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NEUERSCHEINUNGEN:

Hugo Blanco
Wir Indios
Der Kampf der Indígenas gegen rassistische Unterdrückung und die Zerstörung ihrer Umwelt
Mit einem Vorwort von Michael Löwy
Aus dem Spanischen von Ulla Varchmin
200 Seiten, € 19,80
978-3-89 900-137-2
Der Peruaner Hugo Blanco ist einer der bekanntesten Bauernführer und linken Aktivisten Lateinamerikas. In den frühen sechziger Jahren war er einer der Anführer des Aufstandes der Quechua-Bauern in der Region von Cuzco. Ihm gelang es, eine Verbindung zwischen den spanisch sprechenden Linksintellektuellen der Hauptstadt und den Quechua sprechenden indigenen Bauern und Landarbeitern zu schaffen. Er organisierte die Bauern in Gewerkschaften und Selbstverteidigungskomitees, damit sie das von den Großgrundbesitzern abgerungene Land gegen die Pistoleros und die Polizei verteidigen konnten. In den von ihnen kontrollierten Gebieten in den Tälern von Convencion und Lares führten diese Gewerkschaften eine radikale Landreform durch und organisierten die Schulbildung der Menschen. In seinem Buch analysiert Blanco das Verhältnis der Indios zur Natur – zu „Pacha Mama“ – und die Strategien der Konquistadoren und ihrer heutigen Nachfolger, die bäuerlichen Indiogemeinschaften – das ayllu – zu zerstören und die Wirtschaft dem Weltmarkt dienstbar zu machen. Die sozialen und ökologischen Folgen dieser Politik sind überall sichtbar.
Hugo Blanco Galdós, geb. 1934 in Cuzco, organisierte Indiobauern in Gewerkschaften, Anführer mehrerer Bauernaufstände mit Landbesetzungen und Selbstverteidigungsorganen. Er wurde vom Militär verhaftet und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Dort schrieb er Land oder Tod: Der Kampf der Bauern in Peru und führte einen Briefwechsel mit dem Schriftsteller José Maria Arguedas. 1971 nach Chile deportiert, konnte er sich beim Putsch von Pinochet 1973 in die schwedische Botschaft flüchten. Nach Jahren des Exils kehrte er 1978 nach Peru zurück und wurde ins Parlament gewählt. Bis zum Staatsstreich Fujimoris 1992 war er Senatsmitglied für die Vereinigte Mariateguistische Partei; er musste nach Mexiko fliehen, weil sein Leben bedroht war. Gegenwärtig lebt er wieder in Cuzco und gibt dort die Zeitschrift Lucha Indígena heraus.


Omar Barghouti
Boykott – Desinvestment – Sanktionen
Die weltweite Kampagne gegen Israels Apartheid und die Besatzung Palästinas
Aus dem Englischen von Sophia Deeg und Paul B. Kleiser
200 Seiten, € 19,80
978-3-89 900-136-5
Im Jahre 1879 organisierten irische Bauern eine Blockade gegen den Großgrundbesitzer Charles Boycott. Sie forderten eine Senkung der Pachten und bessere Arbeitsbedingungen, was sie schließlich auch durchsetzen konnten. Der Boykott wurde zu einer Waffe der Schwachen und Unterdrückten gegen die Mächtigen. Die BDS-Kampagne entstand in der palästinensischen Zivilgesellschaft und richtet sich gegen die israelische Besatzung, die Militärverwaltung, den fortgesetzten Siedlungsbau und die Unterdrückung und Diskriminierung der Palästinenser. Barghouti erklärt, die BDS-Kampagne, die sich den Kampf gegen das südafrikanische Rassistenregime zum Vorbild nimmt, habe einen gewaltfreien und antirassistischen Charakter. Sie zielt vor allem auch auf den akademischen und kulturellen Bereich ab, weil fast alle israelischen Universitäten Komplizen der Armee und der Besatzung sind. In vielen Ländern, darunter Australien, Skandinavien, Südafrika und in den USA haben bereits Boykott-Aktionen gegen Israel stattgefunden. 

Die endlich entdeckte politische Form
Fabrikräte und Selbstverwaltung von der russischen Revolution bis heute
Hg.Dario N. Azzellini / Immanuel Ness
448 Seiten, 36,00 €
978-3-89 900-138-9
Inhalt:
Dario Azzellini und Immanuel Ness: Einleitung

I: Arbeiterräte: Historischer Überblick und theoretische Debatte
Victor Wallis: Arbeiterkontrolle und Revolution
Donny Gluckstein: Arbeiterräte in Europa – Ein Jahrhundert Erfahrung
Sheila Cohen: Der rote Maulwurf: Arbeiterräte als Mittel revolutionärer Umgestaltung
Alberto R. Bonnet: Die endlich entdeckte politische Form. Die Arbeiterräte gegen den kapitalistischen Staat

Teil II: Arbeiterräte und Selbstverwaltung im Verlauf von Revolutionen: Das frühe 20. Jahrhundert
Ralf Hoffrogge: Räteaktivisten in der Novemberrevolution - Richard Müller und die Revolutionären Obleute
David Mandel: Die Bewegung der Fabrikkomitees in der Russischen Revolution
Pietro Di Paola: Fabrikräte in Turin, 1919–1920: „Die einzigen und authentischen gesellschaftlichen Vertreter der proletarischen Klasse“
Andy Durgan: Arbeiterdemokratie in der Spanischen Revolution, 1936–1937

III: Arbeiterkontrolle im Staatssozialismus
Goran Music´: Jugoslawien: Arbeiterselbstverwaltung als staatliches Prinzip
Zbigniew Marcin Kowalewski: Gebt uns unsere Fabriken zurück! Polen zwischen Widerstand gegen Ausbeutung und dem Kampf um Arbeitermacht

IV: Antikolonialer Kampf, demokratische Revolution Struggle und Arbeiterkontrolle
Jafar Suryomenggolo: Arbeiterkontrolle in Java, Indonesien, 1945–1946
Sam Southgate: Von der Arbeiterselbstverwaltung zur staatsbürokratischen Lenkung: Selbstverwaltung in Algerien
Gabriela Scodeller: Argentinien, Arbeiterkontrolle innerhalb des Staatswesens: Grenzen und Möglichkeiten, Mendoza 1973
Peter Robinson: Arbeiterräte in Portugal, 1974–1975

V: Arbeiterkontrolle gegen kapitalistische Restrukturierung im 20. Jahrhundert
Alan Tuckman: Arbeiterkontrolle und die Politik der Fabrikbesetzung: Großbritannien, 1970er Jahre
Immanuel Ness: Direkte Aktion und Arbeiterkontrolle in Fabriken in den USA
Patrick Cuninghame: Arbeiterautonomie und der italienische ‘Heiße Herbst’: die Fabrikräte und die Autonomen Arbeitervereinigungen der 1970er
Elaine Bernard: Anarchie nach Rezept: Die Besetzung der British Columbia’s Telephone von 1981

VI: Arbeiterkontrolle 1990er–2010
Arup Kumar Sen Arbeiterkontrolle in kommunistisch regiertem Bundesstaat: Arbeitskämpfe und Gewerkschaften in Westbengalen
Marina Kabat: Die besetzten Fabriken in Argentinien. Verschiedene Wege inmitten der Krise.
Dario Azzellini: Arbeiterkontrolle in der Bolivarianischen Revolution in Venezuela
Maurício Sardá De Faria und Henrique T. Novaes: Rückeroberte Fabriken in Brasilien: Die einschränkenden Bedingungen der Arbeiterkontrolle

Biographien der Autoren

Dario Azzellini, Dr. der Politikwissenschaften, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Linz, Autor und Dokumentarfilmer. Schwerpunkt seiner Studien sind Prozesse sozialer Transformation, Bewegungen, demokratische Planung, partizipative Demokratie und Arbeitermit- und Arbeiterselbstverwaltung.
Immanuel Ness, ist Professor für Politikwissenschaften an der Universität New York. Er forscht und veröffentlicht zu sozialen und revolutionären Bewegungen, Arbeitermilitanz, Widerstand und Repression von und gegen migrantische Arbeiter und Arbeiterinnen. 
bereits angekündigt:

Lutz Getzschmann
Indien und die Naxaliten
Agrarrevolten und kapitalistische Modernisierung
415 S., Br., € 32,00
978-3-89 900-025-2
Der indische Subkontinent befi ndet sich in einem Prozess rasanter ökonomischer und gesellschaftlicher Modernisierung. Während die bürgerlichen Medien diese kapitalistische Durchdringung als Fortschritt feiern, geraten die katastrophalen sozialen Folgen ungleicher Entwicklung und der Zerstörung der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaften meistens aus dem Blickfeld. Verlierer des Fortschritts sind in besonderem Maße die untersten ländlichen Kastengruppen und als „Unberührbare“ stigmatisierten Dalits sowie die Adivasi, die indischen UreinwohnerInnen, deren Siedlungsgebiete in Zentral- und Ostindien den Erschließungsplänen großer Bergbaukonzerne und Holzunternehmen im Wege stehen. Die „Naxaliten“ sind eine seit über 40 Jahren bestehende kommunistische Aufstandsbewegung, die ihre Wurzeln in der Erhebung der Dalit-Landarbeiter und Adivasi im nordbengalischen Naxalbari im Frühjahr 1967 hat. Heute sind bewaffnete Naxalitengruppen wie die CPI (Maoist) in ca. 40 Prozent des indischen Territoriums aktiv und haben in Zentralindien mehrere „befreite Zonen“ errichtet. Legalisierte Naxalitenparteien wie die CPI-ML (Liberation) sind in Regionalparlamenten vertreten und profilieren sich als fundamentale Opposition gegen die kapitalistische Globalisierung. 
Wer das tägliche Geschwätz von Politikern und »Wirtschaftsexperten« über die Notwendigkeit des »Wirtschaftswachstums« satt hat, sollte dieses Buch lesen:

Peter Radt
Fetisch Wachstum
Philosophisch-ökonomische Anmerkungen zur Logik des Kapitalismus
159 S., Br., € 17,80
978-3-89 900-135-8
Angesichts des ständigen Wachstumsgeredes und der Selbstverständlichkeit, mit der alle Welt so tut, als handele es sich beim Wachstum um eine objektive Notwendigkeit, wird der Frage nachgegangen, was es denn nun tatsächlich mit dieser Wachstumslogik auf sich hat. Dabei erweisen sich die praktischen Wertentscheidungen, die in der Wachstumslogik stecken, als eine Orientierung, welche wesentlich durch die Vertauschung von Mittel und Zweck gekennzeichnet ist und daher in letzter Instanz im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Menschen steht. Die daran anschließende Analyse der Wachstumslogik als einer bestimmten ökonomischen Struktur offenbart dann den kapitalistischen Sinn (bzw. Unsinn) dieser Logik. Dazu ist es notwendig, zentrale Aspekte der Kapitalismuskritik zu rekapitulieren, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, gerade das, was heute als ganz und gar selbstverständlich erscheint, in seiner prinzipiellen Fragwürdigkeit sichtbar zu machen, um so der kapitalistischen Entwicklungslogik den Schein der allgemeinen Notwendigkeit und des objektiven ökonomischen Sachzwangs zu nehmen und den System-Zusammenhang herauszuarbeiten, statt, wie es manche Kritiker tun, lediglich den »Neoliberalismus« zu kritisieren. 

Klaus Engert
Ökosozialismus - das geht
142 S., Br.,  € 12,80
978-3-89900-068-9
Spätestens seit dem Bericht des Club of Rome Ende der sechziger Jahre und den Klimavoraussagen von James Hansen Ende der siebziger Jahre hätte jeder, der das wollte, wissen können, dass ein grundlegender Wandel in der Umweltpolitik notwendig ist. Geschehen ist so gut wie nichts. Aber das ist kein Zufall. Für eine kapitalistische Industriegesellschaft ist Nachhaltigkeit Gift. Das Konkurrenzprinzip, auf dem diese Gesellschaftsform beruht, hat die zwangsläufige Konsequenz, dass der belohnt wird, der auf die ökologischen Folgen seiner Produktion die wenigste Rücksicht nimmt. Zudem beruht die kapitalistische Produktionsweise auf immer währendem Wachstum. Und was diese Welt am wenigsten vertragen kann, ist (noch) mehr quantitatives Wachstum. Die hilflosen Versuche der Herrschenden, den Kapitalismus aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Umweltzerstörung im Allgemeinen und den Klimawandel im Besonderen aufhalten zu wollen, sind der Versuch der Quadratur des Kreises: Beides zusammen ist nicht zu haben. Die Länder des sogenannten "Realsozialismus" können ebenfalls kein Vorbild sein. Die Umweltzerstörung dort stand der der kapitalistischen Welt in nichts nach. Wir brauchen also eine Alternative. Wir nennen diese Alternative ökosozialismus. Natürlich ist es nicht möglich, einen detaillierten, ausgearbeiteten Plan für eine Zukunftsgesellschaft zu entwerfen. Eine solche Gesellschaft wird sich in einem längeren Prozess herausbilden und für manche der späteren Lösungen dürfte unsere heutige Phantasie nicht ausreichen. Aber es ist möglich, die Grundzüge darzustellen, nach denen ein Gemeinwesen funktionieren muss, das gleichzeitig die Bedürfnisse der Menschen erfüllt, die natürlichen Lebensgrundlagen schützt und gleiche Lebens- und überlebensvoraussetzungen für die Menschheit schafft.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung
1. Haben wir noch eine Chance? – Die Ausgangssituation
2. Eine neue Welt? – Utopische Gesellschaftsentwürfe von Moses bis James Gurney
3. Ist Karl an allem schuld? – Marx, Engels und die Ökologie
4. Ökologie und Realsozialismus
5. Die Jagd nach dem Profit – Kapitalismus und Ökologie
6. Ökosozialismus – aber wie?
7. Fünf nach oder fünf vor zwölf?
Anmerkungen
Glossar



Ellen Meiksins Wood
Demokratie contra Kapitalismus
Beiträge zur Erneuerung des Historischen Materialismus
304 S., geb., € 29,80
978-3-89900-123-5
Die Autorin argumentiert, dass das theoretische Projekt des Marxismus und dessen Kritik des kapitalistischen Systems auch nach dem Kollaps des Kommunismus aktuell und notwendiger denn je ist. Zeitgenössische intellektuelle Moden, die die Kritik des Kapitalismus für obsolet halten, von postmoderner Fragmentierung sprechen und Differenz, Kontingenz und Identitätspolitik an die Stelle des einstmals universell gedachten Emanzipationskampfes der arbeitenden Klassen stellen, hält Wood für untauglich, das kapitalistische System überhaupt zu denken, geschweige denn zu kritisieren.
In ihrem - in der neueren marxistischen Diskussion bereits zum Klassiker avancierten und hier erstmals auf Deutsch vorliegenden - Buch unternimmt sie es, das kritische Programm des historischen Materialismus, dessen grundlegende Konzepte und dessen Theorie der Geschichte zu erneuern. Auf originelle und ideenreiche Weise untersucht sie die Eigenart des Kapitalismus als eines Systems sozialer Beziehungen und politischer Macht, entfaltet dabei eine Theorie der Demokratie und zieht einen Faden von der Antike zur Moderne. Schließlich analysiert sie das widersprüchliche Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus und fragt danach, auf welchen Wegen die Demokratie über die vom Kapitalismus gesetzten Grenzen hinaus weitergetrieben werden könnte.
Ellen Meiksins Wood lebt in London und gehört zu den international renommiertesten Marxisten der Gegenwart. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher zur Geschichte und Theorie bürgerlicher Gesellschaftsformen und war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Politische Wissenschaften an der York-Universität in Toronto.

Lateinamerikas Versuch, mittels einer »Bank des Südens« eine selbstbestimmte Entwicklungspolitik zu betreiben.

Eric Toussaint
Die Bank des Südens und die Weltwirtschaftskrise
Bolivien, Ecuador, Venezuela und die Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus
208 S., Br. € 19,80
978-3-89900-132-7
Kurz nach Ausbruch der Immobilienkrise in den USA, die mittlerweile in eine tiefe weltweite Rezession mündete, haben sieben lateinamerikanische Länder eine »Bank des Südens« gegründet. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass aus ihr eine Alternative zu der vom »Norden« geprägten Finanzarchitektur erwachsen könnte – besonders zu dem Washingtoner Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank mit ihrer neoliberalen Ideologie der unbedingten Marktöffnungen.
Eric Toussaint analysiert in seinem Buch die Krise von Weltbank und Internationalem Währungsfonds und schildert die schwierigen Etappen hin zum Aufbau der Bank des Südens. Er fragt auch nach den Chancen der Bank angesichts stark schwankender Rohstoffpreise, eigene Entwicklungspfade der beteiligten Länder finanziell absichern zu können. Da die Bank stark von den Möglichkeiten und vom Engagement der Regierungen von Venezuela, Bolivien und Ecuador abhängig ist, geht er auch auf die gegenwärtige soziale und politische Lage in diesen drei Ländern ein.
Eric Toussaint, geb. 1954, Dr. rer. pol., Wirtschaftswissenschaftler und Vorsitzender des Komitees zur Streichung der Schulden der Dritten Welt (CADTM), lebt in Lüttich. Er ist Mitglied des internationalen Beirats des Weltsozialforums und der Beraterkommission des Präsidenten von Ecuador zur wirtschaftlichen Entwicklung. Sein in viele Sprachen übersetztes und weltweit verbreitetes Buch Profit oder Leben – Neoliberale Offensive und internationale Schuldenkrise erschien 2000 bei ISP.
"...schon weil zu dieser Frage bislang in Deutschland wenig veröffentlicht wurde, ist das Buch»Die Bank des Südens und die Weltwirtschaftskrise« eine wichtige Bereicherung der Debatte um eine alternative Entwicklung. Nicht zuletzt weil in ihm einige wichtige Stellungnahmen der sozialen Bewegungen des Kontinents zu den behandelten Themen erstmals in deutscher Sprache zugänglich sind, das gleiche gilt für Reden der Präsidenten Rafael Correa (Ecuador) und Evo Morales (Bolivien)..."     NEUES DEUTSCHLAND

Handbuch des deutschsprachigen Trotzkismus:

Frank Nitzsche
Vom Schatten
in die Reichweite der Kameras
Handbuch des Trotzkismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach 1968
350 S., Br., € 39,80
978-3-89900-024-5
Während trotzkistische Parteien in Frankreich, England und Brasilien eine wichtige Rolle in der Linken spielen, ist ihr Einfluss in den deutschsprachigen Ländern gering geblieben. Trotzdem gelingt es ihnen immer wieder, in den Fokus der Öffentlichkeit zu kommen – wie zuletzt im Rahmen des Parteibildungsprozesses zur »Die Linke«.
Frank Nitzsche untersucht die spezifische Entwicklung der trotzkistischen Organisationen und Gruppen – ausgehend von den jeweiligen politischen und historischen Rahmenbedingungen und einem unterschiedlichen Verständnis der neuen sozialen Bewegungen ab Mitte der Sechziger Jahre. Ferner wird gezeigt, warum sich die Trotzkisten in einem ständigen Drahtseilakt zwischen Verteidigung des revolutionären Marxismus und Anpassung an die politischen Strömungen ihrer Zeit befanden, sich notwendigerweise in unterschiedliche Strömungen zersplitterten und doch immer wieder Einfluss auf die Entwicklung der Linken nahmen und auch in Zukunft nehmen werden.
Frank Nitzsche studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften und promovierte mit der hier vorgestellten Arbeit. Veröffentlichungen zu politischer Theorie, sozialen Bewegungen und Globalisierung. 
....................................Mit dem Internet verbunden sehen Sie hier die homepage des Verlages: http://www.neuerispverlag.de
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Manuel Kellner
Gegen Kapitalismus und Bürokratie
zur sozialistischen Strategie bei Ernest Mandel
464 S., Br.,  € 36,00
978-3-89900-022-1
Ernest Mandel (1923-1995), der sich selbst als "flämischen Internationalisten jüdischer Herkunft" bezeichnete, gehört zu den bedeutendsten marxistischen Ökonomen und Sozialwissenschaftlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Besonders seine Bücher Marxistische Wirtschaftstheorie und Der Spätkapitalismus erlebten eine weltweite Verbreitung in fast allen wichtigen Sprachen. Seine zahllosen Artikel zu historischen und tagespolitischen Themen wurden von vielen Zeitschriften nachgedruckt. Daher ist es umso erstaunlicher, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit seinem immensen Werk bislang nur einen geringen Umfang angenommen hat.
Manuel Kellners Arbeit ist die erste deutsche Dissertation zum theoretischen Werk von Ernest Mandel. Sie behandelt - nach einem kurzen Überblick über Leben und Werk - insbesondere seine Kritik des zeitgenössischen Kapitalismus und der bürokratischen Regime Osteuropas, seine Vorstellungen von einem freiheitlichen Sozialismus als "freier Assoziation der ProduzentInnen", seine Debattenbeiträge zur antikapitalistischen Strategie und zum Aufbau neuer revolutionärer Organisationen, die in die Lage versetzt werden sollten, den Einfluss des Reformismus zurückzudrängen und die Mehrheit der Arbeitenden zu gewinnen.

Ernest Mandel
Der Spätkapitalismus
Versuch einer marxistischen Erklärung
ca. 450 Seiten, Gb., [ ab 01.01.2011 ] € 49,80
978-3-89900-133-4
Subskribtions-Preis bis zum 31.12.2010 ca. 39,80 Euro
Es handelt sich um das 2. theoretische Hauptwerk von Ernest Mandel nach der Marxistischen Wirtschaftstheorie.

Sophia Deeg/Hermann Dierkes
Bedingungslos für Israel?
Positionen und Aktionen jenseits deutscher Befindlichkeiten
200 S., € 19,80
978-3-89900-134-1
Der Überfall der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen im Winter 2008/09 hat weltweit schockiert. Gerechtfertigt wird das Vorgehen wieder einmal mit „Selbstverteidigung gegen palästinensische Angriffe“. Die völkerrechtswidrige Besatzung, Abriegelung und Besiedlung von Palästinensergebiet werden dabei genauso übergangen wie die massive Überlegenheit der israelischen Seite und die tatsächliche Opferbilanz.
Die deutsche Bundesregierung, EU und USA stehen „bedingungslos an der Seite Israels“ – politisch, diplomatisch, durch Wirtschafts- und Rüstungshilfe. Doch angesichts erdrückender Beweise, Bilder und Berichte über Täter und Opfer ist ein Großteil der internationalen Öffentlichkeit nicht mehr bereit, dies hinzunehmen. Auch in der deutschen Linken und der Friedensbewegung sind sich viele der unerträglichen Situation im Nahen Osten, der schweren Menschen- und Völkerrechtsverletzungen durch Israel, aber auch der zunehmenden Rechtsentwicklung und Verrohung der israelischen Gesellschaft bewusst.
In diesem Band kommen Autoren wie Omar Barghouti, Brian Klug, Felicia Langer, Norman Paech, Michael Warschawski und AktivistInnen mit ihren Überlegungen und Aktionserfahrungen zu Wort. Sie liefern Beiträge zur Überwindung der deutschen Ratlosigkeit und Verwirrung, wenn es um Israel/Palästina geht.
Eine marxistische Analyse der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und ihrer politischen und sozialen Verwerfungen.


Michel Husson
Kapitalismus pur – Eine marxistische Analyse
Deregulierung, Finanzkrise und weltweite Rezession
Aus dem Französischen
200 S., Br. € 19,80
978-3-89900-131-0
Mit rasender Geschwindigkeit hat sich die durch faule Immobilienkredite und Finanz-Derivate in den USA ausgelöste Finanzkrise auf die Realwirtschaft fast aller Länder des Globus ausgedehnt. Eine tiefe Rezession hat begonnen, die zu vielfältigen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verwerfungen führen wird. Mit der Krise befindet sich auch das hinter der Globalisierung stehende theoretische Modell des Neoliberalismus im Niedergang; viele seiner Theoretiker, die jahrelang das Lied von den sich »selbst regulierenden Märkten« gesungen haben, rufen nun lauthals nach dem Staat. Mit sinkenden Lohnquoten und Sozialabbau haben die Lohnabhängigen die schamlosen Bereicherungsprogramme der »Besserverdienenden« bezahlt. Doch Nerzmäntel kaufen keine Nerzmäntel, die fehlende Massenkaufkraft führt zu Halden unverkäuflicher Waren. Die Party ist vorbei.
Michel Husson, geb. 1949, Dr. rer. oec., französischer Wirtschaftswissenschaftler und Statistiker, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac Frankreich und Mitarbeiter des »Institut de Recherches Economiques et Sociales« (IRES). Er ist Autor einer Reihe von kritischen Büchern zu den Hintergründen kapitalistischen (Miss-) Wirtschaftens, darunter: Misère du capital. Une critique du néolibéralisme, Paris 1996; Le grand bluff capitaliste, Paris 2001; Les casseurs de l’Etat social, Paris 2003.

Umfassende Dokumentation des erfolgreichen Kampfs der mexikanischen Arbeiter
des Reifenwerks Euzkadi gegen die Stillegungspläne des deutschen Reifenmultis:

Contra Continental
Der Widerstand der mexikanischen Euzkadi-Arbeiter gegen den deutschen Reifenkonzern
Herausgegeben von Gregor Maaß und Lars Stubbe
191 S., Br., € 22,00
978-3-89900-129-7
Drei Jahre lang streikten mexikanische Arbeiter des Reifenwerks Euzkadi in El Salto bei Guadalajara gegen die Werkschließung durch die Continental AG. Während die Konzernführung in Hannover den Protest zunächst ignorierte, organisierten die Arbeiter eine der wichtigsten gewerkschaftlichen Bewegungen der letzten Jahre. Mit Erfolg, denn in dem Werk rollen seit 2005 wieder Reifen vom Band. Der Betrieb wird inzwischen als Kooperative geführt und die Produktion in Selbstverwaltung organisiert. Das Buch analysiert den Arbeitskampf und dokumentiert in Interviews, Berichten und Hintergrundartikeln die Mischung aus Widerstand, öffentlichem Druck und Verhandlung, die zum Erfolg geführt hat. Es geht auf die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Kooperative ein. Da die Internationalisierung des Konflikts für den Erfolg wichtig war, kommen Nichtregierungsorganisationen und gewerkschaftliche Basisgruppen zu Wort, die den Protest buchstäblich zur Konzernzentrale in Hannover getragen haben.
Die Herausgeber stehen für Veranstaltungen zur Verfügung, Kontakt über den Verlag:
Gregor Maaß hat sich im Rahmen seiner Abschlussarbeit im Studienfach Geografie mit dem Arbeitskonflikt zwischen Continental und der Euzkadi-Gewerkschaft beschäftigt. Er hat mehrfach in Mexiko gearbeitet.
Lars Stubbe, Krankenpfleger, u.a. Übersetzer von John Holloway, Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen,
Münster 2002. Studium der Politikwissenschaft und Lateinamerika-Studien in Hamburg und Mexiko-Stadt.
DVD:

Strike Bike
Eine Belegschaft wird rebellisch
Ein Film von Robert Pritzkow, Laines Rumpff und Jan Weiser
DVD,  45 Minuten,  € 12,80 (fPr.)
978-3-89900-128-0
Voller Wut im Bauch besetzte die Belegschaft der Fahrradfabrik Bike Systems in Nordhausen am 10. Juli 2007 ihren Betrieb. Mit dem Beschluss des neuen Eigentümers, das Werk an diesem Tag komplett zu schließen, hatten sich die 135 Frauen und Männer in Thüringen zunächst schon fast abgefunden. Als ihnen die Geschäftsführung an diesem Tag aber auch noch mitteilte, dass Lone Star nicht mal mehr die Abfindungen und die ausstehenden Löhne bezahlen wollte, war das Maß voll.
Die vorher nicht als kämpferisch aufgefallenen Arbeiterinnen und Arbeiter errichteten auf dem Gelände ein großes Zelt, stellten Feuerkörbe auf, hielten am Werkstor Wache und verließen seitdem den Hof nicht mehr. Was folgte, war eine 115 Tage andauernde Betriebsversammlung. Die Belegschaft knüpfte Kontakte, veranstaltete Demos und Feste, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. In dieser Zeit schwappte den Unermüdlichen aus Thüringen eine riesige Welle der Solidarität entgegen. Sogar aus dem Ausland trafen Grußbotschaften ein und vor Ort war es den Menschen sympathisch, dass die Kolleginnen und Kollegen ihre Abwicklung nicht einfach tatenlos hinnahmen.
Als Höhepunkt organisierten die Streikenden noch einmal eine Fahrrad-Produktion. Die 1.800 roten "Strike Bikes" stellten sie in Eigenregie in ihrem Betrieb her. Sie wollten zeigen, dass sie noch zu etwas nützlich sind - auch wenn Lone Star das anders sah. Sie machten deutlich, welch unsinnige Verschwendung von Wissen und materiellen Ressourcen ihr Arbeitsplatzabbau darstellt und bewiesen ganz nebenbei, dass sie gar keinen Chef brauchen, um ihr Produkt herzustellen.
Im Zentrum der Dokumentation "Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch" stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Bike Systems. Sie kommen selbst zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren, und wie die Idee geboren wurde, ein Fahrrad zu produzieren. Ebenso geben sie Auskunft darüber, warum zunächst einmal nach nur einer Woche wieder Schluss war. Was am Ende bleibt, ist die außergewöhnliche Erfahrung, die die KollegInnen gemeinsam gesammelt haben - und ein rotes Fahrrad, das beweist, dass eine Selbstverwaltung der Produktion funktionieren kann.

Von jeder verkauften DVD geht 1 € an die Belegschaft von Strike-Bike

Trailer strike bike [Kurzfassung der DVD]

Link: http://www.strike-bike.de

Werbemittel zur DVD über "neuer.isp.verlag@t-online.de" bestellbar!

90 Jahre bayrische Revolution 1918/19

Christiane Sternsdorf-Hauck
Brotmarken und rote Fahnen
Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19
128 S., Br., € 14,00
3-89900-130-3
Anlässlich des 90. Jahrestages der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19 legt der Verlag eine aktualisierte und ergänzte Fassung der »Brotmarken« vor. Zur Erstausgabe von 1989 urteilte Doris Meister im Bayrischen Rundfunk: »Um Frauengeschichte zu erfahren, muss man wohl in Polizei-, Geheimdienst- und Gerichtsakten wühlen. Da wird sie – aus der Perspektive der (männlichen) Staatsmacht – noch am ehesten dokumentiert. Christiane Sternsdorf-Hauck, eine Münchner Kunsthistorikerin, hat sich auf dieses mühsame Unterfangen eingelassen. Dabei stieß sie u. a. auf den Briefwechsel von Gabriele Kaetzler und ihren Töchtern, der nach der Niederschlagung der Räterepublik im Mai bei Hausdurchsuchungen gefunden wurde. Ihre akribische, oft auf die Hilfe des Zufalls angewiesene Spurensuche hat sie jetzt unter dem Titel Brotmarken und rote Fahnen. Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik im ISP Verlag veröffentlicht.«
Christiane Sternsdorf-Hauck, Jahrgang 1946, lebt und arbeitet in München. Sie studierte Kunstgeschichte, Publizistik, Theaterwissenschaft und Archäologie in Berlin und München. Die Erstausgabe ihres Buches Brotmarken und rote Fahnen erschien 1989 im ISP Verlag.

Haluk Gerger
Die türkische Außenpolitik nach 1945
Vom 'Kalten Krieg' zur 'Neuen Weltordnung'
232 S., Br., € 24,80
978-3-89900-018-4
Seit der Regierungsübernahme durch die i s l am ist i sche A K P nach der Wahl im November 2002 ist die Türkei verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Die von der Türkei angestrebte Mitgliedschaft in der EU ist nach wie vor in weiter Ferne." Bisher wurde die Türkei wegen ihrer Unterdrückungspolitik gegenüber den Kurden und den Menschenrechts verletzungen gegen Oppositionelle nur milde kritisiert. Es überwog das Interesse der USA und der westeuropäischen Mächte, dass die Türkei eine wichtige, v. a. militärische Funktion an der Süd-Ost-Flanke der NATO wahrnimmt. Auch im Krieg gegen den Irak 2003 nahm die Türkei als Drehscheibe mit dem US-Stützpunkt Incirlik und eigenen Kampfhandlungen gegen die Kurden eine bedeutende Rolle ein. Sie führt bis heute einen unerklärten Krieg gegen die Verbände der P K K und dringt mit militärischen Operationen in irakisches Kurden gebiet ein.


Albert Sterr
Mexikos Linke
Ein Überblick
Soziale Bewegungen, Guerillagruppen und die »Andere Kampagne« der Zapatisten
160 S., Br., € 16,00 Euro
978-3-89 900-127-3
Mexiko fungiert derzeit gewissermaßen als Gegenmodell zum reformerischen Aufbruch in Südamerika. So radikal und gewalttätig wie sonst nur in Kolumbien setzen die herrschenden politischen und wirtschaftlichen Eliten auf die Fortführung und Vertiefung des neoliberalen Modells. Demgegenüber fordert ein erheblicher Teil der mexikanischen Bevölkerung einen Kurswechsel hin zu mehr Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Zwischen den beiden Lagern kam es mehrfach zu heftigen Konfrontationen. Die Zukunft des staatlichen Erdölkonzerns PEMEX ist besonders umstritten. Während ihn die Regierung für nationales und internationales Privatkapital öffnen will, stellt sich eine starke Anti-Privatisierungsbewegung dem Ausverkauf entgegen. In einigen agrarisch geprägten Bundesstaaten im Süden Mexikos, etwa in Chiapas oder Oaxaca, nahmen die Konflikte phasenweise einen blutigen Verlauf an. Ganz unterschiedliche Bewegungen und Tendenzen stellen sich der Regierung des klerikal-konservativen Präsidenten Felipe Calderon entgegen. Es sind städtische soziale Bewegungen, die sich um den Mitte-Links-Kandidaten Andres Manuel Lopez Obrador gruppieren. Dazu kommt als bedeutendste regionale Kraft die »Volksversammlung der Völker Oaxacas« (APPO), der von Gewerkschaften initiierte »Nationale Dialog« sowie die von den Zapatisten lancierte »Andere Kampagne«. Überdies verstärkten seit 2006 auch Guerillabewegungen ihre Aktivitäten erheblich. Heute sind sie wieder ein ernstzunehmender Akteur.

INHALT:

Vorwort
Einleitung
I: STECKENGEBLIEBENER MODELLWECHSEL
1. Vom Staatsparteiensystem zur antipopularen Demokratie
2. Die erste Post-PRI-Regierung unter Präsident Fox: Wechsel ohne Wandel
3. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom Juli 2006
4. Die Regierung Calderön: Marktfreiheit und politische Repression
II: ANTI-NEOLIBERALER WIDERSTAND UND POLITISCHE ALTERNATIVEN
l. Massenwirksame Parteien, Organisationen und Bewegungen
1.1. Der linkszentristische Parlamentarismus: die Partei der Demokratischen Revolution (PRD)
1.2. Städtisches Aufbegehren I: Die Bürgerrechtsbewegung Nationale Demokratische Konvention (CND)
1.3. Städtisches Aufbegehren II: Das Reformbündnis »Nationaler Dialog« .
1.4. Städtisches Aufbegehren III: Die Nationale Bewegung zur Verteidigung des Öls
1.5. Gewerkschaftliche Gegenwehr
1.6. Weitere urbane Bewegungen: Studierende und Menschenrechtler
1.7. Rurale Bewegungen: Indigenas und Campesinos
1.8. Eine regionale Alternative: Volkserhebung und APPO in Oaxaca
1.9. Lokale Bewegungen mit überregionaler Relevanz: Atenco und La Parota
2. Zapatismus und La Otra - zwischen Indigenabewegung und Systemalternative
2.1. Metamorphosen des Zapatismus
2.2. La Sexta / La Otra: Antikapitalistische Wende
3. Revolutionäre Aufstands- und Guerillabewegungen - drei Strömungen
3.1. Aktuelle Tendenzen in der Guerillabewegung
3.1.1. Strömung l: Traditionelle Marxisten-Leninisten: Die revolutionäre Volksarmee (EPR)
3.1.2. Strömung 2: Bewegungsnahe und aufstandsorientierte Kräfte: Demokratisch-revolutionäre Tendenz - Volksheer (TDR/EP)
3.1.3. Strömung 3: Pro-zapatistische Gruppierungen
Ausblick
Literatur



Dario Azzellini
Venezuela bolivariana
Revolution des 21. Jahrhunderts?
327 Seiten, € 19,80
2. aktualisierte und überarbeitete Neu-Ausgabe erschienen.
 978-3-89 900-120-4
Dario Azzellini beschreibt und analysiert in Venezuela Bolivariana die ersten 8 Jahre des mit der Wahl von Chávez zum Präsidenten eingeleiteten Transformationsprozesses. Er legt die gesellschaftlichen Reformen dar und widmet sich den Basisbewegungen. Er geht auf die Entwicklung Venezuelas seit 1958 ein, die in der Wahl von Chávez mündete. Die Etappen der vergangenen Jahre, der verfassungsgebende Prozess, der Putsch, der Unternehmerstreik, das Referendum und die Wahlen werden ebenso behandelt wie die Gewerkschaften und Kämpfe um Selbstverwaltung in Betrieben, die Bauernbewegungen und die Landfrage, Rassismus, Medien, Frauenund Umweltpolitik und die indigenen Rechte. Die Untersuchung der ökonomischen Entwicklung und der Versuche, die Wirtschaftsstruktur zu verändern, sowie der internationalen Politik Venezuelas und der Destabilisierungspolitik der USA runden das Bild ab. Die Neu-Ausgabe enthält zusätzlich ein Kapitel über die neuen Gegenmachtorgane, die »Kommunalen Räte«.
siehe auch: http://www.azzellini.net und die Rezension von Jörn Boewe: http://www.jungewelt.de
lange erwartet: jetzt erschienen

Ernest Mandel
Marxistische Wirtschaftstheorie
Vorwort Manuel Kellner
820 S., Gb., € 49,80
 978-3-89900-115-0
Vor über hundert Jahren erschien der erste Band des »Kapitals«. Was ist seitdem geschehen mit der marxistischen Wirtschaftstheorie?
Sehr viel, wenn man an ihre Anwendung in der politischen und ökonomischen Praxis denkt und an die Rückwirkungen dieser Praxis auf die kapitalistische Wirtschaft. Sehr wenig aber, wenn man an die Theorie selbst denkt. Sie blieb im wesentlichen das, als was Marx sie hinterlassen hatte:
ein monumentales Fragment. Und die Bemühungen der marxistischen Ökonomen im Osten und im Westen galten weniger der kritischen Weiterentwicklung der Marxschen Lehre als der behutsamen Anpassung dieser Lehre an die sich entwickelnden Fakten. Gewiß, es gibt manche Ansätze zu einer theoretischen Neuorientierung im Zeichen veränderter geschichtlicher Umstände.
Was es hingegen nicht gibt, das ist eine zusammenfassende Darstellung der marxistischen Ökonomie im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, angereichert mit den Erfahrungen der letzten hundert Jahre:
eine marxistische Wirtschaftstheorie für unsere Zeit.
Diese Lücke schließt das Werk von Ernest Mandel. Es ist eine systematische Entfaltung der Marxschen Theorie, aber nicht wie diese an Wirtschaft und Gesellschaft des 19. Jahrhunderts orientiert, sondern auf die gegenwärtige Industriegesellschaft bezogen, also zugleich eine marxistische Analyse dieser Gesellschaft und ihrer Entwicklungstendenzen, in die viele neue empirische Erkenntnisse der Nationalökonomie und Soziologie wie auch der Anthropologie und Technologie eingegangen sind. Das Buch  läßt sich schwer ignorieren, weder von den bürgerlichen, noch von den sozialistischen Fachleuten, es setzt sich zwischen die (Lehr-)Stühle und exemplifiziert ein zugleich analytisches und systematisches Denken, das die herrschende Nationalökonomie weitgehend verlernt hat oder im Namen des Bestehenden verschmäht. Es handelt sich um ein Werk. das Epoche machen wird, weil es ein Entwurf ist, nicht nur eine Apologie - weil es sich den Tatsachen stellt, anstatt sie umzubiegen oder zu verfälschen.


Lucy Redler
Politischer Streik in Deutschland nach 1945
143 S., Br., € 14,00
978-3-89900-124-2
Die Protestaktionen der IG Metall Anfang 2007 gegen die Rente mit 67 und die Forderung von Oskar Lafontaine nach einem gesetzlichen Recht auf politischen Streik haben die Debatte um ein politisches Streikrecht ange- schoben. Trotz drastischer Absenkung des Lebensstandards ist es in Deutschland bisher nicht zu politischen Massenstreiks gekommen. Politische Streiks sind in Deutschland. faktisch illegal.
Trotz Illegalisierung streikten 1958 Zehntausende ohne gewerkschaftlichen Aufruf gegen die atomare Aufrüstung und 1968 Zehntausende gegen die Notstandsgesetze. Am 1.10.1996 legen mehr als 100000 Beschäftigte bei Daimler die Arbeit nieder, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu verteidigen...
Lucy Redlers Buch ist die erste zusammenhängende Chronik politischer Streiks in Deutschland nach 1945. Wichtiger Bezugspunkt ist dabei die Debatte über politische Massenstreiks um Rosa Luxemburg und Karl Kautsky...
Lucy Redler war Spitzenkandidatin der (oppositionellen) WASG Berlin bei den Wahlen zum Berliner Senat und
ist die wohl zur Zeit bekannteste Trotzkistin in Deutschland



Christoph Jünke
Der lange Schatten des Stalinismus
Sozialismus und Demokratie gestern und heute
176 Seiten, Br., 17,80
978-3-89900-126-6
Nachdem Jünke mit Isaac Deutscher, Georg Lukacs und Leo Koßer an drei historische Versuche erinnert, den Stalinismus zu analysieren und zu kritisieren, werden im zweiten Teil mit Peter Klein, Domenico Losurdo und Luciano Canfora zeitgenössische Meinungsführer der Linken einer scharfen Kritik unterzogen.
Mit Verve argumentiert Jünke, dass die bei diesen Autoren anzutreffende „Abscheu vor der Demokratie" die falsche Lehre aus der Geschichte und eine politisch gefährliche Sackgasse in den Neuformierungsdiskussionen der Linken bildet.

Inhaltsverzeichnis
       Einleitung

Teil I: Antistalinistische Lernprozesse
1.   Die unvollendete Revolution: Werner Hofmann und Isaac Deutscher
2.   Georg Lukács’ Probleme sozialistischer Demokratisierung
3.   Leo Koflers Stalinismuskritik

Teil II: Vergangenheit, die nicht vergeht
4.   Abschiede vom Bezugsrahmen »1917«
5.   Manfred Behrend: Weißenseer Irrwege
6.   Domenico Losurdos Neostalinismus
7.   »Kommunismus« und »Linkssozialismus« gestern und heute
8.   Luciano Canforas Demokratieverständnis

Teil III: Konturen der Erneuerung
9.   Vom Willen zum Kampf. Boris Kagarlitzkis Plädoyer für eine neue sozialistische Linke
10. Von den neuen Kriegen zur sozialistischen Erneuerung




Leo Kofler
Perspektiven des revolutionären Humanismus
Hrsg. von der Leo-Kofler-Gesellschaft
176 S.,  Br., € 17,80
978-3-89900-125-9
Leo Kofler ist eine der markantesten Gestalten des deutschen Nachkriegsmarxismus und verstand sich Mittler zwischen alter Arbeiterbewegung und Neuer Linker. Im mythisch besetzten Jahr 1968 plädiert Kofler in diesem Klassiker linker Gesellschaftstheorie für einen revolutionären Humanismus, der an den Idealen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität anknüpft und diese sowohl gegen die bürgerliche Realität seiner Zeit wie gegen den Sozialismus stalinistischer Provenienz wendet. Er kritisiert das spätbürgerliche Verständnis von Freiheit und untersucht die Widersprüche und Fallstricke des sozialstaatlichen Konsumkapitalismus. Der Zustand scheinbarer Entideologisierung erweist sich ihm dabei als Faktor totaler Ideologisierung, der individuelle Rationalismus als Begleiterscheinung kollektiver Irrationalität, die Demokratie des Marktes als Verschleierung der Despotie von Fabrik und Büro.
 Leo Kofler (1907-1995) Soziologe und Philosoph. Geboren in Ostgalizien, aufgewachsen im,, Roten Wien" der Zwischenkriegszeit und während Faschismus und Krieg in der Schweiz interniert, wird Kofler 1947 an die Universität Halle berufen. Ende 1950 flieht der Bürokratiekritiker in die BRD. Als ,,heimatloser Linker" wird der an Max Adler und Georg Lukacs geschulte marxistische Einzelgänger Kofler zu einem wichtigen Vermittler von alter Arbeiterbewegung und Neuer Linker.



Bernhard Brosius
Strukturen der Geschichte
Eine Einführung in den Historischen Materialismus
144 S., Br., € 12,00
978-3-89900-122-8
Wird es zur Vernichtung unserer Welt, unserer Zukunft, unserer Menschlichkeit kommen oder wird der Zug der Zerstörung selbst sein Ende finden? Was können wir sagen über jene Welt, die der unseren folgt, - und welche Möglichkeiten der Verwandlung gibt es? Mit der historisch-logischen Methode von Marx lassen sich Strukturen in der Geschichte erkennen, die allen historischen Prozessen zugrunde liegen. Dieser Text gibt eine kompakte Einführung in den Historischen Materialismus. Es wird ausführlich auf die dialektische Methode eingegangen. Die Dialektik wird angewendet, um die von Marx benutzten Begriffe des Historischen Materialismus herzuleiten, den historischen Prozess zu umreißen sowie zu untersuchen, auf welche Weise sich die bisherigen Gesellschaftsordnungen ineinander umgewandelt haben. Das strukturelle Verhältnis von Revolution und Barbarei wird beleuchtet. Die untersuchten Entwicklungen werden nicht nur anhand historischer, sondern auch prähistorischer Ereignisse, wie sie sich aus den neuen archäologischen Forschungen ergeben, dargestellt. Nicht zuletzt wird der beschriebene Sachverhalt durch zahlreiche Graphiken und Tabellen veranschaulicht.
Bernhard Brosius, Jahrgang 1954, promovierter Chemiker, beschäftigt sich vorwiegend mit historischen und archäologischen Themen und ihrer Relevanz für eine sozialistische Utopie.

Eine materialistische Analyse der geistigen Wurzeln, Vorstellungen und politischen Ziele
der neokonservativen Rechten, sowie ihres Aufstiegs in der US-amerikanischen Außenpolitik.

Klaus Henning
Aufstieg der Neocons
Politische Intellektuelle in den USA
und der „Neue Imperialismus“
Wissenschaft & Forschung 23
160 Seiten, € 16,80
978-3-89900-023-8
Mit „neokonservativ“ wird jene Strömung bezeichnet, die u.a. in der US-amerikanischen Außenpolitik den Wandel vom „Multilateralismus“ zum „präventiven Unilateralismus“ einleitete.
Wie aber konnten neokonservative Hardliner wie Bush, Perle, Cheney und Wolfowitz einen so großen Einfluss auf die amerikanische Politik nehmen? Warum ist es ihnen gelungen, fasst die gesamte „liberale“ politische Elite der USA auf ihre Seite zu ziehen? Kann es ein „zurück“ zum Multilateralismus geben? Diese Fragen beantwortet der Autor in seiner umfassenden Analyse über die Ideen und den Aufstieg der neokonservativen Rechten in den USA.
Im Gegensatz zu bisher veröffentlichten Studien geht der Autor davon aus, dass der  Neokonservatismus durchaus rationale Vorstellungen und Strategien vertritt, die das Ziel verfolgen, die Vorraussetzungen für die Prosperität und Hegemonie des US-Kapitalismus unter veränderten Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund des Aufstiegs neuer Konkurrenten zu festigen und auszubauen. Der Aufstieg der neokonservativen Rechten ist das Produkt einer Auseinandersetzung innerhalb der herrschenden Elite in den USA über unterschiedliche Wege, um dieses Ziel zu erreichen.
Klaus Henning M.A., geboren 1979 in Berlin, Politologe, studierte an der Universität Frankfurt/Main Politikwissenschaft und Slawistik, arbeitet derzeit an seiner Dissertation zur Südosterweiterung der EU, seit Mitte der 90er Jahre aktiv in sozialen Bewegungen.



Peter Berens:
Trotzkisten gegen Hitler
An Rhein und Ruhr, der Saar und im Exil
223 Seiten, ca. 16,80 Euro
978-3-89900-121-1
Die aus starken “ultralinken” kommunistischen Oppositionsströmungen entstandene Linke Opposition der KPD (LO) an Rhein und Ruhr trat für die Einheitsfront aller Arbeiter gegen den Nationalsozialismus ein. Mitglieder einer westdeutschen LO-Kampfgruppe leisteten am 5. März 1933, dem Tag der Reichstagswahl, bewaffneten Widerstand gegen SA und Polizei. In der Illegalität arbeiteten sie, nun als Internationale Kommunisten Deutschlands (IKD), eng mit der Sozialistischen Arbeiterpartei zusammen. Der Schwerpunkt der trotzkistischen Widerstandstätigkeit lag in Betrieben, Kirchenkreisen und legalen bürgerlich-jüdischen Organisationen. Westdeutsche Exilanten waren führend in der Auslandsleitung der IKD tätig; im Saarland trugen sie zum Zustandekommen der Einheitsfront bei. Ende 1935 konnte die Gestapo die Bezirksleitung Rhein-Ruhr der IKD verhaften und viele Strukturen zerschlagen. Doch auch danach ging die Widerstandstätigkeit u.a. in Zuchthäusern und KZ`s weiter, wobei die Frauen eine wichtige Rolle spielten. Mit dem 2. Weltkrieg brachen die Verbindungen zur Exilleitung ab, die sich zudem vom Marxismus wegentwickelte. Maßgebliche Trotzkisten wurden in Strafbataillonen und KZ`s ermordet; nur wenige Überlebende sorgten 1945 für einen Neuanfang. Die Untersuchung stützt sich u.a. auf bisher ungenutztes Quellenmaterial. Peter Berens ist Historiker und lebt in Oberhausen. Er ist Mitglied der IG Metall und revolutionärer Sozialist.

[z. Zt. nur noch ab Verlag lieferbar]:

Manfred Behrend
Eine Geschichte der PDS
Von der zerbröckelnden Staatspartei zur Linkspartei
192 Seiten, € 16,80
3-89900-117-6
Mit der Umbenennung in Linkspartei.PDS und dem beschlossenen Vereinigungsprozess bis 2007 mit der hauptsächlich im Westen verankerten „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit" (WASG) ist die Entwicklung der PDS zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Der Autor zeichnet aus sozialistischer Sicht minutiös die Geschichte der PDS nach und beleuchtet sie kritisch-solidarisch: - den schwierigen Prozess zu einer „modernen demokratischen sozialistischen Partei" (1989-1993); - die Etablierung als Parlamentspartei im Bundestag (1990-2005) und die Politik des „Ankommens" in der bürgerlichen Gesellschaft; - die programmatische Rechtsentwicklung hin zu sozialdemokratischen Positionen und die praktische Anpassung an neoliberale Konzepte durch die Teilnahme an Landesregierungen im Osten (ab 1997).

INHALT:

Vorwort

1. Vorgeschichte, Gründung und Konsolidierung
Die SED in der „Wende"
Der Außerordentliche.Parteitag
Schwierigkeiten en masse

2. Kampf ums Überleben 1990-1994
Auftrieb, Hetzkampagnen und innerparteiliche Differenzen
Der Pogrammparteitag 1993
Überlebenskampfund erste Siege

3. Debatten über Strategie und Regierungsbeteiligungen 1994-1997

4. Vom größten Bundestagswahlsieg der PDS bis zum Ausscheiden Biskys
und Gysis aus der Führung 1998-2000
Rostocker Parteitag, Bundestagswahl und erste Landeskoalition mit der SPD
Die Gysi-Gruppe im Streit für rechte Korrekturen
Niederlage der Parteispitze in Münster und Führungswechsel

5. Marsch ins Bundestagswahldebakel 2001-2002
Neue programmatisch-politische Vorstöße von rechts
Dem Neoliberalismus dienstbereit: die Kapitulation in Berlin
Scheitern des Konzepts zur Anbiederung an die SPD und das Irrlicht
von Gera

6. Rechter Triumph zum Schaden der Partei 2002-2003
Vom Putsch zum Tempodrom-Parteitag
Das neue, nichtsozialistische Programm und die demoralisierte Linke

7. Die PDS in den Jahren 2003-2004
Reaktionen auf neue soziale Konflikte und den EU-Verfassungsvertrag .
Zwischen erneuter Liebedienerei Schröder gegenüber und Ansätzen zu
oppositioneller Politik

8. Vorwärts zur und mit der Linkspartei 2004-2005
Herausbildung der Wahlalternative
Aulhaltsame Annäherung WASG-PDS
Kurs auf den Wahlsieg
Bundestagswahl 2005 und danach

Anhang: Zeittafel, Register, Abkürzungen


[z. Zt. nur noch ab Verlag lieferbar]:
Franz Josef Strauß Biographie von Manfred Behrend bei ISP lieferbar
Manfred Behrend: Franz Josef Strauß. Eine politische Biographie,
368 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, € 19,80
ISBN 3-929008-82-3,
I.     Strauß‘ Werdegang bis 1962
II.   Vom abgedankten Minister zum Kanzlermacher der Großen Koalition
III.  Strauß‘  Wirken zur Zeit der Großen Koalition
IV.  Strauß in der "Ära Brandt“
V.    Strauß in der Zeit der Regierung Schmidt-Genscher
VI.  Der CSU-Chef unter den ersten drei Kohl-Regierungen
Manfred Behrend ist nach Abschluss der Arbeiten an dem PDS-Buch am 14. Januar 2006 gestorben;
Das Erscheinen des Buches ist dadurch nicht in Frage gestellt. Manfred Behrend starb mit 75 Jahren in Berlin.
1953 machte Manfred Behrend Abitur an der Arbeiter- und Bauernfakultät und bis 1957 Studium.
Ab 1962 am Institut für internationale Politik und Wirtschaft [DDR] schreibt er die erwähnte Strauß-Biografie, die den DDR-Oberen in den siebziger Jahren wegen der "neuen Ostpolitik" nicht mehr opportun erschien und weswegen deren Veröffentlichung vom "VEB Deutschen Verlag der Wissenschaft" (DVW) endlos verschleppt wurde. Behrend veröffentlicht daraufhin aonym in den "Blättern für deutsche und internationale Politik" einzelne Kapitel. Die brachten Manfred Behrend grosse Schwierigkeiten mit dem Apparat der SED und seine Entlassung durch das IPW-Forschungsinstitut ein.
Immer wieder hat er sich kritisch mit der Geschichte dessen, was in Ost und West nach der "Wende", aber zu Unrecht als "Kommunismus" galt, auseinander gesetzt und stalinistische Lügen, Verdrehungen und Mythen widerlegt, u.a. durch zahlreiche Buchbesprechungen und Artikel sowohl in fachwissenschaftlichen als auch in politischen Zeitschriften und Zeitungen (wie Arbeiterstimme, Hintergrund, Inprekorr, SoZ).



70. Jahrestag des Spanischen Bürgerkrieges [z. Zt. nicht lieferbar]

Reiner Tosstorff
POUM in der spanischen Revolution
Die Rolle der Partido Obrero de Unificación Marxista
in der Revolution und im Bürgerkrieg in Spanien 1936-1939
180 Seiten, Br., € 17,80
3-89900-118-4
Die revolutionäre Entwicklung nach Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs und die Auseinandersetzungen auf der Linken darum sind vor allem durch George Orwells Buch Mein Katalonien und Ken Loachs Film ,,Land and Freedom" bekannt. Die Sowjetunion unter Stalin griff vor allem die POUM („Arbeiterpartei der marxistischen Einigung") an. Sie war von Kräften gegründet worden, die aus der KP als „Trotzkisten" und „Abweichler" ausgeschlossen worden waren. Im Juni 1937 ließ der sowjetische Geheimdienst nach Kämpfen in Barcelona ihre Führung verhaften. Ihr Sekretär Nin wurde ermordet. Als Folge wurde der Kampf gegen Franco geschwächt. Der Band vereinigt neuere Aufsätze und Auszüge aus einer vergriffenen Darstellung des Autors und berücksichtigt neueste Erkenntnisse nach Öffnung der sowjetischen Archive.

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EU in neoliberaler Verfassung
150 Seiten, € 15,00
ISBN 3-89 900-116-8
Die EU soll bis 2010 die dynamischste und wettbewerbsfähigste
wissensbasierte Ökonomie der Welt werden, so die Zielsetzung, die nach der
Vollendung des Binnenmarkts und mit Blick auf die Einführung des Euro im
März 2000 vom EU-Gipfel in Lissabon als Leitlinie für die Weiterentwicklung
der Union beschlossen wurde.
Die EU definiert sich damit als mit den USA gleichberechtigter ökonomischer
Machtblock, der auch den Ehrgeiz hat, zum militärischen und politischen
Machtblock zu werden. Die EU-Verfassung zementiert diesen Anspruch, indem sie
die Aufrüstung als Verfassungsauftrag formuliert.
Das Ziel von Lissabon soll erreicht werden durch eine EU-weite drakonische
Verordnung von neoliberalen Rezepten. Der Weg zu diesem Ziel ist jedoch mit
zahlreichen Hindernissen gepflastert. Zu ihnen zählen u.a. die Fortexistenz
des Übergewichts der Nationalstaaten, die EU-Osterweiterung und nicht
zuletzt die verheerenden sozialen Folgen der neoliberalen Wirtschafts- und
Sozialpolitik, die es bisher nicht vermocht hat, die globale Wettbewerbsposition der EU wesentlich zu verbessern.
Zur Halbzeit der Agenda Lissabon ist klar, dass das Ziel bis 2010 nicht erreichbar
sein wird. Eine Ablehnung der EU-Verfassung in wichtigen Mitgliedstaaten würde eine
politische Krise auslösen. Die Entwicklungstendenzen des EU-Projekts sind
mithin verwickelt und krisenhaft.
Das Buch will einen Einblick in die realen Prozesse geben,
die zum größten Teil hinter dem Rücken der Öffentlichkeit ablaufen.
Es will die EU damit dem Publikum näher bringen.
In den kommenden Monaten, in denen EU-Fragen in der Öffentlichkeit erhöhte Aufmerksamkeit genießen will das Buch eine unabhängige Meinungsbildung des lesenden Publikums unterstützen.
Inhalt:
Vorwort: Angela Klein
Francois Vercammen: Die EU und die Konkurrenz Europa-Amerika nach 1990
Gustavo Buster: Die Strategie von Lissabon und ihre Krise
Gustavo Buster: Die Entstehung der europ.Verfassung
Kernpunkte der Verfassung und Argumente dagegen
EU-Beschäftigungspolitik und die Demontage des Sozialstaats
Corinne Gobin: Die europäischen Gewerkschaften vor dem neoliberalen Europa.
Hommage an Georges Debunne
Die Schaffung eines EU-Arbeitsmarkts und die Migrationspolitik
Matthias Kirchner: Die europäische Wanderarbeitergewerkschaft
Thomas Fritz: Die Bolkesteinrichtlinie
Klaus Dräger: Eine Bilanz der EU-Osterweiterung
Alfonso Moro: EU und Lateinamerika
Tobias Pflüger: EU-Militarisierung
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Hersch Mendel,
Erinnerungen eines jüdischen Revolutionärs
Reprint der Ausgabe Hamburg 1979, 271 Seiten, ca. 18,00 €
aus dem Jiddischen von Nele Löw-Beer und Jakob Moneta
ISBN 3-89 900-112-5
Einleitung: Isaac Deutscher: »Wir haben hier nicht nur sein eigenes Selbstbildnis vor uns,
sondern das Gesamtbild der kämpfenden jüdisch-polnischen Arbeiter.
So waren damals all die Natans, Isaaks, Daniels und so viele andere  namenlose Träumer
und Kämpfer für die Revolution... – jene lebendigen Menschenflammen,
die in den Ghettos und in den Gaskammern Hitlers ausgelöscht wurden.«
Nachwort: Jakob Moneta
Hersch Mendel (1890-1968),
verbrachte 14 Jahre seines Lebens mit Gefängnis und Zwangsarbeit
1911 Eintritt in den jüdischen Arbeiterbund
1914-17 in Paris
ab 1919 Teilnahme an der russischen Revolution,
Mitglied der KP Polens, leitete deren jüdische Sektion,
1931 nach Tätigkeit in der Kominter aus der Partei ausgeschlossen,
schloss er sich der Linken Opposition um Trotzki an;
1938 Teilnahme als polnischer Delegierter am Gründungskongress der IV. Internationale teil,
nach dem 2. Weltkrieg schloss er sich dem Zionismus an und ging nach Israel.
Das Leben eines jüdischen Arbeiters und Kommunisten
und seines Kampfes gegen Faschismus und Stalinismus.
Mendels Autobiografie berichtet vom Leben der jüdischen
Arbeiterschaft in Osteuropa. So beschreibt er die Rebellion
gegen die elenden Verhältnisse im Warschauer Judenviertel.
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Tobias ten Brink
VordenkerInnen in der globalisierungskritischen Bewegung
Pierre Bourdieu, Susan George, Antonio Negri
ca. 144 Seiten, ca. 15,00 €
Wissenschaft & Forschung 20
ISBN 3-89 900-020-X

Die globalisierungskritische Bewegung ist in aller Munde. Dass in ihr verschiedenartige Denkströmungen auf hohem theoretischen Niveau wirken, ist in der Öffentlichkeit weniger bekannt.
Tobias ten Brink stellt die Ideen dreier zentraler VordenkerInnen der Bewegung vor und setzt sich anschließend kritisch mit ihrem Werk auseinander.
Diskutiert werden Pierre Bourdieu, der für den Versuch stand, intellektuelle Kritik und soziale Bewegungen wieder stärker aufeinander zu beziehen, Susan George, die eine der zentralen SprecherInnen der Attac-Bewegung ist und sich intensiv mit der Nord-Süd-Problematik beschäftigt und Antonio Negri, Mitautor des Bestsellers „Empire“, der als Vordenker eines anti-institutionalistischen und radikalen Flügels in der Bewegung gilt.
In einem ersten Teil werden die drei VordenkerInnen vorgestellt und ihre Positionen zu relevanten Themen der Bewegung herausgearbeitet: Was genau ist kritikwürdig an der neoliberalen Globalisierung bzw. am Herrschaftsmodell des Empire? Welche Bedeutung und Funktion besitzen die Nationalstaaten in einer vorgeblich integrierten Weltwirtschaft? Welche gesellschaftlichen Alternativen gibt es und wie sind selbige zu erreichen? Ihr umfassenderer theoretischer Beitrag – beispielsweise  Bourdieus Habitus-Konzept oder Negris postoperaistische Ansätze – wird dabei in Bezug zu ihren politischen Interventionen gesetzt.
In einem zweiten Teil werden ihre zentralen Aussagen anhand folgender Drehpunkte analysiert und bewertet: Die Ursachen für die Entstehung des Neoliberalismus / des Empire; die Charakterisierung des heutigen Kapitalismus im allgemeinen und die Rolle der Finanzmärkte im besonderen; die Einordnung des komplexen Wechselverhältnisses zwischen Politik und Ökonomie; die verschiedenen Strategien zur Erreichung gesellschaftlicher Veränderungen. Dabei wird u.a. auf die Erkenntnisse der neueren, in Deutschland bisher wenig diskutierten, materialistischen Kapitalismus- und Staatstheorie zurückgegriffen.

Tobias ten Brink, Dipl. Pol., geb. 1976, studierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main Politikwissenschaften, arbeitet derzeit an seiner Dissertation zur Frage einer neuen Imperialismustheorie, seit Mitte der 90er Jahre aktiv in sozialen Bewegungen.

Inhalt
Vorwort von Joachim Hirsch
I. Einleitung

II. Pierre Bourdieu, Susan George, Antonio Negri - ein Überblick

1.     Pierre Bourdieu
1.1         Einführung
1.2         Theoretische Positionen
1.2.1      Vorhaben
1.2.2      Habitus und Feld
1.2.3      Kapitalformen
1.2.4      Reflexive Soziologie
1.3         Bourdieus „Globalisierungskritik": Kritik an der neoliberalen Invasion
1.3.1      Neoliberalismus als politisches Projekt, ökonomisches/politisches Feld und der Staat
1.3.2      In welchem Interesse funktioniert der Neoliberalismus?
1.3.3      Auswirkungen des Neoliberalismus
1.4         Alternativen und Gegenbewegungen
1.4.1      Für eine europäische soziale Bewegung
1.4.2      Forderungen
1.4.3     Die Rolle der Intellektuellen

2.     Susan George
2.1         Einführung
2.2         Theoretische Positionen
2.2.1      Welthunger und Nord-Süd-Beziehungen
2.2.2      Die Schuldenkrise
2.3         Georges „Globalisierungskritik": Der Irrsinn einer Welt im Übergang zum 21. Jahrhundert
2.3.1      Neoliberaler Irrsinn
2.3.2      Die Entstehung des Neoliberalismus
2.4        Theoretische Einflüsse und Alternativen
2.4.1      Alternativen hinsichtlich Hunger und Schulden
2.4.2      Alternativen zum Neoliberalismus
2.4.3      Weitere intellektuelle Einflüsse

3.     Antonio Negri
3.1        Einführung
3.2         Theoretische Positionen
3.2.1      Operaismus und Massenarbeiter
3.2.2      Der gesellschaftliche Arbeiter
3.2.3      Marx und Foucault
3.3         Negris „Globalisierungskritik": Empire -das höchste Stadium im Kapitalismus
3.3.1      Postmoderner Kapitalismus und Staat
3.3.1.1   Negris Staatstheorie
3.3.2      Die Weltordnung des Empire
3.3.2.1   Das Machtgefüge des Empire
3.3.2.2   Neue Produktionsverhältnisse
3.3.2.3   Wirkungen des Empire auf die Subjekte - Biopolitische Ausübung von Macht
3.3.2.4   Ursachen - die Entstehung des Empire als Produkt von Klassenkämpfen
3.4         Alternativen und Forderungen
3.4.1      Die Multitude
3.4.2      Forderungen der Multitude
4.           Resümee

III. Diskussion der Globalisierungskritik von Bourdieu/George/Negri
1.          Wie ist der Neoliberalismus/das Empire entstanden?
1.1         Bourdieu/George: Der Neoliberalismus als Ergebnis ideologischer Kämpfe
1.1.1      Neoliberalismus als Programm und Projekt
1.1.2      Strukturveränderungen im Kapitalismus
1.2        Negri: Die Entstehung des Empire als Produkt der Klassenkämpfe
2.           In welchem Kapitalismus leben wir?
2.1         Bourdieu/George: Neoliberalismus, Entbettung des Marktes und die Finanzmärkte
2.1.1      Fallbeispiel Asienkrise - eine „Finanzkrise"?
2.1.2      Die Beziehungen von Industrie- und Finanzkapital
2.2         Bourdieu/George: Ursachen des „goldenen Zeitalters" nach 1945 und die Regulierung des Kapitalismus
2.2.1      Widersprüche und Ende des „goldenen Zeitalters"
2.2.2      Der Sozialstaat
2.3         Negri: Empire als qualitativ neue Phase des Kapitalismus
2.4         Bourdieu/George/Negri: Staat und Kapital heute
2.4.1      Das komplexe Wechselverhältnis zwischen Staat und Kapital
2.4.2      Die Transformation von Staatlichkeit
2.4.3      Empire oder Imperialismus?
3.           Alternativen zum Neoliberalismus/Empire
3.1         Bourdieu: Ist eine andere Welt möglich?
3.2         Negri: Die Multitude und revolutionäre Politik

IV. Schluss
Literaturverzeichnis..

Internetadressen zu den diskutierten Autorinnen:
Susan George: www.tni.org/george
Pierre Bourdieu: www.agir.msh-paris.fr/rdaassoc.html, www.euromarches. org/deutsch/00/bourdieu.htm, www.zeg.org/raison/arbeit.html
Antonio Negri: www.emery.archive.mcmail.com
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Oliver Nachtwey
Weltmarkt und Imperialismus
marxistischen Imperialismustheorie
Wissenschaft & Forschung 21
116 Seiten, € 15,00
ISBN 3-89 900-021-8

Die vielfältigen Diskussionen über die Globalisierung und das American Empire haben der marxistischen Theorie der kapitalistischen Entwicklung wieder neue Relevanz verliehen.
Die Arbeit  schließt eine wesentliche Lücke für eine Wiederbelebung und Erneuerung der marxistischen Imperialismustheorie, indem sie ihre Genese am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachzeichnet und aufdeckt. War die bisherige Rezeption der marxistischen Debatte im polaren Gegensatz zwischen stalinistischer Apotheose der Imperialismuskonzeption Lenins und ihrer scharfen Zurückweisung gefangen, zeigt die  Arbeit die Breite und Vielfalt der damaligen Diskussion.
Nach Marx’ Tod veränderten sich die Strukturen und Ströme in der Weltwirtschaft rasant und nachhaltig. Um die Strukturveränderungen der „ersten Globalisierungswelle“ nach 1870 und des folgenden „Zeitalter des Imperialismus“ zu verstehen, musste die Marxsche Theorie erweitert werden, da Marx und Engels zu vielen Fragen nur Andeutungen oder Fragmente hinterließen. In dieser Arbeit wird analysiert, wie die marxistischen Theoretiker in Deutschland und Russland die veränderten Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise und der Weltpolitik theoretisch erfassten. Dabei wird überprüft, inwieweit die Autoren der Zweiten und Dritten Internationale die Marxsche Analyse unter Beibehaltung seiner grundlegenden krisentheoretischen Thesen fortzuführen suchten oder in welchem Maße das Marxsche Denken einer Revision unterzogen wurde. Dafür werden zahlreiche bisher nicht ausgewertete Schriften systematisch analysiert und nicht nur die Analysen von historisch weitgehend ignorierten Theoretikern wie Alexander Helphand (Parvus) oder vernachlässigten wie Nikolai Bucharin aufgezeigt, sondern auch die widersprüchliche Komplexität von bekannten Theoretikern wie Karl Kautsky und Rudolf Hilferding beleuchtet.

Oliver Nachtwey, Jg. 1975, hat an der Universität Hamburg Volkswirtschaftslehre studiert und ist derzeit Stipendiat der Deutschen Forschungsgesellschaft am Graduiertenkolleg „Zur Zukunft des Europäischen Sozialmodells“ an der Universität Göttingen. Er schreibt für die Tageszeitungen „junge welt“ und „Neues Deutschland“ und ist Mitherausgeber des 2002 bei Kiepenheuer&Witsch erschienenen Buches „Unsere Welt ist keine Ware – Handbuch für Globalisierungskritiker“.
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Warschawski / Sibony /Deeg (Hg.)
„Gegen den Strom“ – Stimmen der israelischen Opposition
Anthologie dissidenter Stimmen in Israel, die für einen Dialog mit den Palästinensern eintreten
mit einem Vorwort von Ruth Fruchtman, Mitbegründerin der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden
aus dem Französischen von Sophia Deeg und Paul B. Kleiser
ISBN 3-89 900-113-3, 220 Seiten, € 16,80

Angesichts der weitreichenden Zustimmung für die Politik der Regierung Sharon in den besetzen Gebieten und
dem Unwillen der meisten Israelis, sich mit der Lage der Palästinenser ernsthaft auseinander zu setzen, finden jene
Stimmen, die nicht mit den Wölfen heulen wollen, nur schwer Gehör.

Aus dem Inhalt:
Widerstand in den Medien Rolle der Medien
Scheitern des Osloer Abkommens Krieg und Unterdrückung die Repressionspolitik in der Westbank
und in Gaza bis hin zum Mauerbau Eine Gesellschaft aus den Fugen Lage der Israelis arabischer Herkunft
Rolle und Möglichkeiten der Friedensbewegung Formen des Widerstands Dialog mit den Palästinensern

Michel Warschawski, geb. 1949 in Straßburg, ging 1965 nach Jerusalem, wo er bis heute lebt. Von 1971-1984 Herausgeber der Zeitschrift Matzpen, 1984 Gründer und Vorsitzender des Alternativen Informationszentrums (AIC), Mitglied des Friedensblocks Gush Shalom. Seine politische
Autobiografie "An der Grenze" erschien im Frühjahr 2004 bei Nautilus, Hamburg.
Michèle Sibony ist stellvertretende Vorsitzende der jüdischfranzösischen Union für den Frieden.

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Grobe-Hagel: Irakistan
[ Der Autor Grobe- Hagel
ist seit über 30 Jahren
aussenpolitischer. Redakteur
der Frankfurter Rundschau ]
160 S., Br., € 15,00




M. Löwy: Che Guevara
143 S., Br, € 9,-



Pont, R.:Hoffnung für Brasilien.
Beteiligungshaushalt und Weltsozialforum in Porto Alegre. Entwicklung der PT und Lulas Wahlsieg ,126 S. [3-89900-107-9] € 12.00
Der Aufstieg der Arbeiterpartei (PT) und der Wahlsieg Lulas im Oktober 2002 hat eine Bedeutung weit über Brasilien hinaus. Im Kampf gegen die Militärdiktatur entstand die PT als Zusammenschluß von Gewerkschaftsaktivisten, sozialistischen und marxistischen Strömungen und christlichen Basisgemeinden. Bereits 1988 konnte die Partei in Porto Alegre den Oberbürgermeister stellen. Die Stadt, deren Stadtoberhaupt der Autor dieses Buches zwischen 1997 und 2000 war, hat sich zu einem Gegenmodell zu neoliberalen Politikmustern entwickelt.


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