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NEUERSCHEINUNGEN
/ Berlin-Non-Books
/ Dresden-Non-Books
Detlef Bald (Hrsg.), Jakob Knab
(Hrsg.)
"Die Stärkeren im Geiste"
Zum christlichen Widerstand
der "Weißen Rose"
230 Seiten, € 19,95
978-3-8375-0660-0
Der Widerstand der Weißen
Rose ist einzigartig. Er weist auf die politischen Grundwerte wie die Würde
des Menschen, die umfassenden Freiheitsrechte sowie auf dei Grundsätze
des demokratischen Rechtsstaates. Die Weiße Rose war die einzige
Gruppe im Widerstand, die die unwürdigen Pogrome und die Vernichtung
der Juden anklagte. Ihre Beweggründe waren in einer tiefen christlichen
Gläubigkeit verankert. Schon in den Flugblättern stellte sie
das NS-Regime als "das Böse" an den Pranger. Sie wollte das deutsche
Volk wach rütteln. Die Weiße Rose überwand konfessionelle
Grenzen, um sich für eine gute Ordnung einzusetzen. Im Vertrauen auf
diese innere Kraft gewann sie den Glanz, der bis heute Zeichen setzt, Zeichen
der Hoffnung. Das Buch folgt diesen Spuren.
Volkhard Knigge (Hrsg.), Rikola-Gunnar Lüttgenau
(Hrsg.), Jens-Christian Wagner (Hrsg.)
Zwangsarbeit
Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
264 Seiten, zahlr. Abb., € 19,95
978-3-8375-0706-5
Der reich illustrierte Band erzählt
erstmals die gesamte Geschichte der NS-Zwangsarbiet und ihrer Folgen nach
1945. Zwangsarbeit, so die zentrale Aussage, war ein Massenphänomen:
20 Millionen Menschen mussten während des Zweiten Weltkrieges in fast
ganz Europa Zwangsarbeit für das nationalsozialistische Deutschland
leisten. Und das Buch verdeutlicht, wie die Zwangsarbeit von Beginn an
Teil der rassistischen Gesellschaftsordnung des NS-Staates wurde: Die propagierte
"Volksgemeinschaft" und die Zwangsarbeit der Ausgeschlossenen – beides
gehörte zusammen. Der Band präsentiert zahlreiche bislang unbekannte
historische Fotos und Dokumente. Ergänzende systematisierende wissenschaftliche
Beiträge namhafter Autoren wie Dieter Pohl, Dietmar Süß
und Constantin Goschler bieten einen vertiefenden Einblick in die Forschung
zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit.
Priamus, Heinz-Jürgen
Meyer
Zwischen Kaisertreue und NS-Täterschaft
Biographische Konturen eines deutschen Bürgers
526 S., Gb., € 39,95
978-3-8375-0592-4
Alfred Meyer zählte zu den
Multifunktionären der NSDAP aus der zweiten bzw. dritten Reihe der
Parteigrößen. Er war gleichzeitig Gauleiter, Reichsstatthalter,
Oberpräsident und stellvertretender Reichsostminister. Als solcher
nahm er an der berüchtigten Wannsee-Konferenz vom Januar 1942 teil
und war mitverantwortlich für die Ermordung von sechs Millionen Juden
in Europa. Und doch blieb Meyer ein weitgehend Unbekannter – in der Fachwelt,
erst recht aber in der breiten Öffentlichkeit. Ist dies allein auf
die Tatsache zurückzuführen, dass er seinem Leben selbst ein
Ende setzte und damit einer Bestrafung durch das Internationale Militärtribunal
in Nürnberg entging, welches ihn sicherlich wie seinen unmittelbaren
Vorgesetzten, den Reichsostminister und »Parteiideologen« Alfred
Rosenberg zum Tode durch den Strang verurteilt hätte? Oder schien
Meyer, der erst 1941 auf der Reichsebene erschien, weniger wichtig als
andere gleichfalls nachgeordnete NS-Funktionäre wie etwa Albert Speer,
»Hitlers Architekt«, später dann »Reichsminister
für Bewaffnung und Munition«, Baldur von Schirach, »Reichsjugendführer«,
Roland Freisler, Präsident des sog. Volksgerichtshofes, oder Ernst
Röhm, langjähriger SA-Führer? War er, der er den urdeutschen
Namen Meyer trug, als Person einfach zu langweilig, langweiliger als der
Chef der Parteikanzlei Martin Bormann, langweiliger als der »Organisator
des Holocaust« Adolf Eichmann, langweiliger als der Kommandant des
Konzentrationslagers Auschwitz Rudolf Höß oder langweiliger
als der KZ-Arzt Josef Mengele, um das Interesse der Öffentlichkeit
und der Historiker zu wecken? Ist das fehlende Interesse an Alfred Meyer
darauf zurückzuführen, dass schon seit den frühen 1950er
Jahren das »Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete«
als überflüssiges Ministerium mit kaum vorhandenen Kompetenzen
abgestempelt wurde? Heinz-Jürgen Priamus zeichnet die biographischen
Konturen jenes Mannes nach, dessen Lebensweg als wohlhabender, konservativer
und kaisertreuer Bürgersohn begann und als nationalsozialistischer
Verwaltungsmassenmörder und Menschheitsverbrecher endete.
Weinrich
Der Weltkrieg als Erzieher
Jugend zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus
320 S., Gb., € 29,95
978-3-8375-0644-0
Die Verarbeitung der Kriegsfolgen
stellte für Deutschland eine große Herausforderung dar. Die
Niederlage und vor allem die harten Bedingungen der Versailler Friedensverträge
führten den massiven Kriegseinsatz der Bevölkerung ad absurdum
und ließen die erbrachten Opfer als sinnlos erscheinen. Hier liegen
die Wurzeln für die problematische „Kultur der Niederlage“, welche
die junge Weimarer Republik nachhaltig belastete und zu einer permanenten
Politisierung des „Kriegserlebnisses“ führte. Kaum ein Themenkomplex
provozierte leidenschaftlichere Kontroversen als das „Erbe der Front“.
Arndt Weinrich zeichnet in seinem Buch die Konjunkturen der multiplen Formen
der Rezeption und Instumentalisierung des Ersten Weltkrieges in den Jugendverbänden
der Zwischenkriegszeit nach: in der bürgerlichen Jugendbewegung, der
katholischen Jugend und im Jungbanner. Die
Gedenkkultur der Hitler-Jugend steht im
Mittelpunkt der Untersuchung. Hier zeigt sich die Doppelfunktion des Kultes
um die Gefallenen des Großen Krieges. Einerseits zielte das HJ-Weltkriegsgedenken
auf die mentale Mobilmachung und Kriegserziehung der Jugend, andererseits
diente es der Befriedung eines in der unmittelbaren Nachkriegszeit noch
geschürten Generationenkonfliktes mit den „Frontsoldaten“.
Bastian Blachut
"Arisierung" als Geschäftsprinzip?
Die Monopolisierung des deutschen Entzinnungsmarktes
zwischen 1933 und 1939 durch die Th. Goldschmidt AG
in Essen
144 Seiten, Abb., € 22,95
978-3-8375-0666-2
Die Th. Goldschmidt AG aus Essen
hatte sich bis zum Ersten Weltkrieg zum Weltmarktführer bei der industriellen
Entzinnung von Weißblechen entwickelt. Nach dem Kriegsende und den
kriegsbedingten Liquidationen ihrer Auslandsdepandancen stürzte das
Entzinnungsgeschäft der Th. Goldschmidt AG in eine Krise. Erst nach
der Weltwirtschaftskrise und zahlreichen Konkursen nationaler und internationaler
Konkurrenten beruhigte sich die Lage ansatzweise. In dieser Situation rückte
die Monopolisierung des deutschen Marktes als Konsolidierungsoption für
den Essener Konzern in den Bereich des Möglichen. Unter den verbliebenen
Konkurrenten waren auch jüdische Unternehmen – mit der Monopolisierung
des Marktes wurde die Th. Goldschmidt AG schließlich zum ‚Arisierer’.
Das Buch zeichnet die Entwicklungstendenzen des Entzinnungsgewerbes ab
1880 nach und widmet sich ausführlich der Monopolisierung des deutschen
Marktes zwischen 1933 und 1939. Bastian Blachut kommt dank einer sehr guten
Quellenlage zu überraschenden Ergebnissen, die den Eindruck der Vielseitigkeit
des Komplexes aus jüngeren Forschungsarbeiten untermauern: In ihrem
Gesamtbild stellen sich ‚Arisierungen’ in ihrer Motivlage und in ihren
Abläufen äußerst disparat dar und erfordern intensive Einzeluntersuchungen,
um eine Bewertung der Akteure zu erlauben.
Vollmer-Neumann
Bürokratische Bewältigung
512 S., Gb., € 34,90
978-3-8375-0395-1
Nach 1945 waren die überlebenden
NS-Verfolgten auf Versorgungshilfen angewiesen. Auf ihre Forderungen nach
einer „Wiedergutmachung“
des an ihnen verübten Unrechts und der entstandenen Schäden musste
von deutscher Seite reagiert werden. Aus dem politischen, moralischen,
sozialen und rechtlichen Auftrag wurde vor allem ein bürokratischer:
Behörden wurden mit der Umsetzung der Entschädigung und der Auseinandersetzung
mit den Ansprüchen der Verfolgten betraut. Mangels gesellschaftlicher
Bereitschaft zur Beschäftigung mit der NS-Verfolgung war diese Praxis
der Entschädigung ein gewichtiger Aspekt der deutschen „Vergangenheitsbewältigung“
der 1950er und 1960er Jahre. Vor die Schreibtische der Sachbearbeiter traten
Antragsteller, die nach schwerster Schädigung und Traumatisierung
neben Entschädigungszahlungen Verständnis und Gerechtigkeit erwarteten.
Hinter den Schreibtischen saßen Verwaltungsmitarbeiter, die innerhalb
enger rechtlicher und finanzieller Spielräume möglichst schnell
und reibungslos über deren Anträge befinden sollten. Am nordrhein-westfälischen
Regionalbeispiel wird dieser konfrontative Prozess – die „bürokratische
Bewältigung“ der nationalsozialistischen Unrechtsmaßnahmen –
dargestellt, quantitativ analysiert und bewertet.
Klemp, Stefan
Nicht ermittelt
Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz.
Ein Handbuch
604 S., Gb., € 39,95
978-3-8375-0663-1
Stefan Klemp legt eine aktualisierte
und überarbeitete Neuauflage des Handbuchs der Polizeibataillone vor.
Die Studie ist das Ergebnis einer imposanten Rechercheleistung innerhalb
eines Langzeit-Forschungsprojekts. Die Neuauflage zeichnet ein noch genaueres
Profil der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches und vervollständigt
das Wissen über Polizeibataillone. Mit detektivischem Spürsinn
hat Stefan Klemp Ermittlungsverfahren ausgewertet und dabei erhebliche
Versäumnisse der Ermittler aufgedeckt.
Bettina Joergens (Hrsg.), Stadtarchiv
Düsseldorf (Hrsg.)
Jüdische Genealogie im
Archiv, in der Forschung und digital
280 S., Br., 27,95 €
978-3-8375-0696-9
Jüdische Genealogie und Familiengeschichte(n)
sind von großem Interesse sowohl für die historische Wissenschaft
als auch für die private Familienforschung. In keinem Fall sind sie
ohne den Holocaust und das Erinnern an dessen Opfer zu denken - sei es,
weil nur wenige überlebten und berichten können und konnten,
oder sei es im Hinblick auf die komplexe Quellenlage. Die in diesem Band
enthaltenen Beiträge spannen den Bogen von der Frühen Neuzeit
bis in die Gegenwart bzw. von der Quellen- und Archivkunde bis hin zur
Oral History. Sie diskutieren die Bedeutung von Familie und Genealogie
in der jüdischen Kultur sowie die Frage nach der Kultur des Gedenkens
und der Geschichtsdidaktik zum Holocaust im 21. Jahrhundert.
Avram
Klangbrücke zwischen den
Kulturen
Alte jüdische, christliche
und islamische Gesänge.
Klassik – Jazz – Orient – Klezmer
CD, 65 Minuten, inkl. Booklet, € 14,95
978-3-8375-0648-8
Die Musik des Ensembles Avram ergreift
von Anfang an. Sich auf Abraham/Avram als gemeinsamen Urvater aller drei
Religionen berufend, geben die Musiker dem gemeinsamen Geist dieser Religionen
Ausdruck. Von Musikstück zu Musikstück wird deutlicher, welcher
Reichtum in der Musik der Religionen des Judentums, des Christentums und
des Islam über die Jahrhunderte gewachsen ist und wie fruchtbar die
Zeiten für die Menschen waren, in denen sich die Musiktraditionen
berührten und wechselseitig beeinflussten. Die Musik des Ensembles
Avram ist entstanden in einem Prozess der Annäherung an das gemeinsame
Thema und das gemeinsame Vorhaben: Einen Beitrag zu leisten dafür,
das Gemeinsame und das Schöne in den Religionen Abrahams in den Vordergrund
zu stellen und sich immer wieder einzulassen auf die Unterschiede, die
die Traditionen herausgebildet haben. Die unterschiedliche Herkunft der
Musiker und Musik aus den Bereichen der Klassik, des Jazz oder der Weltmusik
sorgt für die erforderliche Reibung, um die Spannung zu erzeugen,
die erforderlich ist, Funken zu erzeugen und überspringen zu lassen
auf die Hörer und Hörerinnen.
Manfred
Rasch / Astrid Dörnemann
Filmarchivierung
Sammeln – Sichern – Sichten
– Sehen
320 Seiten, Br., € 29,95
978-3-8375-0096-7
Mit der Sicherung und Langzeitarchivierung,
Bewertung und Präsentation von Filmschätzen beschäftigt
sich diese Publikation. Die Resultate von vier öffentlichen Fachtagungen,
die der Arbeitskreis Filmarchivierung NRW zwischen 2007 und 2010 durchführte,
werden in diesem Buch zusammengefasst. Der Arbeitskreis legt damit erstmals
eine umfassende Veröffentlichung zu diesem Themenspektrum vor. Im
Arbeitskreis Filmarchivierung NRW engagieren sich seit zwanzig Jahren Vertreter
verschiedener Archivsparten für die bewegten Bilder - seien sie mit
und ohne Ton, in Schwarz-Weiß oder Farbe, auf analogen aber auch
digitalen Trägern - als einem bedeutenden Teil des kulturellen Erbes
dieses Landes.
Die Geschichte der Schere
Herausgegeben von LVR-Industriemuseum
162 S., farb. Abb., Gb., € 29,00
978-3-8375-0250-3
Die Geschichte der Schere wird
von Hanns-Ulrich Haedeke ausführlich und reich bebildert dargestellt,
von den Ursprüngen der Bügelscheren in der Frühzeit bis
ins Mittelalter und die Geschichte der Gelenkschere von der Antike bis
in die Neuzeit hinein. Im zweiten Teil geht Jochem Putsch auf die Fertigung
der Schere ein, von der handwerklichen Einzelstückanfertigung bis
zur Massenproduktion. In einem dritten Teil behandelt Ernst-Wilhelm Niegeloh
die moderne Scherenfertigung im Kaltumformverfahren.
Bauten und Anlagen der 1960er
und 1970er Jahre
– ein ungeliebtes Erbe?
Hrsg. Michael Hecker und Ulrich Krings
144 Seiten, Gb., € 19,95
978-3-8375-0679-2
Die 1960er und 1970er Jahre können
im Rückblick als „große Jahrzehnte“ des öffentlichen wie
des privaten Wohnungsbaus, des Sakralbaus und des öffentlichen Verwaltungs-
und Kulturbaus in Deutschland bezeichnet werden. Dieser Zeitraum markiert
für beide deutsche Staaten eine entscheidende Umbruch- und Neuorientierungsphase,
gekennzeichnet durch ein intensives Beziehungsgeflecht von Mensch und Technik,
gravierender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen, sowie
technischer und wissenschaftlicher Neuerungen. Die zeitgenössische
Architekturproduktion blieb von diesen Entwicklungen nicht unberührt.
Es entstanden an vielen Orten herausragende bauliche Zeugnisse einer auch
international an Bedeutung gewinnenden neuen Architektengeneration. Sie
prägen bis heute das jeweilige Stadtbild entscheidend mit und erhielten
zum Teil sogar internationale Anerkennung. Mittlerweile sind die Bauten
der zweiten Nachkriegsmoderne in die Jahre gekommen: Mangelnde Baupflege,
konstruktive Mängel, veränderte energetische Standards, aber
auch demographische und sozioökonomische Entwicklungen setzen dem
baukulturellen Erbe erheblich zu. Bei den sogenannten Großstrukturen
wie den zahlreichen Siedlungen und Trabantenstädten fehlt heute oft
die Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit, die oftmals noch überlagert
wird von sozialen Problemstellungen. In Zeiten leerer Kassen besteht die
Gefahr der Entstellung durch stark verändernde Sanierungen der Bausubstanz
bis hin zu gänzlichem Verlust durch Abbruch und Ersatz. Gerade auch
die demographischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte bedeuten
für die zahlreichen, oft herausragenden Kultur-, Sakral- und Schul/Hochschulbauten
jener Epoche eine existenzielle Gefahr. Aber auch private Bauträger
sind beispielsweise durch veränderte energetische Standards mit notwendigen
und kostspieligen Sanierungsanforderungen an ihren Immobilien konfrontiert.
Wie stark ist der historische Quellenwert eines Denkmals mit seiner „Orginalsubstanz“
verbunden, und wie „lebendig“, d.h. wie veränderungsfähig darf
ein Denkmal letztendlich sein? Gibt es gar ein „Recht auf Veränderung“
- oder haben für die Zeugnisse der hier interessierenden Epoche die
gleichen Regeln denkmalpflegerischen Umgangs mit ihrer Substanz zu gelten
wie für die baulichen Zeugnisse aus früheren Epochen? Welche
Auswahl-Kriterien gibt es angesichts der Fülle des seinerzeit „Produzierten“?
Wo sollten die Schwerpunkte der Forschung liegen?
Umspannstationen
als historische Gebäude:
Von Turm zu Turm
96 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0637-2
Seit mehr als hundert Jahren prägen Turmstationen unsere Landschaft.
Sie sind für uns so selbstverständlich geworden, dass wir sie
bewusst kaum noch wahrnehmen. Das liegt vor allem an der Architektur der
Gebäude, die dem jeweils typischen regionalen Erscheinungsbild angepasst
wurde. Heute braucht man für das Umspannen von Strom viel weniger
Platz und die Türme werden nicht länger als Transformatorenstation
benötigt. Hier beginnt die wunderbare Geschichte engagierter Bürger,
die „ihren“ Turm nicht dem Abriss oder Verfall preisgegeben, sondern mit
viel Phantasie einer neuen Nutzung zugeführt haben.
Dieses Büchlein stellt eine Auswahl von Türmen und deren
neue Besitzer vor.
Perlen aus Glas
Farbige Geschichten
Sammlung Torben Sode
104 S., Gb., € 12,80
978-3-8375-0669-3
Die Ausstellung lädt die Besucher
in eine Schatzkammer mit Glasperlen aus der ganzen Welt ein. Sie erzählt
überraschende Geschichten von dem Gebrauch und der Bedeutung von Glasperlen
in verschiedenen Kulturen: Geschichten von Wikingerperlen, die von Taschkent
im Kaukasus ins wikingische Aros, das heutige Arhus reisten, über
edle venezianische Perlen aus dem 19. Jahrhundert, Perlen aus dem Regenwald
Borneos, bis hin zu Perlen, die die grönländische Nationaltracht
zieren und von europäischen Fischern dorthin gebracht wurden. Die
Ausstelllung besteht in wesentlichen Teilen aus der Sammlung des dänischen
Kurators Torben Sode. Er ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet historischer
Perlen und publizierte mehrere Studien zu diesem Thema. Seine Sammlung
umfasst Objekte von der Antike bis zur Gegenwart und ist bereits mehrfach
international ausgestellt worden.
Henning Noske
Journalismus: Was man wissen und können muss
Ein Lese- und Lernbuch
200 Seiten, € 19,95
978-3-8375-0585-6
Journalismus. Das ist: recherchieren,
schreiben, präsentieren. Doch wie geht das? Wie macht man es richtig?
Dieses Buch führt in das journalistische Handwerk ein. Seine hohe
Praxisorientierung mit vielen Tipps und Arbeitsbeispielen macht es auch
für etablierte Journalisten interessant – zum Durchblättern,
Nachschlagen, als Arbeitshilfe. Hier wird alles erklärt, was ein guter
Journalist können und wissen muss:
Aus dem Inhalt:
- Überschrift: Rezept für eine garantiert gute Zeile
- Recherche: Welche Arbeitsmittel (Telefon, Mitschrift, Gedächtnisprotokoll,
Aufnahmegerät, Netbook, Cam) für welchen Einsatz?
- Bilder: Wie erst aus dem Bild die Geschichte wird
- Gebrauchsanweisung für gute Einstiege, Rhythmus, Spannungsbogen
- Fehler sicher finden
- Einfache Tipps für die „eigene Handschrift“
- Qualitätskontrolle im Internet
- Der Leser: Wann er einsteigt, wann er aussteigt. Warum er überhaupt
keine Zeit für uns hat – und wie wir ihn trotzdem kriegen.
- Medien: Die Halbwertzeit von Print – das Janusköpfige an
Online – die Zwickmühle der Verlage. Zukunft: Crossmedia-Desk,
neue Redaktionssysteme ("Web-to-print").
Die Besonderheit des Lehrbuches:
Es bietet viele Praxisbeispiele mit Übungen und anschließender
Kontrolle und eignet sich so hervorragend zum Selbststudium.
Zielgruppe: journalistischer Nachwuchs
(auch Volontäre), Journalisten, Redakteure, Online-Redakteure, freie
Mitarbeiter, Autoren, potentielle Schreiber, Eltern, Lehrer, Öffentlichkeitsarbeiter,
Pressesprecher, Blogger, Web-Texter, Wissenschaftler.
Petra Kappe
Vertrautheit und Gewohnheit
Die Bindung an die Tageszeitung.
Eine Abbestellerstudie
176 Seiten, € 29,95
978-3-8375-0526-9
Die Zeitung lebt. Sie ist auf vielfältige
Weise in den Alltag der Menschen eingebunden und intensiv im Leben ihrer
Leserschaft verankert. Erstmals erschließt eine empirische Studie
die alltäglichen Gewohnheiten im Umgang mit der Tageszeitung. Das
Verblüffende: Selbst Leser, die ihr Zeitungsabonnement aus Geld- oder
Zeitmangel kündigen, wenden sich nicht von der Tageszeitung ab. Sie
finden Mittel und Wege, die vertraute Zeitung weiter zu nutzen, etwa bei
Nachbarn oder am Arbeitsplatz, bei Verwandten oder in der Bahn. Dabei gelingt
es den Lesern, die oft schon von den Eltern „ererbten“ Nutzungsgewohnheiten
fortzuführen. Die ausgeprägte Bindung an die Tageszeitung fördert
zugleich die Bereitschaft zur Umgewöhnung im Alltag. Erfordern es
veränderte Lebensumstände, stellen sich die Leser darauf mit
der Herausbildung neuer Gewohnheiten ein. Die Autorin, selbst Redakteurin
bei der in Dortmund erscheinenden Westfälischen Rundschau, deckt in
ausführlichen Interviews mit ehemaligen Abonnenten zahlreiche Phänomene
der Bindung an die Tageszeitung auf: Sie ist mehr als ein Informationsmedium.
Vertrautheit und Gewohnheit machen sie zu einem Lebensbegleiter.
Otto
Humbach
Klassiker
der Bundesbahn
Bilder
einer Epoche in Vorbild und Modell
272
S., 400 Abb., Gb., € 39,95
978-3-8375-0667-9
Die großen Zeiten der Bundesbahn
sind längst vorbei. Vorbei auch der Einsatz von Zügen mit klingenden
Namen wie „Rheingold“, „Blauer Enzian“ oder „Riviera-Express“. Und erst
die Lokomotiven und Triebwagen: Dampfloks aus Kaiserzeiten mussten sich
gegen moderne Dieselloks und Elloks behaupten – alles passé! Nur
im Modell existiert noch jene Typenvielfalt, welche die 50er- und 60er-Jahre
bei Eisenbahnfreunden und Modellbahnern so beliebt macht. Otto Humbach
lässt diese Klassiker der ersten beiden Bundesbahn-Jahrzehnte wieder
aufleben. In authentisch arrangierten Modellszenen – belegt durch zahlreiche,
historische Bilder vom damaligen Bahnbetrieb – leben sie fort, die berühmten
Züge und bewunderten Maschinen, aber auch unscheinbare Nebenbahn-Bummler
und fleißige „Rangierböcke“. Das alles wird in einer fotografischen
Perfektion präsentiert, die ihresgleichen sucht. Entstanden ist ein
opulent ausgestatteter Bildband voller legendärer Loks und Züge,
eine Modellbahn-Zeitreise in die Epoche von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.
Kandler
Übertage im Revier
Eisenbahn im Ruhrgebiet
128
S., Abb., Gb., € 29,95
978-3-8375-0470-5
Im Nachkriegsdeutschland war das
Ruhrgebiet maßgeblich durch die stark ausgeprägte Montanindustrie
geprägt. Inmitten der Verkehrsströme dieses faszinierenden Ballungsraums
bildete die Eisenbahn mit ihrem engmaschigen Schienennetz das Rückgrat
des Transportwesens. Auf den Spuren der Eisenbahn im Ruhrgebiet der fünfziger
und sechziger Jahre zu wandeln, heißt abzutauchen in eine lange ver-
sunkene Welt. Eine Entdeckungsreise in facettenreichen Bildern, die den
Betrachter mit den Folgen des Zweiten Weltkrieges genauso konfrontiert
wie mit den Anstrengungen des Wiederaufbaus. Das Ruhrgebiet als herausragender
Industriestandort der noch jungen Bundesrepublik im Flair der Wirtschaftswunderjahre.
Die Eisenbahn zwischen Tradition und Moderne, festgehalten mit ihren Triebfahr-
zeugen vor Hochöfen und Zechen, bei der geschäftigen Tätigkeit
in den Bahnhöfen oder im Fokus der Bahnbetriebswerke. Die Deutsche
Bundesbahn in ihrer Blütezeit im Direktionsbezirk Essen, verewigt
in zahlreichen einmaligen Ansichten mit viel Lokalkolorit!
Szenografie in Ausstellung und Museum V
Raum und Wahrnehmung. Bewegte Räume
Herausgegeben von DASA
380 S., zahlr. farb. Abb., € 29,90
978-3-8375-0665-5
Auch dieser fünfte Band der
Reihe „Szenografie in Ausstellungen und Museen“ spiegelt die Entwicklungen
und Diskussionen im internationalen Ausstellungs- und Museumswesen wider.
Autorinnen und Autoren aus vielen Bereichen der Wissenschaft, der Medizin
und der Kunst, aus Museen und Agenturen kreisen die beiden großen
Themen aus ihren fachlichen Blickwinkeln ein. „Raum und Wahrnehmung“: Trotz
methodischer Unterschiede besteht heute Einigkeit darin, dass zur „Szenografie“
alle Maßnahmen einer beabsichtigten oder zufälligen Anordnung
und Raumbildung in öffentlich zugänglichen Räumen gehören.
Es ist bei Ausstellungsplanungen wichtig, die wahrnehmungspsychologischen
Aspekte von Raumwirkungen zu kennen und zu berücksichtigen. Wie kann
es gelingen, durch Szenografie statt kurzlebiger Unterhaltung eine nachhaltige,
ganzheitliche Vermittlung höchster Qualität zu erreichen? „Bewegte
Räume“: Ganz unterschiedliche Arten von Bewegung werden durch komplementäre
Sichtweisen beleuchtet. Als Bedeutungsträger wecken Ausstellungsräume
beim Publikum besondere Erwartungen. Sie steuern zum großen Teil
die individuellen Bewegungen, und es findet in diesen Räumen emotionale
Bewegung statt. Die Beziehungen zwischen den Individuen und authentischen
Dingen produziert Selbsterfahrung und ein „Berührt-Sein“.
Arbeiterskulpturen
Die Sammlung Werner Bibl
Zweiter Band. Herausgegeben von Klaus Türk
400 S., zahlr. farb. Abb., 39,00 €
978-3-8375-0676-1
Mit mehr als 200 Werken zählt
die Sammlung Werner Bibl neben dem Bestand des Grohmann Museums in Milwaukee,
Wisconsin, USA, zu den umfangreichsten bekannten Kollektionen von Arbeiterskulpturen.
Dieser 2. Band präsentiert die Sammlung Werner Bibl in Bildern und
Texten und schließt an den im Jahre 2009 erschienenen 1. Band „Arbeiterskulpturen.
Figuren aus dem Grohmann Museum an der Milwaukee School of Engineering“
an, welcher die Skulpturensammlung des Grohmann Museums an der MSOE vorstellt.
Beide Bände sind eigenständig, verschaffen zusammen aber weltweit
erstmals einen repräsentativen und umfassenden Einblick in dieses
historisch hoch interessante Genre. Arbeiterskulpturen sind nicht nur unter
kunstgeschichtlichen Aspekten bedeutende Zeugnisse der Kulturgeschichte,
sondern sie geben auch Einblicke in höchst unterschiedliche Deutungen
menschlicher Arbeit im Verlauf der Geschichte. Zudem geben sie Aufschluss
über vergangene Berufe, Arbeitsgeräte und Arbeitssituationen
und sind deshalb auch technik- und arbeitsgeschichtlich von großem
Interesse.
LWL-Industriemuseum (Hrsg.)
Kohlekeramik
Medaillen, Plaketten, Gebrauchsobjekte.
Die Sammlung Dr. Jürgen Huesmann
96 S., farb. Abb., € 12,80
978-3-8375-0694-5
Die Kohlekeramische Anstalt auf
der Zeche Hannover in Bochum erforschte seit dem Zweiten Weltkrieg die
technischen Verwendungsmöglichkeiten eines neuen Werkstoffs, der Kohlekeramik.
Regionale Berühmtheit erlangte das Material aber auf einem anderen
Gebiet: In der Kohlekeramischen Anstalt entstand zwischen 1948 und 1968
Kunst aus Kohle. Kirchen oder Kommunen brachten ihre Verbundenheit mit
dem Ruhrgebiet zum Ausdruck, indem sie Plaketten aus diesem für die
Region charakteristischen Rohstoff herstellen ließen. Zum Anlass
von Vereinsjubiläen oder als Ehrung bei Sportveranstaltungen wurden
Medaillen aus Kohle geprägt. Weiterhin entstanden Uhren, Aschenbecher
und andere Gebrauchsgegenstände. Dr. Jürgen Huesmann hat über
1.500 dieser außergewöhnlichen, nur in einem begrenzten Zeitraum
in Bochum produzierten Sammlerobjekte zusammengetragen. Eine repräsentative
Auswahl zeigt dieser Katalog und gibt gleichzeitig einen Überblick
über Geschichte und Beschaffenheit der Kohlekeramik.
Magdalena Abakanowicz – Laura
Ford
Atelier.INDUSTRIE
Herausgegeben von LWL-Industriemuseum
96 S., Br., € 9,80
978-3-8375-0658-7
Der Katalog befasst sich mit den
Arbeiten Magdalena Abakanowiczs und Laura Fords, zwei international renommierte
Künstlerinnenen, deren Werk wesentlich von textilen Materialien geprägt
wird. Magdalena Abakanowicz wurde 1930 in der Nähe von Warschau
geboren, wurde vor allem bekannt durch ihre raumgreifenden WEbobjekte aus
Sisal und Wolle oder Großplastiken aus den unterschiedlichsten Materialien
wie Holz, Beton, Stahl oder Bronze. Laura Ford, geboren 1961, verwertet
in ihren Textilarbeiten Stoffreste, Rohwolle, Altkleider oder Seesäcke,
die sie neu zusammenfügt uns somit texte Figuren schafft, die zunächst
an die Märchen- und Fabelwelten unserer Kindheit erinnern.
Rainer Hoffmann
Im Zeichen des Füllhorns
Schloss Benrath und seine Putten
978-3-8375-0664-8
Aus welcher Richtung auch immer
sich der Besucher Schloss Benrath nähert, auf jeder Seite des prachtvollen
Bauwerkes wird er von Putten gleichsam begrüßt und willkommen
geheißen. Ihr eindrucksvoller Auftritt in den Giebelbereichen der
Fassaden kann als heitere Einladung verstanden werden, das Schloss einmal
unter einem ganz besonderen Aspekt näher kennenzulernen: unter dem
Aspekt seiner bedeutenden und bezaubernden Putten-Präsenzen, die in
den fürstlichen Räumen auf das Schönste zu erleben sind.
In diesem reich bebilderten Buch wird auf ebenso gründliche wie unterhaltsame
Weise ein Benrather Putten-Panorama entfaltet. Es wird gezeigt, in welcher
Fülle und Lebendigkeit die Putten als Skulpturen, im Stuckwerk und
auf Gemälden das Lustschloss lustvoll bespielen. Im Licht seiner Putten
wird Schloss Benrath neu gesehen.
Gerhard Losemann
Herausgegeben von Jörg Loskill
96 S., Gb., € 24,90
978-3-8375-0633-4
Er beherrscht praktisch alle klassischen
künstlerischen Techniken – aber das Themenspektrum bei Gerhard Losemann
konzentriert sich, ob Radierung, C-Print oder Malerei, Zeichnung oder Hinterglasarbeit,
auf wesentliche Fragen der „inneren“ und „äußeren“ Landschaft.
Dabei reagiert er seit Jahrzehnten besonders sensibel auf die starken Veränderungen
im postindustriellen Ruhrgebiet. In seinen oft großformatigen Bildern
ist er zugleich Warner und Mahner, Moralist und Sinnenmensch, Spurensucher
und Farbenexperimentator. Denn in all seinen Arbeiten diktiert die Farbe
– mal poetisch und lyrisch, dann wieder dramatisch und heftig eingesetzt
– das differenzierte Geschehen im Bildformat. Gerade mit seinen eigenwilligen
Landschaftswerken führt er die Industriekultur in seinem Sinne weiter
auf die Schiene einer Utopie: Gerhard Losemann sucht mit Farben und mit
signalhaften Botschaften oder Markierungen das „neue“, menschliche Revier.
Jörg Loskill (Hrsg.)
Friedrich Gräsel
RevierAtelier, Band 10
l96 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 24,90
978-3-8375-0687-7
Der Bochumer Bildhauer Friedrich
Gräsel hat seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wie kaum ein
zweiter Künstler seiner Generation die Kunst im öffentlichen
Raum – vor allem in unseren Städten von Hamburg und Berlin bis Bochum
oder Gelsenkirchen – geprägt. Er hat sie durch seine Röhren-Montagen,
Stelen, Tore, Ortmarkierungen und seine Funktionsobjekte möbliert:
als einladende, geistige wie sinnliche Möglichkeiten des kommunikativen
Dialogs zwischen Publikum und zeitgenössischer Kunst. Diese Monographie
innerhalb der Edition "RevierAtelier" legt erstmals das gesamte Arbeitspensum
dieses Künstlers in Ausschnitten vor. Namhafte
Autoren wie Rolf Sachsse, Sepp Hiekisch-Picard, Kerstin Weber oder Jutta
Idelmann widmen sich einzelnen Aspekten in den Werkphasen des Künstlers.
Laube, Brigitte
Dennoch glaube ich an den messianischen
Geist
Kurt Hiller (1885–1972).
Aspekte einer deutsch-jüdischen
Identität
260 S., Br., € 32,00
978-3-8375-0531-3
Geteilte Heimat
50 Jahre Migration
aus der Türkei
286 S., zahlr. Abb., € 24,95
978-3-8375-0640-2
"Viele von ihnen werden in Deutschland
ein neues Leben aufbauen, sie werden dort Wurzeln schlagen und ihr Heimatland
nur noch als Gäste besuchen." sagte Theodor Marquard, der Direktor
der deutschen Verbindungsstelle in Istanbul 1966. Der 50. Jahrestag des
deutsch-türkischen Anwerbeabkommens von 1961 ist Anlass einer umfassenden
Bilanz der Migration nach Deutschland. Der Katalog beleuchtet die Geschichte
der Einwanderung aus der Türkei in zahlreichen Fotos, Dokumenten und
Texten.
Wie steuerbar ist Integration?
Herausgegeben von Halm, Dirk / Uslucan, Haci-Halil
96 S., Br., € 19,95
978-3-8375-0588-7
Der Band dokumentiert die Tagung
des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung und
des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW vom 29.
November 2010 in Essen. Die Beiträge leisten einen interdisziplinären
Zugang von Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissenschaft
zum Versuch, die Sozialintegration von Einwanderern zu steuern und fragen
nach dem Verhältnis von Migrationsforschung und politischer Praxis.
Mini,BeatundTexashosen
160
S., Gb., € 13,95
978-3-8375-0721-8
Der erste Mensch auf dem Mond,
die DDR mauert sich ein, die „68er" rebellieren, die Anti-Baby-Pille kommt
auf dem Markt. „Flower-Power" ist angesagt, die Beatles und Rolling Stones
erobern die Hitparaden, Oswald Kolle klärt auf, der Minirock kommt.
Auch im Ruhrgebiet gründen junge Leute Beat-Bands und hoffen auf Ruhm.
Die 60er sind ein Jahrzehnt des Umbruchs und Wandels. Das Leben wird bunter,
der Alltag vor allem der Jugend ist nicht mehr so steif wie in den 50er
Jahren. In diesem Buch erzählen Frauen und Männer in mehr als
60 kurzen und langen Geschichten, was sie damals erlebten. Sie berichten
von der ersten Reise im eigenen Auto über die Alpen; vom Petticoat
als Mädel-Status-Symbol; von der „Texashose", die den Eltern gar nicht
gefiel und vom Briefträger, der noch die Rente auszahlte. Sie schreiben
über den ersten, verstohlenen Kuss; von der Schule, wo noch strenge
Disziplin herrschte, und sie verraten, was ihnen im Fernsehen außer
„Bonanza" und „Der Goldene Schuss" sonst noch so alles gefiel. Dieses mit
Fotos und Repros von Zeitungs-Titelseiten reich bebilderte Buch entstand
aus den Zuschriften auf einen Aufruf, in dem die Westdeutsche Allgemeine
Zeitung (WAZ) ihre Leserinnen und Leser bat, „ihre 60er Jahre" zu schildern.
Es sind Geschichten aus einer prickelnden Zeit.
Mirko Krüger
Tatort Thüringen
176 S., zahlr. Abb., Gb., €
13,95
978-3-8375-0654-9
Dieses Buch erzählt Thüringer
Geschichte in 20 Kriminalgeschichten. Wir erfahren, wer hinter den Morden
am Thüringer Königshof steckt. Wir blicken mit Goethes Augen
auf die viel zu lasche Arbeit hiesiger Kriminalpolizisten. Ein Hochstapler
von der „Titanic“ gibt sich die Ehre, Kunsträuber schlagen zu und
schließlich ergründen wir, welch schauriger Lustmord auf der
ältesten Thüringer Stadtansicht verewigt worden ist. Mirko
Krüger, Jahrgang 1963, ist Journalist der „Thüringer Allgemeinen“.
Er war Reporter der Wochenendbeilage, leitete einige Jahre eine Lokalredaktion
und verantwortet inzwischen als Chef vom Dienst die lokale und regionale
Berichterstattung der Zeitung. Seit 1997 erzählt Krüger in loser
Folge historische Kriminalfälle in der „Thüringer Allgemeinen“.
INHALT
Der
Papst in Thüringen
Ökumene
in Erfurt - Heimspiel im Eichsfeld
128 S., Bildband,
€ 14,95
978-3-8375-0700-3
Christine Lieberknecht, Thüringer
Ministerpräsidentin: Was bleibt vom Papstbesuch in Thüringen?
Diese Frage stellen die Redaktionen von Thüringer Allgemeine und Thüringischer
Landeszeitung in diesem Bildband. Profunde Antworten geben der katholische
Bischof des Bistums Erfurt, Joachim Wanke, und die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland, Katrin Göring-Eckardt. Eine
Vielzahl beeindruckender Bilder des hohen Gastes lässt zudem noch
einmal diese zwei historischen Tage Revue passieren. Was bleibt für
Deutschland und Thüringen? Es lässt sich vieles anführen:
Die Ökumene hat mit dem Besuch eines Papstes im Kernland der Reformation
neue Impulse erfahren, das Christliche als kultureller und wertebildender
Bestandteil unserer Gesellschaft ist wieder stärker in den Fokus gerückt
worden. Und nicht zuletzt hat sich Thüringen mit all seiner kulturellen,
historischen, wirtschaftlichen und landschaftlichen Vielfalt Papst Benedikt
XVI. und der Welt als guter Gastgeber präsentiert.
Thüringer Grenz-Wege
Schicksale & Geschichten
auf dem Kolonnenweg
Mit Tipps zu allen Wanderstrecken!
€ 13,95
978-3-8375-0590-0
Die Orte entlang der Thüringer
Grenz-Wege: Jägerfleck, Walkenried, Ellrich, Klettenberg, Tettenborn,
Mackenrode, Zwinge, Großbodungen, Fuhrbach, Gut Herbigshagen, Teistungen,
Duderstadt, Böseckendorf, Glasehausen, Bischhagen, Rohrberg, Rustenfelde,
Kirchgandern, Bornhagen, Rimbach,Teufelskanzel, Lindewerra, Wahlhausen,
Schifflersgrund, Sickenberg, Volkerode, Hülfensberg, Hildebrandshausen,
Wanfried, Burg Normannstein, Treffurt, Heldrastein, Ifta, Göringen,
Pferdsdorf, Lauchröden, Eisenach, Untersuhl, Obersuhl, Großensee,
Dankmarshausen.
Seit
20 Jahren ist Deutschland vereint.
In "Meine Wende" erzählen
Menschen von ihrer ganz persönlichen Wende:
Wie sie den Sprung in die
neue Zeit bewältigten und wie sich aus ihrer Sicht ihr Leben verändert
hat.
Meine Wende
Wie Thüringer die friedliche
Revolution meisterten
THÜRINGEN BIBLIOTHEK, Band
1
Herausgegeben von Paul-Josef Raue, Chefredakteur der
„Thüringer Allgemeinen“.
96 Seiten, zahlr. Abb., € 12,95
978-3-8375-0529-0
Thüringer erzählen von
ihrer Wende, von der Wende in den Seelen der Menschen – zwischen Wundscheuern
und Heilung, Angst und Hoffnung. Wir spüren das starke Beben und leichte
Zittern, wir schauen auf das wirkliche Leben in einem historischen Umbruch.
„Meine Wende“ lief als Serie in
der „Thüringer Allgemeinen“, der größten Zeitung in Thüringen.
Die Redakteure lassen in der Serie Menschen erzählen, wie sie von
der alten in die neue Zeit eilten, sprinteten, krochen, rutschten, stolperten,
hüpften – oder sich einfach verweigerten.
Die THÜRINGEN BIBLIOTHEK greift
Themen auf, die die Menschen in Thüringen und Umgebung interessieren
und bewegen: Historisches und Aktuelles, Unterhaltsames und Wissenswertes
aus dem grünen Herzen Deutschlands.
Fotografenagentur image/trust & Landesmuseum Koblenz
Mächtige Köpfe
- Bildsignale 2011
80 Seiten, broschiert, Großformat, € 19,90
978-3-8375-0379-1
„Mächtige Köpfe“:
Portrait- und Reportagebilder von Mächtigen in Vergangenheit und Gegenwart
– solchen, die als Politiker im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung
stehen und standen, und den nicht weniger Mächtigen aus Wirtschaft
und Hochfinanz: Wie wollten sie sich selbst inszeniert sehen – und wie
sahen und interpretierten sie die Fotografen? „Mächtige Köpfe“
ist aber auch ein doppeldeutiger Titel. Denn er umschreibt nicht nur die
bildliche Inszenierung jener Menschen, die mit politischer, ökonomischer
oder finanzieller Macht ausgestattet sind.! Selbstbewusste, starke Menschen
gab es zu allen Zeiten. Ein „mächtiger Kopf“ wird man nicht allein
kraft seines Amtes, durch Besitz oder Macht. Ein Fotograf entdeckt diese
Eigenschaften auf seinen Entdeckungsreisen auch an ganz alltäglichen
Orten. Unter anderem mit Fotografien von Anne Ackermann, August Becker,
Henning Christoph, Kai Hartmann, Michael Hauri, Robert Häusser, Jacob
Hilsdorf, Maria Irl, Robert Kah, Atelier Meister, Andreas Pein, Nicola
Perscheid, Herbert Piel, Klaus Rose, August Sander, Götz Schleser,
Toni Schneiders, Florian Sonntag und Manfred Vollmer.
Frauenkonvente im Zeitalter
der Konfessionalisierung
200 Seiten, zahlr. Abb., €
24,95
978-3-8375-0436-1
Während man über einzelne,
meist herausragende Frauen der Reformationszeit (zum Beispiel Katharina
von Bora oder Caritas Pirckheimer) recht gut informiert ist, ist relativ
wenig bekannt über Frauenkommunitäten (Klöster und Stifte)
und ihre Vertreterinnen sowie ihre Einstellungen zu den neuen Ideen dieser
Zeit. Am Beispiel der traditionsreichen Reichsstifte Essen, Quedlinburg
und Gandersheim werden in diesem Buch erste vergleichende Studien geboten.
Andere Beiträge greifen in interdisziplinärer Perspektive literatur-,
architektur- und musikgeschichtliche Fragen im Kontext dieser Zeit auf.
Schließlich werden neue Lebensformen in dreikonfessionellen Frauenstiften
und in den von den Schwestern Xainctonge in Burgund gegründeten Kongregationen
thematisiert.
Mitbestimmung im Zeichen von Kohle und Stahl
60 Jahre Auseinandersetzungen und Debatten um die
Montanmitbestimmung
Hg. Karl Lauschke/Jürgen Mittag
300 S., Gb., € 34,95
978-3-8375-0695-2
Den Auseinandersetzungen um das
Montanmitbestimmungsgesetz wird im historischen Rückblick nicht nur
für die Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland, sondern
auch für die Fundierung der Demokratie eine wichtige Funktion zugesprochen.
Zugleich spiegeln sich in ihnen auch die Debatten über die Stellung
der Gewerkschaften im modernen Staat und über die Ausgestaltung der
Wirtschafts und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland wider.
Die Beiträge des Bandes wurden im Rahmen einer interdisziplinären
Fachtagung aus Anlass des 60. Jahrestages der Veröffentlichung des
Montanmitbestimmungsgesetzes am 21. Mai 1951 präsentiert. Beleuchtet
werden neben dem historischen Hintergrund der Montanmitbestimmung in Deutschland
und Europa sowie den innergewerkschaftlichen Debatten auch die längerfristigen
Entwicklungslinien der Mitbestimmung - sowohl aus historiografischer, als
auch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive.
Bodo Hombach (Hrsg.)
Politik und Medien
Bonner Vorträge und Diskurse,
Band 1
Mit Beiträgen von: Martin
Bommersheim, Bodo Hombach, Klaus Kocks, Christian Kullmann, Thomas Steg,
Hajo Riesenbeck und Alexandra Schlauch.
176 Seiten, € 19,95
978-3-8375-0703-4
Politik und Medien sind unabhängig
voneinander nicht zu denken. Der Band versammelt aktuelle Beiträge
namhafter Autoren aus Politik, Medien, Wirtschaft und Verwaltung. Sie legen
dar, wie eng die Bereiche miteinander verwoben sind und wie sie sich gegenseitig
beeinflussen. Praxisorientiert erläutern die Autoren die Chancen,
aber auch Konflikte, die sich aus den gegenwärtigen und für die
Zukunft zu erwartenden Entwicklungen ergeben. Dabei greifen sie auf langjährige
Erfahrungen zurück.
Berke /Zweyer
echt kriminell
Spektakuläre
Fälle aus dem Ruhrgebiet
160
S., Br., zahlr. Abb., € 14,95
978-3-8375-0705-8
Was kommt dabei heraus, wenn ein
Sachbuch- und ein Krimiautor [Wolfgang
Berke und Jan Zweyer] etwas zusammen schreiben wollen? Na klar -
ein Buch über wahre, echte Verbrechen. Und wenn beide Autoren auch
noch im Ruhrgebiet leben und arbeiten, liegt es nahe, sich der Taten anzunehmen,
die sich in dieser Region ereignet haben. „Echt kriminell - Spektakuläre
Fälle aus dem Ruhrgebiet" ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit:
Eine Sammlung von Verbrechen im Revier, die auf die eine oder andere Art
außergewöhnlich sind. Bundesweit, gar international bekannte
Fälle wie das Gladbecker Geiseldrama oder die Entführung des
Aldi-GründersTheo Albrecht. Grausame und schreckliche Fälle wie
die des Kirmesmörders Jürgen Bartsch oder des „Menschenfressers
von Duisburg" Aber nicht jeder der in diesem Buch enthaltenen Fälle
handelt von Mord oder anderen Kapitalverbrechen: Da findet sich die Story
über einen ziemlich dämlich ausgeführten Überfall auf
eine Spielhalle ebenso wie die Geschichte eines Kaufmanns, der auf einen
noch dämlicheren Taschenspielertrick hereinfällt. Prominenz?
Gibt es auch: vom Star-Chirurgen auf der Anklagebank bis zum „Pop-Titan"
im Zeugenstand. Bunt schillernde Gestalten wie Lecki und Goldbach: Ausbrecherkönig
und Ölkönig. Und es fehlt auch nicht an Bedrohlichem wie den
Mafia-Morden oder den Todesschüssen unter Rockern. Spannende Lektüre
und: alles echt! - Kriminell.
Ralf Piorr, Olaf Sundermeyer
90 Minuten echte Gefühle
Eine Reise durch die Fußballhauptstadt
220 Seiten, € 16,95
978-3-8375-0636-5
Eine Reise entlang der beiden Schlagadern
des Ruhrgebiets, des Emscher- und Ruhrschnellwegs (A42/A40) in ost-westlicher/respektive
west-östlicher Richtung. An diesem roten Faden hängen sich Reportagen
aus dem prallen Leben der Fußballfans auf, gegenwärtig und rückblickend
im Wechsel, mal authentisch nah dran, mal historisch genau als unterhaltsame
Rekonstruktion der Ereignisse, die in der Summe das Ruhrgebiet zur Fußballhauptstadt
machen: Lebensprall, voller Tradition und echten Gefühlen. In den
einzelnen Kapiteln werden jeweils Vereine und Orte so thematisiert, dass
die großen Bundesligaclubs- und Städte ebenso stattfinden wie
kleinere Traditionsvereine. Die Betrachtung des Fußballs im Ruhrgebiet
beschränkt sich dabei nicht nur auf die großen Clubs und die
professionelle Fußballbühne, sondern auch auf das rege Treiben
in den Amateurklassen und Kreisligen.
Wang Hui, Sigmar Gabriel
Die Gleichheit neu denken
Philosophie und Politik XII
80 Seiten, € 8,95
978-3-8375-0711-9
Wang Hui gilt als einer der herausragenden
chinesischen Intellektuellen weltweit. Foreign Policy erklärte ihn
2008 zu einem der 100 führenden öffentlichen Intellektuellen
der Gegenwart. Die ZEIT-Serie „Wer denkt für morgen?“ von 2009 stellte
ihn als einen der globalen Vordenker vor. Als Kopf der Neuen Linken in
China, eines intellektuellen Netzwerkes, das unabhängige wissenschaftliche
und politische Positionen formuliert, übt Wang Hui insbesondere Kritik
an Fehlentwicklungen durch die Vorherrschaft der Marktlogik und die Vernachlässigung
von Ökologie und sozialer Gleichheit. Er begründet und skizziert
Grundzüge einer egalitären Gesellschaft, in der sich gesellschaftliche,
wirtschaftliche und politische Demokratie bedingen und ergänzen. Als
Gesprächspartner ist Wang Hui besonders interessant, weil er Prinzipien,
die sich weitgehend mit der sozialen Demokratie decken, um spezifisch an
China und den Ländern der Dritten Welt erweiterte Fragestellungen
bereichert und sie auf die kulturellen und intellektuellen Traditionen
Asiens bezieht. Seine Kritik am Zustand der westlichen Demokratien wendet
er gleichermaßen auf Demokratie- und Gleichheitsdefizite in China
selbst an. Sigmar Gabriel beschreibt in seiner Antwort aus Sicht der deutschen
Sozialdemokratie und auf Basis der europäischen Erfahrungen die epochale
Aufgabe der Politik, den Kapitalismus ein zweites Mal zu bändigen.
Gegen die Verselbständigung der Finanzherrschaft, gegen die neoliberale
Anbetung der grenzenlosen Freiheit der Märkte, gegen die neuen Gefährdungen
der Demokratie und gegen dramatisch zunehmende gesellschaftliche Spaltungen
braucht der Kampf um soziale Demokratie, um soziale und ökologische
Spielregeln für die Marktwirtschaft neue Impulse. Europäische
und asiatische Traditionen sind höchst unterschiedlich. Was China
und Europa voneinander lernen können, um Wohlstandsmehrung mit Gerechtigkeit
und Nachhaltigkeit, um Effektivität und Regulierung mit Formen des
Demokratischen zu verbinden, darum wird es im anschließenden Podiumsgespräch
gehen – mit Thomas Meyer, einem der führenden, auch in Asien viel
diskutierten, Theoretiker der sozialen Demokratie.
Henning Prinz
PommesFührer
Ruhr
Die
50
kultigsten Buden
Neuauflage
120 S., Br., €
9,95
978-3-8375-0720-1
Schon
einmal hat Henning Prinz die besten Buden zwischen Lippe und Ruhr aufgespürt
und einem knallharten Test unterzogen. Jetzt hat der Recklinghäuser
sein altes Team reaktiviert, die PoPo 4350 (Pommespolizei) zusammengestellt
und die Route der Pommeskultur erneut bereist. Dabei suchten die Ermittler
besonders die altbewährte, traditionelle Budenkultur. Außerdem
geben zahlreiche Promis ihren Senf dazu, so z. B. Heino, Guido Westerwelle,
Jürgen Rüttgers, Michael Steinbrecher, Atze Schröder, Olaf
Thon, Kolja Kleeberg, Dolly Buster, Tom Gerhardt, Götz George, Gregor
Gysi …
http://www.pommesfuehrer.de
Dieter Kramer
Kulturpolitik neu erfinden
Die Nutzer als Förderer und Akteure im Zentrum
des kulturellen Lebens
176 Seiten, € 19,95
978-3-8375-0710-2
Die Krise der Kulturpolitik ist
Anlass, über neue Ressourcen für sie nachzudenken. Da kommen
die Nutzer in den Blick, denn sie sind, wie die Enquete-Kommission Kultur
in Deutschland her- vorgehoben hat, die größten Förderer
des kulturellen Lebens. Sie wenden eine Menge von Zeit und Kaufkraft für
ihre Lebensqualität, ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihr
Genussleben auf und gestalten damit kulturelle Infrastruktur. Mit Quellen
aus Kulturgeschichte und Ethnologie wird daran erinnert, dass kulturelles
Leben auch ohne Kulturpolitik stattfand. Aber heute kann nicht auf eine
anregende, ermöglichende und aktivierende Kulturpolitik verzichtet
werden. Sie muss aber ihre Nutzer als wichtigste Ressource ernst nehmen.
Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom hat die Bedeutung von
allen gehörenden und nicht durch Staat oder Markt kontrollierten Gemeingütern
wiederentdeckt und gezeigt, wie deren Verwaltung auch soziales und kulturelles
Kapital hervorbringt. Daran anknüpfend wird vorgeschlagen, Kulturpolitik
als Gesellschaftspolitik konsequent weiter zu entwickeln zu einer Kulturpolitik
als sozialkultureller Infrastrukturpolitik, in der Probleme der Krise der
Demokratie und der aktuellen Lebensweise aufgegriffen werden.
Griepenkerl
Ata, Ennatz, Susi, Yyyves
80 Köpfe des Revierfußballs
200
S., Br., € 16,95
978-3-8375-0724-9
Sie werden „Ata" Lameck ebenso
begegnen wie "Achim Weber, dem ein abgebrochener Zahn die Karriere in der
DFB-Auswahl ruinierte. Sie werden „Ennatz" Dietz „Ente" Lippens und„Susi"
Zorc treffen, aber auch „Kobra" Wegmann, dem nach der Fußballkarriere
der Biss abhandengekommen ist. Sie werden von Ruhrgebiets-Originalen wie
„Hoppy" Kurrat und Joachim Hopp lesen, aber auch von Zugereisten wie Yves
Eigenrauch, Dariusz Wosz und Samy Sané, die dem Charme des Reviers
erlegen sind. Sie treffen den Kult-Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder
ebenso wie Otto Rehhagel und Rolf Schafstall, die erst als Trainer die
ganz große Karriere hingelegt haben. Der Superstar Mesut Özil
kommt genauso wie Sascha Mölders vor, der mit Augsburg in der Bundesliga
spielt und jede Möglichkeit nutzt, Rot-Weiss Essen als Fan in der
Regionalliga zu begleiten. Die Vielfalt der vorgestellten Charaktere soll
den Reiz dieses Buches ausmachen. Und sie soll idealerweise ermöglichen,
so etwas wie das Bild des Revierfußballers zu zeichnen. Vor allem
aber möchte dieses Buch die Menschen hinter den Fußballstars
näher bringen, dank Interviews, die so noch nicht geführt, und
Antworten, die so noch nicht gegeben worden sind.
Bogumil /Heinzr /Lehner /Strohmeier
Viel erreicht - wenig gewonnen
180 S., Br., € 18,00
978-3-8375-0718-8
Das Buch ist eine Gemeinschaftsproduktion
von vier Autoren, die die „Liebe“ und die Sorge um das Ruhrgebiet eint.
Auf Basis einer realistischen Bestandaufnahme der neueren sozialen, kulturellen,
wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und Strukturen beschreiben
sie die Zukunftsperspektiven des Ruhrgebiets. Es wurde im Ruhrgebiet in
Sachen Strukturwandel einiges erreicht, aber es wurde nur wenig gewonnen.
Die überdurchschnittlichen Arbeitslosenzahlen, die Finanznöte
der Kommunen oder die Abwanderung vieler qualifizierter junger Menschen
und Familien aus der Region machen deutlich, dass das Ruhrgebiet noch längst
nicht zu einer wirtschaftlich starken, international wettbewerbsfähigen
Region geworden ist. Schlimmer noch: In zwei wichtigen Bereichen hat das
Ruhrgebiet nicht nur nichts gewonnen, sondern viel verloren – nämlich
beim Humanvermögen und bei seiner regionalen Handlungsfähigkeit.
Die Autoren plädieren für forcierte Investitionen in die Menschen,
die der Strukturwandel der letzten Jahrzehnte nicht nur um den Arbeitsplatz,
sondern auch um zentrale gesellschaftliche Teilhabechancen gebracht hat.
Eine bessere interkommunale Kooperation und zugleich die „funktionale Differenzierung“
der Kommunen, die immer auch mehr Konkurrenz bedeutet, ist unabdingbar.
Und: Nur die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
in den Städten kann eine Wende einleiten.
Thomas Schilp (Hrsg.)
Frauen bauen Europa
Internationale Verflechtungen
des Frauenstifts Essen
464 Seiten, zahlr. Abb., €
29,95
978-3-8375-0672-3
Im Jahr der Kulturhauptstadt Europas
RUHR.2010 waren Geschichte und Kultur des Frauenstifts Essen in zahlreiche
Aktivitäten eingebunden. Fast 1.000 Jahre hatte das Frauenstift die
Geschichte Essens, aber auch großer Teile des heutigen Ruhrgebiets
mitgeprägt. In Kunstobjekten und Architektur, in Bibliothek und Archiv,
in Musik und Kirchbauten haben die Frauen des Stifts in einer exzellenten
Qualität Manifestationen ihres Handelns hinterlassen. Dieses Erbe
des Frauenstifts ist ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes
Europas. Dieses Buch zeigt den Rang der Objekt- und Schriftüberlieferung
des einstigen Frauenstifts in den europäischen Vernetzungen und Verflechtungen
auf. Das Frauenstift wird erstmals als ein kulturelles Gesamtphänomen
vorgestellt. Wie gelangten etwa Textilien aus dem Fernen Osten nach Essen?
Welchen Weg beschritten Bergkristallgefäße des 10. und 11. Jahrhunderts
der islamischen Fatimiden in Ägypten nach Essen? Woher kamen die Stiftsdamen
eigentlich und zu welcher Zeit aus welchem Stand? Domschatz und Domkirche,
aber auch etwa Schloss Borbeck als Residenz der Äbtissinnen sollen
als Erinnerungsorte dieser Kultur des vormodernen Europa aktiviert werden.
Birgitta
Falk, Andrea von Hülsen-Esch
Mathilde
Glanzzeit des Essener Frauenstifts
176 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 13,95
978-3-8375-0584-9
Am 5. November 1011 starb Äbtissin
Mathilde von Essen. Annähernd 40 Jahre lang hatte die Enkelin Kaiser
Otto des Großen dem Essener Frauenstift vorgestanden. Die Geschichte
des Stiftes ist nicht arm an beeindruckenden Frauengestalten, doch war
es Mathilde, welche die prägendsten Spuren hinterließ. Reichtum
und Erlesenheit des Essener Schatzes gehen auf Mathildes Amtszeit zurück.
Ihre Bedeutung reicht zudem weit über Essen hinaus. Mathilde band
das Stift eng an die Politik des Kaiserhauses an. Sie sorgte dafür,
dass die Herrscher dem Stift seine Privilegien bestätigten und seinen
Besitz vermehrten. Der noch erhaltene Essener Westbau ist steinernes Monument
ihrer Bildung und ihres herrschaftlichen Anspruchs. Die Goldene Madonna,
in ihrer Amtszeit entstanden, ist die älteste vollplastische Mariendarstellung
der Welt. Sie und der von Mathilde in Auftrag gegebene Holz-Kruzifix in
Aschaffenburg gehören zu den wenigen erhaltenen Großplastiken
aus der Zeit vor 1000. Der von ihr geschenkte Siebenarmige Leuchter diente
bis in die frühe Neuzeit als Totenleuchter für die Verstorbenen
in Essen.
Schichtwechsel
978-3-8375-0595-5
Im Frühjahr 1958 bahnte sich
die erste große Kohlekrise im Ruhrgebiet an: Zehntausende von Bergleuten
wurden zu unbezahlten Feierschichten nach Hause geschickt, die ersten Zechen
wurden stillgelegt. Damit begann im Ruhrgebiet der langsame Abschied von
Kohle, Eisen und Stahl, begleitet von einem Prozess des umfassenden Wandels,
der bis heute andauert. Die Stadt Bochum steht beispielhaft für den
Strukturwandel. Die Ansiedlung der Graetz-Fernsehwerke, des Automobilherstellers
Opel und der Ruhr-Universität in den 1960er-Jahren zeigen die frühen
Bemühungen um einen strukturellen Wandel. In diese Zeit fällt
auch die gezielte Anwerbung von Zuwanderern aus dem Ausland, deren Arbeitskraft
im Ruhrgebiet benötigt wurde. Heute ist die Wirtschaftsstruktur des
Reviers vielfältig. Chemie, Gesundheit, Logistik, Energie, neue Technologien
und Kreativwirtschaft prägen die Region. Industriekultur und Industrienatur
tragen wesentlich zum neuen Bild des Ruhrgebiets bei. Die wissenschaftlichen
Beiträge des Ausstellungskatalogs zeigen Verlauf und Ursache der Kohlekrise,
skizzieren die Etappen des Strukturwandels am Beispiel der Stadt Bochum
und fragen nach den Reaktionen der Menschen in der Region.
Zimmermann
Schönes NRW: Quer durchs Land 1
Neuauflage
192 S., Br., € 13,95
978-3-8375-0722-5
Schönes
NRW: ganz offen!
144 S., Br., € 12,95
978-3-8375-0309-8
Wunderlich
Hoch hinaus
Familienausflüge im Naturpark Rothaargebirge
192 S., Br., 13,95
978-3-8375-0559-7
Unser NRW
Bergisches Land Siebengebirge
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0617-4
Unser
NRW
Eifel /Aachen
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0618-1
Unser
NRW
Köln-Bonner Bucht
155 S., Br., 9,20
978-3-8375-0619-8
Unser
NRW
Niederrhein
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0620-4
Unser
NRW
Münsterland
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0621-1
Unser
NRW
Ostwestfalen-Lippe
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0622-8
Unser
NRW
Ruhrgebiet
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0623-5
Unser
NRW
Südwestfalen /Sieger- und
Sauerland
155 S., Br., € 9,20
978-3-8375-0624-2
Unser
NRW
Komplette Buchreihe
8 Bde., Br., € 59,00
978-3-8375-0381-4
Berke
ExtraRuhr
160 S., Br., € 14,95
978-3-8375-0558-0
200
Jahre Krupp
Ein Mythos wird besichtigt
400 S., Br., € 20,00
978-3-8375-0545-0
Ruhrbarone 1/2011
Männerwelten
122 S., Br., € 8,95
978-3-8375-0632-7
EMSCHER-SKIZZEN
2006-2011
2 CDs +Br., € 14,95
978-3-8375-0680-8
Langmack /Hebig
STAHL + STADT
96 S., Br., € 14,95
978-3-8375-0670-9
Plaschke
Radreiseführer Niederrhein
96 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0689-1
Erlebnisführer
Niederrhein
160 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0139-1
Sportschau Essen
224 S., Gb., € 17,90
978-3-8375-0692-1
Die
Koker auf Zollverein
246 S., Br., € 19,95
978-3-8375-0690-7
....................................Mit
dem Internet verbunden sehen Sie hier die homepage des Verlages: http://www.klartext-verlag.de
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Bestseller:
Koruhn, Petra
Hauptsache gesund!
Die Heilkräfte der Natur
208 S., Br., € 11,95
978-3-8375-0582-5
Ob Erkältung oder Magenkneifen,
ob Rückenschmerz oder ein seelisches Tief – damit es uns besser geht,
müssen wir längst nicht immer zur Tablette greifen. Wer die Kräfte
der Naturheilkunde kennt, weiß, dass gegen viele Beschwerden ein
Kraut gewachsen ist. Petra Koruhn, Heilpraktikerin und WAZ-Redakteurin,
gibt den Lesern seit Jahren in der WAZ-Wochenendbeilage Tipps, wie sie
ihr Immunsystem stärken und ihre Beschwerden lindern können.
Ob Hilfe bei Sodbrennen oder begleitende naturheilkundliche Therapie bei
Krebs – in diesem Buch finden sie die über zahlreiche Beispiele für
eine stabile Gesundheit.
Jörg Loskill (Hrsg.)
Augen-Blicke
Reisen in die Welt des Fotografen Paul Pietrowsky
96 S., durchg. farb., € 17,95
978-3-8375-0589-4
Die Natur, die Schöpfung,
die Sonne – in meditativen oder auch spannenden Momenten aufgespürt
auf Reisen und in der heimatlichen Umgebung: Paul Pietrowsky fotografiert
in Dankbarkeit gegenüber den "Wundern" dieser Welt das Besondere.
Oder das Einfache, das er aus der besonderen Perspektive sieht. Dieses
erste Buch des Bottropers fasst seine eindrucksvollsten Bilder zusammen.
Paul
Pietrowsky ist seit über fünf Jahrzehnten im In- und Ausland
mit der Kamera unterwegs. Seine Devise beim Bildermachen lautet: keine
Manipulation bei Form, Farbe oder Thema. Die Kamera dient ihm als Verlängerung
des Sehens in die Welt hinein.
In jedem Foto dokumentiert er seine
Liebe zur Natur und zur Schöpfung – damit auch zu den Menschen.
Jasmin
Grande
Nussschalen der Wissenschaft
Aspekte des Phantastik-Diskurses
300 Seiten, 35,00 €
978-3-8375-0591-7
In den 1970er Jahren regt die Arbeit
des französischen Strukturalisten Tzvetan Todorov, „Einführung
in die phantastische Literatur“, eine Diskussion über das Phantastische
in der Literatur an. Der Diskurs um die Frage „Was ist Phantastik?“ ist
bis heute aktuell, wenngleich es inzwischen unzählige Untersuchungen
gibt, die sich mit der Definition der phantastischen Literatur befassen.
Jasmin Grande schlägt eine
Schneise durch die Theorienvielfalt, indem sie die Perspektive verändert:
Die Kontextualisierung des Phantastik-Diskurses in der Fachgeschichte seit
den 1970er Jahren eröffnet eine neue Lesart der Frage und arbeitet
die bisher übersehene Bedeutung heraus, die dem Diskurs um das Phantastische
in der Literaturwissenschaft zukommt.
Schott, Dietmar
Ich danke Sie! – Das Hörbuch
Der Fußballer Willi "Ente" Lippens erzählt
Fußballgeschichten
CD, ca. 80 Min., € 14,95 (fPr.)
978-3-8375-0174-2
Willi "Ente" Lippens ist eine der
schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Er war
kein Spieler im herkömmlichen Sinne, sondern der Muhammad Ali des
Fußballs, der seine Gegenspieler zur Verzweiflung brachte und die
Zuschauer in Begeisterung versetzen konnte, indem er den grünen Rasen
in eine Bühne verwandelte.
Der Holländer mit dem Watschelgang,
der ihm den Beinamen "Ente" einbrachte, spielte zwischen 1966 und 1976
bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße. Drei Jahre nach seinem WEchsel
zu Borussia Dortmund kehrte der Publikumsliebling 1979 über ein Gastspiel
in den USA den Dallas Tornado zur Hafenstraße zurück.
Jetzt erscheint das erste Hörbuch
mit Willi Lippens und es wird deutlich, dass er nicht nur ein begnadeter
Fußballer war, sondern auch ein hervorragender Geschichtenerzähler
ist.
Hildegard Jakobs (Hrsg.)
Im Getto von Litzmannstadt (Lodz)
1.003 Biografien der am 27. Oktober 1941 aus Düsseldorf
Deportierten
CD-R, 14,95 €
978-3-8375-0372-2
Möglichst vieles aufzuklären,
den Überlebenden, deren Angehörigen und kommenden Generationen
Auskunft über die Zeit im Getto von Litzmannstadt (Lód´z)
zu geben, war die entscheidende Motivation für die Erstellung von
1.003 Kurzbiografien zu denjenigen Personen, die aus dem Regierungsbezirk
Düsseldorf am 27. Oktober 1941 ins Getto Litzmannstadt deportiert
wurden. Die biografischen Vorgeschichten dieser jüdischen Bürgerinnen
und Bürger aus Düsseldorf, Duisburg, Essen, Krefeld, Goch, Mönchengladbach,
Neuss, Solingen, Wuppertal, Remscheid, Oberhausen und weiteren Orten wurden
präzise nachgezeichnet. Das verwendete Quellenmaterial reicht von
den vielfältigen Beständen aus dem Staatsarchiv (Lód´z),
dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington, weiteren internationalen
Archiven und Gedenkstätten, den regionalen Stadt- und Landesarchiven
über Interviews mit Überlebenden und persönlichen Familiendokumenten.
Neben den 1.003 Biografien befinden sich weiterführende Angaben zur
Recherche und Quellenlage sowie namensund ortsbezogene Recherchezugänge
auf dieser CD-ROM. Die CD-ROM ist konzipiert als biografische Ergänzung
der Publikation von Angela Genger und Hildegard Jakobs: „Düsseldorf.
Getto Litzmannstadt. 1941“, die 2010 im Klartext Verlag in Essen erschienen
ist.
Roy
Kift
Tour the Ruhr
The English Language Guide
4. aktual. u. erw. Aufl
256 S., div. farb. Abb., €
11,50
978-3-88474-815-2
Roy Kift lebt seit über zehn
Jahren im Ruhrgebiet und bietet fremdsprachigen Gästen mit einem „English
Tourist-Guide“ erste Informationen über die Region. Ein solcher Führer
füllt eine Lücke, denn viele touristische Angebote im Ruhrgebiet
und auch lokale oder regionale Agenturen oder Einrichtungen haben wenig
bis keine Möglichkeiten, nicht deutschkundlichen Gästen entsprechende
Informationen zur Erschließung der zahlreichen Angebote zugänglich
zu machen. Englisch als Universalsprache hat zudem den Vorteil, damit nicht
nur Briten, Amerikaner und andere englischsprachige Gäste zu erreichen,
auch viele andere ausländische Besucher verstehen bei fehlenden Deutschkenntnissen
zumindest Englisch. Der Reiseführer ist nicht einfach aus vorhandenen
Informationen übersetzt, sondern völlig neu konzipiert, um das
Ruhrgebiet aus der Perspektive eines Ausländers zu betrachten und
zugänglich zu machen. Mit einer gehörigen Portion englischem
Humor spricht Roy Kift seine Leser an und hält auch mit seiner Meinung
über die touristischen Highlights der Region nicht hinter dem Berg.
Dittmar
Dahlmann / Anke Hilbrenner / Britta Lenz
Überall ist der Ball rund
– Nachspielzeit
Zur Geschichte und Gegenwart
des Fußballs in Ost- und Südosteuropa
456 S., zahlr. Abb., €
29,90
978-3-8375-0297-8
Mit diesem Band gehen wir in die
„Nachspielzeit“ unserer Beschäftigung mit dem Fußballsport in
Südost- und Osteuropa. Seit dem Erscheinen des ersten Bandes im Jahre
2006 ist viel Bewegung in die Sport- und Fußballgeschichtsschreibung
gekommen. Während die Erforschung des Fußballs in der allgemeinen
Geschichte vor allem Ost- und Südosteuropas damals noch ein Nischenthema
war, ist die Sportgeschichte mittlerweile ein viel beachtetes Feld der
modernen Sozial- und Kulturgeschichte. Ein besonderer Schwerpunkt liegt
auf dem Thema Sport und Politik. Die „Nachspielzeit“ führt in die
DDR, in die Sowjetunion, nach Aserbaidschan und nach Polen, um dort politische
Einflußnahmen auf das Fußballspiel zu untersuchen. Darüber
hinaus machen wir uns auf die Suche nach der Bedeutung des Fußballsports
in stalinistischen Arbeitslagern. Weitere zentrale Fragen sind die Rolle
des Fußballs bei der Integration oder Desintegration von Minderheiten
in Osteuropa und in der ethnisch-nationalen Frage. In einigen Vereinsgeschichten
führt die „Nachspielzeit“ in die näheren, manchmal aber auch
entlegeneren Gegenden Europas: Nach Vilnius, Teplitz, Temeschwar, Sofia
und Mostar. Schließlich pfeifen wir die Europameisterschaft 2012
in Polen und der Ukraine schon einmal an und nehmen Kommerzialisierung
und Korruption sowie sportliche Krisen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen
und politischen Transformation dieser Länder in den letzten zwanzig
Jahren ins Visier.
Mordsgebiete.
10 Krimi-Klassiker von Rhein und
Ruhr
Gesamtausgabe
10 Bände im Schuber, €
39,95
978-3-8375-0564-1
Zehn Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr, von Dortmund
bis nach Düsseldorf. Es wird gefahndet, gestorben, geschossen, gegrübelt,
geschmuggelt, gekämpft und geliebt. Und das alles direkt vor unserer
Haustür. Essen, Bochum, Datteln, Düsseldorf, Dortmund, Niederrhein...,
das Verbrechen lauert überall. Lassen Sie sich fesseln von 10 mörderischen
Geschichten um Kriminelle und Kommisare, Pistolen und Polizistinnen, Räubern
an Rhein und Ruhr. Da klopft das Herz, da brennt die Nachttischlampe bis
nach Mitternacht.
Leo P. Ard / Reinhard Junge
Meine Niere – Deine Niere
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 1
258 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0565-8
Reifen kreischen, zwei Wagentüren fliegen auf –
und schon befindet sich der Asylbewerber Hamid Ghaeni in der Gewalt brutaler
Entführer... Fünf Tage später erwacht der Kurde auf einer
Parkbank. Seine Story klingt so unglaublich, dass sich kein Journalist
damit ruinieren will – bis auf PEGASUS. Zur selben Zeit quält sich
Hauptkommissar Lohkamp aus Recklinghausen mit einem mysteriösen Mordfall.
Die Spuren reichen ins Emsland und nach Mecklenburg und wieder ins Ruhrgebiet
zurück...
Horst Eckert
Bittere Delikatessen
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 2
236 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0566-5
Feinkostkönig Fabian wird niedergestochen; die Bluttat
ist für die Medien ein gefundenes Fressen. Kommissar Engel gerät
unter Druck – getrieben von Publicitysucht, gefordert vom Chef, angefeindet
von Kollegen, angezogen von einer schönen Verdächtigen.
Andreas Hoppert
Der Thule-Code
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 3
286 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0567-2
Günther Wehking weiß, dass er in Gefahr schwebt,
und übergibt Anwalt Marc Hagen einen Brief. Im Fall, dass sich Wehking
einen Tag lang nicht meldet, soll seine Tochter Edda das Schreiben erhalten.
Tatsächlich stirbt er wenig später und Edda kann kaum glauben,
was ihr Vater ihr hinterlassen hat: einen Vierzeiler, auf dessen Inhalt
sie sich keinen Reim machen kann; von Irminsul und Schicksal ist die Rede.
Gemeinsam mit Marc Hagen versucht sie, die Botschaft zu entschlüsseln;
eine rasante Reise in die Vergangenheit und zu deren Zeugnissen beginnt...
Ein historisches Rätsel, eine antike Schlacht und
eine moderne Bedrohung – Marc Hagen kommt einer Verschwörung auf die
Spur.
Hiltrud Leenders / Michael Bay / Artur Leenders
Clara!
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 4
246 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0568-9
Eine Wasserleiche stellt das Klever K 1 vor ein großes
Rätsel: Niemand scheint einen Grund gehabt zu haben, den 19-jährigen
Ralf Poorten umzubringen, und natürlich hat keiner etwas gesehen.
Aber Christian, der Sohn von Kommissar Toppe, kannte den Toten aus einer
religiösen Jugendgruppe Religiöser Wahn, eine Wasserleiche und
die anrüchige Wohngemeinschaft des Kommissars – um dieses und um die
wundertätige junge Clara dreht sich die Handlung im Krimi des erfolgreichen
Klever Trio Criminale.
Theo Pointner
Einer nach dem Anderen
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 5
284 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0569-6
In Bochum geht ein Serienkiller um. Erst bei der dritten
Leiche stoßen Kommissarin Katharina Thalbach und ihre Kollegen auf
eine Verbindung. Alle Opfer waren Mitglieder einer Sekte. Sind die "Befreiten
des Lichts" wirklich nur eine Gruppe harmloser Spinner?
Niklaus Schmid
Bienenfresser
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 6
214 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0570-2
Das Wetter ist schlecht und die Finanzlage auch: Daher
übernimmt Privatdetektiv Elmar Mogge gar nicht ungern den Auftrag
seiner Exfrau, eine Freundin von ihr auf Ibiza zu suchen. Das klingt nach
leicht verdientem Honorar. Doch die Suche nach der ehemaligen Stewardess
gestaltet sich anders, als Mogge sich das vorgestellt hat. Denn unter all
den Aussteigern, Tagträumern und Nachteulen, die die Insel bevölkern,
gibt es auch Leute, die den Ermittler aus dem Ruhrgebiet von seiner Arbeit
abhalten wollen, und zwar mit wenig zimperlichen Mitteln. Mogge stößt
bei seinen Recherchen auf eine private Fluggesellschaft mit speziellem
Service. Ein Skandal droht – und mittendrin ein verschnupfter Staatssekretär
sowie andere reiselustige Beamte vom Mittelmeerausschuss. Alles Zufall?
Nein, irgendwer im Hintergrund zieht die Fäden ...
Werner Schmitz
Dienst nach Vorschuss
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 7
148 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0571-9
Die Leiche im Rathaus-Paternoster sorgt für Schlagzeilen.
Die ZEITUNG bläst zur Jagd auf „die Bestie von Bochum“. Doch Kommissar
Fuchs macht nicht mit. Er will selbst wissen, wer den mausgrauen Amtmann
in die ewigen Jagdgründe geschickt hat.
Gabriella Wollenhaupt
Grappa und der Wolf
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 8
184 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0572-6
Dubiose BKA-Leute und Plutonium-Schmuggler in Bierstadt,
ein Killer mit Stil, einige Allzufrühverstorbene - und mittendrin
Maria Grappa.
Jan Zweyer
Glückauf – Glückab
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 9
204 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0573-3
Der Fahrsteiger Klaus Westhoff wird tot aufgefunden.
Selbstmord, sagt die Polizei. Doch warum? Die Schwester des Toten, Stefanie,
will es wissen und sucht gemeinsam mit ihren Freunden, dem Langzeitstudenten
Rainer Esch und dem jungen Bergmann Cengiz Kaya, nach Gründen. Dabei
stoßen sie auf die dubiose Investmentfirma 'Take off', deren Betreiber
es nicht nur auf das mühsam Ersparte der Bergleute abgesehen haben.
Dorothee Becker
Der rankende Tod
Mordsgebiete. Krimi-Klassiker von Rhein und Ruhr,
Band 10
192 Seiten, € 5,00
978-3-8375-0574-0
Clemens Heder stirbt auf dem Gleis der S-Bahn. Für
Kommissar Schafstall gibt es am Selbstmord des Jaguar-Fahrers nicht viel
herumzudeuteln. Clemens' Ex-Frau Veronika, die Ich-Erzählerin, gerät
in die Rolle der Ermittlerin und ahnt nicht, dass sie selbst in Lebensgefahr
schwebt.
Was trieb den lebenslustigen Nichtsnutz in den Selbstmord?
Clemens besaß mehr Geld als ihm guttat. Aber sind Geld und reichlich
Frauengeschichten Gründe zum Sterben? Die Heders hatten schon kurz
vorher das Ableben eines Familienmitglieds zu beklagen...
Die Erlebnisführer-Reihe
zu den Nationalen Naturlandschaften!
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Natur erleben
Brandenburg /Berlin
496 S., Br., € 16,95
978-3-8375-0602-0
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Natur erleben
Mecklenburg-Vorpommern
476 S., Br., € 15,95
978-3-8375-0604-4
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Natur erleben
Sachsen /Sachsen-Anhalt
364 S., Br., € 13,95
978-3-8375-0609-9
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Natur erleben
Thüringen
208 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0610-5
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Die Natur zu erfahren und zu genießen,
dazu bedarf es keiner langen Reisen. Denn die schönsten Landschaften
liegen praktisch vor der Haustür. Diese Buchreihe lädt dazu ein,
die Naturparke und Nationalparks der einzelnen Bundesländer zu entdecken.
"Natur erleben" stellt erstmals diese herausragenden Naturlandschaften
im Zusammenhang dar. Die reich bebilderten Bände führen zu den
schönsten Orten und Ausflugszielen und informieren über Tiere
und Pflanzen sowie über Geschichte und Kultur.
Abwechslungsreiche Routenvorschläge
für Wanderungen, Fahrrad-, Kanu- und Inlinetouren dienen als Wegweiser
und ermöglichen ein aktives Natuererleben sowie die Regeneration von
Körper und Geist. Zu den Besonderheiten der Regionen, die es zu entdecken
gilt, zählen auch regionaltypische Produkte und gastronomische Angebote.
Darüber hinaus werden vielfältige Informationen zu unterschiedlichen
Übernachtungsmöglichkeiten geboten.
Alle Bände enthalten:
+ Freizeittipps für die ganze Familie
+ Top-Routen für Wanderer, Radfahrer und Kanuten
+ Wissenswertes zu Flora und Fauna
+ Ausflugsziele zu Geschichte und Kultur
+ Insidertipps zu heimischen Spezialitäten
+ Übernachtungsverzeichnis
Auf
de schwäbsche Eisebahne gibt's gar viele Haltstatione: Eisenbahn-Nostalgie
zwischen Donau-Ries und Bodensee
Mit über 100 bislang meist
unveröffentlichten Fotos aus den Jahren 1920 bis 1975, Streckenkarte
und Statistik der BD Augsburg
Markus Hehl
Dampflokzeit in Schwaben
127 S., Gb., € 19,95
978-3-8375-0613-6
Im Jahr 1840 wurde die "München-Augsburger-Eisenbahn"
eröffnet. Damit begann auch in Schwaben das Zeitalter der Eisenbahn.
In den folgenden Jahrzehnten wurden Haupt- und Nebenbahnen gebaut, die
das Land erschlossen. Neben den großen Magistralen München-Augsburg-Ulm
und Nürnberg-Augsburg-Lindau entstanden zahlreiche Lokalbahnen, die
auch abgelegenen Dörfern den Anschluss an die "große, weite
Welt" brachten.
Starke Männer
Porträts der 1930er und
1940er Jahre
128 Seiten, zahlr. Abb., € 19,95
978-3-8375-0515-3
Dieses Buch versammelt 100 Männerporträts,
die in den 1930er und 1940er Jahren in dem Rietberger Fotoatelier entstanden
sind, das heute im LWL-Freilichtmuseum Detmold steht. Die Ausdrucksstärke
und Ernsthaftigkeit, mit der die Männer und Jungen uns in den Aufnahmen
entgegenblicken, beeindruckt. Welches Männerbild versteckt sich hinter
dem Titel „Starke Männer“? Wie wollen die abgelichteten Männer
in Erinnerung bleiben? Zunächst gehörte ein gepflegtes Äußeres
wohl bei allen dazu. Oft fiel die Wahl der Kleidung zugunsten des besten
Anzugs aus, der häufig auch der einzige war. Manche ließen sich
in Uniform fotografieren – als Soldaten im Zweiten Weltkrieg, aus dem viele
nicht zurückkehrten. Andere geben sich mit Abzeichen am Revers als
Mitglieder von Vereinen oder Verbänden zu erkennen und zeigen damit
ihre Teilhabe an der damaligen Gesellschaft, die eine Männergesellschaft
war. Durch Recherchen in Rietberg konnte ein Großteil der Abgebildeten
identifiziert werden – sie kamen aus allen Berufsgruppen der Kleinstadt
und waren Sparkassendirektor oder Büroangestellter, Handwerksmeister
oder Kraftfahrer, Lehrer oder Schüler. Schriften des LWL-Freilichtmuseums
Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde, Band 33 bietet
mit einführenden Aufsätzen und faszinierenden Fotografien ein
spannendes Stück Fotogeschichte.
Nicole Colin / Matthias N. Lorenz / Joachim Umlauf
Täter und Tabu
Grenzen der Toleranz in deutschen
und niederländischen Geschichtsdebatten
176 Seiten, Festeinband, € 22,00
978-3-8375-0346-3
Ist ein Sprechen über die
Verbrechen der jüngeren Geschichte möglich, das sich ausschließlich
auf die reinen Fakten beschränken will? An welchem Punkt droht eine
nicht moralisierende Darstellung des Vergangenen in eine unmoralische Geschichtsdeutung
umzuschlagen? Umgekehrt stellt sich im Zeitalter der so genannten
Political Correctness aber auch die Frage, wann die gerade geltenden gesellschaftlichen
Tabus in eine problematische Schweigeverpflichtung münden: Behindern
dominant moralische Bewertungen vielleicht sogar eine objektive Vergegenwärtigung
historischer Ereignisse? Der Band fragt nach den Tabuzonen, die moderne
Gesellschaften in ihren Geschichtsdebatten immer wieder neu aushandeln.
Im Zentrum der Beiträge stehen gleichsam exemplarisch einige der jüngeren
Vergangenheitsdiskurse in Deutschland und den Niederlanden. Anhand der
Figur des ‚Täters‘ zeigen sie in vergleichender und interdisziplinärer
Perspektive, wo jene Grenzen zwischen Sagbarem und Unsagbarem und damit
zwischen Erinnern und Vergessen errichtet oder eingerissen werden – und
aus welchen Motiven.
Magische Orte
Natur- und Kulturmonumente der
Welt
168 Seiten, Hardcover, durchg. farb. Abb., €
19,95
978-3-8375-0516-0
Sieben Weltwunder kannte die Antike,
mehr als neunhundert Welterbestätten zählt die UNESCO: Meisterwerke
der Baukunst des Menschen und überwältigende Monumente der Natur.
"Magische Orte" verbindet anschaulich die Weltwunder der Natur und der
Menschheit als Schöpfungen unserer Erde. "Magische Orte" macht bedeutende
Natur- und Kulturmonumente in ihrer Schönheit und Erhabenheit als
jene Orte erlebbar, in denen sich die gewaltigen Energien der Natur- und
Menschheitsgeschichte verkörpern. Indem wir in die faszinierende Welt
der Berge, Wüsten, Flüsse und Wälder, der Pyramiden, Tempel,
Gärten, Kathedralen und Wolkenkratzer eintreten, hören wir ihre
Geschichten - denn jeder dieser Orte erzählt seine eigenen Mythen
und Legenden.
"Magische Orte" ist eine Hymne
auf die Schönheit und Erhabenheit der Erde.
In einer Zeit, in der die Menschen
den Reichtum und die Vielfalt des Lebens zu zerstören drohen, müssen
wir uns auf die schöpferischen Kräfte unseres Planeten besinnen.
Der Bildband klagt nicht an und ergeht sich nicht in düsteren Prognosen.
Es führt uns vielmehr die Vielfalt des Lebens so schön und kostbar
vor Augen, dass jeder begreift: Wir müssen all unsere Kräfte
dafür einsetzen, dass der aus der Schöpferkraft der Erde gewachsene
Reichtum niemals vergeht.
Der Katalog ist ebenfalls auf
Englisch (Magic Places - Natural and Cultural Monuments of the World) erhältlich
(ISBN 978-3-8375-0517-7)
Udo Achten
Nicht betteln, nicht bitten
Die Moabiter Streikunruhen 1910
180 Seiten, zahlr. Abb., € 17,95
978-3-8375-0614-3
Im September 1910 traten 141 Arbeiter
der Kohlenträger in Berlin-Moabit wegen einer abgelehnten Lohnforderung
in den Streik. Verhandlungen mit Arbeitervertretern wurden abgelehnt und
Vermittlungsvorschläge blieben erfolglos. Eilends aus Hamburg geholte
Streikbrecher, die zum Teil bewaffnet waren, standen unter besonderem Schutz
der Polizei. Die so genannten „Streikkrawalle“ nannte der „Vorwärts"
treffend „Polizeiunruhen". Während der Straßenkämpfe wurden
Geschäfte, Gastwirtschaften und Schaufenster zerstört, aus den
Fenstern flogen Steine, Blumentöpfe und allerlei Gegenstände.
Der Einsatz der Polizei wurde zunehmend brutaler. Die höheren Polizeidienstgrade
hatten eine Militärlaufbahn hinter sich, so dass nicht mehr von der
Verhältnismäßigkeit der Mittel gesprochen werden konnte.
Auf beiden Seiten gab es Geschädigte: ca. 150 Personen und 104 Polizisten
wurden verwundet. Ein Mensch starb.
Rainer Barbey
Recht auf Arbeitslosigkeit?
Ein historisches Lesebuch über
Faulheit, Leistung und die Zukunft der Arbeit
152 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0427-9
Ein Leben ohne Arbeit ist ein uralter
Menschheitstraum. Seit dem Einsetzen von Automation und Mechanisierung
im Zuge der Industriellen Revolution scheint er in immer greifbarere Nähe
zu rücken. Aber kann aus dem technischen Fortschritt allein ein Recht
auf Faulheit abgeleitet werden? Ist die Utopie einer der Arbeit ledigen
Gesellschaft überhaupt wünschenswert? Gründet die Emanzipation
des Menschen von den Zwängen der Natur etwa nicht auf Tätigkeit
und Erwerb? Basieren Wohlstand und Kultur der westlichen Zivilisation nicht
gerade auf (möglichst niedrig bezahlter) Arbeit? Und: was ist das
eigentlich – Arbeit?
Diese Fragen beschäftigen
Denker der unterschiedlichsten Disziplinen seit über 200 Jahren. Einige
ihrer Antworten versammelt dieses Buch in einer möglichst repräsentativen
Auswahl. Mit Beiträgen unter anderem von: Georg Wilhelm Friedrich
Hegel, Charles Fourier, Friedrich List, Thomas Carlyle, Moses Hess, Johann
Gustav Droysen, Michail Bakunin, Heinrich von Treitschke, Paul Lafargue,
Friedrich Nietzsche, Oscar Wilde, Karl Marx, Lew Tolstoi, Wladimir Iljitsch
Lenin, Max Scheler, Henry Ford, John Maynard Keynes, Ernst Jünger,
Bertrand Russel, Antonio Gramsci, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Ernst
Bloch, Herbert Marcuse, Helmut Schelsky, Günther Anders, Ralf Dahrendorf,
André Gorz, Jürgen Habermas, Jeremy Rifkin, Ulrich Beck, Jacques
Derrida, Wolfgang Engler, Raul Zelik, Elmar Altvater
LWL
Trabajadoras del Mundo – Frauenarbeit
Cecilia Herrero-Laffin
36 Seiten, Abb., € 5,20
978-3-8375-0544-3
Der Katalog fasst die Abbildungen
und Informationen, zu der in der Ausstellung präsentierten farbenfrohen
Bilder und Plastiken der Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin zusammen.
Sie portraitiert Frauen aus Südamerika und Deutschland bei ihrer Arbeit:
Putzfrauen, Fischereiarbeiterinnen, Näherinnen, Kleinunternehmerinnen
und Köchinnen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Frauenarbeit
wird hier zum Anlass genommen, das bis heute gesellschaftlich brisante
Thema in den Fokus zu rücken: Aktuelle sowie historische Informationen
und Sichtweisen zur Erwerbstätigkeit von Frauen ergänzen die
Kunstwerke. Die Argentinierin Cecilia Herrero-Laffin, die heute in Deutschland
lebt, zeigt mit ihren Werken den Alltag arbeitender Frauen. Insbesondere
die einfachen Arbeiterinnen stehen immer wieder im Fokus der vielfältigen
Werke. Sowohl aus künstlerischer, aktueller und auch historischer
Sicht werden prekäre und zumeist schlecht bezahlte Frauenarbeitsplätze
betrachtet, die eine lange Tradition haben. Cecilia Herrero-Laffin arbeitet
in ihrer Malerei und Plastik mit unterschiedlichen Techniken. Die großen
Formate ihrer Bilder entstehen in Mischtechnik, die von Acryl über
Ei-Tempera bis Pastellkreide reicht. Miteinander verwoben zeigen ihre Werke
die klassische Herkunft ihres Handwerks. Für die kleinen Formate verwendet
sie verschiedene Techniken: Fotografie, Computergrafik und Malerei. Plastiken
entstehen in Ton und Gips.
Ulrike Heikaus
Das war spitze!
Jüdisches in der deutschen
Fernsehunterhaltung
128 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 18,00
978-3-8375-0512-2
Der seit über 60 Jahren hochtourig
laufende Bildermarathon, der uns mittlerweile tagtäglich im Fernsehen
zur Verfügung steht, soll mit der Ausstellung Das war spitze! Jüdisches
in der deutschen Fernsehunterhaltung entschleunigt werden. Der Blickwinkel,
von dem aus das Tempo gedrosselt wird, ist dabei ein ganz konkreter: Es
gilt, das "Jüdische" in der deutschen Fernsehunterhaltung herauszufiltern
und genauer anzuschauen. Jedoch – was ist das "Jüdische"? Wie lässt
es sich erfassen und betrachten? In insgesamt zehn Stationen unternimmt
die Ausstellung eine mentalitätsgeschichtliche Reise in unsere heimischen
Wohnzimmer und zeichnet dabei filmische Strategien bei der fiktiven Darstellung
"jüdischer" Themen und Figuren nach. Populären Persönlichkeiten
der Medienöffentlichkeit, wie etwa dem über Jahrzehnte omnipräsenten
Hans Rosenthal, nähert sich die Ausstellung aus einer lebensgeschichtlichen
Perspektive an. Die gesellschaftlichen Diskurse und Fragestellungen rund
um die öffentliche Verhandlung des "Jüdischen" auf dem Fernsehbildschirm
bleiben dabei wahrnehmbar und bewusst unbeantwortet im (Ausstellungs-)Raum
stehen.
Der Begleitband zur Ausstellung
nimmt in weiterführenden Essays das Fernsehprogramm noch einmal ganz
genau unter die Lupe. Dabei werden unter anderem die Handlungsstränge
einzelner Fernsehfilme und Serienformate, etwa Tatort und Lindenstraße,
verfolgt und "jüdische Figuren und Themen" auf ihre ambivalente Bildsprache
hin untersucht. Auch die Verhandlung des "Jüdischen" im DDR-Fernsehen
und in der österreichischen Fernsehunterhaltung findet in dieser Publikation
Beachtung. Nicht zuletzt wird Hans Rosenthal, der Titelgeber dieser Ausstellung,
näher vorgestellt und das Spannungsfeld aufgezeigt, in dem er sich
als Alltagsbegleiter, Fernsehikone, jüdischer Überlebender und
Zeitzeuge bewegte.
Dirk Graalmann
Borussia
Dortmund
Schwarz – Gelb – Intensiv
Deutscher
Fußballmeister 2011
158 S., zahlr. Fotos,
Hardcover, Großformat, € 9,95
978-3-8375-0561-0
Intro:
Dortmund und der BVB – Eine Stadt und ihre Marke
Die Saison des Meisters
- Die Vorgeschichte der erfolgreichen Saison
- Ausführliche Chronik der Spielzeit mit vielen
Bildern, Spielerporträts, Ergebnissen und Statistiken
Die 1950er Jahre
- Der neue Stern des Westens
- Eine historische Elf: Meisterschaft 1956 und 1957
- Friedhelm Meier: Wir waren Borussia! Als der BVB noch
am Borsigplatz zu Hause war und Kalla Hoesch noch das Sagen hatte
- Portrait Aki Schmidt
Die 1960er Jahre
- Bundesliga beginnt
- Die Beatles und Borussia: Internationale Auftritte
- Fritz Eckenga: Mit Blick auf die Plantanen
- Portrait Dieter „Hoppy“ Kurrat
Die 1970er Jahre
- Zweite Liga und Westfalenstadion
- Tristesse 2. Liga: BVB vs. Eintracht Gelsenkirchen
anno 1973
- Rolf Fischer: Gelbfieber
- Portrait Horst Bertram/Lothar Huber
Die 1980er Jahre
- Strukturwandel und Mittelmaß
- Erweckungserlebnis: Berlin 1989
- Text Willi Wittke
- Portrait Günther Kutowski
Die 1990er Jahre
- TV-Boom und zweite goldene Ära
- Meister, Meister, Champion
- Text Olaf Sundermeyer (angefragt)
- Portrait Stefan Reuter
Die 2000er Jahre
- Krise & Konsolidierung
- Derbyspiel gegen S04
- Portrait: Kevin Großkreutz
- Homestory mit „Kloppi“
Frank
M. Raddatz
Promethiade
Athen – Istanbul – Essen – 2010
232 Seiten, zahlr. Abb., € 24,95
978-3-8375-0430-9
The international cooperation of
Culture Capitals Istanbul 2010 and RUHR.2010: In summer 2010 theatre performances
on Prometheus are being put on stage in Athens, Essen an Istanbul. World
artist Jannis Kounellis develops different stage designs for the Greek
tragedy, one for each city. Rimini Protokoll; Sahika Tekand an Theodorous
Terzopoulos present their readings of the myth in the three cities. The
ensembles consist of 100 people from Athens, or an intercultural group
of German, Greek and Turkish actors.
Nina Sonntag
Raumtheater
Adolphe Appias theaterästhetische Konzeption
in Hellerau
132 Seiten, Abb., € 19,95
978-3-8375-0627-3
Die erste deutsche Gartenstadt
in Hellerau bei Dresden war nicht nur Zentrum der Lebensreformbewegung,
sondern auch Geburtsort für das moderne Theater. Der Bühnenbildner
und Theatertheoretiker Adolphe Appia machte den Aufführungsraum des
von Heinrich Tessenow dwb erbauten Festspielhauses zu einem auf atmosphärische
Wirkung zielenden Architekturerlebnis. Durch den ästhetisch-symbolischen
Einsatz von elektrischem Licht und auf Treppenpodesten agierenden Schauspielern
wurde das Raumkonzept ein Gegenentwurf zur illusionistischen Bühnengestaltung.
Mit diesem Buch wird am Beispiel
des Festspielhauses in Hellerau und dem Wirken Adolphe Appias ein signifikanter
Verbund von theaterwissenschaftlichen, kunstwissenschaftlichen und architekturtheoretischen
Aspekten hergestellt. Nina Sonntag ist eine junge Kunsthistorikerin aus
Offenbach am Main. Im Rahmen ihres Studiums kam sie früh mit den Ideen
des Deutschen Werkbunds in Kontakt. Sie ist Mitglied des werkbund.jung
– einer Gruppe von AbsolventInnen und StudentInnen gestaltender, wissenschaftlicher
und pädagogischer Berufe, die gemeinsam zu Themenfeldern des urbanen
zeitgenössischen Lebens, parallel zu den inhaltlichen Schwerpunkten
des Deutschen Werkbunds arbeitet. Die Arbeit des werkbund.jung verkörpert
in besonderem Maße den programmatischen Untertitel unserer Schriften-Reihe:
»Einmischen und Mitgestalten«.
Doina Talmann / Günter Strunck
Sieben rumänische Künstler unserer Zeit
144 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 24,95
978-3-8375-0534-4
Die mit viel Erfolg im Jahre 2009
gestartete Serie von Kunstalben, die rumänische Kunst dem deutschen
Publikum nahe bringen soll, wird in diesem Jahr weitergeführt. Das
Thema der aktuellen Ausgabe ist das Werk von sieben arrivierten Künstlern.
Alle sieben haben ihre kulturellen Wurzeln in Rumänien, aber ihr Schaffen
im Ausland realisiert. Nach dem Studium sind sie in verschiedene Ecken
dieser Welt ausgewandert und haben dort ihre Wege bestritten und Karrieren
geschaffen. Dabei ist Sasha Meret aus den USA, Arina Stoenescu aus Schweden,
Matei Negreanu aus Frankreich, Mircea Roman aus Holland, Mircea Novac aus
England und Ioan Iacob und Alma Stefanescu-Schneider aus Deutschland.
Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege der TU
Dortmund
Zukunft braucht Herkunft
Städtebauliche Denkmalpflege als Beitrag zur
Stadtentwicklung
200 Seiten, € 14,95
978-3-8375-0098-1
Akteure aus Universität, Wissenschaft
und Praxis haben sich auf Initiative von Prof. Christa Reicher zu der Fachgruppe
„Städtebauliche Denkmalpflege“ zusammengeschlossen: das Fachgebiet
Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung, die Fakultät Raumplanung
der TU Dortmund sowie das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
gGmbH und der Arbeitskreis der Denkmalpfleger im Ruhrgebiet. Unter dem
Titel
“Zukunft braucht Herkunft“ gibt die Fachgruppe bereits ihre dritte Veröffentlichung
heraus. Diesmal befasst sich die Publikation mit den Themen „Wie kommt
die Geschichte ins Entwerfen?“, „Die historische Stadt“ und „Stadtentwicklung
im Konflikt“. Ausgangspunkt der Veröffentlichung war das titelgebende
städtebauliche Kolloquium im Wintersemester 2009/2010, das sich mit
dem „Gedächtnis“ der Stadt, dem Stellenwert der historischen Bausubstanz
für die Identität der Stadt und der Bedeutung der Historie für
die Stadtentwicklung von morgen beschäftigte.
Modellbahn-Impressionen 2012
MIBA Kalender 2012
14 S., Ringbindung, € 9,95
978-3-8375-0630-3
Modellbahn vom Feinsten, kompromisslos
und technisch perfekt eingefangen von Spitzenfotografen wie Willy Kosak,
Markus Tiedtke, Horst Meier und Jörg Chocholaty – das ist der MIBA-Kalender
„Modellbahn-Impressionen 2012“. Er ist mehr als ein bloßer Wandschmuck
für kahle Hobbyräume: 13 meisterhaft inszenierte Motive, entstanden
auf Anlagen der Extraklasse, wiedergegeben im Großformat, laden Monat
für Monat aufs Neue zum Träumen und Genießen ein: zum Verschenken
und Selberschenken, für Modellbahner und alle anderen, die sich für
außergewöhnliche Bilder begeistern können.
Eisenbahn und Landschaft 2012
EisenbahnJOURNAL-Kalender 2012
14 Seiten, hochwertiges Bilderdruckpapier, Ringbindung,
€ 9,95
978-3-8375-0631-0
Der Kalender-Bestseller des Eisenbahn-Journals
ist erneut dem klassischen Lieblingsthema der Eisenbahnfotografen gewidmet:
Eisenbahn und Landschaft. Zwölf fantastische Monatsmotive bekannter
Fotografen und ein Titelbild der Spitzenklasse zeigen die Eisenbahn und
ihre Umgebung von ihren schönsten Seiten im Wechsel der Jahreszeiten.
Der Motivbogen spannt sich von Dampfzügen der 70er-Jahre über
nostalgische Nebenbahnszenen bis hin zu legendären Fahrzeugen.
Modellbahn-Träume 2012
EisenbahnJOURNAL-Kalender 2012
14 Seiten, hochwertiges Bilderdruckpapier, Ringbindung,
€ 14,90
978-3-8375-0629-7
Wenn eine Modellbahn-Anlage von
Josef Brandl gebaut wird, hat sie den Status eines Gesamtkunstwerks. Von
der Streckenführung mit ihren Brücken und Kunstbauten über
die Landschaftsgestaltung und die individuell gefertigten Gebäude
bis hin zur liebevollen Detailausstattung – alles trägt die unverwechselbare
Handschrift des „Meisters“. Einmal mehr erscheinen einige der schönsten
Motive und Szenen aus den Modellbahn-Anlagen von Josef Brandl in einem
exklusiven Monatskalender, der Modellbahn-Träume wahr werden lässt.
Dampf-Träume am Brocken
Olaf Haensch: NachtZüge Kalender 2012
14 Seiten, hochwertiges Bilderdruckpapier, Ringbindung,
€ 19,95
978-3-8375-0625-9
Seit 1887 durchqueren Schmalspurbahnen
die raue Landschaft des sagenumwobenen Harzes. Mit ihren 25 Dampflokomotiven
und 140 km Streckennetz zählen die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) heute
zu den bedeutendsten technischen Denkmälern in Europa und den letzten
großen Dampf-Abenteuern der Welt. Fünf Jahre lang verbrachte
der Fotograf Olaf Haensch unzählige Nächte im Harz, um mit aufwändigen
Blitzlicht-Installationen ebenso surreale wie atmosphärische Bilder
von den Dampfzügen und ihrer Umgebung zu schaffen. Vor der dunklen
Kulisse der Nacht geben sie den Blick frei auf den kontrastreich leuchtenden
Dampf und auf Motive, die ohne ihre ausgeklügelte Visualisierung zwar
vorhanden, aber so nicht wahrnehmbar wären. Fantastische Bilder erzählen
Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart, sie lassen Mythen und Geheimnisse
des Harzes aufleben und den Betrachter zum Teil eines Traums werden.
Hans Mommsen
Die rote Kapelle und der Widerstand gegen Hitler
Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, Schriften, Band
33
40 Seiten, € 3,90
978-3-8375-0616-7
Anlässlich des 12. Stiftungsfestes
der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets hielt Prof. em. Hans Mommsen einen
Festvortrag über die Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" um Harro Schulze-Boysen
und Arvid Harnack, der in diesem Heft veröffentlicht wird. Hans Mommsen,
der zum Aufbau des Instituts zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung
und seiner Bibliothek maßgeblich beigetragen hat, plädiert für
eine Revision der wissenschaftlichen Bewertung der "Roten Kapelle" und
ordnet diese Gruppe in den Gesamtkontext der Widerstandsbewegung gegen
den Nationalsozialismus ein.
Institut für Kulturpolitik
der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.)
Jahrbuch für Kulturpolitik
2011
Thema: Digitalisierung
420 Seiten, 19,90 €
978-3-8375-0615-0
Die Digitalisierung der Informationsverarbeitung
und Kommunikationsstrukturen haben unsere Lebens- und Arbeitswelt grundlegend
verändert. Das Internet und seine Bedeutung für inzwischen nahezu
alle Aktivitäten unseres Alltags- und Berufslebens ist dabei der sinnfälligste
Ausdruck dieser Revolutionierung unserer Lebensweise. Diese Veränderungen
haben selbstverständlich auch erhebliche Auswirkungen auf Kunst und
Kultur und damit auch für kulturpolitisches Handeln. Die Künste
stehen mitten in diesem dynamischen Wandel und kreieren selbst neue Formen
und Techniken der Gestaltung, Wahrnehmung und Reflexion. Begriffe, die
Jahrhunderte lang für unsere kulturell-künstlerische Produktion
und Rezeption prägend waren wie Original, Aura, Autonomie, individuelle
Urheberschaft, geistiges Eigentum u. a. bekommen eine veränderte Bedeutung.
Alle Kultureinrichtungen ebenso wie die Kulturpolitik selbst stehen vor
der Herausforderung, ihre bisherige Arbeit im Lichte der gesellschaftlichen
und der kulturell-künstlerischen Veränderungen durch die Digitalisierung
zu überprüfen und die Chancen, die sich dadurch für sie
ergeben aufzugreifen sowie diesen Wandel bisheriger Vorstellungen kritisch
zu reflektieren und auf die eigenen Aktivitäten zu beziehen. Im Jahrbuch
will die Kulturpolitische Gesellschaft nach einer Reflexion der gesellschaftlich-kulturellen
Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Kulturbereich verschiedene kulturelle
Sparten und Einrichtungsarten konkret auf die Bedeutung der Digitalisierung
für ihre Arbeit befragen und vor allem die Anforderungen an eine Neuorientierung
kulturpolitischen Denken und Handelns näher beleuchten. Dabei werden
auch die zentralen Beiträge der Tagung „netz.macht.kultur. Kultur-politik
in der digitalen Gesellschaft“, die die Kulturpolitische Gesellschaft und
die Bundeszentrale für Politische Bildung am 9./10. Juni 2011 in Berlin
durchführt, dokumentiert. An den Schwerpunkt schließen sich
die regelmäßigen Rubriken, die Chronik kulturpolitischer Ereignisse,
die Bibliographie kulturpolitischer Neuerscheinungen und der Adressenteil
sowie Kunst und Kultur im Internet an.
Holger Skor
Brücken über den Rhein
Frankreich in der Wahrnehmung und Propaganda des Dritten
Reiches 1933–1939
416 Seiten, Abb., € 49,95
978-3-8375-0563-4
Für den Ideologen Adolf Hitler
galt Frankreich stets als „unerbittlicher Todfeind des deutschen Volkes“
(Mein Kampf). Nach 1933 gerieten diese Sichtweise und der zwangsläufige
Konfrontationskurs zunächst zu einem politischen Handicap des NS-Regimes.
Mit seinen vorgeblichen Friedensofferten („Brücken über den Rhein“)
suchte Hitler daher einen Ausweg aus diesem Dilemma. Holger Skor zeigt
hier erstmals auf, wie sich die deutsche Propaganda gegenüber Frankreich
zwischen 1933 und 1939 zu einer Waffe entwickelte, die gezielt eingesetzt
wurde, um Remilitarisierung, Aufrüstung und den außenpolitischen
Aggressionskurs erfolgreich zu kaschieren. Bei den ehemaligen französischen
Frontkämpfern, den anciens combattants, konnte sich der Mythos vom
„unbekannten Weltkriegssoldaten“ Adolf Hitler besonders wirkungsmächtig
entfalten. In ihnen fand die NS-Propaganda in Frankreich ein geschicktes
Sprachrohr, mit dem Hitler seinem vermeintlichen Friedenswillen Gehör
verschaffte, solange ihm dies opportun erschien.
Gudrun Gersmann / Hans-Werner
Langbrandtner
Im Banne Napoleons
Rheinischer Adel unter französischer
Herrschaft.
Ein Quellenlesebuch
320 Seiten, teils farb. Abb.,
€ 24,95
978-3-8375-0583-2
Henrichshütte Hattingen
Alles Kopfsache
Hut, Helm, Tuch & Co.
96 Seiten, zahlr. Abb., € 16,95
978-3-8375-0612-9
Was der Mensch sich auf den Kopf
setzt, zeigt uns, was er denkt, woran er glaubt, was er macht. Warum tragen
Menschen Kopfbedeckungen und was sagen sie aus? Wie wird ein Hut gemacht?
Wo bekommen die Menschen ihren Hut her? Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung
„Alles Kopfsache. Gut, Helm, Tuch & Co.“ thematisiert die Geschichte
der Kopfbedeckung von der Fertigung über die Entwicklung der verschiedenen
Vertriebsmöglichkeiten bis hin zu den Gründen, warum Menschen
ihren Kopf schützen, zieren oder „sprechen lassen“. Neben modischen
Aspekten spielt besonders der Arbeitsschutz eine wichtige Rolle.
Stefan Remeke
Anders links sein
Auf den Spuren von Maria Weber
und Gerd Muhr
384 Seiten, zahlr. Abb., €
39,95
978-3-8375-0488-0
Eine Gewerkschafterin, „erzkatholisch“
und eine Christdemokratin zumal, die ihre Herkunft aus dem rauen, echten
Ruhrgebiet nie verleugnete, die als Christlich-Soziale moderne Familienpolitik
machte lange vor Ursula von der Leyen, für das ganztägige Schulwesen
kämpfte und sich um die Gesamtschule und aus anderen Anlässen
raufte mit den Granden der CDU/CSU von Helmut Kohl über Kurt Biedenkopf
bis zu Franz Josef Strauß. Sie stand an der Spitze der emanzipierten
Gewerkschaftsfrauen, verband progressive Ideen und Katholizismus und blieb
in bestimmten Angelegenheiten dennoch traditionell: in ihrem Kampf gegen
eine Reform des Paragrafen 218 etwa oder in ihrer äußeren Erscheinung
– „Trägerrock statt Minirock“ respektive in Kostüm mit Brosche
unter den jungen Vertreterinnen der Frauenbewegung nach „1968“. Und ein
Gewerkschafter, der im Hauptberuf den deutschen Sozialstaat gestaltete
und zu verteidigen versuchte, zugleich aber, von vielen unbeobachtet, als
Weltdiplomat Karriere machte in den United Nations of Labour, der Internationalen
Arbeitsorganisation in Genf, und zudem die europäische Integration
in Brüssel im Hintergrund forcierte. Als Gewerkschaftsdiplomat kämpfte
er gegen die europäischen Diktaturen in Griechenland, Portugal oder
Spanien, engagierte sich für Lech Walesa und den Befreiungskampf der
Solidarnosc, versuchte im Ost-West-Konflikt zu vermitteln und sah sich
als Anwalt der sogenannten „Dritten Welt“ und Afrikas, wenn er für
die Entschuldung eintrat oder gegen die Apartheid in Südafrika zur
Unterstützung Nelson Mandelas initiativ wurde. Beide waren nicht irgendwelche
Funktionäre, sondern führende Spitzenkräfte des Deutschen
Gewerkschaftsbundes – und doch hat man sie heute schon fast vergessen.
Es lohnt sich, sich auf die verwehten Spuren zu begeben, die diese spannenden,
vielschichtigen Persönlichkeiten hinterlassen haben, sie näher
kennen zu lernen in dem, was sie prägte, was sie als Person ausmachte,
wofür sie sich engagierten. Denn es tritt dabei etwas anderes zutage
als das, was wir von der tristen Funktionärswelt erwarten – mit hochaktuellen
Bezügen zur Tages- und Weltpolitik der Gegenwart. Die Welt der Funktionäre
war nicht nur grau, sondern, wenn man genauer hinsieht, durchaus bunt –
in diesem Fall vor allem: schwarz-rot.
Mechtild Stiewe / Ulrike Reutter
Mobilitätsmanagement
Betrachtungen und Erkenntnisse
aus Wissenschaft und Praxis
280 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0474-3
Aus dem Inhalt:
Klaus Beckmann: Nachhaltigkeitsstrategien im Verkehr
Ulrike Reutter: Mobilitätsmanagement – Anreize zur
Verkehrsverlagerung schaffen
Herbert Kemming: Mobilitätsmanagement – Verkehrssysetm
intermodal und multioptional gestalten
Konrad Götz: Mobilitätsmanagement – Verkehrsverhalten
ist beeinflussbar
Christian Holz-Rau: Mobilitätsmanagement – Einbingung
in traditionelle, sektorale Verkehrsplanung
Carsten Gertz: Mobilitätsmanagement – Ein baustein
zur Steigerung der Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsinfrastruktur
Marcel Hunecke: Methoden der empirischen Sozialforschung
zur Identifikation von Zielgruppen für umweltfreudliche Mobilitätsangebote
Sebastian Bamberg: Max-Sem – Ein neues Model der Verhaltensänderung
Mechtild Stiewe: Einbindung von Mobilitätsmanagement
in die Stadtplanung
Conny Louen/Andreas Witte: CO2-Einsparung und Verlagerungspotenziale
durch Mobilitätsmanagement
Volker Blees: Mobilitätsmanagement - eine Aufgabe
für Kommunen
Christian Rumpke/Stefan Haendschke: Politische Implementierung:
Vom „Aktionsprogramm effizient mobil“ zum Masterplan Mobilitätsmanagement
Doina Talmann / Günter
Strunck
Marian und Victoria Zidaru
Das Künstlerpaar
144 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 24,95
978-3-8375-0533-7
Vom Kunstmäzen Peter Ludwig
entdeckt und gefördert ist das Künstler Ehepaar Marian und Victoria
Zidaru vielleicht der spektakulärste Fall oder zumindest der originellste
in der rumänischen Szene der bildenden Kunst der 90er Jahre und Anfang
der 2000er Jahre. Der Bildhauer Marian Zidaru übernimmt in der heutigen
rumänischen Kultur die einzigartige und schwierige Rolle des prophetischen,
des missionarischen Künstlers, der religiöse, politische und
soziale Auseinandersetzungen ausgelöst hat, die den engen ästhetischen
oder kulturellen Rahmen gesprengt haben. Sein Programm, das stetig mit
der Unterstützung seiner Frau Victoria verwirklicht wird, verfolgt
durch Projekte, die sich auf alle Lebensaspekte beziehen, einen radikal
verschiedenen Zugang zu den Elementen des alltäglichen Lebens. Sei
es die Politik oder das alltägliche Leben, der verallgemeinerte Konsumismus
oder das allmächtige Fernsehen, sei es die Zerstörung des Planeten
oder der zwischenmenschlichen Beziehungen, setzt das, was Marian und Victoria
Zidaru durch ihr totales Kunstprojekt realisieren wollen, keine Ignorierung
der extrem komplizierten Realität der Gegenwart voraus, sondern möchten
einen anderen Sinn vermitteln, indem sie inmitten derselben Welt bleiben
und indem sie diese zu einer aktiven Respiritualisierung orientieren, die
manchmal kompromisslos, aber immer bejahend, positiv und wohltuend ist.
Jasmin Grande
Nussschalen der Wissenschaft
Die fantastische Literatur als
Genre
300 Seiten, € 35,00
978-3-8375-0591-7
In den 1970er Jahren regt die Arbeit
des französischen Strukturalisten Tzvetan Todorov, „Einführung
in die fantastische Literatur“, eine Diskussion über das Fantastische
in der Literatur an. Der Diskurs um die Frage „Was ist Fantastik?“ ist
bis heute aktuell, wenngleich es inzwischen unzählige Untersuchungen
gibt, die sich mit der Definition der fantastischen Literatur befassen.
Jasmin Grande schlägt eine Schneise durch die Theorienvielfalt, indem
sie die Perspektive verändert: Die Kontextualisierung des Fantastik-Diskurses
in der Fachgeschichte seit den 1970er Jahren eröffnet eine neue Lesart
der Frage und arbeitet die bisher übersehene Bedeutung heraus, die
dem Diskurs um das Fantastische in der Literaturwissenschaft zukommt.
Michael Köster
Die schönsten Biergärten im Revier
Biergartenführer Ruhrgebiet
160 Seiten, zahlr. Abb.,€ 9,95
978-3-8375-0367-8
In München und Umgebung sind
Biergärten eine Weltanschauung. Bringt der Frühling die ersten
wärmenden Sonnenstrahlen, dann schwärmen die Freunde dieser einzigartigen
Freiluft-Kultur aus. Unter Schatten spendenden Kastanien sind alle gesellschaftlichen
Schranken aufgehoben. Studenten und Schlipsträger hocken beieinander,
um bei Maß und Brotzeit über Politik, Fußball oder das
Wetter zu diskutieren. Inzwischen findet diese Art des „Dolce Vita“ aber
auch nördlich des Weißwurst-Äquators eine hohe Akzeptanz,
immer mehr Freiluft-Schänken ! nach bajuwarischem Vorbild wurden in
den letzten Jahren eröffnet. Vor allem im Ballungsraum Ruhrgebiet,
wo die Menschen danach dürsten, irgendwo im Grünen ihr Bier zu
genießen bestellen. Statt eines süffigen Hellen wird hierzulande
ein herbes Pils bevorzugt, statt einer Schweinshaxe darf's auch eine Currywurst
sein. Mit Beginn der Biergarten-Saison 2011 stellen wir die schönsten
Biergärten des Reviers in einem handlichen Führer vor, geben
Tipps und Hinweise zur Anreise, zu den Angeboten und zu Ausflugsmöglichkeiten.
Karl Schneider
Auswärts eingesetzt
Bremer Polizeibataillone und
der Holocaust
812 Seiten, Gb., € 39,95
978-3-8375-0527-6
Mit großer Akribie und bis
an die Grenzen des Erträglichen beschreibt Karl Schneider die Beteiligung
der in Bremen aufgestellten Bataillone an der Vernichtung der europäischen
Juden. Karl Schneiders Werk belegt: Der NS-Staat unterhielt Polizeitruppen,
die dazu bestimmt und bereit waren, im Namen des nationalsozialistischen
Kampfs gegen den „jüdischen Bolschewismus“ Menschen zu töten.
Die Bremer Einheiten waren vor allem in den Niederlanden und der Ukraine
eingesetzt. Auch in Bremen organisierte die Polizei nach Maßgabe
ihrer Kompetenzen und auf dem Boden der bestehenden Anordnungen ihren Beitrag
zur administrativen Abwicklung dessen, was der Jargon der Nazis als die
„Endlösung der Judenfrage“ bezeichnet hat. Die Deportation der Juden
aus Bremen etwa nach Minsk und Theresienstadt fiel in die Zuständigkeit
der Gestapo. Polizeibeamte erfassten die Namen der Opfer, stellten die
Transporte zusammen, befahlen die Menschen zum Bahnhof, sorgten für
die Waggons der Reichsbahn und organisierten die polizeiliche „Begleitung“.
Die Bataillonsmitglieder waren nicht immer selbst die direkten Täter,
aber sie waren Teil der Todesorganisation. Nach dem Krieg blieb die Verstrickung
der Polizei Bremens in die nationalsozialistischen Verbrechen weitgehend
tabu. Umso mehr muss uns die Beobachtung irritieren, dass viele Männer
der beiden Polizeibataillone nach 1945 wieder in die Bremische Polizei
aufgenommen worden sind. Zwar hat es Versuche der Staatsanwaltschaften
gegeben, strafrechtliche Ermittlungen gegen ehemalige Mitlieder der Bataillone
zu führen. Nicht einer der Männer ist verurteilt worden. Es bleibt
die Frage, warum das Buch erst heute erscheint. Seit dem Massaker in Kiew
sind inzwischen 70 Jahre vergangen. Es ist schon erstaunlich, dass weder
staatliche Institutionen noch kritische Wissenschaftler sich des Themas
der Polizeibataillone nach 1945 angenommen haben. Offensichtlich haben
die Täter von damals ihre Beteiligung am Völkermord systematisch
verschwiegen. Ebenso wie die Wehrmacht hat die „Grüne Polizei“ davon
profitiert, dass in den Nürnberger Kriegsverbrecher Prozessen lediglich
die SS und die Gestapo als kriminelle Organisationen eingestuft wurden.
Ludger Heid
Ostjuden in Duisburg - Bürger,
Kleinbürger, Proletarier.
Geschichte einer jüdischen Minderheit im Ruhrgebiet
592 Seiten, Abb., € 39,95
978-3-8375-0536-8
Mit dieser Untersuchung verfügt
die Stadt Duisburg als einzige deutsche Stadt über eine eigene Geschichte
ihrer Ostjuden, deren Spuren von der Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts
bis in die Gegenwart reichen. Seit Ende der 1980er Jahre haben mit der
Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion die „neuen“ Ostjuden in Duisburg
ein neues Kapitel jüdischer Geschichte aufgeschlagen. Die Geschichte
der Ostjuden in Deutschland ist auch eine Leidensgeschichte, über
die kein Gras wachsen, die keine historische „Patina“ ansetzen darf.
Alfred Hagemann / Elmar Hoff
Gronau – Enschede – Berlin
Eine musikalische Reise durch
die Welt der Unterhaltung
von der Weimarer Republik bis
in die Nachkriegszeit
88 Seiten, zahlr. Abb., € 12,95
978-3-8375-0537-5
Unterhaltungsmusik war nach 1918
ein Massenphänomen. In der Industrieregion um Gronau und Enschede
(Niederlande) entstand in diesen Jahren eine einzigartige deutsch-niederländische
Kulturszene, die mit der pulsierenden Weltstadt Berlin in lebendigem Austausch
stand. Die populäre Musik spielte darin eine wichtige Rolle.
Eine private Initiative macht dies
zum Thema einer Dauerausstellung. Im traditionsreichen Apollo-Kino lädt
sie unter dem Titel „Gronau – Enschede – Berlin” zu einer musikalischen
Reise durch die Welt der Unterhaltung von der Weimarer Republik bis in
die Nachkriegszeit ein. Durch 300 Exponate wird die Unterhaltungsmusik
in ihrem historischen Kontext „sichtbar“, durch eine Medienstation und
ein Grammophon zudem „hörbar” gemacht. Der Begleitband zur Ausstellung
ist als „Reiseführer in die Welt der Unterhaltungsmusik“ gedacht.
Er bietet, ergänzend zu den Abbildungen und Hörbeispielen, noch
weitere „O-Töne” der Epoche – Zitate aus journalistischen und literarischen
Texten.
Johanna Eichmann
"Du nix Jude, du blond, du deutsch"
Erinnerungen 1926–1952
128 S., Abb., € 14,95
978-3-8375-0519-1
Die Lebenserinnerungen von Johanna
(geb. Ruth) Eichmann behandeln Kindheit und Jugend in einer jüdischen
Großfamilie. Die Autorin schildert die erfahrenen Drangsalierungen
in Schule und Freizeit während der NS-Zeit, das Ausweichen in den
Schonraum eines katholischen Internats und die Behinderung der schulischen
Laufbahn. Nach einer privaten Dolmetscher-Ausbildung kam Johanna Eichmann
nach Berlin, arbeitete in einem französischen Kommissariat zur Betreuung
der aus Frankreich verschleppten Zwangsarbeiter, bis sie in den letzten
Kriegsmonaten als Halbjüdin selber zur Zwangsarbeit herangezogen wurde.
Ihre zunächst durch eine „Mischehe“ geschützte Mutter überlebte
Deportation und Zwangsarbeit. Mit den ersten Schritten nach dem Krieg –
Rückkehr ins Ruhrgebiet, Studium und Eintritt in den Ursulinenorden
– enden die Erinnerungen von Johanna Eichmann. Ihre Autobiografie gibt
eine oft übersehene, aber nicht unwichtige Zwischen-Perspektive derer
wieder, die weder von der deutschen Mehrheitsgesellschaft (und der „Volksgemeinschaft“
der NS-Periode) noch von der jüdischen Gemeinschaft als zugehörig
angesehen wurden und werden.
Short Cut Europe 2010
Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung.
Dokumentation des Europäischen Kongresses vom
3. bis 5. Juni 2010 in Dortmund
200 Seiten, € 15,00
978-3-8375-0504-7
Im Juni 2010 hat der Fonds Soziokultur
e. V. zum zweiten Mal (nach 1999) einen europäischen Kongress in der
europäischen Veranstaltungsreihe „Short Cut Europe“ veranstaltet.
Er stand im Zusammenhang mit dem „Europäischen Jahr zur Bekämpfung
von Armut und sozialer Ausgrenzung“. Soziokulturelle Zentren, Einrichtungen
der Kinder- und Jugendkulturarbeit sowie der spartenübergreifenden
kulturellen Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit aus Deutschland und Europa
waren eingeladen.
Kann Kulturpolitik, können
Kulturarbeit, kulturelle Bildung und Kulturpädagogik Strategien gegen
soziale Ausgrenzung entwickeln? Ist der theoretisch formulierte Anspruch
einer „Kultur für alle“ noch in den Köpfen der Akteure präsent
und wie sieht die Praxis aus? Gibt es neue Ansätze und Methoden der
aktivierenden Kulturarbeit in der europäischen Soziokultur? Wo wird
Vorbildliches und Modellhaftes geleistet, dass sich nachzuahmen lohnt?
Muss Kulturarbeit mehr aufsuchende Aktivitäten beinhalten, also an
die Orte derer gehen, die nicht von selber kommen? Wie können insbesondere
Jugendliche aus sozial benachteiligten Lagen angesprochen werden? Diese
Fragen wurden auf dem Kongress auf der Grundlage der Erfahrungen aus der
europäischen Praxis diskutiert.
Erasmus Schöfer
Diesseits von Gut und Böse
Beiträge fürs Feuilleton
260 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0384-5
Erasmus Schöfer hat als kritischer,
engagierter und ‚linker‘ Schriftsteller die gesellschaftliche und politische
Entwicklung in der (alten) Bundesrepublik wie - nach 1989 - dann im größer
gewordenen Land beobachtet, geschildert und in einer Reihe von beeindruckenden
literarischen Texten, abschließend in der Tetralogie „Die Kinder
des Sisyfos“ (2002-2009), zu erzählen verstanden. Daneben hat Schöfer
noch auf anderen literarischen Feldern gewirkt, seit Jahrzehnten mit Hörspielen
und Features für den Rundfunk, gelegentlich auch mit Theaterarbeiten.
Schließlich muß als ein herausragendes Verdienst dieses unermüdlich
um ein realistisch-humanistisches Schreibkonzept bemühten Künstlers,
der sich gewiss auch als wachsamer Beobachter der politisch-gesellschaftlichen
Veränderungen in der BRD definiert, das Bemühen um eine eigenständige
Arbeiterliteraturbewegung in der Bundesrepublik, zusammengefaßt im
‚Werkkreis Literatur der Arbeitswelt‘, gesehen werden. So ist dann parallel
zum literarischen Schaffen Schöfers auch noch ein umfangreiches essayistisch-publizistisches
Werk entstanden, das neben Rezensionen, Glossen, Miszellen, neben Berichten
und Aufsätzen auch Reiseberichte oder Kommentare zu (tages-)politischen
Ereignissen enthält, das hier in einer umfangreichen (für den
heutigen Leser maßvoll kommentierten) Auswahlausgabe erscheint.
Gergana Panova-Tekath
Tanz nach der Wende
Bd. 1: Der Körper als symbolische Form
312 Seiten, Abb., € 29,95
978-3-89861-864-9
Die Autorin beschäftigt sich
im ersten Band ihres Projektes über den Tanz in und zwischen den Kulturen
mit der Körperlichkeit generell. Diskutiert wird die besondere Rolle
des Körpers für die Ausarbeitung von Bildern und Bedeutungen
in Tradition und Gegenwart. Das Tanzen erweist sich als ein Bewahren von
Strategien des Kleinkindes auf dem weiten Weg der Selbst- und Welterschließung.
Das traditionelle Tanzen in Bulgarien lässt beispielhaft die fremde
Seite der Kultur begreifen und macht so eine lebensnahe europäische
Zeitdiagnose möglich. Band 2 des Werkes finden
Sie hier.
Band 1 und 2 zusammen zum Vorzugspreis:
664 Seiten, zahlr. Abb., €
49,95
978-3-8375-0586-3
Gergana Panova-Tekath
Tanz nach der Wende
Die "Volks"-Choreographie als symbolische Kommunikation,
Bd. 2
352 Seiten, Abb., € 29,95
978-3-8375-0460-6
Vielfältig und anregend sind
die kulturellen Unterschiede zwischen Südost- und Westeuropa. Das
spüren vor allem jene, die versuchen, dieses Spannungsfeld selbst
körperlich-konkret zu erkunden und zu erleben – etwa im „Bulgarisch-Tanzen“.
Wenn Deutsche, Österreicher oder Schweizer mit Bulgaren gemeinsam
tanzen, ergibt sich aus dieser nonverbalen interkulturellen Kommunikation
heraus eine grundlegende Frage: Kann man sich durch die Aneignung einer
Körpertechnik und Choreographie in die entsprechende Lebenswelt hineinversetzen
und dadurch einem gegenseitigen Verständnis näher kommen? Der
zweite Band des Projektes „Tanz nach der Wende“ zeigt, wie sich heute im
Volkstanzen eine Art interaktives Spiel vollzieht und dabei historisch-politisch
geprägte Verwerfungen unbewusst zu Tage treten: Wie definieren wir
uns im Vergleich zum Anderen – und woran orientieren wir uns? Durch die
Befragung dutzender tanzender Individuen dechiffriert die Autorin „feste
und flüssige Formen“ der Authentizität und Interkulturalität.
Sie vergleicht gesellschaftliche Entwicklungsstufen und Formen von Identitätspolitik.
Alte und neue Bilder und Gewohnheiten werden in den Wechselbezügen
zwischen Verkörperung und Versprachlichung, zwischen Vollzug und Verstehen
sichtbar und lassen uns erahnen, wie ein zukünftiges Zusammenleben
in Europa aussehen könnte. Band
1 des Werkes finden Sie hier.
Band 1 und 2 zusammen zum Vorzugspreis:
664 Seiten, zahlr. Abb., €
49,95
978-3-8375-0586-3
Jiri Pesek / Falk Wiesemann
Blut
Perspektiven in Medizin, Geschichte
und Gesellschaft
280 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 29,95
978-3-8375-0503-0
Blut, diese
lebenstragende Flüssigkeit, ist zunächst ein komplexes medizinisches
Phänomen, das die Medizin schon seit Jahrtausenden ins Zentrum ihrer
Aufmerksamkeit gestellt, gleichzeitig aber auch dauerhaft mythisiert hat.
Auch die metaphysische, religiöse
und rechtliche Rolle des Blutes ist seit dem Altertum Teil der Menschheitsgeschichte.
Als interdisziplinäres Thema ist die Problematik des Blutes in ihren
vielfältigen Aspekten nahezu unerschöpflich. Im Zentrum stehen
Perspektiven in Medizin, Geschichte, Kunst und Gesellschaft.
Wilhelm Damberg
Soziale Strukturen und Semantiken
des Religiösen im Wandel
Transformationen in der Bundesrepublik
Deutschland 1949–1989
224 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0535-1
Für eine junge Generation
dürfte es kaum noch nachzuvollziehen sein, wie fraglos das tägliche
Leben der Bevölkerung in den frühen Jahren der Bundesrepublik
Deutschland mit einer religiösen Praxis verflochten war, die maßgeblich
von den Volkskirchen geprägt wurde. Davon ist kaum etwas geblieben.
Vielfach wird deshalb ein Niedergang des religiösen Lebens beklagt.
Andererseits lassen sich gegenläufige Phänomene beobachten: In
den Medien erfreut sich Religion gesteigerter Aufmerksamkeit, es hat sich
ein neuer religiöser „Markt“ mit veränderten Interaktions- und
Gruppenbildungen ausgebildet, auch weisen die Kirchen etwa in Caritas und
Diakonie eine nach wie vor starke Präsenz auf. Offenkundig ist das
Verhältnis von Religion und Gesellschaft seit den 1950er Jahren in
einem vielfältigen Wandel begriffen. Das Buch analysiert an ausgewählten
Beispielen diese Transformationsprozesse der Religion in der Moderne. Die
Autoren gehören einer Gruppe von Historikern, Theologen, Religionswissenschaftlern
und Soziologen an der Ruhr-Universität Bochum an, die sich mit der
Religionsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland befasst.
Ulrike Robeck
Egon Erwin Kisch in Essen
Eine ‚Fotografie’ der Kruppwerke
und des RWE
120 Seiten, Abb., € 18,95
978-3-8375-0548-1
„Das Nest der Kanonenkönige:
Essen“ und „Generalversammlung der Schwerindustrie“ heißen die beiden
Reportagen aus Essen, die Egon Erwin Kisch 1924 in seine berühmte
Sammlung „Der Rasende Reporter“ aufnahm und die hier vorgestellt werden.
Besonders die erste zeichnet ein wenn auch nicht gerechtes, so doch anschauliches
Bild der Stadt in den ersten Jahren nach dem Weltkrieg. Im Mittelpunkt
beider Texte steht aber nicht die Stadt Essen selbst. Das Interesse Kischs
gilt vielmehr ihren beiden großen Unternehmen, der Firma Krupp und
dem RWE. Mithilfe zeitgenössischer und geschichtswissenschaftlicher
Literatur sowie historischer Fotografien untersucht Ulrike Robeck, auf
welche Weise der Autor diese Unternehmen beschreibt und welche Haltung
er ihnen und den sie repräsentierenden Personen gegenüber einnimmt.
Holger Germann
Geht Kunst nach Brot?
Die Gelsenkirchener Künstlersiedlung Halfmannshof
und deren Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus
176 Seiten, Abb., € 19,95
978-3-8375-0496-5
Die Künstlersiedlung Halfmannshof
begeht im Jahr 2011 ihr 80-jähriges Bestehen. In diesen 80 Jahren
veränderte die Einrichtung immer wieder ihre Mitgliederstruktur und
durchlief Phasen von überregionaler, ja sogar internationaler Bedeutung
bis hin zu einer Art Dornröschenschlaf. Unabhängig davon erlebte
der Halfmannshof aber auch den Wechsel dreier politischer Systeme mit deren
wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und auch künstlerischen Besonderheiten.
Darunter die von 1933 bis 1945 andauernde nationalsozialistische Herrschaft.
Das NS-Regime endete bekanntlich nach „nur“ 12 Jahren. Verglichen mit den
weiteren 68, von der Gründung der Künstlersiedlung im Jahr 1931
bis heute, eine auf den ersten Blick kurze, aber deshalb keineswegs unbedeutende
Zeitspanne. Immer wieder wurden im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte Details
aus jener Zeit über dort lebende einzelne Künstler in der Öffentlichkeit
bekannt, die eine Nähe zum Nationalsozialismus vermuten ließen,
aber aus denen nicht hervorging, ob sie repräsentativ für alle
Künstler des Hofes während der NS-Herrschaft waren.
Frank Stenglein
Krupp
Höhen und Tiefen eines
Industrieunternehmens
aktualisierte und überarbeitete
Ausgabe
288 S., zahlr. Abb., €
12,95
978-3-8375-0518-4
Großer Ruhm und abgrundtiefer
Hass – an Krupp haben sich schon immer die Geister geschieden. Viele Jahre
nach der Fusion mit Thyssen steht der Name Krupp noch immer symbolhaft
für die Weltgeltung, aber auch für die historischen Verstrickungen
der deutschen Industrie. Während der entscheidenden Phasen seiner
2011 genau 200 Jahre alten Geschichte war das Unternehmen aufs Engste mit
Staat und Politik verzahnt. Es litt wie kein anderes an den deutschen Katastrophen,
ging mehrfach beinahe unter, um in den guten Zeiten umso eindrucksvoller
wie Phönix aus der Asche zu steigen. Krupp ist darüber zu einem
Mythos geworden und nicht zuletzt zu einer spannenden Story. Was die Essener
Traditionsfirma im Guten wie im Schlechten so einzigartig macht, zeigt
dieses Buch.
RUHR.2010
Die unmögliche Kulturhauptstadt.
Chronik einer Metropole im Werden
240 Seiten, durchg. farb. Abb., inkl. 2 DVD's, €
29,95
978-3-8375-0363-0
Das Ruhrgebiet will Kulturhauptstadt
Europas werden? Unglaublich! Unmöglich! Unmöglich, dass sich
das Ruhrgebiet gegen bedeutende Kulturstädte wie Bamberg, Bremen,
Görlitz, Köln und Regensburg durchsetzte. Unmöglich, dass
sich die 53 Städte an der Ruhr mit ihrem lmage als heruntergekommene
lndustrieorte auf ein gemeinsames Ziel einlassen: Für die polyzentrische
Metropole einen neuen Auftritt zu schaffen. Unmöglich, einen roten
Faden für ein weit gefächertes Programm aus 300 Projekten zu
spinnen. Ebenso unmöglich schien das Ziel, mit vergleichsweise kleinem
Budget national und international erfolgreich Aufsehen zu erregen. Unvorstellbar,
die Metropole Ruhr sogar als attraktives Reiseziel durchzusetzen. Aber
die unmögliche Kulturhauptstadt RUHR.2010 hat sich durchgesetzt. Das
lmage vom alten Ruhrgebiet ist vom Bild einer dynamischen und inspirierenden
Kulturmetropole abgelöst worden. Wie es zu der Kulturhauptstadt Europas
gekommen und was daraus geworden ist, schildern die Akteure von RUHR.2010
und ihre Partner. lhre Botschaft lautet: Kultur macht Unmögliches
möglich. Alle Projekte, lnformationen und Entwicklungen auf 240 Seiten
inklusive zwei DVDs RUHR.2010-TV mit Hintergrundberichten und lnterviews.
Horst-Pierre Bothien
Lasst Bäume sprechen
Mit Bäumen durch die Bonner
Stadtgeschichte
216 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 13,95
978-3-8375-0509-2
Wer mit offenen Augen durch Bonn
geht, stößt überall auf eindrucksvolle alte Bäume
oder Baumensembles. Sie sind nicht nur eine willkommene Abwechslung in
der Gebäudelandschaft: Viele Bürgerinnen und Bürger schätzen
die ökologische Bedeutung der Bäume und lassen sich von ihnen
zu Ruhe und Besinnlichkeit einladen. Darüber hinaus stehen Bäume
für Kontinuität und gewachsene Geschichte. So mancher Bonner
Baum blickt als „Zeitzeuge“ auf ein 100- bis 300-jähriges Leben zurück
- er könnte interessante Geschichten „erzählen“. Bäume spielen
aber auch in der Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle, etwa als Gedenkbaum
oder als Naturdenkmal. Das Buch führt auf elf Rundgängen zu besonders
interessanten Bäumen und lässt Bonner Geschichte lebendig werden.
Kunstführer
Zollverein
Kunst auf Zollverein von den Anfängen bis heute
96 Seiten, zahlr. Abb., € 9,95
978-3-8375-0464-4
Noch vor 25 Jahren war Zollverein
das größte und leistungsfähigste Steinkohlebergwerk Europas.
Heute begegnen wir einem Standort voller kultureller Erlebnismöglichkeiten.
Von Konzerten über Ausstellungen, bis zur Kunst, werden dem interessierten
Besucher unzählige Ereignisse geboten. Schon fünf Jahre nach
der Stilllegung dieses bedeutenden Denkmals entdeckten Künstler das
Gelände für sich. Ulrich Rückriem machte 1992/1993 den Anfang
und platzierte seine monumentalen Steinskulpturen auf dem heutigen UNESCO
Welterbe. Mit der Entwicklung und Neunutzung von Zollverein erhielten mit
der Zeit immer mehr Kunstwerke Einzug. Die Stiftung Zollverein freut sich,
nun erstmals eine Zusammenstellung aller Kunstwerke auf dem Zollverein-Gelände
zu präsentieren. Anhand eines Rundgangs bietet der neue Kunstführer
ZOLLVEREIN® dem Besucher die Möglichkeit, die Entwicklung der
Kunst auf Zollverein nachzuvollziehen und vermittelt vielseitige Informationen
zu den Werken von Künstlern wie Ansgar Nierhoff, Alf Lechner und Maria
Nordman. Besonders im Bereich der zeitgenössischen Kunst schildert
er die Besonderheiten des in der internationalen Kreativszene anerkannten
Kunststandorts.
Über
die Zukunftsperspektiven des Ruhrgebiets mit Beiträgen von bekannten
Autorinnen und Autoren aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft:
Phönix flieg!
Das Ruhrgebiet entdeckt sich neu
Herausgegeben von Klaus Engel / Jürgen Großmann
/ Bodo Hombach
672 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0425-5
Im Herzen Europas gelegen, hat
der Lebensraum zwischen Emscher und Ruhr ein großes Potenzial. Autorinnen
und Autoren aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
stellen in profilierten und meinungsfreudigen Beiträgen die Zukunftsperspektiven
des Ruhrgebiets dar. Der Band regt einen notwendigen und fruchtbaren Dialog
an. Mit Beiträgen von Frank Baranowski, Burckhard Bergmann,
Wulf H. Bernotat, Kurt Biedenkopf, Christoph Blume, Harro Bode, Werner
Böhnke, Jörg Bogumil, Wilhelm Bonse-Geuking, Bruno O. Braun,
Arnim Brux, Bodo Buschmann, Wolfgang Clement, Klaus Engel, Raimund Erbel,
Susanne Fengler, Uwe Franke, Rüdiger Frohn, Eberhard Geisler, Jürgen
Gramke, Jürgen Großmann, Rüdiger Grube, Walter Hagemeier,
Ulrich Hartmann, Rolf G. Heinze, Carole Herzog, Dieter Heuskel, Josef Hilbert,
Reiner Höck, Hendrik Hollweg, Stephan Holthoff-Pförtner, Bodo
Hombach, Thomas Hunsteger-Petermann, Ludwig Jörder, Joe Kaeser, Rainer
Kambeck, Recep Keskin, Jürgen Kluge, Friedrich P. Kötter, Lambros
Kordelas, Hannelore Kraft, Hans-Georg Küppers, Thomas A. Lange, Stefan
Laurin, Claus Leggewie, Bernhard Lorentz, Herbert Lütkestratkötter,
Jochen Malmsheimer, Marie-Luise Marjan, Winfried Materna, Jochen Melchior,
Andreas Meyer-Lauber, Jürgen Mittag, Dagmar Mühlenfeld, Ansgar
Müller, Bertram R. Müller, Eckhard Nagel, Franz-Josef Overbeck,
Reinhard Paß, Fritz Pleitgen, Ludger Pries, Jewgeni Maximowitsch
Primakow, Simone Raskob, Jürgen Rüttgers, Adolf Sauerland, Thomas
Sauter, Klaus Schäfer, Oliver Scheytt, Heinz-Peter Schlüter,
Christoph M. Schmidt, Nikolaus Schneider, Ottilie Scholz, Jürgen Schröd
er, Wolfgang Schulhoff, Reinhold Schulte, Ekkehard D. Schulz, Tobias Schulz-Isenbeck,
Burkhard Schwenker, Ullrich Sierau, Peter Sloterdijk, Albert Speer, Erich
Staake, Jochen Stemplewski, Wolfgang Straßburg, Martin Stuschke,
Cay Süberkrüb, Johannes Teyssen, Frank Thorwirth, Beate Timmermann,
Bernd Tischler, Bernd Tönjes, Fritz Vahrenholt, Michael Vassiliadis,
Arnold Voß, Florian Weig, Elmar W. Weiler, Paul J. J. Welfens, Christoph
Zöpel, Stefan Zowislo
Stadt Dortmund
Augenblicke
Dortmund RUHR.2010
96 Seiten, durchgehend farb. Abb., € 9,95
978-3-8375-0560-3
Das Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010
war für die Stadt Dortmund voller besonderer Augenblicke. Das Buch
dokumentiert die herausragenden Projekte und beeindruckendsten Momente
in Wort und Bild.
Aus dem Inhalt:
SchachtZeichen – Still-Leben Ruhrschnellweg – Fliegende
Bilder – Dortmunder U – Das Museum als Kraftwerk – Bild für Bild –
2–3 Straßen – JeKi. Jedem Kind ein Instrument – Odyssee Europa –
Zeitinsel Fazil Say – Deutsche Meisterschaft HipHop und StreetDance – Starke
Orte – RUHR.VISITORCENTER – scene ungarn in nrw – Element X – transindustriale
– Local Hero Dortmund – 8. Deutscher Chorwettbewerb – KLANGVOKAL Musikfestival
– LichtKunstRaum sanktreinoldi – RUHR.2010-Cup – Orpheus-Projekt – Arctic
Perspective – Zeitinsel Cecilia Bartoli – RuhrHOCHdeutsch – Hanging Around
– Triptique – U-Westend – Pottfiction – ISEA – ECCE – »Das war mein
Jahr«– Volunteer Inge Nieswand – E-Culture Fair – SEE YOU – inter-cool
3.0 – DASL-Tagung – TWINS 2010 – FAVORITEN 2010 – Über Wasser gehen
– East West European Jazz Orchestra – Finale Dortmund RUHR.2010 – Ein Jahr
in Zahlen – »Viel mehr Ausbeute geht nicht«: Kulturdezernent
Jörg Stüdemann im Interview.
Monika Elm
Ruhrchemie
Werk und Belegschaft in Wort und Bild. 1927–2010
112 Seiten, zahlr. teils farb. Abb., € 14,95
978-3-8375-0530-6
Das Buch gibt einen Einblick in
die wechselvolle Geschichte der Ruhrchemie mit ihren großen Unternehmensentscheidungen
und alltäglichen Werksereignissen. Versehen mit ausgewählten
Abbildungen aus der Geschichte des Werks spiegelt es einen bedeutenden
Abschnitt der Chemiegeschichte im Ruhrgebiet wider.
Emschergenossenschaft / Regionalverband Ruhr / Künstlergruppe
Observatorium
Warten auf den Fluss
Das Neue Emschertal im Wandel der Kunst. Ein Lesebuch
82 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 14,95
978-3-8375-0525-2
Die Internationale Bauausstellung
Emscher Park setzte Ende der 1990er Jahre die Marken für den Landschaftswandel.
Dieser Prozess wird mit dem Umbau der Emscher bis zum Jahr 2020 weitergeführt.
Zwischen Holzwickede und Duisburg entstehen aus der während des Bergbaus
zu einem Abwasserkanal degradierten Emscher und ihrer Nebenläufe wieder
renaturierte, lebendige Gewässer – das Neue Emschertal. Dabei wird
das Neue Emschertal mehr als eine von Gewässern durchzogene, attraktiv
gelegene Parkanlage sein. Es ist eine Entwicklungsfläche, von der
von Freizeit über Erholung bis zur Unternehmensansiedlung vieles möglich
ist. Dieses Buch erzählt von den Veränderungen der Emscherflusslandschaft
im 20. und 21. Jahrhundert, von der Umwidmung ehemaliger Brachlandschaften
und von gemeinsamen Gestaltungsideen für die Gegenwart und Zukunft
des Neuen Emschertals von Künstlern und der Bevölkerung. Als
ein Beispiel für kommunikative Kunst und den notwendigen Mut zu temporären
Eingriffen in die Landschaft steht dabei die bewohnbare Brückenskulptur
„Warten auf den Fluss“ der niederländischen Künstlergruppe Observatorium
stellvertretend. Diese Skulptur war im Rahmen der Ausstellung EMSCHERKUST.2010
für 113 Tage lang auf der Emscherinsel zu erleben. In diesem Buch
werden vielfältige Erlebnisse und Zukunftsideen von Ihren besuchern
dokumentiert.
handy_photo_HUstadt
Ein Fotowettbewerb als Teil eines partizipatorischen
Kunstprojekts
Herausgegeben von Annika Becker, Clemens Braun, Patrick
Dohndorf, Dirk Hansmeier, Celina Knierim, Eva Munoz Morales und Simone
Rudolph.
136 S., zahlr. farb. Abb., € 12,95
978-3-8375-0497-2
Das Handy, das hauptsächlich
dem Zweck der mobilen Kommunikation dient, ist heute ein ständiger
Wegbegleiter. Die Spontaneität, die ein Mobiltelefon ermöglicht
und die Verbreitung, die dieses relativ neue Medium erfährt, sind
mit kaum einer anderen technischen Neuerung vergleichbar. Das zunächst
zusätzliche „Gimmick“ der Mobilfotografie ist zu einem wesentlichen
Bestandteil der Apparatur geworden. Wo man sich früher noch aktiv
an einen Fotoapparat erinnerte, denkt man heute nur noch an die Zusatzfunktion
seines ohnehin mitgeführten Handys.
Die Idee unseres handy_photo_HUstadt-Wettbewerbs
resultierte aus diesen Beobachtungen. Die enorme Verbreitung von Kamerahandys
in der Gesellschaft sollte eine größtmögliche Teilnahme
am Projekt ermöglichen, unabhängig vom Alter und ohne großen
technischen Aufwand. Denn wie unser Aufruf zum Wettbewerb verlauten ließ,
ermöglicht das Handy als omnipräsenter Alltagsgegenstand eine
„spontane und direkte Aufnahme eines flüchtigen Moments“. Unter welchen
Voraussetzungen kann sich der Alltagsgegenstand Fotohandy zu einem künstlerischen
Medium entwickeln, obwohl die technischen Bedingungen und der soziale Umgang
in der Regel nicht darauf angelegt zu sein scheinen? Dies ist eine der
Leitfragen dieses Texts.
Auf den ersten Blick lässt
sich feststellen, dass der alltägliche Umgang mit dem Fotohandy einem
anderen Anspruch folgt als der Umgang mit einem regulären Fotoapparat.
Mit dem Medium ändert sich das Verhältnis zur Fotografie. So
ist es eine aktive und bewusste Entscheidung, wenn ein Fotograf sich dazu
entschließt, eine Kamera im Fachhandel zu erwerben, um die Welt,
wie er sie sieht, festzuhalten. Hingegen ist die Fotofunktion beim Kauf
eines Mobiltelefons, das der Käufer hauptsächlich zum Zwecke
der Kommunikation erwirbt, heute integrativer Bestandteil des Apparates.
Dies lässt beim Fotografen zunächst eine eher beiläufige
Inanspruchnahme vermuten. Die Handykamera offeriert sich somit als Option.
Gertrude Cepl-Kaufmann / Jasmin Grande
Schreibwelten – Erschriebene Welten
Zum 50. Geburtstag der Gruppe 61
416 Seiten, zahlr. teils farb. Abb., € 19,95
978-3-8375-0487-3
1961: In Berlin beginnt der Mauerbau,
in ganz Deutschland wird die „Pille“ käuflich und in Dortmund? In
Dortmund bricht eine Gruppe auf, den Literaturbegriff zu verändern.
Die Mitglieder nennen sich die Dortmunder Gruppe 61 und kommen aus dem
ganzen Land in diese Stadt. Sie sind Arbeiter, Bergmänner, Angestellte,
sie sind schreibende Menschen, die den Gegenstand ihres Alltags, die Arbeit,
literarisch erfassen wollen. Ein Skandal, der der Öffentlichkeit nicht
lange verborgen blieb und für umfangreiche Diskussionen in allen Medien
sorgte: Was ist das eigentlich – Literatur? Und wer macht Literatur?
Die Dortmunder Gruppe 61 hat in
den 1960er Jahren den Literaturbegriff verändert, er sollte nicht
mehr Ausdruck einer intellektuellen Elite sein, sondern Ausdruck von Menschlichkeit,
Solidarität und Gegenwart. Heute ist die Gruppe fast vergessen. Zum
Anlass des 50. Geburtstags der Dortmunder Gruppe 61 erinnert das Publikations-
und Ausstellungsprojekt an die wichtige Bewegung und stellt die Frage neu:
Was ist das eigentlich – Literatur?
Susan Neiman
Moralischer Klarheit für erwachsene Idealisten
Philosophie und Politik XI
80 Seiten, € 8,95
978-3-8375-0484-2
Susan Neiman verteidigt auf der
Grundlage eigener historischer Analysen die Grundwerte der Aufklärung
gegen ihre Kritiker und entwickelt ein philosophisches Fundament für
heutiges politisches Handeln. Sie will die Sprache der Moral und deren
Konzept des Guten, die von konservativen Parteien und der religiösen
Rechten vereinnahmt wurden, für die progressive Politik zurückgewinnen.
Hat deren derzeitige Defensive nicht auch damit zu tun, dass sie meinte,
allen Idealen abschwören zu müssen und nicht mehr im Namen moralischer
Werte wie etwa der Gerechtigkeit agieren zu können? Olaf Scholz antwortet
aus Sicht der Sozialdemokratie. Für eine Partei, der es in der Tradition
der Aufklärung und oft auch mit ethischen Argumenten seit jeher um
„gleiche Freiheit“, um den Fortschritt hin zu mehr Gerechtigkeit und Emanzipation
geht. Mit Beiträgen von Volker Gerhardt, Wolfgang Thierse.
125 Jahre Stadt Gevelsberg
Von Engelbert zum Ennepebogen – Geschichte und Geschichten
unserer Stadt
226 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 19,95
978-3-8375-0513-9
Ein Fest wie das 125-jährige
Stadtjubiläum gibt auch Anlass, sich die Stadtgeschichte und die Entwicklung
bewusst zu machen. Für die Stadt Gevelsberg haben das elf heimatkundliche
versierte Autoren und Autorinnen übernommen und präsentieren
mit dem Jubiläumsband eine Fülle von Geschichte, Zahlen, Daten
und Fakten zu Gevelsberg, zeigen aber auch ganz persönliche Stadtsichten
und Höhepunkte der Stadtgeschichte.
feindschaft
WerkstattGeschichte, Band 55
120 Seiten, € 14,00
978-3-8375-0500-9
THEMA: feindschaft
Martin Leutzsch: Feindschaft als
soziale Nahbeziehung im antiken Israel
Sebastian Kühn: Feindschaft
in der Gelehrtenkultur der frühen Neuzeit
Martin Lücke: "das ist eine
Weibliche Hyene" – Feindschaft, Familie und Fürsorge in der Weimarer
Republik
DEBATTE
Geoff Eley: Germany and its Colonies:
Margins and Metropole
FILMKRITIK
Monika Bernold: Tonfilm in Weiß.
Modernisierung, Krise und Geschlechterpolitik in dem Film "Eva" (Österreich,
1935)
EXPOKRITIK
Jürgen G. Nagel: James Cook
und die Entdeckung der Südsee
Claudia Ried: Ein Museum ohne Sammlung.
Neue Wege im Jüdischen Museum München
Tilman P. Fichter / Siegward
Lönnendonker
Dutschkes Deutschland
Der Sozialistische Deutsche
Studentenbund, die nationale Frage und die DDR-Kritik von links
256 Seiten, € 14,95
978-3-8375-0481-1
Kein Ereignis der Nachkriegszeit
traf die bundesrepublikanische Linken und Grünen so unvorbereitet
wie die Wiedervereinigung. Dabei vergisst man, wie Tilman Fichter und Siegward
Lönnendonker in ihrer lesenswerten Tiefenbohrung herausarbeiten, dass
die charismatische Führungspersönlichkeit des SDS, Rudi Dutschke,
leidenschaftlich für eine Wiedervereinigung eintrat. Der Band behandelt
neben diesem Interesse Dutschkes an der nationalen Frage viele andere verdrängte
oder unbekannte Zusammenhänge im Verhältnis zwischen der deutschen
Studentenbewegung und der DDR. Die Mutmaßungen über eine „Fernsteuerung“
des SDS durch Stasi-Agenten wird dabei ebenso als Geschichtsfälschung
entlarvt wie Vermutungen über ideologische Gemeinsamkeiten zwischen
den Studenten und dem DDR-Sozialismus: Die Differenzen zwischen den sozialistischen
Studenten im Westen und den verknöcherten Staatssozialisten der DDR
konnte größer kaum sein. Die Kontakte zwischen der SPD-Führung
zur DDR waren vielfach enger und besser als die zwischen den aus der SPD
ausgeschlossenen linken SDSlern und den Staatssozialisten im Osten. Das
Buch lädt ein zu einer Reise in die deutsch-deutsche Vergangenheit.
Die Analyse der Autoren und viele Dokumente ermöglichen Entdeckungen
im Spannungsfeld von Stasi, Staatssozialismus und Studentenrevolte.
Olaf Haensch
NachtZüge
Dampf-Träume am Brocken
110 Farbfotos, Streckenkarte
und Höhenprofile
128 S., Gb., € 29,95
978-3-8375-0450-7
Seit 1887 durchqueren Schmalspurbahnen
die raue Landschaft des sagenumwobenen Harzes. Mit ihren 25 Dampflokomotiven
und 140 km Streckennetz zählen die Harzer Schmalspur-bahnen (HSB)
heute zu den bedeutendsten technischen Denkmälern in Europa und den
letzten großen Dampf-Abenteuern der Welt. Fünf Jahre lang verbrachte
der Fotograf Olaf Haensch unzählige Nächte im Harz, um mit aufwändigen
Blitzlicht-Installationen ebenso surreale wie atmosphärische Bilder
von den Dampfzügen und ihrer Umgebung zu schaffen. Vor der dunklen
Kulisse der Nacht geben sie den Blick frei auf den kontrastreich leuchtenden
Dampf und auf Motive, die ohne ihre ausgeklügelte Visualisierung zwar
vorhanden, aber so nicht wahrnehm-bar wären. Fantastische Bilder erzählen
Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart, sie lassen Mythen und Geheimnisse
des Harzes aufleben und den Betrachter zum Teil eines Traums werden. Dieser
großformatige Premium-Bildband vereint unwiederbringliche Szenen
und einzigartige Motive zu einem fulminanten Porträt der HSB, welches
ergänzt wird durch lebendige Texte und ein Geleitwort des Chefredakteurs
der „Thüringer Allgemeine“ und Harzkenners Paul-Josef Raue. Eine eindrucksvoll
gestaltete, aus Satellitendaten abgeleitete Karte sowie Höhenprofile
der Strecken geben Aufschluss über die technischen Meisterleistungen
ihrer Erbauer.


Karl-Jürgen Krause
Lexikon Denkmalschutz und Denkmalpflege
Vorwort von Christa Reicher
und Walter Ollenik
368 Seiten, Abb., €
29,90
978-3-8375-0307-4
Das Lexikon der Denkmalpflege gilt
als Standardwerk für jeden Studenten, Architekten, Stadtplaner und
Kunsthistoriker sowie alle in der Verwaltung tätigen Denkmalpfleger;
es bietet auch dem interessierten Laien hervorragende Einblicke in die
Fachwelt von Denkmalschutz und Denkmalpflege. Wichtige Fachbegriffe sind
anschaulich erklärt und illustriert, ganze historische Bauepochen
werden in den aktuellen Zusammenhang ihrer Schutzwürdigkeit gestellt.
Marcus Sonntag
Die Arbeitslager in der DDR
400 Seiten, Br., € 29,95
978-3-8375-0477-4
Im Zentrum der Studie steht der
Strafvollzug in den Lagerhaftanstalten der DDR. Die Untersuchung bringt
Licht in das weitgehende Dunkel, das die Arbeitslager in der DDR auch zwanzig
Jahre nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten immer noch
umgibt. Wann und warum entschied sich die Staatsführung bzw. das Gefängniswesen
des ostdeutschen Staates dazu, Lager als Vollzugsanstalten einzurichten?
Weitgehend unklar sind der Aufbau der Lager und die Art und Weise der Unterbringung
der Gefangenen. Gefragt wird zudem nach den Menschen, die in den Lagern
inhaftiert waren und nach „dem“ Haftalltag. Welche Praktiken machten das
tägliche Miteinander im Lager aus? Welche Möglichkeiten hatten
Gefangene, das Leben im Lager mitzugestalten? Gab es „Freiräume“,
Selbstbehauptung, Widerstand, Protest? Ein weiteres zentrales Thema ist
die angestrebte „Umerziehung“ von Gefangenen. Untersucht werden die Lager
in der Maxhütte Unterwellenborn im damaligen Land Thüringen bzw.
Bezirk Gera (Existenzzeitraum 1949–1991), im Kalibergwerk Sollstedt im
Bezirk Erfurt (1956–1965) und das Arbeitserziehungskommando Regis im Bezirk
Leipzig (1962–1990).
Institut
für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft
Jahrbuch für Kulturpolitik
2010
Thema: Kulturelle Infrastruktur
420 Seiten, € 19,90
978-3-8375-0471-2
Kulturpolitische Diskussionen werden
dann besonders vehement geführt, wenn es um die Schließung oder
den Neubau von Kunst- und Kultureinrichtungen geht. Diese Institutionen
bilden das Fundament unserer reichhaltigen Kulturlandschaft und ihr Erhalt
stellt gleichzeitig eine der zentralen Herausforderungen für kulturpolitisches
Handeln dar. Gegenwärtig steht diese kulturelle Infrastruktur vor
allem wegen zwei Entwicklungen unter besonderem Druck. Zum einen zwingen
die Schulden der öffentlichen Haushalte Kommunen, Länder und
Bund als Träger und Förderer dieser Einrichtungen auch hier nach
Einsparpotenzialen zu suchen, zum anderen übt die teilweise zurückgehende
Nutzung der öffentlich getragenen Kunst- und Kultureinrichtungen einen
erheblichen Ligitimations- und Veränderungsdruck aus. Das Jahrbuch
umfasst vier Themenblöcke: Im ersten geht es um theoretisch-konzeptionelle
Begründungen der öffentlichen Verantwortung für die kulturelle
Infrastruktur. Danach wird an drei Bundesländern, zwei ländlichen
Regionen und einer Stadt sowie einigen Sparten exemplarisch untersucht,
wie sich die kulturelle Infrastruktur und ihre Nutzung in den vergangenen
zwei Jahrzehnten entwickelt haben. Es folgen Beiträge zur Entwicklung
der kulturellen Teilhabe. Den vierten Teil bilden Artikel, in denen es
um neue Ansätze zur Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur
geht. An den Schwerpunkt schließen sich die regelmäßigen
Rubriken, die Chronik kulturpolitischer Ereignisse, die Bibliographie kulturpolitischer
Neuerscheinungen und der Adressteil sowie Kunst und Kultur im Internet
an.
Veit Didczuneit / Jens Ebert / Thomas Jander
Schreiben im Krieg – Schreiben
vom Krieg
Feldpost im Zeitalter der Weltkriege
538 Seiten, Gb., € 34,95
978-3-8375-0461-3
Wie kaum ein anderes Dokument des
Ersten und Zweiten Weltkrieges haben Feldpostbriefe die Nachwelt und Öffentlichkeit
beschäftigt. Denn sie bieten etwas, was Lageskizzen, Heeresbefehle
oder Kompanietagebücher nicht leisten können: Feldpostbriefe
erzählen von privaten Schicksalen und individuellen Eindrücken.
Im Fokus der modernen Feldpostforschung
stehen dabei zumeist Briefe einfacher Soldaten und ihr Umgang mit dem Kriegsalltag.
45 Wissenschaftler und Publizisten aus elf Nationen geben ! einen Einblick
in den aktuellen Stand der internationalen Feldpostforschung. Sie untersuchen
die unterschiedlichen nationalen Perspektiven auf den Krieg, den Wert von
Feldpost als historische Quelle und vor allem wie Soldaten ihre Lebenswirklichkeit
im Krieg verarbeiteten. Gegenstand sind dabei nicht nur Briefe, sondern
auch Postkarten, Zeichnungen oder Tagebücher. Daneben werden neue
Entwicklungen in der Feldpostforschung aufgegriffen, wie die Dokumentation
der Kriegserlebnisse von Frauen und die geschlechtsspezifischen Unterschiede
in der Betrachtung des Krieges.
Regina Plaßwilm
Die Grenzen des Erzählbaren
Erinnerungsdiskurse von NS-Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeitern in Ost- und Westeuropa
380 Seiten, € 34,95
978-3-8375-0490-3
Die Rekonstruktion der „Erinnerungen
an Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg“ versteht sich als ein innovativer
Beitrag zu einer Oral History der Zeitgeschichte. Dazu wurden über
50 biografischnarrative Interviews mit Zeitzeugen in Belarus, Russland,
Frankreich und den Niederlanden geführt. Die Studie vertritt dabei
die These, dass die Erinnerungen der überlebenden Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeiter gleich in einem doppelten Sinne aufschlussreich und
wichtig sind: Sie sind einerseits geeignet, offizielle Darstellungen durch
Einbeziehung der Opferperspektive zu korrigieren. Andererseits ermöglichen
sie Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Konventionen und
Tabus der öffentlichen Erinnerung, die sich bis in den Diskurs der
Opfer eingeschlichen haben. Ein zentrales Anliegen der qualitativen Forschungsarbeit
ist es, unterschiedliche Wege der Verarbeitung der Zwangsarbeit auf individueller
und kollektiver Ebene aufzuzeigen. Verschiedene Gründe lagen dem häufig
festgestellten Beschweigen der Kriegsjahre nach 1945 zugrunde: Für
einige osteuropäische Überlebende konnte das individuelle Schicksal
nicht bruchlos als Leidensgeschichte dargestellt werden. Deutlich wurde
auch, dass die ehemaligen Zwangsarbeitenden in der Nachkriegszeit einen
geringen Einfluss auf die kollektive bzw. nationale Erinnerungskultur hatten.
So wurden die nationalen Diskurse weniger von ihren Erinnerungen als von
staatlichen Interessen, z. B. in der Frage der Denkmalsetzungen, geprägt.
Herausgearbeitet wird auch die erlittene Hierarchisierung der Opfer, die
die ehemaligen Zwangsarbeitenden auf die unterste Stufe stellte. Die transnationale
Perspektive der Arbeit zeigt deutlich, dass das Phänomen der öffentlichen
Marginalisierung von den Zwangsarbeitenden in Ost- und Westeuropa gleichermaßen
beschrieben wurde und nur partiell an nationale Besonderheiten geknüpft
ist. Die Arbeit leistet somit einen Beitrag zur Reflexion und kritischen
Einordnung der kollektiven Erinnerungskulturen in der Nachkriegszeit.
Helke Stadtland / Jürgen
Mittag
Theoretische Ansätze und
Konzepte in der Forschung
über soziale Bewegungen
in der Geschichtswissenschaft
200 Seiten, € 24,95
978-3-8375-0505-4
Die Beiträge des Bandes beleuchten
Stand und Perspektiven der historischen Bewegungsforschung mit Blick auf
theoretische und konzeptionelle Perspektiven. In empirischen Fallstudien
werden gängige Theoreme der Bewegungsforschung einer näheren
Betrachtung unterzogen. Die vor allem seitens der Sozialwissenschaften
entwickelten Ansätze werden auf historische Fragestellungen und Quellen
bezogen und im Hinblick auf ihre analytische Tragweite – und ihre Grenzen
– analysiert.
Dimitrij Owetschkin
Die Suche nach dem Eigentlichen
Studien zu evangelischen Pfarrern
und religiöser Sozialisation in der Bundesrepublik der 1950er–1970er
Jahre
300 Seiten, € 29,95
978-3-8375-0506-1
Als Repräsentanten und Personifikationen
der Kirche spielten evangelische Pfarrer eine maßgebliche Rolle bei
der religiös-kirchlichen Sozialisation. Nach 1945 wurden sie unter
den Bedingungen der Demokratie und der Partnerschaft von Staat und Kirche
mit dem Rückgang der traditionellen Kirchenbindung, öffentlichen
Auseinandersetzungen um kirchenpolitische und theologische Fragen sowie
mit Tradierungsproblemen religiös-kirchlicher Normen, Werte, Deutungen
und Verhaltensweisen konfrontiert. Wie die Pfarrer auf diese Herausforderungen
reagierten und welche Bedeutung dabei ihren eigenen Sozialisationserfahrungen
zukam, wird in dem Band anhand des pastoralen Handelns in einzelnen Feldern
der Gemeindearbeit untersucht. Dabei werden auch sozialisatorische Prägungen
unterschiedlicher Pfarrergenerationen eingehend analysiert. Besonderes
Augenmerk gilt dem Wandel der Pfarrerrolle und des Pfarrerbildes, in dem
sich Relevanzverschiebungen im sozialisatorischen Wirken der Pfarrer widerspiegelten.
WerkstattGeschichte, Band 54
werkzeug
120 Seiten, Abb., € 14,00
978-3-8375-0440-8
THEMA - Eva Bischoff: "Kannibalismus,
wie man ihn sich scheußlicher und tierischer nicht vorstellen kann".
Verflechtungen zwischen Kolonie und Metropole
Sebastian Jobs: "As well drilled
as Uncle Sam could hope". Die Siegesparade der "Harlem Hellfighters" als
Arena afroamerikanischer Identitätspraktiken
DEBATTE - Wie schreibt man die
Geschichte der Gefühle? William Reddy, Barbara Rosenwein und Peter
Stearns im Gespräch mit Jan Plamper
WERKSTATT - Christian Gudehus und
Stewart Anderson: Hotel Ruanda – Lesarten eines Films über Geschichte
EXPOKRITIK - Thomas Parent: Im
Spannungsfeld zwischen Sammlungsüberlieferung und Revier-Identität.
Das neue Ruhr Museum in Essen
Dittmar Dahlmann / Margrit Schulte
Beerbühl
Perspektiven in der Fremde?
Arbeitsmarkt und Migration von
der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart
Mit Beiträgen von Margrit
Schulte Beerbühl, Jochen Oltmer, Yvonne Kathrein, Georg Stöger,
Alois Unterkircher, Christof Jeggle, Charlotte E. Haver, Horst Rössler,
Robert Lee, Drew Keeling, Gaël Cheptou, Jens Thiel, Kristin Klank,
Christian Westerhoff, Christoph Rass, Matthias Reiß, Dagmar Kift,
Imke Sturm-Martin, Heike Knortz, Gloria Sanz Lafuente, Marcel Berlinghoff
und Cyrine Hamida.
514 Seiten, € 34,95
978-3-8375-0479-8
Migrationsbewegungen haben im Laufe
der Jahrhunderte die Arbeitsmärkte wesentlich beeinflusst. Das Wanderungsgeschehen
und sein Einfluss auf die Arbeitsmärkte veränderten sich währenddessen
erheblich. Dies gilt sowohl für den Umfang, die soziale und ethnische
Zusammensetzung als auch für die Aufnahmefähigkeit der Arbeitsmärkte
sowie die staatlichen Maßnahmen, die den Migrationsprozess und den
Arbeitsmarkt zu regulieren versuchten. In diesem Band wird dieses Thema
erstmals in einer Langzeitperspektive von der frühen Neuzeit bis in
die Gegenwart betrachtet. Die Beiträge beschäftigen sich mit
den Auswirkungen von ungelenkten und gelenkten Zuwanderungen sowie von
Zwangsmigrationen und von Flucht auf die Arbeitsmärkte. Dabei werden
regionale und nationale, europäische wie außereuropäische
Arbeitsmärkte in den Blick genommen.
Volker Zimmermann
Die Tschechoslowakei und die
beiden deutschen Staaten
288 Seiten, € 29,95
978-3-8375-0452-1
Zwischen 1949 und 1990, also über
40 Jahre lang, grenzte die Tschechoslowakei an zwei deutsche Staaten. Folge
dieser Konstellation war ein kompliziertes Beziehungsgeflecht im Zeichen
des Kalten Krieges. In dem Band befassen sich tschechische, slowakische
und deutsche Historiker mit verschiedenen Aspekten dieses Dreiecksverhältnisses:
mit seiner Einordnung in den bipolaren Rahmen des Ost-West-Konflikts, dem
Einfluss der sudetendeutschen Vertriebenen auf die Beziehungen der BRD
und der DDR zur Tschechoslowakei, tschechoslowakischen eigentumsrechtlichen
Ansprüchen gegenüber der BRD, tschechoslowakischer Propaganda
im Kalten Krieg, der Dreiecksbeziehung zwischen DDR, Tschechoslowakei und
Polen in den 1950er und 1960er Jahren, der Ostpolitik der BRD gegenüber
der Tschechoslowakei in den Jahren 1967 bis 1973, den Wirtschaftsbeziehungen
zwischen der DDR und der Tschechoslowakei sowie zwischen der BRD und der
Tschechoslowakei, den Systemzusammenbrüchen in der DDR und der Tschechoslowakei
1989, der tschechoslowakischen Außenpolitik zur Zeit der deutschen
Vereinigung und den deutsch-tschechischen Beziehungen seit 1990.
Michaela Marek
Kultur als Vehikel und als Opponent
politischer Absichten
Kulturkontakte zwischen Deutschen,
Tschechen und Slowaken von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er
Jahre
592 Seiten, € 49,95
978-3-8375-0480-4
„Kultur“ wird seit jeher als ein
Instrument und Medium der Politik genutzt, der Innenpolitik wie auch der
auswärtigen Beziehungen. Besonders in angespannten Konstellationen
– wie sie das Verhältnis zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken
seit dem 19. Jahrhundert immer wieder kennzeichneten – eröffnete dieses
Handlungsfeld aber stets auch Chancen, den Primat der institutionalisierten
Politik zu relativieren: politische Entscheidungen zu erzwingen, zu unterlaufen
oder gegen sie zu protestieren. Der Band präsentiert in der breiten
Spanne zwischen Ereignissen und Gütern der Hochkultur sowie alltagskulturellen
Begegnungen und ihren Schauplätzen eine Vielzahl von Fallbeispielen.
Die Beiträge zeigen, wie sehr die politische Geschichte eines kulturgeschichtlichen
Korrektivs bedarf.
Olaf Schwencke
Das Europa der Kulturen – Kulturpolitik
in Europa
Dokumente, Analysen und Perspektiven
– von den Anfängen bis zum Vertrag von Lissabon
432 Seiten, € 18,00
978-3-8375-0419-4
Europäische Kulturpolitik
führte lange Zeit ein Schattendasein nicht nur in Deutschland. Zu
häufig dominierten auch hier nationalstaatliche Interessen. Gerade
der Kulturföderalismus in der Bundesrepublik Deutschland hat dazu
beigetragen, dass die europäische Ebene bei Kulturfragen tendenziell
vernachlässigt wurde. Mit den Verträgen von Maastricht (1992)
und schließlich mit dem Vertrag von Lissabon (2009) hat sich allerdings
ein grundlegender Wandel vollzogen: Perspektiven einer Kulturpolitik in
Europa sind angemessen stark in das Blickfeld auch nationalstaatlicher
Diskussionen gerückt.
Nach 1945 war Europa in den ersten
Versuchen eines Neuanfangs zuvörderst ein gemeinsames kulturpolitisches
Projekt und wurde erst im zweiten Schritt auch als ein gemeinsamer Wirtschaftsraum
realisiert. So sind viele Entwicklungen in Städtebau und Denkmalschutz,
Interkultur, Regionalismus, Teilhabe und Soziokultur, die in der heutigen
Kulturpolitik nahezu selbstverständlich erschienen, nicht zuletzt
auf europäischer Ebene, vor allem im Straßburger Europarat,
vorgedacht worden.
Das Buch zeichnet diesen Weg anhand
von über 60 einschlägigen Dokumenten nach. Es umfasst dabei mehr
als 60 Jahre europäischer Kulturpolitik, die vom Autor zudem in den
zeithistorischen Zusammenhang gestellt und entsprechend kommentiert werden.
Die Publikation markiert in dieser Hinsicht gleichsam die "Erfolgsgeschichte"
der europäischen Kulturpolitik bis ins 21. Jahrhundert.
Manfred Grieger / Christian Jansen / Irmtrud Wojak
Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse!
Für eine politische Kontextualisierung
des Nationalsozialismus
202 S., Br., € 19,95
978-3-8375-0403-3
Der Nationalsozialismus erregt
auch 65 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers große mediale Aufmerksamkeit.
Anstatt umfassend die ermöglichenden Faktoren einer durch Exklusion,
Gewalt, Expansion und Völkermord geprägten Gesellschaft zu untersuchen,
stehen seit einiger Zeit die Motive, ideologischen Prägungen oder
auch die Korruption und persönliche Bereicherung der Täter im
Mittelpunkt der Forschung. Zudem setzen manche Autoren die vom Regime propagierte
"Volksgemeinschaft" mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit gleich und
überzeichnen damit die Regimeloyalität der "Deutschen". Gesellschaftliche
Konflikte und auch der politische Widerstand werden dabei leicht übersehen.
Der Band plädiert dagegen für eine quellengestützte Analyse
der Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse, die der "kumulativen
Radikalisierung" des NS-Regimes zugrunde lagen. Die Forderung nach einer
stärker politischen Kontextualisierung des Nationalsozialismus greift
wichtige Anregungen und Argumente des bedeutenden Zeithistorikers und einflussreichen
Bochumer Hochschullehrers Hans Mommsen auf, dessen strukturgeschichtlicher
Denkansatz die Autorinnen und Autoren bei der Entwicklung des eigenen Blicks
auf die NS-Diktatur und ihre Verbrechen beeinflusst hat.
Jens Niederhut / Uwe Zuber
Geheimschutz transparent?
Verschlusssachen in staatlichen
Archiven
128 Seiten, € 19,95
978-3-8375-0453-8
Eine immense Zahl von Verschlusssachen
lagert in den Registraturen der Verfassungsschutzämter, bei Staatsschutzstellen
und bei der Justiz, aber auch in den staatlichen Archiven. Der Band versucht
den Wert dieser Akten für die Forschung auszuloten und die Schwierigkeiten
der Archive im Umgang mit Verschlusssachen zu veranschaulichen. Im Rückgriff
auf Geheimakten beschreiben die Beiträge die Entstehung des nordrhein-westfälischen
Verfassungsschutzes nach 1945, links- und rechtsextremistische Gruppen
sowie Aspekte der Alltagsbeziehungen zur DDR. Wissenschaftler und Journalisten,
Vertreter der Verwaltung und der Archive diskutieren Möglichkeiten
und Grenzen eines öffentlichen Zugangs zu VS-Akten.
LWL-Industriemuseum
Wahre Helden
Fotografien von Jörg Boström
und Jürgen Heinemann
120 Seiten, zahlr. Abb., €
7,90
978-3-8375-0414-9
Die westdeutsche Industrie befand
sich in einer tiefen Krise, als Prof. Jörg Boström und Prof.
Jürgen Heinemann Ende der 70er Jahre bis Anfang der 90er Jahre mit
ihrer Kamera die industrielle Arbeitswelt in verschiedenen Betrieben Westfalens
dokumentierten. Nach Jahren des Wiederaufbaus und des wirtschaftlichen
Aufschwungs wurden durch die Wirtschaftskrise un ddie ausländische
Konkurrenz viele Betriebe der Kohle-, Textil- und Metallindustrie geschlossen
oder die Arbeitsplätze nach Osteuropa oder Fernost verlagert. Die
"Wahren Helden" waren die Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Bilder von Jörg
Boström und Jürgen Heinemann zeigen die Akteure bei der Arbeit
– und setzen ihnen ein Denkmal.
Delia Bösch /Jörg
Loskill
Thomas Rother
RevierAtelier, Band 8
96 Seiten, durchg. farb. Abb.,
€ 24,90
978-3-8375-0271-8
Aus dem Vorwort von Jörg Loskill:
Nostalgie ist seine Sache nicht. Auch wenn er dem Alten, Vergessenen, Ausrangierten
nachspürt. Aber er gibt sich damit nicht zufrieden.
Thomas Rother ist Sammler, Arrangeur,
Monteur, Denker, Handwerker, Collageur, Bildhauer, Grafiker, Texter, Spurensucher.
Er verbindet Vergangenheit mit der Gegenwart und blickt durch diese Konstellation
visionär in die Zukunft. Er lebt in dem Bewusstsein der Industriekultur,
in der sich eine neue Sicht auf Dinge, auf Materialien, auf Situationen,
auf Alltägliches und Rituelles manifestiert. Seine künstlerische
Leistung erwächst aus einem Pionierbewusstsein: Die Mythen des Ruhrgebiets
werden von ihm neu befragt.
Horst Wackerbarth
Die rote Couch–
Here and there
288 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 39,95
978-3-8375-0102-5
"Here & There" ist Teil des
Gesamtprojekts "The Red Couch - A Gallery of Mankind". Am Beispiel der
Stadt Duisburg und ihrer Partnerstädte kommentiert Horst Wackerbarth
Migration künstlerisch durch Foto- und Videoarbeiten. Es sind Arbeiten
mit berühmten und weniger berühmten Kindern der Stadt entstanden,
wobei die prominenten Duisburger jeweils einen Mitbürger mit Migrationshintergrund
"adoptieren".
Horst Wackerbarth arbeitet seit
über einem Vierteljahrhundert an seinem Porträtwerk "The Red
Couch - A Gallery of Mankind". Der Foto- und Videokünstler bereist
mit Couch und Kamera die Welt und platziert das Sofa im Lebensumfeld der
unterschiedlichsten Menschen, die darauf porträtiert zwölf universelle
Fragen beantworten. Seine Fragen zu den Themen Arbeit, Glück, Liebe
und Tod stellt der Künstler stets auf der leuchtend roten Couch. Diese
ist der gemeinsame Nenner für alle Nationen, Religionen, Rassen und
Schichten, für kulturelle Vielfalt, Lebensgewohnheiten und Ansichten
von Individuen, Szenen, Mehrheiten und Minderheiten. Ergebnis ist jeweils
eine großformatige Original-Fotografie nebst Videoinstallation. Bis
heute schuf Wackerbarth fast 600 Arbeiten in 39 Ländern und die universellen
Fragen wurden in 36 Sprachen beantwortet.
Michael Welke
Der Kabarettist als literarischer Orator
Produktions- und rezeptionsästhetische Strategien
im Werk des literarischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch
376 S., Br., € 34,95
978-3-8375-0441-5
Der literarische Kabarettist Hanns
Dieter Hüsch (1925–2005) bestach durch Sprachwitz und Poesie, war
niederrheinischer Heimaterzähler, Gesellschaftskritiker und christlicher
Prediger zugleich. In annähernd sechzig Jahren Bühnen-, Rundfunk
und Fernsehpräsenz prägte er sich dem Publikum als Humorist und
Mahner ein, erlangte in den späteren Jahren den Ruf einer „moralischen
Instanz“. Mit vielen Staats-, Landes- und Kulturpreisen ausgezeichnet,
beschritt er einen Weg von der provisorisch eingerichteten Mainzer Studentenbühne
bis in die Arenen der Kirchentage und kann als führender Wegbereiter
der bundes-deutschen Kabarettszene bezeichnet werden.
Michael Welke untersucht die Inszenierungsformen
des sich wandelnden Hüsch vom Kleinkünstler zum Großprediger
und stellt Verbindungen dieser Rollenvariabilität zu den zu Grunde
liegenden Erzählstrategien des Künstlers her. Dies geschieht
auf der Grundlage eines poetologisch-rhetorischen Interpretationsansatzes,
der Kunstproduktion, Inszenierungsformen und Sprachhandlungen in einen
Zusammenhang bringt. Eine Fülle von historiographischen Hinweisen
auf Produktionsbedingungen und Prägungserlebnisse, die den Künstler
beeinflusst haben, runden die Untersuchung ab.
Inhalt
und Vorüberlegungen des Autors
Ulrike Robeck
Egon Erwin Kisch beim Bochumer Verein
Ein Versuch zum "Wesen des Reporters"
130 Seiten, zahlr. Abb., € 19,95
978-3-8375-0418-7
Egon Erwin Kisch gilt als Begründer
der literarischen Reportage. Bekannt wurde er mit seiner 1924 veröffentlichten
Reportagesammlung mit dem Titel „Der rasende Reporter“. Dem darin enthaltenen
Bericht über das Hochofen- und Stahlwerk des Bochumer Vereins stellt
Ulrike Robeck zeitgenössische Fotografien der Werksanlagen gegenüber.
Bei der Konfrontation der beiden Darstellungsweisen werden Gemeinsamkeiten
und Unterschiede deutlich, welche die besonderen Eigenarten des Reportagetextes
erkennen lassen. Dieser verliert im Laufe der Untersuchung zunehmend den
Charakter eines einfachen Tatsachenberichts. Unter Berücksichtigung
der von Kisch bereits 1918 veröffentlichten theoretischen Gedanken
über das „Wesen des Reporters“ erweist sich die Stahlwerks-Reportage
schließlich als ein literarisch gestalteter Text, mit dessen Bildsprache
eine Thematik angesprochen wird, die weit über die Abläufe im
Hüttenwerk hinausgeht.
Willy Buschak
Franz Josef Furtwängler
Gewerkschafter, Indien-Reisender,
Widerstandskämpfer.
Eine politische Biografie
270 Seiten, € 39,95
978-3-8375-0387-6
Franz Josef Furtwängler ist
eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Weimarer Republik. Als
Gewerkschafter reiste er 1926/27 durch Indien. Ganz anders als die Europäer
seiner Zeit sah er den Orient mit dessen eigenen Augen und prophezeite
schon in den 1920er Jahren den Aufstieg Indiens zur Industriemacht. Gegen
Ende der Weimarer Republik knüpfte er Kontakte zur NSDAP. Zeitgenossen
und Historiker verdächtigten ihn sogar, im Auftrag der Gewerkschaften
mit der NSDAP-Größe Gregor Strasser verhandelt zu haben. Um
sich in Sicherheit zu bringen, ging er 1934 ins Exil nach Ungarn, wurde
vier Jahre später nach Deutschland ausgewiesen und landete – im Auswärtigen
Amt, im Sonderreferat Indien. Furtwänglers wichtige Rolle im deutschen
Widerstand ist heute völlig unbekannt: Er war einer der wichtigsten
Mitarbeiter von Adam von Trott zu Solz, hielt enge Verbindung zum Kreisauer
Kreis und war das Scharnier zwischen bürgerlichem und gewerkschaftlichem
Widerstand. Unter abenteuerlichen Umständen konnte er in der Endphase
des Zweiten Weltkrieges überleben. Als hessischer Landtagsabgeordneter
und Publizist kämpfte er für eine demokratische Entwicklung Deutschlands.
Rainer Danielzyk / Andrea Dittrich-Wesbuer
/ Frank Osterhage
Die finanzielle Seite der Raumentwicklung
Auf dem Weg zu effizienten Siedlungsstrukturen?
266 Seiten, zahlr. teils farb.
Abb., € 24,90
978-3-89861-934-9
Die Auswirkungen der Siedlungsentwicklung
auf den Gemeindehaushalt haben in Raumforschung und Planungspraxis in den
letzten Jahren eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Im Mittelpunkt steht
hierbei die Frage, mit welchen einmaligen und laufenden Kosten die Siedlungstätigkeit
in einer Kommune oder Region verbunden ist. Der Sammelband stellt Ergebnisse
und Erfahrungen der aktuellen Fachdiskussion vor. Er fördert den Austausch
zwischen unterschiedlichen Forschungsansätzen und regt eine weitere
Auseinandersetzung mit den fiskalischen Effekten der Siedlungsentwicklung
in Deutschland an.
Aus dem Inhalt:
Fred Baumgartner: Raumentwicklung kostet? Eine
kohärente Raumordnungspolitik, der Schlüssel zu einer kostensparenden
Raumplanung
Stefan Raetz und Robin Denstorff: Die finanzielle
Seite der Raumentwicklung. Eine Sichtweise der kommunalen Ebene
Thomas Bleier: Fiskalische Betrachtung der Raumentwicklung
aus Sicht eines Projektentwicklers
Robert W. Burchell, Anthony Downs, Samuel Seskin
and Terry Moore: The Costs of Sprawl in the United States 2000 to 2025
Stefan Suter, André Müller und Heini
Sommer: Siedlungsentwicklung und Infrastrukturkosten. Forschungsergebnisse
aus der Schweiz
Stefan Siedentop: Regionale Infrastrukturkostenrechnung.
Methodischer Ansatz und Ergebnisse einer Pilotanwendung in der Region Havelland-Fläming
Jens-Martin Gutsche: Die „Kosten der Zersiedelung“
im Bauausschuss. Eine persönliche Zwischenbilanz
Jürgen Wixforth: Ertragreiche Ansiedlungspolitik?
Empirische Analysen im Stadt-Umland-Kontext
Stephan Mitschang: Ökonomische Aspekte des
Stadtumbaus
Andrea Dittrich-Wesbuer, Karsten Rusche und Achim
Tack: Stadtumbau und Infrastruktursysteme. Folgen des demographischen Wandels
auf die Abwasserinfrastruktur
Dirk Löhr: Ökonomische Instrumente
zur Lenkung der Siedlungsentwicklung
Marion Klemme und Klaus Selle: Geld spielt keine
Rolle? Fiskalische Aspekte der Siedlungsentwicklung in kommunalen Planungs-
und Entscheidungsprozessen
Andrea Dittrich-Wesbuer und Frank Osterhage:
Kostenbewusste Siedlungsentwicklung als Zukunftsaufgabe. Neue Werkzeuge
für die Planungspraxis
Helmut Resch: Kosteneffizienz durch strategische
Rückbauplanung. Das Beispiel der Stadt Selb
Gertrude Cepl-Kaufmann / Georg
Mölich
Konstruktionsprozesse der Region
in europäischer Perspektive
Kulturelle Raumprägungen
der Moderne
312 S., Abb., € 29,95
978-3-89861-836-6
Aus dem Inhalt:
Karl Ditt: Strategien regionaler Raumkonstruktionen
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Walter Schmitz: „Gedachte Ordnung“ – „erlebte
Ordnung“: Region als Sinnraum
Gertrude Cepl-Kaufmann: Denkbild und Praxis.
Zur Rhetorik der Region
Andreas Schumann: Wie Stereotype Neues verhindern.
Heimat und Moderne
Stephen Pielhoff: Kulturvermittler im Kampf um
Anerkennung. Zur avantgardistischen Codierung von „Heimat“ im wilhelminischen
Kaiserreich
Wulf Wülfing: Literarische Gruppen als Träger
regionaler Identitäten
Justus H. Ulbricht: „Wartburg-Weimar-Lebensgefühl“
oder: In „deutscher Mitte
Monika Gibas: Von „Deutscher Wertarbeit“ und
vom „Kulturwert der Technik“ in „Deutschlands Mitte“
Ulrich Gaier: Mythen, Denkmäler, Wahrzeichen.
Konstruktionsverfahren der imagined Community
Bettina Keß: „Mainfranken“. Zu Geschichte
und Gebrauch eines Integrativbegriffs
Antje Johanning: Zur Konstruktion einer „oberschlesischen“
Identität in Literatur und
Kulturzeitschriften zwischen 1925 und 1945
Antonella Gargano: Von Macerata nach Berlin,
Düsseldorf und zurück
Maria Paola Scialdone: Das Ballspielhaus Maceratas
„Sferisterio“ als Träger und Förderer der kulturellen Identität
der Marken
Hans-Georg Grüning: Tirol-Südtirol.
Dekonstruktion und Rekonstruktion einer Region
Jürgen Thaler: Erkundungen im ländlichen
Raum. Regionale Literaturgeschichte am Beispiel Vorarlberg
Germaine Goetzinger: Aline Mayrisch und Sissi
Frank – Industriellengattin und Dienstmädchen
Hans Hecker: Beiderseits der Grenze. Grenzziehungen
und Grenzregionen im östlichen Europa
Hans Körner / Jürgen Wiener
"Liturgie als Bauherr"?
Moderne Sakralarchitektur und
ihre Ausstattung zwischen Funktion und Form
256 S., zahlr. Abb., € 29,95
978-3-8375-0356-2
Mit der Formel »Liturgie
als Bauherr« plädierte der Architekt und Kunsthistoriker Cornelius
Gurlitt für eine Reform des Kirchenbaus. Inwiefern bestimmt die Liturgie
tatsächlich die Sakralarchitektur? Ist Gurlitts Wort heute noch aktuell?
Die Autoren untersuchen die Wechselbeziehungen zwischen Liturgie, Baugestalt
und Kirchenausstattung im katholischen und protestantischen Kirchenbau
des 20. Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt:
– Funktion und Erlebnis katholischer Sakralräume im Rheinland
zu Beginn des 20. Jahrhunderts
– Kirche und Siedlung
– Stadt – Konfession – Kirche. Die evangelische Matthäikirche
in Düsseldorf
– Die assoziative Kraft der Form im Kirchenbau der Nachkriegsmoderne
– Material im Dienste der Liturgie
– Wallfahrtsliturgische Praxis in ihrer architektonischen Konsequenz
am Beispiel von Le Corbusiers Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp
– Die Idee des Zentralbaus bei Emil Steffann
– Die Rothko Kapelle. Kunst als Bauherr
– Altar und Kanzel im evangelischen Kirchenbau. Bauwerke der Zwischenkriegsjahre
in Ruhrgebiet und Rheinland
– Altar und Tabernakel im liturgischen und architektonischen Spannungsfeld.
Peter Lenz, Martin Weber, Clemens Holzmeister, Hans Schwippert
– Die Entstehung moderner Altarkonzepte im Kontext des katholischen
Kirchenbaus
– Der Altarraum im Kirchenbau der Moderne
– »Alles Bauen muss von einem Zwecke aus begriffen werden,
[…] so auch der Kirchenbau.« Otto Bartning und die Aufgaben des Kirchenbaus
– Architektur und Liturgie. Kirchenbauten von Olaf Andreas Gulbransson
(1916–1961)
– Das Kirchengestühl im modernen Kirchenbau. Die Geschichte
des Gestühls
– Wie die Orgel den modernen Kirchenraum betrat …
– Licht im modernen Kirchenraum. Licht als Baustoff?
– Moderner Kirchenbau als Bedeutungsarchitektur. Die Lichtkonzeption
Dominikus Böhms (1880–1955) als Ausdruck einer mystagogischen Raumidee
– Lampe und Liturgie. Elektrisches Licht im modernen Kirchenbau
– Licht im Kirchenraum bei Rudolf Schwarz
– »Propaganda in allen erreichbaren Käsblättern«.
Schwarz, Bartning, Böhm und die Visualisierung ihrer Kirchenbauten
durch Albert Renger-Patzsch und Hugo Schmölz
– Die fotografische Darstellung des modernen Kirchenbaus in der
Zeitschrift »Das Münster«
Christa Reicher / Lars Niemann / Angela Uttke
Internationale Bauausstellung Emscher Park
Impulse: lokal – regional – national – international
300 Seiten, zahlr. Abb., € 29,95
978-3-8375-0501-6
Die IBA Emscher Park hat seit ihrem
Beginn bis heute viele Veränderungsprozesse in der Region und darüber
hinaus angestoßen. Fachleute aus dem In- und Ausland zeigen ein anhaltendes
Interesse an den Wirkungsweisen, Organisationsformen und Ergebnissen der
IBA und studieren ihre Denkmodelle und Projekte. Welche sozialen, ökologischen
und ökonomischen Impulse wurden gesetzt? Wie weit reicht die Vorbildwirkung
von IBA Projekten und Verfahren im In- und Ausland? Wie lief der Transfer
von Wissen um Verfahren und Projekte? Welche Rolle spielten dabei Personen?
Das Buch „IBA Impulse“ befragt Akteure der Kommunen und der Region sowie
der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft nach ihren Einschätzungen
der Entstehung und Entwicklungen der IBA Emscher Park. Ihre teils persönlichen
Wahrnehmungen der letzten 20 Jahre beschreiben Impulswirkungen und Sichtweisen
auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene und veranschaulichen
die vielfältigen Effekte der IBA. Die Autoren aus dem In- und Ausland
zeigen dabei in ihren Beiträgen Wechselwirkungen von Zeit und Raummaßstäben
auf und motivieren durch die Verschiebungen von Perspektiven die Auseinandersetzung
mit der IBA Emscher Park.
Fonds Darstellende Künste / Günter Jeschonnek
Report Darstellende Künste
Wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechliche Lage
der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland
724 Seiten, € 24,90
978-3-8375-0473-6
Mit seinem zweiten Buch legt der
1985 gegründete Fonds Darstellende Künste einen komplexen Report
zur wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater-
und Tanzschaffenden in Deutschland – im Kontext zu internationalen Entwicklungen
– vor. Dieser Report bezieht sich auf den Künstlerreport von Forbeck/Wiesand
(1975) und den Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ des
Deutschen Bundestages (2007). Der Fonds, das Internationale Theaterinstitut
(ITI) und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
veranstalteten zu diesem Thema gemeinsam mit anderen Partnern im Mai 2009
ein internationales Symposium in der Berliner Akademie der Künste.
Davor initiierte der Fonds umfangreiche Erhebungen sowie Studien und gewann
dafür Wissenschaftler, die Verbände Freier Theater, spartenspezifische
Fachverbände und das ITI. Die Ergebnisse des Symposiums und der nationalen
wie internationalen Studien bilden die Grundlagen des Reports. Bundesweit
beteiligten sich 4.400 Theater- und Tanzschaffende aller Sparten an der
Fragebogenaktion und 175 qualitativen Interviews. Im Kontext zu den empirischen
Ergebnissen, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Theaterund Tanzschaffenden
widerspiegeln, werden im Buch alle vorhandenen Kultur- und Kreativwirtschaftsberichte
der Bundesländer und Kommunen sowie die Auswertung amtlicher Statistiken
unter dem Aspekt berufsspezifischer Risiken auf den Arbeitsmärkten
der darstellenden Künste diskutiert. Die aktuelle umfassende Untersuchung
unternehmerischer Kulturförderung in Deutschland durch den Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft im BDI komplettiert die Studien des Reports.
Miriam Bistrovic
Antisemitismus und Philosemitismus
in Japan
328 Seiten, € 34,95
978-3-8375-0499-6
Aktuelle Debatten zum Antisemitismus
und Philosemitismus befassen sich nur selten mit Vorkommnissen im asiatischen
Raum und Japan wird häufig nur im Kontext des Zweiten Weltkrieges
als Bündnispartner des nationalsozialistischen Deutschlands oder in
seiner Funktion als vorübergehendes jüdisches Exilland erwähnt.
Jedoch bleiben dadurch Besonderheiten bei der Interpretation antisemitischer
Propaganda sowie deren langfristiger Einfluss auf aktuelle Ereignisse und
den gegenwärtigen Umgang mit Juden weitestgehend unberücksichtigt.
Diese Lücke in der Forschung versucht die Autorin zu schließen.
Sie erörtert sowohl die historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen
für die Entstehung antisemitischer und philosemitischer Strömungen
in Japan als auch ihre spezifischen Strukturen. Der Schwerpunkt liegt dabei
auf der detaillierten Analyse von Phänomenen der jüngsten Vergangenheit,
die vom Beginn der Anne-Frank-Rezeption in der Nachkriegszeit, über
Opferdiskurse und religiös motivierte Sympathiebekundungen bis hin
zu Fällen von Holocaust-Leugnung, der Kolportage von Verschwörungstheorien
über das Internet und antisemitischen Traktaten mit Verkaufszahlen
in Millionenhöhe reichen.
Eva Krings
Tierleben
Vom Umgang mit vertrauten Fremden
120 S., Abb., € 15,00
978-3-8375-0494-1
Seit wann gibt es Diätberater
für Hunde? Warum lieben Diktatoren Privatzoos? Warum sind Schlachttiere
unsichtbar? Wo wurden Männer als Werwölfe verfolgt? Wann kommen
Tiere in den Himmel? Wovon träumt King Kong? Wann ist Tierquälerei
erlaubt? Darf ein Papst Katzen lieben? Allein in deutschen Haushalten leben
mehr als 23 Millionen Katzen, Hunde, Vögel und Kleintiere, Fische
und
Terrarienbewohner nicht einmal mitgerechnet. Tiere gehören zu unserem
Alltag – als Familienmitglied, als modisches Zubehör, als Hauptdarsteller
im Freizeitangebot. Doch selbstverständlich ist die Beziehung zwischen
Mensch und Tier damit noch lange nicht. Nicht nur die private Zuneigung
zum Haustier und der gesellschaftliche Umgang mit Nutztieren stehen unvermittelt
nebeneinander, auch die gleiche Art kann ein Schicksal zwischen Himmel
und Hölle treffen, wie die rasant steigende Zahl der Versuchstiere
zeigt. Wie kommt es zu diesen Widersprüchen und wie können sie
funktionieren? Eva Krings geht dieser Frage nach. Auf der Spurensuche begegnet
man Arbeits- und Kuscheltieren, Mischwesen und Bestien, Kunst-Stücken
und unsichtbaren Schlachttieren. Und nicht zuletzt dem Menschen, der seine
Handschrift auf ihnen hinterlassen hat, seit der erste domestizierte Wolf
ihn vor etwa 15.000 Jahren auf der Jagd begleitete.
Margret Krannich / Susanne Rauscher / Mechthild Veil
Das gefühlte und das proklamierte Europa
Impulse und Barrieren der europäischen Genderpolitik
164 Seiten, € 14,95
978-3-8375-0498-9
Das gefühlte und das proklamierte
Europa driften in der Wahrnehmung vieler Menschen zunehmend auseinander.
Es macht sich eine gewisse Europamüdigkeit breit, auch und gerade
in der Genderpolitik, obwohl die EU-Gleichstellungspolitik zu Recht als
eine Erfolgsgeschichte gilt. Es scheint, als fehlten Europa Stimmen, Gesichter
und eine Programmatik, um für emanzipatorische Prozesse zu mobilisieren.
Wie erklären sich diese Diskrepanzen? Kann tatsächlich von einem
Stillstand in der EU-Gleichstellungspolitik gesprochen werden oder gibt
es angesichts einer tief greifenden ökonomischen Krise und im Hinblick
auf die spezifische Institution der Europäischen Union zu hohe Erwartungen
an die EU-Politik? Der Band zeichnet in einem ersten Teil die 50-jährige
Geschichte der EU-Gleichstellungspolitik nach und wirft einen Blick auf
die aktuelle EU-Genderpolitik. In einem zweiten Teil, der Porträts
von drei Europäerinnen enthält, steht Europa als kultureller
Raum im Zentrum. Ein weiterer Teil befasst sich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise
und deren Perspektiven für die Geschlechterpolitik der Europäischen
Union. Am Beispiel Deutschlands werden die Konjunkturpakete und ihre Auswirkungen
unter Gendergesichtspunkten untersucht. In einem letzten Teil werden Veränderungsdynamiken
in einzelnen EU-Mitgliedstaaten im Spannungsverhältnis zur EU beleuchtet.
Sowohl der Blick auf Irland als auch der auf Spanien versprechen neue Einblicke.
Ein Beitrag zur aktuellen Lage in Ungarn schließt die Publikation
ab.
Vera von Achenbach / Barbara
Eifert
Junge Bilder vom Alter
WERKBUCH
370 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 14,95
978-3-8375-0178-0
Was macht das Alter heute aus?
Wie leben sie, was tun die Älteren? Wie sehen sie sich selbst und
wie die Jungen? Die meisten Bilder vom Alter entsprechen schon lange nicht
mehr der Realität. So wird Alter häufig immer noch mit Krankheit,
Bedürftigkeit, geistigem Verfall und gesellschaftlicher Belastung
gleichgesetzt. Solche Bilder prägen unser Verhalten und unsere Sprache.
Damit setzt sich die Landesinitiative "Junge Bilder vom Alter" auseinander.
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des
Landes Nordrhein-Westfalen fördert damit die Wahrnehmung der Potenziale
des Alters in der Gesellschaft. Ziel der Initiative ist die Stärkung
differenzierter Sichtweisen auf das Alter und die Entwicklung realistischer
Altersbilder. Der Band versammelt Essays, Reflexionen und wissenschaftliche
Studien zum Thema. Projektimpulse und zahlreiche Bilder aus der Kreativ-Werkstatt
machen die Vielfalt des Alters erfahrbar und durchbrechen die normierende
Wirkung negativer Klischees. Die Begegnung zwischen Alt und Jung und das
gemeinsame kreative Gestalten lassen neue Bilder hervortreten und schaffen
Raum für neue Erfahrungen.
Alexander Klar
Rui Inácio - True
Images
60 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 13,95
978-3-8375-0448-4
Rui Inácios Werk beschäftigt
sich mit Mechanismen des visuellen Gedächtnisses. In einer in sich
geschlossenen Folge von Formentwicklungen transformiert er Elemente des
naturalistischen Landschaftsbildes oder von Naturgebilden in Bilder einer
eigenen, artifiziellen Natur. Das Bild des Baumes, Symbol für organisches
Wachstum und die Komplexität der Natur geht er an, indem er vorhandene
Formen übernimmt und im Bild transformiert, in dem er sie aus sich
heraus ‚wachsen’ lässt. Am Anfang stehen Fotografien, die der Künstler
in Portugal, Spanien und Deutschland gemacht hat. Bereits in den Fotografien
ist der Ausschnitt so gewählt, dass die Orientierung in einem Dickicht
von Bäumen oder einem Gewirr von Baumstämmen die Orientierung
unmöglich wird. Von diesen Fotografien ausgehend verdichtet er die
Darstellung, um Bilder einer utopischen Wildnis zu erreichen.
Stratmann
Pilz inne Buxe
Heiteres medizinisches Comic
mit Zeichnungen von Christina Groth-Lindenberg
80 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 12,95
978-3-8375-0491-0
Wohl einmalig in der deutschen
Kabarettgeschichte, dass ein Solokabarettist in 10 Jahren über eine
Million Zuschauer (davon 700.000 in seinem eigenen Theater) überweigend
erfreute, teilweise sich auch kranklachen ließ, darüber hinaus
gab es zahlreiche Auftritte außerhalb des Stratmanns-Theater in vielen
bekannten Theatern, Kabaretthochburgen (Senftöpfchen Köln, Springmaus
Bonn, St.-Pauli-Theater HH, Wühlmäuse Berlin, Unterhaus Mainz
u.v.a.) und Stadthallen in Deutschland sowie in Funk und Fernsehen, wie
z.B. 75 Sendungen "Mittwochs mit...", nicht zuletzt durch die WDR-Produktion
"Stratmanns" samstags um 21.45 Uhr, bereits seit 9 Jahren fester Bestandteil
des WDR-Abendprogramms. Jetzt gibt es die absurdesten Krankengeschichten
aus der Kleingartenanlage Bottrop-Batenbrock-Süd unter anderem mit
Glückshormonen, Pilzerkrankungen und mechanischen Gehhilfen auch als
Comic zum Nachlesen und Gesundlachen.
Kultur-Konzept GmbH /Ilya und Emilia Kabakov /Andreas
Kaiser /Kazuo Katase /Andreas M. Kaufmann
Das Ruhr-Atoll
Kunst – Wissenschaft – Energie
158 S., durchg. farb. Abb., € 19,95
978-3-8375-0489-7
Im Sommer 2010 war der Essener
Baldeneysee für fünf Monate lang nicht nur Erholungsort und wasserwirtschafliches
Bauwerk, sondern auch Schauplatz eines der meistdiskutierten Kunstprojekte
der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. „Kunst ist Energie – Energie ist
Bewegung“ lautete die Formel für das Ruhr-Atoll, das im öffentlichen
Raum den Diskurs zur Nachhaltigkeit von Energieressourcen, den menschlichen
Umgang mit Natur, zum Thema machte, nachdem es als Konzept bereits seit
2003 den Prozess der Kulturhauptstadt Europas begleitet hatte. Auf der
thematischen Grundidee des Konzeptkünstlers Norbert Bauer fußend,
stammten Entwurf und Planung für (fast) jede einzelne Insel von einem
scheinbar ungleichen Paar: Künstler haben sich mit Wissenschaftlern
darauf eingelassen, ihre Themen und Sichtweisen miteinander zu verknüpfen
und Ressourcen wie Wasser, Wind, Sonne und Kreativität zu nutzen.
Der „Archipel der Künste und Wissenschaften“ provozierte und faszinierte
die Menschen. Um sich den Objekten auf dem Wasser zu nähern und die
Werke Kunst verbindet – Das Ruhr-Atoll bis ins Detail zu erfassen, mussten
die Besucher sich aus der Rolle des reinen Betrachters lösen und selbst
Energie aufwenden. Von allen Künstlern, Konzepten und Projekten berichtet
dieser Bild- und Textband.
3rd i / Anja Bardey / Leonhard Lagos Kalhoff
Meine Stadt der Zukunft
Transfer_Next_Generation – Ruhr
224 S., zahlr. farb. Abb., Br., € 19,95
978-3-8375-0410-1
Stephanie Haury, BBSR: So
frühzeitig wie möglich sollte auch im privaten Bereich schon
damit begonnen werden, Partizipation zu üben, denn auch dies muss
gelernt sein. Auch Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten und der
schulische Bereich spielen hierbei eine große Rolle. In diesen Bereichen
lernen sie nicht nur soziales Verhalten und fachliche Inhalte, sondern
auch hier muss schon Gelegenheit zu partizipatorischem Verhalten gegeben
werden. Neben theoretischen Inputs, wie man sich an der eigenen Lebenswelt
beteiligen kann, sollte auch hier Raum für die Gestaltung des eigenen
Umfeldes gegeben werden.
Herbert Brenneken, Stellv
ertretender Schulleiter GHS Niedersprockhövel: Es darf nicht nach
Schule riechen, damit die Kinder Spaß an der Arbeit haben. Ich habe
z.B. jetzt in der Gruppe Schüler, die im normalen Unterricht, so wie
man ihn aus der Schule kennt, relativ schwierig sind. Die haben vor kurzem
zu mir gesagt: Machen Sie das im nächsten Jahr weiter? Kann ich denn
dann noch mitmachen? Das ist stark hier!
Katja Heinecke, HCU-Hamburg,
Urban Design: Großartig, wie sehr die Jugendlichen aus den Potenzialen
denken. Sie wollen gar nicht alles abräumen und dann das das Große,
Dicke, Neue schaffen. Sie arbeiten wirklich ganz konkret mit dem, was da
ist, spinnen es weiter, spinnen es um, setzen etwas darauf. Als Strategie
einfach toll!
Martin Wirtz, Leiter des Bereichs
Städtebauliche Planung/Freizeitplanung des RVR: Ich habe das als Motivation
und Rückenwind für meine weitere Arbeit mitgenommen. Das Interesse,
die Ernsthaftigkeit, mit der die Jugendlichen sich mit dem Thema auseinandergesetzt
haben, fand ich beeindruckend.
Kooperationsprojekt
der Folkwang Universität der Künste mit der Emschergenossenschaft:
Elisabeth Neudörfl / Elke Seeger
Schön wäre wenn uns
möglichst viele besuchen würden
Lernen von Castrop-Rauxel –
Fotografie und Klang
96 Seiten, zahlr. farb. Abb., Br. inkl. CD, €
14,95
978-3-8375-0458-3
Schön wäre, wenn uns
möglichst viele besuchen würden, und zwar hier bei uns in Castrop-Rauxel:
Damit sie sehen, dass alle Vorurteile unbegründet sind, dass es hier
so schön grün ist, dass wir eine schöne Stadt haben. Kulturelles
Handeln in Castrop, transkultureller Raum in Rauxel. Ickern, Pöppinghausen,
Deininghausen, Schwerin. Um das Bild von Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel
herauszuholen, es von der Stadt zu trennen, es ihr zu entreißen,
haben sich Studierende der Folkwang Universität der Künste dorthin
begeben. Sie haben Aufnahmen gemacht, und zwar mit dem Mikrofon und mit
der Kamera. Von Castrop-Rauxel lernen: Bild und Ton von der Stadt. Die
Ausstellung und das Buch "Schön wäre wenn uns möglichst
viele besuchen würden" bringen visuelle und klangliche Repräsentationen
aus Castrop-Rauxel zusammen. Die BetrachterInnen können sich ein umfängliches
Bild von Stadt und Rand, Verkehr und Natur, Emscher und Hochhaus, Wohnung
und Park erschließen, das im Einzelnen vielleicht überall sein
könnte, aber in der Zusammenschau doch Castrop-Rauxel sein muss.
Hans Rudolf Uthoff
Tief im Westen
Das Ruhrgebiet 1950 bis 1969 im Bild
128 Seiten, zahlr. Abb., € 19,95
978-3-8375-0300-5
Im Ruhrgebiet waren die fünfziger
und sechziger Jahre eine hart erarbeitete Erfolgsgeschichte. Die Schwerindustrie
florierte und der Krieg war überwunden. Die Jugendjahre der Republik
schufen auch den Mythos „Ruhrgebiet“ mit Arbeit und Wohlstand für
alle. Uthoffs sensibler Blick vermittelt dem Betrachter das Lebensgefühl
von damals. Für die Zeitgenossen werden beim Betrachten der Bilder
viele Erinnerungen wach. Für die Kinder und Enkel sind es Zeugnisse
einer vergangenen Zeit: als tief im Westen der Alltag der Eltern und Großeltern
noch schwarz-weiß war.
Rolf Potthoff / Achim Nöllenheidt
Wie ich den Krieg überlebte
Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg
192 Seiten, zahlr. Abb., € 13,95
978-3-8375-0495-8
„Als der Krieg zu Ende ging, war
mein Elternhaus durch totalen Bombenschaden zerstört, waren mein ältester
Bruder, mein Onkel und vier meiner besten Freunde gefallen; mehr als die
Hälfte meiner Klassenkameraden kam an der Front um. Keiner wurde älter
als 19.“ In diesem reich bebilderten Buch schildern Frauen und Männer
authentisch und intensiv Ereignisse aus dieser furchtbaren Zeit. Es entstand
aus den Zuschriften auf einen Aufruf, in dem die Westdeutsche Allgemeine
Zeitung (WAZ) Zeitzeugen bat, über das Erlebte von damals zu berichten.
Es sind bewegende Geschichten von Strapazen, Angst, Entbehrungen, Hoffnung
und Leid. Sie schildern die Todesangst in den Bombennächten, sie berichten
von Hunger und der quälenden Ungewissheit, ob der Ehemann, der Vater,
der Sohn oder Bruder fern an irgendeiner Front noch lebt. Sie dokumentieren
die dramatische Flucht vor der anrückenden Roten Armee. Manche der
Frauen, die hier schreiben, haben jahrzehntelang darüber geschwiegen,
was ihnen angetan worden ist. Hier kommen Menschen zu Wort, bei denen der
Krieg die Kindheit und Jugend beherrschte. Die Beiträge gehen unter
die Haut.
Ein Tag wie noch nie!
Still-Leben Ruhrschnellweg
192 S., durchg. farb. Abb., € 19,95
978-3-8375-0476-7
Ein Tag wie noch nie in einer Metropole
wie nirgendwo! 20.000 Tische, 40.000 Bänke, 60.000 Meter Autobahn,
drei Millionen Menschen mit Ideen und Herzblut, tausende Helfer und strahlender
Sonnenschein – ein einmaliges Fest der Alltagskulturen mitten in der Metropole
Ruhr: das war Still-Leben Ruhrschnellweg. Die Bilder und Geschichten von
der Aktion am 18. Juli 2010 auf der A 40 gingen um die Welt. Die Strahlkraft
der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 erreichte ihren Höhepunkt.
Der Bildband „Ein Tag wie noch nie“ bietet Einblicke in die Arbeit des
Organisationsteams um Fritz Pleitgen und zeigt die unvergessliche Festtagsstimmung
auf der Strecke. Die Organisatoren schildern in diesem Buch, was bei der
Vorbereitung und am Tag selbst hinter und vor den Kulissen geschah. Darüber
hinaus dokumentieren viele Fotos von der längsten Tafel der Welt,
von den Gästen und Kreativen, von Auf- und Abbau ein Ereignis, von
dem sich viele eine Wiederholung wünschen. Seit dem 18. Juli 2010
ist alles anders als zuvor. Alle, die dabei waren, wissen: Nie wieder werden
sie die A 40 mit den gleichen Augen betrachten. Es gab unendlich viel zu
sehen und noch mehr zu verpassen. Erleben Sie mit diesem Buch noch einmal
einen Tag, wie es ihn im Ruhrgebiet noch nie gegeben hatte.
FrauRuhrMann
Lebenswelten von Frauen und Männern in der Metropole
Ruhr
400 S., zahlr. farb. Abb., Br., € 19,95
978-3-8375-0083-7
Wie zukunftsfähig ist das
Ruhrgebiet im Vergleich zu anderen Regionen? Ist der Strukturwandel der
letzten Jahrzehnte erfolgreich verlaufen? Ist das Ruhrgebiet innovativ
und kreativ oder eher träge und bildungsfern? Rund 50 Autorinnen und
Autoren beleuchten schlaglichtartig die Lebens- und Arbeitswelten der Region.
Dabei erweisen sich manche gängigen Klischees als falsch. Im Mittelpunkt
des Buches stehen die Menschen, die hier leben: ihre Wohnsituation, ihre
Erwerbsmöglichkeiten und das weite Spektrum ihres Alltagslebens –
auch mit dem Blick von außen betrachtet. Dabei wird deutlich, warum
Frauen und Männer trotz Schwierigkeiten sehr gerne im Ruhrgebiet leben,
wie sich ihre Lebenswelten voneinander unterscheiden, wie ein zukunftsfähiges
Ruhrgebiet regionalpolitisch gestaltet werden müsste – und warum das
nur mit Frauen und Männern gemeinsam funktionieren kann.
Peter Klunk / Frank Lichtenheld / Klaus-Martin Schmidt-Waldbauer
/ Stephan Pegels
Von der St. Antony-Hütte bis zum Elektrostahlwerk
Die Wiege der Ruhrindustrie in Oberhausen
96 Seiten, durchg. farb. Abb., € 12,95
978-3-8375-0325-8
Oberhausen gilt als die älteste
Hüttenstadt des Ruhrgebietes. Mit dem Museum St. Antony-Hütte
im Stadtteil Osterfeld wird die Wiege der Ruhrindustrie an der Keimzelle
der Gutehoffnungshütte (GHH) präsentiert. Felder prägten
zuvor die Gegend der Osterfelder Straße. Ab 1868 wuchs östlich
der Straße ein neues Stahlwerk, welches ab 1900 ausschließlich
Stahl für die GHH erzeugte. Mit dem letzten Abstich im Elektrostahlwerk
Oberhausen am 19.12.1997 um 18:05 Uhr erlosch nicht nur die Stahlproduktion
an der Osterfelder Straße, sondern das Kapitel der Montan- und Stahlstadt
Oberhausen wurde endgültig geschlossen. Eine Stadt ist immer im Wandel,
aber der komplette Fortzug der Montanindustrie ist ein starker Strukturbruch,
ein Einschnitt in der Stadtgeschichte.
Dennis
Köhler / Manfred Walz / Stefan Hochstadt
LichtRegion
Positionen
und Perspektiven im Ruhrgebiet
240
Seiten, zahlr. farb. Abb., € 24,95
978-3-8375-0404-0
Die
heute selbstverständlich erscheinende Helligkeit in der Dunkelheit,
die künstliche Beleuchtung unserer Städte, ist historisch noch
recht jung. Und doch mischen sich neuerdings kritische Anmerkungen in das
so positiv erlebte nächtliche Licht. Ökologische, medizinische,
soziale, kulturelle und auch ökonomische Argumente werden einer bloßen
Ästhetik oder Funktionalität entgegen gehalten. Tatsächlich
sind integrierende Ansätze gefordert, die die unterschiedlichen Interessen
überwinden und Licht ganzheitlich denken. Im Ruhrgebiet wird Licht
im Kulturhauptstadtjahr als besondere Qualität formuliert, die IBA
Emscherpark wirkt in den betriebenen Raumdebatten nach. Beide Anlässe
boten und bieten vielfache Gelegenheit, über die komplexe Nutzung
und Wirkung von Licht als künstlicher Beleuchtung öffentlicher
Räume nachzudenken. Tatsächlich reduziert sich der Umgang damit
auf die dekorative Stadtgestaltung und die damit beabsichtigte Produktion
eines spezifischen kreativen Images, mit dem das Ruhrgebiet seine industrielle
Vergangenheit abzustreifen, mindestens jedoch zu ästhetisieren versucht.
Mit Texten, in denen "Licht" aus unterschiedlichen Perspektiven und gespeist
mit dem Wissen unterschiedlicher Disziplinen diskutiert wird, geht das
vorliegende Buch einen anderen Weg: Die wissenschaftlichen und methodischen
Lücken benennend, werden Hinweise formuliert, wie mit Licht in der
Planungspraxis urbane Lebensqualität bei Tag und bei Nacht hergestellt
werden kann.
Christa
Reicher / Katrin Bäumer / Maram Tawil / Dana Jacob / Lubna Shaheen
Planning Spaces Through Intercultural
Dialogue
Embracing the Past, Enhancing
the Future
176 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 30,00
978-3-8375-0469-9
Sustainable Planning needs dialogue
– not only between sectoral departments and among stakeholders, but between
spaces, between citizens and politicians, between different needs and development
goals. In today´s globalised world dialogue becomes more important.
The publication on hand results from a cooperation project between planners
from Germany and the Middle East. It emphasizes the role and significance
of historic city centres in both cultural contexts. The comparison between
European and Arabic experiences means active dialogue between both planning
cultures.
Sarah
Banach / Andreas Henkelmann / Uwe Kaminsky / Judith Pierlings / Thomas
Swiderek / LVR
Verspätete Modernisierung
- Öffentliche Erziehung im Rheinland
Geschichte der Heimerziehung
in Verantwortung des Landesjugendamtes
(1945–1972)
588 Seiten, Abb., € 34,95
978-3-8375-0475-0
Im Mittelpunkt stehen die Heime
des Landschaftsverbandes Rheinland in Krefeld, Solingen, Euskirchen, Brauweiler,
Hennef sowie Viersen-Süchteln. An ihrer Geschichte wird die verspätete
Modernisierung dieses marginalisierten gesellschaftlichen Bereiches nachgezeichnet.
Besondere Aufmerksamkeit widmen die Beträge des Buches dem Alltag
der Heimkinder in den Bereichen Arbeit, Freizeit, Freundschaft, Sexualität,
Kontrolle, Strafen, Religion, Ernährung, Gesundheit, Hygiene, der
„Verbreiterung der pädagogischen Angriffsfläche“ durch Medikamenteneinsatz
und der Ausbildung des Personals. Die fünf Autoren markieren die Geschichte
der Heimerziehung in ihren rechtlichen Grundlagen, ihrer historischen Genese
und ihrer Entwicklung in den Jahren 1945 bis 1972. Die Kontinuität
des Spitzenpersonals, die Versuche, die Erzieherschaft zu professionalisieren,
die Heimaufsicht, die Heimdifferenzierung sowie die Krisen und die unzureichenden
Versuche ihrer Bewältigung werden untersucht. Die interdisziplinär
erstellte Studie widmet sich der Geschichte der Heimerziehung in der Zuständigkeit
des größten deutschen Landesjugendamtes beim Landschaftsverband
Rheinland. Basis der Untersuchung sind umfangreich überlieferte Akten
und Interviews mit ehemaligen Heimkindern, die quellenkritisch ausgewertet
werden.
Julia
Frohne / Katharina Langsch / Fritz Pleitgen / Oliver Scheytt
RUHR. Vom Mythos zur Marke
Marketing und PR für die
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
176 Seiten, durchg. farb. Abb.,
€ 34,95
978-3-8375-0389-0
Wie macht man in kürzester
Zeit eine neue Marke bekannt und verändert ein bestehendes Image?
Wie eint man die Interessen unzähliger Akteure, ob Verantwortliche
in den Städten, ob Künstler, Kreative oder Sponsoren? Wie nimmt
man 5,3 Millionen Menschen auf diesem Weg mit? Das Buch erläutert
die Bedeutung der Kommunikations- und Marketingarbeit für die Kulturhauptstadt
Europas RUHR.2010. Es schlägt einen großen Bogen von der Entstehung
der Idee über die Entwicklung der Marke RUHR.2010 und die Konzepte
für den touristischen Sektor bis hin zur Planung der konkreten Kampagnenstrategie
und der operativen Marketing-, Presse- und PR-Maßnahmen. Dabei werden
entscheidende Handlungsfelder wie die Zusammenarbeit mit Partnern, die
Medienkooperationen sowie die Rolle der Sponsoren in den kommunikativen
Prozessen ebenso beleuchtet wie die Herausforderungen, vor denen ein vielgestaltiges
Kuturmarketing steht. Zitate beteiligter Akteure sowie konkrete Fallbeispiele
aus der Praxis bereichern die Publikation. „RUHR. Vom Mythos zur Marke“
richtet sich an Kulturmanager und Verantwortliche auf kommunaler Ebene,
an Führungskräfte und Marketingfachleute, Festivalorganisatoren,
Touristiker, Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Agenturen, Medien
und Institutionen sowie an eine breite interessierte Öffentlichkeit.
RUHR.2010 ist Kulturmarke® des Jahres 2010. Ausgezeichnet wurde RUHR.2010
für die identitätsstiftende Markenentwicklung, die außergewöhnliche
Markenführung und die Etablierung einer beispielhaften Kulturmarke.
Stefan Laurin
Immobilienkompass Ruhr 2011
Die besten Wohnlagen des Ruhrgebiets
224 S., zahlr. Abb., € 13,95
978-3-8375-0273-2
53 Städte und hunderte von
Stadtteilen gibt es im Ruhrgebiet, dem mit Abstand größten Ballungsraum
der Bundesrepublik. Da ist die Orientierung nicht einfach. Mit dem Immobilienkompass
Ruhr wird sich das ändern. Er stellt Ihnen nicht einzelne Städte
vor, sondern Stadtteile – sortiert nach Ihren Wohnbedürfnissen: Wo
fühlen sich Familien mit Kindern wohl? In welchen Quartieren wohnt
die Szene? Welche Stadtteile gehören zu den Nobelvierteln der Region?
Und wo sind die besten Orte für Naturfreunde, Senioren, Wassersportler
oder Preisbewusste? Wir stellen sie Ihnen vor: Portraits aller wichtigen
Stadtteile des Ruhrgebiets, aktuelle Preisangaben für Mieter und Käufer
sowie die wichtigsten Adressen jedes Quartiers.
Die Welt in Bildern
Der WAZ Leserkalender 2012
13 Seiten, hochwertiges Kunstdruckpapier, Ringbindung,
€ 8,90
Die bereits im letzten Jahr hat
auch dieses Jahr die Redaktion des WAZ-ReiseJournals die schönsten
Fotos zusammengestellt, die von Lesern eingesandt wurden. Der Bogen spannt
sich von Nord nach Süd, über Berge und Täler, Meere und
Flüsse und zeigt immer wunderschöne Ansichten.
Dokumentation zur Aktion:
SING - Day of Song, RUHR.2010
88 S., Abb., € 4,90
978-3-8375-0449-1
Vom 3. bis 5. Juni 2010 wurde in
der Metropole Ruhr allerorten gesungen. Alle Veranstaltungen des Projektes
SING – DAY OF SONG der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 sind nun auf
88 Seiten festgehalten worden: Die Dokumentation enthält Bilder und
Stimmen aus allen beteiligten Städten, von dem großen Konzert
in der VELTINS-Arena mit 60.000 Sängerinnen und Sängern und allen
anderen Veranstaltungen vom Mitternachts- bis zum Sonnenaufgangskonzert.
Henning Prinz
Schräg
Kultverführer Ruhr
200 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0276-3
Zollverein kann jeder. Zollverein
macht ja auch jeder: Wer etwas übers Ruhrgebiet schreibt, darf ums
Verrecken nicht Zollverein übergehen. Und wehe, einer kommt ins Ruhrgebiet
und pilgert nicht dahin! Klar, die Villa Hügel, das U aus DO, der
Innenhafen und das CentrO sind auch hinlänglich bekannt. Und die Kokerei
Hansa, die Haldenlandschaft Hoheward, Gasometer und Aquarius machen ihren
Job ebenfalls tipptopp. Von romanischen Kirchen und Turmbauten der Energieversorger
ganz zu schweigen. Aber das Ruhrgebiet kann auch mal völlig unberechenbar
zuschlagen. Mit ziemlich schrägen Dingen, ganz egal, ob diese jetzt
aus einer Fritteuse oder einer Schmiede stammen. Ob das Viele mitbekommen
– oder nur ganz Wenige. Abgefahrenes und Schräges. Manchmal steht
man einfach nur da und staunt. Wir im Ruhrgebiet haben dafür eine
Lautfolge modelliert: „Neee, nä?“ Es gibt eine Menge erstaunlicher
Dinge und Menschen im Ruhrgebiet. Abseits der großen Kunst und der
breiten Straßen. Ohne Wegweiser und ohne Marketinggesellschaften.
Man muss also wissen wo. Wenn Sie von irgendwoher ein ehrfürchtiges
„Das glaub‘ ich jetzt aber nicht!“ hören, dann sind Sie schon verdammt
nah dran. Hier ist der längst überfällige Reise- und Erlebnisführer
für das un-berechenbare Ruhrgebiet. Für diesen Ver-Führer
haben ein Dutzend Klartext-Autoren die Nähkästchen geöffnet.
Und stellen ihre Favoriten vor. Plus Geheimtipps. Plus kommende Geheimtipps.
Mit allen wichtigen Regeln, Hilfestellungen und Empfehlungen für den
gelungenen Survival-Trip durch ein sehr schräges Stück Stadtlandschaft.
Neben aller Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Berechenbarkeit und Bodenständigkeit:
Wir können nämlich auch anders.
Klaus Fehlemann / Bernd Reiff / Wolfgang Roters /
Leonore Wolters-Krebs
Charta Ruhr
Denkanstöße und Empfehlungen
für polyzentrale Metropolen
96 Seiten, zahlr. Abb., inkl. CD, € 14,95
978-3-8375-0354-8
Auf dem Weg zur „Metropole Ruhr"
– eine von der Groß- und Schwerindustrie geprägte Agglomeration
mit fünf Millionen Menschen, Deutschlands größte Stadt,
aufregendste Stadtlandschaft, polyzentral organisiert wie kaum eine andere
in der Welt. Dieser ungewöhnliche Raum will eine metropolitane und
urbane Landschaft werden, Dienstleistungsmetropoie, Kultur- und Integrationsraum,
Wissenschaftsstadt. Der Raum zwischen Ruhr, Hellwegzone, Emscher und Lippe
steht mitten in diesem Transformationsprozess. Vieles hat sich in den letzten
Dekaden zum Teil spektakulär, häufig auch durch ganz praktische
Kooperationsnetze über lokale und fachliche Grenzen hinweg positiv
entwickelt. Heute ist das alte Ruhrgebiet der 1960er Jahre des vorherigen
Jahrhunderts nicht wiederzuerkennen. Aber: Nach der Internationalen Bauausstellung
Emscher Park der 1990er Jahre und am Ende der Europäischen Kulturhauptstadt
2010 braucht die „Metropole Ruhr" jetzt weitere neue Impulse.
Mit der Charta Ruhr bietet die
nordrhein-westfälische Landesgruppe der Deutschen Akademie für
Städtebau und Landesplanung (DASL) dafür eine Plattform: für
eine umfassende und geordnete Diskussion, für strategische Anregungen
und konkrete Empfehlungen. Dies alles basiert auf 38 perspektivischen und
analytischen Untersuchungen von Wissenschaftlern und Praktikern sowie drei
einander ergänzenden programmatischen Vorschlägen für den
Weg in die Zukunft. Der Publikation liegt eine CD bei, auf der alle Beiträge
in voller Länge mit Bildern und Grafiken sowie Lebensläufe der
Autoren und Interviews ausgewählter Persönlichkeiten der „Metropole
Ruhr" als Hörbeiträge zu finden sind.
Detlef Hopp
Industrie. Archäologie.
Essen.
Industriearchäologie in
Essen
100 Seiten, zahlr. teils farb.
Abb., € 14,95
978-3-8375-0428-6
Aus der Zeit der Industrialisierung
bezieht Essen ein ganz besonderes Potential. Zeugnisse aus dieser Zeit
gehen oft bei Baumaßnahmen unbemerkt verloren. Von besonderem Interesse
für die Archäologen sind Funde im Boden, die auf Krupp zurückgehen.
Vielversprechend waren vor allem die archäologischen Untersuchungen
auf dem Areal der ehemaligen Krupp’schen Gussstahlfabrik, der einst größten
Stahlfabrik der Welt. Noch vor einem halben Jahrhundert gingen hier abertausende
Werktätige ihrer schweißtreibenden Arbeit nach. Als Ausdruck
erfolgreichen Strukturwandels entstand auf dem alten Industriegelände
ein hochmoderner Konzernsitz. Seit 2010 werden von hier aus die Geschicke
von ThyssenKrupp, des weltweit agierenden Konzerns, gelenkt. Bei den Bauarbeiten
konnten die Archäologen zahllose Zeugnisse aus der Vergangenheit der
Firma Krupp dokumentieren und Objekte bergen. Weitere Veränderungen
mit überraschenden Einblicken in die Frühzeit der heutigen Großstadt
brachten die Umgestaltungen des Limbecker Platzes und des Berliner Platzes
mit dem neuen Einkaufszentrum und dem benachbarten Universitätsviertel.
Helmut Maier / Manfred Rasch / Andreas Zilt
150 Jahre Stahlinstitut VDEh
1860–2010
912 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 49,95
978-3-8375-0051-6
Im Jahr 2010 blickt der heute als
Stahlinstitut VDEh bekannte Verein Deutscher Eisenhüttenleute auf
eine 150-jährige facettenreiche Geschichte zurück. Ziel des Vereins
war und ist die Förderung der technischen, technisch-wirtschaftlichen
und wissenschaftlichen Zusammenarbeit von Ingenieuren bei der Weiterentwicklung
der
Stahltechnologie und des Werkstoffs
Stahl. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaftsforschung und Erfahrungsaustausch.
Seine Entwicklung war immer von den politischen und wirtschaftlichen Wechsellagen
der deutschen wie der internationalen Geschichte bestimmt. Dessen ungeachtet
entwickelte sich der Verein – geprägt von herausragenden Persönlichkeiten
– zu einem technischwissenschaftlichen Innovationsmotor. In über 30
Beiträgen beleuchten Fachleute kenntnisreich die Geschichte des Vereins.
Die Aufsätze beschäftigen sich mit den führenden Personen,
mit den internationalen Beziehungen, mit der Rolle des Stahlinstituts VDEh
in Kommunikation und Kultur sowie mit seinen Institutionen und der spezifischen
Facharbeit.
Georg Ruppelt
CURIOSA
Erhellendes und Erheiterndes
aus vier Jahrhunderten
80 Seiten, Abb., € 8,95
978-3-8375-0424-8
1609 wurde in Wolfenbüttel,
damals Residenzstadt des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel, der
Aviso als regelmäßig wöchentlich erscheinende Zeitung erstmalig
gedruckt. Viele Geschichten des Buches halten die Erinnerung an den Aviso
wach. Georg Ruppelt berichtet über die Neuigkeiten in der Zeitung
vor 400 Jahren. Darüber hinaus stöbert er in den unübersehbaren
Schatzkammern der Bücherwelt und zieht manches Vergessene an das Tageslicht.
Klaus Wisotzky / Ingrid Wölk
Fremd(e) im Revier!?
Zuwanderung und Fremdsein im Ruhrgebiet
352 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 24,95
978-3-8375-0350-0
Das Ruhrgebiet hat sich wie keine
andere Region Deutschlands durch Zuwanderung erst konstituiert. Es zog
die Menschen an wie ein Magnet. In der Industrialisierungsphase kamen sie
freiwillig als finanzstarke Unternehmer und als junge Arbeitssuchende,
in den Kriegsjahren wurden viele Fremde hierher verschleppt und zur Arbeit
unter menschenunwürdigen Bedingungen gezwungen. Für Fremd(e)
im Revier!? haben sich Ruhrgebietsarchive aus neun Städten und zahlreiche
andere Kooperationspartner des Themas Migration und Fremdsein für
ein gemeinsames Ausstellungs- und Publikationsprojekt angenommen und einen
weiten Bogen gespannt: Von den Fremden des Mittelalters und den Glaubens-
und Revolutionsflüchtlingen der frühen Neuzeit über die
Arbeitsmigranten des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zur heutigen Situation
hier lebender Migranten und Migrantinnen. Das Fremdsein und das Heimischwerden
war die Erfahrung, die viele Neubürger des Reviers gemacht haben.
Den umgekehrten Prozess der Ent-Fremdung erlebten und erlitten vor allem
die jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus dem Ruhrgebiet
während des „Dritten Reiches“. Die Beiträge untersuchen das Gegen-,
Neben- und Miteinander von Fremden und Einheimischen. Sie stellen das spannende
Wechselspiel von „fremd“ und „eigen“ vor.
Sonderkamp, Rolf
Auf krummen Touren durchs Revier
Der Wanderführer Ruhrgebiet
144 S., zahlr. farb. Abb., Spiralgb., € 13,95
978-3-8375-0364-7
Zwischen Rhein, Ruhr und Lippe
liegt der große Ballungsraum mit rund fünf Millionen Menschen,
den man auch Ruhrgebiet“ nennt. Dort kann man Fördertürme und
Hochöfen sehen, begrünte Halden mit weithin sichtbaren Kunstwerken
erklimmen, in Revierparks herumspazieren und durch Einkaufsstraßen
schlendern. Doch stundenlang durch die grüne Natur wandern, durch
duftende Wälder und Felder streifen? Ja, auch das geht im „Ruhrgebiet“.
Rolf Sonderkamp führt Sie durch die letzten grünen „Dschungel“
des Reviers, manche gerade groß genug für eine schöne Rundtour.
Es geht durch Wald und Feld, auch jenseits fester Wege, oft auf krummen
Pfaden. Selbst für jene, die das Revier wie ihre Westentasche zu kennen
glauben, dürfte dieses Buch voller Überraschungen stecken – für
Revierfremde sowieso. Zu jeder der 20 Touren gibt es einen Info-Kasten,
eine übersichtliche Wegbeschreibung mit Entfernungsangaben und eine
detaillierte Karte. Entdecken Sie ein ganz anderes „Ruhrgebiet“
Hermann Glaser
Ach!
Leben und Wirken eines Kulturbürgers
328 Seiten, € 19,50
978-3-8375-0472-9
Wie kaum ein anderer Name steht
Hermann Glaser für das "Bürgerrecht Kultur". Kunst und Kultur
können ihren Eigenwert nur entfalten, wenn sie sich mit einer politischen
Grundhaltung verbinden, die Beteiligung ermöglicht und zu Mitdenken
und Mitgestaltung herausfordert. Mit dieser Überzeugung hat Hermann
Glaser die Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland entscheidend geprägt.
Durch unermüdliche Vortrags- und Lehrtätigkeit im In- und Ausland
und seine zahlreichen Veröffentlichungen hat er die Konzeption der
Neuen Kulturpolitik theoretisch maßgeblich! mitentwickelt und praktisch
umgesetzt. Der von ihm geprägte Begriff "Soziokultur" wurde zu einem
Kennzeichen dieser kulturpolitischen Reform sowie vieler Einrichtungen
und Projekte.
In seinem Buch schildert er die
wichtigsten Stationen seines Lebens: von den bedrückenden Kindheitserfahrungen
im Nationalsozialismus, der als Befreiung erlebten Zeit des Wiederaufbaus,
der wachsenden Selbstzufriedenheit der Wohlstandsgesellschaft, deren spießbürgerliche
Erbschaft er hellsichtig erkennt, bis zu seiner kommunalpolitischen Praxis
als Kulturreferent der Stadt Nürnberg und den vielfältigen Begegnungen
als Berater und Publizist nach Ende seiner Amtszeit. Es gelingt Hermann
Glaser mit beeindruckender kulturpolitischer Konsequenz und menschlicher
Glaubwürdigkeit, persönliche Erinnerung und Zeitgeschehen zu
verbinden
Stiftung Zollverein
Kunstführer Zollverein
Kunst auf Zollverein von den Anfängen bis heute
96 Seiten, zahlr. Abb., € 9,95
978-3-8375-0464-4
Noch vor 25 Jahren war Zollverein
das größte und leistungsfähigste Steinkohlebergwerk Europas.
Heute begegnen wir einem Standort voller kultureller Erlebnismöglichkeiten.
Von Konzerten über Ausstellungen, bis zur Kunst, werden dem interessierten
Besucher unzählige Ereignisse geboten. Schon fünf Jahre nach
der Stilllegung dieses bedeutenden Denkmals entdeckten Künstler das
Gelände für sich. Ulrich Rückriem machte 1992/1993 den Anfang
und platzierte seine monumentalen Steinskulpturen auf dem heutigen UNESCO
Welterbe. Mit der Entwicklung und Neunutzung von Zollverein erhielten mit
der Zeit immer mehr Kunstwerke Einzug. Die Stiftung Zollverein freut sich,
nun erstmals eine Zusammenstellung aller Kunstwerke auf dem Zollverein-Gelände
zu präsentieren. Anhand eines Rundgangs bietet der neue Kunstführer
ZOLLVEREIN® dem Besucher die Möglichkeit, die Entwicklung der
Kunst auf Zollverein nachzuvollziehen und vermittelt vielseitige Informationen
zu den Werken von Künstlern wie Ansgar Nierhoff, Alf Lechner und Maria
Nordman. Besonders im Bereich der zeitgenössischen Kunst schildert
er die Besonderheiten des in der internationalen Kreativszene anerkannten
Kunststandorts.
Achim Nöllenheidt
RuhrKOMPAKT
Der Ruhrgebiets-Erlebnisführer
652 Seiten, zahlr. farb. Abb.,
€ 12,95
978-3-8375-0463-7
RuhrKompakt – der umfassende Überblick:
Die Erlebnislandschaft Ruhrgebiet mit allen Daten und Fakten. Reich bebildert,
präsentiert der Band eine einzigartige Region, die einen faszinierenden
Mix aus Ballungsraum und Naturlandschaft, Kultur- und Kunstort, Sportmekka
und Industrieerbe bietet und nach Beendigung eines wunderbaren Kulturhauptstadtjahres
auch im internationalen Blickpunkt steht. RuhrKompakt macht Reisende wie
Revierkenner zu Entdeckern einer offenen Region, erzählt spannend
und informativ von bekannten und unbekannten Attraktionen und gibt vielfältige
Anregungen für jede Art von Erlebnismöglichkeiten.
TU Dortmund
Kopfkohle
Neue Literatur von der Ruhr
180 Seiten, € 14,95
978-3-8375-0492-7
Kaum eine Region in Deutschland
ist so vielfältig, wie das Ruhrgebiet. Aber wie lässt sich das
Ruhrgebiet erzählen? Was genau macht die Ruhrgebietskultur aus? Was
definiert den Pott? Ist Ruhrgebiet verlassene Zechen? Ist Ruhrgebiet da,
wo man die Meinung „direkt im Gesicht“ kriegt? Welche Ereignisse definieren
uns heute, das Revierderby, die Loveparade oder die Ruhr.2010? Das Ruhrgebiet
der Gegenwart ist das Thema des Schreibwettbewerbes „Literatur von der
Ruhr“. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob Gebäude,
Menschen oder Ereignisse, alles kann Thema sein, das Dortmunder U, genau
wie Pommes Schranke oder die Zechenkultur.
Hans Spethmann / Gustav Ihde
/ Hans-Werner Wehling
Das Ruhrgebiet
Im Wechselspiel von Land und
Leuten, Wirtschaft, Technik und Politik. Band 4 und 5
zus. 550 S., € 49,95
978-3-8375-0336-4
Erstveröffentlichung nachgelassener
Manuskripte aus den Jahren 1935 bis 1940.
Band 4 – Das Ruhrrevier der Gegenwart (2)
Aus dem Inhalt
• Die eisenschaffende Industrie
• Die Weiterverarbeitung des Eisens
• Die übrigen Gewerbe, das Handwerk und der Handel
• Die Land- und Forstwirtschaft
• Die Wasserwirtschaft
• Die Wasserstraßen
• Der Verkehr zu Lande
• Das Kapital
• Der Weg der Konzerne
mit drei Karten und 44 Abbildungen
Band 5 – Das Ruhrrevier der Gegenwart (3)
Aus dem Inhalt
• Die Besiedelung
• Das Volkstum
• Das Klima
• Die Gestaltung der Erdoberfläche des Reviers
• Das Ruhrgebiet als Gewordenes und Wirkendes
• Ergänzungen zu Band 4 und 5
• Ergänzungen der Herausgeber
Anne Ley
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Duisburg-Ruhrort
Führer durch die Ausstellung
92 S., zahlr. Abb., € 5,00
978-3-8375-0314-2
Direkt am größten Binnenhafen
Europas in Duisburg-Ruhrort liegt Deutschlands größtes und bedeutendstes
Museum für die Geschichte der Binnenschifffahrt. Auf drei Ebenen und
in zwei ehemaligen Schwimmhallen werden Wirtschafts-, Technik- und Sozialhistorie
zum Erlebnis. Das Museum stiftet Identifikation mit dem Hafen und der Stadt
Duisburg. Es beweist, dass Binnenschifffahrt nicht allein als malerische
Darstellung längst vergagener Epochen stattfindet. Vielmehr leitet
es den wirtschaftlichen Erfolg einer dynamischen Branche aus einer Jahrhunderte
und Jahrtausende alten Tradition her.
Der Museumsführer soll den
Besucher bei seinem Rundgang durch das Museum begleiten und ihm zusätzliche
Informationen vermitteln. Außerdem bietet der Ausstellungsband die
Möglichkeit, das Wissen über besonders interessante Themenbereiche
der Binnenschiffahrt auch nach Beendigung des Museumsbesuches zu vertiefen.
Europe...a
poem
Ein deutsch /englischer Katalog
und Quellensammlung herausgegeben von Roy Kift
A German/English catalogue and
sourcebook edited by Roy Kift
175 S., Br., € 9,95
978-3-8375-0275-6
Zur Ausstellung "Europe ... a poem",
einer Ausstellung mit Werken herausragender Dichter aus allen europäischen
Ländern, erscheint der vom Kurator Roy Kift herausgebene, gleichnamige
Katalog. Er enthält alle handgeschriebenen und signierten Gedichte
in der Originalsprache mit deutscher und englischer Übersetzung, Fotos
der Autorinnen und Autoren sowie detaillierte biografische und bibliografische
Informationen, dazu Essays über die Gedichte von Ralf Thenior und
Roy Kift, ebenfalls auf deutsch und englisch. Dieser Band basiert auf der
gleichnamigen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 gezeigten
Ausstellung und bildet zugleich eine Sammlung von Texten außergewöhnlicher
zeitgenössischer Autoren aus allen EU-Ländern. Darüber hinaus
erweist sich das Buch als eine Quelle europäischer Dichtkunst, die
Studenten und Lyrikliebhaber weltweit als Einstieg in die eigene Gegenwarts-Dichtung
nutzen können. Siebenundzwanzig Gedichte – siebenundzwanzig Leben
– siebenundzwanzig Welten. Es gibt viel zu entdecken in dieser kleinen
Sammlung europäischer Poesie.
Manfred Rasch
Industriefilm 1960-1969
Bestandübersicht aus Wirtschaftsarchiven des
Ruhrgebiet
800 S., Br., € 39,90
978-3-89861-808-3
935 Industriefilme der 1960er-Jahre
verzeichnet diese Beständeübersicht. Die Filme werden in Wirtschaftsarchiven
des Ruhrgebiets aufbewahrt und stammen aus der ganzen Welt. Sie gewähren
einen Blick – sowohl aus der Unternehmens- als auch der gewerkschaftlichen
Perspektive – auf eine unbekannte Arbeitswelt. In technikhistorischer Hinsicht
bieten die Filmdokumente Einsichten in Verfahren, Betriebs- und Produktionsabläufe,
die heute längst nicht mehr in dieser Form existieren. Neben technischen
Filmen und konventionellen Image- und Selbstdarstellungsfilmen, die auf
Messen oder bei Werkbesuchen gezeigt wurden, finden sich ambitionierte
Filmkunstwerke, die mit vielen Preisen prämiert wurden, darunter zwei
für den Oscar nominierte Industriefilme.
Peter Witte
Keine Rückkehr
Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk
Arnsberg nach Zamosc im April 1942
192 Seiten, Abb., € 19,95
978-3-8375-0333-3
Am 28. April 1942 wurden im Regierungsbezirk
Arnsberg über 800 jüdische Männer, Frauen und Kinder festgenommen
und in ein Sammellager der Gestapo in Dortmund überführt. Zwei
Tage später erfolgte der Abtransport in das Ghetto der polnischen
Stadt Zamosc. Nach verschiedenen Selektionen kamen die deportierten Juden
fast ausnahmslos in die Vernichtungslager Sobibor und Belzec und das Konzentrationslager
Majdanek. Ein halbes Jahr später war kaum jemand mehr am Leben. Die
erhaltenen Meldeunterlagen im Regierungsbezirk trugen auf Weisung der Gestapo
Dortmund den irreführenden Vermerk „unbekannt verzogen“, um alle Spuren
des Massenmords zu verwischen. Bis heute war die Deportation nach Zamosc
ein Desiderat in der deutschen Geschichtsschreibung. Es gab niemanden mehr,
der als deportierter Überlebender vom Schicksal dieser westfälischen
Juden hätte berichten können. Die Informationen des Internationalen
Suchdienstes des Roten Kreuzes Arolsen und, darauf aufbauend, die Gedenkbücher
des Bundesarchivs erwiesen sich im Falle der Zamosc-Deportierten als unzulänglich
und sehr unvollständig. Nunmehr ist es weitgehend gelungen, den jüdischen
Opfern eines scheinbar ins Nichts gefahrenen Todestransportes Namen und
Identitäten wieder zu geben und ihr Schicksal zu rekonstruieren. Das
Gedenkbuch wird eingeleitet von der Geschichte der Transports, des jammervollen
Lebens im Ghetto und der Vernichtung am Ende. Ein Kalendarium behandelt
den größeren historischen Rahmen. Der zentrale Gedenkbuchteil
enthält eine detaillierte Aufstellung der jüdischen Opfer samt
einer Reihe biographischer Skizzen. Lokale Fallstudien und kurze Artikel
sowie eine Anzahl überwiegend neu entdeckter Dokumente der Täter
und Handlanger in Polizei und Verwaltung runden den Band ab. Besonderer
ergreifend sind erhaltene Postkarten und Briefe junger jüdischer Frauen,
die als letzte Lebenszeichen heimlich aus dem Ghetto Zamosc heraus geschmuggelt
wurden und durch Boten Verwandten in Westfalen noch erreichen erreichen
konnten.
oder
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