Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a, Tel. 030 - 832 40 51, Fax 030 - 831 66 51, BesTellBuch@Tell-Online.de
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NEUHEITEN:![]()
Moritz Götze und Peter Lang
Matthias BAADER Holst
Materialbuch zur Austellung in Halle, Zürich und Berlin herausgegeben von Moritz Götze und Peter Lang
128 S., zahlr. Abb., Br., [Siebdruck-Cover 28 x 28 cm], incl. 33'LP, € 29,95
Auflagenhöhe 700 Stück.
978-3-939468-68-4
Das Materialbuch ist im Stile von BAADER und hat den Charakter eines „Künstlerbuches“ mit Reminiszenzen an DDR-Undergroundbücher. Praktisch sieht es so aus, dass Artikel und Texte von den jeweiligen Künstlern selbst gestaltet werden, Textbeilagen von anderen Autoren gestalten Moritz Götze und Peter Lang. So erhält jeder Beitrag eine eigene Optik und nimmt (ironisch)Bezug auf die DDR-Undergroundzeitungen „Liane“ und „Entwerter“. Um die nötige Authentizität zu erreichen, hat sich die künstlerische Mitarbeit auf Personen konzentriert, die BAADER gekannt haben, mit ihm eng befreundet waren oder mit ihm gelebt haben. Das sind Moritz Götze, Peter Lang (Kurator und Gestalter), Heinz Havemeister (Kunstwissenschaftler, Musiker, Herausgeber von Independent-Künstlerbücher z. B. „Liane“) und der Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek. Es ist kein „ordentliches“ Buch im herkömmlichen Sinne. Die Zielsetzung bestand eine authentische Publikation zu erarbeiten, die durch eine inhaltliche und optische Reminiszenz an die Underground-Veröffentlichungen in der DDR erinnert. Das Materialbuch wird herausgegeben im Kontext der Ausstellungen zu "Matthias" BAADER Holst im Stadtmuseum Halle, Rote Fabrik, Zürich und Künstlerhaus Bethanien, Berlin
Das Buch wird mit einer "Matthias" BAADER Holst Vinyl-LP geliefert.
Seite A:
Die letzten Recken mit Leidenschaft zur Sippenhaft und You shoot up
/ Sex Revolte Underground 1988 Hoffest Objekt 5, Halle
Seite B:
Jan Rebel und die Popmöser mit Urmutter von "Matthias"Baader Holst 1995, Halle
Ogonjok mit Todesschweiß von "Matthias" BAADER Holst, Weilheim 1995
The Bond Band mit Rimski Abdul von "Matthias" BAADER Holst, Berlin 2.7.1990
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Edda Ahrberg
Erika Drees geborene von Winterfeld
Ein politischer Lebensweg 1935 bis 2009
223 S., Br., € 10,00
978-3-939468-67-7
In diesem Buch ist eine Frau mit freiem Geist und klarem Urteilsvermögen zu entdecken, die sich von keiner Ideologie vereinnahmen ließ, deren mütterliches Verantwortungsgefühl die ganze Welt umfasste, die autoritäre Strukturen in Staat und Kirche, Verletzung von Menschenrechten, die Existenz von Kriegswaffen und Atomkraftwerken nicht als unabänderlich hinnahm, die handelte, wo andere wegsahen – gewaltfrei, wie es die Bergpredigt empfiehlt. Ein politischer Mensch, der weder Amt noch Macht anstrebte, eine Revolutionärin, die auch nach dem gelungenen Umsturz keine Ruhe gab. Bürgerliche Herkunft, Flucht, Vertreibung, deutsche Teilung, Gefängnis, freiwillige Übersiedlung in die DDR, Opposition, Widerstand und christliche Religion prägten das Leben der Ärztin und dreifachen Mutter, deren Spur hier in Selbstzeugnissen, Verhörprotokollen, Stasi-Akten und Gesprächen sichtbar wird:
„Ich vermute, dass Gott uns Menschen als seine Freunde und Ebenbilder geschaffen hat und will, weil er ohne uns einsam wäre und nicht wirken könnte.“ Erika Drees, 30.12.2007
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Simone Trieder /Werner Schönfeld
1000 JAHRE HALLE 1961
112 S., Br., € 13,80
978-3-939468-61 -5
1961 feierte die Stadt Halle ein grandioses Fest: 1000 Jahre war sie alt geworden. Die Partei nahm das Jubiläum zum Anlass den „Sieg des Sozialismus" zu demonstrieren. Ungeachtet dessen vergnügte sich das Volk bei dem historischen Festumzug, dessen Opulenz in diesem Buch mit Fotos aus mehreren Sammlungen gezeigt wird.![]()
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Wein und Moritz Götze
Herausgegeben von Kautzmann, Theo.
Illustriert von Götze, Moritz
80 S., 50 Grafiken, Br., € 10,00
978-3-939468-71-4
Die bunt-fröhlichen und oft märchenhaften Bilder des Künstlers Moritz Götze versüßen den Besuchern den Weingenuss bei den diesjährigen Weintagen der Südlichen Weinstrasse in Landau...Für die künstlerische Bereicherung der Weinverkostung haben die Organisatoren mit dem 1964 geborenen Moritz Götze einen Maler und Grafiker gewinnen können, der im Ostteil Deutschlands aufgewachsen ist. Die Wende 1989 – wie die Nach-kriegsgeschichte Deutschlands überhaupt - hat er als Zeitzeuge erlebt und in vielerlei Form in seinen Kunstwerken verarbeitet. Götze absolvierte eine Lehre als Möbeltischler, war Sänger und Gitarrist und organisierte Punk-Festivals, bevor er mit Kunstwerken, in welchen Alltägliches wie auch Politisches thematisiert wird, bekannt wurde. Er verfügt über ein ungewöhnlich reiches Repertoire an künstlerischen Ausdrucksformen ... Sein Stil erinnert an Comic-Zeichnungen...[www.suedlicheweinstrasse.de]![]()
Das war mein erster Wagen
Kinderwagen im Wandel der Zeiten
Herausgegeben von Museum Schloß Moritzburg
64 S., zahlr. Abb., € 10,00
978-3-939468-52-3
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Trieder, Simone /Illustrator: Voss, Robert:
SCHÖN SCHÖN
Es war einmal ein Mann der ging auf Händen...
Plakat und 18 S. Br. i. Schuber Gb., € 9,70
978-3-939468-70-7
Menschen sind verschieden. In diesem Buch "SchönSchön" betrachten Texterin und Illustrator gemeinsam unter ganz unterschiedlichem Blickwinkel große und kleine Leute. Erzählt wird die Liebegeschichte von einem Briefträger der lieber auf Händen geht, und einer Frau, die nicht nur schön ist, sonder auch Schön heißt.
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Kull, Karl-Hartmut:
Bücherfreuden 1939 /Kleine Wesen
Ein Rückblick auf die 40. Jahreshauptversammlung
der Gesellschaft der Bibliophilen (Weimar) gegr.1899
vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1939 in Halle an der Saale.
enthält den Reprint "Kleine Wesen" von Hans Bötticher ( d. i. RINGELNATZ ) mit Bildern von Fritz Petersen
27+16 S., Doppelbroschur, € 49,95
978-3-939468-60-6
Versehentlich falsche ISBN im Buch!![]()
Udo Grashoff
Leben im Abriss
Schwarzwohnen in Halle an der Saale
114 S., 73 Fotos und 20 Abb., € 12.80
978-3-939468-58-5
Man stelle sich ein Land vor, in dem man einfach in eine Wohnung einziehen kann, ohne Mietvertrag, ohne Strom oder Wasser zu bezahlen. Das einzige, was man nicht vergessen sollte, ist eine polizeiliche Anmeldung. Das ist oft reine Formsache, die neue Adresse wird in den Personalausweis eingetragen, nach einem Mietvertrag fragt niemand. Danach kann man unbehelligt ein paar Monate oder Jahre in der kostenlosen (und nicht selten baupolizeilich gesperrten) Wohnung leben, bis ... alle Nachbarn nach und nach ausziehen, das Dach undicht wird, die Energieversorgung den Strom abschaltet oder ein Abrissbagger anrollt. So etwas war möglich in der DDR, und keineswegs nur in seltenen Einzelfällen. Vor allem die maroden Altstädte boten günstige Voraussetzungen für die eigenmächtige Wohnungsnahme. Normalerweise wurden alle Wohnungen in der DDR „zugewiesen". Aber für ledige kinderlose junge Menschen war es nahezu unmöglich, eine staatliche Wohnungszuweisung zu bekommen, es sei denn, man zog „schwarz" ein - was still und leise geschah und nur sehr wenig mit dem zu tun hatte, was in der alten Bundesrepublik „Hausbesetzung" hieß. Halle gehörte zu den Städten, wo sich bereits relativ früh, Ende der 1960er Jahre, erste Schwarzwohner in den zum Abriss vorgesehenen Vierteln der Innenstadt (z.B. Spitze, Fleischerstraße, Brunos Warte) nachweisen lassen. Das Leben im Abriss soll als Grauzone beschrieben werden, wo Freiräume und deprimierende Alltagserfahrung am Rand der Gesellschaft ein ambivalentes Lebensgefühl erzeugten, aber auch das Erproben selbst bestimmter Lebensformen ermöglichten. Angestrebt wird eine kleine Kultur- und Alltagsgeschichte des Schwarzwohner-Milieus in Halle, die wissenschaftlich fundiert aber populär verfasst ist. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten und Erlebnisse Einzelner, deren Erinnerungen durch Fotos und Dokumente illustriert werden. Die zumeist jungen Schwarzwohner waren auf der Flucht vor dem kleinbürgerlichen Milieu der Eltern und sahen sich nun mit einem ganz anderen Milieu konfrontiert. Nicht nur, dass die Lebensverhältnisse oft nahezu unerträglich waren in Wohnungen ohne Wasser, mit Außenklo und undichten Dächern; es kam auch zur Konfrontation mit einer sozialen Schicht, die manchmal als „asoziales Milieu" bezeichnet wird, mit alten und kranken Menschen, Alkoholikern und Sonderlingen. Archivrecherchen und ein Dutzend Interviews in Halle förderten eine ganze Reihe erstaunlicher, bemerkenswerter Begebenheiten zutage, die unterhaltsam und aufschlussreich zugleich sind. Zudem werden, vor allem anhand von Akten der Abteilung Wohnungspolitik des Stadtbezirkes Halle-West, die Aushandlungen zwischen erwischten Schwarzwohnern und den Wohnungsbehörden beschrieben, und es wird nach Erklärungen dafür gesucht, wieso manche Schwarzbezüge mit der Räumung endeten, andere mit einem Happy end. Der Zeitraum der im Buch geschilderten Episoden erstreckt sich von 1967 bis 1990.![]()
Heidi Ritter und Eva Scherf
Habe unbändig viel zu tun ...
Johann Christian Reil
114 S., 73 Fotos und 20 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-59-2
Als Johann Christian Reil 1813 stirbt, gilt er als einer der berühmtesten Ärzte Deutschlands. Nur drei Jahre später wird er - zu Unrecht - ausgestoßen aus der Erfolgsgeschichte der Medizin und ist seitdem allenfalls Experten als Begründer der Psychiatrie in Deutschland ein Begriff. Doch Reil kann darauf nicht reduziert werden und es lohnt sich, ihn heute neu zu entdecken. Die Autorinnen dieses biografischen Versuchs vermitteln seine Persönlichkeit so, dass sie aus ihrer zweihundertjährigen Starre erlöst wird. Sie verpassen Reil einige Injektionen Wirklichkeit und erzählen seinen Alltag als Arzt, Universitätslehrer, engagierter Bürger und Privatmann. So entsteht über das Biografische hinaus nebenbei ein spannendes Bild vom Leben in der preußischen Provinz um 1800.
Abtauchen in eine Welt voller Verse und Bilder![]()
Juliane Blech
Manchmal könnte ich ein U-Boot gebrauchen
66 Gedichte für Kinder mit Illustration von Christina Röckl
Br., € 12.95
978-3-939468-74-5
Die Gedichte, der 1975 in der Saalestadt geborenen Autorin, überraschen mit ihrem Humor, komischen Wendungen, witzigen Reimen, teils sprachlichen Herausforderungen, kauzigen Wesen und genauen Beobachtungen. Spielerisch entführen sie in absurde Situationen, berichten von unglaublichen oder höchst seltsamen Begebenheiten. Da wird erzählt von hungrigen Räuberkindern, einer Frau, die Quallenquark verkauft, von wandernden Wienerwürstchen, rockenden Ratten, Hängemattenschweinen, von wilden Zeiten und anderen Gepflogenheiten, da schmatzen Spatzen, gibt es einen Nimmersatt, die Nikolaus und Sockenschmaus... In den 66 Gedichten stecken kleine, oft absurde Geschichten, welche Juliane Blech, die Reime liebend und aus reicher Phantasie schöpfend auf ihre eigene und vergnügliche Art in Versen bündelte. Leichte, lustige Gedichte, die man wieder und wieder lesen mag. Gedichte, die auch Erwachsenen ein Genuss sind. Durch die farbigen Illustrationen von Christina Röckl, welche an der Burg Giebichenstein studierte, gewinnt das Buch an Kostbar- und Lebendigkeit. Ein Kosmos von Worten und Zeichnungen entstand, ein Band, in dem Worte und Wolle wirbeln. „Manchmal könnte ich ein U-Boot gebrauchen" ist ein Buch, das entführen will, mitten hinein in Unmöglichkeiten, in das herrliche Vergnügen einer Poesie, die tobt, die flüstert, die lacht, die heftig, klangvoll, verspielt oder sacht, eine Lust ist, eine Kraft.
bereits angekündigt:...........................................................................zurück nach oben
Reichtum der Provinz – vergessene Kleinstädte in Mitteldeutschland![]()
Katrin Bohley
Lutherstadt Eisleben
132 S., 117 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-23-3
Die Lutherstadt Eisleben ist nicht nur Geburts- und Sterbeort des großen Reformators und ehemaliges Zentrum des mitteldeutschen Kupferbergbaus. 994 von König Otto III. mit Markt-, Münz- und Zollrechtversehen, erlebte die Stadt in den letzten tausend Jahren immer wieder Blüte und Niedergang: bis zum 16. Jahrhundert wuchs Eisleben zu einer reichen Bergarbeiterstadt, versank durch Brände, Pest und 30-jährigen Krieg nahezu in Bedeutungslosigkeit, um im 19. Jahrhundert wieder zu einem führenden Bergbau- und Industriestandort zu werden. Sie beherbergte Mystikerinnen und Revolutionäre. Hier wurde aber auch die erste Punk-Band der DDR gegründet. Seit den neunziger Jahren ist das Mansfelder Land die Region der massivsten Deindustrialisierung in Deutschland - was hohe Arbeitslosigkeit und dramatische Abwanderung zur Folge hat. Das Stadtbild Eislebens prägen der Marktplatz mit Rathaus und Lutherdenkmal, die vier großen Stadtkirchen und zahlreiche Bürgerhäuser genauso wie die Schlacke - das Abfallprodukt des Bergbaus. Straßenpflaster, Häuserfassaden und Mauern erzählen davon. Die gesamte Kulturlandschaft des Mansfelder Landes ist von Schlacke und Abraumhalden geprägt.
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Barbara Maas /Rüdiger Giebler
Andrea Wippermann
Schmuck 2000-2009
64 S., Gb., € 19,50
978-3-939468-37-0
Reiseauftrag Mit dem Internet verbunden sehen Sie hier die homepage des Verlages: http://www.hasenverlag.de
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Paul Raabe und Barbara Dimanski
Ein Büchermärchen
28 S., Gb., 21,5 x 29 cm, farb. Ill.,€ 14.95
978-3-939468-55-4
Der neugierige Zwerg Wurm war unzufrieden im Zwergenland. Als er eines Tages erfuhr, dass hinter dem Walde Menschen wohnen, machte er sich heimlich auf die Reise. Er schlich in ein Haus und hörte, wie eine alte Frau in ihrem Lehnstuhl ununterbrochen vor sich hin murmelte und dabei immer in ein dickes Buch blickte. Als sie sich schlafen gelegt hatte, schleppte der Zwerg das unhandliche Ding in eine Höhle, und damit nahm die Geschichte vom Bücherwurm ihren abenteuerlichen Lauf.![]()
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Wawerzinek, Peter /Götze, Moritz:
skorbut
3 Shanties von Peter Wawerzinek & Bilder von Moritz Götze
2. Auflage
32 S. ohne Pag., Gh., € 10,00
978-3-939468-56-1
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Franziska S. Peker /Jana Schikofsky
Henning Peker ZWISCHENRAUM Ölfarbe auf Leinwand
37 S., zahlr. farb. Abb., Br., € 12,00
978-3-939468-28-8
Der Katalog erscheint in einer Auflage von 300 numerierten und handsignierten Exemplaren._Seite 6: Osterglocken, 60 x 50 cm - Ölfarbe auf Leinwand - 2007
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Udo Grashoff
Hallesche Originale aus 1200 Jahren
2. erweiterte Auflage
96 S., 36 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-03-5
Es sind die Unangepassten, die Eigenwilligen, die "Verrückten", die meist erst nach ihrem Tod in den Stand eines Originals erhoben werden. Jede Stadt hat ihre Originale. Im Jubiläumsjahr Halles hat der Historiker Udo Grashoff die halleschen Originale aufgespürt mit ihrer oft komischen, oft aber auch tragischen Lebensgeschichte. Es begegnen uns Bekannte - wie der Zitherreinhold, der 2002 sogar ein Denkmal erhielt, oder der berühmte Müllersbursche, der mit seinem Esel auf Rosen ging. Und Unbekanntere, wie der Skandalgelehrte Friedrich Christian Laukhard, der beliebt, aber selten nüchtern war, der Bademeister Ebert, der nicht richtig sprechen aber auch nicht richtig schwimmen konnte, oder der Silbersechser, der kleine Mann mit krummen Beinen aber unerschöpflicher Potenz. Weiterhin sind in diesem Buch vertreten: der Kneipenartist Zellen-Franz, der Professor für Beredsamkeit Johann Ernst Philippi, die Mamsell Regine, der Komponisten Robert Franz, der leidenschaftliche Leierkastenmann Pietzsch, der grobe Wirt vom "Sargdeckel" und viele andere mehr. Als Halle in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts Industriestadt wurde, mit Bauboom und Bevölkerungszuwachs, aber auch mit Armut und Elend, erschienen die Originale manchen Zeitgenossen wie Felsen in der Brandung, die sich in einer Zeit rasender Beschleunigung treu geblieben waren.![]()
Gertraud Möhwald
Zeichnung und Skulptur
56 S., farb. Abb. u. Zeichn., € 10,00
978-3-939468-39-4![]()
Udo Grashoff (Hrsg.)
Das vergessene Lager
Eine Dokumentation zum Außenkommado des KZ Buchenwald in Halle/Saale 1944/45
94 S., zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-33-2
Ein online-Artikel des „Stern“, in dem der Journalist Nico Wingert an ein „vergessenes“ Konzentrationslager erinnerte, sorgte vor zwei Jahren in Halle für Unruhe. Das im September 2010 erschienene Buch des Vereins Zeit-Geschichte(n) stützt sich auf neue Erkenntnisse aus Archivrecherchen und Einzelschicksalen. Es schildert die Geschichte des halleschen Außenkommandos des KZ Buchenwald, die Arbeitsbedingungen der Häftlinge in den Siebel-Flugzeugwerken und ordnet das KZ Halle in den Kontext der NS-Lagersysteme ein.
Ausstellung "all die toten albanier meines surfbretts" über "Matthias" BAADER Holst im Künstlerhaus Bethanien![]()
Matthias BAADER Holst
hinter mauern lauern wir auf uns
3 Textsammlungen und verstreute Texte heraushegeben von Tom Riebe
276 S., + DVD, Gb., € 19.80
978-3-939468-51-6
Wenn der Wunsch nach angstfreiem geistigen Leben so gewachsen ist, dass er den Raum einnimmt, den sonst Resignation, Furcht oder Zaudern ausfüllen, dann kann eine unverwechselbare Literatur entstehen, die nicht die Anbetung von Schönheit, sondern das Anschreiben gegen den Zerfall des Subjekts zum Ziel hat. Die Texte von „Matthias" BAADER Holst sind Überlebensrationen, sie sind Auffanglager und Archen für alles Diskriminierte und Ausgestoßene. Das einzigartig Rauschhafte, Schrille und Bedrohliche, das zutiefst Verstörende und doch hochgradig Bezaubernde seiner Wortkaskaden, Metapherngestöber und Assoziationsgeschwader, die ihnen eingeschriebene Verwüstung jeglicher Gewissheit und Ordnung - all dies lässt die Texte, obwohl seit ihrer Entstehung mehr als 20 Jahre vergangen sind, auch heute noch unvermindert lebendig und aktuell erscheinen.
Als Holst nach einer Lesung und einer versumpften Nacht das ungleiche Kräftemessen mit einer Straßenbahn verliert und am 30.06.1990, dem letzten Tag der DDR-Mark, anonym in einem Berliner Krankenhaus stirbt, finden sich bei ihm Zigarillos der Marke „Sprachlos"... Dies darf durchaus programmatisch gedeutet werden, denn die „BRDigung" einer widerständigen Künstlergeneration, die in den subkulturellen Biotopen der DDR nach autonomen künstlerischen Ausdrucksweisen und Positionen suchte, ist da bereits in vollem Gange und wirkt auch heute noch nach.
Lange waren Holsts Texte nicht mehr greifbar. Erstmals wird nun das noch zu Lebzeiten des Autors veröffentlichte Material geschlossen zugänglich gemacht.
P. Wawerzinek, BAADER Holst´s bester Freund über die erlebte Resonanz der beiden Dichter:![]()
Peter Wawerzinek[Bachmann-Preisträger]:
DAS DESINTERESSE
Der Hallenser Dichter Matthias BAADER Holst
Festschrift für einen Freund, herausgeben von Moritz Götze und Peter Lang
126 S., Br. € 12,80
978-3-939468-53-0BekenntnisSEKUNDÄRLITERATUR ÜBER Peter Wawerzinek:
Ich schreibe über "Matthias" BAADER Holst, ihn den Hallensern nahe - und ins Bewußtsein zu bringen. Im Gepäck ein paar Texte, Bilder, Briefe, Tagebuchnotizen.
Schlechter als besser kann ein solches Wagnis nicht enden oder beginnen, wenn dadurch nur endlich der Dichter wieder anlangt, wo er ausgegangen ist.
Ausgegangen wie ein Licht beinahe. Viel zu früh in Berlin gestorben. eine tönende Kerze also, die wieder angezündet werden soll.[Peter Wawerzinek] Andreas Erb: Von Mecklenburg zum Prenzlauer Berg: Peter Wawerzinek.Ausstellung "all die toten albanier meines surfbretts" über "Matthias" BAADER Holst im Künstlerhaus Bethanien
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Konrad Mahlfeld
Paul Müller-Kaempff
Begründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop
Maler & Werk, 16,4 x 12,0 cm
32 S., Br., € 6,00
978-3-939468-54-7
Das Heft Nr.3 der Reihe MALER UND WERK führt den Leser dieses Mal hinauf an die weit geschwungene Küste des Darß, wo ein aus Oldenburg stammender Maler vor fast einhundertzwanzig Jahren mit Gleichgesinnten die Künstler- kolonie in Ahrenshoop aus der Taufe hob. Es sei die Frage erlaubt, ob ihn damals schon eine Ahnung streifte, dass seine Künstlerkolonie sich zu einem Selbstläufer entwickeln würde. Allein ihrer eigenen Welt, dem launischen Binnenmeer namens Ostsee und dem schmalen Küstenstrich des Fischlandes verpflichtet, überstand sie immerhin alle politisch voneinander so unterschiedlichen Systeme bis auf den heutigen Tag und kann sich einer ungebrochen zahlreichen Anhängerschaft erfreuen. Dr. Konrad Mahlfeld ist einer von ihnen, der sich insbesondere mit dem Werk von Paul Müller-Kaempff (1861-1941) auseinandergesetzt hat. Dass Konrad Mahlfeld als Chefarzt in der orthopädischen Abteilung des Magdeburger Universitätsklinikums tätig ist, erstaunt umso mehr, mit welcher Hingabe er außerhalb seines verantwortungsschweren Tätigkeitsfeldes an neuen Erkenntnissen arbeitet – Erkenntnisse über den Maler und Menschen Paul Müller-Kaempff, die er in Form einer ihm gewidmeten Webseite der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Hinzu kommt dieses kleine Werk, das vom Leben und Schaffen eines heute nur wenig bekannten deutschen Impressionisten zu berichten weiß und an ihn erinnern will. Zwar ist über Müller-Kaempff hin und wieder etwas publiziert worden, doch nichts ist praktischer als ein vorzüglich illustriertes Einführungsbändchen für die Seitentasche im Reisegepäck. Das wird vor allem die Strandhasen von Ahrenshoop freuen.
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Walter Müller
BENZIN IM BLUT
Halle-Saale-Schleife, Geschichte einer Rennstrecke
88 S., Br., € 12,80
978-3-939468-38-7
Wohl nur älteren Hallensern ist noch bekannt, dass einst die Rennmotoren auch in der Saalestadt dröhnten und knatterten. Auf der entlang der Peißnitz gelegenen Halle-Saale-Schleife mit einer Streckenlänge von 5,2565 km bzw. 2,6601 km (Kleine Halle-Saale-Schleife) wurden von 1950 bis 1967 22 Motorrad- und Formelrennen mit teilweise internationaler Beteiligung in den verschiedensten Rennklassen gefahren. Von 1954 bis 1959 wurden im Innenraum der Strecke auch sechs Grasbahnrennen ausgetragen. Das letzte Rennwochenende fand am 23.April 1967 statt, und als letzter Sieger ging Paul Deetens auf Brabham im Rennen der Formel 3 in die hallesche Motorrennsportgeschichte ein. Die Halle-Saale-Schleife gehörte zu den am intensivsten genutzten Rennstrecken der DDR. Ab Mitte der fünfziger Jahre war zur Tradition geworden, dass mit dem Rennauftakt in Halle die Straßenrennsaison begann. Nach den technischen Weiterentwicklungen und Basteleien an ihren Rennmaschinen, Seitenwagengespannen und Formel-3-Wagen im Winterhalbjahr trafen in Halle die Rennspezialisten erstmals mit ihren ,,neuen" Maschinen wieder aufeinander. Nicht nur deshalb war die Halle-Saale-Schleife bei den Fahrern, Rennsportbegeisterten und den tausenden Zuschauern trotz ihrer teilweise gefährlichen Streckenführung, häufig wechselndem Straßenbelag und dicht an der Strecke stehenden Bäumen sehr beliebt.![]()
Trieder, Simone:
ICH VERBINDE…
Die ehemalige Hauptpost in Halle
113 S., Br., € 12,80
978-3-939468-57-8
Das prachtvolle Gebäude im neoromanischen Stil entstand 1892-1896 als Kaiserliche Oberpostdirektion, In dieser Zeit strebte das sich explosiv entwickelnde Halle den Status einer Großstadt an. Die Post wurde auch häufig zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen oder Demonstrationen. In den Märzunruhen 1919 hatte das Landjägercorps unter General Maerker in der Hauptpost an der Steinstraße sein Hauptquartier. Die Aufständischen besetzten das gegenüberliegende Theater, es kam zum symbolträchtigen Beschuss über die „Alte Promenade", in deren Mitte die Siegessäule stand, Im Hof der Post wurde einer der Aufständischen standrechtlich erschossen. In der DDR fand zum Pioniertreffen 1958 ein Aufmarsch vor der Post statt, im Gebäude kam es zu Treffen zwischen Pionieren und DDR-Politikern. Auch die Post- und Telefonüberwachung gehört zur Geschichte der Post; sie spielte in der DDR-Zeit eine ganz spezielle Rolle.
wieder lieferbar:![]()
Moritz Götze
HALLE
Eine Expedition in sieben Tagen
2.Auflage
600 Seiten mit 700 s/w Fotos im Duoton, Hardcover, € 39.95
978-3-939468-10-3
Im Juni des Jahres 2006, war der hallesche Künstler Moritz Götze mit seinen zwei Freunden Christian Lohse und Rüdiger Giebler eine Woche in seiner Heimatstadt unterwegs. Über 10.000 Fotografien entstanden auf dieser Reise, von denen mehr als 700 hier zu sehen sind. „Halle - eine Expedition in sieben Tagen" ist eine Liebenserklärung an die Saalestadt.![]()
Bazon Brock und Moritz Götze
Der experimentelle Tintenfasswurf auf der Wartburg
Fotos: Christian Lohse
47 S., Gb., € 10,00
978-3-939468-35-6
Es ist ein grandioser Mythos – Martin Luthers heftiger Wurf mit dem Tintenfass. Während seiner Arbeit an der Bibelübersetzung 1521/22 auf der Wartburg soll der Reformator mehrfach vom Teufel belästigt worden sein. Mit einem Tintenfass habe Luther nach dem Beelzebub geworfen und ihn verjagt. An einer Wand der Lutherstube sei ein Tintenfleck über Jahrhunderte sichtbar gewesen. Denkmalpfleger und Historiker vertreten die These, der Fleck – der heute fehlt – stammte keinesfalls aus der Zeit Luthers und sei mehrfach erneuert worden.
Es ist ein grandioser Mythos – Martin Luthers heftiger Wurf mit dem Tintenfass. Während seiner Arbeit an der Bibelübersetzung 1521/22 auf der Wartburg soll der Reformator mehrfach vom Teufel belästigt worden sein. Mit einem Tintenfass habe Luther nach dem Beelzebub geworfen und ihn verjagt. An einer Wand der Lutherstube sei ein Tintenfleck über Jahrhunderte sichtbar gewesen. Denkmalpfleger und Historiker vertreten die These, der Fleck – der heute fehlt – stammte keinesfalls aus der Zeit Luthers und sei mehrfach erneuert worden.Die Künstler mit den Tintenkugeln auf dem Tisch
Die kulturelle Spannung zwischen Legende und Wissenschaft wurde am 10. November, dem 526. Geburtstag des Reformators, zum Thema einer spektakulären Kunstaktion in der historischen Lutherstube. Der Ästhetikprofessor Bazon Brock und der Künstler Moritz Götze rekonstruierten den Tintenfass-Wurf mit größtmöglicher Authentizität. Wiederholt schmetterten Brock und Götze vom Schreibpult aus tintengefüllte Glaskugeln auf großformatige Büttenkartons.
Die Kunstaktion steht im Zusammenhang mit dem von Bazon Brock konzipierten Projekt einer "experimentellen Geschichtsschreibung". Es geht darum, historische Wahrheit und populäres Evidenzerleben in einer künstlerischen Aktion zu versöhnen. Hinterlassenschaft (Environment) der Aktion sind die Lutherstube auf der Wartburg (dank umfangreicher Schutzmaßnahmen unbefleckt und nur rezeptionell verändert) sowie 99 Papierarbeiten: nach Originalrezeptur gemischte Gallustinte, explodiert auf edlem Bütten, Wurfgeschwindigkeit etwa 50 bis 80 Stundenkilometer. Die Kunstaktion wurde am 24. November innerhalb der Veranstaltung "Musealisierung als Zivilisationsstrategie" in der Temporären Kunsthalle Berlin vorgestellt.Die Künstler schauen aus der Burg
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Moritz Götze
Anton von Werner
Maler & Werk
32 S., Br., € 6,00
978-3-939468-41-7
http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_von_Werner![]()
Christoph Werner
Glücklicher Tod eines Rebellen
Erzählungen
174 S., Br., € 14,80
978-3-939468-32-5
Ein kaltgestellter Polizeikommissar will herausfinden, was geschieht, wenn er sich gehen läßt?
Ein Aushilfskellner beherbergt einen ehemaligen Offizier der sowjetischen Armee und hat eine Leiche am Hals.
Ein Held wird von seinem Schöpfer heimgesucht.
Ein Student, auf seiner ersten Reise nach Rom, wird mit einem kleinen grünen Notizbuch konfrontiert und schreibt die Geschichte eines Fremden.
Die Geschichten dieses Buches spielen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Ostdeutschland. Was geschieht, wenn die Lethargie, die ein ganzes Land erfaßt hatte, plötzlich aufbricht? Wenn die Bewohner dieses Landes bemerken, daß sie längst in ihnen selbst steckt?
Wir brauchen keinen Lipsi und kein Alo Koll, wir wollen Elvis Presley und seinen Rock n Roll![]()
Wiebke Janssen
Halbstark in Halle
Cliquen, Meuten, Kannen der 50er Jahre
80 S., 48 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-24-0
"Wir brauchen keinen Lipsi und kein Alo Koll, wir wollen Elvis Presley und seinen Rock n Roll" dieser Ausspruch war auch für viele Jugendliche in Halle Ende der 1950er Jahre eine Lebensmaxime. Auf der damlaigen Klement-Gottwald-Straße (heute wieder Leipziger Straße), dem "Broadway", tummelten sich in den Abendstunden Gruppen von "halbstarken" Jungen und Mädchen, die aus Kofferradios "heiße Musik" aus dem Westen hörten und von manch älteren Passanten ängstlich beäugt wurden. Die "Marktkanne", "Freundschaftskanne", "Fassmeute" oder auch "Trothameute" wurden berühmt-berüchtigt. Als am 16.12.1958 eine Schlägerei auf dem Weihnachtsmarkt zu einer gewalttätigen Ausschreibung zwischen 300 Jugendlichen und der Volkspolizei eskalierte, war dies der Auftakt für die Verfolgung und Kriminalisierung der "Kannen" und "Meuten" in Halle.![]()
Rüdiger Giebler und Paul Kaiser
Wasja & Moritz Götze
Kunst - Aktion - Provokation
88 S., Br., € 12,80
978-3-939468-31-8
Zwei Maler aus einer Familie – Wasja und Moritz Götze waren Trendscouts des 89er Systemwechsels. Ihre Bilder, Grafiken, Plakate und Fotografien sind Dokumente der gelebten kreativen Ignoranz gegenüber einem gleichsam gefährlichen wie lächerlichen Staatswesen. Vater und Sohn Götze haben ihr eigenes artifizielles Projekt betrieben, Pop-Art als private Utopie. Künstler und Bohemiens hatten etwas vorgelebt, was 1989 dann alle wollten: Freiheit und Autonomie am eigenen Leib erfahren. Dieses Buch ist eine Zeitreise in die achtziger Jahre, als sich aus der Verflechtung vieler Lebenswege allmählich eine Alternative zum stumpfen Grau entwickelt. Götzes lieferten dazu farbige Lebensbilder.
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Peter Lang
Hannes Hegen - Zeichnungen
Maler & Werk
32 S., Br., € 6,00
978-3-939468-42-4
Allgemein bekannt ist Hannes Hegen als Künstler im Osten Deutschlands, dort ist er nach wie vor sehr beliebt. Er ist der Schöpfer des Mosaik, jener Bildergeschichte, die Millionen von Ostdeutschen begleitet und begeistert hat. Weniger oder nicht bekannt ist er als frier Zeichner. Fazinierend ist dabei die Übernahme einiger Charaktere in der Bildsprache des Mosaik. als Hannes Hegen transformiert er die Vorlagen von Johannes Hegenbarth in diese ganz andere Sphäre. Man kann deutlich erkennen, wie beide Richtungen seiner Arbeit aufeinander eingewirkt und sich gegenseitig inspiriert haben. Insgesamt kann diese erste Publikation nur einen schmalen Einblick in das Schaffen Johannes Hegenbarths als Zeichner vermitteln.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Hegen
Sieben Jahrhunderte weltliche Sozialarbeit![]()
Simone Trieder
Die "Fressteufel" zu Glauche
Hospitalstiftung St.Cyriaci et Antonii Halle seit 1341
88 S., Br., € 12,80
978-3-939468-36-3
Der Stiftungsbrief des Hospitals St. Cyriacus aus dem Jahr 1341 belegt die Gründung einer Heimstatt für bedürftige Arme und Kranke durch den Rat der Stadt Halle. Das städtische Hospital befand sich zur damaligen Zeit dort, wo heute das Geiseltalmuseum steht. 1636 werden St Cyriacus und St. Antonii vereinigt, das Hospital befindet sich nun auf dem Gelände des Klosters an der heutigen Genzmerbrücke. 1824 wird das Hospital neu gebaut, 1912 entsteht das Jost-Gebäude an der Glauchaer Straße. Fast 700 Jahre Sozialfürsorge in einem weltlichen Stift, das in seinem Stiftungsrat keinen Geistlichen duldete, das dürre und fette Jahre erlebte, das Pestkranke sah, aber auch »venerisch" Kranke. Über seine Besonderheiten und Regeln. Wer offenes Feuer durchs Haus trug oder über das Essen murrte, bekam einen Tag lang nichts zu essen.![]()
2009. Eine Stadt erinnert sich
Herbst 89 in Halle
Herausgeber: Rüdiger Fikentscher und Christine Fuhrmann
160 S., 87 Abb., Br., € 12.80
978-3-939468-34-9
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LEO HÜSKES - Rückblicke
168 Seiten, 127 Abb. u. 226 Fotos, 31 × 24,6 cm, Ln., € 39,00
978-3-939468-47-9![]()
SCAPA FLOW
Preussen-Bilder von Moritz Götze
Ausstellung vom 12. Mai bis 5. Juli 2009 Schloss Neuhardenberg
Herausgeber: Stiftung Schloss Neuhardenberg
87 S., Gb., € 15,00
978-3-939468-44-8![]()
LOOPSPOOL
F.R.II
Venyl LP, € 15,00 fPr.
978-3-939468-45-5![]()
Moritz Götze
Die Legende vom Antichrist
Maler & Werk
24 S., Br., € 6,00
978-3-939468-40-0![]()
Renate Luckner-Bien und Angela Dolgner
Da wackelt die Ruine
Feste der Kunstschule Burg Giebichenstein
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-17-2
Gemeinsam arbeiten und gemeinsam feiern - das gehört, zumal an Kunsthochschulen, zwingend zusammen. Nicht nur in der Erinnerung der Beteiligten sind die Feste der halleschen Kunstschule auf Burg Giebichenstein mit ihren aufwändig gestalteten Dekorationen und fantasievollen Kostümen legendär. Ihnen haftet der gute Ruf größtmöglicher Freizügigkeit und unbot- mäßigen Handelns nachhaltig an. Sie sind Manifeste einer ebenso vergnügungssüchtigen wie systemkritischen Lachkultur.![]()
Mit ihren Festen feiern die Künstler die Freiheit, das Leben, die Kunst und vor allem sich selbst - spottsüchtig, selbstironisch und zuzeiten unmissverständlich politisch. Von der Gründung der Schule 1915 bis in die Gegenwart: gefeiert wurde immer! Angela Dolgner und Renate Luckner Bien stellen die Akteure vor und beleuchtet Formen, Themen und Motive einer besonderen Feierkultur: vom Fest der »Neue Sachlichkeit" 1925 bis zum Burg-Fasching des Jahres 2008.![]()
Simone Trieder /Annemarie Giegold-Schilling
Feldscher ·Kratzer · Beutler
Vergangene Arbeitswelten
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-20-2
In manchen Familiennamen sind sie erhalten, alte Berufsbezeichnungen: Böttcher, Kramer, Hufschmied, Weber, Müller. Viele Berufe gibt es nicht mehr. Technischer Fortschritt, Industrialisierung und schließlich auch die Globalisierung machte diese historischen Handwerksberufe überflüssig. In diesem Band sind Einzelbeispiele authentischer Geschichten zusammengetragen, die ein kleines chronologisches Kaleidoskop der veränderten Arbeitswelt Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert illustrieren.![]()
Die Fotos stammen von der halleschen Pressefotografin Annemarie Giegold-Schilling (1907–1982) aus den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, sie war 1928 bis 1932 Meisterschülerin bei Hans Finsler an der Burg Giebichenstein. Ihre aufschlussreichen Bilddokumente bilden zusammen mit Erinnerungen von Zeitzeugen verschwundener Berufe ein kleines Kaleidoskop der "Vergangenen Arbeitswelten" sie vermitteln, wie eng früher persönliches Leben und Arbeiten auch für die ganze Familie verbunden war. Und - dass es sehr wohl Beschauliches gab wie die Arbeit eines Pantoffelmachers oder Besenbinders aber auch sehr harte und gesundheitsschädliche Arbeiten, wie in den Braunkohle verarbeitenden Betrieben.
MEIN PAPAGEI FRISST KEINE HARTEN EIER, trällerte man in den 20er Jahren; ein leicht absurder Text - vor allem leicht. Und deshalb vielleicht häufiger gesungen als jenes schwermütig-pathetische Lied vom trompetenden Rotgardistenblut, das uns auch die Geschichtsschreibung über Halle in der Weimarer Republik bisher vorgeblasen hat. Da musste es doch noch Anderes gegeben haben:![]()
Heidi Ritter und Eva Scherf
Glamour, Glanz, Geschwindigkeit?
Die 20er Jahre in Halle
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-19-6
Die »wilden Zwanziger" - wie sehen sie in der Provinz aus, z. B. in Halle? In der Zeit politischer Wirren findet die Stadt gegen soziale Misere und den Mief der Kleinbürgerlichkeit den Anschluss an die Moderne: mit bemerkenswerten städtebaulichen Entwicklungen; mit großstädtischen Kaufhäusern, deren Glanz und Werbeversprechen eine neue Verlockung sind; mit einer vielfältigen Kulturszene, die von Kinos über Varietes bis zur Freien Volksbühne reicht. Motor dieses kulturellen Aufschwungs sind bürgerliche Familien und Einzelpersönlichkeiten wie der Politiker Rive, der Bankier Lehmann, die jüdischen Kaufhausbesitzer Huth oder die Varietekünstler Walter und Molly Monroe u.a.![]()
Moritz Götze
PLAKATE
71 Seiten, zahlr. farb. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-49-3
Über fünf Jahre hinweg entwarf Moritz Götze von 2000 an das komplette Erscheinungsbild der Leipziger Buchmesse, vom Plakat über die Prospekte bis zum Katalog. Im gleichen Jahr erhielt er den Auftrag, für eine Saison die Plakate des Bonner Schauspielhauses zu entwerfen - eine äußerst ehrenvolle Anfrage, denn das Schauspiel Bonn gehört zu den letzten deutschen Theatern, die gezielt mit künstlerisch anspruchsvollen Plakaten werben, und unter Götzes Vorgängern finden sich hier so bedeutende Plakatkünstler wie der Berliner Volker Pfüller.
Daneben entstehen natürlich immer wieder Plakate für eigene Ausstellungen, vor allem in der Galerie von Peter Lang in Halle oder auch, in jährlichem Rhythmus, für den dortigen Kulturverein „Objekt 5".
Fast 150 Plakate umfasst Moritz Götzes Plakatwerk bis heute, 25 Jahre nach dem ersten Entwurf. Der Künstler ist gerade 44 Jahre alt - und man darf gespannt sein, was die nächsten 25 Jahre in Sachen Plakat bringen.![]()
Simone Trieder
Die Insel Hiddensee
So nah so fern
112 S., Br., € 12,80
978-3-939468-26-4
Hiddensee, das heißt seit über hundert Jahren vor allem: Meer Sonne Natur Urlaub. Der erste Förderer des Hiddensee-Tourismus Alexander Ettenbürg taufte die Insel Das süße Ländchen. Doch die Geschichte der Insel ist weniger süß. Die Bewohner waren bis ins 20. Jahrhundert bitterarm, aus Holzmangel heizten sie mit Kuhmist und alle paar Jahre bangten sie bei einer Sturmflut um ihr bisschen Hab und Gut, um es dann doch zu verlieren. Knapp und unterhaltsam wird in diesem Buch die Geschichte der Insel erzählt, der Wallenstein ein folgenreichen Besuch abstattete, wo ein sagenhafter Goldschmuck gefunden wurde. Wo Gerhart Hauptmann - und später viele andere Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler ein Sommerdomizil fanden. Und die in der DDR ein Geheimtipp für Aussteiger wurde.
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Kerstin Alexander und Ann-Kathrin Hanss
Tigerbaby Jonathan
Nach einer wahren Begebenheit
Die spektakuläre Rettung eines Tigerbabys im Zoo ist als Kinderbuch-Geschichte aufgeschrieben worden.
28 S., Heft, € 5,00
978-3-939468-25-7
In Tigerbaby Jonathan wird erzählt, wie eine Studentin, die gerade mit ihrem Sohn im Zoo unterwegs ist, einen kleinen Tiger per Mund-zu-Maul-Beatmung vor dem Erstickungstod bewahrt. Der gerettete Malaysische Tiger heißt eigentlich Johann, so wie der kleine Sohn der Medizinstudentin, die derzeit ihre Doktorarbeit schreibt.
Ann-Kathrin Hanss absolvierte ihr Studium der Theaterwissenschaft, Literatur und Psychologie in München und Wien. Sie ist Dramaturgin und hat verschiedene Texte fürs Theater geschrieben. Ein Zeitungsartikel und Fernsehinterview lieferte ihr die Idee für das Bilderbuch über das gerettete Tigerbaby in Halle.
Kerstin Alexander studierte Grafik-Design und Illustration an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein. Sie illustrierte zahlreiche Bücher für Kinder und Erwachsene, unter anderem für den Postreiter Verlag (Halle), den Rowolth Verlag (Hamburg/Reinbeck), die Edition Peters (Leipzig), den Verlag Beltz und Gelberg (Basel/Weinheim), den Verlag Volk und Wissen (Berlin) und den MDV (Halle). Kerstin Alexander wurde 1998 als Professorin an die Hochschule Merseburg (FH) berufen. Sie arbeitet alsMalerin und Illustratorin in Halle und ist Mutter von zweier Kinder.
kerstin.alexander@hs-merseburg.de
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Simone Trieder
Liebes Blatt Papier
Illustrationen von Robert Voss
56 S., Br. € 12.80
978-3-939468-29-5
„Liebes Blatt Papier" ist ein Buch mit Texten von Kindern. Der hallesche Maler und Grafiker Robert Voss hat die Phantasien der Kinder ernst genommen und ihnen mit Illustrationen Gestalt gegeben. Dieses Schulschreiber-Projekt des Friedrich -Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt setzt bewusst da an, wo laut PISA-Studie die Schulpolitik in den letzten Jahren versagt hat: Lesen und Schreiben. Die Schulschreiber der vierten Klasse der Grundschule Laucha bekamen in diesem Schuljahr ein Vierteljahr lang eine Extra-Stunde: Freies Schreiben. Die Schüler schrieben unter Anleitung der halleschen Schriftstellerin Simone Trieder.
Das "Liebe Blatt Papier" wurde ernst genommen, es wurde zum Partner, dem etwas anvertraut werden konnte. Spielerisch wurden Hemmschwellen abgebaut, die Schüler probierten sich sprachlich aus. In dem abgewandelten Sprachspiel: ,,ln einem dunklen, dunklen Wald" kommen in wenigen Zeilen überraschende Welten zustande, die Kinder waren manchmal selbst erstaunt, was ihnen da so eingefallen war. Und die Kinder haben schnell begriffen, dass man sich auf dem lieben Blatt Papier auch Wünsche erfüllen kann. Geld ohne Ende, aber viel wichtiger: ein harmonisches Familienleben, in dem die Eltern auf die Kinder eingehen. Aber, es fließt auch reichlich Blut und mancher Held kehrt von seinem Kampfe nicht zurück ...
Der Hasenverlag auf der Buchmesse
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Simone Trieder
Dichtergarten Giebichenstein
Romantiker in Halle
80 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-08-0
Ausgabe mit CD "CHORMUSIK AUS MITTELDEUTSCHLAND" € 19,95
978-3-939468-48-6
Garten und Haus des Hofkomponisten Johann Friedrich Reichardt wurden bekannt als Giebichensteiner Dichterparadies. Seit 1794 lebte Reichardt in Giebichenstein als freizügiger Gastgeber zahlreicher berühmter Zeitgenossen. Die Dichter Tieck,Novalis, Brentano, Arnim, die Brüder Grimm und auch Goethe kehrten dort ein und Gelehrte der nahen Universität Halle wie Schleichermacher und Steffens. Medium der Geselligkeiten war das gemeinsame Musizieren, das Reichardt mit seinen Töchtern und den Gästen pflegte. Alle begeisterten sich für die felsige Saale-Landschaft und vor allem für die Burgruine Giebichenstein. Eichendorff, der das Dichterparadies nur als Zaungast erlebte, fand in ihr eine "artige Werkstatt für ein junges Dichterherz".
Kinderbuch:![]()
Wasja Götze
Das Hupon
32 S., Gb., € 14,80
978-3-939468-30-1
Die gemalte und collagierte Geschichte vom luftigen Phantasiewesen HUPON, ist mehr als ein Kinderbuch. Die tiefschichtigen Bildergeschichte, begleitet von einem dadaistischen Text aus grandiosen Schüttelreimen, ist auch 40 Jahren nach ihrer Entstehung wundervoll frisch. Das Buch ist nicht nur für Kinder gedacht - auch für Kenner der Kunst Wasja Götzes ist es eine Entdeckung.
Neben dem 1985 verstorbenen Dresdner Willy Wolf. ist der Hallener Wasja Götze, der einzige ernstzunehmende Pop-Art-Maler aus Ostdeutschland. Wasja Götze, geboren 1941. hat in den sechziger Jahren an der Burg Giebichenstein studiert. Das Buch vom HUPON entstand 1967. voll auf der Höhe der Zeit. Für ostdeutsche Verleger war es etwas zu hoch, sie machten Wasja Götze deutlich, daß er sich graphisch auf diesen Gebiet nicht weiter bemühen muß. Die Freundlichkeit ging nur so weit, dass man einen Mangel an Papier vorschob.
Wasja Götzes langjähriger Freund, der Dichter Kurt Bartsch hat dem Bilderbuch vom HUPON und seiner Geschichte
ein Gedicht gewidmet:Das Hupon lebte lange Zeit zurückgezogen.
Doch eines Tages war es wieder da.
Mit Hupkonzerten und Ta-tü-ta-ta
Hat es den Aufstieg in den Ruhm erwogen.Es war auch sonst nicht frei von Eitelkeiten.
Die Hupe hielt es für ein Instrument,
Das man an seinem reinen Klang erkennt.
Darüber ließe sich natürlich streiten.Zwei Herren, hochgelehrt, mit Doktorhüten,
Sie wälzten Foliant um Foliant.
Ein Tier mit Namen Hupon? Nicht bekannt.
Das fanden sie heraus nach langem Brüten.Dem Hupon, halb Giraffe halb Pudel,
Ging es im großen Ganzen pudelwohl.
Und es ertrug, mit etwas Alkohol,
Sogar das gängige Musikgedudel.
Tier oder nicht, dem Hupon war es schnuppe.
Der Künstler, der es schuf, sprach dazu nur:
Ich male nun mal nicht nach der Natur,
Ich koche lieber meine eigene Suppe.Es fehlt ihm, mit einem Wort, an nichts.
Und das ist schon das Ende des Gedichts.![]()
Udo Grashoff
Johann Friedrich Struensee
Arzt, Staatsmann, Geliebter der Königin
98 S., zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-15-8
Johann Friedrich Struensee (1737-1772) entwickelte sich als junge Mediziner in Auseinandersetzung mit dem streng pietistischen Elternhaus in Halle zum selbstbewussten Aufklärer. Ebenso kühn wie erfolgreich wandte er als Arzt in Altona neue Heilmethoden an. Struensee wusste maßvoll zu genießen, schätzte Geselligkeit und das schöne Geschlecht „Es war fast keine, an die ich mich wagte, im Stande mir in die Länge zu widerstehen", gestand er am Ende seines kurzen Lebens.Am Hof in Kopenhagen stieg er als Leibarzt des psychisch kranken Königs zum Herrscher Dänemarks auf. Struensee wurde zum Liebhaber der Königin und setzte zwanzig jähre vor der französischen Revolution fortschrittliche Reformen in Gang. Er verstand sich als Therapeut des dänischen Staates, gewährte Pressefreiheit, entließ unfähige Beamte, begrenzte die Fronarbeit, schaffte die Folter ab. Wenig später rollte sein Kopf.
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Udo Grashoff
Die Hallesche Störung
76 Seiten • Broschur • € 12.80
978-3-939468-27-1
Halle ist gestört. Und das ist gut so. Angefangen hat die Geschichte gegen Ende der Kreidezeit,vor etwa 65 Millionen Jahren, als sich eine Erdscholle allmählich über die andere hob. Diese von den Geologen als ,,Halle-Störung" bezeichnete Bruchstelle läuft quer über den Markt. Ihr verdankt Halle seine frühe Existenz als Stadt des Salzes, denn dadurch entstanden die Salzquellen, die der Stadt bereits im Mittelalter eine bedeutende Stellung einbrachten. Die Erfahrung, dass eine Störung produktiv sein kann (aber nicht sein muss), haben Hallenser in den vergangenen 1200 Jahren immer mal wieder gemacht. Umbrüche und Störun- gen, störende und gestörte Menschen waren und sind Teil der Stadtgeschichte. Sie haben dafür gesorgt, dass in dieser Stadt viele eigenartige und aberwitzige Dinge passiert sind und immer noch passieren. Das reich bebilderte Büchlein ist ein erweiterter Katalog der Freiluftausstellung „Die hallesche Störung", die zum Stadtjubiläum auf dem Marktplatz zu sehen war.![]()
Simone Trieder
Emil und Paul Riebeck
Söhne des Großindustriellen Carl Adolph Riebeck
80 S., zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-14-1
Anknüpfend an das kulturhistorische Heft Nr. 5 „Carl Adolph Riebeck“ beschäftigt sich dieses Heft mit seinen Söhnen, die die Interessen des Braunkohlepioniers so wenig teilten und deren Namen dennoch präsent sind. Der schwerreiche Industrielle Carl Adolph Riebeck hat zwei ungleiche Söhne. Keiner von beiden wird die braunkohleverarbeitenden Betriebe des Vaters weiterführen.
Emil Riebeck bereist und erforscht die Welt und Paul Riebeck verwaltet Vaters Güter und geht auf die Jagd. Beide sterben sehr jung ohne Nachkommen zu hinterlassen. Und doch haben sie sich mit dem Geld ihres Vaters einen Namen gemacht: Emil Riebeck durch seine Forschungen und Sammlungen, wovon ein Teil [asiatisches Kunsthandwerk] im kunsthistorischen Museum Berlin zu sehen ist. Und in Halle das Paul-Riebeck-Stift, eine Einrichtung für Alte und Kranke.
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BarCodes
lyrische Kurztexte von Simone Trieder
mit collagenhaften Illustrationen von Susann Meyerhuber
128 S., Br.17x17 cm, € 19,50
978-3-939468-22-6
Ein Buch zum Thema Menschen und kaufen. Der Ort ist der Supermarkt, ein Ort unvermeidlicher täglicher Reproduktion. Die Barcodes sind ein Schnitt durch die Köpfe der Einkaufenden und Angestellten. Da sucht einer nach der Butter und fragt sich nach seiner Existenz, der Bäcker begehrt die Fleischerin, ein Unglücklicher tröstet sich mit einer Bifi. Die Kurztexte hat Simone Trieder Barcodes genannt, nach den Strichcodes auf den Waren, die rätselhaft verschlüsselt erscheinen und doch Informationen enthalten. In ihrer Kürze erinnern die Texte an die populäre Kultur der Kurzbotschaften.
Die Gestalterin Susann Meyerhuber arbeitet mit bekannten Versatzstücken aus der Welt den schönen Scheins, Werbung, Artikeldesign und individuellen Kritzeleien, persönlichen Einkaufszetteln, Notizen auf dem Kassenzettel, Telefonnummern, die ihrerseits wieder Codes darstellen. Die Barcodes sind als unendliche Zeile lesbar, die Zeilenbrüche durch satzuntypische Zeichen gekennzeichnet, den Gedankenfluss im Kopf assoziierend.
Neuauflage![]()
Annett Krake
Viele Welten
Die Burgstrasse in Halle
80 Seiten, 75 Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-07-3
Sie ist nicht eben die schönste Straße Halles, aber doch ein spannendes Pflaster für Geschichte und Geschichten. Einst eine Landstraße, die nach Giebichenstein führte, bepflanzt mit Kirschen und Linden. Hier zogen die Hallenser und Studenten zu den großen Vergnügungsgärten Giebichensteins. Hier, auf dem Gelände des heutigen Kondi, stand die erste Maschinenfabrik Deutschlands, die Braunkohlebrikettpressen herstellte. Hier hatte der Bankier Lehmann seine großartige Villa, im Volksmund „Hungerburg“ genannt. Gleich gegenüber bauten die Sozialdemokraten den noch großartigeren Volkspark, das Parkett für Politik und Privates. In den Hinterhöfen der Burgstraße hatten sich Kleinbetriebe niedergelassen. Richtung Burg beginnt das hallesche Bermudadreieck, das Kneipenviertel, in dem Generationen von Burgstudenten einen Teil ihres Lebens verbrachten. Eine Straße als Biotop, als Lebensgefühl und Kaleidoskop der Geschichte.
Zur Vorstellung des Buches wurde der Film "Meine Strasse" von dem Dokumentarfilmer Fritz Gebhardt gezeigt. Der Film über die Burgstrasse ist eine Liebeserklärung an die Strasse seiner Kindheit und entstand 1986 im Auftrag der DEFA.
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Bernd Lindner /Mark M. Westhusen
Von Müllstation zu Grössenwahn
Punk in der halleschen Provinz
100 S., 72 Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-21-9
Verweigerung und Exzess gegen den grauen Alltag des Ostens - das ist Ostpunk. Zu Beginn der 1980er Jahre ist Punk als jugendkultureller Stil auch in der DDR-Provinz angekommen. 1983 findet in Halles Christuskirche das erste Punkfestival der DDR statt, zu dem schrille Gestalten aus der ganzen Republik anreisen. Der Staat muss sich auf Kontrolle und Lenkung beschränken, denn seinen Organen gelingt es nicht, diesen Aufbruch der Jugend zu verhindern.
Das Buch erschien anlässlich der Ausstellung "too much future / Punk in der DDR"
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Enno Kayser
Gartenhäuser in Herrnhut
Kleinode im Grünen
Mit einer Klappkarte "Gartenhaus-Rundgang durch Herrnhut"
80 S., Br., € 11.90
978-3-939468-12-7
Ganz im Südosten Sachsens, auf halber Strecke zwischen Löbau und Zittau, liegt die kleine Stadt Herrnhut. Bekannt sind vor allem die Herrnhuter Sterne für die Advents- und Weihnachtszeit. Weniger bekannt sind die vielen schönen Gartenhäuser des Ortes.
Es gibt wohl kaum einen Ort in Deutschland, in dem zu einem noch früheren Zeitpunkt Bürgerliche damit begannen, Gartenhäuser zu errichten. Die kleinen, bis zu 250 Jahre alten Bauten stehen mitten unter Obstbäumen oder auch am Ende der Gärten mit grandiosem Blick in die Landschaft. Gartenhäuser gehören in Herrnhut bis heute zum Selbstverständnis einer ausgeprägten Gartenkultur.
Hier soll nun die Existenz dieser Kleinodien erstmals in einem eigenen Band festgehalten und über ihr Entstehen sowie ihre Geschichte berichtet werden. Darüber hinaus wird den Besuchern des Ortes eine Wegbeschreibung für eine Besichtigungstour oder eigene Erkundungen in die Hand gegeben.
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Helene "Mieze" Schindler
Kein Glück in Halle
Aus dem Leben einer Uhrmacherwitwe
72 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-05-9
Hier wird expressionistisch ein Leben erzählt, in dem es zwei Weltkriege, Inflation, schwere Schulden und neben vielem Anderen eine „böse Schwiegermutter“ gab. Mit unbekannten Fotos aus der Alltagswelt von Halle an der Saale sowie mit begleitenden Texten von Wasja Götze und Simone Trieder. Getragen von großer Selbstgerechtigkeit, auch Agressivität ist Helene Schindlers direkte Sprache. Das führt unbewusst zu drastischen Bildern, an denen wir unsere Freude haben: „Den Stuhl hob ich auf, die Alte ließ ich liegen“.
Helene "Mieze" Schindler, in den 1970er Jahren verstorben, war Nachbarin von zwei Burg-Giebichenstein-Studentinnen. Diese nahm sie oft in Beschlag, um ihr eigenartiges Leben zu erzählen. Den Studentinnen war das lästig, andererseits fanden sie die Geschichten, besser noch die Sicht der Erzählerin auf die Ereignisse sehr interessant. So baten sie Helene Schindler, ihr Leben aufzuschreiben. Das Ergebnis erinnert in seiner Naivität an Friederike Kempner, ist aber anders als diese frei von Kitsch.![]()
Dirk Schaal
Süsses aus Halle
Geschichte des Zuckers in der Salzstadt
72 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-13-4
Das erste moderne Industrieunternehmen Halles war eine Zuckerfabrik. Unternehmer der Zuckerwirtschaft prägten über 100 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und ihres Umlandes. Bis heute baut eine hochproduktive Landwirtschaft den Rohstoff an, aus dem in Europa Zucker gewonnen wird: Zuckerrüben. Zucker etablierte sich im 19. Jahrhundert vom Luxusgut zum Grundnahrungsmittel und löste das Salz in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt ab. In Halle stand die größte und modernste Zuckerraffinerie Deutschlands. Sie war das Scharnier enger wirtschaftlicher Beziehungen der Stadt mit ihrem Umland. In zahlreichen Zuckerfabriken wurde auf dem Land aus Zuckerrüben Rohzucker gewonnen, der dann in Halle weiterverarbeitet und bis nach England verkauft wurde. Das Buch gibt einen Abriss der spannenden Geschichte des Zuckers in Halle von 1799 bis 1990.
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Schneider, Katja / Giebler, Rüdiger
Halle und Halle
Von der Arbeit an Bildern
Bildband, 159 S., 172 Abb., Gb., € 20,00
Vorgestellt werden folgende Künstler mit jeweils mehreren ganzseitigen Bildern: Otto Möhwald, Uwe Pfeifer, Dietrich Bohley, Wasja Götze, VIado Ondrej, Thomas Rug, Tim Kregel, Ralf Penz, Axel Müller, Katrin Röder, Cornelia Weihe, Dagmar Varady-Prinich, Matthias Rataiczyk, Rüdiger Giebler und Moritz Götze.
Wir liefern die Ausgabe der Stiftung Moritzburg
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Simone Trieder
Die Petersbergralley
Die Geschichte der halleschen Fahrradausflüge
64 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-02-8
Die Pertersbergralley ist eine Veranstaltung mit Rad und ohne jeden sportlichen Ehrgeiz. 1967 von Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein um den Popart-maler Wasja Götze ins Leben gerufen, entwickelte sich die Ralley zu einer Paralleaktion zu allem, was in der DDR offiziell war.
Jedes Jahr um Pfingsten radeln die Teilnehmer kostümiert und gut gelaunt ohne eine Kneipe auszulassen von Halle auf den Petersberg. Den Höhepunkt erreichte die Ralley Anfang der 1980er Jahre mit bis zu 500 Teilnehmern. Das versetzte die Staats- und Sicherheitsorgane in Alarm, doch wurde ihnen kein Anlass geboten ein-, zu- oder durchzugreifen, denn der Charakter der Petersbergralley war "demonstrativ unpolitisch". Das garantiert der Ralley ein langes Dasein, 2006 findet sie zum 40.Mal statt, schon drei Generationen fahren inzwischen "so gerne Rad".
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Inge Götze
mit Texten von Rüdiger Giebler und Kindheits- und Jugenderinnerungen von Inge Götze
80 farbige Abbildungen
128 S., Gb., € 20.00
Inge Götze gehört zu den bedeutendsten halleschen Künstlerinnen. In dem prächtigem Bildband werden Gobelins, Applikationen, Zeichnungen, experimentelle Arbeiten, Papierschöpfungen und graphische Entwürfe aus vier Jahrzehnten gezeigt. Inge Götze fertigt Bilder aus Stoffen und Papieren. Bilder die aus Flächen entstehen, aus Verflechtungen, aus genähten Linien, aus marmorierten und selbstgeschöpften Papieren, sie verwendet Gewebtes und Gesammeltes. Bezaubernd ist die gelöste Balance die all ihren Arbeiten eigen ist. Textile Bilder müssen komponiert werden. Inge Götze beherrscht die Kunst mit großer Virtuosität repräsentative Objekte zu schaffen.
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Keramik /Ceramics
Die Keramikerin Grita Götze und ihre Arbeiten
Texte Karin Thomas und Rüdiger Giebler Deutsch und Englisch
96 S., Gb., € 20.00
Wir liefern die Ausgabe des Verlags für moderne Kunst
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Simone Trieder
Gefährliche Reisebeschreibung
Christian Reuter & Schelmuffsky
64 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-00-4
Christian Reuter (1665 - 1712?) ist neben Grimmelshausen der wichtigste Dichter des Spätbarock. In seinem Roman „Schelmuffskys wahrhaftige, kuriöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und zu Lande“ parodiert er seine Zeit, indem er seinem Helden den Schein von Vornehmheit und Weltgewandtheit gibt und gleichzeitig eine derbe mundartlich geprägte Sprache, die ihn verrät. Der „Anarchist unter den Literaten seiner Zeit“ bezog sein Personal aus dem persönlichen Erleben und so setzte er seiner Leipziger Zimmerwirtin ein literarisches Denkmal als ehrliche Frau Schlampampe.
In den Betrachtungen von Simone Trieder geht es um Reuters Herkunft, seine Schulbildung, seine Leipziger Studentenzeit, teilweise durch Prozessakten belegt, sein Verschwinden als Autor und das Wiederentdecken seines Romans durch die Romantiker um Clemens Brentano, die Wirkungsgeschichte des Romans und die literaturgeschichliche Würdigung nach der Zuordnung des Romans zu seinem Schöpfer und wie die kleine Gemeinde Kütten bei Halle sich ihres großen Sohns erinnert.![]()
Moritz Götze
Der Prinzenraub
48 Seiten, zahlr. farb. Abb., Br., € 10,00
Am 8. Juli 1455 erlebten die Sachsen den berüchtigsten Fall von Kidnapping in ihrer Geschichte.
Ritter Kunz von Kauffungen entführte aus dem Altenburger Schloß die Söhne seines Landesvaters,
des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen — den 14 jährigen Prinz Albrecht und den 12 jährigen Prinz Ernst.
Moritz Götze hat die Verwicklungen dieses bedeutsamen Kriminalfalles
in seiner eigenwilligen Handschrift zu einem detailreichen Comic verarbeitet,
der die historische Fakten zu einer sauberen Lösung führt.
Wir liefern die Ausgabe des Altenburger Verlags
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Dekor und Wirklichkeit
Die Malerin Karin Jarausch und ihre Arbeiten
Vorwort von Peter Lang und Nachwort von Rüdiger Giebler
32 S., 24 Abb., Br., € 10.00
978-3-939468-06-6
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Die Selbstinszenierungen des Fotografen
Fritz Möller
Ein Album physiognomischer Studien zur Pariser Weltausstellung 1900
Mit Texten von Simone Trieder, Matthias John und T.O. Immisch
deutsch und englisch
96 S., 240 Abb., Br., € 19.50
Boshaft, süsslich, kokett - so verschieden kann ein Lächeln ausfallen! Über die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten gibt dieses Buch einen ungewöhnlichen und faszinierenden Überblick. Über 100 Jahre Fotogeschichte liegen zwischen der ersten Präsentation auf einer Weltausstellung und dieser Veröffentlichung. Das seinerzeit mehrfach preisgekrönte Unikat mit Studien zur Mimik wird hier erstmals komplett vorgestellt.
Sein Schöpfer, der Fotograf Fritz Möller (1860 - 1923), ist erst unlängst mit seinen frühen Architekturaufnahmen von Halle wiederentdeckt worden. In den hier gezeigten Studien verbindet er seine fotografische Profession mit der Liebe zum Theater. So haben wir es mit dem besonderen Fall zu tun, dass Fotograf und Modell eine Person sind.
In drei begleitenden Essays werden fotohistorische, ästhetische und psychologische Verbindungslinien zur Kultur- und Mentalitätsgeschichte um 1900 gezogen.
Wir liefern die Ausgabe des Fliegenkopf Verlags![]()
Simone Trieder
Leben am Fluss
Die Saale in Halle
80 Seiten, 65 Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-01-1
Dem Himmel näher glaubten sich in der Sage nach die Germanen an dem salzhaltigen Fluss Saale. Über 1000 Jahre Schifffahrt erforderten Veränderungen. Regulierungen und Schleusenbauten bändigten den Fluss. Über Jahrhunderte entwickelte sich traditionelles Handwerk wie Fischerei und Müllerei. Die Industrie an den Ufern der Saale führte im 19. und vor allem im 20.Jahrhundert zu einer Verschmutzung gigantischen Ausmaßes.
Dennoch war die Saale immer auch ein Fluß der Erholung. Landschaftsgärten entstanden- nicht nur für romantische Dichter ein Paradies. Die Hallenser vergnügten sich in Ruder- und Paddelvereinen und in zahlreichen Badeanstalten, und seit den 1920er Jahren bei dem Laternenfest. Das Buch ist der ersten urkundlichen Erwähnung der Saalestadt im Jahr 806 gewidmet.
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Simone Trieder
Carl Adolph Riebeck
Vom Bergjungen zum Industriellen
96 Seiten, 44 Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-04-2
Carl Adolph Riebeck (1821 -1883) prägte die mitteldeutsche Braunkohlenindustrie wie kein anderer Unternehmer. Er erkannte früh den Wert der teerreichen Braunkohle und entwickelte in rasantem Tempo Veredlungsmöglichkeiten: Briketts, Kerzen, Mineralöle. Als Riebeck 1883 starb, hinterließ er 15 Bergwerke, 21 Schwelereien, 27 Brikettpressen, Rittergüter, Ziegeleien und eine Brauerei.
Im Raum Halle Weißenfels Zeitz ist der Firmenname „Riebecksche Montanwerke“ noch heute ein Begriff. Das legendäre Verhältnis des Fabrikherrn Riebeck zu seinen Arbeitern geht zurück auf seine Herkunft aus einer mittellosen Harzer Bergarbeiterfamilie.
Exklusives Material, hier erstmals veröffentlicht, belegt das Leben und die Arbeitsbedingungen der Neudorfer Bergarbeiterfamilien - in diesem Dorf in der Nähe Harzgerodes arbeitete Riebecks Vater, er selbst musste bereits als zehnjähriger im Bergwerk arbeiten, um zum Familienunterhalt beizutragen. Durch Zielstrebigkeit, Wendigkeit und einen äußerst kreativem Geschäftssinn wurde aus dem armen Bergjungen einer der reichsten Männer Deutschlands.
Im Anhang: Farbiger Reprint mit Transskription: Aufsätze von Harzer Schülern aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Thema: Riebeck, vom Häuerjungen zum Millionär
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Moritz Götze und Peter Lang
DER HARZ
80 farbige Abbildungen
mit Texten von Rüdiger Giebler, Gerrit Gohlke, Rainer Koch, Peter Lang, Rainer Schulze
96 S., Br., € 10.00
Es gilt den heutigen Blick von Künstlern auf den Harz als ein Objekt der Reflexion über Natur, Kultur und eigener Lebenserfahrung zusammenzufassen. Der Harz als Landschaft und geographische Gegebenheit, als neu zu definierende politische Einheit und Heimat im weitesten Sinne, als einer der kultur- und mythenträchtigsten deutschen Siedlungsräume der Vergangenheit. Das Buch erschien 2005 anläßlich Ausstellung DER HARZ in Aschersleben, mit Bildbeiträgen der beteiligten Künstler BECK, Roland Boden, Jan Eilhardt, Adib Fricke, Rüdiger Giebler, Joachim Grommek, Klaus Jörres, Markus Wirthmann und Ralf Ziervogel.![]()
Simone Trieder
Die halbe Nachtigall
14 farb. Abb. von BECK, R. Giebler, G. Götze, M. Götze, K. Jarausch, S. Kaiser, Y. Kuschel, S. Meyerhuber, J. Trieder, R. Voss, C. Weihrauch, G. Westermann, J. Westermann
48 S., Gb., € 17.90
Eines der schönsten Lese- und Bilderbuch über alltäglichen kleinen Wahnsinn - Kurzprosa.
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Simone Trieder
Ein Palast für Arbeiter
100 Jahre Volkspark
84 S., Br., € 10.00
978-3-939468-09-7
Am 13. Juli 1907 wurde die Kultur- und Bildungsstätte hallescher Arbeiter, der Volkspark eingeweiht. Bedeutende Arbeiterführer, wie Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann zogen hier Massen an. Tragischer Höhepunkt war im März 1925 eine Versammlung, in der 10 Teilnehmer von Polizisten erschossen wurden, darunter Fritz Weineck, der in der DDR zum "kleinen Trompeter" stilisiert wurde. Im Wechsel der Zeiten wurde das Arbeiterheim zum Lazarett und als Reichshof zum Treff der Nationalsozialisten. In der DDR von der SED für Großveranstaltungen genutzt und Heim verschiedener Volkskunstzirkel. Am Volkspark spiegelt sich exemplarisch ein Jahrhundert Geschichte. Zugleich ist er ein Ort privater Begegnungen - Tanz im Volkpark hat es fast zu allen Zeiten gegeben.
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Grita Götze
Der Weihnachtskalender
Ein Bogen [42.0 x 29.7 cm] mit 24 gestanzten Fenstern, € 10,00
Grita Götze hat einen bezaubernden Kalender für die Weihnachtszeit gezeichnet. Hinter den 24 Türchen verbirgt sich eine ihrer heiteren Geschichten, deren spannende Auflösung erst am Heilig Abend beschert wird. Ein wunderbares Vergnügen für alle Großen und Kleinen, denen die Wartezeit im Dezember zu lang wird.![]()
Moritz Götze
Ro koko
Mit Texten von Dorothee Baer-Bogenschütz, Eckhart Gillen und Paul Kaiser
96 S., Br., € 20.00
Wir liefern die Ausgabe des Verlags für moderne Kunst Nürnberg