiertes
Wirtschaften.Die-
ses Ausmaß an Veränderungen findet
sich sonst nur bei
wenigen deutschen Unternehmen vergleichbarer
Größe.
Das Buch beschreibt den weiten Weg des Unternehmens
von der „preußischen Bergwerks-und Hütten-
Aktiengesellschaft “ des Jahres 1923 zur „World
of TUI “
des beginnenden 21.Jahrhunderts.Es erschließt
die Fak-
toren,die diesen großen Konzern geprägt
haben und sei-
ne Traditionen ebenso wie seinen spezifischen
Charakter
ausmachen.Die Autoren schildern die Gründung
und
Entwicklung der „Preußischen Bergwerks-und
Hütten-
Aktiengesellschaft “ im wirtschaftlichen und
politischen
Kontext der Weimarer Republik.Sie untersuchen
die be-
sondere Rolle eines Staatsunternehmens in
Zeiten der
nationalsozialistischen Diktatur und sein
Agieren in der
deutschen Rüstungs-und in der europäischen
Kriegswirt-
schaft.Schließlich verfolgen sie den
Wiederaufstieg der
Preussag nach 1945.Dabei stellen sie die erfolgreiche
Expansion in neue Bereiche und die Bewältigung
unter-
nehmerischer Krisen vor dem Hintergrund der
Entwick-
lung von Volks-und Weltwirtschaft dar.Es wird
erstmals
auch die 1959 erfolgte Privatisierung des
Staatsunter-
nehmens Preussag und die Resonanz dieses Vorhabens
in Politik und Öffentlichkeit untersucht.
Besonderes Gewicht legt die Darstellung auf
das Verhält-
nis zwischen dem Unternehmen und der Politik,denn
die
staatliche Eigentümerschaft und die besondere
Nähe zur
preußischen Landes-sowie zur Reichs-bzw.später
zur
Bundespolitik hat in der Preussag und in ihrer
Kultur lan-
ge Zeit tiefe Spuren hinterlassen.Vor allem
das Span-
nungsverhältnis zwischen betriebswirtschaftlicher
Ratio-
nalität und politisch-gesellschaftlichen
Anforderungen
an das Unternehmen wird deshalb ausführlich
diskutiert.
Ein abschließender Essay reflektiert
die jüngste Umstruk-
turierung und Neuausrichtung,durch die das
Unterneh-
men in den letzten Jahren zum größten
europäischen
Touristikkonzern wurde.
Angela Berg
Die Internationalen Brigaden
im
Spanischen Bürgerkrieg
1936 –1939
Rheinisch-Westfälische Hochschulschriften
Reihe Geschichte,Band 3
308 S.,Abb.,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-418-2
Leidenschaften,Emotionen und Irrationalität
prägen
bis heute den Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg
und die Internationalen Brigaden.Dazu zählt
sowohl
das Bild der Internationalen Brigaden als
„antifaschisti-
sche Helden “,wie auch die Auffassung,dass
es sich
bei ihnen um „moskauhörige Söldner
“ gehandelt habe..
Ziel des Buches ist,einen entscheidenden Beitrag
zur
Versachlichung und Entmythologisierung dieses
kontro-
vers diskutieren Themas zu leisten.Dabei stehen
die
Mechanismen der Herausbildung dieser Truppe
aus zu-
sammen gewürfelten Freiwilligen,ihre
internen Ausein-
andersetzungen sowie die vielfältigen
Beziehungen zu
ihrer Umgebung im Mittelpunkt.Zum anderen
stellt die
Untersuchung die Lebenswirklichkeit der einfachen
Sol-
daten und die Handlungsmöglichkeit der
Führung dar;
so kommt das Buch einer inneren Wirklichkeit
der inter-
nationalen Brigaden auf die Spur,die bislang
unbeach-
tet blieb.
Die Studie versteht sich darüber hinaus
als Baustein für
die Erforschung der Geschichte der kommunistischen
Arbeiterbewegung.Ansprüche und Wirklichkeit
der
kommunistischen Ideologie und ihrer historischen
Handlungsträger werden innerhalb der
Internationalen
Brigaden dechiffriert und analysiert.Konkreter
als bis-
her und ohne Vorbehalte fragt Angela Berg
nach den
Zielen deutscher kommunistischer Entscheidungsträger
in Spanien,wie sie diese zu realisieren versuchten
und
auf welche Grenze sie dabei stießen.
Stefan Klemp
„Nicht ermittelt “
Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz
Ein Handbuch
Schriften der Villa ten Hompel – Band 5
504 S.,Festeinband,Abb., 29,90 € ,
ISBN 3-89861-381-X
bereits erschienen
In der zeithistorischen Forschung wird immer
deutlicher die
Rolle der Ordnungspolizei im Vernichtungskrieg
in Osteuropa
hervorgehoben.Bisher fehlte eine Gesamtdarstellung
zu
diesem Thema.Mit der vorliegenden Arbeit wird
diese For-
schungslücke weitgehend geschlossen und
erstmals eine
umfassende Darstellung über Polizeibataillone
veröffentlicht,
die sowohl die Geschichte der Einheiten als
auch die der
Aufarbeitung ihrer Verbrechen durch die Justiz
nach 1945
berücksichtigt.
Stefan Klemps Untersuchung verfolgt daher
eine doppelte
Fragestellung:Wie und in welchem Umfang waren
Polizeiein-
heiten an der Massenvernichtung von Menschen
im Zweiten
Weltkrieg beteiligt?Welche Rolle spielten
sie dabei?Waren sie
Vorreiter oder doch nur Erfüllungsgehilfen
für Hitler,Himmler,
Heydrich und Göring?Und zweitens:Inwieweit
sind Täter aus
den Reihen der Ordnungspolizei für ihre
Beteiligung nach 1945
zur Rechenschaft gezogen worden?Wie haben
Staatsanwalt-
schaften ermittelt?Wer waren die Täter?Was
wurde aus ih-
nen nach 1945?
Die Studie bietet die Möglichkeit,sich
einen Überblick über
beide Bereiche zu verschaffen und entsprechende
Quellen zu
finden.Dabei werden auch die Einsätze
von Polizeibataillonen
im Westen mit einbezogen,die von der Forschung
bisher nur
in geringem Umfang dokumentiert worden sind.
Die Studie Klemps ist das Ergebnis einer imposanten
Recher-
cheleistung innerhalb eines Langzeit-Forschungsprojekts
und
wird gegenüber den bisherigen Werken
zum Thema schnell
Handbuchcharakter gewinnen.Seine neue,umfangreiche
Tat-
sachendokumentation zeichnet ein genaueres
Profil von der
Ordnungspolizei während des Dritten Reiches
im allgemeinen
und erhellt das Wirken der Polizeibataillone
im besonderen.
Mit detektivischem Spürsinn hat Stefan
Klemp Ermittlungsver-
fahren ausgewertet und dabei erhebliche Versäumnisse
der
Ermittler aufgedeckt.
Wolfgang Gippert
Kindheit und Jugend in Danzig
1920 bis 1945
Identitätsbildung im sozialistischen und
im konservativen Milieu
552 S.,brosch,Abb.,ca.29,90 € ,
Wolfgang Gippert untersucht Kindheit,Jugend
und frü-
hes Erwachsenenalter in der Hafenstadt Danzig
zwi-
schen 1920 und 1945:Unter welchen ortsspezifischen
und zugleich soziokulturell unterschiedlichen
Bedingun-
gen,so die Fragestellung des Buches,hat sich
das Auf-
wachsen von Kindern und Jugendlichen in Danzig
zur
Freistaatszeit und während des Zweiten
Weltkrieges
vollzogen und welche Bedeutung hatten diese
Bedin-
gungen für die Persönlichkeitsentwicklung
der Heran-
wachsenden?
Es geht dabei vorrangig um die Analyse der
Alltags-
realität von Kindern und Jugendlichen
in ihren Wohn-
quartieren,in ihren verschiedenen Lern-und
Lebensbe-
reichen sowie um die sozialen Beziehungen
zu Eltern,
Geschwistern,Verwandten,Nachbarn,Freunden
und
Lehrern.Welche politischen und moralischen
Grund-
orientierungen haben sich herausgebildet und
wie ha-
ben die Heranwachsenden einschneidende gesellschaft-
liche Entwicklungen,politische Ereignisse
und Verände-
rungen subjektiv verarbeitet?
Danzigs Verzahnung mit Polen und eine als
„Mikrokos-
mos “ des Deutschen Reichs bezeichnete politische
Landschaft boten in der Zwischenkriegszeit
historisch
einmalige Sozialisationsbedingungen.Ein besonderes
Augenmerk gilt zudem der Frage,wie sich die
verschie-
denen Bevölkerungsgruppen in unterschiedlicher
Art
und Weise mit dem sich in Danzig nur allmählich
aus-
breitenden Nationalsozialismus auseinandersetzten,
sich mit ihm arrangierten oder sich verweigerten.Mit
welchem Mitteln und Methoden gelang es den
National-
sozialisten schließlich,ihre Vorstellungen
von Erziehung
institutionell umzusetzen und somit in die
Alltagswirk-
lichkeit von Kindern und Jugendlichen einzudringen,sie
zu verändern und zu kontrollieren?
Andreas Geißler
Nichtstaatlicher Bahnbau in
Pommern
und Westfalen 1880-1914
Regionale Schieneninfrastrukturpolitik
in den preußischen Provinzen Pommern
und Westfalen im Vergleich
401 S.,brosch.,39,90 € ,
ISBN 3-89861-412-3
In den Jahren 1879/80 ordnete der preußische
Staat
seine Eisenbahnpolitik grundlegend neu:Zum
einen
wurden innerhalb kurzer Zeit fast alle überregionalen
Privatbahnen verstaatlicht,zum anderen begann
der
Staat mit der Verdichtung des Eisenbahnnetzes
in der
Fläche durch den Bau eigener Sekundär-bzw.Neben-
bahnen.
Dennoch blieben auf der regionalen Ebene nichtstaatli-
che Bahnbauten als Ergänzung zum staatlichen
Engage-
ment weiter möglich.In großem Umfang
wurden nicht-
staatliche Projekte nach 1892 realisiert,als
mit dem
preußischen Kleinbahngesetz günstige
gesetzliche Rah-
menbedingungen geschaffen worden waren.Diesem
bislang nur wenig beachteten Aspekt der regionalen
Wirtschafts-und Politikgeschichte widmet sich
die ver-
gleichende Studie auf breiter Quellenbasis.Am
Beispiel
der beiden Provinzen Pommern und Westfalen
wird be-
schrieben,wie die Akteure vor Ort in den Jahrzehnten
bis zum Ersten Weltkrieg die Handlungsspielräume
für
nichtstaatliche Bahnbauten nutzten.Besonderes
Augen-
merk richtet der Autor auf die Rekonstruktion
der Ent-
scheidungsprozesse und Finanzierungsmodelle.Der
große Kreis der Akteure --Staat und
Regierung,Provin-
zen,Kreise,Gemeinden sowie Unternehmen mit
jeweils
spezifischen Interessen --erhält klare
Konturen.Dabei
führt der direkte Vergleich zu überraschenden
Ergebnis-
sen:Die unterschiedliche Tragfähigkeit
der in Pommern
und Westfalen entwickelten Konzepte tritt
deutlich her-
vor.
Klaus Brülls/Winfried Casteel (Hg.)
„Schafft die Einheit “
Aachen 1945: Die freien deutschen
Gewerkschaften werden gegründet
ca.100 S.,broschiert,Abbildungen, ca.9,90 €
,
ISBN 3-89861-445-X
Im März 1945 gründeten Gewerkschafter
in Aachen die
ersten freien Gewerkschaften zu einem Zeitpunkt,als
in weiten Teilen des übrigen Deutschland
der Krieg noch
im Gange war.Selbst im Widerstand gegen den
Natio-
nalsozialismus gestanden war für ihr
Gesellschaftsver-
ständnis die Überzeugung prägend,dass
nur durch eine
unabhängige und freie Interessenvertretung
der Arbeit-
nehmer und Arbeitnehmerinnen die Demokratie
eine
neue Chance in Deutschland bekäme.Gelernt
werden
sollte aus den Fehlern der Vergangenheit:Die
Zersplit-
terung der Richtungsgewerkschaften sei zu
überwinden,
eine getrennte Interessenvertretung von Arbeitern,An-
gestellten und Beamte habe der Vergangenheit
anzuge-
hören und eine starke gewerkschaftliche
Zentralorgani-
sation habe eine machtvolle Durchsetzungskraft
sicher
zu stellen.
Von den Hoffnungen,alltäglichen Aufgaben,politischen
Vorstellungen der Aachener Gewerkschaftsgründer
er-
zählt die vorliegende Broschüre,die
von der Gewerk-
schaftsgründung in Aachen 1945 eindrucksvoll
berich-
tet.Zu Wort kommen die Besatzungsoffiziere
und Ge-
werkschaftsgründer,erläutert wird
das erste Programm
und zugleich ist bereits von den ersten politischen
Schwierigkeiten die Rede,gewerkschaftliche
Positio-
nen in der Nachkriegszeit durchzusetzen.
Manfred Rasch/Dietmar Bleidick
Technikgeschichte im Ruhrgebiet
Technikgeschichte für das Ruhrgebiet
992 S.,Festeinband,39,90 € ,
ISBN 3-89861-376-3
bereits erschienen
52 Beiträge beleuchten facettenreich
die Technikent-
wicklung der letzten 200 Jahre im Ruhrgebiet.Neben
den klassischen Themen Bergbau,Stahlindustrie
und
Maschinenbau von den Anfängen bis zum
Computerzei-
talter (Einsatz von Leitrechnern auf Hüttenwerken)wer-
den u.a.die Textilindustrie (von Brügelmann
bis Steil-
mann),die Life Science (Solebäder)und
die Medizin-
technik behandelt.Ist das Bild von Technik
und Lebens-
welt in Kunst und Kultur geprägt von
Realität,Vision
oder Verklärung?
Beiträge zur Wissens-und Innovationslandschaft,zu
Schifffahrt und Werksbahnen,zu privaten Fernsprech-
netzen,zu den Wirtschaftarchiven,den Industriemu-
seen,der Industriearchäologie und der
Denkmalpfle-
ge dieser Region sowie zum Lehrstuhl für
Technikge-
schichte an der Ruhr-Universität Bochum
runden
den Band ab.
Klaus Herding/Thomas Zaunschirm
Rudolf Knubel
Works on Paper
1971 –2004
94 S.,zahlr.farb.Abb.,brosch., 29,90 € ,
ISBN 3-89861-400-X
bereits erschienen
Rudolf Knubel ist Bildhauer,Maler,Fotograf,Zeichner
und Bühnenbildner.„Works on Paper “ zeigt
nun einen
Querschnitt seines Werkes.Einen Großteil
nehmen
dabei Knubels Werke zu den Terroranschlägen
des
11.September 2001 ein,in welchen er Fotografien
der
Anschläge verarbeitete.Im Herbst 2004
wurden diese
Bilder in Amerika unter dem Titel „Ground
Zero,World
Trade Center – New York City “ ausgestellt..Gewidmet
hat Rudolf Knubel die Werke den Opfern des
11.Sep-
tembers und deren Familien.
Ergänzt wird der Bildband durch Zeichnungen
und
Fotografien Knubels aus den Jahren 1971 bis
1997
und Essays von Klaus Herding und Thomas Zaunschirm
(incl.englischer und französischer Übersetzung)zum
Künstler.
Rudolf Knubel ist heute Professor im Ruhestand
des
Fachbereichs Kunst und Design an der Universität
Duis-
burg-Essen.Seine Werke wurden in vielen Museen
in
Deutschland (z.B.in Hannover oder Düsseldorf)und
im
Ausland (u.a.im Goethe-Institut in Los Angeles)ausge-
stellt.
Petra Kamburg/Jürgen Wilbert (Hg.)
Gedankenflug
Aphorismen &Illustrationen
ca.100 S.,Abbildungen,broschiert, ca.12,90 €
,
ISBN 3-89861-435-2
Aphorismen?Aphorismen!Sie sind bisweilen bissig,
mitunter witzig,meist satirisch-kritisch und
kämpfen
häufig (vergeblich?)gegen den Zeitgeist.Sie
übertrei-
ben oder untertreiben in der Regel maßlos,bringen
es
aber stets auf den Punkt.In jedem Fall kamen
sie zu
kurz – genau das hat sich jetzt geändert..
Im Rahmen des 1.bundesweiten Aphoristikertreffens
–
veranstaltet von vhs und Stadtmuseum Hattingen
–
haben sich rund vierzig Aphoristiker/innen
vom 4.bis
6.November zu einem Gedankenflug und Erfahrungs-
austausch über selbstverfasste und andere
Sentenzen
zusammen gefunden.Im Rahmen von Vorträgen
disku-
tierten der bekannte Aphorismenforscher Dr.Friede-
mann Spicker und Prof.Ulrich Jost (Lichtenberg-Gesell-
schaft)die Positionen der aktuellen Aphorismusdiskus-
sion.Die Literaturwissenschaftlerin Marit
Rullmann
erörterte die Frage:„Der Aphorismus –
der männliche
Zweig in der Literatur?“ Manfred Mack vom
deutschen
Poleninstitut und der polnische Aphoristiker
Leszek
Szaruga erinnerten an den Stellenwert,den
insbeson-
dere der gesellschaftskritische Aphorismus
in der
polnischen Literatur einnimmt.
Aber was ist heutzutage das Wort ohne Bild?Die
scharf-
sinnige Beobachtungsgabe,das analytisch-kritische
Bewusstsein für gesellschaftliche Entwicklungen,die
humorvolle,bisweilen kabarettistische und
vor allem
selbstironische Note des Ausdrucksvermögens
-eben
den Aphorismus – haben im Rahmen eines Wettbewer-
bes Künstler und Künstlerinnen ins
passende Bild ge-
setzt.Die prämierten Arbeiten sind in
dieser Publika-
tion ebenso abgebildet,wie die Illustrationen
des be-
kannten polnischen Karikaturisten Zygmunt
Janu-
szewski,dem parallel zum Treffen die Ausstellung
„Unfrisierte Gedanken “ im Stadtmuseum gewidmet
war.
Stephan Alexander Vogelskamp/Roland Günter
Das süße Leben
Der neue Blick auf das Alter
und die Chancen schrumpfender Städte
Mit zahlreichen Forografien von Hilmar Pabel
„Einmischen und Mitgestalten “–Eine Schriften-Reihe
des
Deutschen Werkbundes Nordrhein-Westfalen –Band
1
184 S.,70 Abbildungen,broschiert,
ca.22,00 € ,ISBN 3-89861-438-7
erscheint Januar 2005
Wir erfahren in den Talk-Shows:Junge werden
gegen
Alte mobilisiert.Können wir uns diesen
Bürger-Krieg
leisten?
Diese Gesellschaft sollte begreifen:Der größte
Fort-
schritt in der Menschheits-Geschichte ist
die handfeste
Tatsache,daß Menschen heute mit einiger
Wahrschein-
lichkeit alt werden können – und dies
mit nicht all zuviel
Sorgen.
Arbeiten wir also daran,die Möglichkeiten
des Alters
besser zu nutzen.Dafür sollten wir Städte
bereit stellen,
wo es auf Plätzen und in vielen Szenerien
eine Lust ist,
sich zu treffen – und dort auch etwas zu tun..
Wenn die Umkehrung der Alters-Pyramide gutgehen
will,muß die Gesellschaft sich erheblich
am Riemen
reißen:Sie darf vieles nicht mehr dem
Laufen-Lassen
überlassen.
Sie muß sich Ziele setzen.
Und sie muß die Wege dorthin organisieren.Dieses
Buch malt ein neues Bild Dritter Lebens-Zeit
und
skizziert erste Schritte:Das süße
Leben.
Thomas M.Scanlon
Political Equality/Politische
Gleichheit
mit weiteren Beiträgen von Rainer Forst,Herlinde
Pauer-Studer,Gesine Schwan,Brigitte Zypries
Hrsg.von Julian Nida-Rümelin und Wolfgang
Thierse
Philosophie und Politik VIII
ca.120 Seiten,broschiert, ca.12,90 € ,
ISBN 3-89861-432-8
Die Reihe „Philosophie und Politik “ gibt
der praktischen
Politik Impulse aus der politischen Philosophie.Führen-
de Politikerinnen und Politiker der deutschen
Sozialde-
mokratie antworten auf die Anstöße
aus philosophi-
scher Sicht.
Thomas M.Scanlon diskutiert in dem Band die
Bedin-
gungen,unter denen Gleichheit politisch relevant
und
ethisch begründet ist.Scanlon ist einer
der profiliertes-
ten zeitgenössischen Philosophen im Bereich
der Ethik
und der politischen Theorie.Er zählt
zu den so genann-
ten New Contractarians,also den Theoretikern,die
mit
und gegen John Rawls Gerechtigkeitstheorie
zur Renais-
sance des Vertragsargumentes in der politischen
Philo-
sophie beigetragen haben.Damit wurde eine
Denkfigur
wiederbelebt,die am Beginn der modernen europäi-
schen Demokratie steht,die die Begründung
politischer
Ordnungen an individuelle Rationalität
bindet und alle
Bürger als gleiche und freie einbezieht.
Institut für Kulturpolitik
der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.)
Jahrbuch für Kulturpolitik 2005
Band 5
Thema:Kulturpublikum
Kulturstatistik,Chronik,Literatur,Adressen
Redaktion:Bernd Wagner und Norbert Sievers
ca.420 Seiten,ca.19,90 € ,ISBN 3-89861-449-2
Welche Auswirkungen hat der Strukturwandel
der kultu-
rellen Öffentlichkeit auf die kulturellen
Institutionen und
wie reagieren diese auf den gesellschaftlichen
Wandel
und veränderte Interessen und Bedürfnisse
des Publi-
kums?Das ist die zentrale Fragestellung des
Jahrbu-
ches.
Im ersten Block werden verschiedene Aspekte
der Ver-
änderung beim Kulturpublikum und in der
kulturellen
Öffentlichkeit diskutiert,unter anderem
der Wandel des
Kulturverständnisses und kultureller
Präferenzen bei
verschiedenen Generationen und sozialen Gruppen,
die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung
auf
die kulturelle Nachfrage,die Folgen der Finanznot
der
öffentlichen Haushalte für die Neuorientierung
der
Kulturpolitik.
Im darauf folgenden Block werden Ergebnisse
von Stu-
dien zur Zeitnutzung aus der Freizeit-,Massenkommuni-
kations-und empirischen Kulturforschung vorgestellt
und spartenspezifische Fachstatistiken bezogen
auf
Veränderungen der Besucherstruktur ausgewertet.
Den abschließenden Block bilden Beiträge
zum Kultur-
marketing und zur Besucherorientierung in
verschiede-
nen Sparten.
AutorInnen sind u.a.Susanne Binas,Rolf Bolwin,Max
Fuchs,Hermann Glaser,Susanne Keuchel,Armin
Klein,
Dieter Kramer,Horst Opaschowski,Wolfgang Ruf,Mi-
chael Söndermann,Richard Stang,Andreas
Wiesand,
Christina Weiss und Ulf Wuggenig.
Zusätzlich zum Schwerpunkt enthält
das Jahrbuch Bei-
träge zur Kulturstatistik,eine kulturpolitische
Chronik
und kulturpolitische Bibliographie des Jahres
2004
sowie wichtige Adressen zur Kultur und Kulturpolitik.
Michael Haerdter
amphibische zonen
Dokumentation der Kulturpolitischen Gesellschaft,
Band 64
302 Seiten,broschiert, € 15,00
ISBN 3-89861-451-4
Die Visuellen Künste und das Theater,Tanz
und Perfor-
mance Art,Kunst-und Geistesgeschichte,Kulturarbeit
und Kulturpolitik:Die für diesen Band
ausgewählten
Schriften – Essays,,Berichte,Vorträge
– reflektieren die
Tätigkeit ihres Autors als Dramaturg
am Schillertheater ,
als Präsidialsekretär der Akademie
der Künste ,als Grün-
der und Leiter des Künstlerhauses Bethanien
in Berlin
während der zurückliegenden Jahrzehnte.Sie
sind Zeug-
nis der kulturpolitischen Arbeit von Michael
Haerdter als
Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft
von der ers-
ten Stunde an.Und sie weisen ihn als wachen
Zeitge-
nossen,Europäer,Weltbürger aus.
amphibische zonen ist ein Plädoyer für
das notwendige
Überschreiten und Überwinden von
Grenzen,für die Ar-
beit in kreativen Übergangszonen zwischen
den Sparten
und Kulturen.Neigung und Beruf haben Michael
Haerd-
ter zu einem Freund und Parteigänger
der Vielfalt ge-
macht,zu einem entschiedenen Gegner der geistigen
Homogenität und des unheilvollen Trends
zur Monokul-
tur.Wer mit ihm Kulturen als Ökosysteme
begreift,als
empfindliche,dem Prozess des Werdens,Sich-
Wandelns und Vergehens unterworfene Lebewesen,
wird sich dem Bekenntnis des Autors zur nachhaltigen
Mitverantwortung aller für die Welt in
unserer Wende-
zeit anschließen.
amphibische zonen ist ebenfalls das Resultat
eines Pro-
zesses:Die in den Beiträgen entwickelten
Gedanken
und Überzeugungen sind aus der Praxis
des Autors im
Umfeld der Künste entstanden und haben
sie begleitet.
Ein Prozess der Suche also,der Suche nach
Orientie-
rung.Damit sind sie zugleich eine Einladung
zum Dialog
mit den Lesern.
Stadt Gelsenkirchen
Klezmer –hejmisch und hip
Musik als kulturelle Ausdrucksform
im Wandel der Zeit
Dokumentation zur Ausstellung
108 Seiten,zahlreiche,zum Teil farbige Abbildungen,
drahtgeheftet,mit beigelegter CD, 17,90
€ ,
ISBN 3-89861-379-8
bereits erschienen
hejmisch – Jahrhunderte lang war die Klezmermusik
die
traditionelle Fest-und Feiermusik der aschkenasischen
Juden insbesondere in Osteuropa.
hip – Seit rund zwanzig Jahren erlebt diese
Musik ein
Revival rund um den Globus,wird ein Teil der
modernen
Musikkultur.
Klezmermusik ist begeisternd,tanzbar,ausdrucksstark.
Der Blick in die Geschichte dieser Musik über
Jahrhun-
derte und weite geografische Räume zeigt
beispielhaft,
dass Musik ein wichtiger Bestandteil unserer
Gesell-
schaft ist und in ständiger Wechselbeziehung
mit sozia-
len und auch politischen Entwicklungen steht.
Historische und aktuelle Informationen in
Bild,Text und
Ton präsentieren anschaulich die vielfältige
weltweite
Diskussion zum Thema.
Justus Cobet (Hg.)
Der neue Scheinwerfer
Essener Blätter für Kultur &Literatur
DIE KLEINE FORM
Universität Essen
Ein Querschnitt aus den ersten acht Jahren
151 S.,broschiert,zahlreiche Grafiken,
12,00 € ,ISBN 3-89861-397-6
bereits erschienen
Aus dem Inhalt:
•Kleine Form:Was nun?
•Eberhard Passarge:Die DNA des Neandertalers.
Zur Evolution des Menschen
•Franz-Josef Nocke:Vom unbewegten Beweger
zum
mitleidenden Gott.Wandlungen in der Theologie
•Dieter Sturma:Bildung und Menschenrechte
•Werner Nienhüser:Betriebliche Weiterbildung
–
Wissen ist Macht?
•Wolfgang Hinte:Sind wir eigentlich gut erzogen?
•Rüdiger Brandt:waz man dautscher puech
phlag/
dw stent nur von ritter tat –Gibt es ein mittelalter-
liches ‚Erbe ‘ der Ständeklausel??
•Ulrich Schmitz:„Hier perfekt.“ Heikle Kohärenz
in Text-Bild-Gefügen
•Ursula Renner:„Konsul Sandberg “ von
Edvard Munch und der Blick der Subversion
bei Günter Eich
•Winfried Delang:Computergestütztes Messen
–
Monsieur Fourier läßt grüßen
•Sargut Sölçün:Liebe auf
Türkisch –
Die Deutschlandbilder zweier türkischer
Lyriker
•Christine Hatzky:Ich,Reyita.Afrikanische
Diaspora
in Kuba
•Wilfried Loth:Was ist Zeitgeschichte?
•Wolfgang Rueß:Prozesse mit Gedächtnis.
Wie beeinflusst die Vergangenheit die Zukunft?
•Martin Hoelscher:Architektur,Stadtplanung,Land-
schaftsarchitektur.– Aufgaben und Kompetenzen
in der schrumpfenden Stadt
•Die Autoren
•Acht Jahre Die Kleine Form
Barbara Kaufhold
Jüdisches Leben in Mülheim
an der Ruhr
herausgegeben vom Salomon Ludwig
Steinheim-Institut für deutsch-jüdische
Geschichte
352 S.,Abb.,brosch., 19,90 € ,
ISBN 3-89861-267-8
bereits erschienen
Seit fast 500 Jahren leben Juden in Mülheim
an
der Ruhr,als geduldete Minderheit,als freie
oder als ihrer Rechte beraubte Bürger.Dieses
Buch führt durch die Jahrhunderte – von
den ers--
ten Ansiedlungen bis zur Emanzipation und
der
Blüte der Gemeinde im späten 19.und
frühen
20.Jahrhundert.In der Moderne bis 1945 inter-
essieren besondere Themen wie:Bauliche Spu-
ren heute;Diskriminierung und Verfolgung;Per-
sönlichkeiten;Zeitzeugen hier und in
aller Welt.
Ein packender Überblick mit zahlreichen
Doku-
menten und Abbildungen sowie einer erweiter-
ten Namensliste.
Jubiläum, Jubiläum
Zur Geschichte öffentlicher und privater Erinnerung
320 S., Br., € 19,90
3-89861-206-6
"Das ist das Licht der neuen
Zeit"
Erinnerungen an den 22 wöchigen Streik der Crimmitschauer
Textil-
arbeiterinnen und Textilarbeiter im Jahre 1903/4 für
den Zehnstundentag und dem
SPRECHCHORWERK
zum Streik von Bruno Schönlank
und der Revue
der Theatermanufaktur Berlin:
"Wenn wir schaffen für
den Herrn, haben sie uns alle gern."
von Otto Zonschütz unter
Verwendung von Originaltexten
und
-liedern
sowie Texten von Bertolt
Brechtund
Adolf
Glasbrenner
sowie zahlreichen Gruppenbildern der Streikenden
herausgegeben von Udo Achten
im Auftrage der IG-Metall, Vorwort Jürgen Peters
ca.100 S., hLn., € 14,90
scroll
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|
Soziokultur und
ihre Förderung
durch die Länder
322 S., Br., € 14,00
|
Szenografie
in Ausstellung und Museum
232 S., Br., € 29,90
|
[Bei der
Erforschung der Vorgeschichte
eines Bauerhofes bei
Kaarst geht es bis
in die Steinzeit zurück]
Die
Leute vom TUPPENHOF
518 S., Gb., €
24,90
|
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|
Schmidt-Rutsch: Im Strom der technischen
Revolution: Ludwig Henz
Vom Wasserbau-Techniker an
der Ruhr zum Eisenbahndirektor
in Preußen 1798 – 1860
74 S., Br., € 8,90
|
Nattermann: Deutsch-jüdische
Geschichtsschreibung nach der
Shoah - Die Gründungs-
und Frühgeschichte des
Leo Baeck Institute
256 S., Br., € 24,90
|
Duane Michals: The theatre of real life
Das Theater des täglichen Lebens
Photo Stories in Duisburg
150 Seiten, Festeinband, 138 Fotos
deutsch/englisch, € 19,80
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W. Lehmbruck
in Duisburg
ca. 90 S., Br.,
€ 17,00
|
Baroth
Aber
es waren schöne Zeiten
Geschichten
aus dem Ruhrgebiet
Hörbuch-CD,
70 Min., € 14,95
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Labonté:
100
Schalker Jahre
Das Hörbuch
CD, ca. 65 Min., €
14,95
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Cakir /Jungk:
Sternstunden
Management-Handbuch
für Zuwanderer-Vereine
mit Mustertexten
und Checklisten
200 S., Br.,+CD ,
€ 14,90
|
SPUREN
- SLEDY
Ausstellungskatalog
€ 19,80
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Berke
/Hirschmann:
Erlebnis Motorrad: Rheinland
160 Seiten, Br., € 12,90
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elettricita
|
Prokopewna /Belkowez
Gescheiterte Hoffnungen
Das deutsche Generalkonsulat
in Sibirien
1923-1938, 144 S., Gb., € 19,00
|
Soziokultur und ihre Förderung
durch die Länder
280 S., Br., € 14,00
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Molder,
Harald /Patten, Melanie:
Operation Hurricane
Gb., € 18,00
|
Revier Atelier 1 Werner Thiel
96 S., Gb., zahlr. Abb., € 24,90
|
Reform – Reformation – Säkularisation
Frauenstifte in Krisenzeiten
320 S., zahlr. Abb., Br., € 22,90
|
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Holthusen: Architekturführer
Zeche Zollern 2/4
80 S., Br., zahlr. Abb., € 14,90
|
Im Schatten des Krieges
Ruhrbesetzung 1923
Gb., € 24,90
|
Tetzner: Frierende Mit Zeichnungen
und Holzdrucken von Heinz Tetzner
96 S., Br., zahlr. Abb., € 14,90
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Massenhaftes
Töten
Kriege u. Genozide
i. 20. Jahrhundert
[Beitr. z. Hist. Friedensforsch.
2]
414 S., Br., €
22,00
|
Moritz:
Lexikon der rußlanddeutschen
Literatur
206 Seiten, broschiert,
€ 14,90
|
Reto Krüger:
Nach der Antike
Gb., € 24,80
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Geschmackssachen.
Kulinarisches
in sechs Gängen.
Hrsg. v.Rheinischen
Industriemuseum, 6
Bde € 29,80
|
Noltenius: Bertolt
Brecht
& Hans Tombrock,
€ 14,90
|
Gasometer
Oberhausen
148 S., Großformat,
Festeinband,
mit zahlr. farb.
Abb., € 17,90
|
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Heike van
Hoorn
Neue Heimat im
Sozialismus
Umsiedlung
und Integration
sudetendeutscher
„Antifa“-
Umsiedler
in der SBZ/DDR
400 S.. Br., €
19,90
|
Überlieferung
der Diktatur
Pb
€ 22,90
|
[Triest vor dem
1.Weltkrieg]
Kultur-Nation-Milieu
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Josef Albers Museum
ca. 90 S., Br.,
€ 17,00
|
Blaue Reliefs
von Yves Klein
im Gelsenkirchner
Musiktheater
ca. 90 S., Br.,
€ 17,00
|
Zaunschirn:
Kunstwissenschaft
- Eine Art
Lehrbuch, 288 S.,
Br., € 17,00
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ephemer_temporär_provisorisch
Schr.6, Inst. Kunst u.Designwiss.,
Br., € 19,00
|
Papierzeit
KATALOG Br., € 15,30
|
Papier macht's möglich
Geschichten zur Papierverwendung
Br., € 5,00
|
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Zöpel: Weltstadt Ruhr
Br., € 9,90
|
Zaunschirn:
[Kunstgeschichte
- was sonst?]
284 S., Br., € 17,50
|
Kirchenbau: Romanik in
Westfalen
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|
Stadtkultur und frühe
Hof-Kultur in der Renaissance
Pb, € 19,90
|
Mural
Global
[ Wem gehört die Welt ]
Weltweite Wandmalerei
160 S., Bildband, € 20,00
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Düchting: Konzeptuelle
Selbstbildnisse,
Br.,
€ 34,80
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Vom
Nullpunkt zur Wende
Lesebuch
2., erweiterte Auflage
€ 11,00
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Habt den
Mut zu menschlichem Tun
Die Jüdin
und Demokratin
Jeanette Wolff
in ihrer Zeit
(1888-1976)
168 S., Br., €
17,90
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Zittartz-Weber:
Zwischen Religion
und
Staat [Jüdische
Gemeinden in den preussischen
Rheinprovinzen 1815-1871]
Kt 35,00
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Spuren
– Sledy
Deutsche
und Russen in der Geschichte
ISBN 3-89861-264-3
208 Seiten, durchgehend
farbig, Festeinband, € 19,90
Ausgehend von den
„Spuren“ in der Gegenwart, wie Erinnerungsorten, Gebäuden, Personen,
Kunstwerken oder Gemeinschaftsprojekten, bietet der reich illustrierte
Band einen Überblick über 200 Jahre deutsch-russischer Geschichte.
Die Vielfalt der „Spuren“ aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft
verdeutlicht, dass sich die deutsch-russische Geschichte nicht auf Krieg
und Diktatur reduzieren lässt. Beide Länder sind Mitglieder im
europäischen Haus, und der Blick auf die Entstehungsgeschichte der
Gegenwart sowie historische Gemeinsamkeiten hilft, Brücken in die
Zukunft zu schlagen.
Der Band ist zugleich
ein Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Bonner „Haus der Geschichte“.
Entstanden ist das Projekt in einer engen Kooperation der Stiftung Haus
der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit dem Staatlichen Historischen
Museum in Moskau, wo die Ausstellung im Anschluss an ihre Station in Bonn
präsentiert werden soll.
„Spuren – Sledy“ steht
im Kontext der zwischenstaatlichen Kulturvereinbarung, die unter der Schirmherrschaft
von Bundespräsident Johannes Rau und Staatspräsident Wladimir
Putin für die Jahre 2003 und 2004 zu zahlreichen deutsch-russischen
Kulturbegegnungen anregt. Zugleich kann die Ausstellung als ein Beitrag
zu unserer Reihe „Deutschland und seine Nachbarn“ verstanden werden. Das
Projekt nimmt das Anliegen des deutsch-sowjetischen Vertrags über
gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit vom 9. November 1990
auf, der das Ziel postuliert, an die „guten Traditionen“ einer „jahrhundertealten
Geschichte anzuknüpfen“ und „durch Verständigung und Versöhnung
einen gewichtigen Beitrag zur Überwindung der Trennung Europas zu
leisten“.
Ulrich
Homann / Ernst Thoman
Als
die Ente Amok lief
Geschichten
aus den ersten 10 Jahren Fußball-Bundesliga 1963–1973
182
Seiten, zahlreiche Abbildungen, Festeinband, Großformat, € 9,95
ISBN
3-88474-443-7







aus: Hein u.a.: Elettricità
€ 21,90
Maria Eva Hein / Heidi Lerche-Renn / Peter Ulrich Hein
Elettricità - Sexuelle
Elektrizität
144 Seiten, zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig, Festeinband,
€ 21,90
Dieser Band erzählt in einer Abfolge von Bildern und
Textfragmenten die Geschichte eines interdisziplinären
multimedialen Theaterprojektes. Dem Leser erschließt
sich der Futurismus als eine ebenso problematische wie
nachhaltige Epoche der europäischen Avantgarde, die
das postdramatische Theater inspiriert, zugleich aber zur
kritischen Auseinandersetzung herausfordert
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Die
frühe römische Kaiserzeit im Ruhrgebiet, 250 S., Gb.,
€ 19,90
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