Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a, Tel. 030 - 832 40 51, Fax 030 - 831 66 5120. Jahrhundert (bis 1945)....Neuerscheinungen:...............................................
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Berg, Angela:
Die Internationalen Brigaden
im Spanischen Bürgerkrieg
1936 –1939
Br. € 29,90Reiner Tosstorff
POUM
in der spanischen Revolution
180 Seiten, € 17,80Willy Buschak
Über uns flog die Wolke
der Zukunft schnell
Bibliographie der
deutschsprachigen Veröffentlichungen
zum Spanischen Bürgerkrieg
239 Seiten, Broschur, 39,95scroll
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Jürgen Reulecke / Barbara Stambolis
100 Jahre Jugendherbergen
1909-2009
Anfänge - Wandlungen - Rück- und Ausblicke
450 Seiten, +CD, € 24,90
978-3-89861-990-5Gefangen im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft in Deutschland
1914-1921
392 S., Gb., € 32,00"Ich kann nicht durch Morden
mein Leben erhalten"
Briefwechsel zwischen Käte und
Hermann Duncker 1915 bis 1817
210 S., Br., € 19,90scroll
Gippert, Wolfgang:
Kindheit und Jugend in Danzig
1920 bis 1945
Br. € 29,90Versailles 1919
Ziele – Wirkung – Wahrnehmung
480 Seiten, Gb., € 39,90Engbring-Romang:
Die Verfolgung der
Sinti und Roma in Hessen
1870-1950, € 30,50scroll
Brauns: Schafft Rote Hilfe
Bildband 1919-1938
345 S., Gb., € 32,00Aggression und Katharsis
Der I. Weltkrieg...
415 S., Br., € 49,00Im Schatten des Krieges
Ruhrbesetzung 1923
Gb., € 24,90scroll
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Montenbruck:
Zwischen Demokratie und Diktatur
Br., € 6,50Jens Thiel
Menschenbassin Belgien
Anwerbung, Deportation und
Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg
426 S., Gb., € 39,90
9783898615631Gerhard Feldbauer
Mussolinis Überfall auf Äthiopien
Aggression am Vorabend
des Zweiten Weltkrieges
97 S., Br., € 8,90
3-89144-372-2scroll
Sowj. Frontflugblätter: Ukraine
3-934565-82-4 Düsel, Hans H :
Die sowjetische Flugblattpropaganda
gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg
~ Die Frontflugblätter der Ukrainischen
Fronten Reihe: Frontflugbl. im Osten
Bd.1, € 45,00
3-934565-82-4Sowj. Frontflugblätter: Nordfront
3-935693-61-3 Düsel, Hans H :
Die sowjetische Flugblattpropaganda
gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg
~ Die Frontflugblätter der nördlichen
Fronten Reihe: Frontflugbl. im Osten
Bd.2, € 45,00
3-935693-61-3Sowj. Frontflugblätter: Belorußland
3-936522-49-9 Düsel, Hans H :
Die sowjetische Flugblattpropaganda
gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg
~ Frontflugblätter der Belorussischen Fronten -Reihe: Frontflugbl. im Osten
Bd.3, € 45,00
3-936522-49-9scroll
Anne Schmidt
»Belehrung - Propaganda
- Vertrauensarbeit.«
Zum Wandel amtlicher
Kommunikationspolitik in
Deutschland 1914–1918.
276 S., Br., € 29,90Als die Steine Feuer fingen
Br., € 9,95Meyer-Krahmer: Carl Goerdeler
Mut zum Widerstand ~ Erinnerungen
einer Tochter, € 13,00scroll
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Eckert/ Fuchs:
Blick in den Abgrund
Gb., € 32,00Karin Nowak
Spanien zwischen
Diktatur und Republik
Korporatismus, organisierte Interessen
und staatliche Sozialpolitik 1919 – 1936
400 S., Br., € 29,90Entwaffnete Utopien
Wandlungsprozesse und Akteure
im Spektrum der Komintern
Lateinamerika, das romanische Europa
und die Sowjetunion, € 40,00scroll
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Youngok Kang-Bohr
Stalinismus in der ländlichen Provinz
Das Gebiet Voronez 1934–1941
302 S., Br., € 34,00Pospiech: Unbelehrbar
auf der Wahrheit bestehend
€ 15,00Bavendamm: Spionage u.Verrat
[Frankreich 1914-17], Gb., € 24,90scroll
Zwischen den Weltkriegen: Zwanziger Jahre
und die Folgen.....scroll
Unterstrichenes oder Bild anklicken = Verlag öffnen
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Anne Schmidt
»Belehrung - Propaganda - Vertrauensarbeit.«
Zum Wandel amtlicher Kommunikationspolitik in Deutschland 1914–1918.
276 S., Br., € 29,90
ISBN 3-89861-494-8Die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Regierung war vom Beginn bis Ende des Ersten Weltkriegs einem starken Wandel unterzogen. Diesen stellt die Autorin anhand der drei Akteursgruppen ›Traditionalisten‹, ›Modernisten‹ und ›Reformisten‹ chronologisch dar. Die Traditionalisten bedienten sich in der Praxis einer begrenzten Pressezensur und der Überzeugungsarbeit bürgerlicher ›Vertrauensmänner‹, um die Haltung der Bevölkerung zu beeinflussen. Es ging vor allem um die Dämpfung von Emotionen, die als Gefahr für die innere Einheit der Nation galten. Diese Kommunikationspolitik sah nicht vor, für die eigene Politik zu werben. Dies änderte sich ab 1916, als man sich gezwungen sah, massenwirksamere Kommunikationsmittel einzusetzen. Vor allem junge Offiziere setzten sich dafür ein, dass verstärkt Bildmedien wie Plakate, Postkarten und Fotografien genutzt wurden. Ziel war es u. a. negative Gefühle der Angst und des Hasses zu schüren. Über die Gestaltung und Wirkung dieser neuen Medien gab es rege Diskussionen. Die Einrichtung eines Bild- und Filmamtes Anfang 1917 war eine weitere Innovation, die vor allem der militärischen Öffentlichkeitsarbeit diente.
Als Fazit stellt Anne Schmidt fest, dass die Kriegszeit als Weichensteller für innovative Ideen und moderne Kommunikationspolitik wirkte, wobei vor allem das Bildmedium an Gewicht gewann.
Klaus Mann und der Pariser Schriftstellerkongreß 1935
Kaum ein anderes Dokument des Ringens um eine internationale antinationalsozialistische Volksfront in den 30er Jahren ist so reich an mannigfaltigen Details wie die Protokolle der Reden, die beim Pariser Schriftstellerkongresses gegen Krieg und Faschismus gehalten wurden. Wie hat Klaus Mann diesen Kongreß rezipiert? Welche von seinen Schriftstellerkollegen hervorgebrachten Argumente hat er hervorgehoben; welche hat er ignoriert? Welche Stellung hat er in seiner Ansprache "Der Kampf um den jungen Menschen" selbst bezogen?
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Klaus-Mann-Schriftenreihe
Band 4.2
1934-1937:
Im Zeichen der Volksfront
€ 72,00
ISBN 3-935596-95-2
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Youngok Kang-Bohr
Stalinismus in der ländlichen Provinz
Das Gebiet Voronez 1934–1941
302 S., Br., € 34,00
ISBN 3-89861-555-3
Das Ausmaß an Gewalt und Todesopfern einerseits und der Enthusiasmus bestimmter Teile der Sowjetgesellschaft während der Industrialisierungskampagne andererseits machen die 1930er Jahre zu einer verwirrenden und von extremen Widersprüchen geprägten Periode. Diese Periode war durch die brutalsten Repressalien während des Stalin-Regimes gekennzeichnet. Am stärksten waren davon landwirtschaftliche Regionen und Bauern betroffen. Hinzu kamen Kriminelle, Geistliche und andere sozial und politisch zunehmend gebrandmarkte Randgruppen, die ursprünglich nicht selten aus dem ländlichen Milieu stammten.
Das Buch beleuchtet durch die Analyse des Zusammenwirkens zwischen dem Moskauer Parteizentrum und den Regions- und lokalen Instanzen die Kontrollierbarkeit und die Funktionsfähigkeit der Sowjetgesellschaft. War die Nomenklatura der Gebiets- und Rayonsebene der vertrauenswürdige Vollstrecker der von den zentralen Führungskräften vorgegebenen Linie, der die Anordnungen Moskaus ohne zu zögern und unverzüglich durchführte? Traten die lokalen Führungskräfte als Wahrer der Interessen der lokalen Bevölkerung auf?
Die Untersuchung der Machtverhältnisse und der Reaktionen der Basis erlaubt es, ein umfassenderes Gesamtbild des Sowjetsystems der 1930er Jahre im ländlichen Milieu zu gewinnen.
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Helmut Böger
»Das Attentat auf den Führer
hat der Papi gemacht «
Zeitgeschichte von Zeitzeugen
ca.128 S.,Festeinband,zahlreiche teils farbige Abbildungen,ca.14,90 € ,
ISBN 3-89861-413-1
Sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs berichten Zeitzeugen über ihre
Erlebnisse im Nationalsozialismus und Weltkrieg.Der Bogen spannt sich von „Des Kaisers
letztem Krieger “ – einem Soldaten beider Weltkriege – bis zur „Verbotenen Liebe “ eines
deutschen Kriegsgefangenen zu einem russischen Mädchen.In einigen Fällen ist es Helmut
Böger gelungen,auch historische Irrtümer zu klären oder bislang unbekannte Dokumente
zu publizieren.So konnte eines der erschütterndsten Fotos des Zweiten Weltkriegs,das eine
völlig verstörte und bis dahin unbekannte Familie nach einem Bombenangriff zeigt,identifi-
ziert werden.Der Band zeigt auch die jahrzehntelang unbekannten Bilder,die 1938 zum
Sturz von Generalfeldmarschall Werner von Blomberg geführt haben.
Hitlers Sekretärin Traudl Junge kommt zu Wort und erzählt von ihrer Arbeit mit dem Diktator.
Viele Geschichten drehen sich um den Widerstand gegen Hitler.Das Stauffenberg-Attentat
aus dem Jahr 1944 wird aus der Perspektive von Stauffenbergs Sohn Berthold erzählt.
Für das Leben der Menschen jenseits der großen Politik steht etwa Hans J.Massaquoi,
der als Sohn eines Afrikaners unter den Rassegesetzen der Nationalsozialisten litt.
Insgesamt sind es über 25 Geschichten,die in persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen
die Zeitgeschichte beleuchten und anschaulich machen,was die großen Ereignisse für
das Leben der Menschen bedeuteten.
Helga Habicht-van der Wearden:
Frauen zwischen den Fronten
Friedensarbeit zu Beginn des JahrhundertsClara ZetkinIm Anhang:
Aletta Jacobs
Jane Addams
Emily Greene Balch
Anita Augspurg
Lida Gustava Heymann
14 Punkte von Präsident Wilson
Die Resolutionen des internationalen Frauenkongresses Den Haag 1915
Leipziger Universitätsverlag
3-933240-74-3
219 S., Br., € 13,00
70. Jahrestag des Spanischen Bürgerkrieges![]()
Angela Berg
Die Internationalen Brigaden
im Spanischen Bürgerkrieg 1936 –1939
Rheinisch-Westfälische Hochschulschriften
Reihe Geschichte,Band 3
308 S.,Abb.,ca.29,90 € ,
ISBN 3-89861-418-2
Leidenschaften,Emotionen und Irrationalität prägen
bis heute den Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg
und die Internationalen Brigaden.Dazu zählt sowohl
das Bild der Internationalen Brigaden als „antifaschisti-
sche Helden “,wie auch die Auffassung,dass es sich
bei ihnen um „moskauhörige Söldner “ gehandelt habe..
Ziel des Buches ist,einen entscheidenden Beitrag zur
Versachlichung und Entmythologisierung dieses kontro-
vers diskutieren Themas zu leisten.Dabei stehen die
Mechanismen der Herausbildung dieser Truppe aus zu-
sammen gewürfelten Freiwilligen,ihre internen Ausein-
andersetzungen sowie die vielfältigen Beziehungen zu
ihrer Umgebung im Mittelpunkt.Zum anderen stellt die
Untersuchung die Lebenswirklichkeit der einfachen Sol-
daten und die Handlungsmöglichkeit der Führung dar;
so kommt das Buch einer inneren Wirklichkeit der inter-
nationalen Brigaden auf die Spur,die bislang unbeach-
tet blieb.
Die Studie versteht sich darüber hinaus als Baustein für
die Erforschung der Geschichte der kommunistischen
Arbeiterbewegung.Ansprüche und Wirklichkeit der
kommunistischen Ideologie und ihrer historischen
Handlungsträger werden innerhalb der Internationalen
Brigaden dechiffriert und analysiert.Konkreter als bis-
her und ohne Vorbehalte fragt Angela Berg nach den
Zielen deutscher kommunistischer Entscheidungsträger
in Spanien,wie sie diese zu realisieren versuchten und
auf welche Grenze sie dabei stießen.
70. Jahrestag des Spanischen Bürgerkrieges![]()
Reiner Tosstorff
POUM in der spanischen Revolution
Die Rolle der Partido Obrero de Unificación Marxista
in der Revolution und im Bürgerkrieg in Spanien 1936-1939
180 Seiten, € 17,80
3-89900-118-4
Internationalismus, Kollektivierung und Miliz.
Die Erfindung der „Einheitspartei“ in Katalonien.
Zeitzeugenberichte aus der POUM-Zeitschrift „Spanische Revolution“.
Ansonsten steht der Prozeß gegen Joaquín Maurín und Andrés Nin in Barcelona wegen „poumistisch-faschistischen Verschwörung“ [bei dem Stalin die Fäden zog] im Zentrum dieser interessanten Darstellung dieses Aspektes des Spanischen Bürgerkrieges.mehr...
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Uta Hinz
Gefangen im Großen Krieg
Kriegsgefangenschaft in Deutschland 1914–1921
392 Seiten, Festeinband, € 32,00
ISBN 3-89861-352-6
Zahllose Soldaten aller kriegführenden Mächte gerieten im Ersten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft. Allein in den Lagern des Deutschen Reichs befanden sich schließlich über zwei Millionen Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalität.
Die Studie von Uta Hinz nimmt sich dieses wissenschaftlich bislang nur wenig beachteten Massenphänomens an, wobei sie sich auf teilweise unbekannte Quellen stützt. Sie rekonstruiert den Kriegsalltag der Gefangenen und beschreibt die politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen eines gewaltigen Lagersystems, das sich in Deutschland seit 1914 gleichsam aus dem Nichts entwickelte. Bis zum Ersten Weltkrieg war Kriegsgefangenschaft kein kriegsrelevanter Bereich gewesen. Durch Politik und Propaganda, Kriegsnot und neu definierte Kriegsnotwendigkeiten geriet die Behandlung des gefangenen Kriegsgegners schließlich immer stärker in den Sog einer radikalisierten Kriegsführung. Die Mobilisierung aller gesellschaftlichen Ressourcen, eine damit verbundene Ausdehnung des Kriegsbegriffs über den militärischen Bereich hinaus, erfaßte auch die Organisation der Kriegsgefangenschaft. Traditionelle militärische Vorstellungen lösten sich auf, der kriegsgefangene Feind wurde mehr und mehr zum menschlichen Kriegsmaterial degradiert. Die Geschichte der Kriegsgefangenschaft in Deutschland 1914–1918 erweist sich somit als wesentliche Etappe auf dem Weg zum totalen Krieg im 20. Jahrhundert.
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Belkowez
Gescheiterte Hoffnungen
Das deutsche Generalkonsulat in Sibirien 1923-1938
134 Seiten, Festeinband, € 18,90
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Wolfgang Gippert
Kindheit und Jugend in Danzig
1920 bis 1945
Identitätsbildung im sozialistischen und im konservativen Milieu
552 S.,brosch,Abb.,ca.29,90 € ,
Wolfgang Gippert untersucht Kindheit,Jugend und frü-
hes Erwachsenenalter in der Hafenstadt Danzig zwi-
schen 1920 und 1945:Unter welchen ortsspezifischen
und zugleich soziokulturell unterschiedlichen Bedingun-
gen,so die Fragestellung des Buches,hat sich das Auf-
wachsen von Kindern und Jugendlichen in Danzig zur
Freistaatszeit und während des Zweiten Weltkrieges
vollzogen und welche Bedeutung hatten diese Bedin-
gungen für die Persönlichkeitsentwicklung der Heran-
wachsenden?
Es geht dabei vorrangig um die Analyse der Alltags-
realität von Kindern und Jugendlichen in ihren Wohn-
quartieren,in ihren verschiedenen Lern-und Lebensbe-
reichen sowie um die sozialen Beziehungen zu Eltern,
Geschwistern,Verwandten,Nachbarn,Freunden und
Lehrern.Welche politischen und moralischen Grund-
orientierungen haben sich herausgebildet und wie ha-
ben die Heranwachsenden einschneidende gesellschaft-
liche Entwicklungen,politische Ereignisse und Verände-
rungen subjektiv verarbeitet?
Danzigs Verzahnung mit Polen und eine als „Mikrokos-
mos “ des Deutschen Reichs bezeichnete politische
Landschaft boten in der Zwischenkriegszeit historisch
einmalige Sozialisationsbedingungen.Ein besonderes
Augenmerk gilt zudem der Frage,wie sich die verschie-
denen Bevölkerungsgruppen in unterschiedlicher Art
und Weise mit dem sich in Danzig nur allmählich aus-
breitenden Nationalsozialismus auseinandersetzten,
sich mit ihm arrangierten oder sich verweigerten.Mit
welchem Mitteln und Methoden gelang es den National-
sozialisten schließlich,ihre Vorstellungen von Erziehung
institutionell umzusetzen und somit in die Alltagswirk-
lichkeit von Kindern und Jugendlichen einzudringen,sie
zu verändern und zu kontrollieren?
Silke Fehlemann / Gerd Krumeich (Hg.)
Versailles 1919
Ziele – Wirkung – WahrnehmungBibliothek für Zeitgeschichte, Neue Folge, Band 14
480 Seiten, Abbildungen, Festeinband,
39,90 €, Klartext-VerlagDer Versailler Vertrag von 1919 ist ein traumatisches
Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts. Für die
Zeitgenossen und für Generationen von Nachgeborenen
blieb „Versailles“ das Symbol für einen ungerechten und
gescheiterten Frieden. Im Deutschland der zwanziger und
dreißiger Jahre wurde der „Schandfrieden“ einmütig
abgelehnt und heftig bekämpft. Historiker haben sich
jahrzehntelang entweder dieser Meinung angeschlossen oder aber zu zeigen versucht, daß
der Versailler Vertrag doch Keime einer echten Friedensordnung in sich geborgen habe.
Vorliegende Sammlung hat einen neuen und weiter gefaßten Blickwinkel. Mehr als 80 Jahre
nach dem Ereignis scheint die Zeit reif zu sein, ohne Zorn und Eifer zurückzublicken und
verstehen zu können, daß es den Zeitgenossen aller beteiligten Nationen nicht möglich war,
nach einem so verheerenden und zum Teil tatsächlich totalen Krieg von vierjähriger Dauer
an einen neuen Friedenszustand wirklich produktiv zu denken. Alle ernsthaften Bemühungen
um eine dauerhafte Friedensordnung waren dadurch eingegrenzt, daß der „Krieg in den
Köpfen“ noch fortwirkte. Die Beiträge dieses Bandes beschreiben dieses Nachwirken des
Ersten Weltkriegs in den verschiedenen Nationen und die Versuche, ihn immer wieder aufs
Neue zu bewältigen.Link: Weltkrieg 1914-1918: Ausstellung des DHM, Berlin
Nach dem 2. Weltkrieg totgeschwiegen:links-sozialdemokratische Warnungen
des Bundes der religiösen Sozialistenvor der heraufziehenden Katastrophe
Wochenberichte von Eckert /Fuchs im„Sonntagsblatt des arbeitenden Volkes“:
Erwin Eckert / Emil Fuchs
Blick in den Abgrund
Das Ende der Weimarer Republik im Spiegel
zeitgenössischer Berichte und Interpretationen
Herausgegeben und eingeleitet von
Friedrich-Martin Balzer und Manfred Weißbecker.
Mit Nachbetrachtungen von Georg Fülberth, Reinhard
Kühnl, Gert Meyer, Kurt Pätzold und Wolfgang Ruge
646 Seiten mit biographischen Erläuterungen
sowie Personen- und Ortsregister, gebunden,
Pahl-Rugenstein Verlag, 32.00 EUR
ISBN 3-89144-298-XDie soziale und politische Funktion der „Politischen Wochenberichte“ von Erwin Eckert und Emil Fuchs
Die „Politischen Wochenberichte“ vom 5. Oktober 1930 bis 4. März 1933 dokumentieren unzählige Geschehnisse aus jenen Jahren, die sich damals sowohl auf der Ebene der „hohen“ Politik als auch im Alltag der „kleinen Leute“ abspielten.
Die „Wochenberichte“ enthielten weltpolitische, innenpolitische, wirtschaftliche, sozialpolitische und kulturelle Nachrichten und Materialien, die anderswo vorenthalten oder nur durch Vorurteile verfälscht geliefert wurden.
Anhand der Texte lassen sich die vielfältigen Auseinandersetzungen zwischen Regierenden und Regierten, zwischen den Massen und ihrem jeweiligen Führungspersonal, zwischen den großen Parteien und auch innerhalb ihrer Organisationen nachvollziehen. Aufmerksam wird dabei das Verhältnis zwischen den Parteiführungen und den handlungsbereiten bzw. resignativen Massen beleuchtet. Darüber hinaus bestechen die ungewöhnliche Breite und die gediegene die Qualität dieser zeitgenössischen Analysen aus den letzten Jahren der Weimarer Republik.
Diese wurden – in Gestalt von Wochenberichten – in der Zeitung des Bundes religiöser Sozialisten Deutschlands veröffentlicht. Wöchentlich kam eine Ausgabe im Umfang von 16 Seiten im DIN-A4-Format bzw. ab 1931 mit 4 Seiten im Din-A3-Format. Damit wurden kleine Zellen der Informiertheit und des kritischen Denkens auch im Polarisierungsprozeß der Endphase der Weimarer Republik gefördert und erhalten.
In den Wochenberichten, die von Mitgliedern der SPD verfaßt wurden, spiegelt sich auch der Grad ihres kritischen Bewußtseins wider, den sie durch die Erfahrungen ihrer eigenen Erfahrungen und Kämpfe erlangt hatten. Sie informieren und artikulieren die wirklichen Interessen der großen Majorität der Bevölkerung und proletarisches Selbstbewußtsein zwischen der Politik der beiden großen Arbeiterparteien SPD und KPD.Stimmen zum Buch
Am 9. November 1999 erklärte der Ehrenvorsitzende des Internationalen Auschwitz-Komitees Kurt Julius Goldstein zu dem geplanten Projekt der Veröffentlichung der „Wochenberichte“ als Buch im Deutschlandfunk: „Ich kenne zwei Bücher, die man lesen muß, wenn man wissen will, wie Deutschland in den Faschismus geraten ist und wie der faschistische Alltag war. Das sind die Tagebücher von Victor Klemperer und diese Wochenberichte. Sie sind ein höchst anschaulicher Unterricht für den Absturz Deutschlands in den Hitler-Faschismus.“
Eric Hobsbawm schrieb am 18.12.2002 an den Herausgeber Friedrich-Martin Balzer:
„Thank you very much indeed for the book which I am reading with the greatest of interest. I am sure it will be a significant contribution to the understanding of Germany in the years of transition to Hitler.“Folgende Aspekte der Buchveröffentlichung sind von Bedeutung:
1. Die im Zusammenhang mit dem 30. Januar 1993 immer wieder gestellte Frage, wie es möglich war, dass die Weimarer Republik scheinbar bruchlos in den Faschismus überging.
2. Die Warnungen der Autoren vor der „armseligen Judenhetze“, die in einem „fürchterlichen Morden“ und in der „Barbarei“ enden würde, bezogen sich aber nicht nur auf den Holocaust mit seinen sechs Millionen Opfern, sondern auch auf die 50 Millionen Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges. Die beiden Autoren, evangelische Theologen des 20. Jahrhunderts, die auch schon „Jahrhundertgestalten“ genannt wurden, können mit Recht als protestantische Ossietzkys bezeichnet werden.
3. Die Lebensgeschichte der beiden Autoren sind aufregende Kapitel in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der eine von ihnen, Erwin Eckert, war nach 20 Jahren Mitgliedschaft in der SPD, der weltweit erste amtierende Pfarrer, der – nach seinem Ausschluß aus der SPD – der kommunistischen Partei beitrat, in der Hoffnung damit zur Verhinderung von Faschismus und Krieg beitragen zu können. Anläßlich der Wiederkehr seines 100. Geburtstages erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, dass Eckert früher und rechtzeitiger als die evangelische Kirche vor Faschismus und Krieg gewarnt habe. Inzwischen (1999) hat die Synode der evangelischen
Kirche in Baden eingestanden, dass sie durch die unehrenhafte Entlassung ihres Mannheimer Pfarrers Eckert „eine prophetische Stimme“ unterdrückt habe. (Siehe Frankfurter Rundschau „Badische Protestanten leuchten finstere Winkel der eigenen Geschichte aus“. „Anerkennung für einst abgestrafte Pfarrer“ vom 24.4.1999). Nach dem Reichstagsbrand mit Wolfgang Langhoff im Gefängnis, ab Ende 1933 eine Leihbücherei im Frankfurter Dirnenviertel betreibend und 1936 erneut zur mehrjährigen Zuchthausstrafe wegen Widerstandes verurteilt, gehörte Eckert zu den Männern der
ersten Stunde im westlichen Nachkriegsdeutschland. Er war Vizepräsident der verfassunggebenden Versammlung Badens und Minister im ersten Allparteien-Kabinett sowie Landtagsabgeordneter bis 1956. Der 19 Jahre ältere Pfarrer Emil Fuchs, Arbeiterpfarrer in Rüsselsheim und Eisenberg, war ab 1930 Professor an der Pädagogischen Akademie in Kiel, wo er im März 1933 entlassen und ins Gefängnis geworfen wurde. Nach seiner Entlassung stand er in engem Kontakt u.a. mit Adolf Grimme (Widerstandsgruppe „Neu-Beginnen“, Gefängnishaft und späterer Kultusminister von Niedersachsen und Programmdirektor des NDR), Ernst von Harnack (nach dem 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt), Harald Poelchau (Gefängnisgeistlicher von Tegel und der Hinrichtungsstätte Plötzensee) und Arthur Rackwitz (ab 1944 KZ Dachau). Emil Fuchs ist der Vater des spätereren „Atomspions“ Klaus Fuchs, der als Atomwissenschaftler bis 1959 wegen Geheimnisverrat in englischen Gefängnissen saß („The man who stole the bomb“). Bis 1949 Mitglied der SPD siedelte Emil Fuchs von Frankfurt/Main in die gerade gegründete DDR nach Leipzig um, wo er als Nestor der Universitätstheologen auf höchster Ebene sich für die Belange von Christen einsetzte. Als Quäker trug er erfolgreich dazu bei, dass in der DDR als einzigem Land des Warschauer Vertrags ein Kriegsdienstverweigerungsrecht („Bausoldaten“) eingerichtet wurde und widerrechtlich Verfolgte in der DDR entlassen wurden. Emil Fuchs war Freund und Verteidiger seines Leipziger Kollegen Ernst Bloch.
4. Die Unterstützer des seit vier Jahren betriebenen Buchprojekts sind höchst heterogen: Zu ihnen zählen die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (PDS), die Stadtoberhäupter von Mannheim und Rüsselsheim (beide SPD) und die Evangelischen Kirchen in Baden und in Hessen und Nassau.
5. Obwohl nach wissenschaftlichen Kriterien ediert und mit umfangreichen Hintergrundinformationen ausgestattet, wenden sich die Berichte wie bereits in den Jahren 1930-1933 an ein breites Leserpublikum. Ihre auf Tatsachen beruhenden Analysen sind auch aus heutiger Sicht höchst aktuell.
6. Die wöchentlichen Berichte zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nicht nur auf deutsche Verhältnisse konzentrieren, sondern die Arena europäischer innen- wie außenpolitischer Beziehungen im Weltmaßstab fokussieren, so wie es der Friedensbuchpreisträger Fritz Stern forderte. Insofern kann von einer „Weltbühne“ gesprochen werden, in der Alltagsnöte der „kleinen Leute“ allerdings nicht zu kurz kommen.
7. Die Veröffentlichung wurde sowohl in der DDR als auch in der BRD bewusst unterdrückt, so der Potsdamer Historiker Wolfgang Ruge. Pahl-Rugenstein Verlag
Szenische Lesung aus „Blick in den Abgrund“ in Ihrer Buchhandlung möglich.