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Ruhr Museum Essen
Ruhrgebietsbilder
Ein virtueller Sammlungskatalog
2.Aufl. 2010
CD mit 1.400 Bildern, € 14,95
978-3-8375-0189-6
1400 Bilder aus dem Fotoarchiv des Ruhr Museum in Essen, von den unterschiedlichsten Fotografen.

Papier macht's möglich
Geschichten zur Papierverwendung
48 S., Br.,  € 5,00
978-3-88474-909-8
Die Ausstellung „Papier macht’s möglich“ des Rheinischen Industriemuseums bildete eine Ergänzung zur Dauerausstellung, die wiederum den Kontext für diese „Geschichten“ abgibt. Die Fülle der denkbaren Dinge, die Papier möglich macht, erlaubt es natürlich nur, mit ausgewählten Beispielen grundlegende Prinzipien zu verdeutlichen. Denn vermutlich gibt es nur wenige Zwecke, für die Papier überhaupt nicht verwendbar wäre. Beispiele aus den vergangenen zweihundert Jahren zeigen jedenfalls, dass Papier auch da erfolgreich konkurrieren konnte und auch noch kann, wo man es überhaupt nicht erwarten würde.

Medizinische Terminologie, Bd. 1
Ein Kompaktkurs in 13 Lektionen
128 S., Br.,€  7,60
978-3-88474-084-2


Medizinische Terminologie, Bd. 2
Ein Kompaktkurs in 13 Lektionen
192 S., Br., € 8,60
978-3-88474-085-9

Claudia Steur / Gerhard Hirschfeld
Theodor Dannecker
Ein Funktionär der Endlösung
256 Seiten, € 24,50
978-3-88474-545-8
Wie war der Massenmord des nationalsozialistischen Regimes an den europäischen Juden möglich? Zur Beantwortung dieser Hauptfrage der historischen Forschung hat Claudia Steur die Biographie eines Täters untersucht, der als sogenannter „Judenberater“ unter Eichmann mit der Vorbereitung und Durchführung der Judendeportationen betraut war. Theodor Dannecker gehörte seit 1937 zu den engsten Mitarbeitern Eichmanns und hatte aktiven Anteil an allen Phasen der Judenverfolgung. Ermöglicht werden detaillierte Einblicke in die verschiedenen Stufen und Abfolgen der „Endlösung“ vor und während des Krieges. Claudia Steur verfolgt den Werdegang Danneckers von der Herkunft aus einer kleinbürgerlichen Familie, über eine Karriere in der SS bis zu seinem Selbstmord. Sie untersucht seine Beteiligung im Vernichtungsapparat und fragt nach seinen Motiven. Die Konzentration auf die Person Danneckers macht es möglich, Befehlswege, Vorgehensweisen und Strukturen der nationalsozialistischen Regimes aus dem Blickwinkel eines unmittelbar am Holocaust mitwirkenden, nachgeordneten Funktionärs darzustellen. Auf diese Weise präsentiert die Studie von Claudia Steur neue und teilweise überraschende Erkenntnisse über den Ablauf der Ermordung der europäischen Juden.
Bernd Faulenbach / Franz-Josef Jelich (Hg.)

Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?
Die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten
204 S., Br., € 19,90
ISBN 3-89861-526-X
Bei der Tagung »›Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?‹ Die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten« ging es sowohl um Grundprobleme der Interpretation der Nachkriegszeit als auch um ihre angemessene Musealisierung und visuelle Präsentation. Zu erörtern waren diese Fragen auf dem Hintergrund einer Erinnerungskultur, die durch die NS-Zeit und die NS-Verbrechen dominiert wird.
Angezielt wurde mit der Tagung eine Standortbestimmung im Hinblick auf den genannten Fragenkomplex, wozu Historiker, Museums-, Ausstellungs- und Gedenkstättenfachleute eingeladen waren.


Falk Wiesemann
Antijüdischer Nippes und populäre Judenbilder
Die Sammlung Finkelstein
Unter Mitarbeit von Emile Schrijver
255 Seiten, Großformat, Festeinband, zahlr.farb.Abb., Kunstdruck, € 29,90
ISBN 3-89861-502-2
Der Katalog zur Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems/Vor-
arlberg thematisiert die populären Ausdrucksformen des europäi-
schen Antisemitismus in der Vergangenheit und konfrontiert diese
mit aktuellen Phänomenen antisemitischer Stereotype,ambiva-
lenten Bildern vom „Juden “ und verbreiteten Verschwörungsthe--
orien der Gegenwart.Im Vordergrund der Sammlung Finkelstein
stehen dreidimensionale Objekte,den Rest bilden Zeichnungen,
Aquarelle und Gemälde.Im Gegensatz zu den üblicherweise in
Antisemitica-Ausstellungen gezeigten und problematisierten Objek-
ten handelt es sich hier nicht um gedrucktes,illustratives Material,
sondern fast ausschließlich um Unikate (darunter ca.50 Zeichnun-
gen),die zugleich offenbar massenhaft produziert worden sind.Bis
heute gibt es kaum Untersuchungen zu derartigen antisemitischen
Gegenständen,die bisher auch kaum in kritischer Absicht gesam-
melt wurden.Die Zeit des Nationalsozialismus und der Shoah
bleiben bewusst ausgeklammert,um Kontinuitäten und Brüche in
der Popularität antisemitischer Bilder vom „Juden “ jenseits dieser
Extremerfahrung wahrnehmbar zu machen.Darüber hinaus wird
die Problematik auch in ihrer europäischen Dimension entfaltet.
Die Wirksamkeit antisemitischer Einstellungen und ideologischen
Wahrnehmungsmuster ist auch nach 1945 keineswegs vorbei.Wie
sich immer mehr erweist,wandern Stereotype in der Wahrneh-
mung des „Jüdischen “ heute scheinbar ungebrochen in andere
kulturelle,politische und geografische Kontexte und dienen in
den unterschiedlichsten politischen Konflikten als Munition und
„Orientierung “.





Hanno Loewy (Hg.)
Gerüchte über die Juden Antisemitismus, Philosemitismus,
und aktuelle Verschwörungstheorien
Unter Mitarbeit von Kurt Greussing
368 Seiten,broschiert, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-501-4
Der Band erscheint anlässlich der Ausstellung des Jüdischen Muse-
ums Hohenems:Antijüdischer Nippes und populäre Judenbilder.
Die Sammlung Finkelstein im Kontext
War die Stigmatisierung von Juden in Europa über Jahrhunderte
davon geprägt,die Jüdische Gemeinschaft – in Kontext einer
europäischen Auseinandersetzung mit dem „Orient “ und dem ver-
drängten orientalischen Erbe Europas – auszugrenzen und zugleich
zu vereinnahmen,so treffen wir heute in einer postkolonialen Welt
auf das umgekehrte Phänomen:Juden werden nun auch aus der
umgekehrten Perspektive verschwörungstheoretisch als Bedrohung
einer angeblich „eigenen “,unteilbaren Kultur stigmatisiert.Der
„Westen “,die USA und Israel sind dabei ein schillerndes Feindbild
geworden,auch für Menschen und Kollektive,die mit Juden gar
nicht in Berührung kommen.
Die Bilder und Vergegenständlichungen,in denen dies geschieht,
sind verblüffend interkulturell.So wurde eine Fernsehspielfassung
der „Protokolle der Weisen von Zion “ zum großen Erfolg des
ägyptischen Staatsfernsehen.Und dies,während die traditionelle,
christlich motivierte und hochgradig ambivalente Faszination des
„Jüdischen “,die sich zugleich in Philosemitismus und Antisemitis-
mus äußert,im Westen eine überwältigende Renaissance erfährt.
Die Autoren:Dan Diner,Zafer Senocak,Ruth Gruber,Kurt
Greussing,Hanno Loewy,Moshe Zuckermann,Holger Gehle,
Juliane Wetzel,Yves Kugelmann,Bernd Fechler,Frank Stern,Astrid
Messerschmidt,Werner Dreier,Monique Eckmann,Fabian Kettner
und Richard Bartholomew


Dieses Jahr schenken wir uns nichts!

Udo Achten (Hg.)
Dieses Jahr schenken wir uns nichts
Ein Lese/Bilderbuch zu Weihnachten
216 S., Gb., € 14,90
 978-3-89861-396-5
Mit Texten unter anderen von: Hanna Hanisch, Max von der Grün, UweWandrey, Heinrich Böll,
Erich Kästner, Robert Gernhardt, Bertolt Brecht, Karl Valentin, Heinrich Albertz, Erich Fried,
Kurt Eisner, Dieter Süverkrüp, Wolfgang Borchert, Günter Grass, Joachim Ringelnatz,
Lore Lorentz, Hans Dieter Hüsch, Elke Heidenreich, Kurt Tucholsky, Wolf Biermann

Die „Ware" Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht. Alle Jahre wieder feiern wir die
Ankunft des Erlösers und beklagen zugleich, das Fest sei nichts als Konsumterror; statt Liebe
und Frieden bringt das Jahresende regelmäßig Stress und Hetze, in den Familien gibt es Streit.
Hinter jedem Weihnachtsmann steckt ein Geschäftsmann, der laut ruft „KOMMET IHR KUN-
DEN!" Kunden sind jedoch nur welche, die es sich leisten können.
Weihnachtsstimmung wird allen abverlangt. Ob eine solche Stimmung auch die Verkäuferin
im Einzelhandel erfasst, der man gerade das Weihnachtsgeld gekürzt und die Arbeitzeit ver-
längert hat, ist nicht auszumachen, denn die Teilzeitkraft lächelt immer freundlich, obwohl
ihr vom endlosen Stehen die Füße brennen. Ach du liebe Weihnachtszeit: Der Weihnachts-
rummel, beginnend im September mit Lebkuchen und leerer Urlaubskasse, steigert sich bis
zum Adventendspurt.
Über 200 neue und alte Geschichten, Gedichte, Polemiken, Karikaturen und Zeichnungen
wurden in dieses Weihnachtsbuch aufgenommen. Mit wenigen Strichen kann man manch-
mal mehr sagen als mit vielen Worten. Es sind nicht selten Polemiken, die durch Weglassen
der Zwischentöne eine Aussage auf den Punkt bringen. Das kann schmerzen, ist nicht selten
beißend - soll es auch. Durch das Schellengeläut muss man auch das Stöhnen der Getroffe-
nen hören. Satire will durch Überhöhung Aufmerksamkeit erzeugen, nicht selten in der Hoffnung,
dadurch aufklärend zu wirken. Die Besinnung auf Frieden und die Hoffnung auf eine bessere Welt
verbindet sich nach wie vor mit Weihnachten. Diese Bedeutung ist dem Weihnachtsfest nicht
auszutreiben und wird immer in Gegensatz stehen zur „Ware" Weihnacht.
Aus diesem Spannungsverhältnis beziehen viele Bilder und Texte des Buches ihre Triebkraft
und garantieren eine vergnügliche und manchmal auch nachdenkliche Lektüre.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch heißt es bei Erich Kästner.
Dennoch muss man bei Ablehnung von allzu lautem Schellengeläut nicht zum Weihnachtshasser werden.

Die Geburt
Als aber in der finsteren Nacht
die junge Frau das Kind zur Welt gebracht,
da haben das nur zwei Tiere gesehn,
die taten grad um die Krippen stehn.

Es waren ein Ochs und ein Eselein,
die dauerte das Kindlein so klein,
das da lag ganz ohne Schutz und Haar
zwischen dem frierenden Eltempaar.

Da sprach der Ochs: „Ich geb dir mein Horn.
So bist du wenigstens sicher vorn."   |
Da sprach der Esel: „Nimm meinen Schwanz
auf dass du dich hinten wehren kannst."

Da dankte die junge Frau,
und das Kind empfing Hörner vorn und ein
Schwänzlein hint.
und ein Hund hat es in den Schlaf gebellt
So kam der Teufel auf die Welt.
           Robert Gemhardt




Axel Doßmann
Begrenzte Mobilität
Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR
431 S., Br., € 27,90
978-3-89861-153-4
Diese Geschichte der Autobahnen beginnt mit den Reichsautobahnen und führt über die Versuche politischer Beschleunigung in der ostdeutschen Nachkriegszeit bis zum Stau auf den Bundesautobahnen der Gegenwart. Erzählt wird von konfliktreichen Aufbaujahren, von „Auto-Suggestionen”, realem Verkehr und der Sehnsucht nach freier Fahrt. Aus vergessenen Trassenplanungen entziffert der Autor die heimlichen Wünsche von Ingenieuren zur Wiederherstellung der nationalen Einheit. Es wird gezeigt, wie sich Techniker bemühten, Ulbrichts rätselhafte Parole vom „überholen ohne einzuholen” in die Praxis umzusetzen. Analysen zum deutsch-deutschen Wiederaufbau der Grenzbrücke bei Hirschberg bieten Einblick in die dramatische Komik von Macht und Herrschaft im Kalten Krieg. Als Devisenquelle war der westdeutsche Transitverkehr für die SED-Regierung ein Gewinn. Doch diese Wohlstandsbewegung erregte ebenso Neugierde und Neid – mit ungewollten Folgen für die Mobilisierung der Bürger gegen ihren Staat.

Faszination Nikolaus
[Kult-Brauch-Kommerz]
Nierhoff:
Die Brücke und der Sex
320 S., ca 200 Abb., Br., € 19,90
 Thompson: MÜLLTHEORIE
Gb., € 9,95
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 Industriefilm 1945-59
494 S.,Br., € 29,90
 Tses: [Edgar-Wallace-Filme]
Der Hexer, der Zinker 
und andere Mörder
254 S., 20x30cm Gb., € 29,90
Christ: 700 Filmplakate...1946-66
500 Plakate der BRD und 
200 Plakate der ehemaligen DDR
Großer Bildband, € 38,50
Lieferung ab Verlag
scroll



Ute Küppers-Braun
Macht in Frauenhand
1000 Jahre Herrschaft adliger Frauen in Essen
4. Auflage 2008
224 S., zahlr. Abb., Gb., € 19,95
Essens Geschichte beginnt nicht erst mit der Industrie, sondern wurde lange Zeit durch das freiweltliche Damenstift bestimmt. Dieses war in mancher Hinsicht eine Besonderheit: In einer patriarchalischen Umgebung regierten hier fast 1.000 Jahre lang Frauen des hohen Adels, die oft von weit her, sogar aus der Schweiz, aus Thüringen und Sachsen nach Essen kamen. Wie sie regierten, wie sie sich gegen die Begehrlichkeiten benachbarter Mächte zur Wehr setzten, wie sie Konflikte mit der Stadt Essen und innerhalb des Stiftes meisterten, wird ebenso dargestellt wie das Leben dieser Gräfinnen und Prinzessinnen. Die Erziehung im Stift, religiöse und weltliche Pflichten, Lebensstandard, Freizeit und Spiele, Festlichkeiten, Kleidung und Ernährung, der Umgang der als >Singles< lebenden Frauen mit Männern, ihre . Art des >Mobbing< gegeneinander, auch Krankheit und Tod bilden einen wesentlichen Teil des Buches. Es wird gezeigt, dass diese Stiftsdamen nicht abgeschoben in einer klösterlichen Welt lebten, sondern im Netzwerk des katholischen Reichsadels eine wichtige Funktion erfüllten.



Kultur und Alter
Kulturangebote im demografischen Wandel
Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen (Hg.)
128 Seiten, Broschur, ca. € 14,90
ISBN 3-89861-632-4
Das Kulturpublikum wird älter. Erst jetzt setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass Schrumpfung und Rückbau wichtige Themen der Zukunft sein könnten. Der Band präsentiert erste Überlegungen zu einer notwendigen Analyse im kulturpolitischen Feld. Er skizziert die Entwicklung der Altersdemographie sowie ihre Auswirkungen auf kulturelle Einrichtungen und leitet daraus Vorschläge kulturpolitischer Zielsetzungen ab. Es gibt derzeit kaum wissenschaftlich belastbares Datenmaterial und aussagekräftige empirische Untersuchungen, die ein verlässliches und verallgemeinerbares Bild von der Alterstruktur des Kulturpublikums in den einzelnen Sparten und ihren Einrichtungen geben würden. Die Vorschläge verstehen sich als Diskussionsfolie, um Aussagen und Thesen mit dem Erfahrungswissen der kulturellen und kulturpolitischen Akteure zu konfrontieren und darüber zu plausiblen Einschätzungen der Lage zu kommen. Die vorgebrachten Überlegungen reichen allerdings in jedem Fall aus, um die Bedeutung des Themas »Demographie« für die und in der Kulturpolitik herauszuheben und es weiter ernsthaft und konsequent zu verfolgen.




Axel Heimsoth
Die Wiederentdeckung des Hellwegs
Regionale Identität im Spiegel verkehrspolitischer Diskussionen bis zum Bau der Dortmund-Soester Eisenbahn
320 Seiten, Broschur, 34,90 €,
ISBN 3-89861-591-X
In der gesellschaftlichen Umbruchsphase der Frühindustrialisierung nutzten Eisenbahnbefürworter des Dortmund-Soester Raums die Erinnerung an den Hellweg, um eine Eisenbahnlinie von Dortmund nach Soest durchzusetzen. Bürger entlang der geplanten Linie schlossen sich zu Eisenbahnkomitees zusammen und knüpften zwischen dem mittelalterlich belegten Hellweg und ihrem Bahnprojekt eine gedankliche Verbindung. Die Botschaft für ihre Mitbürger und den Entscheidungsträger war: Der Hellweg werde einer neuen wirtschaftlichen Blüte entgegengehen, wenn er als Eisenbahn weiter besteht. Im Zuge der sich über Jahre hinziehenden Diskussionen lässt sich die Entstehung einer regionalen Identität »Hellweg« feststellen. Die sich seit 1830 entwickelnde Auseinandersetzung um den Bau einer Bahnlinie mündete in die Errichtung der Dortmund-Soester Eisenbahn (1855).



Berlin, Zoologischer Garten
Das Karl Hauer-Bestiarium
157 S., zahlr. s./w. Ill., Br., € 12,90
Vorwort des Herausgebers (Karl Hauer [sprich: Kal-auer])
Der Asiatische Elefant (Stephen Brockmann, USA, Germanist)
Die Berliner Kurze (Peter Utz, Schweiz, Literaturwissenschaftler)
Die Berliner Langlatschige Elster (Birgit Dahlke, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftlerin)
Der Braunbär (Christian Jäger, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftler)
Der Buchfink (Ludger Claßen, Verleger Klartext-Verlag)
Der Damhirsch (Ralf Klausnitzer, Literaturhistoriker und –theoretiker, Humboldt-Universität)
Die Dolchstichtaube (Dirk van Laak, Zeithistoriker, Universität Jena)
Das Dromedar (Sonja Vandenrath, Literaturreferentin der Stadt Frankfurt)
Die Eidechse (Andras F. Balogh, Budapest, Literaturwissenschaftler)
Das Erdmännchen (Katja Stopka, Bibliotheksleiterin, Potsdam)
Die Eschenzikade (Marion König, Humboldt Uni Berlin, Literaturwissenschaftlerin)
Die Felsentaube (Dirk Hallenberger, Literaturwissenschaftler, Essen)
Der Feuersalamander (Hartmut Eggert, Literaturwissenschaftler, Freie Universität)
Das Flusspferd (Steffen Damm, Verlag Bostelmann und Siebenhaar)
Der Fratzenkuckuck (David Oels, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Frau Gray's Wasserbock (Henning Wrage, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der Goldzügelbülbül (Walter Fähnders /Helga Karrenbrock, Literaturwissenschaftler, Osnabrück)
Der Gorilla (Klaus Siebenhaar, Kulturhistoriker, Profi-Berliner)
Der Große Ameisenbär (Andrea Polaschegg, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität)
Das Häuskaninchen (Ulrike Baureithel, Wissenschaftsjournalistin, Freitag)
Das Hinterwälder Rind (Wiebke Porombka, Literaturwissenschaftlerin)
Der Hirscheber (Katharina Langhammer, Literaturwissenschaftlerin)
Der Humboldtpinguin (Manuel Köppen, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der Kaiserfisch (Gregor Streim, Literaturwissenschaftler, Berlin)
Der Kampfläufer (Steffen Martus, Literaturwissenschaftler, Erlangen)
Der Katzenbär (Christiane Zauner-Schneider, Literaturwissenschaftlerin)
Das Kleine Känguruh (Augustina Porombka)
Die Kleinfleck-Ginsterkatze (Barbara Gollmer, Humboldt Uni Berlin)
Der Königspinguin (Michael Kämper-van den Boogaart, Literaturwissenschaftler, Humboldt Uni Berlin)
Der Kolkrabe (Sven Rabanus, Buchhändler, Mönchengladbach)
Der Kragenbär (Jochen Vogt, Literaturwissenschaftler, Essen)
Der Krokodilwächter (Michael Kleeberg, Autor, Berlin)
Der Kugelfisch (Rüdiger Steinlein, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der Kurzkopfgleitbeutler (Dorit Müller, Literaturwissenschaftlerin, Zentrum für Literaturforschung, Berlin)
Der Kurzkrallenotter (Björn Weyand, Literaturwissenschaftler)
Der Laubfrosch (Andy Hahnemann, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin)
Das Mähnenschaf (Nadja Geer, Kulturjournalistin)
Die Mähnenschafe (Christian Härtel, Verlagslektor BeBra)
Die Mongolische Rennmaus (Jörg Döring, Literaturwissenschaftler, Siegen/Frankfurt am Mein)
Die Moorschnucke (Bernd Santesson)
Der Nachtreiher (Rolf Lindner, Ethnologe, Humboldt-Universität)
Der Nacktnasenwombat (Frauke Meyer-Gosau, Redakteurin Literaturen)
Der Nasenbär (Ulrich Sonnenschein, Kulturredakteur Hessischer Rundfunk)
Die Netzgiraffe (Hermann Sturm, Kunsthistoriker Essen)
Der Nilflughund (Meike Herrmann, Literaturwissenschaftlerin)
Die Plötze (Rainer Rutz, Journalist)
Der Plumplori (Beata Berta, Publizistin)
Der Potto (Ekbert Birr, Literaturwissenschaftler, Berlin/Gießen)
Der Prachtglanzstar (Stephan Porombka, Literaturwissenschaftler, Berlin/Hildesheim)
Der Rippenmolch (Volker Schütz, Jurist)
Der Rotbrust-Samenknacker (Frank Hörnigk, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der Rotducker (Hannes Krauss, Literaturwissenschaftler, Essen)
Die Rotfeder (Michael Angele, Autor, Berlin)
Der Rotzügohn[h]ausvogel (Gertrude Cepl-Kaufmann, Literaturwissenschaftlerin, Düsseldorf)
Der Schlanklori (Gerhard Vowe, Kommunikationswissenschaftler, Düsseldorf)
Der Schmutzgeier (Walter Delabar, Literaturwissenschaftler)
Der Schützenfisch (Yvonne Dietl, Humboldt Uni Berlin)
Der Schwarze Brüllaffe (Ariel Hauptmeier, Redakteur Geo)
Der Schwarzweiße Vari (Gesine Schröder, Literaturwissenschaftlerin)
Der Seehund (Hugh Ridley, Dublin, Germanist)
Das Seepferdchen (Maria Hecht, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität)
Die Singdrossel (Wolfgang Asholt, Romanist, Osnabrück)
Der Steinwälzer (Christoph Links, Verleger Ch. Links Verlag)
Die Stockente (Thomas Wegmann, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität)
Der Stockerpel (Jost Hermand, weltberühmter Literaturwissenschaftler)
Der Textorweber (Hilmar Schmundt, Der Spiegel, Ressort Wissenschaft)
Die Türkistangare (Natalie Nik-Nafs, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität)
Der Weiße Brüllaffe (Magdolna Orosz, Budapest, Literaturwissenschaftlerin, Semiotikerin)
Der Wellensittich (Peter Sprengel, Freien Universität Berlin, Literaturwissenschaftler)
Das Wildschwein (Helmuth Kiesel, Uni Heidelberg, Literaturwissenschaftler)
Der Wolf (Annegret van Mörbeck, Humboldt Uni Berlin, Verwaltungsleiterin Philosophische Fakultät II)
Das Zweifingerfaultier (Annett Gröschner, Berliner Autorin ["Moskauer Eis"] )
Die Nachzügler (Helmut Lethen, Literaturwissenschaftler)



Christian Gudehus
Dem Gedächtnis zuhören
Gedenkstätten und Erzählungen über nationalsozialistische Verbrechen
350 S., Br., € 21,50
Christian Gudehus betritt mit seiner Analyse der Erzählungen über NS-Verbrechen bei Führungen in Gedenkstätten Neuland. Analysen von Vermittlungsangeboten der politischen Bildung im Allgemeinen und der holocaust-education im Besonderen sind nämlich erstaunlich rar. Gudehus stützt sich auf 16 aufgezeichnete Gedenkstättenführungen in Neuengamme, Ravensbrück, Dachau und dem Haus der Wannsee-Konferenz und zeichnet ein interessantes und teilweise überraschendes Bild von dem, was im Rahmen solcher Führungen vermittelt wird. Im Vordergrund der Vermittlungsbemühungen steht, so das Ergebnis des Buches, eher die Erzeugung von Betroffenheit als die historische Information. Das wirft erhebliche Fragen an die Gedenkstättenpädagogik auf. Insgesamt trägt das Buch zur Strukturierung und zur weiteren empirischen Erschließung von Bereichen der Tradierungsforschung und besonders zur weitgehend brachliegenden Evaluation von Vermittlungsangeboten politischer Bildung bei. Das Buch konfrontiert die Erziehungswissenschaften mit ihren Folgen und gibt Anregungen, die Vermittlungsarbeit zu verbessern, indem die Vermittlungsformen und auch die Aneignungsformen der Adressaten untersucht werden.
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 Wassertal
Solinger Industriekultur
167 S., Br., € 9,95
Heinz Tetzner
Geschriebenes
Das druckgrafische Werk
111 S., Gb., zahlr. Abb., € 24,90
 Machoczek:
Weites Revier
143 S., Br., € 12,95
scroll
Remeke: 
Gewerkschaften und
Sozialgesetzgebung 
[DGB und Arbeitnehmerschutz
i.d......sozialliberalen Koalit.]
519 S., Gb., € 39,80
www.beushausenbild.de
Where Are We 
Landed Here---?
Fotos, 10 Jahre TRAUMZEIT
13x14 cm, Gb., € 14,90
 Bochum und das Ruhrgebiet
Großstadtbildung
im 20. Jahrhundert
470 S., Gb., € 24,90
scroll



Falk Bersch / Hans Hesse
»Wie ein dumpfer Traum, der die Seele schreckt«
DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow-Dreibergen
223 Seiten,  Br., €  16,90
ISBN 3-89861-461-1
»Die Nächte gewährten kurzes Vergessen, bis am Morgen erneut der Schmerz mit mir erwachte. Ich begann, meine Empfindungen wieder in Worte zu kleiden, wie ich es früher oft zu tun pflegte. In diesen festgefügten Versen mauerte ich mein Leid gewissermaßen ein. Es brachte mir Erleichterung und blieb mir so als Mahnung bis heute erhalten.«
Diese Zeilen stammen von Meta Kluge, die sechs Jahre in dem DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow/Dreibergen (Mecklenburg-Vorpommern) inhaftiert war. Ihr ›Verbrechen‹: Sie war eine Zeugin Jehovas. Meta Kluge kam 1951 nach Bützow/Dreibergen. Mit diesem Ort verbinden sich düstere Erinnerungen. Die meisten der in der DDR-Haft oder an deren Folgen verstorbenen Zeuginnen Jehovas starben in Bützow. Meta Kluge begann schon während der Haft einen Bericht über ihre Erlebnisse anzufertigen. Sie schrieb Gedichte, obwohl Schreiben ebenso wie der Besitz von Schreibutensilien den Häftlingen streng verboten war. Meta Kluge erfand mehrere Methoden, dieses Verbot zu umgehen. Ihr Ziel war es, in Versform unauslöschlich die Erinnerung zu speichern, um sie mit in die Freiheit herauszunehmen. So sind die Gedichte Zeugnisse des menschlichen Selbstbehauptungswillens geworden. Es ist eine Kulturtechnik, die dem Überleben geschuldet ist. Nach der Haft dienten ihr die Gedichte als Gedächtnisstütze zur Abfassung ihres Berichtes über ihre Erlebnisse.
Das von Falk Bersch und Hans Hesse herausgegebene Buch dokumentiert den Erinnerungsbericht Meta Kluges und ihre Gedichte. Desweiteren führt ein Aufsatz den Leser in die Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas in der DDR und ihre Erfahrungen in Bützow/Dreibergen ein. Zahlreiche Dokumente, Fotos und biografische Notizen über die in Bützow verstorbenen Frauen, sowie ein ergänzender Bericht des Zeitzeugen Gerhard Krüger zur Situation der männlichen Häftlinge in Bützow, runden diesen Band ab.



Karl Wolffsohn und die Lichtburg
Die Geschichte einer Arisierung
Christoph Wilmer (Hg.)
64 S., Br., €  8,90
ISBN 3-89861-536-7
Am 18. Oktober 1928 wurde in diesem Gebäude die Lichtburg mit 1.999 Plätzen eröffnet. Seit 1931 war der Berliner Verleger und Pionier der Filmpublizistik Karl Wolffsohn Pächter und Betreiber dieses Großkinos. Als Jude verfolgt, musste Karl Wolffsohn 1933 / 34 auf Druck der NSDAP seinen Lichtspielbetrieb an den halbstaatlichen Filmkonzern UfA verkaufen. Der diktierte Kaufpreis entsprach einem Zehntel des Wertes, den der Lichtspielbetrieb tatsächlich besaß. Angesichts vieler wirtschaftlicher Schikanen und nach mehreren Monaten in >Schutzhaft< flüchtete Karl Wolffsohn 1939 mit seiner Familie nach Palästina. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück und kämpfte vor Gericht um Entschädigung für die Verluste, die man ihm aufgezwungen hatte. Das Ende der Prozesse erlebte er nicht mehr. Er starb am 6. Dezember 1957 in Berlin.


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 Geschichte(n) aus Westfalen 
60 Jahre "Westfälische Rundschau"
12,90
 Ruhrgebiet
Entdeckungsreise
INDUSTRIEKULTUR
 Weltstar Hans-Sachs-Haus
[Bedrohtes Demokratie-Denkmal]
224 S., Br., € 14,90
scroll
 Zeche Nachtigall
Museumsführer
256 S., Br., € 14,90
 gesehen
Ein Bild der Hellwegregion
32 Fotograf_innen
123 S., Br., € 16,90
 Aufbau West
287 S., Gb., € 19,90
scroll
 HALTERN UND DER
NATIONALSOZIALISMUS
168 S., Br., € 12,90
 Gefangen im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft in Deutschland
1914-1921
392 S., Gb., € 32,00
 Schlaue Schalker Kids
64 S., Grossformatig, Gb., € 12,90
scroll
 Das Jahr 1956
in der WAZ
184 S., Gb., € 19,90
 Sportschau Essen 2005
248 S., ill. Großformat, Gb., € 18,40
 Zwischen den Welten und 
amtlichen Zuschreibungen
Neue Formen und Heraus-
forderungen der Arbeits-
migration im 21. Jahrhundert
3-89861-368-2
253 S., Br., € 29,90
scroll
 Die Ausstellung
Oneg Schabbat
Untergrundarchiv 
des Warschauer Ghettos
107 S., Gb., € 13,90
3-89861-611-8
 Im Lager unbesiegt
Kriegsgefangenen-Zeitungen
im Ersten Weltkrieg
349 S., Br., € 32,00
 Gandersheim und Essen
Vergleichende Untersuchungen 
zu sächsischen Frauenstiften
   256 S., Br., € 22,90
scroll
 Der Pott ist rund!
Das Lexikon des Revier-Fußballs
Band 2: Die Vereine  1945 bis 2005
400 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige
Abbildungen, Festeinband, ca. 29,95 €
 Masterplan Emscher
Landschaftsplan 2010
352 S., Gb., +Karte, +CD, € 19,90
 ABGEFAHREN
...Straßenbau im Rheinland
80 S., Br., € 6,95
scroll


Die Deutschen an der Somme
Besatzungspolitik und Kriegführung in Frankreich 1914- 1918
Gerhard Hirschfeld/Gerd Krumeich/lrina Renz (Hg.)
250 S.. mit zahlr. Abbildungen, € 19,90
Die Schlacht an der Somme 1916 war nicht nur die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs, sondern möglicherweise der gesamten Geschichte. Über 400.000 britische und etwa 200.000 französische Soldaten wurden in der Schlacht getötet oder verwundet. Die Verluste waren auf deutscher Seite mit bis zu 600.000 Mann annähernd gleich hoch. Trotz dieser enormen Verluste führte die Somme-Schlacht nicht zu der von den Alliierten erhofften, völligen Erschöpfung des deutschen Heeres, wohl aber zu einer starken Schwächung der Streitkräfte auf beiden Seiten. Der 1. Juli 1916 ist der verlustreichste Tag in der britischen Militärgeschichte, was bis heute eine gewisse Bedeutung in Großbritannien besitzt. Im deutschen und französischen Bewusstsein nimmt die Schlacht um Verdun einen größeren Stellenwert ein, die ebenfalls enorme Verluste bei geringfügig veränderten Fronten herbeiführte. Charakteristisch für beide Schlachten war nicht nur der enorme personelle und materielle Aufwand, sondern vor allem der äußerst bedenkenlose Umgang mit Menschenleben. In einzelnen Kapiteln präsentiert der Band Dokumente und Abbildungen, begleitet von Kommentaren und Erläuterung. Das Buch soll auch als Reiseführer zu den Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorten des Weltkriegs an der Somme dienen.
1) John Hörne: Deutscher Vormarsch und Besatzung 1914-1916
2) Annette Becker: Die Reaktion der Zivilbevölkerung
3) Gerhard Hirschfeld: Die erste Somme-Schlacht 1916
4) Michael Geyer: Deutscher Rückzug und Zerstörung 1917
5) Markus Pöhlmann: Die zweite Somme-Schlacht 1918
6) Gerd Krumeich: Die Somme und der Erste Weltkrieg





Stefanie Van de Kerkhof
Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg
Unternehmensstrategien der deutschen Eisen- und Stahlindustrie 1870 bis 1918
Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte Bd. 15
480  S., Br., €  29,90
ISBN 3-89861-516-2
Unterscheidet sich das strategische Handeln von Unternehmen und ihrer Leitung im Krieg und im Frieden? In ihrer theoriegeleiteten Studie geht Stefanie van de Kerkhof dieser Frage am Beispiel der deutschen Eisen- und Stahlindustrie von 1870 bis 1918 nach. Das Buch liefert nicht nur Ergebnisse zur Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg, sondern versteht sich auch als Beitrag zur modernen Unternehmensgeschichte. Daher werden konzeptionelle Ansätze der Wirtschaftswissenschaften im Strategischen Management ausführlich diskutiert. Mit diesem Konzept wird eine der wichtigsten kriegswirtschaftlichen Branchen unter fünf Kategorien untersucht: Wachstum, Internationalisierung, Beschaffung, Absatz und Marktentwicklung.
Dabei treten die Kontinuitätslinien in den Strategien klar hervor. Das Marktstadium des reifen Marktes spielte schon vor dem Krieg eine entscheidende Rolle für die Formierung der Unternehmensstrategien in den untersuchten Regionen Rheinland-Westfalen, Saar, Oberschlesien und Lothringen. Die verfolgten Strategien und unternehmerische Spielräume halfen, Gewinne und Wettbewerbsvorteile im Krieg zu sichern. Damit hatte die Kriegswirtschaft nur teilweise Einfluss auf Marktmechanismen und Preise der Branche. Fehlallokationen entstanden wie im Zweiten Weltkrieg durch das ›polykratische Chaos‹ der Bewirtschaftung.
Durch die detaillierte Betrachtung der Interessenverbände, ihrer Politik und Kriegsziele zeigt die Studie, dass das Verhältnis von Staat und Wirtschaft einem pluralistischen Korporatismus entsprach. Eine dirigistische Kommandowirtschaft konnte nicht festgestellt werden. Weitreichende Handlungsspielräume blieben im Krieg erhalten, und die Unternehmer begannen schon, den ›Krieg nach dem Krieg‹ vorzubereiten.


Alfons Kenkmann / Hasko Zimmer
Nach Kriegen und Diktaturen
Umgang mit Vergangenheit als internationales Problem – Bilanzen und Perspektiven für das 21. Jahrhundert
232  S., Br., € 19,90
ISBN 3-89861-531-6
Die Auseinandersetzung mit Regimeverbrechen der jüngeren Vergangenheit, die in Gestalt des Holocaust seit 1945 ein spezifisch deutsches Thema zu sein schien, hat am Ausgang des 20. Jahrhunderts eine Bedeutung gewonnen, die inzwischen weit über Deutschland und Europa hinausreicht. Spätestens seit dem Ende der Militärdiktaturen in Lateinamerika und des rassistischen Apartheidregimes in Südafrika im Laufe der 1980er und frühen 1990er Jahre sowie den politischen Umwälzungen 1989 in Mittel- und Osteuropa nach dem Zerfall der Sowjetunion ist Aufarbeitung zu einem vielfach brisanten Problem geworden. Die Bereitschaft, sich auf einen öffentlichen Umgang mit den Hypotheken der eigenen Vergangenheit einzulassen und historische Schuld anzuerkennen, war und ist z.&#8201;T. noch immer, zumal für die beteiligten politischen Eliten, meist Ergebnis eines beschwerlichen Lernprozesses.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes tragen dieser neuen Sichtweise Rechnung. Sie stellen die spezifischen Diskussionen in der jeweiligen nationalstaatlichen Situation nach Krieg oder Diktatur bewusst in eine international-vergleichende Perspektive. Mit Blick auf das 21. Jahrhundert wird eine Erinnerungsarbeit erforderlich, die die moralisch-politischen Imperative aus den konfliktreichen Umwandlungsprozessen der politischen Kultur aufnimmt und ihre friedens- und menschenrechtspolitische Dimension entfaltet.


Wiedergutmachung als Auftrag
Alfons Kenkmann / Christoph Spieker / Bernd Walter (Hg.)
384 Seiten, Abbildungen,  € 24,90
ISBN 3-89861-580-4
Von 1954 bis 1968 beherbergte der heutige Geschichts­ort Villa ten Hompel in Münster das Dezernat für Wiedergutmachung der münsterischen Bezirksregierung, das über die Entschädigungsanträge von ehemals nationalsozialistisch Verfolgten entschied. Nachdem es in der Zeit des ›Dritten Reiches‹ von einer Polizeiverwaltung genutzt worden war, welche die Verfolgung von Juden, Sinti, Roma oder politisch und religiös Verfolgten organisierte, benannte nach 1945 wiederum eine behördliche Stelle das Gebäude, die nun aber quasi ›gegenläufig‹ arbeitete.
Die Rückerstattung von geraubtem Eigentum, internationale Entschädigungsabkommen mit Staaten und Organisationen und offene Fragen der deutschen ›Wiedergutmachungspolitik‹ werden ebenso behandelt, wie der gesellschaftliche Umgang und die Konfrontation mit der NS-Vergangenheit und den unterschiedlichen Verfolgtengruppen.
Constantin Goschler: Wiedergutmachung. Ein Grundbegriff des deutschen Politikdiskurses
Jürgen Lillteicher: Die Rückerstattung jüdischen Eigentums durch den Fiskus zwischen Rechtstaatlichkeit und Verfolgungserfahrung 1947–1964
Karin Berz: Niederländische Gebietsforderungen und deutsche Reaktionen nach dem Zweiten Weltkrieg
Marlene Klatt: Die Wiedergutmachungsrealität aus Sicht der jüdischen Verfolgten
Gerd Fürmetz: Philipp Auerbach und die frühe Praxis der Wiedergutmachung in Bayern
Jens Hoppe: Die Tätigkeit der Claims Conference zwischen 1952 und 1965
Till Kössler: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und die Frage der Wiedergutmachung
Julia Volmer-Naumann: Entschädigung verfolgter Frauen aus dem Münsterland
Susanne Muhle: Ein Rückerstattungsfall aus Münster
Katja Neppert: NS-Zwangssterilisierte und ihr Kampf um Entschädigung
Christoph Spieker: ›Konfrontationen‹
Lutz Niethammer: ›Wieder-gut-machung‹ als Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur


Erika Welkerling / Falk Wiesemann (Hg.)
Unerwünschte Jugend im Nationalsozialismus
»Jugendpflege« und Hilfsschule im Rheinland 1933–1945
280 Seiten, Abbildungen, Festeinband, € 24,90
ISBN 3-89861-525-1
Vermeintlich ›unerziehbare‹, ›verwahrloste‹ und ›minderwertige‹ Kinder und Jugendliche galten im Nationalsozialismus vor dem Hintergrund rassenhygienischer Vorstellungen als ›auszumerzende‹ Belastung und Gefahr für den ›gesunden Volkskörper‹. Von wenigen Ausnahmen abgesehen befand sich dieser ›unerwünschte‹ Nachwuchs in Einrichtungen der Fürsorge und in Hilfsschulen.
Der Sammelband thematisiert Konzepte, maßnahmen und praktiken der ›Aufartung‹ und ›Ausmerze‹ der nationalsozialistischen Jugendpflege und Jugendfürsorge. Dabei werden am Beispiel des Rheinlands historische Entwicklungslinien bis in die Zeit des Kaiserreichs zurückverfolgt.

schönste Nebensache der Welt:

Das Spiel mit dem Fußball
Interessen, Projektionen und Vereinnahmungen
592 S., Br., € 27,90
3-89861-635-5
Fußball ist weit mehr als ein nur sportliches Spiel. Angesichts seiner anhaltenden Attraktivität hat sich der Fußball weltweit zu einem massenkulturellen Event mit fas unbegrenztem Mobilisierungspotenzial entwickelt. Zugleich hat die enorme Aufmerksamkeit, die der Fußball weckt, dazu geführt, dass immer mehr Interessen auf den Fußball projiziert und über ihn vermittelt werden.
Der Sammelband beleuchtet vor diesem Hintergrund Wechselwirkungen zwischen dem Fußball und seinem Umfeld in Geschichte und Gegenwart. Die 33 Beiträge der Publikation gehen dabei nicht nur der Frage nach, inwieweit der Fußball politische, kulturelle oder wirtschaftliche Bedeutungen transportieren kann, sondern untersucht auch, ob der Fußball zum Spielball der Interessen geworden ist.




Gaby Grimm (Hg.)
Zukunftsschulen
Das Werkbuch Zukunftsschulen im Wohnquartier
265 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur, Großformat, € 19,95
ISBN 3-89861-622-3
Pädagogen, Sozialarbeiterinnen, Schüler, Wissenschaftlerinnen, Erzieher, Architektinnen, Ingenieure, Unternehmerinnen und Landschaftsplaner entwickeln Grundlagen, Ideen und Räume für Zukunftsschulen. Überall wird intensiv diskutiert, wie die Zukunft der Bildung von Kindern und Jugendlichen aussehen soll und wie die zukünftigen Schulen in Deutschland Gesicht gewinnen können. In einem fast ein Jahr dauernden Prozess ist für dieses Buch die gemeinsame Vision verschiedenster Fachleute erarbeitet worden. Das Ergebnis ist das Konzept eines Sozial- und Bildungszentrums im Stadtteil. Die Grundlage lieferten Forschungsergebnisse zur Praxis im Quartiermanagement und in der Jugendhilfe ebenso wie Untersuchungen zur Qualität schulischen und vorschulischen Lernens. Der Band behandelt die Orte, an denen Menschen aller Altersklassen zukünftig aus- und weitergebildet, gefördert und betreut werden. Es zeigt, was möglich ist, wenn Grenzen überschreitende Zusammenarbeit klappt. Deshalb reicht sein Leserinnenkreis auch von Lehrern, Schülerinnen, Eltern und anderen Fachkräften aus dem Erziehungs- und Bildungsbereich bis hin zu Architekten, Landschafts- und Innenarchitektinnen, Ingenieuren und vielen weiteren Fachleuten auf dem Gebiet des Bauens und Ausbauens.




Der Krieg im Irak
Die Ursachen. Die Proteste. Die Folgen
Wie die WAZ und ihre Leser den Sturz von Saddam Hussein verfolgten.
Marc Oliver Hänig / Uwe Knüpfer (Hg.)
127 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur, € 3,00
ISBN 3-89861-204-X
"Kein Blut für Öl" hieß es anno 1991, als der Irak in Kuwait einmarschierte. Die USA schritt unter Präsident George Bush gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein ein. Zwölf Jahre später wird aus der "Operation Wüstensturm" die "Operation Irakische Freiheit" – der Präsident heißt immer noch Bush, allerdings Junior. Diesmal gilt Amerika vielen als Aggressor. Alles läuft nach dem 11. September auf das Bestreben der USA hinaus, im Kampf gegen den Terrorismus eine neue Weltordnung zu etablieren. Doch das Vorgehen spaltet nicht nur Europa, es ruft Proteste in der ganzen Welt hervor. Auch im Ruhrgebiet formiert sich Widerstand.
Eine besondere Bedeutung kommt der Rolle der Medien zu. Erstmals in der Kriegsberichterstattung wird live von der Front berichtet – mitunter geht bei so viel Nähe die Distanz verloren. Wie die WAZ diesen Krieg am Golf verfolgte, das dokumentiert das vorliegende Buch, ergänzt durch eine Chronik der Ereignisse von Basra bis Bagdad.



Hans Hesse / Elke Purpus
Heinz Tetzner – Geschriebenes
Das druckgrafische Werk
112 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Festeinband, Schutzumschlag, 24,90 €,
ISBN 3-89861-616-9
Lange Zeit war der Künstler Heinz Tetzner lediglich einer kleinen Schar von Sammlern, Galeristen und/oder Kunstexperten bekannt. In – man möchte fast sagen – aller Stille schuf er seit den 1950er Jahren in der Abgeschiedenheit der sächsischen Kleinstadt Gersdorf ein gewaltiges Œuvre an Kunstwerken in den unterschiedlichsten Techniken, das durch bedeutende Preise gewürdigt wurde.
Diese Isolation und Abgeschiedenheit wählte der Künstler nicht freiwillig. Heinz Tetzners expressive Kunst galt in der DDR als nicht gewünscht und rückständig. Insbesondere in den Anfangsjahren der DDR wurde er behindert, abgedrängt und verfemt.
Tetzner gilt als expressiver Realist, in Anlehnung an den Begriff, den der Kunsthistoriker Rainer Zimmermann anhand der so genannten "verschollenen Generation" entwickelte. Er bezeichnet hiermit eine Generation von Malern, die um 1900 geboren, in der Nachfolge der ersten deutschen Expressionisten in den 1920er Jahren zu malen begannen und sich anschickten, sich einen Namen zu machen, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen und diese Generation und ihre Kunst verfemten, als "entartet" diffamierten und die Künstler zum Teil verfolgten und ermordeten. Nach 1945 sind die Überlebenden erneut in Vergessenheit geraten, da die Kunstszene sich in eine andere Richtung entwickelte. Tetzner ist Bestandteil dieser "zerstückelten Tradition", die in der DDR dennoch überlebte. In ihm fand dieses Erbe einen Nachfolger, der den Expressionismus eigenständig fortentwickelte, und darüber hinaus in der Tradition von Kollwitz und Barlach steht.
Der Künstler Heinz Tetzner und sein Lebenswerk verknüpft in sich sowohl die Traditionslinie des Expressionismus als auch das Schicksal verfemter Künstler in der DDR.
Darin liegt seine kunsthistorische Bedeutung, die in dem vorliegenden Buch erstmalig und umfassend anhand des druckgrafischen Werks dokumentiert wird.

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Detlef Bald (Hrsg.)
„Wider die Kriegsmaschinerie “
Kriegserfahrungen und Motive zum Widerstand der „Weissen Rose ”
ca.140 S.,broschiert,Abbildungen, ca.€ 13,90
ISBN 3-89861-488 -3

Die „Weisse Rose “ war radikaler und politischer als bislang
bekannt: Die Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl
war kein naiver Studentenclub, wie häufig verbreitet wird. In
dem Band beleuchten ausgewiesene Fachhistoriker die Hinter-
gründe für die Entwicklung vom passiven zum aktiven Wider-
stand der Gruppe.Im Sommer und Herbst 1942 waren Hans
Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf, Jürgen Wittenstein und
Hubert Furtwängler an die Ostfront abkommandiert. Das Erle-
ben von Zerstörung, Besatzung, sinnlosem Sterben deutscher
Soldaten und der Not der Zivilbevölkerung radikalisierte die
Gruppe. Ghettos, Todeszüge, totaler Krieg und entfesseltes Her-
renmenschentum ließen die Worte in den frühen Flugblättern
der Weissen Rose verblassen.

Aus dem Inhalt:
 

Jakob Knab:„Verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen
Kriegsmaschine!“ Religion als Leitlinie bei Hans Scholl

Detlef Bald:Die Welt im Krieg.Zur Deutung des Widerstandes
von Willi Graf

Winfried Vogel:Alexander Schmorell und Russland
Wolfgang Huber:Stalingrad ist mein Schicksal geworden.Ein
Gespräch über Kurt Huber

Manfred Messerschmidt:Vier Soldaten der „Weissen Rose “ vom
Volksgerichtshof verurteilt

Karl-Heinz Jahnke:Widerstand junger Menschen gegen NS-
Regime und den Krieg.Zum Platz der Münchener „Weissen
Rose “





Youngok Kang-Bohr
Stalinismus in der ländlichen Provinz
Das Gebiet Voronez 1934–1941
302 S., Br., €  34,00
ISBN 3-89861-555-3
Das Ausmaß an Gewalt und Todesopfern einerseits und der Enthusiasmus bestimmter Teile der Sowjetgesellschaft während der Industrialisierungskampagne andererseits machen die 1930er Jahre zu einer verwirrenden und von extremen Widersprüchen geprägten Periode. Diese Periode war durch die brutalsten Repressalien während des Stalin-Regimes gekennzeichnet. Am stärksten waren davon landwirtschaftliche Regionen und Bauern betroffen. Hinzu kamen Kriminelle, Geistliche und andere sozial und politisch zunehmend gebrandmarkte Randgruppen, die ursprünglich nicht selten aus dem ländlichen Milieu stammten.
Das Buch beleuchtet durch die Analyse des Zusammenwirkens zwischen dem Moskauer Parteizentrum und den Regions- und lokalen Instanzen die Kontrollierbarkeit und die Funktionsfähigkeit der Sowjetgesellschaft. War die Nomen­klatura der Gebiets- und Rayons­ebene der vertrauenswürdige Vollstrecker der von den zentralen Führungskräften vorgegebenen Linie, der die Anordnungen Moskaus ohne zu zögern und unverzüglich durchführte? Traten die lokalen Führungskräfte als Wahrer der Interessen der lokalen Bevölkerung auf?
Die Untersuchung der Machtverhältnisse und der Reaktionen der Basis erlaubt es, ein umfassenderes Gesamtbild des Sowjetsystems der 1930er Jahre im ländlichen Milieu zu gewinnen.


Anne Schmidt
»Belehrung - Propaganda - Vertrauensarbeit.«
Zum Wandel amtlicher Kommunikationspolitik in Deutschland 1914–1918.
276 S., Br., € 29,90
ISBN 3-89861-494-8
Die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Regierung war vom Beginn bis Ende des Ersten Weltkriegs einem starken Wandel unterzogen. Diesen stellt die Autorin anhand der drei Akteursgruppen ›Traditionalisten‹, ›Modernisten‹ und ›Reformisten‹ chronologisch dar. Die Traditionalisten bedienten sich in der Praxis einer begrenzten Pressezensur und der Überzeugungsarbeit bürgerlicher ›Vertrauensmänner‹, um die Haltung der Bevölkerung zu beeinflussen.

Es ging vor allem um die Dämpfung von Emotionen, die als Gefahr für die innere Einheit der Nation galten. Diese Kommunikationspolitik sah nicht vor, für die eigene Politik zu werben. Dies änderte sich ab 1916, als man sich gezwungen sah, massenwirksamere Kommunikationsmittel einzusetzen. Vor allem junge Offiziere setzten sich dafür ein, dass verstärkt Bildmedien wie Plakate, Postkarten und Fotografien genutzt wurden. Ziel war es u.a. negative Gefühle der Angst und des Hasses zu schüren. Über die Gestaltung und Wirkung dieser neuen Medien gab es rege Diskussionen. Die Einrichtung eines Bild- und Filmamtes Anfang 1917 war eine weitere Innovation, die vor allem der militärischen Öffentlichkeitsarbeit diente. Als Fazit stellt Anne Schmidt fest, dass die Kriegszeit als Weichensteller für innovative Ideen und moderne Kommunikationspolitik wirkte, wobei vor allem das Bildmedium an Gewicht gewann.




Uta Hinz
Gefangen im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft in Deutschland 1914–1921
392 Seiten, Festeinband,  € 32,00
ISBN 3-89861-352-6
Zahllose Soldaten aller kriegführenden Mächte gerieten im Ersten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft. Allein in den Lagern des Deutschen Reichs befanden sich schließlich über zwei Millionen Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalität.
Die Studie von Uta Hinz nimmt sich dieses wissenschaftlich bislang nur wenig beachteten Massenphänomens an, wobei sie sich auf teilweise unbekannte Quellen stützt. Sie rekonstruiert den Kriegsalltag der Gefangenen und beschreibt die politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen eines gewaltigen Lagersystems, das sich in Deutschland seit 1914 gleichsam aus dem Nichts entwickelte. Bis zum Ersten Weltkrieg war Kriegsgefangenschaft kein kriegsrelevanter Bereich gewesen. Durch Politik und Propaganda, Kriegsnot und neu definierte Kriegsnotwendigkeiten geriet die Behandlung des gefangenen Kriegsgegners schließlich immer stärker in den Sog einer radikalisierten Kriegsführung. Die Mobilisierung aller gesellschaftlichen Ressourcen, eine damit verbundene Ausdehnung des Kriegsbegriffs über den militärischen Bereich hinaus, erfaßte auch die Organisation der Kriegsgefangenschaft. Traditionelle militärische Vorstellungen lösten sich auf, der kriegsgefangene Feind wurde mehr und mehr zum menschlichen Kriegsmaterial degradiert. Die Geschichte der Kriegsgefangenschaft in Deutschland 1914–1918 erweist sich somit als wesentliche Etappe auf dem Weg zum totalen Krieg im 20. Jahrhundert.
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 Timm Niklas Pietsch
»Wer hört noch zu?«
Günter Grass als politischer Redner und Essayist
Herausgegeben von Certrude Cepl-Kaufmann
270 S., Br., €  29,90
ISBN 3-89861-582-0
»Aber was rede ich. Wer hört noch zu.« Mit dieser ernüchternden Frage endet ein Essay von Günter Grass aus dem Einheitsjahr 1990. Die Antwort, warum Grass dennoch engagiert blieb und bleibt, liefert der Nobelpreisträger in einem oft wiederholten politischen Credo, das mühelos aufsein gesamtes Schaffen übertragen werden kann: »Weil es gesagt sein muß«. Grass mischt sich spätestens seit dem Mauerbau 1961 öffentlich in die Politik ein, sei es als Redenschreiber für Willy Brandt, Wahltrommler für die Es-Pe-De oder als gegenwartskritischer Essayist. Das so bis heute entstandene umfassende Material untersucht Timm Niklas Pietsch in diesem Buch, wobei er Grass' politische Texte als eigenständigen Werkbestandteil betrachtet, deren Entwicklungslinien er mit ständigem Seitenblick auf das Prosawerk vom Stück Die Plebejer proben den Aufstand bis zur Novelle Im Krebsgang nachvollzieht. Der Autor füllt damit eine markante Leer- stelle in der Grass-Forschung, die dem öffentlich redenden Poeten noch immer kritisch gegenübersteht. Die >Theorielosigkeit<, die Grass in der zeitgenössischen Rezeption der 1970er Jahre vorgeworfen wurde, hinterfragt Pietsch kritisch. Der Autor kann erstmalig auch die bisher unveröffentlichte politische Korrespondenz von Grass u.a. mit Willy Brandt und Horst Ehmke miteinbeziehen. Dabei macht er den Stellenwert des Briefes im politischen Wirken von Grass deutlich. Bei der Darstellung von Grass Rede-Engagement führt Pietsch den neuen Begriff des >Rede-Essays< als Gattungsbezeichnung ein, um den Stil von Grass zu charakterisieren. Das letzte Kapitel des Buches enthält ein Interview mit Grass, in dem der Nobelpreisträger zu seinem rednerisch- politischen Wirken Auskunft gibt. Er bestätigt, dass seine Stellungnahmen >Mischformen< seien aus appellativer Rede und reflexivem Essay, die er für einen unverzichtbaren Bestandteil seines Schreibens hält.




Stefan Strucken
Elias Canetti
Masse und Macht im fiktionalen Werk
Düsseldorfer Schriften zur Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 3
Herausgegeben von Gertrude Cepl-Kaufmann
260  S., Br., €  ca. 29,90
ISBN 3-89861-584-7
Elias Canetti (1905–1924) stellt in seinem theoretischen Text Masse und Macht das Phänomen der Masse im Gegensatz zum Einzelnen dar. Obwohl Masse und Macht erst 1960 veröffent­licht wurde, beschäftigte der Autor sich schon seit 1924 mit dieser Thematik. Anhand seines Romans Die Blendung (1930/31) und den Dramen Hochzeit (1931/32), Komödie der Eitelkeit (1933/34) und Die Befristeten (1952) zeigt Stefan Strucken, dass die Beschäftigung mit den Phänomenen Masse und Macht nicht nur Canettis theoretisches Werk bestimmt, sondern nahezu sein gesamtes Werk durchzieht. So entwickelt Strucken eine Neuinterpretation des fiktionalen Werks aus der Perspektive seiner Massentheorie.
Canetti, so das Ergebnis der Untersuchung, geht von einem Konzept der Verantwortung des Schriftstellers aus, das ihm – in letzter Konsequenz – verbietet, weiterhin fiktional-literarisch tätig zu sein. Bei einem ungemein produktiven Autor wie Canetti, der täglich schrieb, dessen veröffentlichtes Werk aber dennoch als sehr überschaubar gelten darf und dessen fiktionales Werk darin nur einen geringen Teil ausmacht, ist dies ein entscheidender Gesichtspunkt zum Verständnis seiner literarischen Produktion.



Jahrbuch für Kulturpolitik Band 6
Diskurs Kulturpolitik
Kulturstatistik, Chronik, Literatur, Adressen
Redaktion: Norbert Sievers und Bernd Wagner
Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hg.) 2006
420 Seiten, Gb., € 19,90
ISBN 3-89861-570-7
Im Juni 2006 wird die Kulturpolitische Gesellschaft 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird das ›Jahrbuch für Kulturpolitik 2006‹ zum Thema ›Diskurs Kulturpolitik‹ erscheinen. Inhalt soll eine kritische Reflexion des kulturpolitischen Diskussions- und Modernisierungsprozesses seit den 1970er Jahren sein, um auf dem Hintergrund der dreißigjährigen Diskursgeschichte eine neue Begründungsfolie für eine Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik zu liefern. Damit soll der Blick für die Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts geöffnet und der programmatischen Debatte der Kulturpolitik neue Denkanstöße gegeben werden.
Nach dem ersten Kapitel zum Strukturwandel der Gesellschaft, u.&#8201;a. demografische Entwicklung, Globalisierung, Arbeitsgesellschaft, geht es im zweiten um die Aufgaben der Kulturpolitik wie Teilhabe, Vermittelung, Erinnern, Bilden u.&#8201;a.
Kapitel 3 ist den Spannungsfeldern der Kulturpolitik vorbehalten, in dem die Akteure und Positionen der Kulturpolitik verortet werden können. Durch Begriffspaare wie ›Alltag und Aura‹. ›Skyline und Szene‹, ›Spitze und Breite‹, ›E-Kultur und U-Kultur‹, ›Zentrum und Peripherie‹, ›Produkt und Prozess‹ etc. wird das Spektrum der Gegensätze augenfällig, die es hier kulturpolitisch zu interpretieren gilt. Kapitel 4 widmet sich der Frage, welche Modernisierungsimpulse der (Neuen) Kulturpolitik es gegeben hat, welche Wirkung sie hatten und welche Entwicklungsoptionen sie heute noch beinhalten.
AutorInnen sind u.&#8201;a. Peter Bendixen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Kurt Eichler, Michael Fehr, Max Fuchs, Monika Griefahn, Dieter Kramer, Oliver Scheytt, Olaf Schwencke, Hermann Schwengel, Jörg Stüdemann, Wolfgang Thierse, Knut Nevermann, Albrecht Göschel, Iris Magdoski, Karin v. Welck
Zusätzlich zum Schwerpunkt enthält das Jahrbuch Beiträge zur Kulturstatistik, eine kulturpolitische Chronik und kulturpolitische Bibliographie des Jahres 2004 sowie wichtige Adressen zur Kultur und Kulturpolitik.

publikum.macht.kultur.
Kulturpolitik zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung
Dokumentation des 3. Kulturpolitischen ­Bundeskongresses am 23./24. Juni 2005 in Berlin
Kulturpolitische Gesellschaft e.V. (Hg.)
Edition Umbruch Band 21
240  S., Br., € 15,00
ISBN 3-89861-569-3
Der dritte Kulturpolitische Bundeskongress ›publikum.macht.kultur. Kulturpolitik zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung‹ fand am 23./24. Juni 2005 in Berlin statt. Die öffentlich geförderte Kunst und Kultur in den Theatern, Konzerthäusern oder Museen braucht ZuschauerInnen, um ihre gesellschaftliche Funktion wirksam erfüllen zu können. Aus ihrem Vermittlungsanspruch kultureller Werke und Inhalte bezieht die öffentliche Kulturförderung einen Teil ihrer Legitimation. Dem wachsenden Bedarf, Häuser und Veranstaltungen mit Publikum zu füllen, steht jedoch die Erfahrung gegenüber, dass das kulturelle Interesse kein unbegrenzt verfügbares Gut ist, sondern eine knappe Ressource, um die sich viele Anbieter bemühen. Die Folge ist, dass das Interesse an Kultur nicht nur vermehrt, sondern auch geteilt wird.
Wie reagiert das Management der Kulturinstitutionen auf diese Situation? Brauchen wir eine stärker nachfrage- oder kundenorientierte Kulturpolitik? Wie weit kann die Kulturpolitik den Bedürfnissen der Menschen entgegen kommen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, nicht mehr maßstabsetzend zu sein und lediglich dem Publikumsgeschmack hinterherzulaufen? Diese und viele andere Fragen sind im Rahmen des Dritten Kulturpolitischen Bundeskongresses der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung diskutiert worden, dessen Beiträge in diesem Buch dokumentiert werden.



Urbanität und Kultur
Erfahrungen beim Deutschen Städtetag und in Berlin
Mit einem Geleitwort von Hermann Glaser herausgegeben von Dieter Sauberzweig
Edition Umbruch Band 20
175 S., Br., 12,00
ISBN 3-89861-550-2
»Wenn ich nach einem Schwerpunkt in meinem Lebensweg frage, so ist es die Arbeit für die Städte. Sie ist für mich die interessanteste Aufgabe in Verwaltung und Politik, weil sie die Nähe zur Sache und die Nähe zum Bürger auszeichnet, zu den Menschen, denen letztlich alle Politik dienen soll. Andere Ebenen mögen ›höher‹ und damit ›wichtiger‹ erscheinen, aber sie sind zugleich ferner von der zu gestaltenden Wirklichkeit.« (Dieter Sauberzweig)
Dieter Sauberzweig ist gemeinsam mit Hermann Glaser, Hilmar Hoffmann u.&#8201;a. einer der Wegbereiter der Neuen Kulturpolitik. Er schreibt in diesem Buch von seinen Erfahrungen beim Deutschen Städtetag in der Zeit des kulturpolitischen Aufbruchs der Endsechziger und frühen siebziger Jahre und als Kultursenator in Berlin in der zweiten Hälfte der siebziger und frühen achtziger Jahren.
Es ist ein Stück Vergegenwärtigung des eigenen politischen Denkens und Handelns und gibt dabei einen Einblick in die Nachkriegsgeschichte von Kulturpolitik und am Beispiel Berlins in das komplizierte kulturelle Gefüge einer Großstadt. Das Buch schließt mit dem Kapitel ›Kommunale Kulturpolitik zwischen gestern und morgen‹ zu Perspektiven gegenwärtiger Kulturpolitik. 


Kulturforschung als Kulturschaffen
Andreas Wiesand - Festschrift zum 60. Geburtstag
Edition Umbruch Band 19
103 S S., Br., €  11,00
ISBN 3-89861-549-9
Freunde und Weggefährten, die sich an das Abenteuer der Erinnerung an gemeinsame Zeiten in diesem Band gewagt haben sind Gerhart Baum, Bazon Brock, Freimut Duve, Max Fuchs, Jochen Gerz, Walter Grasskamp, Hilmar Hoffmann, Bernhard Freiherr von Loeffelholz, Gerhard Pfennig, Volker Plagemann, Carl Friedrich Schröer und Olaf Schwencke.
»Dieses Buch ist eine Hommage an die Person Andreas Wiesand, dessen öffentliche Bedeutung – leider – in diametralem Gegensatz zu seiner öffentlichen Präsenz steht. Ich mag das bedauern – ihn stört es nicht. Die Autoren dieses Buches jedenfalls wissen es einzuschätzen. Herausgekommen ist eine Bilanz, in der sich immer wieder ein Funkeln durchsetzt, das Aufleuchten der enormen Energiefelder, die das Zentrum für Kulturforschung mit seinen beiden Direktoren Karla Fohrbeck und Andreas Wiesand über so viele Jahre erzeugt haben. Als ich kürzlich mit Michael Krüger darüber kommunizierte, überraschte er mich: ›Unter uns gesagt, war er der einzige, der wirklich arbeiten konnte. Bazon schwebt über den Wassern, Karla in den Wassern, Wiesand hatte den Eimer in der Hand und hat geschöpft.‹«
(Aus dem Vorwort der Herausgeberin Regina Wyrwoll)


Hella-Sabrina Lange
»Wir stehen alle wie zwischen zwei Zeiten.«
Zum Werk der Schriftstellerin Auguste Hauschner (1850–1924)
Düsseldorfer Schriften zur Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 1, Herausgegeben von Gertrude Cepl-Kaufmann
250  S., Br., €  29,90
ISBN 3-89861-583-9
Auguste Hauschner (1850–1924) zählt zu den vergessenen Autorinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ist ihr Werk bis heute weitestgehend unberücksichtigt geblieben, findet sich ihr Name in so mancher Schriftsteller- und Gelehrtenbiographie. Sie bezogen entweder finanzielle Unterstützung von ihr oder verkehrten in ihrem Salon in Berlin, der eine feste Instanz im kulturellen Leben der Stadt um die Jahrhundertwende darstellte.
Hella-Sabrina Lange widmet sich dieser, im Kontext der Prager- und Berliner Literatur- und Kulturgeschichte interessanten Schriftstellerin. Sie beleuchtet das sozialkritische Engagement Hauschners, verortet die Salonnière und Mäzenin im Kontext der Berliner und Prager Bohème und betrachtet die intensiven Kontakte zu Zeitgenossen wie Max Brod, Romain Rolland, Norbert Jacques, Martin Buber oder Louise Dumont. Die Werke Hauschners sind geprägt von zeitgenössischen Denkbildern der Jahrhundertwende, so ist etwa ihr Roman Die Siedelung von den Ideen ihres geistigen Ziehvaters Gustav Landauer beeinflußt und im Kontext der Siedlungsbestrebungen des frühen 20. Jahrhunderts zu lesen. Ihre Künstlerromane, wie der Max Liebermann gewidmete Roman Kunst, bieten eine Auseinandersetzung mit den Akademie- und Secessionismusdiskursen und thematisieren die zeit­typischen schriftstellerischen Selbstpositionierungen, darunter auch die Bedeutung weiblicher Künstlerschaft. Die Autorin beleuchtet zudem die von Hauschner konstruierten Identitätsentwürfe und setzt sich mit dem Heimatbegriff bei Hauschner auseinander. Ein wichtiger Stellenwert wird auch der Frage nach der weiblichen Motivation des Schreibens und dem von Hauschner geforderten sozialkritisch motivierten Emanzipationsideal beigemessen.
Mit der interessanten Persönlichkeit der Schriftstellerin Auguste Hauschner erhält der Leser einen epochenumfassenden Einblick in die kulturellen Vernetzungen. 



Szenografie in Ausstellungen und Museen II
Wissensräume:
Kunst und Raum – Raum durch Kunst
Hg.: DASA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
232   S., Br., €  29,90
ISBN 3-89861-462-X
[Dieses Werk erscheint mit zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig, voraussichtlich Februar 2006]
Auch der zweite Band zu ›Szenografie‹ geht der internationalen Entwicklungen des Mediums der Ausstellung nach. Wissensräume haben eine besondere Ausstrahlung, hier findet sowohl die Wissenserarbeitung als auch die Rezeption desselben statt. Ob dies moderne Observatorien oder andere Forschungseinrichtungen sind, ob Bibliotheken, Kirchen, Börsen: Sie alle haben Formen einer sinnlichen Qualität entwickelt und präsentieren sich in wiedererkennbaren Erscheinungsformen, die weit über den engeren Sinn ihrer jeweiligen Funktionen hinausreichen. Mit Blick auf die Historie dieser Formen lassen sich unterschiedliche Wissenscharaktere und deren Selbstdarstellungsweisen erkennen.
Museen und Ausstellungen sind die Wissensräume par excellence der gegenwärtigen Gesellschaften. Auch sie haben fast klassisch zu nennende Ausdrucksformen entwickelt und ihre besonderen Methoden der Präsentation und der Raumbildung. Was geschieht bei der Konstitution von Wissensräumen in Museen und in Ausstellungen? In welchem Verhältnis steht die Zufälligkeit einer Raum gewordenen Absicht zu den Kategorien eines menschengerechten Raums? Wie hoch ist der Einfluss von sinnlichen Eindrücken auf die Aufnahme und die Einschätzung von Wissen zu bewerten, welche Emotionen spielen sich dabei ab? Gibt es eine Ästhetik des Wissens? Welche Bedeutung hat das Ausstellen von ungegenständlichem Wissen? Und was ändert sich bei der Transformation von Wissenschaftssprache in den sinnlichen Kontext eines Ausstellungsraums? 


Der Freie Fall
Positionen von Performern
Albrecht Hirche / kathrin Krumbein (Hg.)
135   S., Br., €  14,90
ISBN 3-89861-590-1
Das Buch vereint Stimmen von Theatermachern, -kritikern, -produzenten aus Deutschland, Griechenland und der Schweiz und regt dadurch eine Debatte über den heutigen Standort der sogenannten Projektarbeit an. Der Schwerpunkt liegt auf Aussagen der Theaterschaffenden, die jenseits eines Pathos der Gründermanifeste eine differenzierte Beschreibung und Begrifflichkeit anbieten.

Statt um Theatertheorie geht es um Plastizität und praktische Erfahrung.
Noch vor zwanzig Jahren schien es ausreichend im Kontext des deutsch-sprachigen Theaters zwei Formen voneinander abzugrenzen: das Stadt- und Staatstheater und das sogenannte Freie Theater. Diese Abgrenzung beruhte auf unterschiedlichen produktionsästhetischen Zusammenhängen, dem Zugang zu den Produktionsmitteln, unterschiedlichen Arten von Förderungen, zugleich war sie aber auch ideologisch aufgeladen – auf der einen Seite der Apparat des Stadttheaters, der klassische Kanon, das Repertoire und auf der anderen Seite ästhetische Experimente, flexible Arbeitsstrukturen, ein direkter Kontakt zum Publikum. Heute ist diese Unterscheidung so nicht mehr zu treffen: die Freien Theater spielen die gleichen literarischen Stoffe, Helden der Freien Szene gehen ans Stadttheater und dort werden (jedenfalls an einer Handvoll Häusern) szenische Experimente gewagt, die sich kaum ein Freies Theater leisten kann. In Griechenland entwickeln die kleinen, ehemals patriarchalisch organisierten Theater der Off-Szene im Austausch mit der deutschen Theaterszene neue Arbeitsformen und Themen jenseits des konservativen Nationaltheaters. Von den europäischen Festivalscouts weitgehend unbemerkt hat sich hier ein Potential herausgebildet.
Fallstudien u.a. von: Annemarie M. Matzke, Florian Malzacher, Hella Kemper, Gabriele Hänel, Sabrina Zwach, Tim Etchells, Sven Schlötcke, Holger Bergmann, Daniel Wetzel, Stephan Müller, Judith Gerstenberg, Samuel Schwarz, Niklaus Helbling, Malte Ubenauf, Akyllas Karazissis, George Kakanakis, Michael Marmarinos.
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Juliane Jung
Wellness-Führer Rhein-Ruhr
300 Adressen rund um Fitness, Beauty und Wellness
144 S., Br., € 14,90
ISBN 3-89861-537-5
Wer möchte das nicht – schön, entspannt und mit einem guten Körpergefühl den Alltag bestreiten. Der Ratgeber mit zahlreichen Abbildungenwendet sich an Frauen ab 35, die auf Fitness, Beauty und Wellness auch im Alltag nicht verzichten wollen. Hier erfährt Frau alles über die neuesten Trends, aber auch klassische Methoden und Tipps, die sich rund um Körper, Geist und Seele bewährt haben. Der praktische Alltagsnutzen erschließt sich über eine Fülle von Empfehlungen und Tipps, die sowohl in den eigenen vier Wänden, aber auch in Fitnessstudios, Beautysalons und Wellness-Oasen zu realisieren sind. Die praktischen Ratschläge werden ergänzt durch Adressen und Kurzbeschreibungen von zahlreichen Dienstleistern rund um das Ruhrgebiet, den Nieder­rhein und das Bergische Land




Carsten Dilly
Einfach mal raus! Für Genießer
24 Kurztrips für jede Stimmung
114   S., Br., €  9,95
ISBN 3-89861-541-3
Freie Zeit wird immer kostbarer. Umso wichtiger ist es, dass man diese Zeit mit schönen Unternehmungen füllt, die das Leben bereichern. Nur: Wohin auf die schnelle und ohne langfristige Planung?
„Einfach mal raus! – Für Genießer“ enthält 25 attraktive Tourenvorschläge für jede Stimmung und Seelenlage des anspruchvollen Genießers: Der Bogen reicht von Relaxen über sportive Fortbewegung, Schlemmen und Kochen bis hin zu Kultur und Unterhaltung – bei gutem, aber auch bei weniger gutem Wetter. Natürlich können Sie die Touren auch kombinieren – man weiß ja manchmal nicht, worauf man abends Lust hat. Alle Touren sind so konzipiert, dass sie in der Regel in zwei bis drei Stunden Autofahrt, ausgehend von Nordrhein-Westfalen, erreichbar sind – da lohnt auch mal der spontane Aufbruch. Darüber hinaus bietet der Reiseführer für jedes Ziel Infos und Tipps für Übernachtung und Gastronomie.
Als kleines Geschenk für Sie bieten einige der vorgestellten Veranstalter, Hotels und Restaurants am Ende des Buches einen Gutschein für eine Vergünstigung an. Damit Ihr Ausflug noch ein bißchen mehr Spaß macht!

Aus dem Inhalt:

Ohne Handy, Palm & Co.
Bad Pyrmont – Ein Quell der Entspannung
Maria Laach – Im Namen der Ruhe
Cuxhaven – Wohlfühlen an der Waterkant
Spiekeroog – Friesisch herb


Mens Sana In Corpore Sano

Der Rennsteig – Wandern in Thüringens Wäldern
Auf Pilgertour im Rheinland- Der Weg ist das Ziel
Oberhausen – Golf und Genuss im Revier
Saarland-Rundwanderweg – Auf Schusters Rappen


Für Schlemmermäulchen

Vieux Sinzig – Kochen mit dem Kräuterpapst
Private Brauereigasthöfe in NRW – Gerstensaft und Geselligkeit
Der Rotweinwanderweg – Auf den Spuren der Rebe
Pfälzer Weinstraße – Die Toskana Deutschlands


Schwelgen in Flora und Fauna

Botanika – Einladung ins Grüne
Adler- und Wolfspark Kasselburg – Wo sich die Wildtiere noch Gute Nacht sagen
Naturpark Ströhnen – von Ara bis Zebra
Regenwaldhaus Hannover – Tagesreise in die Tropen


That’s Entertainment

Lichtburg – Mehr als Kino
Varieté Apollo – Theater mit Tradition
Colosseum – Das Phantom der Oper geistert durch Essen
Konzerthaus Dortmund – Philhamonisches Schwergewicht


Als Bildungsbürger unterwegs

Kunsthalle in Emden – Nach Ostfriesland, der Kunst wegen
Museen in Bonn – Von der Mondscheinsonate zum Mauerfall
Die Kölner Museumslandschaft – Genuss hat Geschichte
Das Universum Science Center Bremen – Wunderwelt der Wissenschaft



Das Gutscheinbuch für Genießer
Restaurants – Kultur – Freizeit – Hotels in Essen und Umgebung
Randolf Kaminski (Hg.)
64   S., Br., €  14,95
ISBN 3-89861-514-6
Klasse statt Masse! Genießen Sie mit diesem Gutscheinbuch die faszinierende Welt der Gaumenfreuden, das interessante Kultur- und Freizeitangebot sowie entspannende Hotelaufenthalte. Und das alles zu außergewöhnlichen Vorzugspreisen!
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
Gültig von Januar bis Dezember 2006

Restaurants
    * Best Western Hotel Ypsilon
    * Ristorante Capobioanco
    * Da Vinci
    * GOP-Restaurant
    * Jagdhaus Schellenberg
   * Kölner Hof
    * La Grappa
   * raum.eins
    * Hotel-Restaurant Schmachtenbergshof
    * Serafino
    * Vecchio Roma
    * Ristorante Basilea. Hattingen
    * Restaurant Frintrop, Oberhausen
    * Hackbarth’s Restaurant, Oberhausen

Cocktailbar
    * Rossi-Bar

Kultur
    * Colloseum, Phantom der Oper
   * GOP Varieté Theater
    * Lichtburg Filmtheater

Freizeit
    * Sea Life, Oberhausen
    * zoom Erlebniswelt, Gelsenkirchen

Hotels
    * Best Western Hotel Ypsilon
    * Estrel Hotel, Berlin
    * Finca Es Torrent, Mallorca

Bonus
    * RevierSport




Heinz Theodor Jüchter
Bergisch Pepita
Das Bergische Land entdecken.
Ein Servicebuch – mit Geschichten
200   S., Br., €  11,95
ISBN 3-89861-317-8
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
Das mag ja ein Widerspruch sein. Der Titel ›Bergisch Pepita‹ klingt anschaulich-friedlich, durchaus sympathisch, aber man weiß, dass auch ›kleinkariert‹ gemeint sein kann, engstirnig-bockig, jedenfalls nicht gerade weltgewandt. Tatsächlich macht sich das Bergische Land oft eher klein und eng, versteckt sich im Zwischenraum von Rhein und Ruhr hinter seinen Hügeln, Bäumen und Schieferwänden. Eine frühe und starke Wirtschaftsgeschichte und eine reiche Kultur belegen zwar Kreativität und Tatkraft, aber man hält sich zurück, lässt lieber andere protzen. Das soll sich spätestens mit dem Landesprojekt ›Regionale 2006‹ ändern. Zumindest im ›Bergischen Städtedreieck‹ (danach aber auch im Oberbergischen) will man einen ›Spurwechsel‹ erreichen, Zeichen setzen, neue Entwicklungen wagen und Leuchtkraft zeigen.
Dieses Servicebuch soll daher dazu einladen, das Bergische Land selbst zu entdecken und zu besichtigen, mehrfach und immer wieder. Das Buch gibt Informationen und Tipps für Erlebnisreisen, es beschreibt Städte und Landschaften und erzählt bergische Geschichten.
»Ein großes, buntes Bilderbuch mit Farben« hätte Else Lasker-Schüler, die Wuppertaler Dichterin, dieses Land auf und hinter den Bergen genannt. Wir sprechen eher (etwas spöttisch und sogar selbstironisch) von ›Bergisch Pepita‹ und betonen das kleine Erlebnis als das große ›Event‹, den kurzweiligen Tages­trip lieber als die große Reise. Denn »das Große«, so hat der Zeichner Horst Janssen einmal gesagt, »ist bald langweilig, aber im Kleinen ist eine Welt verborgen.«


Marlies Sobczak / Jürgen Sobczak (Hg.)
Wanderführer Westfalen
Ruhrgebiet, Münsterland und Umgebung
30 Rundwanderwege für jede Jahreszeit
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
64  S., Br., €  5,90
ISBN 3-89861-575-8
Das Buch gibt Anregungen und ist zugleich ein idealer Begleiter für alle, die ihre Heimat Schritt für Schritt entdecken oder auch nur näher kennen lernen möchten. Die Touren führen zu bekannten Sehenswürdigkeiten, aber auch zu Zielen, die etwas abseits liegen und deshalb für Entdeckernaturen ganz besondere Reize bieten.
Unter anderem folgende Ziele sind vertreten: Coesfeld, Billerbeck, Kloster Gerleve, Wildpark Dülmen, Reken, Maria Veen, Nottuln, Baumberge, Schapdetten, Senden, Bösensell, Wesel, Diersfordt, Dorsten: Kanal und Lippe, Marl-Frentrop, Haltern am See, Flaesheim, Die Haard, Dachsberg, Lünen, Ascheberg, Hengsteysee, Schwerte-Bürenbruch, Wetter und Herdecke, Harkortturm, Wickede, Oberelfringhausen, Lüdenscheid-Elspe, Iserlohn-Danzturm


Erlebnis Nationale Naturlandschaften Nordrhein-Westfalen
400   S., Br., €  14,90
ISBN 3-89861-576-6
Naturparke sind großräumige Gebiete, die sich wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit von Natur und Landschaft besonders für die Erholung eignen. Für die Träger der Naturparke gehört es zu den wichtigsten Zielen, diese Kulturlandschaften zu erhalten sowie Natur erlebbar und verstehbar zu präsentieren. Dazu gehören auch Informationszentren, Veranstaltungen und Kurse zur Umwelt- und Naturschutzbildung, um die Besucher zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und zu einem bewussten Erleben der Natur hinzuführen.
Die Buchreihe vermittelt Informationen und Zusammenhänge über natürliche Grundlagen, Pflanzen- und Tierwelt, Ökologie sowie über Geschichte und Kultur im Naturpark. Die Besucher lernen die Besonderheiten der Regionen entdecken und regionaltypische Produkte und gastronomische Angebote kennen.
Die Buchreihe erschließt die Naturparke für eine naturnahe Erholung: Routenvorschläge für Wanderungen, Fahrrad-, Kanu- und Inlinetouren ermöglichen eine naturnahe Erholung, für die Regeneration von Körper und Geist werden entsprechende regionale Angebote vorgestellt. Ob Familienausflüge, Ziele und Touren für die Generation 50plus, Wellnessangebote oder spezielle Aktivitäten für Kids – die Bände bieten Tipps für alle Besucher.
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
Nehmen Sie teil am Erlebnis Nationale Naturlandschaften!


Rüdiger Jordan
Von Kapitellen, Kanzeln und Taufsteinen
Kirchen und Klöster im Ruhrtal
160   S., Br., €   7,95
ISBN 3-89861-436-0
Das Ruhrtal war Ausgangspunkt der Christianisierung im frühen Mittelalter. Die ältesten Kirchen der Region blicken daher schon auf eine über tausendjährige Geschichte zurück, die bis in die Gegenwart reicht. Der Kirchenbau ist immer auch ein Spiegel der historischen Entwicklung, auch die Kirchen geben ein Zeugnis von den Intentionen der Erbauer und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der jeweiligen Epoche. Auch die älteste wie die jüngste Klostergründung der Region sind hier zu finden.
Rüdiger Jordan ist profunder Kenner der Architekturgeschichte des Kirchenbaus; er legt sein Hauptaugenmerk auf eine für interessierte Laien lesbare und kompakte Vermittlung grundlegender Informationen sowie ansprechender und spannender „Geschichten“ zu den Orten und Bauten.
Den einzelnen Orten zugeordnet finden sich touristische Hinweise in der jeweiligen Umgebung, die natürlich auch die Burgen und Industriedenkmäler im Ruhrtal einbeziehen. Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.


Jürgen Boebers-Süßmann
Gelsenkirchen entdecken
7 Rundgänge und 1 Fahrradtour
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.
200   S., Br., €  14,90
ISBN 3-89861-545-6
Der Stadtführer Gelsenkirchen führt auf insgesamt sieben Stationen durch die Industriestadt im Strukturwandel. Dieser Wandel lässt sich an der Stadt Gelsenkirchen besonders ausgeprägt dokumentieren: Geprägt von einer Industriegeschichte, die Gelsenkirchen als ›Stadt der 1000 Feuer‹ zu einer der bedeutendsten Kohlestädte Europas werden ließ, wurde die Stadt zum Sitz der IBA Emscher Park, die in den 1990er Jahren das Gesicht des Ruhrgebiets entscheidend veränderte. Der Nordstern-Park mit dem Gelände der Bundesgartenschau 1997, der Skulpturenwald Rheinelbe, die Vorzeigesiedlung Kolonie Schüngelberg oder der Wissenschaftspark sind nur einige Beispiele für diesen Perspektivwechsel. Sechs Stadtteile stehen stellvertretend für den Wandel der Stadt am Rhein-Herne-Kanal.
›Gelsenkirchen entdecken‹ zeigt darüber hinaus intensive Blicke in die weitere Stadtgeschichte. Ob in der Altstadt, in Buer oder in Horst: Die Rundgänge führen auf interessanten Wegen zu historischen Orten, kulturellen Sehenswürdigkeiten, sehenswerter Architektur und reizvollen Grünanlagen.
Eine Besonderheit des Bandes ist – passend zur Fußball-WM 2006 – der Spezial-Rundgang ›Auf den Spuren des FC Schalke 04‹. Ausgehend von der Fußball-Stadt Gelsenkirchen werden alle relevanten Schalke-Orte, -Aktivitäten, -Zusammenhänge etc. vorgestellt: vom neuen zum alten Stadion, von der Glückauf-Kampfbahn zum Grab von Stan Libuda, vom Geburtshaus Ernst Kuzorras zur Knappen-Elf der 1930er Jahre, von der Kult-Fan-Kneipe ›Auf Schalke‹ zu Rudi Assauers Lieblings-Italiener.



Stefan Milk / Ulrich Bonke
Kamen – Bilder einer liebenswerten Stadt
96   S., Gb., €  17,90
ISBN 3-89861-530-8
An der östlichen Peripherie des Ruhrgebietes zwischen Sauerland und Münsterland gelegen ist die Stadt Kamen geographischer Mittelpunkt des Kreises Unna. Eine gastfreundliche alte Hansestadt mit gewachsener Urbanität, interessanter Geschichte und mit hohem Wohn- und Freizeitwert.
Neben Bodenständigkeit, westfälischem Humor und Gastfreundschaft sind Toleranz und Weltoffenheit typische Merkmale Kamener Mentalität.
Der durchgehend farbige, mit über 100 Bildern bestückte Fotoband porträtiert die Stadt Kamen in all seinen vielen Facetten.
Er zeigt die Menschen in Kamen, die Landschaft in und um Kamen herum, Sehenswürdigkeiten und Typisches der Stadt, Luftaufnahmen der näheren Umgebung, Zeugnisse der Vergangenheit und vieles mehr! Herausgegeben vom Heimat- und Verkehrsverein Kamen e.V. mit freundlicher Unterstützung der Stadt Kamen



Karl Krampe (Hg.)
Geschichten aus dem Ruhrtal
256   S., Br., €
ISBN 3-89861-554-5
Das Ruhrtal gilt als eine der ›Wiegen des Ruhrbergbaus‹. Zahlreiche bergbauliche Überreste erinnern daran. Im Vergleich zu diesen erhaltenen technischen Denkmälern bleibt das Bild der Menschen, die einst hier lebten und arbeiteten, oft schemenhaft. Die Erzählungen und Erinnerungen, die der Bergmann Karl Krampe (1858–1934) in den 1920er Jahren aufschrieb, geben diesen Menschen wieder eine Gestalt. Er beschreibt das bäuerliche Leben im Ruhrtal ebenso wie die Arbeit unter Tage und erzählt von Menschen, die die Landschaft prägten und von ihr geprägt wurden. Krampe schildert aber auch die Veränderungen, die er miterlebt hat: Den Bau der Eisenbahn, das Verschwinden der bäuerlichen Alltagskultur, den Wegzug der Bergleute. Auf diese Weise entwirft er das Bild einer Region, die bereits vor mehr als hundert Jahren einen Strukturwandel erlebte, der den Alltag der Menschen tief greifend veränderte.



Wolfgang Berke / Nicolas Streblow
Erlebnis Motorrad
Stuttgart
140   S., Br., €  12,90
ISBN 3-89861-573-1
›Erlebnis Motorrad‹ ist der perfekte Begleiter für spannendes und entspanntes Motorradfahren im heimischen Revier. Neue Strecken, direkt in der Nachbarschaft, die besten Kurven, die wichtigsten Treffs und eine Fülle weiterer Tipps für Unterwegs und zum Einkehren.
›Erlebnis Motorrad‹ ist ein Buch für alle begeisterten Motorradfahrerinnen und -fahrer aus dem Großraum Stuttgart. Passt aufgeschlagen in jeden Tankrucksack und bietet Navigation per Roadbook und Karte. Damit man sich auf den schönsten Strecken rund um Stuttgart, den Schwarzwald und die Schwäbische Alb garantiert nicht verfährt.
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.



Wolfgang Berke / Uwe Hirschmann
Erlebnis Motorrad
Ruhrgebiet / Westfalen
140   S., Br., €  12,90
ISBN 3-89861-574-X
35.000 Motorradfahrer aus dem Ruhrgebiet und drum herum kennen die Strecken des ersten ›Erlebnis Motorrad‹-Buches. Hier kommt die Fortsetzung: Mit zwölf völlig neuen Touren für den Feierabend oder das Wochenende. 1.600 Kilometer durch das Bergische Land, das Sauerland, das Münsterland und Westfalen.
Fehlen dürfen natürlich auch nicht die traditionellen Motorradtreffs – alle neu geprüft und bewertet. Dazu gibt es noch einige echte Geheimtipps, wo man Pause machen, sich treffen oder kulinarische Entdeckungen machen kann.
Das Buch passt aufgeschlagen in jeden Tankrucksack und bietet jetzt Navigation per Roadbook und Karte. Damit man sich auf den schönsten Strecken garantiert nicht verfährt.
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.



Wolfgang Berke / Uwe Hirschmann
Erlebnis Motorrad:
Rheinland
160 Seiten, zum Teil farbige Abbildungen, Broschur, € 12,90
ISBN 3-89861-350-X
Zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig.



Ralf Piorr (Hg.)
Der Pott ist rund!
Das Lexikon des Revier-Fußballs
Band 2: Die Vereine  1945 bis 2005
ca. 400 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband, ca. 29,95 €,
ISBN 3-89861-356-9
Der Pott ist rund! Dieser besonderen Topographie ist das zweibändige ›Lexikon des Revier-Fußballs‹ gewidmet.
Im Band 2 werden an die 100 Vereine des Reviers mit ihren Geschichten, Erfolgen und Niederlagen fundiert dargestellt. Manche Klubs gibt es schon längst nicht mehr wie den Duisburger SV, der schon Westdeutscher Meister war, bevor Borussia Dortmund oder FC Schalke 04 überhaupt gegründet worden waren. Andere einst legendäre Vereine der Oberliga West wie die Spfr. Katernberg oder die Emscher Husaren sind dabei in der Versenkung der Bezirks- und Kreisligen verschwunden. Trotzdem gehören diese Traditionsvereine, die irgendwann ihre spezielle Geschichte geschrieben haben, zum Selbstverständnis dieser Region, und gerade die vielen ›Kleinen‹ bekommen im ›Lexikon des Revier-Fußballs‹ einen würdigen Platz neben den vermeintlich Großen.

›Der Pott ist Rund‹ Band 1 und 2 sind auch gemeinsam im Schuber erhältlich: 54,90 €, ISBN 3-89861-361-5


Das Kollosseum der Moderne
Faszination der VELTINS-Arena
144 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, € 7,50
ISBN 3-89861-332-1
Die VELTINS-Arena: Selten hat eine Sportstätte schon seit dem ersten Spatenstich die Menschen fasziniert. Mit herausschiebbarem Rasen, verschließbarem Dach, mobiler Tribüne, Videowürfel, Kapelle und eigener Bierleitung ist das Zuhause des FC Schalke 04 weit mehr als nur ein Fußballstadion. ›Das Kolosseum der Moderne‹ macht diese Faszination spürbar. Auf 144 Seiten wird das Werk zum sachkundigen Führer durch die multifunktionale Spielstätte, indem es seine zukunftsweisende Technik nachvollziehbar macht und dessen Funktionieren erklärt.



Stefan Goch / Ralf Piorr (Hg.)
Wo das Fussballherz schlägt
Fussball-Land Nordrhein-Westfalen
364  S., Br., €  18,90
ISBN 3-89861-348-8
Der Westen mit dem Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine Fußballregion mit besonderer Prägung. »Das Herz des deutschen Fußballs schlägt im Ruhrgebiet« urteilte Franz Beckenbauer vor einigen Jahren. Von den über 6,27 Millionen Mitgliedern im DFB kommen rund 1,4 Millionen aus nordrhein-westfälischen Fußballvereinen. Damit steht NRW im Vergleich zu den übrigen Bundesländern an 1. Stelle der Mitgliederstatistik. Gleiches trifft für die Zahl der Vereine und der Mannschaften zu. Gestützt wird dies durch die Begeisterung der Fans: Woche für Woche strömen Hunderttausende zu den Fußballplätzen im Land.
Mit der WM 2006 feiert Nordrhein-Westfale sein sechzigjähriges Bestehen als Bundesland. Das Buch zur Geschichte des Fußballs in NRW liefert Geschichten, Hintergründe und Analysen rund um Spieler, Vereine und Meisterschaften. Es geht aber nicht nur um die ›großen‹ Vereine, denn Fußball hat hier auch abseits der großen Arenen und Stadien eine Tradition wie wohl nirgendwo sonst in Deutschland.

      Aus dem Inhalt:

    * Vorgeschichte: Erster Weltkrieg und Aufstieg zum Massenzuschauersport, Fußball im Nationalsozialismus
    * Oberliga West
    * Nordrhein-Westfalen in der Bundesliga 1963 bis 2005
    * Rheinland
    * Ostwestfalen
    * Im Hinterhof der Großen: Oberliga und Verbandsliga
    * Überall Bolzen: Betriebsmannschaften und Hobby-Kicker
    * Instrumentalisierung des Sports für Politik und Showgeschäft
    * Fußball, Kommerz und populäre Kultur
    * Ökonomische Theorie des Fußballs
    * MigrantInnen und Fußball / Nationale Identitäten
    * Frauen & Fußball
    * Fußballmythen im Westen
    * Die Erfindung des Samstagnachmittags: WDR 2 und die Konferenzschaltung
    * Fußball ist Religion
    * Fans im Fußball / Faninitiativen / Fanprojekte
      Mannschaften aus den letzten 60 Jahren
    * Die Legenden:
       Glückauf-Kampfbahn, Rote Erde, Hafenstraße, Tivoli, Bökelberg, Stadion am Zoo Wuppertal, Bielefelder Alm
    * WM-Stadien 2006: Köln, Dortmund und Gelsenkirchen
    * Portraits von 40 Vereinen
    * Statistik über Meisterschaften, Pokalsiege, Rekordnationalspieler etc.



 Remeke: 
Gewerkschaften und
Sozialgesetzgebung 
[DGB und Arbeitnehmerschutz
i.d......sozialliberalen Koalit.]
519 S., Gb., € 39,80
Wuppertal entdecken 
17,50
 Von Grafen, Bischöfen
und feigen Morden
6,95


publikum.macht.kultur.
Kulturpolitik zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung
Dokumentation des 3. Kulturpolitischen ­Bundeskongresses am 23./24. Juni 2005 in Berlin
Kulturpolitische Gesellschaft e.V. (Hg.)
Edition Umbruch Band 21
240  S., Br., € 15,00
ISBN 3-89861-569-3
Der dritte Kulturpolitische Bundeskongress ›publikum.macht.kultur. Kulturpolitik zwischen Angebots- und Nachfrageorientierung‹ fand am 23./24. Juni 2005 in Berlin statt. Die öffentlich geförderte Kunst und Kultur in den Theatern, Konzerthäusern oder Museen braucht ZuschauerInnen, um ihre gesellschaftliche Funktion wirksam erfüllen zu können. Aus ihrem Vermittlungsanspruch kultureller Werke und Inhalte bezieht die öffentliche Kulturförderung einen Teil ihrer Legitimation. Dem wachsenden Bedarf, Häuser und Veranstaltungen mit Publikum zu füllen, steht jedoch die Erfahrung gegenüber, dass das kulturelle Interesse kein unbegrenzt verfügbares Gut ist, sondern eine knappe Ressource, um die sich viele Anbieter bemühen. Die Folge ist, dass das Interesse an Kultur nicht nur vermehrt, sondern auch geteilt wird.
Wie reagiert das Management der Kulturinstitutionen auf diese Situation? Brauchen wir eine stärker nachfrage- oder kundenorientierte Kulturpolitik? Wie weit kann die Kulturpolitik den Bedürfnissen der Menschen entgegen kommen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, nicht mehr maßstabsetzend zu sein und lediglich dem Publikumsgeschmack hinterherzulaufen? Diese und viele andere Fragen sind im Rahmen des Dritten Kulturpolitischen Bundeskongresses der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung diskutiert worden, dessen Beiträge in diesem Buch dokumentiert werden.


Jürgen John /Dirk van Laak / Joachim von Puttkamer (Hrsg.)
Zeit-Geschichten
Miniaturen in Lutz Niethammers Manier
342 Seiten,Abbildungen,broschiert,   € 22,00
ISBN 3-89861-404 -2
bereits erschienen

Der Band findet seinen inneren Zusammenhang vornehmlich in der
Person des Geehrten. Es ist ein Lesebuch im besten Sinne geworden mit
Texten, die man sonst wohl kaum an anderen Stellen zu lesen bekommt
– geschrieben von Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft ,,Publi-
zistik und Politik, denen das essayistische Genre vertraut und geläufig
ist,ebenso wie solchen, von denen man das kaum erwartet hatte und
die vielleicht sogar Neuland betraten.
Der Band repräsentiert eine breite Palette an Zugängen zur Zeitge-
schichte im weitesten Sinne – darunter nicht wenige,,die sich expressis
verbis mit „Zeitgeschichte “ und ihrer spezifischen Methodik aus-
einander setzen,aber auch solche, die gegenwärtige Prozesse einer
ironisch-„unzeitgemäßen “ Betrachtung unterwerfen..Auch Bezüge zur
„Historik “ des 19..Jahrhunderts und zu älteren wie neueren „Sonder-
weg “-Debatten befinden sich darunter. Vor allem jedoch werden in
den Beiträgen Voraussetzungen und Bedingungen des eigenen Tuns
reflektiert – oft in überraschend freimütiger Weise..Viele dieser höchst
unterschiedlichen „Zeit-Geschichten “ tragen eine Handschrift,,für
die sich Lutz Niethammer in der Zunft der Zeithistoriker einen ganz
eigenen Ruf erworben hat,der freilich nicht ohne Polarisierung – und
auch nicht ohne Anfeindung – geblieben ist.. Der konsequente Ansatz
Niethammers, die Subjekte der Geschichte und ihre Erfahrungen im
Umgang mit dem, was üblicherweise zur „Geschichte “ gerechnet wird,
ernst zu nehmen, hat viele Kolleginnen und Kollegen herausgefordert
und zu Widerspruch gereizt.




Helmuth Schmitdt / Heinz Weischer
Zorn und Trauer
Als politischer Gefangener in Zuchthäusern der DDR
Mit einem Geleitwort von Wolf Biermann
229 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, € 14,90
3-89861-608-8
Helmuth Schmidt siedelte in den 1950er Jahren aus Überzeugung aus West-deutschland in die DDR über. Er wurde ständig von der Staatssicherheit
überwacht. Zur Ausbürgerung Wolf Biermanns verfasste Schmidt 4 regime-kritische Flugblätter, die er in Parchim verteilte. Kurz danach wurde er in den Stasi-Knast am Demmlerplatz in Schwerin verbracht, wo er die Entwürdigung eines politisch denkenden Menschen brutal am eigenen Leib erfuhr.
Ende 1978 wurde er von der BRD freigekauft. Es entwickelt sich eine enge Freundschaft zu Wolf Biermann, der zum Buch ein Geleitwort geschrieben hat. Das mit Ko-Autor Weischer verfasste Buch dokumentiert mit über 100 Abbildungen die menschenunwürdige Behandlung in den Haftanstalten, Stasi-Akten, berufliche und persönliche Dokumente sowie private und offizielle Fotos.





Johannes Heil
Gottesfeinde “ – „Menschenfeinde “
Die Vorstellung von jüdischer
Weltverschwörung (13.–16.Jh.)
Antisemitismus:Geschichte und Strukturen, Band 1
500 Seiten,broschiert, €  44,90
ISBN 3-89861-406-9
Die Vorstellung von der jüdischen Weltverschwörung ist
das Leitmotiv der Judenfeindschaft in der Moderne –
aber ihre Wurzeln sind weit älter.Schon der englische
Chronist Matthaeus Parisienis wusste um 1250 von ei-
nem Komplott der „Juden Alemanniens “ mit den Mongo--
len zu berichten,die in den Jahrzehnten zuvor gegen
Westeuropa vorgerückt waren.Die Studie untersucht
auf breiter Quellenbasis Genese,Form,Kontext und
Funktion solchen „Wissens “ vom hohen Mittelalter bis in
die Frühneuzeit hinein.Sie werden im Zusammenhang
vergleichbarer Vorstellungen gegenüber anderen inne-
ren und äußeren,vorgestellten wie tatsächlichen Geg-
nern analysiert.Die Studie beschreibt den langen Pro-
zess der Veränderung zentraler Feindschemata in der
europäischen Kultur,dessen erste Anzeichen bereits
im 13.Jahrhundert zu verzeichnen sind.Mit der Diskus-
sion von Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Er-
scheinung des Verschwörungsmotivs eröffnet diese
am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU-Berlin
entstandene mediävistische Habilitationsschrift neue
Perspektiven zum Verständnis vormoderner Juden-
feindschaft im Kontext der historischen Vorurteils-
und Devianzforschung,dessen Bedeutung weit über
die Mittelalterforschung hinausreicht.

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Christina Späti
Die schweizerische Linke und Israel
Israelbegeisterung, Antizionismus und
Antisemitismus zwischen 1967 und 1991
Antisemitismus: Geschichte und Strukturen, Band 2
360 Seiten, broschiert, € 29,90
ISBN 3-89861-407-7
Nach dem Sechstagekrieg von 1967 veränderte sich die
Haltung der schweizerischen Linken zu Israel und zum
Nahostkonflikt grundlegend.Die im Zuge der 68er-
Bewegung entstandene Neue Linke lehnte aufgrund ih-
rer antiimperialistischen Weltanschauung das Existenz-
recht des jüdischen Staates mehrheitlich ab.Auch in-
nerhalb der gemäßigten Linken nahm in den siebziger
Jahren Kritik an der israelischen Politik gegenüber den
Palästinensern zu.Gleichzeitig wurde die gesamte Linke
– wie in anderen europäischen Ländern – immer häufi-
ger mit dem Vorwurf konfrontiert,in ihren Äußerungen
zu Israel zeigten sich Elemente eines Antisemitismus
von links.
Die Studie zeichnet Kontinuitäten und Brüche im Ver-
hältnis der schweizerischen Linken zu Israel und den
Palästinensern zwischen 1967 und 1991 nach.Anhand
einer präzisen Definition von Antisemitismus analysiert
die Autorin,in welchen Aussagen zu Israel und Zionis-
mus sich Judenfeindlichkeit manifestieren konnte.
Schließlich wird danach gefragt,ob und wie sich Linke
in der Schweiz mit dem Phänomen des Antisemitismus
generell und in den eigenen Reihen auseinander gesetzt
haben.Damit leistet die Studie einen wichtigen Beitrag
zur internationalen Forschung zur Frage nach Antizionis-
mus und Antisemitismus in der westeuropäischen Lin-
ken.


Daniel Gerson
Die Kehrseite der Emanzipation in Frankreich
Judenfeindschaft im Elsass 1778 bis 1848
Antisemitismus:Geschichte und Strukturen,Band 3
ca.280 Seiten,broschiert, ca.24,90 € ,
ISBN 3-89861-408-5
Im Unterschied zu fast allen europäischen Staaten
erfolgte die vollständige Emanzipation der französi-
schen Juden im Kontext der Revolution von 1789 zu
einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt.Die 1791
erreichte Rechtsgleichheit bedeutete jedoch keines-
wegs die gesellschaftliche Akzeptanz und ein Ende
der Anfeindungen.
Im Elsass,wo damals die große Mehrheit der französi-
schen Juden lebte,war der Zeitraum vom Ende des
18.Jahrhunderts bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts von
einer virulenten Judenfeindschaft geprägt.Gegner einer
jüdischen Emanzipation verfassten Schmähschriften,
Beamte diskriminierten weiterhin jüdische Bürger und
pogromartige Ausschreitungen führten sporadisch zu
Plünderungen und Vertreibungen.
Im Zentrum des judenfeindlichen Diskurses stand der
aus dem Mittelalter stammende Vorwurf des Wuchers,
d.h.der Ausbeutung der zumeist ländlichen,nichtjüdi-
schen Bevölkerungsmehrheit durch wucherischen Geld-
verleih.Die Emanzipation der Juden führte nicht zu einer
Abnahme dieser Anschuldigungen.In weiten Teilen des
Elsass wurden die Juden nach der bürgerlichen Gleich-
stellung verstärkt als die neuen skrupellosen Herrscher
über das Elsass diffamiert.
Das Buch zeigt,dass auch in Frankreich trotz einer früh
erfolgten rechtlichen Gleichstellung judenfeindliche Vor-
stellungen aus der voremanzipatorischen Zeit nicht ein-
fach verschwinden,sondern weiter fortbestehen,um in
einem komplexen Wandlungsprozess in eine neue post-
emanzipatorische Judenfeindschaft zu münden.



Falk Wiesemann
Sepulcra judaica
Bibliographie zu jüdischen Friedhöfen und zu
Sterben,Begräbnis und Trauer bei den Juden
von der Zeit des Hellenismus bis zur Gegenwart
780 S.,Festeinband,98,00 € ,
ISBN 3-89861-422-0
bereits erschienen
Seit den biblischen Zeiten sind die Sorge um Kranke
und Sterbende sowie die Verpflichtung,die Toten zu
bestatten und zu betrauern,als substantielle Elemente
der religiös bestimmten Sozialordnung des Judentums
dokumentiert.In den Friedhöfen spiegelt sich die Ge-
schichte von Religiosität und Frömmigkeit,von sozialen
und wirtschaftlichen Beziehungen,von der Entwicklung
einzelner Gemeinden wie auch regionaler und weiträu-
miger Verflechtungen wider.
Angesichts der zentralen Bedeutung von Sterben und
Trauer,Begräbnis und Begräbnisstätten im Judentum
nimmt es wunder,dass bisher noch kein Versuch einer
systematischen Zusammenstellung der einschlägigen
Literatur unternommen worden ist.Die vorliegende
Bibliographie schließt mit ihren rund 9.000,teils mit
Annotationen versehenen Titeleinträgen diese Lücke.
Vorangestellt ist ein Hauptabschnitt,worin die Litera-
tur zu Sterben,Begräbnis und Trauer zusammenge-
stellt ist.Den übrigen Teilen liegt ein chronologisches
und ein geographisches Grobraster zugrunde,wodurch
es möglich wird,Fragen der Kontinuität und Diskonti-
nuität jüdischer Sepulkralkultur nachzugehen.
In Anbetracht der massiven Vernichtung jüdischen Kul-
turguts im Verlauf von Verfolgungen kommt nicht nur
der Dokumentation und Erhaltung von Friedhöfen und
Grabinschriften eine zentrale Rolle zu,sondern auch der
bibliographischen Erfassung von Erzähltem,Beschriebe-
nem,bereits Dokumentiertem,teilweise aber mittler-
weile schon wieder Verschwundenem oder Zerstörtem.
Mit dem gewachsenen gedächtniskulturellen Bewusst-
sein intensiviert sich auch das Interesse an genealogi-
schen Recherchen mit ihren Eckpfeilern Geburt,Heirat
und Tod,die allesamt ihren Niederschlag in den Grabin-
schriften gefunden haben.




M.Glettler/L ‘.Liptak/A.Mísková (Hg.)
Geteilt,besetzt,beherrscht
Die Tschechoslowakei 1938 –1945:
Reichsgau Sudetenland,Protektorat Böhmen und Mähren,Slowakei
Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische
Historikerkommission,Veröffentlichungen,Band 11
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen
im östlichen Europa,Veröffentlichungen,Band 25
363 Seiten,Festeinband, 24,90 € ,
ISBN 3-89861-126-4
bereits erschienen
Kaum ein Staat wurde vom nationalsozialistischen
Deutschland und seinen Verbündeten in so viele Herr-
schaftsgebiete geteilt wie die Tschechoslowakei,im Jah-
re 1938 die letzte parlamentarische Demokratie in Mit-
tel-und Osteuropa.Den Bürgern der okkupierten Tsche-
choslowakei widerfuhr somit dasselbe Schicksal wie
insgesamt 180 Millionen Europäern,die bis Ende 1941
unter nationalsozialistische Herrschaft gerieten.Diese
nahm unterschiedliche Formen an,je nachdem,auf wel-
che Weise diese Herrschaft errichtet worden und wel-
ches Schicksal der unterjochten Bevölkerung im natio-
nalsozialistischen „Neuen Europa “ zugedacht war..Doch
wirkten sich auch kurzfristige und pragmatische Grün-
de,die von den Notwendigkeiten der Kriegführung dik-
tiert wurden,auf die Besatzungspolitik aus.
In ihren Beiträgen fassen tschechische,slowakische
und deutsche Historiker die Ergebnisse ihrer neuesten
Forschungen zusammen.Sie behandeln die deutsche
Besatzungspolitik im Reichsgau Sudetenland und im
Protektorat Böhmen und Mähren,die ungarische in
der Südslowakei sowie den Einfluss der deutschen
Berater in der formal selbstständigen Slowakei.Im
Zentrum ihres Interesses stehen Ziele und Spielräume
der nationalsozialistischen Besatzer und jeweiligen
politischen Eliten,deren Bereitschaft zu Kollaboration
bzw.zu hinhaltendem Widerstand wie auch das Leben
der Bevölkerung.Dabei stellen die Beiträge einige
tradierte Mythen in Frage.


Christoph Cornelißen,Roman Holec und Jir `´í P e s`´ek
Krieg – Diktatur – Vertreibung
Erinnerungskulturen in Tschechien,
der Slowakei und Deutschland seit 1945
Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische
Historikerkommission,Veröffentlichungen,Band 13
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen
im östlichen Europa,Veröffentlichungen,Band 26
500 S.,Festeinband,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-430-1
Der von Christoph Cornelißen,Roman Holec und Jir`´í
Pes`´ek herausgegebene Band untersucht die Frage,wie
sich staatliche Institutionen,politische und gesellschaft-
liche Eliten sowie die Bevölkerungen in Tschechien,der
Slowakei und in Deutschland nach dem Zweiten Welt-
krieg mit der jüngsten Vergangenheit auseinander ge-
setzt haben.In mehreren zeitlichen Längsschnitten über
die gesamte Nachkriegszeit hinweg wird die konfliktrei-
che Formierung kollektiver Erinnerungskulturen aufge-
zeigt.Hierbei wird deutlich,wie sehr „östliche “ und
„westliche “ Wissenschaft,,Politik und Publizistik,aber
auch Spiel-und Dokumentarfilme kontrastreiche Bilder
der Vergangenheit vermitteln konnten,die bis heute das
kollektive Gedächtnis der Nationen bestimmen.Die ab-
schließenden Beiträge über die Aufarbeitung von Kriegs-
und Nachkriegserfahrungen seit dem Zusammenbruch
des Kommunismus bilden die Grundlage für einen weit-
gesteckten internationalen Vergleich nationaler Erinne-
rungskulturen in Europa.




Christian Kleinschmidt/Florian Triebel (Hg.)
Marketing
Historische Aspekte der
Wettbewerbs-und Absatzpolitik
Arbeitskreis für kritische Unternehmens-und
Industriegeschichte (AKKU)an der Ruhr-Universität
Bochum,Bochumer Schriften zur Unternehmens-
und Industriegeschichte,Band 13
261 Seiten,Broschur, 24,90 € ,
ISBN 3-89861-372-0
bereits erschienen
Das Thema Marketing wurde bislang von Wirtschafts-
und Unternehmensgeschichte in Deutschland nur wenig
betrachtet.Das ist insofern bemerkenswert,als etwa
die Werbung – die aus Unternehmensperspektive einen
Teilaspekt des Marketing darstellt – vergleichsweise in--
tensiv erforscht ist,die Wirtschaftswissenschaften sich
mit einer Flut von Publikationen dem Thema Marketing
widmen und die anglo-amerikanische Historiographie
sich seit Jahrzehnten dieses Forschungsfeldes ange-
nommen hat.Für den deutschsprachigen Raum gibt
es hier also einen erheblichen Nachholbedarf.


Michael C.Schneider
Unternehmensstrategien in der NS-Wirtschaft
Arbeitskreis für kritische Unternehmens-und
Industriegeschichte (AKKU)an der Ruhr-Universität
Bochum,Bochumer Schriften zur Unternehmens-
und Industriegeschichte,Band 14
ca.540 S.,Abbildungen,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-382-8
Mit der Wanderer-Werke AG,der Maschinenfabrik
Kappel GmbH/AG sowie den Astrawerken AG aus der
Region Chemnitz wird beispielhaft der für die NS-Zeit
noch ganz unzureichend erforschte Maschinenbau un-
tersucht.Das Buch von Michael Schneider fragt nach
den Zielen der drei Unternehmen,ihren Strategien zur
Umsetzung dieser Ziele und schließlich den Erfolg oder
Misserfolg ihrer Strategien im ökonomischen Umfeld
des Dritten Reiches zwischen Aufrüstung und Kriegs-
ende.Die Literatur zur Unternehmensgeschichte in
der NS-Zeit kreist häufig um den Zentralbegriff der un-
ternehmerischen „Autonomie “ und verfolgt die Frage,,
in welchem Ausmaß Unternehmen diese für Markt-
wirtschaften konstitutive Eigenschaft in der Aufrü-
stungs-und Kriegswirtschaft noch aufrecht erhalten
konnten.
In beide Forschungszusammenhänge,den NS-bezoge-
nen und den unternehmenshistorischen,ordnet sich
die vorliegende Studie ein:Sie fragt vergleichend nach
Zielen und Strategien von drei verhältnismäßig kleinen
bzw.mittelgroßen Unternehmen,sowie den Chancen
ihrer Umsetzung in den verschiedenen Phasen des NS-
Regimes,der Bereitschaft der Unternehmensleitungen,
ihre Strategien an die Wirtschaftspolitik des NS-Staates
anzupassen,aber auch nach Differenzen zwischen den
Zielen der NS-Wirtschaftspolitik und jenen der Unter-
nehmen,wie auch nach den ihnen zugrunde liegenden
Gründen.Über den engeren Bezug zum Nationalsozia-
lismus hinaus versucht sie damit einen Beitrag zu jener
Debatte zu leisten,die derzeit die Möglichkeiten,Aufga-
ben und Ziele der Unternehmensgeschichtsschreibung
in Deutschland neu zu bestimmen sucht.



Eckhard Schinkel (Hg.)
Totaler Arbeitseinsatz
für die Kriegswirtschaft
Zwangsarbeit in der deutschen Binnenschifffahrt
1940 –1945
ca.180 S.,ca.40 Abbildungen, ca.12,90 € ,
ISBN 3-89861-277-5
Zwangsarbeit in der Binnenschifffahrt ist ein unerforsch-
tes Kapitel in der Verkehrs-Geschichte.Im Jahr 1943
waren 12.514 „Ausländer “ beim fahrenden Personal an
Bord.Sie kamen aus 15 Nationen.
Das Buch präsentiert erstmals
– Erinnerungen,,
– zeitgenössische Dokumente,,
– wissenschaftliche Forschung..
Eine besondere Gruppe bildeten die 4014 deportierten
Franzosen aus dem Service du Travail Obligatoire.Der
junge Bank-Angestellte Alfred Dusautier war einer von
ihnen.Seine in ihrer Ausführlichkeit einzigartigen Erin-
nerungen beschreiben erlebte und erlittene Wirklichkeit:
die Requirierung,den Zug-Transport nach Deutschland,
Ausbildung,Arbeits-Alltag in der Binnenschifffahrt,das
Kriegs-Ende,die Rückkehr.Seine Erinnerungen sind zu-
gleich ein Panorama der Binnenschifffahrt im Zeiten
Weltkrieg.
Den Erinnerungen stehen Dokumente aus dem Reichs-
verkehrsministerium zum Personal-Notstand in der
Kriegswirtschaft gegenüber,darunter drei Protokolle zur
Vorbereitung des Arbeits-Einsatzes der Franzosen.Die
Beiträge der Forschung mit zahlreichen Anmerkungen
umreißen die Situation der Binnenschifffahrt im Krieg
und die Zwangsarbeit von „West-“ und „Ostarbeitern “
in der deutschen Binnenschifffahrt.

Klaus Tenfelde /Hans-Christoph Seidel
Zwangsarbeit im Bergwerk
Der Arbeitseinsatz im Kohlenbergbau
des Deutschen Reiches
und der besetzten Gebiete
im Ersten und Zweiten Weltkrieg
Institut für Soziale Bewegungen,Schriftenreihe C – Zwangsarbeit im Bergwerk
insg.1614 Seiten, Abbildungen, 2 Festeinbände im Schuber mit Lesebändchen,€ 79,90
ISBN 3-89861-454 -9

Band 1– Forschungen
638 Seiten,Abbildungen,Festeinband,mit Lesebändchen, € 45,00
ISBN 3-89861-389-5
Die heimische Stein-und Braunkohle war in beiden Weltkrie-
gen die wichtigste Rohstoffgrundlage der deutschen Kriegswirt-
schaft. Im Verlauf seiner kriegerischen Expansion brachte das
nationalsozialistische Deutschland außerdem die bedeutends-
ten kontinentaleuropäischen Kohlenreviere unter seine Kon-
trolle. Die wichtigste Voraussetzung für die Ausbeutung dieser
Rohstoffbasis bildete der Faktor Arbeitskraft.
Der Band behandelt in 18 Beiträgen die Arbeitsverhältnisse in
den deutschen und von Deutschland besetzten Kohlenrevieren
und untersucht die vielfältigen Formen von Zwangsarbeit und
Bergwerk.

Band 2 – Dokumente
976 Seiten,Abbildungen,Festeinband,mit
Lesebändchen, € 45,00
ISBN 3-89861-390 -9
Die über 400 in diesem Band zusammengestellten Dokumente
aus deutschen und ausländischen Archiven ermöglichen einen
authentischen und differenzierten Einblick in die Organisation
und Praxis des Ausländer-und Zwangsarbeitereinsatzes im
Kohlenbergbau während des Ersten und Zweiten Weltkrieges.
Die Dokumente beleuchten den Zwangsarbeitereinsatz in den
deutschen und von Deutschland besetzten Kohlenrevieren aus
ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Die Erschließung der Quellensammlung ist durch inhaltliche
Einführungen,Kurzregesten,Kommentierungen und umfangrei-
che Register gewährleistet.




Schwarze, Gisela:
Die Sprache der Opfer
Briefzeugnisse aus Rußland und der Ukraine zur
Zwangsarbeit als Quelle der Geschichtsschreibung
ca.300 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert,ca.€ 15,00
ISBN 3-89861-484 -0

Keine Naziuntat ist in den Nachkriegsjahrzehnten derart aus
dem Bewusstsein der deutschen Gesellschaft verdrängt worden
und an keiner Naziuntat waren so viele deutsche Volksgenossen
beteiligt, wie an der Versklavung von mehr als zehn Millionen
Europäern während des Zweiten Weltkrieges auf deutschem
Reichsgebiet.
Die meisten Menschen,die in den Jahren 1939 bis 1945 in
Deutschland geschunden wurden,sind schon tot. Es leben
noch jene,die ihre Kindheit und Jugend in deutschen Zwangs-
arbeitslagern durchlitten,auch als Sieben-/Achtjährige in
Spinnereien oder bei der Reichsbahn zehn Stunden schuften
mussten.Und diese Kinder unter zwölf Jahren sind damals von
den deutschen Bürokraten namentlich nicht erfasst worden.
Somit können die damaligen Kinder heute den für den Erhalt
der Entschädigung erforderlichen Nachweis durch deutsche
Behörden oder Archive meist nicht erbringen.Die Vereinigung
der ehemaligen minderjährigen Gefangenen des Faschismus
in den GUS-Staaten vertritt 550.000 Männer und Frauen,von
denen viele keinen Pfennig erhalten werden,obwohl sie als
Sklavenkinder in Industrie-und Reichsbahnlagern ausgebeutet
wurden,hungerten und nicht lernen durften.Jene deutschen
Städte,Kreise,Gemeinden,die rechtzeitig – meist gegen den
Widerstand konservativer Gruppierungen – ihre Geschichte
der Zwangsarbeit aufgearbeitet haben,konnten in zahlreichen
Fällen Plausibilitätserklärungen ausstellen,andere Kommunen
antworteten weder den Opfern,den Stiftungen der GUS-Staa-
ten,noch den Anfragen anderer Städte.




Adenauers Welt
Ein Lesebuch zur Alltags-und Sozialgeschichte
der frühen Republik
Zusammengestellt und eingeleitet von Kirsten Petrak,
Dietmar Petzina und Werner Plumpe
ca.4 0 0 S.,broschiert,ca. € 29,90
ISBN 3-89861-483-2

An den „Ruinenalltag “ der Jahre 1945 bis 1948//49 schloß sich eine
Phase der Konsolidierung an,die etwa bis zur Mitte der fünfziger
Jahre dauerte.In der Mitte des Jahrzehnts begann der Aufbruch
ins Unbekannte,der zwar Anfang der sechziger Jahre keineswegs
abgeschlossen war,aber bereits irreversibel die gesellschaftlichen
Strukturen verändert hatte.Die Koordinaten des Alltäglichen
verschoben sich vollständig.An die Stelle eines von Traditionen
und hergebrachten Institutionen gesteuerten Alltags des Überlebens
und der Not trat das entbundene und individualisierte Leben in der
Wohlstands-und Massenkonsumgesellschaft -der Wandel hätte
drastischer kaum ausfallen können,zumal sich eine neue,dauer-
hafte Ordnung des Alltäglichen bis heute kaum abzeichnet.
Die Alltagsgeschichte jener Jahre stand bereits häufig im Zentrum
des Interesses.Jedoch waren es eher die Skurrilitäten und die
Besonderheiten jener Jahre,die Aufmerksamkeit auf sich zogen,
während der eigentliche Alltag wenig Beachtung fand.In diesem
Quellen-und Lesebuch ist das anders.Hier wird erstmals ein Blick
auf die Routinen des Alltags geworfen – und auf die schleichenden
Veränderungen,in deren Folge schließlich alles anders wurde.
Dazu haben die Herausgeber Quellen und Texte aus ganz unspek-
takulären Zusammenhängen ausgewählt:von Radioprogrammen
über Fahrpläne,Heiratsanzeigen,Verbrauchsstatistiken und ärztli-
chen Protokollen bis hin zu ersten Meinungsumfragen und Briefen
an den Kummerkasten einer Illustrierten reicht das Spektrum der
ausgewählten Texte.Hier sind jene Facetten des Lebens dokumen-
tiert,die für sich genommen trivial erscheinen,in ihrer Summe
aber ein breites Panaroma einer Gesellschaft entfalten,die uns trotz
ihrer Nähe fremd geworden ist.




Gerhard Fürmetz (Hg.)
Schwabinger Krawalle
Polizei und Protest Anfang der 1960er Jahre
Villa ten Hompel,Schrif ten,Band 6
254 Seiten, Festeinband,zahlr.Abbildungen, € 22,90
ISBN 3-89861-513-8

Im Juni 1962 lieferte sich die Münchener Stadtpolizei in
Schwabing fünf Nächte heftige Auseinandersetzungen mit
mehreren tausend Jugendlichen und Studenten.Über Jahre
hinaus beschäftigte sich die bayerische Justiz mit den Protest-
ereignissen – begleitet von einer Bürgerrechtskampagne und
einer regen Anteilnahme der Medien.
Damals wie heute ist es schwierig,den spontanen Protestaus-
bruch der „Schwabinger Krawalle “ in Ursachen und Bedeutung
zu verstehen:Er passt weder einfach in die früheren „Halb-
starken “-Proteste,noch in die später berühmt gewordenen
68er-Aktionen.Der Band untersucht erstmals historisch den
Ablauf der Ereignisse,analysiert das Vorgehen der Polizei und
die Reaktion der Öffentlichkeit,fragt nach der Berichterstattung
und dem Ein ? uss der Medien;auch das Nachwirken von der
juristischen Aufarbeitung bis zur geschichtlichen Darstellung
wird betrachtet.Viele zeitgenössische Fotos und Dokumente
ergänzen die Darstellung.
Der von Gerhard Fürmetz herausgegebene Band liefert ein
plastisches Bild jener äußerlich noch ruhigen,im Inneren aber
schon gärenden Zeit vor Augen,die zwischen dem Aufbau der
Nachkriegszeit und den Umbrüchen der siebziger Jahre liegt
und die -ähnlich dem Vormärz im 19.Jahrhundert -ihren eige-
nen Charakter und ihre eigene Bedeutung beanspruchen darf.




Mathias Beer /Dittmar Dahlmann (Hg.)
Über die trockene Grenze
und über das offene Meer
Binneneuropäische und
transatlantische Migrationen
im 18.und 19.Jahrhundert
Migration in Geschichte und Gegenwart,Band 1
372 S.,broschiert,€ 29,90
ISBN 3-89861-365-8
bereits erschienen

Die Beiträge in diesem Band diskutieren in vergleichender
Perspektive das breite Spektrum der binneneuropäischen und
die transatlantischen Migrationsvorgänge des 18.und 19.
Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt:
• Geographische Mobilität als Voraussetzung sozialen Auf--
stiegs in der militärischen Gesellschaft des 17.Jahrhunderts
• Europäische Migration und die Peuplierung Preußens am
Beispiel der Salzburger Emigranten
• Frühneuzeitliche Flüchtlingshilfe in Großbritannien
und das Schicksal der Pfälzer Auswanderer von 1709
• Gelehrte auf Reisen
• Der regionale Einzugsraum von Lehrlingen und Lehrmädchen
des Wiener Handwerks im 18.und 19.Jahrhundert
• Jüdische Wanderungen nach den Teilungen Polens
• Reisende Frauen – schreibende Frauen auf Reisen
• Dynastische Verbindungen und Migration::
Das Beispiel Baden
• Dienstknechte und -mägde im Nordamerika
des 18.Jahrhunderts
• Primäre soziale Beziehungen deutscher
Amerika-Auswanderer im 19.Jahrhundert
• Herrnhuter und Mennoniten im Russischen Reich




Kilian J.L.Steiner
Ortsempfänger,
Volksfernseher
und Optaphon
Die Entwicklung der deutschen Radio-
und Fernsehindustrie
und das Unternehmen Loewe
1923 –1962
ca.384 Seiten,Festeinband,Abbildungen, ca.€ 29,90
ISBN 3-89861-492-1

Loewe ist der einzige Hersteller der einst so erfolgreichen
deutschen Radio-und Fernsehindustrie,der seit Einführung des
Rundfunks 1923 bis heute produziert. Das Unternehmen,des-
sen Geschichte hier von 1923 bis 1962 nachgezeichnet wird,
wurde 1923 durch Siegmund Loewe (1885 –1962) in Berlin
gegründet. Zu den Pionierleistungen gehörten 1926 die Einfüh-
rung des Ortsempfängers OE 333, der wesentlichen Einfluss auf
die Entwicklung der deutschen Radioindustrie hatte. Unterstützt
wurde Siegmund Loewe dabei durch den bekannten Physiker
Manfred von Ardenne (1907 –1997). 1933 folgte die Präsenta-
tion eines ersten „Volksfernsehers “.
Während des „Dritten Reiches “ wurden die Handlungsspiel-
räume des jüdischen Unternehmens allerdings immer enger,
wenn auch die „Arisierung “ bis 1938 verhindert werden
konnte.
1949 wurde Loewe rückerstattet und bis 1962 als Familien-
unternehmen geführt. In diese Zeit fällt schließlich auch die
Vorstellung eines der weltweit ersten Tonbandkassettengeräte:
des Optaphons (1950/51).
Kilian J.L.Steiner legt die erste wissenschaftlich fundierte Unter-
nehmensgeschichte zur deutschen Radio-und Fernseh industrie
vor,die zugleich auch eine der ersten deutsch-jüdischen Unter-
nehmensgeschichten ist, in denen das Thema Rückerstattung
thematisiert wird.



Hermann Sturm
Die Tücke der Funktion
ca.130 Seiten,broschiert, Abbildungen, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-50 0 -6

Die Form folgt der Funktion,das ist ein auch heute noch
verbreitetes Missverständnis.Ableitungen der Form aus Funk-
tionen misslingen besonders dann,wenn Funktionalität als
Multifunktionalität gedacht wird,führt nicht selten zu absurden
Resultaten und auch,aber nicht nur,zu ästhetischen Über-
raschungen.Dabei bereiten die technischen und artistischen
Momente in ihrer Komplexität den Boden für Störungen beim
Gebrauch.Eine Fundgrube für solche Zusammenhänge von
Form und Funktion bieten die so genannten Patentmöbel mit
ihrem Überangebot an hypertrophen Einfällen.Technisch-
artistische Momente sind stets anfällig für tückische Fallen,die
wiederum in der Kunst,aber auch in der Architektur ästhetisch
weiter thematisiert werden,bis zu den Auswirkungen in der
heute allüberall präsenten Techno-Medialität,deren Prinzip
so benannt werden kann:Alles immer,alles schnell und alles
gleichzeitig.Es liegt also nahe,sich wieder einmal mit den
Begriffen Funktion,Funktionalität,Multifunktionalität zu befas-
sen.Die mit diesen Begriffen einhergehende Unschärfe belegen
Texte zum Design von der Formel die Form folgt der Funktion
bis zur Formel die Form folgt dem Fehlschlag.Dabei zeigt sich,
dass diese begrif ? iche Vagheit aber auch genutzt werden kann,
um breit gestreute Phänomene zu erfassen.Dieses komplexe
Feld wird an Beispielen dokumentiert und unter verschiedenen
Perspektiven betrachtet.




Cordula Lissner
Den Fluchtweg zurückgehen
Remigration nach Nordrhein und Westfalen 1945 –1955
Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte
und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens,Band 73
ca.390 Seiten,Festeinband,Abbildungen, ca.€ 35,00
ISBN 3-89861-477-8

In den Monaten und Jahren nach dem Ende der nationalsozi-
alistischen Herrschaft in Deutschland kamen Frauen,Männer
und Kinder aus dem Exil in ihre frühere Heimat zurück.Ihre
Rückwege,ihre Ankunft und ihre Versuche,nach den Brüchen
durch Verfolgung,Flucht und Exil neue Verbindungen und
Sicherheiten zu gewinnen,sind bislang kaum erforscht.Welche
Erfahrungen machten die Remigranten und Remigrantinnen bei
der Begegnung und Wiederbegegnung mit Orten und Land-
schaften,Bürokratie und Politik,Nachbarn,Freundeskreisen
und Arbeitskolleg/innen?Welche Auseinandersetzungen und
welche Anpassungsleistungen begleiteten die Re-Integrations-
prozesse?
Den Rückweg aus dem Exil ging nach dem Mai 1945 nur ein
kleiner Prozentsatz der Menschen, die vor der nationalsozialis-
tischen Verfolgung geflüchtet waren.Aber entgegen bisheriger
Forschungsschwerpunkte betraf die Remigration nach 1945
nicht nur eine kleine Elite von Parteifunktionären und Intellektu-
ellen. Das Buch bezieht sich beispielhaft auf die Schicksale von
427 Personen,die zwischen 1945 und 1955 in rheinische und
westfälische Städte zurückkamen. Der hohe Anteil „namenlo-
ser “ Remigrantinnen und -migranten zeigt Rückwege auf,die
in einer auf Eliten beschränkten Remigrationsforschung bisher
kaum Beachtung gefunden haben und stellt eine Reihe bisheri-
ger Annahmen in Frage.
 


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Jörg Loskill (Hg.)
Rolf Glasmeier
REVIER ATELIER 2
96 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband mit Schutzumschlag, € 24,90
ISBN 3-89861-269-4

Er war auf nahezu allen Feldern der bildenden Kunst aktiv
– und meist innovativ..Rolf Glasmeier (1945-2003) setzte sich
mit allen ästhetischen Phänomenen der Revierwelt auseinander.
Aus diesem Grund passt er ideal zur neuen Buchreihe „Revier-
Atelier “,die sich arrivierten Ruhrgebiets-Künstlern widmet.
Glasmeier war ein international bekannter und geschätzter
Fotograf und Installateur,Bildhauer und Grafiker, Zeichner und
Objektemacher. Er überraschte in den 60er Jahren bereits mit
seinen kinetischen,zum interaktiven Mitspielen auffordernden
„Kaufhaus-Objekten “ und begegnete uns bei großen Aktionen
wie „Szene Rhein Ruhr “ oder „Grenzüberschreitung “ als poe--
tischer Gestalter naturnaher Strukturen und Architekturen. Als
Mitglied des Westdeutschen und des Deutschen Künstlerbundes
forderte er gesellschafts-und kulturpolitisch relevante Prozesse
ein: Kunst dürfe kein Außenseitertum bleiben. Künstler und
Kunst, so sein Credo, müssten in den urbanen Zentren präsent
sein. Der Haltung, Kunst könne nur im Elfenbeinturm entste-
hen, erteilte er damit ein klare Absage. Ohnehin gab er sich mit
Traditionen und Konventionen nie zufrieden.
Dieses Buch über Glasmeier will von verschiedenen Positionen
her das Gesamtbild dieses engagierten Künstlers eingrenzen
und seine Entwicklungsschritte nachvollziehen. Dies geschieht
immer auf dem Hintergrund sich verändernder Bedingungen
der Region und der favorisierten Industriekultur, als deren Weg-
bereiter Glasmeier gilt und mit der er sich beschäftigte,noch
bevor es den Begriff als feste ästhetische Kategorie gab.



Jörg Loskill (Hg.)
Thomas Grochowiak
REVIER ATELIER 3
88 Seiten,Großformat,Festeinband m. Schutzumschlag, zahlreiche teils farb.Abbildungen,€ 24,90
ISBN 3-89861-507-3

Thomas Grochowiak gehört zu den prägenden Gestalten der
deutschen Kunstgeschichte nach 1945. Er gründete zusammen
mit Malern wie Emil Schumacher, Hans Werdehausen und
Gustav Deppe u.a.1948 die Gruppe „junger westen “, die zum
Inbegriff für den Aufbruch der deutschen Kunst nach der Aus-
blendung durch die Nazi-Zeit wurde.
Wandte Grochowiak sich zunächst gegenständlich-figürlicher
Malerei zu, wechselte er später zu einer freien, abstrakten,
assoziativen Darstellung von Farben und Formen. Vor allem
wurde er durch seine „Musik-Bilder “ bekannt.. Komponisten
wie Strawinsky, Händel, Mozart, Bach usw. inspirierten ihn zu
einem Kosmos der (Farb-)Klänge. Zu seinem 90.Geburtstag,
den Grochowiak 2004 feiern konnte, kam er aus dem Domizil
im Schwarzwald zurück ins Ruhrgebiet: inzwischen als „Ikone
der deutschen Malerei “ gewürdigt..
Das Buch stellt Grochowiak in den Kontext der Entwicklungen
seit der Nachkriegsperiode benennt seine Verdienste als aktiver
Künstler, und als kulturpolitisch wichtiger Funktionär




Hans Dieter Baroth
Das werde ich nie vergessen
Geschichten aus dem Ruhrgebiet
ca.120 S.,Festeinband,farb.Abb., ca.€ 15,00
ISBN 3-89861-220-1

In der Bahnhofsgaststätte von Wanne-Eickel verlebte Heinz Rühmann seine Kindheit,für seinen Vater
war das Lokal eine Goldgrube.In der Gegenwart sieht die Wirtin es nicht mehr so.Wo einst der Welt-
meister Helmut Rahn Kohlen auslieferte und in einem Verein direkt um die Ecke spielte,wissen heute
nicht einmal die Nachbarn,dass der berühmte Spieler dort seine Jugend verlebte.
Hans Dieter Baroth beschreibt das Ruhrgebiet in der Gegenwart und unternimmt von diesen Orten
Aus ? üge in die Vergangenheit des Potts.Mit dem Fahrrad fuhren Jugendliche zu Auswärtsspielen
der höchsten Fußballklasse.Hans Dieter Baroth fährt die Strecken nach.Zu fast jeder Station weiß
er eine Geschichte von früher zu erzählen;das Schiffshebewerk bei Henrichenburg,der Borsigplatz
in Dortmund,sie sind Stätten der Erinnerung.Amüsant ist der Rückblick auf eine Aufführung der
Ruhrfestspiele im Saalbau von Recklinghausen,wo der Kunstgenuss durch widrige Begleitumstände
verdorben wurde.
Er berichtet von einem Nachbarn,der Modell stand für das Denkmal verunglückter Bergleute,seiner
Kameraden.Wo Olaf Thon als Jugendlicher Fußball spielte,verfällt das Stadion,das Vereinslokal des
Clubs befindet sich in Containern.Die angebliche Berliner Göre Claire Waldoff wurde als Tochter
eines Bergmanns in Gelsenkirchen geboren.Das Geburtshaus steht nicht mehr.Der Chronist des
Reviers begab sich auf die Spuren der Chansonsängerin vom ehemaligen Gussstahlwerk Gelsenkir-
chen bis in die Marktstraße von Oberhausen.Hier sah sie das erste Varieteé Das Unterhaltungslokal
wurde wie ihr Geburtshaus im Krieg zerstört.Wo einst Künstler die Bergleute unterhielten,werden in
der Gegenwart modische Textilien verkauft.
Aus dem Biergarten der „Rhein-Aue “ in Duisburg sahen die Gäste auf der anderen Flussseite die
Hochöfen von Krupp in Rheinhausen.Hans Dieter Baroth suchte nach dem Ausflugslokal und fand
nur noch eine Parkanlage.Vor über 20 Jahren fuhr der Autor mit der Straßenbahn von Duisburg nach
Witten-Annen.Zwei Jahrzehnte später unternahm er erneut diese Tour,dieses Mal nach Witten-
Heven.Zwischen zwei Fahrten hat sich das Ruhrgebiet nachhaltig verändert.
Der Autor fotografiert seit 40 Jahren Stätten des Ruhrgebietes.Auch mit beeindruckenden Fotos belegt
er in diesem Text-/Bildband den Wandel im Revier.Auf seinen Touren in die Vergangenheit fotogra-
? erte er nicht nur Industrieruinen.Aufstieg und Verfall sind nahe beieinander.Das alte und das neue
Revier,in den Texten und Bildern von Hans Dieter Baroth wird beides lebendig.




Hermann Josef Stenkamp (Hg.)
Cotton Mills for the Continent
Sidney Stott und der englische Spinnereibau
im Münsterland und Twente
Sidney Stott en de Engelse spinnerijen in
Munsterland en Twente
Landschaftsverband Westfalen-Lippe /Westfälisches Industriemuseum,Schriften,Band 24
ca.144 S., Festeinband,Großformat, zahlr. teils farbige Abbildungen,ca.14,90
ISBN 3-89861-458 -1

Schlüsselfertiges Bauen mit kompletter Maschinenausstattung
– und das vor über 100 Jahren.. Wer heute vor einem der gewal-
tigen Backsteinbauten steht, kann sich kaum vorstellen, wie
modern und rationell diese mehrgeschossigen Baumwollspinne-
reien schon ab den 1880er Jahren unter Federführung vor allem
englischer Industriearchitekten angeboten, geplant, gebaut und
eingerichtet wurden.
Noch heute prägen die feuersicheren Spinnereibauten von
Sidney Stott und zahlreichen weiteren Industriearchitekten
gleichsam in der Twente und im Münsterland sehr markant das
Gesicht der Städte. Doch auch die letzten haben nach Konkur-
sen oder Verlagerung der Textilproduktion ihre ursprüngliche
Nutzung als Spinnereien verloren. Anforderungen moderner
Industrieproduktion können diese mehrgeschossigen Säulenhal-
len kaum gerecht werden.
Sang-und klanglos fielen bereits zahlreiche Spinnereibauten
dem Abbruch zum Opfer. Doch sie alle sind Zeugnisse für die
industrielle Entwicklung dieser Region und sollten zu Recht
einen Anspruch auf Würdigung und Erhaltung haben.



Theatermuseum Düsseldorf, Redaktion:Anne Blankenberg (u.a.)
Liebe +Tod: Kursbuch Theater NRW
119 Seiten,zahlr.farb.Abb.,broschiert, € 9,95
ISBN 3-89861-471-9

Die wohl dichteste Theaterlandschaft der Welt -sie befindet
sich an Rhein und Ruhr. Das Kursbuch bietet eine aktuelle
Übersicht als Nachschlagewerk. Zu jedem Theater gibt es Infor-
mationen zur Geschichte und seinem Konzept sowie einen Ser-
viceteil mit Anschrift, Öffnungszeiten, Kontaktpersonen u.v.a.m.
Im Anhang findet der Leser eine Bibliographie mit ausgewählter
Literatur über die Theater, die einen Einstieg in die vertiefte
Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen.

Das Nachschlagewerk erschließt folgende Bühnen:
das Theater Aachen,das Theater Bielefeld,das Schauspielhaus
Bochum,das Theater Bonn,das Westfälische Landestheater
Castrop-Rauxel, das Landestheater Detmold,das Landestheater
Burghofbühne Dinslaken,das Theater Dortmund,die Deutsche Oper
am Rhein Düsseldorf-Duisburg,das Düsseldorfer Schauspielhaus,
die Theater &Philharmonie Duisburg,das Aalto Musiktheater und
das Schauspiel Essen,das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen,
das Theater Hagen,die Bühnen der Stadt Köln,die Vereinigten
Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach,das Schlossthe-
ater Moers,das Theater an der Ruhr Mülheim,die Städtischen
Bühnen Münster,das Rheinische Landestheater Neuss,das The-
ater Oberhausen,die Westfälischen Kammerspiele Paderborn,
das Teo Otto Theater Remscheid,das Tanztheater Pina Bausch
und die Wuppertaler Bühnen.




Schauspielhaus Bochum
Ein Buch über das Theatermachen
Abschlussbuch zur Intendanz Matthias Hartmann in Bochum 2000 –2005.
352 Seiten,Großformat,Leineneinband mit Schutzumschlag,zahlreiche farbige Abbildungen, €24,90
ISBN 3-89861-4 4 4 -1

Der opulent ausgestattete und optisch überaus beeindruckend
gestaltete Band bringt Erinnerungen und Fakten aus erfolgrei-
chen fünf Jahren und verschafft einen ganz allgemeinen Ein-
blick in die Arbeit eines Theaters, einen Querschnitt durch das
Schauspielhaus Bochum und die Realität hinter dem Vorhang.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Menschen und Phänomene,
die das Wesen einer Bühne prägen,Texte über das Theater und
Texte der namhaften Autoren,deren Stücke in Bochum gespielt
wurden -und das Haus selbst: Bochums Schauspielhaus.
Um das Phänomen Theater und und die Theaterstadt Bochum
geht es auch in den Beiträgen von Lukas Bärfuss,Sibylle Berg,
Tankred Dorst,Albert Ostermaier,Moritz Rinke,Helge Schnei-
der,Botho Strauß und Peter Turrini. Exklusiv für das Abschluss-
buch geschrieben haben sie und andere namhafte Autoren,die
in den letzten fünf Jahren dem Haus nahe standen.


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RevierSport (Hg.)
Der Pott ist rund
Das Lexikon des Revierfußballs
Nachschlagewerk in 2 Bänden
414 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband, € 29,95
ISBN 3-89861-358-5

Band 1: Die Chronik von 1945-2005

Das Ruhrgebiet ist die größte und wichtigste Fußball-Landschaft Deutschlands. Die Dichte von Vereinen, Plätzen und Stadien sucht bundesweit ihresgleichen. Zwischen A2 und A40 reihen sich die fast sagenumwobenen Fußball-Orte aneinander. Die vorliegende Chronik dokumentiert 60 Jahre Fußballgeschichte im Revier: Saison für Saison aus Sicht der Vereine – mit den Abschlußtabellen, den Ergebnissen und Mannschaftskadern ein riesiger Fundus und ein sicheres Nachschlagewerk.
Darüber hinaus ist Fußball gerade im Revier viel mehr als nur ein 1:0. Natürlich gehört zur Mannschaftsaufstellung auch das Spiel, zum Doppelpass der Abschluß und zum Verein die Fans. In unzähligen Bildern, Dokumenten, Anekdoten und Beiträgen entsteht so das eindrucksvolle Panorama dieser Fußball-Landschaft. Am Ende bleibt die Feststellung: Der Pott ist rund!

Ralf Piorr (Hg.)
Der Pott ist rund!
Das Lexikon des Revier-Fußballs
Band 2: Die Vereine  1945 bis 2005
ca. 400 Seiten, zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen, Festeinband, ca. 29,95 €,
ISBN 3-89861-356-9
Der Pott ist rund! Dieser besonderen Topographie ist das zweibändige ›Lexikon des Revier-Fußballs‹ gewidmet.
Im Band 2 werden an die 100 Vereine des Reviers mit ihren Geschichten, Erfolgen und Niederlagen fundiert dargestellt. Manche Klubs gibt es schon längst nicht mehr wie den Duisburger SV, der schon Westdeutscher Meister war, bevor Borussia Dortmund oder FC Schalke 04 überhaupt gegründet worden waren. Andere einst legendäre Vereine der Oberliga West wie die Spfr. Katernberg oder die Emscher Husaren sind dabei in der Versenkung der Bezirks- und Kreisligen verschwunden. Trotzdem gehören diese Traditionsvereine, die irgendwann ihre spezielle Geschichte geschrieben haben, zum Selbstverständnis dieser Region, und gerade die vielen ›Kleinen‹ bekommen im ›Lexikon des Revier-Fußballs‹ einen würdigen Platz neben den vermeintlich Großen.

›Der Pott ist Rund‹ Band 1 und 2 sind auch gemeinsam im Schuber erhältlich: 54,90 €, ISBN 3-89861-361-5




Norbert Silberbach /Stefan Goch
Zwischen Blau und Weiß liegt Grau
Der FC Schalke 04 in der Zeit des Nationalsozialismus
360 Seiten,zahlreiche Abbildungen, Festeinband,€ 17,90
ISBN 3-89861-433-6

Die Erfolge des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 in der Zeit des
»Dritten Reiches « waren beeindruckend::Die Schalker Fußbal-
ler wurden 1934,1935,1937,1939,1940 und 1942 Deutscher
Meister,in der Saison 1937 zugleich Pokalsieger.Zwischen
1934 und 1942 stand der Verein in jeder Saison mindestens in
einem Pokal-oder Meisterschafts-Endspiel.
Wohl gerade wegen dieser Erfolge ist der FC Gelsenkir-
chen-Schalke 04 immer wieder einer besonderen Nähe zum
Nationalsozialismus verdächtigt worden.Sowohl der Verein als
auch Teile der Öffentlichkeit haben dagegen lange das Bild des
unpolitischen Fußballclubs gepflegt,dessen Spieler auch im
»Dritten Reich « eben nur und vor allem Sportler waren..
Das Buch analysiert mit dem erreichbaren überlieferten Quel-
lenmaterial die Verbindung zwischen dem FC Gelsenkirchen-
Schalke 04 und dem Nationalsozialismus.Die dargestellten
Ereignisse,Entwicklungen,Strukturen und zahlreiche biogra-
fische Informationen ergeben ein differenzierteres Bild als die
bekannten pauschalen Zuordnungen.Das Verhalten von Verein
und Vereinsmitgliedern zeigt alle Formen von Mitwirkung,
Anpassung,Unwissenheit und Unverständnis,Indifferenz,Inan-
spruchnahme persönlicher Vorteile bis zu teilweise widerständi-
gem Verhalten gegen das nationalsozialistische Herrschaftssys-
tem:zwischen Blau und Weiß liegt eben Grau.




Dittmar Dahlmann (Hg.)
Überall ist der Ball rund
Geschichte und Gegenwart des Fußballs in Ost-und Südosteuropa
ca.300 Seiten,Abb.,broschiert, ca.€ 22,90
ISBN 3-89861-509-X

Im 20.Jahrhundert trat der Fußball seinen Siegeszug auf dem
ganzen Globus an.Auch Ost-und Südosteuropa ergriff das
Fußballfieber.Spätestens seit den legendären Zeiten der unga-
rischen Nationalmannschaft,die 1953 erstmals der englischen
Fußballnation eine Heimniederlage im Wembley-Stadion
beibrachte,machten Mannschaften aus dieser Region immer
wieder von sich reden.Im europäischen Vereinsfußball waren
traditionsreiche Vereine wie Slavia Prag oder Ferencvaros Buda-
pest schon in der ersten Hälfte des Jahrhunderts präsent.Nicht
erst seit den 1990er Jahren setzen große osteuropäische Spieler
und Trainer in den renommiertesten Fußballclubs Akzente.
Inzwischen möchte kaum eine internationale Spitzenmann-
schaft auf seine osteuropäischen Fußballstars wie Nedved,
Berbatov oder Ševcenko verzichten.
Die Geschichte des Fußballs in Ost-und Südosteuropa ist,bis
auf einige Ausnahmen wie den legendären Verein Dynamo Kiev
oder die Torhüterlegende Lev Jašin,dennoch selbst Fußballex-
perten weitgehend unbekannt.Ein eiserner Vorhang lag auch
über dem Fußballsport,seinen Akteuren und seinem sozialen
Umfeld.Durch die Neuordnung Europas in den 1990er Jahren
eröffnen sich nun neue Perspektiven auf die Sportgeschichte
Ost-und Südosteuropas,die zuvor als hochideologisierter
Bereich offizieller Sportpolitik wahrgenommen wurde.Neben
dem Verhältnis von Sport und Politik gerät dabei zunehmend
auch die soziale und kulturelle Bedeutung des Fußballs in den
Blick der Forschung.




Schalker Fan-Initiative (Hg.)
Die Spitze des Eichbergs
Die schönsten Skandale des FC Schalke 04
ca.144 Seiten,zahlreiche Abbildungen, Broschur,ca.14,90 € ,
ISBN 3-89861-393-3
Wenn man die Floskel der „Skandalnudel der Liga “ heraufbeschwört,,landet man schnell
beim FC Schalke 04.Kein anderer Bundesliga-Verein,der die Emotionen von „himmelhoch
jauchzend “ bis „zu Tode betrübt “ so verkörpert..Kein Klub,der so oft an sich selbst zerbro-
chen ist.Und kein Verein,an dessen Verstand ganz Deutschland ungezählte Male zweifeln
musste.
Sich im Kanal ertränkende Schatzmeister,Bestechungsskandale,Steuerhinterziehungen,
Meineid-Prozesse,ausartende Mitgliederversammlungen,Drei-Tages-Präsidenten,Sonnen-
könige,Intrigenspiele und Verschwörungskrimis:Der FC Schalke 04 hat sie in seiner nun-
mehr 100-jährigen Geschichte alle erlebt – und überlebt..
Und eines wird dem Leser – auch wenn er kein Anhänger dieses verrückten Klubs ist –
schnell klar:Der ganze Wahnsinn,der diesen Verein begleitet hat,wird auf diesen Seiten
komprimiert.Eine Vereins-Chronik der besonderen Art.



Das braune Bonn
Personen und Ereignisse (1925 –1939)
ca.168 S.,broschiert,zahlr.Abb., ca.18,00 € ,
ISBN 3-89861-419-0
Was wissen wir über die Frühgeschichte der Bonner
NSDAP?Wie funktionierte das NS-Regime in Bonn?Wer
waren die Hauptverantwortlichen der Geschehnisse?
Welche Methoden dienten der Machterhaltung?Diesen
Fragen widmet sich der vom Bonner Stadtmuseum he-
rausgegebene Band.Im Mittelpunkt stehen die Struktur,
die Funktionäre und die Handlungsweise der NSDAP in
Bonn.Das Stadtmuseum Bonn versucht seit längerer
Zeit,vielfach in Zusammenarbeit mit privaten Vereini-
gungen,eine Aufarbeitung der Geschehnisse während
des „Dritten Reiches “.Dabei standen bisher die Erfor-
schung und Darstellung der Verfolgung und des Wider-
standes Bonner Bürger und Bürgerinnen im Mittelpunkt
des Interesses.Nun nimmt das Stadtmuseum das
„braune Bonn “ näher in Augenschein..Zu einer verant-
wortungsbewussten Aufarbeitung der Zeit gehört die
Beschäftigung nicht nur mit den Opfern,sondern auch
mit den Verantwortlichen und Tätern.Eine Vorkriegs-
Chronik gibt Einblicke in den Alltag Bonns unter dem
NS-Regime.


Mosche Zimmermann
Wie sieht ein ‚Nazi ‘ aus??
Hollywoods ,Drittes Reich ‘ im Film
Schriften der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets,Heft 15
48 S.,drahtgeheftet, 3,50 € ,
ISBN 3-89861-399-2,
ISSN 1615-4495
bereits erschienen
Kaum einem historischen Themenbereich wurde so viel
Aufmerksamkeit geschenkt wie den Fragen des natio-
nalsozialistischen Deutschlands.Doch was am eindring-
lichsten über das „Dritte Reich “ informiert,,ist nicht das
Wort,sondern das Bild.Und das effektivste,prägnan-
teste und populärste Bild des Dritten Reiches stammt
keineswegs aus Deutschland,sondern aus Hollywood.
Schon während der NS-Zeit konnte Hollywood auf seine
Art nicht nur das Bild der Nationalsozialisten,sondern
letztlich auch das Bild des „ewigen Deutschen “ prägen..
Die Bilder riefen immer auch eine extreme Spannung
hervor,welche die Einstellung des Zuschauers gegen-
über den historischen Themenkomplexen von Drittem
Reich,Verfolgung,Konzentrationslagern,Gestapo und
Widerstand im Allgemeinen beeinflusst hat.Der Um-
gang mit der bildlichen Darstellung der hier assoziierten
Begriffsbereiche bewegt sich zwischen Kontrolle,Selek-
tion und Zensur,zwischen Kunst und Politik.Dieser Um-
gang resultierte zwar aus den Zwängen der Zeit,sollte
im Endeffekt jedoch trotzdem für das zukünftige Bild
Deutschlands und des Deutschen entscheidend wer-
den.
Der Band befasst sich mit der Frage,wie dieses Bild in
den 1940er Jahren entstanden ist,wieso Hollywood
nicht bereits in den 1930er Jahren eine entsprechende
Initiative ergriffen hatte,welche Erwägungen bei der
Produktion der bildlichen Prägungen eine Rolle gespielt
haben und welche Auswirkungen diese Bilder für die
kollektive Erinnerung hatten und immer noch haben.




Bernhard Stier/Johannes Laufer
Preussag AG –
World of TUI
Wege und Wandlungen eines
Unternehmens 1923 –2003
Mit einem Betrag von Susanne Wiborg
und Christopher Kopper
ca.448 S.,zahlr.Abb.,Grafiken und Tabellen,
Festeinband,ca.19,90 € ,
ISBN 3-89861-414-X
Die TUI AG – gegründet 1923 in Berlin als „Preußische
Bergwerks-und Hütten-Aktiengesellschaft “ – hat er--
staunliche Wandlungen vollzogen und einen langen Weg
von der staatlichen preußischen Aktiengesellschaft des
Montanbereichs zum international agierenden Dienstlei-
stungskonzern in den Bereichen Touristik und Schifffahrt
zurückgelegt.Mit Steinkohlebergwerken,Metallerzberg-
werken und -hütten,mit Kalisalzbergwerken,Salinen und
mit der Erdölförderung leistete die alte „Preussag “ einen
gewichtigen,auf Preußen und Deutschland bezogenen
Beitrag zum industriellen – zumal schwerindustriellen –
Auf-und Ausbau der Volkswirtschaft.Das Tourismus-und
Transportgeschäft der „World of TUI “ dagegen steht für
die nach-industrielle Gesellschaft,für ihre spezifischen
Bedürfnisse und für ihr globalisiertes Wirtschaften.Die-
ses Ausmaß an Veränderungen findet sich sonst nur bei
wenigen deutschen Unternehmen vergleichbarer Größe.
Das Buch beschreibt den weiten Weg des Unternehmens
von der „preußischen Bergwerks-und Hütten-
Aktiengesellschaft “ des Jahres 1923 zur „World of TUI “
des beginnenden 21.Jahrhunderts.Es erschließt die Fak-
toren,die diesen großen Konzern geprägt haben und sei-
ne Traditionen ebenso wie seinen spezifischen Charakter
ausmachen.Die Autoren schildern die Gründung und
Entwicklung der „Preußischen Bergwerks-und Hütten-
Aktiengesellschaft “ im wirtschaftlichen und politischen
Kontext der Weimarer Republik.Sie untersuchen die be-
sondere Rolle eines Staatsunternehmens in Zeiten der
nationalsozialistischen Diktatur und sein Agieren in der
deutschen Rüstungs-und in der europäischen Kriegswirt-
schaft.Schließlich verfolgen sie den Wiederaufstieg der
Preussag nach 1945.Dabei stellen sie die erfolgreiche
Expansion in neue Bereiche und die Bewältigung unter-
nehmerischer Krisen vor dem Hintergrund der Entwick-
lung von Volks-und Weltwirtschaft dar.Es wird erstmals
auch die 1959 erfolgte Privatisierung des Staatsunter-
nehmens Preussag und die Resonanz dieses Vorhabens
in Politik und Öffentlichkeit untersucht.
Besonderes Gewicht legt die Darstellung auf das Verhält-
nis zwischen dem Unternehmen und der Politik,denn die
staatliche Eigentümerschaft und die besondere Nähe zur
preußischen Landes-sowie zur Reichs-bzw.später zur
Bundespolitik hat in der Preussag und in ihrer Kultur lan-
ge Zeit tiefe Spuren hinterlassen.Vor allem das Span-
nungsverhältnis zwischen betriebswirtschaftlicher Ratio-
nalität und politisch-gesellschaftlichen Anforderungen
an das Unternehmen wird deshalb ausführlich diskutiert.
Ein abschließender Essay reflektiert die jüngste Umstruk-
turierung und Neuausrichtung,durch die das Unterneh-
men in den letzten Jahren zum größten europäischen
Touristikkonzern wurde.



Angela Berg
Die Internationalen Brigaden im
Spanischen Bürgerkrieg 1936 –1939
Rheinisch-Westfälische Hochschulschriften
Reihe Geschichte,Band 3
308 S.,Abb.,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-418-2
Leidenschaften,Emotionen und Irrationalität prägen
bis heute den Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg
und die Internationalen Brigaden.Dazu zählt sowohl
das Bild der Internationalen Brigaden als „antifaschisti-
sche Helden “,wie auch die Auffassung,dass es sich
bei ihnen um „moskauhörige Söldner “ gehandelt habe..
Ziel des Buches ist,einen entscheidenden Beitrag zur
Versachlichung und Entmythologisierung dieses kontro-
vers diskutieren Themas zu leisten.Dabei stehen die
Mechanismen der Herausbildung dieser Truppe aus zu-
sammen gewürfelten Freiwilligen,ihre internen Ausein-
andersetzungen sowie die vielfältigen Beziehungen zu
ihrer Umgebung im Mittelpunkt.Zum anderen stellt die
Untersuchung die Lebenswirklichkeit der einfachen Sol-
daten und die Handlungsmöglichkeit der Führung dar;
so kommt das Buch einer inneren Wirklichkeit der inter-
nationalen Brigaden auf die Spur,die bislang unbeach-
tet blieb.
Die Studie versteht sich darüber hinaus als Baustein für
die Erforschung der Geschichte der kommunistischen
Arbeiterbewegung.Ansprüche und Wirklichkeit der
kommunistischen Ideologie und ihrer historischen
Handlungsträger werden innerhalb der Internationalen
Brigaden dechiffriert und analysiert.Konkreter als bis-
her und ohne Vorbehalte fragt Angela Berg nach den
Zielen deutscher kommunistischer Entscheidungsträger
in Spanien,wie sie diese zu realisieren versuchten und
auf welche Grenze sie dabei stießen.


Stefan Klemp
„Nicht ermittelt “
Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz
Ein Handbuch
Schriften der Villa ten Hompel – Band 5
504 S.,Festeinband,Abb., 29,90 € ,
ISBN 3-89861-381-X
bereits erschienen
In der zeithistorischen Forschung wird immer deutlicher die
Rolle der Ordnungspolizei im Vernichtungskrieg in Osteuropa
hervorgehoben.Bisher fehlte eine Gesamtdarstellung zu
diesem Thema.Mit der vorliegenden Arbeit wird diese For-
schungslücke weitgehend geschlossen und erstmals eine
umfassende Darstellung über Polizeibataillone veröffentlicht,
die sowohl die Geschichte der Einheiten als auch die der
Aufarbeitung ihrer Verbrechen durch die Justiz nach 1945
berücksichtigt.
Stefan Klemps Untersuchung verfolgt daher eine doppelte
Fragestellung:Wie und in welchem Umfang waren Polizeiein-
heiten an der Massenvernichtung von Menschen im Zweiten
Weltkrieg beteiligt?Welche Rolle spielten sie dabei?Waren sie
Vorreiter oder doch nur Erfüllungsgehilfen für Hitler,Himmler,
Heydrich und Göring?Und zweitens:Inwieweit sind Täter aus
den Reihen der Ordnungspolizei für ihre Beteiligung nach 1945
zur Rechenschaft gezogen worden?Wie haben Staatsanwalt-
schaften ermittelt?Wer waren die Täter?Was wurde aus ih-
nen nach 1945?
Die Studie bietet die Möglichkeit,sich einen Überblick über
beide Bereiche zu verschaffen und entsprechende Quellen zu
finden.Dabei werden auch die Einsätze von Polizeibataillonen
im Westen mit einbezogen,die von der Forschung bisher nur
in geringem Umfang dokumentiert worden sind.
Die Studie Klemps ist das Ergebnis einer imposanten Recher-
cheleistung innerhalb eines Langzeit-Forschungsprojekts und
wird gegenüber den bisherigen Werken zum Thema schnell
Handbuchcharakter gewinnen.Seine neue,umfangreiche Tat-
sachendokumentation zeichnet ein genaueres Profil von der
Ordnungspolizei während des Dritten Reiches im allgemeinen
und erhellt das Wirken der Polizeibataillone im besonderen.
Mit detektivischem Spürsinn hat Stefan Klemp Ermittlungsver-
fahren ausgewertet und dabei erhebliche Versäumnisse der
Ermittler aufgedeckt.



Wolfgang Gippert
Kindheit und Jugend in Danzig 1920 bis 1945
Identitätsbildung im sozialistischen und im konservativen Milieu
552 S.,brosch,Abb.,ca.29,90 € ,
Wolfgang Gippert untersucht Kindheit,Jugend und frü-
hes Erwachsenenalter in der Hafenstadt Danzig zwi-
schen 1920 und 1945:Unter welchen ortsspezifischen
und zugleich soziokulturell unterschiedlichen Bedingun-
gen,so die Fragestellung des Buches,hat sich das Auf-
wachsen von Kindern und Jugendlichen in Danzig zur
Freistaatszeit und während des Zweiten Weltkrieges
vollzogen und welche Bedeutung hatten diese Bedin-
gungen für die Persönlichkeitsentwicklung der Heran-
wachsenden?
Es geht dabei vorrangig um die Analyse der Alltags-
realität von Kindern und Jugendlichen in ihren Wohn-
quartieren,in ihren verschiedenen Lern-und Lebensbe-
reichen sowie um die sozialen Beziehungen zu Eltern,
Geschwistern,Verwandten,Nachbarn,Freunden und
Lehrern.Welche politischen und moralischen Grund-
orientierungen haben sich herausgebildet und wie ha-
ben die Heranwachsenden einschneidende gesellschaft-
liche Entwicklungen,politische Ereignisse und Verände-
rungen subjektiv verarbeitet?
Danzigs Verzahnung mit Polen und eine als „Mikrokos-
mos “ des Deutschen Reichs bezeichnete politische
Landschaft boten in der Zwischenkriegszeit historisch
einmalige Sozialisationsbedingungen.Ein besonderes
Augenmerk gilt zudem der Frage,wie sich die verschie-
denen Bevölkerungsgruppen in unterschiedlicher Art
und Weise mit dem sich in Danzig nur allmählich aus-
breitenden Nationalsozialismus auseinandersetzten,
sich mit ihm arrangierten oder sich verweigerten.Mit
welchem Mitteln und Methoden gelang es den National-
sozialisten schließlich,ihre Vorstellungen von Erziehung
institutionell umzusetzen und somit in die Alltagswirk-
lichkeit von Kindern und Jugendlichen einzudringen,sie
zu verändern und zu kontrollieren?



Andreas Geißler
Nichtstaatlicher Bahnbau in Pommern
und Westfalen 1880-1914
Regionale Schieneninfrastrukturpolitik
in den preußischen Provinzen Pommern
und Westfalen im Vergleich
401 S.,brosch.,39,90 € ,
ISBN 3-89861-412-3
In den Jahren 1879/80 ordnete der preußische Staat
seine Eisenbahnpolitik grundlegend neu:Zum einen
wurden innerhalb kurzer Zeit fast alle überregionalen
Privatbahnen verstaatlicht,zum anderen begann der
Staat mit der Verdichtung des Eisenbahnnetzes in der
Fläche durch den Bau eigener Sekundär-bzw.Neben-
bahnen.
Dennoch blieben auf der regionalen Ebene nichtstaatli-
che Bahnbauten als Ergänzung zum staatlichen Engage-
ment weiter möglich.In großem Umfang wurden nicht-
staatliche Projekte nach 1892 realisiert,als mit dem
preußischen Kleinbahngesetz günstige gesetzliche Rah-
menbedingungen geschaffen worden waren.Diesem
bislang nur wenig beachteten Aspekt der regionalen
Wirtschafts-und Politikgeschichte widmet sich die ver-
gleichende Studie auf breiter Quellenbasis.Am Beispiel
der beiden Provinzen Pommern und Westfalen wird be-
schrieben,wie die Akteure vor Ort in den Jahrzehnten
bis zum Ersten Weltkrieg die Handlungsspielräume für
nichtstaatliche Bahnbauten nutzten.Besonderes Augen-
merk richtet der Autor auf die Rekonstruktion der Ent-
scheidungsprozesse und Finanzierungsmodelle.Der
große Kreis der Akteure --Staat und Regierung,Provin-
zen,Kreise,Gemeinden sowie Unternehmen mit jeweils
spezifischen Interessen --erhält klare Konturen.Dabei
führt der direkte Vergleich zu überraschenden Ergebnis-
sen:Die unterschiedliche Tragfähigkeit der in Pommern
und Westfalen entwickelten Konzepte tritt deutlich her-
vor.



Klaus Brülls/Winfried Casteel (Hg.)
„Schafft die Einheit “
Aachen 1945: Die freien deutschen
Gewerkschaften werden gegründet
ca.100 S.,broschiert,Abbildungen, ca.9,90 € ,
ISBN 3-89861-445-X
Im März 1945 gründeten Gewerkschafter in Aachen die
ersten freien Gewerkschaften zu einem Zeitpunkt,als
in weiten Teilen des übrigen Deutschland der Krieg noch
im Gange war.Selbst im Widerstand gegen den Natio-
nalsozialismus gestanden war für ihr Gesellschaftsver-
ständnis die Überzeugung prägend,dass nur durch eine
unabhängige und freie Interessenvertretung der Arbeit-
nehmer und Arbeitnehmerinnen die Demokratie eine
neue Chance in Deutschland bekäme.Gelernt werden
sollte aus den Fehlern der Vergangenheit:Die Zersplit-
terung der Richtungsgewerkschaften sei zu überwinden,
eine getrennte Interessenvertretung von Arbeitern,An-
gestellten und Beamte habe der Vergangenheit anzuge-
hören und eine starke gewerkschaftliche Zentralorgani-
sation habe eine machtvolle Durchsetzungskraft sicher
zu stellen.
Von den Hoffnungen,alltäglichen Aufgaben,politischen
Vorstellungen der Aachener Gewerkschaftsgründer er-
zählt die vorliegende Broschüre,die von der Gewerk-
schaftsgründung in Aachen 1945 eindrucksvoll berich-
tet.Zu Wort kommen die Besatzungsoffiziere und Ge-
werkschaftsgründer,erläutert wird das erste Programm
und zugleich ist bereits von den ersten politischen
Schwierigkeiten die Rede,gewerkschaftliche Positio-
nen in der Nachkriegszeit durchzusetzen.




Manfred Rasch/Dietmar Bleidick
Technikgeschichte im Ruhrgebiet
Technikgeschichte für das Ruhrgebiet
992 S.,Festeinband,39,90 € ,
ISBN 3-89861-376-3
bereits erschienen
52 Beiträge beleuchten facettenreich die Technikent-
wicklung der letzten 200 Jahre im Ruhrgebiet.Neben
den klassischen Themen Bergbau,Stahlindustrie und
Maschinenbau von den Anfängen bis zum Computerzei-
talter (Einsatz von Leitrechnern auf Hüttenwerken)wer-
den u.a.die Textilindustrie (von Brügelmann bis Steil-
mann),die Life Science (Solebäder)und die Medizin-
technik behandelt.Ist das Bild von Technik und Lebens-
welt in Kunst und Kultur geprägt von Realität,Vision
oder Verklärung?
Beiträge zur Wissens-und Innovationslandschaft,zu
Schifffahrt und Werksbahnen,zu privaten Fernsprech-
netzen,zu den Wirtschaftarchiven,den Industriemu-
seen,der Industriearchäologie und der Denkmalpfle-
ge dieser Region sowie zum Lehrstuhl für Technikge-
schichte an der Ruhr-Universität Bochum runden
den Band ab.


Klaus Herding/Thomas Zaunschirm
Rudolf Knubel
Works on Paper
1971 –2004
94 S.,zahlr.farb.Abb.,brosch., 29,90 € ,
ISBN 3-89861-400-X
bereits erschienen
Rudolf Knubel ist Bildhauer,Maler,Fotograf,Zeichner
und Bühnenbildner.„Works on Paper “ zeigt nun einen
Querschnitt seines Werkes.Einen Großteil nehmen
dabei Knubels Werke zu den Terroranschlägen des
11.September 2001 ein,in welchen er Fotografien der
Anschläge verarbeitete.Im Herbst 2004 wurden diese
Bilder in Amerika unter dem Titel „Ground Zero,World
Trade Center – New York City “ ausgestellt..Gewidmet
hat Rudolf Knubel die Werke den Opfern des 11.Sep-
tembers und deren Familien.
Ergänzt wird der Bildband durch Zeichnungen und
Fotografien Knubels aus den Jahren 1971 bis 1997
und Essays von Klaus Herding und Thomas Zaunschirm
(incl.englischer und französischer Übersetzung)zum
Künstler.
Rudolf Knubel ist heute Professor im Ruhestand des
Fachbereichs Kunst und Design an der Universität Duis-
burg-Essen.Seine Werke wurden in vielen Museen in
Deutschland (z.B.in Hannover oder Düsseldorf)und im
Ausland (u.a.im Goethe-Institut in Los Angeles)ausge-
stellt.



Petra Kamburg/Jürgen Wilbert (Hg.)
Gedankenflug
Aphorismen &Illustrationen
ca.100 S.,Abbildungen,broschiert, ca.12,90 € ,
ISBN 3-89861-435-2
Aphorismen?Aphorismen!Sie sind bisweilen bissig,
mitunter witzig,meist satirisch-kritisch und kämpfen
häufig (vergeblich?)gegen den Zeitgeist.Sie übertrei-
ben oder untertreiben in der Regel maßlos,bringen es
aber stets auf den Punkt.In jedem Fall kamen sie zu
kurz – genau das hat sich jetzt geändert..
Im Rahmen des 1.bundesweiten Aphoristikertreffens –
veranstaltet von vhs und Stadtmuseum Hattingen –
haben sich rund vierzig Aphoristiker/innen vom 4.bis
6.November zu einem Gedankenflug und Erfahrungs-
austausch über selbstverfasste und andere Sentenzen
zusammen gefunden.Im Rahmen von Vorträgen disku-
tierten der bekannte Aphorismenforscher Dr.Friede-
mann Spicker und Prof.Ulrich Jost (Lichtenberg-Gesell-
schaft)die Positionen der aktuellen Aphorismusdiskus-
sion.Die Literaturwissenschaftlerin Marit Rullmann
erörterte die Frage:„Der Aphorismus – der männliche
Zweig in der Literatur?“ Manfred Mack vom deutschen
Poleninstitut und der polnische Aphoristiker Leszek
Szaruga erinnerten an den Stellenwert,den insbeson-
dere der gesellschaftskritische Aphorismus in der
polnischen Literatur einnimmt.
Aber was ist heutzutage das Wort ohne Bild?Die scharf-
sinnige Beobachtungsgabe,das analytisch-kritische
Bewusstsein für gesellschaftliche Entwicklungen,die
humorvolle,bisweilen kabarettistische und vor allem
selbstironische Note des Ausdrucksvermögens -eben
den Aphorismus – haben im Rahmen eines Wettbewer-
bes Künstler und Künstlerinnen ins passende Bild ge-
setzt.Die prämierten Arbeiten sind in dieser Publika-
tion ebenso abgebildet,wie die Illustrationen des be-
kannten polnischen Karikaturisten Zygmunt Janu-
szewski,dem parallel zum Treffen die Ausstellung
„Unfrisierte Gedanken “ im Stadtmuseum gewidmet
war.



Stephan Alexander Vogelskamp/Roland Günter
Das süße Leben
Der neue Blick auf das Alter
und die Chancen schrumpfender Städte
Mit zahlreichen Forografien von Hilmar Pabel
„Einmischen und Mitgestalten “–Eine Schriften-Reihe des
Deutschen Werkbundes Nordrhein-Westfalen –Band 1
184 S.,70 Abbildungen,broschiert,
ca.22,00 € ,ISBN 3-89861-438-7
erscheint Januar 2005
Wir erfahren in den Talk-Shows:Junge werden gegen
Alte mobilisiert.Können wir uns diesen Bürger-Krieg
leisten?
Diese Gesellschaft sollte begreifen:Der größte Fort-
schritt in der Menschheits-Geschichte ist die handfeste
Tatsache,daß Menschen heute mit einiger Wahrschein-
lichkeit alt werden können – und dies mit nicht all zuviel
Sorgen.
Arbeiten wir also daran,die Möglichkeiten des Alters
besser zu nutzen.Dafür sollten wir Städte bereit stellen,
wo es auf Plätzen und in vielen Szenerien eine Lust ist,
sich zu treffen – und dort auch etwas zu tun..
Wenn die Umkehrung der Alters-Pyramide gutgehen
will,muß die Gesellschaft sich erheblich am Riemen
reißen:Sie darf vieles nicht mehr dem Laufen-Lassen
überlassen.
Sie muß sich Ziele setzen.
Und sie muß die Wege dorthin organisieren.Dieses
Buch malt ein neues Bild Dritter Lebens-Zeit und
skizziert erste Schritte:Das süße Leben.



Thomas M.Scanlon
Political Equality/Politische Gleichheit
mit weiteren Beiträgen von Rainer Forst,Herlinde
Pauer-Studer,Gesine Schwan,Brigitte Zypries
Hrsg.von Julian Nida-Rümelin und Wolfgang Thierse
Philosophie und Politik VIII
ca.120 Seiten,broschiert, ca.12,90 € ,
ISBN 3-89861-432-8
Die Reihe „Philosophie und Politik “ gibt der praktischen
Politik Impulse aus der politischen Philosophie.Führen-
de Politikerinnen und Politiker der deutschen Sozialde-
mokratie antworten auf die Anstöße aus philosophi-
scher Sicht.
Thomas M.Scanlon diskutiert in dem Band die Bedin-
gungen,unter denen Gleichheit politisch relevant und
ethisch begründet ist.Scanlon ist einer der profiliertes-
ten zeitgenössischen Philosophen im Bereich der Ethik
und der politischen Theorie.Er zählt zu den so genann-
ten New Contractarians,also den Theoretikern,die mit
und gegen John Rawls Gerechtigkeitstheorie zur Renais-
sance des Vertragsargumentes in der politischen Philo-
sophie beigetragen haben.Damit wurde eine Denkfigur
wiederbelebt,die am Beginn der modernen europäi-
schen Demokratie steht,die die Begründung politischer
Ordnungen an individuelle Rationalität bindet und alle
Bürger als gleiche und freie einbezieht.



Institut für Kulturpolitik
der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.)
Jahrbuch für Kulturpolitik 2005
Band 5
Thema:Kulturpublikum
Kulturstatistik,Chronik,Literatur,Adressen
Redaktion:Bernd Wagner und Norbert Sievers
ca.420 Seiten,ca.19,90 € ,ISBN 3-89861-449-2
Welche Auswirkungen hat der Strukturwandel der kultu-
rellen Öffentlichkeit auf die kulturellen Institutionen und
wie reagieren diese auf den gesellschaftlichen Wandel
und veränderte Interessen und Bedürfnisse des Publi-
kums?Das ist die zentrale Fragestellung des Jahrbu-
ches.
Im ersten Block werden verschiedene Aspekte der Ver-
änderung beim Kulturpublikum und in der kulturellen
Öffentlichkeit diskutiert,unter anderem der Wandel des
Kulturverständnisses und kultureller Präferenzen bei
verschiedenen Generationen und sozialen Gruppen,
die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf
die kulturelle Nachfrage,die Folgen der Finanznot der
öffentlichen Haushalte für die Neuorientierung der
Kulturpolitik.
Im darauf folgenden Block werden Ergebnisse von Stu-
dien zur Zeitnutzung aus der Freizeit-,Massenkommuni-
kations-und empirischen Kulturforschung vorgestellt
und spartenspezifische Fachstatistiken bezogen auf
Veränderungen der Besucherstruktur ausgewertet.
Den abschließenden Block bilden Beiträge zum Kultur-
marketing und zur Besucherorientierung in verschiede-
nen Sparten.
AutorInnen sind u.a.Susanne Binas,Rolf Bolwin,Max
Fuchs,Hermann Glaser,Susanne Keuchel,Armin Klein,
Dieter Kramer,Horst Opaschowski,Wolfgang Ruf,Mi-
chael Söndermann,Richard Stang,Andreas Wiesand,
Christina Weiss und Ulf Wuggenig.
Zusätzlich zum Schwerpunkt enthält das Jahrbuch Bei-
träge zur Kulturstatistik,eine kulturpolitische Chronik
und kulturpolitische Bibliographie des Jahres 2004
sowie wichtige Adressen zur Kultur und Kulturpolitik.



Michael Haerdter
amphibische zonen
Dokumentation der Kulturpolitischen Gesellschaft, Band 64
302 Seiten,broschiert, € 15,00
ISBN 3-89861-451-4
Die Visuellen Künste und das Theater,Tanz und Perfor-
mance Art,Kunst-und Geistesgeschichte,Kulturarbeit
und Kulturpolitik:Die für diesen Band ausgewählten
Schriften – Essays,,Berichte,Vorträge – reflektieren die
Tätigkeit ihres Autors als Dramaturg am Schillertheater ,
als Präsidialsekretär der Akademie der Künste ,als Grün-
der und Leiter des Künstlerhauses Bethanien in Berlin
während der zurückliegenden Jahrzehnte.Sie sind Zeug-
nis der kulturpolitischen Arbeit von Michael Haerdter als
Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft von der ers-
ten Stunde an.Und sie weisen ihn als wachen Zeitge-
nossen,Europäer,Weltbürger aus.
amphibische zonen ist ein Plädoyer für das notwendige
Überschreiten und Überwinden von Grenzen,für die Ar-
beit in kreativen Übergangszonen zwischen den Sparten
und Kulturen.Neigung und Beruf haben Michael Haerd-
ter zu einem Freund und Parteigänger der Vielfalt ge-
macht,zu einem entschiedenen Gegner der geistigen
Homogenität und des unheilvollen Trends zur Monokul-
tur.Wer mit ihm Kulturen als Ökosysteme begreift,als
empfindliche,dem Prozess des Werdens,Sich-
Wandelns und Vergehens unterworfene Lebewesen,
wird sich dem Bekenntnis des Autors zur nachhaltigen
Mitverantwortung aller für die Welt in unserer Wende-
zeit anschließen.
amphibische zonen ist ebenfalls das Resultat eines Pro-
zesses:Die in den Beiträgen entwickelten Gedanken
und Überzeugungen sind aus der Praxis des Autors im
Umfeld der Künste entstanden und haben sie begleitet.
Ein Prozess der Suche also,der Suche nach Orientie-
rung.Damit sind sie zugleich eine Einladung zum Dialog
mit den Lesern.





Stadt Gelsenkirchen
Klezmer –hejmisch und hip
Musik als kulturelle Ausdrucksform
im Wandel der Zeit
Dokumentation zur Ausstellung
108 Seiten,zahlreiche,zum Teil farbige Abbildungen,
drahtgeheftet,mit beigelegter CD, 17,90 € ,
ISBN 3-89861-379-8
bereits erschienen
hejmisch – Jahrhunderte lang war die Klezmermusik die
traditionelle Fest-und Feiermusik der aschkenasischen
Juden insbesondere in Osteuropa.
hip – Seit rund zwanzig Jahren erlebt diese Musik ein
Revival rund um den Globus,wird ein Teil der modernen
Musikkultur.
Klezmermusik ist begeisternd,tanzbar,ausdrucksstark.
Der Blick in die Geschichte dieser Musik über Jahrhun-
derte und weite geografische Räume zeigt beispielhaft,
dass Musik ein wichtiger Bestandteil unserer Gesell-
schaft ist und in ständiger Wechselbeziehung mit sozia-
len und auch politischen Entwicklungen steht.
Historische und aktuelle Informationen in Bild,Text und
Ton präsentieren anschaulich die vielfältige weltweite
Diskussion zum Thema.


Justus Cobet (Hg.)
Der neue Scheinwerfer
Essener Blätter für Kultur &Literatur
DIE KLEINE FORM
Universität Essen
Ein Querschnitt aus den ersten acht Jahren
151 S.,broschiert,zahlreiche Grafiken,
12,00 € ,ISBN 3-89861-397-6
bereits erschienen
Aus dem Inhalt:
•Kleine Form:Was nun?
•Eberhard Passarge:Die DNA des Neandertalers.
Zur Evolution des Menschen
•Franz-Josef Nocke:Vom unbewegten Beweger zum
mitleidenden Gott.Wandlungen in der Theologie
•Dieter Sturma:Bildung und Menschenrechte
•Werner Nienhüser:Betriebliche Weiterbildung –
Wissen ist Macht?
•Wolfgang Hinte:Sind wir eigentlich gut erzogen?
•Rüdiger Brandt:waz man dautscher puech phlag/
dw stent nur von ritter tat –Gibt es ein mittelalter-
liches ‚Erbe ‘ der Ständeklausel??
•Ulrich Schmitz:„Hier perfekt.“ Heikle Kohärenz
in Text-Bild-Gefügen
•Ursula Renner:„Konsul Sandberg “ von
Edvard Munch und der Blick der Subversion
bei Günter Eich
•Winfried Delang:Computergestütztes Messen –
Monsieur Fourier läßt grüßen
•Sargut Sölçün:Liebe auf Türkisch –
Die Deutschlandbilder zweier türkischer Lyriker
•Christine Hatzky:Ich,Reyita.Afrikanische Diaspora
in Kuba
•Wilfried Loth:Was ist Zeitgeschichte?
•Wolfgang Rueß:Prozesse mit Gedächtnis.
Wie beeinflusst die Vergangenheit die Zukunft?
•Martin Hoelscher:Architektur,Stadtplanung,Land-
schaftsarchitektur.– Aufgaben und Kompetenzen
in der schrumpfenden Stadt
•Die Autoren
•Acht Jahre Die Kleine Form


Barbara Kaufhold
Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr
herausgegeben vom Salomon Ludwig
Steinheim-Institut für deutsch-jüdische
Geschichte
352 S.,Abb.,brosch., 19,90 € ,
ISBN 3-89861-267-8
bereits erschienen
Seit fast 500 Jahren leben Juden in Mülheim an
der Ruhr,als geduldete Minderheit,als freie
oder als ihrer Rechte beraubte Bürger.Dieses
Buch führt durch die Jahrhunderte – von den ers--
ten Ansiedlungen bis zur Emanzipation und der
Blüte der Gemeinde im späten 19.und frühen
20.Jahrhundert.In der Moderne bis 1945 inter-
essieren besondere Themen wie:Bauliche Spu-
ren heute;Diskriminierung und Verfolgung;Per-
sönlichkeiten;Zeitzeugen hier und in aller Welt.
Ein packender Überblick mit zahlreichen Doku-
menten und Abbildungen sowie einer erweiter-
ten Namensliste.



Jubiläum, Jubiläum
Zur Geschichte öffentlicher und privater Erinnerung
320 S., Br., € 19,90
3-89861-206-6

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"Das ist das Licht der neuen Zeit"
Erinnerungen an den 22 wöchigen Streik der Crimmitschauer Textil-
arbeiterinnen und Textilarbeiter im Jahre 1903/4 für den Zehnstundentag und dem
SPRECHCHORWERK zum Streik von Bruno Schönlank
und der Revue der Theatermanufaktur Berlin:
"Wenn wir schaffen für den Herrn, haben sie uns alle gern."
von Otto Zonschütz unter Verwendung von Originaltexten und -liedern
sowie Texten von Bertolt Brechtund Adolf Glasbrenner

sowie zahlreichen Gruppenbildern der Streikenden
herausgegeben von Udo Achten
im Auftrage der IG-Metall, Vorwort Jürgen Peters
ca.100 S., hLn., € 14,90


scroll
 Soziokultur und  ihre Förderung
 durch die Länder
322 S., Br., € 14,00
 Szenografie
in Ausstellung und Museum
232 S., Br., € 29,90
 [Bei der Erforschung der Vorgeschichte
eines Bauerhofes bei Kaarst geht es bis
in die Steinzeit zurück]
Die Leute vom TUPPENHOF
518 S., Gb., € 24,90
scroll
 Schmidt-Rutsch: Im Strom der technischen
Revolution: Ludwig Henz
Vom Wasserbau-Techniker an
der Ruhr zum Eisenbahndirektor
in Preußen 1798 – 1860
74 S., Br., € 8,90
 Nattermann: Deutsch-jüdische
Geschichtsschreibung nach der 
Shoah - Die Gründungs- 
und Frühgeschichte des 
Leo Baeck Institute
256 S., Br., € 24,90
Duane Michals: The theatre of real life
 Das Theater des  täglichen Lebens
Photo Stories in Duisburg
150 Seiten, Festeinband, 138 Fotos
deutsch/englisch, € 19,80
scroll
 W. Lehmbruck in Duisburg
ca. 90 S., Br., € 17,00
 Baroth
Aber es waren schöne Zeiten
Geschichten aus dem Ruhrgebiet
Hörbuch-CD, 70 Min., € 14,95
 Labonté: 100 Schalker Jahre
 Das Hörbuch
CD, ca. 65 Min., € 14,95
scroll
 Cakir /Jungk: Sternstunden
Management-Handbuch 
für Zuwanderer-Vereine
mit  Mustertexten und Checklisten
200 S., Br.,+CD , € 14,90
 SPUREN - SLEDY
 Ausstellungskatalog
€ 19,80
 Berke  /Hirschmann: 
Erlebnis Motorrad: Rheinland 
160 Seiten, Br., € 12,90
scroll
 elettricita
 Prokopewna /Belkowez
 Gescheiterte Hoffnungen 
Das deutsche Generalkonsulat
in  Sibirien
1923-1938, 144 S., Gb., € 19,00
 Soziokultur und  ihre Förderung 
durch die Länder
280 S., Br., € 14,00 
scroll
 Molder, Harald /Patten, Melanie:
Operation Hurricane 
Gb., € 18,00
Revier Atelier 1  Werner Thiel
 96 S., Gb.,  zahlr. Abb., € 24,90 
 Reform – Reformation –  Säkularisation
 Frauenstifte in Krisenzeiten
 320 S., zahlr. Abb., Br., € 22,90
scroll
 Holthusen: Architekturführer
Zeche Zollern 2/4
80 S., Br., zahlr. Abb., € 14,90
 Im Schatten des Krieges
Ruhrbesetzung 1923
Gb., € 24,90
 Tetzner: Frierende  Mit Zeichnungen
und Holzdrucken von  Heinz Tetzner
 96 S., Br., zahlr. Abb., € 14,90
scroll
 Massenhaftes Töten
Kriege u. Genozide i. 20. Jahrhundert
[Beitr. z. Hist. Friedensforsch. 2]
414 S., Br., € 22,00
 Moritz: 
Lexikon der rußlanddeutschen  Literatur
206 Seiten, broschiert, € 14,90 
 Reto Krüger: 
Nach der Antike
Gb., € 24,80
scroll
 Geschmackssachen. Kulinarisches
in sechs Gängen. Hrsg. v.Rheinischen
Industriemuseum, 6 Bde € 29,80
Noltenius: Bertolt Brecht 
& Hans Tombrock, €  14,90
 Gasometer Oberhausen
148 S., Großformat, Festeinband,
mit zahlr. farb.  Abb., € 17,90
scroll
 Heike van Hoorn
Neue Heimat im Sozialismus
Umsiedlung und Integration 
sudetendeutscher „Antifa“-
Umsiedler in der SBZ/DDR
400 S.. Br., € 19,90
  Überlieferung der Diktatur
 Pb   €  22,90
[Triest vor dem 1.Weltkrieg]
Kultur-Nation-Milieu
scroll
Josef Albers Museum
ca. 90 S., Br., € 17,00
Blaue Reliefs von Yves Klein
im Gelsenkirchner Musiktheater
ca. 90 S., Br., € 17,00
Zaunschirn:
Kunstwissenschaft - Eine Art
Lehrbuch, 288 S., Br., € 17,00
scroll
 ephemer_temporär_provisorisch
Schr.6, Inst. Kunst u.Designwiss.,
Br.,  € 19,00
 Papierzeit
KATALOG Br., € 15,30
 Papier macht's möglich
Geschichten zur Papierverwendung
Br., € 5,00
scroll
 Zöpel: Weltstadt Ruhr
Br., € 9,90 
Zaunschirn: [Kunstgeschichte
- was sonst?]  284 S., Br., € 17,50
Kirchenbau: Romanik in
Westfalen
scroll
 Stadtkultur und frühe
Hof-Kultur in der Renaissance
Pb, € 19,90
 Mural Global
[ Wem gehört die Welt ]
Weltweite Wandmalerei
160 S., Bildband, € 20,00
 Düchting: Konzeptuelle
Selbstbildnisse, Br., € 34,80
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 Vom Nullpunkt zur Wende
Lesebuch
2., erweiterte Auflage
€  11,00 
 Habt den Mut zu menschlichem Tun
  Die Jüdin und Demokratin
Jeanette Wolff in ihrer Zeit
    (1888-1976)
168 S., Br., € 17,90
Zittartz-Weber:
Zwischen Religion und
Staat [Jüdische
Gemeinden in den preussischen
Rheinprovinzen 1815-1871]
Kt 35,00 
scroll


Spuren – Sledy
Deutsche und Russen in der Geschichte
ISBN 3-89861-264-3
208 Seiten, durchgehend farbig, Festeinband, € 19,90
Ausgehend von den „Spuren“ in der Gegenwart, wie Erinnerungsorten, Gebäuden, Personen, Kunstwerken oder Gemeinschaftsprojekten, bietet der reich illustrierte Band einen Überblick über 200 Jahre deutsch-russischer Geschichte. Die Vielfalt der „Spuren“ aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft verdeutlicht, dass sich die deutsch-russische Geschichte nicht auf Krieg und Diktatur reduzieren lässt. Beide Länder sind Mitglieder im europäischen Haus, und der Blick auf die Entstehungsgeschichte der Gegenwart sowie historische Gemeinsamkeiten hilft, Brücken in die Zukunft zu schlagen.
Der Band ist zugleich ein Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Bonner „Haus der Geschichte“. Entstanden ist das Projekt in einer engen Kooperation der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit dem Staatlichen Historischen Museum in Moskau, wo die Ausstellung im Anschluss an ihre Station in Bonn präsentiert werden soll.
„Spuren – Sledy“ steht im Kontext der zwischenstaatlichen Kulturvereinbarung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und Staatspräsident Wladimir Putin für die Jahre 2003 und 2004 zu zahlreichen deutsch-russischen Kulturbegegnungen anregt. Zugleich kann die Ausstellung als ein Beitrag zu unserer Reihe „Deutschland und seine Nachbarn“ verstanden werden. Das Projekt nimmt das Anliegen des deutsch-sowjetischen Vertrags über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit vom 9. November 1990 auf, der das Ziel postuliert, an die „guten Traditionen“ einer „jahrhundertealten Geschichte anzuknüpfen“ und „durch Verständigung und Versöhnung einen gewichtigen Beitrag zur Überwindung der Trennung Europas zu leisten“.


Ulrich Homann / Ernst Thoman
Als die Ente Amok lief
Geschichten aus den ersten 10 Jahren Fußball-Bundesliga 1963–1973
182 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Festeinband, Großformat, € 9,95
ISBN 3-88474-443-7




aus: Hein u.a.: Elettricità  € 21,90
Maria Eva Hein / Heidi Lerche-Renn / Peter Ulrich Hein
Elettricità - Sexuelle Elektrizität
144 Seiten, zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig, Festeinband, € 21,90
Dieser Band erzählt in einer Abfolge von Bildern und
Textfragmenten die Geschichte eines interdisziplinären
multimedialen Theaterprojektes. Dem Leser erschließt
sich der Futurismus als eine ebenso problematische wie
nachhaltige Epoche der europäischen Avantgarde, die
das postdramatische Theater inspiriert, zugleich aber zur
kritischen Auseinandersetzung herausfordert

scroll
Die frühe römische Kaiserzeit im Ruhrgebiet, 250 S., Gb., €   19,90




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