Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a, Tel. 030 - 832 40 51, Fax 030 - 831 66 51GESCHICHTE /Allgemeines....Neuerscheinungen:................
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Kapitalismus bis 1913Geschichte:
1914 - 1945
Faschismus
1945-1989
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Bibliographie
Walter Markov
(1909 - 1993)
85 S., Br., € 12,40
978-3-935693-37-0400 JahreKampf der Tyrannei
in Deutschland (London 1944)
Deutsche Erstausgabe
343 S, € 28,00Walther: Namenkunde und
Geschichtl. Landeskunde
Onomastica Lipsiensia
444 S., Br., € 39,00
978-3-86583-000-5scroll
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Markov: Grundzüge
der Balkandiplomatie
334 S., Gb., € 35,00
978-3-933240-97-2Matthias Middell:
Weltgeschichtsschreibung im Zeitalter der
Verfachlichung und Professionalisierung
Das Leipziger Institut für Kultur- und
Universalgeschichte 1890-1990
3 Bde, 1270 S., Br., € 98,00
978-3-931982-43-0Jubiläum, Jubiläum
Zur Geschichte öffentlicher
und privater Erinnerung
320 S., Br., € 19,90................................................................................................ scroll............................................................................zurück nach oben
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Rojas, C.A.:
Die“Annales-Schule“
Gestern, heute, morgen
233 S., Br., € 13,00
978-3-936522-67-9Midell /Höpel: Einführung in die
französische Geschichte 1500-1945
226 S., Br., € 10,00
978-3-929031-24-9Kössler / Stadtland:
Vom Funktionieren der Funktionäre
Politische Interessenvertretung
und gesellschaftliche
Integration in Deutschland nach 1933
308 S., Gb., € 39,90scroll
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Klartext-PROLIT -
Zwangsarbeit
+ Hesse/ Springer: Vor aller Augen - Fotos v. Nazi-Terror in Deutschland
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Zeit-Geschichten
Miniaturen in Lutz Niethammers Manier
342 S., Br.,€ 22,00
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Die 68er
Kurzer Sommer - lange Wirkung
Ausstellungskatalog
Historisches Museum Frankfurt
ca. 320 S., 300 Abb., Br., € 29,95
3-89861-887-0
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Till Kössler / Helke Stadtland
Vom Funktionieren der Funktionäre
Politische Interessenvertretung und gesellschaftliche
Integration in Deutschland nach 1933
308 Seiten, Festeinband, € 39,90
ISBN 3-89861-266-X
KLARTEXT
Der Funktionär ist seit mehr als hundert Jahren eine höchst
umstrittene Gestalt. Er verkörpert für viele Menschen – gleich in
welchem politischem System – die Eigenmächtigkeit und
Reformunfähigkeit großer Institutionen wie die Durchsetzung
egoistischer Gruppeninteressen gegenüber den Belangen der
Allgemeinheit. Bei aller Kritik scheinen moderne Gesellschaften
jedoch ohne Funktionäre nicht auszukommen. Ihre Leistungen bei der Integration und Verbesserung von Interessen sind offenbar unverzichtbar.
Der vorliegende Sammelband hat das Ziel einer Entmythologisierung und Historisierung des Funktionärs. In exemplarischen Detailstudien wird der Wandel von Funktionärsrollen und Funktionärshandeln in Deutschland seit den zwanziger Jahren erhellt und nach der Bedeutung der Funktionsträger für das „Funktionieren“ der drei unterschiedlichen politischen Systeme Nationalsozialismus, DDR und Bundesrepublik gefragt. Im Mittelpunkt stehen Funktionsträger unterschiedlicher politischer Parteien, Gewerkschaften sowie der katholischen Kirche. Insgesamt demonstrieren die einzelnen Autorinnen und Autoren, dass die funktionärszentrierte Forschung neue Blicke auf die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert zu eröffnen vermag.
Hentrich & Hentrich - BUGRIM -![]()
Christiane Hoff
Anna und Leon
Ihre Lebensgeschichte nachgezeichnet aus Briefen, Fotos und Dokumenten
355 Seiten, 10 Abbildungen, ISBN 3-938485-01-9, € 28,00
Anna und Leon, beide 1911 in Polen geboren, lernen sich als Schulkinder in Lodz ken-
nen. Während des Medizinstudiums in Zürich machen sie die Bekanntschaft mit dem
amerikanischen Architekturstudenten Hermann Field, diskutieren ganze Nächte hin-
durch, bald verbindet die drei eine tiefe Freundschaft. Nach dem Studium ist Anna
Ärztin in einer anarchistischen Einheit im Spanischen Bürgerkrieg.
Sommer 1939, Hermann Field verhilft in Krakow politisch Verfolgten aus der
Tschechoslowakei zur Flucht nach England. Am 8. September wird Lodz von der deut-
schen Wehrmacht besetzt. Um als polnische jüdische Kommunistin dem sicheren Tod zu
entgehen, flieht Anna mit ihrem Mann auf sowjetisches Territorium. Nach dem Überfall
auf die Sowjetunion schließt Leon sich der Roten Armee an, für Anna beginnt eine
Odyssee über Lemberg ins Ghetto nach Radom. Sie wagt sich durch die Frontlinie zur
Roten Armee, aber als deutschsprechende Jüdin und polnische Kommunistin gilt sie als
Spionin. Beide erleben den 8. Mai 1945 als Angehörige der II. polnischen Armee in
Dresden. Es folgte die Rückkehr in die befreite Heimat und intensive Arbeit als Ärzte.
Sie werden im Sommer 1949 von der stalinistisch gesteuerten polnischen Geheimpolizei
verhaftet. Mit ihnen werden weitere sog. »Fieldisten« und »Trotzkisten« der Zusammen-
arbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst bezichtigt. Anna wird nach Stalins Tod
1953 aus dem Gefängnis entlassen.
Erst danach erfährt sie vom Tod Leons im Gefängnis 1952 und daß auch
Hermann Field in Polen und dessen Bruder Noel in Budapest inhaftiert waren.
Über die Zeit der Haft und des Krieges werden Anna und Hermann Field Jahre später,
1984, über zehn Stunden lang miteinander sprechen und ihre Erinnerungen auf Band
aufnehmen.
334 S., Gb., € 35,00
Walter Markov
GRUNDZÜGE DER BALKANDIPLOMATIEDie Arbeit unternimmt es, die Außenpolitik der Balkanregierungen in den Gesamtzusammenhang der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung insbesondere der Zeit 2wischen 1878 und 1918/19 zu stellen und darüber hinaus einen Ausblick auf die Epoche zwischen den beiden Weltkriegen zu werfen. Sie trägt den Besonderheiten einer Kleinstaatengruppe Rechnung, deren außenpolitische Zielsetzungen sich an einem neuralgischen Schnittpunkt der Weltpolitik mit den Intentionen der Großmächte kreuzen. Speziell wird infolgedessen untersucht, inwieweit die Balkanstaaten selbständig Politik betrieben haben und inwieweit sie auf der anderen Seite die Kräftekonstellationen unter den Großmächten widerspiegeln. Es wird versucht, die Antriebe herauszufinden, die die Politik von Satelliten und Pufferstaaten bestimmen.
In der Einleitung werden die Grundlagen der Balkangeschichte kritisch gestreift: Lage, Klima, Boden, Nachbarn - schließlich die Völker, aus denen sich im Mittelalter die heutigen Balkannationen herausschälen; das altindogermanische, griechische und römische Erbe; danach Byzanz und die Südslawen, die Türken und die Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts. Gemeinsames und Gesondertes, Soziologisches und Historisch- Akzidentielles werden gegenübergestellt, um zu erforschen, ob die Profilierung einer Balkantypologie möglich ist. Der Balkan wird in das politische und geistige Ringen des 19. Jahrhunderts hineingestellt, die Reflexe der großen Bewegungen, die Europa erschüttern, am Rande ihres Wellenringes im Südosten verfolgt.
Die Rückbildung der Türkei, die Entstehung der ersten Balkanstaaten, die Interessen der Großmächte an ihrer Unterstützung oder Hemmung, insbesondere die Haltung Österreichs, Rußlands und Englands werden aufgezeigt. Mit der Klassifizierung des Pariser und des Berliner Kongresses tritt die Darstellung in ihr eigentliches Thema ein.
l. Teil: 1878-1911
Die bestimmenden Faktoren der Großen Politik unter den europäischen Kabinetten und ihre Belastung durch die beiden ungelöst geblichenen Fragen: die um die Annexion Elsaß-Lothringens kreisenden deutsch- französischen Divergenzen am Rhein und die Meerengenfrage, hinter der nunmehr nicht zwischen Rußland und England, sondern zwischen Russland und Österreich das Balkanproblem auftaucht. Die Ausweitung der kleineuropäischen Politik zum kolonial-imperialistischen Ausgriff des ausgehenden 19. Jahrhunderts und ihr Zurückschwingen im 20. Jahrhundert nach dem Nahen Osten.
Das Eindringen europäischen Kapitals, europäischer politischer Prägungen (Parteien) und europäischer Geistigkeit (Romantik, Realismus, Presse) auf dem Balkan. Die Veränderung der Balkangesellschaft, die Differenzierung der homogenen Bauernschaft; die Ansätze zur Industrialisierung und zur Entstehung einer bürgerlichen Gesellschaft.
Die Außenpolitik und Diplomatie in Sofia, Bukarest, Belgrad, Athen und Cetinje. Die Entstehung der Interessenbindungen und Interessenblocks, der Kampf der nationalen Ideologien mit der Staatsraison, das Hineinwachsen der Balkanstaaten in ihre natürlichen Räume.
In Einzeluntersuchungen wird den Schnittpunkten von Großmachtpolitik und Eigeninitiativen nachgegangen: der Rolle der Großmächte, ihrer aktiven oder passiven Mitwirkung bei der Entstehung der Balkanstaaten; den konstanten und wechselnden wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen der Großmächte auf der Halbinsel; der Irredenten insbesondere unter den Rumänen, Serben und Griechen und ihrer Verquickung mit dem Kurs ihrer verantwortlichen Kabinette; der großen außenpolitischen Krisen: der bulgarischen 1885/87, der kretischen 1887/89, der serbischen 1903, der mazedonischen 1903/08, der bosnischen 1908. Wobei nicht eine Rekapitulation dieser bekannten Vorgänge angestrebt wird, sondern ihre bedeutungsmäßige Einstufung. Schließlich werden zwei gesonderte Kapitel dem Balkanstaatsmann und dem Balkandynasten gewidmet, etwas wie eine Soziologie der Protagonisten versucht. Die Jungtürken, Stambuloff, Trikupis, die Bratianus, Garasanien, Ristic und Pasic kommen zu Wort. Unter Verwertung teilweise neuer Aktenstücke entschleiern sich dem Betrachter Nikita, Milan, Ferdinand von Coburg und Karl von Rumänien.
2. Teil: 1912-1918
Die Periode des entscheidenden Zusammenstoßes zwischen dem europäisch und global geprägten Abschnitt der Weltpolitik. Die Zuspitzung der Gegensätze, die Versteifung der internationalen Lage von Krise zu Krise, der Weg über Agadir, Tripolis, den Balkankrieg und Sarajevo in den Ersten Weltkrieg.
Der Krieg in seinem Anbruchsstadium und die diplomatische Lage um die Marneschlacht; die Konstellation während der Erfolgsserie der Mittelmächte 1915; der Umschwung 1916. Die weitere Perspektive der von Amerika und Rußland 1917 ausgehenden Entwicklungslinien - Wilson und Lenin, Material und Menschen, westliche und östliche Ideeneinbrüche im Lager der Mittelmächte und der von ihnen beherrschten Territorien.
Politische und diplomatische Vorgeschichte und Geschichte des Balkankriegs; der Balkanbund, der Bundeskrieg, der Streit um die Beute, der Konflikt zwischen Bulgarien und seinen Alliierten, die Sprengung des Bundes.
Die Konstellation am Balkan 1914; Balkanpolitik der Großmächte und Großmachtpolitik der Balkanstaaten; die Einbeziehung der Balkanneutra- len, der Charakter ihrer Teilnahme am Weltkrieg. Rückwirkungen von Wirtschaft, Kriegslager und ideologischer Verfestigung auf dem Balkan. Der Zusammenbruch der Mittelmächte und die einsetzenden Friedenskonferenzen.
Den wesentlichen Abschnitten sind wieder Einzeluntersuchungen gewidmet. Dem bulgarisch-serbischen Bündnis vom 13.3.1912 wird an Hand der vorliegenden Akten aller Hauptbeteiligten nachgegangen und insbesondere die Frage der russischen Vaterschaft geprüft und verworfen. Ein Kapitel über die Sprengung des Balkanbunds legt den Zusammenhang zwischen der Frage des serbischen Adriahafens und dem Zusammenbruch des Beuteverteilungsplanes, damit aber die Wurzel des bulgarisch- serbischen Konflikts dar. Gewogen wird der Beitrag, den die österreichische Diplomatie zugesteuert hat - immer in dem Bestreben, Ausgangs- punkt, Initiative und Verantwortlichkeit zwischen Großmacht und Kleinstaat abzugrenzen.
Das Attentat von Sarajevo wird von der soziologisch-psychologischen Seite her gefaßt. Besonders wird untersucht die Lage in Belgrad am 25.7.1914, die Redaktion der Antwort auf das Ultimatum, die Legende der deutschen „Kriegsschuldfragenforscher" über das „Ermunterungstelegramm aus Petersburg".
Ein weiteres Kapitel behandelt die Beteiligung der Balkanstaaten am Ersten Weltkrieg. Gemeinsamkeiten und Besonderheiten treten namentlich bei Bulgarien, Griechenland und Rumänien stark in den Vordergrund. Untersucht wird daneben der Widerstreit von Wunschbild und Wirklichkeit im Rahmen politischer Entscheidungen, die Rolle der Präjudiz, die Gründe für die unterschiedliche Beurteilung einer und der gleichen Situation.
In einem letzten Abschnitt werden die Irredenten im Krieg untersucht, insonderheit dem Großrumänentum und dem Großserbentum sowie dessen Verhältnis zur südslawischen Bewegung nachgegangen, Das Hineinwachsen der Balkanstaaten nach Mitteleuropa bereitet sich vor.
3. Teil: 1919-1939
Die allgemeine Entwicklung des Zwischenfriedens führt über die Pariser Vorortverträge, die Prosperity, die Weltwirtschaftskrise zum Faschismus. An der Krise der europäischen Demokratie schält sich der Angriff der Havenots im Weltmaßstab heraus.
Der Balkan spiegelt die Zersetzung der privatkapitalistischen Hochblüte in Europa, die Erschließung der rückständigeren Wirtschaftssphären, die Entstehung eines Industrieproletariats und eines Intelligenzproletariats auf dem Balkan wider. Reformbewegungen, Bauembewegungen, Bürgertum und Militär in der Auseinandersetzung zwischen Parlamentarismus und Pronunciamento.Die Hinwendung der Balkanstaaten zu den Prinzipien westlichparlamentarischer Demokratie. Ersetzung des Scheinkonstitutionalismus durch die Parteienherrschaft in den zwanziger Jahren. Vom formalen Prinzip der Demokratie und seine Anwendung. Die zweite Anleihe der Balkanregierungen unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise; die Anlehnung des Polizeistaates an die Herrschaftsmethoden des Faschismus.
Das Zusammenspiel innerer und äußerer Politik in der Geschichte; die Periode der relativen Balkansouveränität nach dem Ausfall der österreichischen und russischen Balkanpolitik 1918; die Wiedererstehung des Blocks: des cordon sanitaire, der kleinen Entente, des Balkanbundes, der italienischen und der französischen Gruppe. Der sowjetisch-englische Gegensatz an der Meerenge; der Umschwung der internationalen Gruppierungen durch das nationalsozialistische Expansionsprogramm; die Verstrickung der Balkanstaaten in den Zweiten Weltkrieg 1940/41.
In den Beilagen werden im ersten Abschnitt die materiellen Abhängigkeiten der Balkanstaaten von Weltwirtschaft und Weltpolitik erfaßt, die Bindungen an Kapitalmacht, Handelsbilanz, Marktpflege usw. erörtert.
Im zweiten Teil befaßt sich die Untersuchung mit der kroatischen Frage vor ihren Ansprüngen im beginnenden 19. Jahrhundert, analysiert das Auseinanderlaufen der verschiedenen Ideologien und verfolgt die „Balkanisierung" der Kroaten in der Karadjordjenic-Ära Jugoslawiens. Sie leitet mit der Charakterisierung der Ustaša über zu der Skizze über den Balkanfaschismus, der eine gewisse Aktualität innewohnt. Nach einer Frage um die Wurzeln des europäischen Faschismus wird festgestellt, dass die Voraussetzungen, die materiellen Bedingungen, die in Italien und Deutschland die Machtergreifung der Faschisten zuließen, auf dem Balkan nicht ausreichend entwickelt waren; daß der Balkan infolgedessen auch nur einen Pseudofaschismus imitiert hat, wie zuvor eine Pseudodemokratie. Die Komplikationen, die sich infolgedessen in Griechenland (Mussolini erklärt Metaxas den Krieg), Rumänien (Averescu schlägt die Eiserne Garde nieder), Jugoslawien (die Jugoslawischen", „serbischen" und „kroatischen" Faschisten) herausbilden, fmden darin ihre Erklärung ebenso wie der widerstandslose Zusammenbruch der Fünften Kolonne nach dem Abzug der deutschen Schutzmacht.
Im letzten Abschnitt, der zur Gegenwart überleitet, wird die Typologie der politischen Akteure aus Teil I, Beilage 5/6, fortgesetzt. Im Ausblick nicht nur auf die Inhaber der Macht, sondern auch die, die es werden wollen, die Balkanrebellen von den Hajducken über die Komitadschis zu den Tschetniks und Partisanen. Die Ablösung der Schule, als deren letzter reiner Vertreter uns Vereizelos erscheint, durch die massiveren Volkstribunen der dreißiger und vierziger Jahre steht am Rand dessen, was die Feder des Historikers noch festhalten kann.
Im Ausblick wird in Ausdeutung eines Rankeworts verglichen, welchen Nutzen die Herausarbeitung einer Balkansoziologie auch im diplomatisch-außenpolitischen Bereich für die vergleichende Gebietsforschung haben kann.
Walter Markov
GRUNDZÜGE DER BALKANDIPLOMATIE
978-3-933240-97-2