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Herbstreise 2017


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Ruth Heftrig und Ingrid Müller-Kuberski
LEICHT SCHRÄG
Textil, Papier und Digitales im Werk von Ingrid Müller-Kuberski
144 Seiten, Broschur, 21 x 23 cm, € 20,00
978-3-945377-41-3
Mit "Leicht schräg" erscheint erstmals ein ausführliches Buch über die Magdeburger Textilkünstlerin und Grafikerin Ingrid Müller-Kuberski, das ihre Schaffensphasen von den späten 1960er Jahren bis heute nachzeichnet. In dem Aufsatz "Auf den Spuren der Strukturen" beleuchtet die Kunsthistorikerin Dr. Ruth Heftrig die verschiedenen Kontexte, in den sich Müller-Kuberski seit ihrem Studium an der Burg Giebichenstein bewegte und bewegt - darunter die Textilkunst in der DDR und die Magdeburger Textilgruppe, in der sich die Künstlerin nach der Wende engagierte.

Grita & Moritz Götze
LADY HAMILTON
Eros & Attitüde. Mit einem Text von Ursula Bode
64 Seiten, 46 farbige Abbildungen, 14.90 €
9783945377-45-1
Dieser Katalog erschien im Rahmen der Ausstellung „Lady Hamilton. Eros und Attitüde. Schönheitskult und Antikenrezeption in der Goethezeit” im Schloss Wörlitz 2016. Er umfasst die themenbezogenen Arbeiten des halleschen Künstlerpaares Grita und Moritz Götze um die historische Persönlichkeit der Lady Emma Hamilton. Die grafischen und malerischen Arbeiten von Moritz Götze korrespondieren mit den Keramiken von Grita Götze und werden zudem von Emailleobjekten begleitet. 
Zum 150. Geburtstag der Königin des Kitschs


Simone Trieder und Julia Semmer
Hedwig Courths-Mahler
Mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos.
135 S., br., € 13,00
978-3-945377-29-1
Die „Königin des Kitschs“ wird 150 Jahre alt. Ein schöner Anlass nach den Wurzeln des Liebesromans zu graben und an seinen Blüten im 21. Jahrhundert zu schnuppern. Von der Zeit der Empfindsamkeit bis zur Chick Lit. Die in London lebende Anglistin Julia Semmer nimmt am Beispiel Bridget Jones eine DNA-Analyse des Liebesromans vor und gelangt dabei ins Großbritannien des 18. Jahrhunderts, wo der Triumphzug des Romans begann, in die Höhen des deutschen Sturm und Drang und zurück zur unerreichten Jane Austen. Die hallesche Autorin Simone Trieder untersucht das Phänomen Hedwig Courths-Mahler, die nie zur Hochkultur zählte. Respekt und Neid wurde ihr gleichermaßen entgegengebracht. In der DDR als Volksvergifterin verboten, existierten ihre Romane im „Untergrund“ weiter. Mag die Welt uns immer fremder werden: die Liebe als „alte Geschichte“ bleibt uns erhalten. 

Andreas Hüneke, Paul Kaiser, Rüdiger Giebler, Cornelia Wieg und Irene Böhme
WASJA GÖTZE
Inmitten am Rande
260 Seiten, über 250 Abbildungen in Farbe und Schwarz-weiß, 20.00 €
978-3-945377-46-8
Dieser Bildband umfasst den Großteil des bisherigen Schaffens des vielseitig begabten Künstlers Wasja Götze, dessen Kreativität bis in die Gegenwart hinein anhält. Er erschien als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg und dem Kunstforum in Halle an der Saale.

Renate Luckner-Bien
Da steht eine Burg überm Tale
Die Burg Giebichenstein in Halle an der Saale
90 Seiten, 76 Abbildungen s/w und farbig, 12.80 €
978-3-945377-28-4
Sie ist die älteste der Burgen an der Saale hellem Strande - die Burg Giebichenstein in Halle. Dieses Buch schildert ihre mehr als tausendjährige Bau- und Nutzungsgeschichte als Erzählung von vorchristlichen Kulturen und sagenhaften Ereignissen, von königlichen Erlassen und kaiserlichen Besuchen, von klerikalen Herrschern und weltlichen Fürsten, von wirtschaftlichem und politischem Verfall, von Kriegen, Belagerungen und Feuersbrünsten, von Gefangenschaften und Hinrichtungen, von romantischer Entrückung und kühlem Pragmatismus, von ehrgeizigen Pächtern, tatkräftigen Eigentümern und glücklichen Nutzern. Als denkmalgeschütze Sehenswürdigkeit und namhafte Künstlerschmiede hat die Burg Giebichenstein nicht nur eine lange Geschichte, sondern auch eine glänzende Zukunft.

Judith Hermann, Christian „Flake“ Lorenz, Peter Wawerzinek u.a.
ZEIT DER GROSSEN FREIHEIT
Fotografien von Markus Werner
Halle – Berlin, 1989 –1997
96 S., zahlr. Abb., geb., 24,95 €
978-3-945377-26-0
Markus Werner, in Halle aufgewachsen ist die letzten 25 Jahre ständig zwischen Berlin und Halle gependelt. Seine Fotos der ersten Jahren nach dem Herbst 1989 spiegeln  auf eine athmosphärisch sehr schöne Art das Lebensgefühl der damals 20- bis 30-Jährigen wieder, auf Parties, in der Stadt, in Privaträumen. Seine Fotos vom damaligen Stadtbild von Halle und Berlin zeigen die Umbruchzeit, voller Kontraste und Möglichkeiten, eine bewegende, spannende Periode. Werner arbeitete Anfang der 90-er Jahre bei der Fotoagentur Ostkreuz. Zuletzt lieferte Markus Werner Fotos für das Buch "Der Tastenficker" von Flake, dem Rammstein-Kyborder, erschienen beim Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf.
Dieses Buch gibt atmosphärische Einblicke in die ersten Jahre nach dem Herbst 1989, einzigartig für Deutschland. Die Nachwendezeit war eine Umbruchszeit, voller Kontraste, Widersprüche und potentieller Möglichkeiten. Das alte System war gestürzt, das neue noch nicht etabliert. die Bürogratie war verunsichert und funktionierte noch nicht wieder richtig - so entstanden Freiräume, die genutzt wurden. Den Fotos sind kurze Texte gegenübergestellt, die sich mit dieser Zeit der "großen Freiheit" beschäftigen. Texte von Edgar Bethmann, Flake, Rüdi, Rainer Huppenbauer, Judith Hermann, Pepe New, Sabine v. Oettingen, Peter Wawerzinek, Jan Wätzhold und Christian Zeigermann. ...MDR über das Buch



Julia Semmer
George Frideric Handel
Ein Hallenser in London
136 S., zahlr. Abb., br., 13,80 €
 Ausgabe in deutscher Sprache
978-3-945377-27-7
Der Hallenser Georg Friedrich Händel lebt insgesamt 48 Jahre in London, streicht den Umlaut im Namen und lässt sich vom britischen König einbürgern. Seine Musik erklingt in Palästen, Theatern, in Kathedralen und Lustgärten. Er ist der erste Künstler der Neuzeit, dem zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt und der erste Musiker, dem eine Biografie gewidmet wird. Die Briten des 18.Jahrhunderts führen politische Debatten in Kaffeehäusern, spekulieren mit Aktien, konsumieren exotische Lebensmittel, erfinden Sandwiches, erheben den Tee zum Nationalgetränk und führen Tea Time als Nachmittagsritual ein. Es ist das Zeitalter, in dem das Großbritannien, das wir heute kennen, geformt wird. Händel, der gebürtige Hallenser, lieferte den Soundtrack dazu..
Weltausstellungstournee von den Künstlern Giebler & Götze:

Bazon Brock, Paul Kaiser, Rüdiger Giebler
Grande Tour
Made in Kaisersaschern
160 S., 150 Abb., geb., 19,80 €
978-3-945377-25-3
Das fiktive Kaisersaschern aus Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ liegt unterhalb von Halle an der Saale. Und dieser Ort ist das imaginäre Zentrum des Konzeptes von Bazon Brock für einen „Lehrpfad der historischen Imagination“. Dieser „Lehrpfad“ lässt sich faszinierenderweise als Intention der Grand Tour von Rüdiger Giebler & Moritz Götze lesen. Seit dreizig Jahren sind die beiden Maler befreundet. In dieser Zeit haben sie öfters zusammen ausgestellt, gemeinsam gearbeitet und etliche Reisen unternommen. Mitteldeutschland mit seiner verqueren, gebrochenen aber über lange Zeit hinweg stabilen, gemütvollen Geschichte ist eine bildreiche Inspiration. Die unterschiedlichsten Biographien kreuzten sich zwischen Harz und Oder. Sie schufen einen Raum voller Erzählungen. Es ist eine Region der Gartenreiche, der Industrielandschaften, der Schlachtfelder und der immer wieder großen Reservate freier Natur. Romantik und Rationalismus berühren sich dort auf engstem Raum. Paul Kaiser reflektiert den kunsthistorischen Kontext von Giebler & Götze zwischen ihrem gemeinsamen Beginn in Ostdeutschland und der Gegenwart.

Moritz Götze mit der Bond Band
G0LDFINGER
Everthing is under Control - Rimski Abdul
A-Seite: Goldfinger (2:21) Komposition: John Barry, Text: Bricusse/Newley, Everything is under Control (2:32) Kompsition: Jan Möser, Text: Moritz Götze
B-Seite: Rimski Abdul (4:31) Komposition: Götze/Möser, Text: „Matthias" BAADER Holst
Schallplatte - Venyl, 10,00 €
978-3-945377-16-1
Elektrische Raumtonpiatte, Serie „Gold", Limitierte Auflage: 1.000,000, Hasen-Records, aufgenommen am 2. Juli 1990 im Tonstudio Tritonus, Berlin West,
Vokal: Moritz Götze, Gitarre: Jan Möser, Keyboard: Jan Möser, Geige: Jan Möser, sprechender Goldbarren: Moritz Götze, Bass: Jan Möser, Trompete: Moritz Götze, Schlagzeug: Jan Möser
50 Jahre Goldfinger: Erst wird Moritz Götze 50. Dann sein Lieblings-James-Bond- Film Goldfinger. Es gilt zu handeln und eine Aufnahme aus den Archiven zu holen, um der Welt endlich einen neuen Sommerhit zu schenken. Götze hatte als begeisterter Bond-Fan einen Bond-Koffer als Kunstobjekt konzipiert. Die Oma sollte dazu aus dem 'Westen 25 Singles in den Osten schmuggeln. 25 x Shirley Bassey mit dem Titelsong des Films. 25 x in Vinyl gegossene vertonte Kalte-Kriegs-Parodie. So sah es der Westen. 25 x Provokationsschund des Klassenfeindes - meinte der Osten. Doch der Auftrag scheiterte. Die Singles waren nicht zu bekommen. Der Kalte Krieg ist noch nicht mal richtig vorbei, da kann der Westen schon nicht mehr anständig liefern. Also muss der Osten wieder selber ran. Man ist ja dran gewöhnt, sich die Objekte der Begierde selbst zu erschaffen. Das Studio ist gebucht. Goldfinger klingt im Original wie Moon River mit Bläsern. Wenn man keine Bläser zur Verfügung hat, dann muss der Gesang verfremdet werden. Eigentlich soll der Dichter Baader-Holst das Stück einsingen, doch in der Nacht vor der Aufnahme hat er einen tödlichen Unfall. Es ist die Nacht zum 1.7.1990, die Nacht in der der Osten kollektiv in die D-Mark hineinfeiert. Und sich schon mal die vermeintlichen Goldfinger leckt. Bis auf Baader-Holst. Was tun? Götze übernimmt den Gesangspart selbst. Besser kann Verfremdung nicht klingen. Und so erlebt der Filmmusik-Klassiker und erste Bond-Hit, der in die Charts ging, heute eine Neuauflage. In Zeiten, wo Goldgräber das Land überziehen, wo viele nach Gold fingern oder sich vom Gold befingern lassen, will Götze eigentlich nur den Bond-Koffer komplettieren. Doch den ganz großen Schritt wagt er damals noch nicht. Wir schreiben das Jahr 1990, das Jahr in dem Sinèad O'Connors Nothing compares 2 U aus jedem Elektroapparat kam, den man mit Strom versorgte. Es war das Jahr des Manchester Rave, Primal Screams Loaded wird ein Riesenhit. Auch dieser Song hat eine Verbindung zum Film, er beginnt mit einem Peter Fonda-Zitat aus dem Biker-Film The Wild Angels:"We wanna be free to do what we wanna do, an we wanna get loaded". Loaded bekommt den begehrten Mercury Prize, Keyboarder Martin Duffy verliert den Scheck mit dem Preisgeld. 20.000 Pfund. Unbelievable. Auch ein Hit des Jahres. 1991 kam das Debut von Massive Attack, Blue Lines, bis heute eines der besten Alben aller Zeiten. Dagegen hätte die Neuversion von Goldfinger keine Chance gehabt, aber hätte man die Lücke genutzt - die Lücke zwischen Rave und Trip Hop, man hätte den Sommerhit des Jahres haben können. Marusha hat es 1994 bewiesen mit ihrer Version von Somewhere over the Rainbow, auch eine Filmmusik (aus dem Zauberer von Oz) 500.000 verkaufte Singles, das hätte Götzes Goldfinger locker schaffen können.
Doch jetzt ist die Single wieder da. 25 Jahre später. Und nimmt den zweiten Anlauf. Wie die Masterbänder aus den Klauen des russischen Geheimdienstes wieder nach Halle gelangen konnten, darüber schweigt Götze. Lieber schwärmt er von Goldfinger, einem Film, in dem eine Frau noch Pussy Galore heißen durfte und ein brutaler Diener Oddjob. Die Bond-Serie gerät nach dem Mauerfall in eine Krise. In Casino Royal 2006 bringt Judi Dench es auf den Punkt: Mein Gott, wie ich den kalten Krieg vermisse. Wir auch! Wir haben die Single an Giorgio Moroder geschickt, an die Per Shop Boys und an Daft Punk und um Remixe gebeten. Alle waren sich jedoch einig: wir fassen das Ding nicht an - diese Aufnahme ist perfekt wie sie ist, jede Bearbeitung würde ein historisches Meisterwerk zerstören. Wir sind uns sicher: das hier wird das nächste große Ding, der nächste Sommerhit. Deshalb ist die Single streng limitiert. Auf 1 Million. Erste Gerüchte sorgen bereits für Unruhe im Netz. Gerade hat Taylor Swift angerufen und Moritz Götze zu einem Duett eingeladen. Er hat erst einmal abgelehnt. Man sollte sich nicht mit einem anderen Hit selbst im Weg stehen. (Stefan Maelck, Popforscher)

SAPPERMENT!
350 Jahre Christian Reuter
Festschrift, herausgegeben und eingeleitet von Simone Trieder mit Texten von Chr. Kreis, A. Schinkel
und S.Trieders Bauernschwank "Gefährliche Wahrheit"
52 S., zahlr. Abb., br., 10,00 €
978-3-945377-18-5
 „Gefährliche Reisebeschreibung - Christian Reuter & Schelmuffsky" war das erste Buch des Hasenverlages, der 2005 aus der Taufe gehoben wurde. Der erste Baustein der erfolgreichen Reihe Mitteldeutsche kulturhistorische Hefte - im Jubiläumsjahr 2015 auf die runde Zahl 30 angewachsen. Damals erschien das Buch zum 340. Tauftag des Barockdichters, der in Kütten nahe Halle geboren ist. Den zehnten Geburtstag des Verlages und den 350 Christian Reuters feiern wir nun mit dieser kleinen Festschrift, die die Veranstaltungen im Geburtsort des Dichters im Oktober 2015 dokumentiert. Drei hallesche Schriftsteller beschäftigen sich mit Christian Reuter André Schinkel in der Festrede gehalten in der Taufkirche Reuters, Simone Trieder mit einem Bauernschwank, den Küttener Spielern und dem Darsteller des Reuter auf den Leib geschrieben: Christian Kreis, dem der Wechsel ins Schauspielfach gar nicht schwer gefallen ist. Ein flüchtiges Ereignis, in dieser Schrift festgehalten: Der Tebel holmert!

Nadja Hagen
Mit Herz für Mensch und Gott
Die Geschichte des Diakonissenhauses Halle
155 S., br., € 14,00
978-3-945377-30-7
Das Diakoniewerk Halle wurde 1857 als Diakonissenanstalt gegründet. Nach dem Vorbild der Mutterhausdiakonie in Kaiserswerth sollten hier junge Frauen christlichen Glaubens in einer Gemeinschaft leben und Alten, Kranken sowie bedürftigen Menschen helfen. Am heutigen Standort im Mühlweg wurde 1868 ein Neubau errichtet und als erstes modernes Großkrankenhaus Halles eröffnet. Über die Ausbildung zur Pflegerin bekamen viele junge Frauen die Chance ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie prägten mit ihrer Arbeit und ihren Werten nicht nur die sozialen Strukturen in Halle sondern auch im weiteren Umland.

VERBINDUNG ZUR WELT
Bahnknoten in Halle (S.)
2. überarbeitete Auflage
110 S., zahlr. Abb., br., 12,80 €
978-3-939468-15-4
Halle hatte Glück. einen Mann wie Ludwig Wucherer als Stadtrat zu haben, er sorgte dafür, dass die Stadt bereits 1840 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Noch bevor die erste Bahn am 7. Dezember 1835 von Nürnberg nach Fürth fuhr, hatte Wucherer sich persönlich bei König Friedrich Wilhelm III. die Genehmigung zum Bau der Bahn in Halle eingeholt. In dieser Zeit etablierte sich die Industrie in der Region: Braunkohle, Zuckerrüben. Der einstige Grenzbahnhof zu Sachsen wurde so zum Motor der regionalen Wirtschaft und gleichzeitig die wirtschaftliche Verbindung zur Welt. 1840 wenige Monate, nach der Eröffnung der Strecke Magdeburg-Cöthen-Halle-Leipzig fuhr der dänische Geschichtenerzähler Hans Christian Andersen mit dieser Linie, seine Eindrücke schrieb er begeistert nieder. 1889 wurde der Knoten umgebaut, der Güterbahnhof eingeweiht und ein Jahr später der Hauptbahnhof, der 2015 sein 125-jähriges Jubiläum feiert. Das Buch schaut zurück auf über 175 Jahre Eisenbahngeschichte und nach vorn, bis 2022 soll der Bahnknoten Halle fertig sein, die ICE Strecke geht durch Halle und der neue Güterbahnhof wird einer der modernsten Europas sein.

Ernst Ottwalt
Ruhe und Ordnung
270 S., br., € 19,80
978-3-945377-03-1
Neuauflage des 1929 im Malik-Verlag veröffentlichten Romans „Ruhe und Ordnung“, der 1933 von den Nazis öffentlich verbrannt wurde. Die Schilderungen des aktiv am Kapp-Putsch 1920 in Halle beteiligten Zeitfreiwilligen Ernst Ottwalt (1901-1943), mit bürgerlichem Namen Ernst Gottwalt Nicolas, werden von Christian Eger kritisch aufbereitet, der den Spuren der Ottwalt-Biographie mit geradezu detektivischem Ansatz nachgeht. Ottwalts politische Entwicklung ist von einem radikalen Seitenwechsel geprägt: Als Abiturient schloss er sich 1919 zunächst den deutschnationalen Freikorps-Kämpfern an. Im Verlauf der Weimarer Republik wurde er Kommunist, trat der KPD und dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller (BPRS) bei; 1943 starb er im sowjetischen Gulag. Ernst Ottwalt, am 13.11.1901 als Ernst Gottwalt Nicolas in Zippnow (Pommern) geboren. Kindheit und Jugend in Wildau (Brandenburg) und Halle (Sachsen-Anhalt). Jura-Studium, Eintritt in die KPD, Erfolgsautor des Malik Verlages in Berlin. Exil in Dänemark, Prag und Moskau, wo er 1936 verhaftet wird. Ernst Ottwalt stirbt am 24.08.1943 in einem Straflager mutmaßlich bei Archangelsk. Werke: u. a. „Ruhe und Ordnung“, „Denn sie wissen was sie tun“ (Roman), „Kuhle Wampe“ (Drehbuch, mit Bertolt Brecht und Slatan Dudow), „Jeden Tag vier“ (Schauspiel), „Deutschland erwache! Geschichte des Nationalsozialismus“ (Essay), „Kalifornische Ballade“ (Hörspiel) und „Erwachen und Gleichschaltung der Stadt Billigen“.

Rüdiger Giebler
GRITA GÖTZE - KERAMIK
140 S., zahlr. Abb., br , 20,00 €
978-3-945377-12-3
Gute Keramiken sind Vorratsbehältnisse, denen - vor dem Kaffee, dem Blumenwasser, den Büroklammern, den Briefmarken, Keksen oder Perlenketten - zuerst ein feiner Vorrat an Phantasie einverleibt wird. Keramik ist ein Spiel mit dem Nützlichen. Das Gefäß hält nicht nur das Heißgetränk, die Tasse hält die Zeit. Die Keramik ist ein Vorratsbehältnis für ablaufende Zeit, der Blick in die Kaffeetasse belebt das Gedächtnis. In der Schale halten sich die Erinnerungsreste wie der Kaffeesatz. Gefäße sind in jeder Kultur Symbole der Hoffnung.

Eva Mahn
PARADIES : R O T
136 S., 73 Abb., br , € 29,99
978-3-945377-11-6
In diesem Fotobuch sprechen die Bilder
über Weiblichkeit, Sinnlichkeit, Ruhe, Kraft, Energie, Wildheit, Leidenschaft, Extase, Schönheit, Erotik.
Eva Mahn :
Meine Neugier auf das unbekannte Wesen Mann war genauso groß wie meine Ahnungslosigkeit. Mit 21 habe ich geheiratet. Ich war Studentin, mein Zukünftiger 16 Jahre älter und Hochschullehrer. Er war der erste, der mich gefragt hat, da habe ich „ja“ gesagt. So einfach war das! Mit 22 lag meine Beziehung in Scherben. Ich fand, der Liebe-Gott und mein Mann hätten besser auf mich aufpassen müssen und ich trat aus der Kirche und der Ehe aus. Noch immer arglos, fotografierte ich einstweilen für meine kunstwissenschaftliche Diplomarbeit den Naturalismus spätgotischer Kruzifixe: klaffende Fleischwunden, hervortretende Adern, blutüberströmtes Gesicht, Rosshaarperücke, echte Dornenkrone und damit das grausame Schicksal des Marien-Sohnes, den ein eifersüchtiger Vater ohne einen Funken Reue einsam am Kreuz hatte sterben lassen. Was konnte ich mit soviel Macht- und Gehorsamsvisionen anfangen, mit einem Männerbild von Sklavenhalter-Dynastien? Und wie war es um mein Selbstverständnis als Frau bestellt? Seit 1969 arbeitete ich beim Verlag für die Frau Leipzig als Model für Modezeitschriften. Es nützte mir wenig, denn ich fühlte mich fremd in den Sachen, wie Arbeitsmaterial, wie eine Schaufensterpuppe, deren Person nicht zur Debatte stand – schon wieder!
Uta Kolano :
Fünf Perspektiven, Frauen zu betrachten. Es ist ein schwieriges Unterfangen, fremde Bilder zu sehen und zu beschreiben, was sichtbar ist und doch nicht von jedem so gesehen wird. Noch schwieriger ist es, zu beschreiben, was nicht sichtbar und trotzdem erkennbar ist. Um diese Schwierigkeiten zu meistern, scheint es am besten zu sein, die Perspektiven zu benennen, aus denen man betrachtet.  Eva I, Eva II, Adam, Rot und der Tod…Da Frauen die Leben Gebenden sind, sind sie dem Tod auch immer sehr nahe. Er hat in ihrem Leben eine besondere Stellung. Er steht hinter ihnen, wenn sie den Job aufgeben, um Mutter zu sein, wenn sie das Baby stillen und dessen Vater in fremden Gärten schläft, wenn das erwachsene Kind das Mutterhaus verlässt, wenn die Menopause eintritt. Der Tod lacht, wenn ihre Liebe nicht erwidert wird. Genau dem spürt Eva Mahn nach und sie will Mut machen: erkennt euch, leidet, liebt. All das gehört zum Frausein – und macht lebendig. Auch wenn es eine ewige Paradoxie ist.

Jörg Wunderlich, Sven Großkreuz
ERWIN HAHS
32 S., br., 4,90 €
978-3-945377-14-7
Erwin Hahs ( 1887-1970 ) gehört durch die Vielgestaltigkeit seines OEvres zu den konsequenten Vertretern einer Klassischen Moderne, die sich nicht auf bestimmte Formeln und Stilmerkmale reduzieren lässt. Vielmehr ist sein Werk von Synthesebestrebungen gekennzeichnet und weist unter anderem deutliche Einflüsse von Expressionismus. Konstruktivismus und Neuer Sachlickeit auf. Die reichen Facetten seiner Künstlerpersönlichkeit zeigen sich in der Fülle der Themen und Wirkungsfelder, in der Parallelentwicklung von Abstraktion und Gegenständlichkeit oder auch in den umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen. Durch sein langjähriges Wirken als Professor an der Burg Giebichenstein kann man Hahs als Vater der Halleschen Schule der Malerei bezeichnen. Die Publikation in der Reihe "Maler und Werk" ermöglicht eine Begegnung mit dem Schaffen und der Gedankenwelt des Künstlers.

LITERWEISE
Die Freyberg-Brauerei in Halle
zweite Auflage
108 S., 83 Abb., br., 13,80 €
978-3-939468-17-8
= noch nicht wieder lieferbar =
Halles Brauereigeschichte ist genauso alt wie die Stadt selbst und verändert sich mit der Industrialisierung maßgeblich. Die ehemalige .‚Freyberg-Brauerei", die heute in der Glauchaer Straße dem Verfall preisgegeben ist, entwickelt sich in den 1930er Jahren zur größten Privatbrauerei Mitteldeutschlands. Der schleichende Niedergang dieser bewegten Erfolgsgeschichte wird durch die Zwangsenteignung der DDR eingeleitet. Menschen der Stadt Halle, die durch eine besondere Beziehung mit dieser Brauerei verbunden sind, erzählen über die Arbeit und das Leben im dann umbenannten „VEB Brauhaus Halle. Das Schicksal der Brauerei wird nach der Wende besiegelt und steht beispielhaft für viele Braubetriebe der ehemaligen DDR.

Moritz Götze
Moritz Götze aus meinem Leben Vol. 2
Götzes POP
736 S., br., 19,99 €
978-3-945377-04-8
Ausstellungskatalog Götzes POP
Umfangreiches Buch über die Werke des Popart-Künstler Moritz Götze
mit Texten von Beck, Rüdiger Giebler, Jochen Hörisch, Bernd Kaufmann, Peter Lang, Christoph Tannert, Simone Trieder, Peter Wawerzinek u.v.m.


ELKA-Duo LIVE in Jahmen Ausbau
Vinyl-LP 33" [ca. 36 Min] UVP 16.10 €
978-3-945377-05-5
LIVE am 25.06.2014 in Jahmen-Ausbau (Mecklenburg) zum 50 Geburtstag von Moritz Götze.  Jahmen Ausbau liegt in der Nähe von Güstrow bzw. Laage. Die gespielte Lieder: A-Seite: An Dich, Die Nacht, Super Braun, B-Seite: Nachtigall, Lui, Gitarre, Ist der Ruf. Das ELKA-Duo besteht aus Jan Möser, Edgar Bethmann, Stefanie Bohley und Constanze Wittig.


Peter Wawerzinek
Treffen in Ahrenshoop
Götze Giebler Wawerzinek
Farbige Abbildungen der in Ahrenshoop entstandenen Bilder
Fotos von den Künstlern im Schnee von Ahrenshoop im Frühjahr 2013
32 S., br., 4,90 €
978-3-939468-81-3
Im März des Jahres 2013 trafen sich die Maler Moritz Götze und Rüdiger Giebler zu einem Syposium in Ahrenshoop. Im gleichen Monat war der Schriftsteller Peter Wawerzinek,Stipendiat im Künstlerhaus Lukas. Die Freunde kennen sich seit Jahrzehnten, dennoch war diesen Zusammentreffen am verschneiten Ostseestrand ein Zufall, den sie wohl zu nutzen wussten. Der Schriftsteller gesellte ich zu den Malern in der Alten Schule und sah ihnen beim Malen zu. Und schrieb.



Rothamel, Jörk:
Moritz Götze, Arbeiten auf Papier
84 S., br., 18,00 €
978-3-939468-82-0
LINKS=
http://www.rothamel.de/de/Moritz-Goetze/Ueber-Moritz-Goetze.html
http://www.zimmermann-heitmann.de/moritz-goetze
http://www.kunst-kontor-sehmsdorf.de/kuenstler/goetze_moritz/index.html
http://kunsthandlung-kessel.de/moritz-goetze.htm
http://www.galerie-borchardt.de/Kuenstler_engl/goetze_moritz.htm
http://www.galerie-am-dom.de/moritz-goetze/
http://www.rostock-heute.de/moritz-goetze-kunstverein-amberg-13-pop-art-mein-feld-ist-die-welt/50271
http://www.kunstmeilewangen.de/archiv/kunstmeile-3/kuenstler/moritz-goetze.html
http://www.arsmundi.de/en/5341/Goetze-Moritz


Julia Hümme und Jochen Hörisch
Moritz Götze
Schönheit und Untergang
Herausgeber: Ostholstein-Museum
96 S., Ln., 18,00 €
987-3-939468-97-4
Katalog zu Ausstellung des Ostholstein-Museums mit Texten von Julia Hümme und Jochen Hörisch deutsch/englisch. Zahlreiche Farbfotos, viele ganzseitig oder doppelseitig von Gemälden und Emaillearbeiten Moritz Götzes.

Jeschner, Thomas
SANGERHAUSEN
152 S., 116 Abb., br , 12,80 €
978-3-939468-80-6
Getreide und Kupfer. Maschinen und Fahrräder. Rosen: Im Laufe der Geschichte suchten die Bewohner von Sangerhausen in vielen Gewerken ihr Glück. Oft fanden sie es. Immer wieder kam es ihnen aber auch abhanden. Strategisch günstig an alten Handelsstraßen und am Rand der Goldenen Aue gelegen, entwickelte sich aus dem kleinen Flecken Sangerhausen eine lebendige Kleinstadt, die oft davor stand, größer und bedeutender zu werden. Die Industrialisierung ab dem Ende des 19. Jahrhunderts und die Auffahrung der Großschächte in der Sangerhäuser Mulde nach dem Zweiten Weltkrieg brachten der alten Residenzstadt Reichtum, Wachstum und kulturelle Blüte. Zuckerfabriken wurden in alle Welt importiert. Ein Sohn der Stadt, Einar Schleef, eroberte die deutschen Theaterbühnen. Nach der Schließung der letzten Kupferschächte und der Maschinenfabrik stehen heute die Worte Rosen und Mifa für die Zukunft der Stadt und ihrer frisch sanierten Innenstadt. 

Simone Trieder
Leben am Fluss
Die Saale in Halle
2. überarbeitete Auflage mit neuem Hochwasserkapitel
128 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 14.80
978-3-939468-01-1
Das Hochwasser 2013 bedrohte auch den Hasenverlag und die Druckerei Druckwerk. Ein Anlass, sich erneut mit dem Leben am Fluss zu beschäftigen und das Mitteldeutsche kulturhistorische Heft Nr. 2 zu aktualisieren. Ein neues Kapitel ordnet die sich überstürzenden Ereignisse in der ersten Juniwoche 2013 in Halle. Grundtorn des Kapitels: Respekt vor dem Fluss!

Dem Himmel näher glaubten sich in der Sage nach die Germanen an dem salzhaltigen Fluss Saale. Über 1000 Jahre Schifffahrt erforderten Veränderungen. Regulierungen und Schleusenbauten bändigten den Fluss. Über Jahrhunderte entwickelte sich traditionelles Handwerk wie Fischerei und Müllerei. Die Industrie an den Ufern der Saale führte im 19. und vor allem im 20.Jahrhundert zu einer Verschmutzung gigantischen Ausmaßes.
Dennoch war die Saale immer auch ein Fluß der Erholung. Landschaftsgärten entstanden- nicht nur für romantische Dichter ein Paradies. Die Hallenser vergnügten sich in Ruder- und Paddelvereinen und in zahlreichen Badeanstalten, und seit den 1920er Jahren bei dem Laternenfest. Das Buch ist der ersten urkundlichen Erwähnung der Saalestadt im Jahr 806 gewidmet.



Thomas Jeschner
Der Stadt Bestes ...
Geschichte und Geschichten der evangelischen Stadtmission
zum 125. Jubiläum der Stadtmission Halle
96 S., zahlr.Abb., br., € 12,80
978-3-939468-88-2
Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Halle zu einer pulsierenden Industriestadt. Mit diesem Modernisierungsschub wuchsen auch viele soziale Probleme an. Armut, Wohnungsnot, die Auflösung traditioneller Bindungen prägten die Menschen und die Stadt. Als eine Antwort auf diese Entwicklung gründete sich im Jahr 1888 wie in anderen Städten des jungen deutschen Kaiserreiches auch in Halle eine Evangelische Stadtmission. Durch die wechselnden Zeiten gehört die Stadtmission am Weidenplan seitdem zur Stadtgeschichte und stellt sich aus einem christlichem Selbstverständnis den materiellen und seelischen Notlagen der Menschen. Diese Chronik erscheint zum 125-jährigen Jubiläum der Evangelischen Stadtmission Halle (Saale).

Thomas Jeschner
Das Kinobuch
Lichtspielhäuser in Halle an der Saale
Die Geschichte der hallischen Kinolandschaft im 20.Jahrhundert
mit einer Einführung in die Pionierzeit des Kinos.
160 Seiten, 142 Abbildungen, 15.80 €
978-3-939468-76-9
Der Filmemacher Thomas Jeschner beschreibt in chronologisch geordneter Abfolge die Geschichte der hallischen Kinolandschaft im wirren Auf und Ab des 20.Jahrhunderts und spannt dabei einen weiten Bogen bis in die Gegenwart hinein. Mitgeliefert wird eine kleine allgemeine Einführung über die Pionierzeit des Kinos, als die Bilder laufen lernten und wie sie in der prosperierenden mitteldeutschen Großstadt Halle erstaunlich früh Fuß fassten. Und man staunt noch mehr, wie viele kinoartige Einrichtungen es in der Frühzeit des Kinos in Halle gegeben hat - eine Entwicklung von der Sensation bewegter Bilder in Varitéshows über die breite Palette von Lichtspielhäusern bis hin zu den heutigen Multiplexkinos und den kleinen Programmkinos. Ein Büchlein von einem Kinoliebhaber für Kinoliebhaber.

Mathias Homagk
"Gebaut habe ich genug"
Wilhelm Jost als Stadtbaurat in Halle an der Saale (1912-1939)
114 Seiten, 74 Abbildungen, 13.80 €
978-3-939468-77-6
Stadtbaurat Wilhelm Jost (1874-1944) prägte mit über 60 Gebäuden und Gebäudekomplexen maßgeblich - bis heute sichtbar - das Bild der Saalestadt Halle. Warum kam er nach Halle, was hat ihn hier beschäftigt,, was hat ihn bewegt, wer konnte ihn beeinflussen und was waren seine Visionen? Wie und wo hat er gelebt, mit wem hat er zusammengearbeitet, wer waren seine Vorbilder, wonach strebte er und wie sah er sein Leben und sein Werk in seinen Erinnerungen? Von diesen Fragen und einigem mehr handelt die vorliegende Publikation. Jost war seit mindestens 1912 Mitglied im Deutschen Werkbund (DWB). Sein Grab befindet sich auf dem Gertraudenfriedhof in Halle (Saale).

Eva Scherf
Hettstedt
Reichtum der Provinz - Städte in Mitteldeutschland
Hettstedt Bergbaustadt
152 Seiten, 123 Duplex-Abbildungen, 12.80 €
978-3-939468-78-3
Der Band erzählt die über 1000-jährige Geschichte Hettstedts, der Wiege des Mansfelder Kupferschieferbergbaus und Hüttenwesens. Sie beginnt 1199 mit den beiden legendären Bergmännern Nappian und Neucke auf dem Kupferberg, an dessen Fuß im Mittelalter ein Städtchen entsteht, das im Dreißigjährigen Krieg um ein Haar untergeht. Doch nachdem Ende des 18. Jahrhunderts der Ingenieur C. F. Bückling auf Befehl Friedrich II. die Wattsche Dampfmaschine ausspioniert und nachgebaut hat, kann die Stadt ein wichtiger Standort deutschen Maschinenbaus und Zentrum der Schwerindustrie werden. In der Nähe von Hettstedt wird der Dichter Novalis geboren und hierher zieht sich Wilhelm von Humboldt zurück, bevor er als Bildungsreformer und Staatsmann europäische Karriere macht. Ein paar Jahre lang hat Hettstedt das einzige Schlackebad Deutschlands, der Anarchist Max Hoelz sprengt 1921 den Bahnhof in die Luft, 1938 wird das jüdische Kaufhaus Rosenberg geplündert und am Ende der DDR leben über 20 000 Menschen in Hettstedt…

Katrin Bohley
Mansfeld
Reichtum der Provinz - Städte in Mitteldeutschland
Mansfeld, Kupfer und Silberbergbau
 128 Seiten, 91 Duplex-Abbildungen, 12.80 €
978-3-939468-79-0
Mansfeld ist ein kleines Städtchen mit großer Geschichte. Es liegt in den Ostausläufern des Harzes und war Stammsitz der mächtigen und weit verzweigten Familie der Mansfelder Grafen, die durch den Kupfer- und Silberbergbau reich und berühmt geworden sind. Luther verlebte hier seine Kindheit. Religiöse Streitschriften wurden verfasst und Belagerungen waren an der Tagesordnung. In Mansfeld erblickte auch ein berühmter Naturforscher das Licht der Welt. Die Reste der imposanten gräflichen Schloss- und Festungsanlage überragen den Ort bis heute, und der jahrhundertlange Bergbau hinterließ seine unübersehbaren Spuren in der umgebenden Kulturlandschaft.
Reichtum der Provinz – vergessene Kleinstädte in Mitteldeutschland


Katrin Bohley
Lutherstadt Eisleben
132 S., 117 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-23-3
Die Lutherstadt Eisleben ist nicht nur Geburts- und Sterbeort des großen Reformators und ehemaliges Zentrum des mitteldeutschen Kupferbergbaus. 994 von König Otto III. mit Markt-, Münz- und Zollrechtversehen, erlebte die Stadt in den letzten tausend Jahren immer wieder Blüte und Niedergang: bis zum 16. Jahrhundert wuchs Eisleben zu einer reichen Bergarbeiterstadt, versank durch Brände, Pest und 30-jährigen Krieg nahezu in Bedeutungslosigkeit, um im 19. Jahrhundert wieder zu einem führenden Bergbau- und Industriestandort zu werden. Sie beherbergte Mystikerinnen und Revolutionäre. Hier wurde aber auch die erste Punk-Band der DDR gegründet. Seit den neunziger Jahren ist das Mansfelder Land die Region der massivsten Deindustrialisierung in Deutschland - was hohe Arbeitslosigkeit und dramatische Abwanderung zur Folge hat. Das Stadtbild Eislebens prägen der Marktplatz mit Rathaus und Lutherdenkmal, die vier großen Stadtkirchen und zahlreiche Bürgerhäuser genauso wie die Schlacke - das Abfallprodukt des Bergbaus. Straßenpflaster, Häuserfassaden und Mauern erzählen davon. Die gesamte Kulturlandschaft des Mansfelder Landes ist von Schlacke und Abraumhalden geprägt.

Moritz Götze
Deutsche Kunst
Deutsch/Englisch,
160 S., zahlr. Abb., geb.,  20,00.
978-3-939468-66-0
Das 21. Jahrhundert hat uns einen Punkt beschert, der Abenteuer zur Mangelware werden läßt. Kontinente, Pole, Gipfel und Tiefseegräben sind erforscht, die Claims abgesteckt und der Planet dicht besiedelt. Nahezu alles läßt sich per Knopfdruck erledigen, vom Einkauf bis zum Angriff. Der Rest ist Langeweile, und die Weltretter müssen Mails checken. Jenseits der Trampelpfade der Kunstszene und der politisch korrekten Parolen ihrer Zensoren entdeckt Moritz Götze Herausforderungen, Glaubensfragen und Drängendes. Es stellt sich heraus: Unsere Welt ist groß, unbekannt, wunderbar und voller Gelegenheiten für erstaunliche Taten! Eine Menge davon vollbrachte Götze gleich selbst: Er rehabilitierte die Historienmalerei, holte die allegorische Kunst zurück ins pralle Leben, bereicherte die Emailherstellung um neue Methoden. Er schuf den „Deutschen Pop“. Die Ausstellung wandert im Herbst 2012 ins Rourke Art Museum. (Text: Galerie Rothamel, Ffm.)

Moritz Götze und Peter Lang
Matthias BAADER Holst
Materialbuch zur Austellung in Halle, Zürich und Berlin herausgegeben von Moritz Götze und Peter Lang
128 S., zahlr. Abb., Br., [Siebdruck-Cover 28 x 28 cm], incl. 33'LP, € 29,95
Auflagenhöhe 700 Stück.
978-3-939468-68-4
Das Materialbuch ist im Stile von BAADER und hat den Charakter eines „Künstlerbuches“ mit Reminiszenzen an DDR-Undergroundbücher. Praktisch sieht es so aus, dass Artikel und Texte von den jeweiligen Künstlern selbst gestaltet werden, Textbeilagen von anderen Autoren gestalten Moritz Götze und Peter Lang. So erhält jeder Beitrag eine eigene Optik und nimmt (ironisch)Bezug auf die DDR-Undergroundzeitungen „Liane“ und „Entwerter“. Um die nötige Authentizität zu erreichen, hat sich die künstlerische Mitarbeit auf Personen  konzentriert, die BAADER gekannt haben, mit ihm eng befreundet waren oder mit ihm gelebt haben. Das sind Moritz Götze, Peter Lang (Kurator und Gestalter), Heinz Havemeister (Kunstwissenschaftler, Musiker, Herausgeber von Independent-Künstlerbücher z. B. „Liane“) und der Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek. Es ist kein „ordentliches“ Buch im herkömmlichen Sinne. Die Zielsetzung bestand eine authentische Publikation zu erarbeiten, die durch eine inhaltliche und optische Reminiszenz an die Underground-Veröffentlichungen in der DDR erinnert. Das Materialbuch wird herausgegeben im Kontext der Ausstellungen zu "Matthias" BAADER Holst im Stadtmuseum Halle, Rote Fabrik, Zürich und Künstlerhaus Bethanien, Berlin
Das Buch wird mit einer "Matthias" BAADER Holst Vinyl-LP geliefert.
Seite A:
Die letzten Recken mit Leidenschaft zur Sippenhaft und You shoot up
/ Sex Revolte Underground 1988 Hoffest Objekt 5, Halle
Seite B:
Jan Rebel und die Popmöser mit Urmutter von "Matthias"Baader Holst  1995, Halle
Ogonjok mit Todesschweiß von "Matthias" BAADER Holst, Weilheim 1995
The Bond Band mit Rimski Abdul von "Matthias" BAADER Holst, Berlin 2.7.1990


Simone Trieder /Werner Schönfeld
1000 JAHRE HALLE 1961
112 S., Br., € 13,80
978-3-939468-61 -5
1961 feierte die Stadt Halle ein grandioses Fest: 1000 Jahre war sie alt geworden. Die Partei nahm das Jubiläum zum Anlass den „Sieg des Sozialismus" zu demonstrieren. Ungeachtet dessen vergnügte sich das Volk bei dem historischen Festumzug, dessen Opulenz in diesem Buch mit Fotos aus mehreren Sammlungen gezeigt wird.



Kinderbuch:

Paul Raabe und Barbara Dimanski
Ein Büchermärchen
28 S., Gb., 21,5 x 29 cm, farb. Ill.,€ 14.95
978-3-939468-55-4
Der neugierige Zwerg Wurm war unzufrieden im Zwergenland. Als er eines Tages erfuhr, dass hinter dem Walde Menschen wohnen, machte er sich heimlich auf die Reise. Er schlich in ein Haus und hörte, wie eine alte Frau in ihrem Lehnstuhl ununterbrochen vor sich hin murmelte und dabei immer in ein dickes Buch blickte. Als sie sich schlafen gelegt hatte, schleppte der Zwerg das unhandliche Ding in eine Höhle, und damit nahm die Geschichte vom Bücherwurm ihren abenteuerlichen Lauf.


Trieder, Simone /Illustrator: Voss, Robert:
SCHÖN SCHÖN
Es war einmal ein Mann der ging auf Händen...
Plakat und 18 S. Br. i. Schuber Gb., € 9,70
978-3-939468-70-7
Menschen sind verschieden. In diesem Buch "SchönSchön" betrachten Texterin und Illustrator gemeinsam unter ganz unterschiedlichem Blickwinkel große und kleine Leute. Erzählt wird die Liebegeschichte von einem Briefträger der lieber auf Händen geht, und einer Frau, die nicht nur schön ist, sonder auch Schön heißt.


Wasja Götze
Das Hupon
32 S., Gb., € 14,80
978-3-939468-30-1
Die gemalte und collagierte Geschichte vom luftigen Phantasiewesen HUPON, ist mehr als ein Kinderbuch. Die tiefschichtigen Bildergeschichte, begleitet von einem dadaistischen Text aus grandiosen Schüttelreimen, ist auch 40 Jahren nach ihrer Entstehung wundervoll frisch. Das Buch ist nicht nur für Kinder gedacht - auch für Kenner der Kunst Wasja Götzes ist es eine Entdeckung.
Neben dem 1985 verstorbenen Dresdner Willy Wolf. ist der Hallener Wasja Götze, der einzige ernstzunehmende Pop-Art-Maler aus Ostdeutschland. Wasja Götze, geboren 1941. hat in den sechziger Jahren an der Burg Giebichenstein studiert. Das Buch vom HUPON entstand 1967. voll auf der Höhe der Zeit. Für ostdeutsche Verleger war es etwas zu hoch, sie machten Wasja Götze deutlich, daß er sich graphisch auf diesen Gebiet nicht weiter bemühen muß. Die Freundlichkeit ging nur so weit, dass man einen Mangel an Papier vorschob.
Wasja Götzes langjähriger Freund, der Dichter Kurt Bartsch hat dem Bilderbuch vom HUPON und seiner Geschichte
ein Gedicht gewidmet:
Das Hupon lebte lange Zeit zurückgezogen.
Doch eines Tages war es wieder da.
Mit Hupkonzerten und Ta-tü-ta-ta
Hat es den Aufstieg in den Ruhm erwogen.

Es war auch sonst nicht frei von Eitelkeiten.
Die Hupe hielt es für ein Instrument,
Das man an seinem reinen Klang erkennt.
Darüber ließe sich natürlich streiten.

Zwei Herren, hochgelehrt, mit Doktorhüten,
Sie wälzten Foliant um Foliant.
Ein Tier mit Namen Hupon? Nicht bekannt.
Das fanden sie heraus nach langem Brüten.

Dem Hupon, halb Giraffe halb Pudel,
Ging es im großen Ganzen pudelwohl.
Und es ertrug, mit etwas Alkohol,
Sogar das gängige Musikgedudel.
 

Tier oder nicht, dem Hupon war es schnuppe.
Der Künstler, der es schuf, sprach dazu nur:
Ich male nun mal nicht nach der Natur,
Ich koche lieber meine eigene Suppe.

Es fehlt ihm, mit einem Wort, an nichts.
Und das ist schon das Ende des Gedichts.




Kerstin Alexander und Ann-Kathrin Hanss
Tigerbaby Jonathan
Nach einer wahren Begebenheit
Die spektakuläre Rettung eines Tigerbabys im Zoo ist als Kinderbuch-Geschichte aufgeschrieben worden.
28 S., Heft, € 5,00
978-3-939468-25-7
In Tigerbaby Jonathan wird erzählt, wie eine Studentin, die gerade mit ihrem Sohn im Zoo unterwegs ist, einen kleinen Tiger per Mund-zu-Maul-Beatmung vor dem Erstickungstod bewahrt. Der gerettete Malaysische Tiger heißt eigentlich Johann, so wie der kleine Sohn der Medizinstudentin, die derzeit ihre Doktorarbeit schreibt.
Ann-Kathrin Hanss absolvierte ihr Studium der Theaterwissenschaft, Literatur und Psychologie in München und Wien. Sie ist Dramaturgin und hat verschiedene Texte fürs Theater geschrieben. Ein Zeitungsartikel und Fernsehinterview lieferte ihr die Idee für das Bilderbuch über das gerettete Tigerbaby in Halle.
Kerstin Alexander studierte Grafik-Design und Illustration an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein. Sie illustrierte zahlreiche Bücher für Kinder und Erwachsene, unter anderem für den Postreiter Verlag (Halle), den Rowolth Verlag (Hamburg/Reinbeck), die Edition Peters (Leipzig), den Verlag Beltz und Gelberg (Basel/Weinheim), den Verlag Volk und Wissen (Berlin) und den MDV (Halle). Kerstin Alexander wurde 1998 als Professorin an die Hochschule Merseburg (FH) berufen. Sie arbeitet alsMalerin und Illustratorin in Halle und ist Mutter von zweier Kinder.
kerstin.alexander@hs-merseburg.de


Kull, Karl-Hartmut:
Bücherfreuden 1939 /Kleine Wesen
Ein Rückblick auf die 40. Jahreshauptversammlung
der Gesellschaft der Bibliophilen (Weimar) gegr.1899
vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1939 in Halle an der Saale.
enthält den Reprint "Kleine Wesen" von Hans Bötticher ( d. i. RINGELNATZ ) mit Bildern von Fritz Petersen
27+16 S., Doppelbroschur, € 49,95
978-3-939468-60-6
Versehentlich falsche ISBN im Buch!

Danilo Pockrandt
Der Kopf ist für das Denken rund
56 S., zahlr. Abb., geb. € 14,80
978-3-939468-91-2
Neuauflage
Der Autor und Illustrator Danilo Pockrandt in der Mitteldeutschen Zeitung: "Es ist für mich immer noch unglaublich, meinen Erstling endlich in den Händen zu halten. Mein Debüt "Der Kopf ist für das Denken rund" enthält 48 Gedichte für Groß und Klein und eine Vielzahl an Illustrationen aus meiner Feder/meinem Bleistift. Das Buch ist im halleschen Hasenverlag erschienen, hat einen festen Einband, ist fadengeheftet und, was mich besonders freut, der Titel auf dem Cover ist geprägt worden. Mein Studium der Buchkunst an der Burg Giebichenstein ließ meinen Anspruch an meinen Erstling in einem Verlag nicht gerade schrumpfen, aber das Endergebnis macht mich stolz ... und so entlasse ich meine Gedichte und kolorierten Zeichnungen gern in die Öffentlichkeit und drücke fest die Daumen, dass sie ihr Publikum finden mögen."

Udo Grashoff
Leben im Abriss
Schwarzwohnen in Halle an der Saale
114 S., 73 Fotos und 20 Abb., € 12.80
978-3-939468-58-5
Man stelle sich ein Land vor, in dem man einfach in eine Wohnung einziehen kann, ohne Mietvertrag, ohne Strom oder Wasser zu bezahlen. Das einzige, was man nicht vergessen sollte, ist eine polizeiliche Anmeldung. Das ist oft reine Formsache, die neue Adresse wird in den Personalausweis eingetragen, nach einem Mietvertrag fragt niemand. Danach kann man unbehelligt ein paar Monate oder Jahre in der kostenlosen (und nicht selten baupolizeilich gesperrten)  Wohnung leben, bis ... alle Nachbarn nach und nach ausziehen, das Dach undicht wird, die Energieversorgung den Strom abschaltet oder ein Abrissbagger anrollt. So etwas war möglich in der DDR, und keineswegs nur in seltenen Einzelfällen. Vor allem die maroden Altstädte boten günstige Voraussetzungen für die eigenmächtige Wohnungsnahme. Normalerweise wurden alle Wohnungen in der DDR „zugewiesen". Aber für ledige kinderlose junge Menschen war es nahezu unmöglich, eine staatliche Wohnungszuweisung zu bekommen, es sei denn, man zog „schwarz" ein - was still und leise geschah und nur sehr wenig mit dem zu tun hatte, was in der alten Bundesrepublik „Hausbesetzung" hieß. Halle gehörte zu den Städten, wo sich bereits relativ früh, Ende der 1960er Jahre, erste Schwarzwohner in den zum Abriss vorgesehenen Vierteln der Innenstadt (z.B. Spitze, Fleischerstraße, Brunos Warte) nachweisen lassen. Das Leben im Abriss soll als Grauzone beschrieben werden, wo Freiräume und deprimierende Alltagserfahrung am Rand der Gesellschaft ein ambivalentes Lebensgefühl erzeugten, aber auch das Erproben selbst bestimmter Lebensformen ermöglichten. Angestrebt wird eine kleine Kultur- und Alltagsgeschichte des Schwarzwohner-Milieus in Halle, die wissenschaftlich fundiert aber populär verfasst ist. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten und Erlebnisse Einzelner, deren Erinnerungen durch Fotos und Dokumente illustriert werden. Die zumeist jungen Schwarzwohner waren auf der Flucht vor dem kleinbürgerlichen Milieu der Eltern und sahen sich nun mit einem ganz anderen Milieu konfrontiert. Nicht nur, dass die Lebensverhältnisse oft nahezu unerträglich waren in Wohnungen ohne Wasser, mit Außenklo und undichten Dächern; es kam auch zur Konfrontation mit einer sozialen Schicht, die manchmal als „asoziales Milieu" bezeichnet wird, mit alten und kranken Menschen, Alkoholikern und Sonderlingen. Archivrecherchen und ein Dutzend Interviews in Halle förderten eine ganze Reihe erstaunlicher, bemerkenswerter Begebenheiten zutage, die unterhaltsam und aufschlussreich zugleich sind. Zudem werden, vor allem anhand von Akten der Abteilung Wohnungspolitik des Stadtbezirkes Halle-West, die Aushandlungen zwischen erwischten Schwarzwohnern und den Wohnungsbehörden beschrieben, und es wird nach Erklärungen dafür gesucht, wieso manche Schwarzbezüge mit der Räumung endeten, andere mit einem Happy end. Der Zeitraum der im Buch geschilderten Episoden erstreckt sich von 1967 bis 1990.


Wawerzinek, Peter /Götze, Moritz:
skorbut
3 Shanties von Peter Wawerzinek & Bilder von Moritz Götze
2. Auflage
32 S. ohne Pag., Gh., € 10,00
978-3-939468-56-1


Franziska S. Peker /Jana Schikofsky
Henning Peker ZWISCHENRAUM Ölfarbe auf Leinwand
37 S., zahlr. farb. Abb., Br., € 12,00
978-3-939468-28-8
Der Katalog erscheint in einer Auflage von 300 numerierten und handsignierten Exemplaren.
_Seite 6: Osterglocken, 60 x 50 cm - Ölfarbe auf Leinwand - 2007

Udo Grashoff
Hallesche Originale aus 1200 Jahren
2. erweiterte Auflage
96 S., 36 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-03-5
Es sind die Unangepassten, die Eigenwilligen, die "Verrückten", die meist erst nach ihrem Tod in den Stand eines Originals erhoben werden. Jede Stadt hat ihre Originale. Im Jubiläumsjahr Halles hat der Historiker Udo Grashoff die halleschen Originale aufgespürt mit ihrer oft komischen, oft aber auch tragischen Lebensgeschichte. Es begegnen uns Bekannte - wie der Zitherreinhold, der 2002 sogar ein Denkmal erhielt, oder der berühmte Müllersbursche, der mit seinem Esel auf Rosen ging. Und Unbekanntere, wie der Skandalgelehrte Friedrich Christian Laukhard, der beliebt, aber selten nüchtern war, der Bademeister Ebert, der nicht richtig sprechen aber auch nicht richtig schwimmen konnte, oder der Silbersechser, der kleine Mann mit krummen Beinen aber unerschöpflicher Potenz. Weiterhin sind in diesem Buch vertreten: der Kneipenartist Zellen-Franz, der Professor für Beredsamkeit Johann Ernst Philippi, die Mamsell Regine, der Komponisten Robert Franz, der leidenschaftliche Leierkastenmann Pietzsch, der grobe Wirt vom "Sargdeckel" und viele andere mehr. Als Halle in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts Industriestadt wurde, mit Bauboom und Bevölkerungszuwachs, aber auch mit Armut und Elend, erschienen die Originale manchen Zeitgenossen wie Felsen in der Brandung, die sich in einer Zeit rasender Beschleunigung treu geblieben waren.


Matthias BAADER Holst
hinter mauern lauern wir auf uns
3 Textsammlungen und verstreute Texte herausgegeben von Tom Riebe
276 S., + DVD, Gb.,  € 19.80
978-3-939468-51-6
Wenn der Wunsch nach angstfreiem geistigen Leben so gewachsen ist, dass er den Raum einnimmt, den sonst Resignation, Furcht oder Zaudern ausfüllen, dann kann eine unverwechselbare Literatur entstehen, die nicht die Anbetung von Schönheit, sondern das Anschreiben gegen den Zerfall des Subjekts zum Ziel hat. Die Texte von „Matthias" BAADER Holst sind Überlebensrationen, sie sind Auffanglager und Archen für alles Diskriminierte und Ausgestoßene. Das einzigartig Rauschhafte, Schrille und Bedrohliche, das zutiefst Verstörende und doch hochgradig Bezaubernde seiner Wortkaskaden, Metapherngestöber und Assoziationsgeschwader, die ihnen eingeschriebene Verwüstung jeglicher Gewissheit und Ordnung - all dies lässt die Texte, obwohl seit ihrer Entstehung mehr als 20 Jahre vergangen sind, auch heute noch unvermindert lebendig und aktuell erscheinen.
Als Holst nach einer Lesung und einer versumpften Nacht das ungleiche Kräftemessen mit einer Straßenbahn verliert und am 30.06.1990, dem letzten Tag der DDR-Mark, anonym in einem Berliner Krankenhaus stirbt, finden sich bei ihm Zigarillos der Marke „Sprachlos"... Dies darf durchaus programmatisch gedeutet werden, denn die „BRDigung" einer widerständigen Künstlergeneration, die in den subkulturellen Biotopen der DDR nach autonomen künstlerischen Ausdrucksweisen und Positionen suchte, ist da bereits in vollem Gange und wirkt auch heute noch nach.
Lange waren Holsts Texte nicht mehr greifbar. Erstmals wird nun das noch zu Lebzeiten des Autors veröffentlichte Material geschlossen zugänglich gemacht.

P. Wawerzinek, BAADER Holst´s bester Freund über die erlebte Resonanz der beiden Dichter:

Peter Wawerzinek:
DAS DESINTERESSE
Der Hallenser Dichter Matthias BAADER Holst
Festschrift für einen Freund, herausgeben von Moritz Götze und Peter Lang
126 S., Br. € 12,80
978-3-939468-53-0
Bekenntnis
Ich schreibe über "Matthias" BAADER Holst, ihn den Hallensern nahe - und ins Bewußtsein zu bringen. Im Gepäck ein paar Texte, Bilder, Briefe, Tagebuchnotizen.
Schlechter als besser kann ein solches Wagnis nicht enden oder beginnen, wenn dadurch nur endlich der Dichter wieder anlangt, wo er ausgegangen ist.
Ausgegangen wie ein Licht beinahe. Viel zu früh in Berlin gestorben. eine tönende Kerze also, die wieder angezündet werden soll.
[Peter Wawerzinek]
SEKUNDÄRLITERATUR ÜBER  Peter Wawerzinek:
Andreas Erb: Von Mecklenburg zum Prenzlauer Berg: Peter Wawerzinek.
Ausstellung "all die toten albanier meines surfbretts" über "Matthias" BAADER Holst im Künstlerhaus Bethanien


Konrad Mahlfeld
Paul Müller-Kaempff
Begründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop
Maler & Werk, 16,4 x 12,0 cm
32 S., Br., € 4,90
978-3-939468-54-7
Das Heft Nr.3 der Reihe MALER UND WERK führt den Leser dieses Mal hinauf an die weit geschwungene Küste des Darß, wo ein aus Oldenburg stammender Maler vor fast einhundertzwanzig Jahren mit Gleichgesinnten die Künstler- kolonie in Ahrenshoop aus der Taufe hob. Es sei die Frage erlaubt, ob ihn damals schon eine Ahnung streifte, dass seine Künstlerkolonie sich zu einem Selbstläufer entwickeln würde. Allein ihrer eigenen Welt, dem launischen Binnenmeer namens Ostsee und dem schmalen Küstenstrich des Fischlandes verpflichtet, überstand sie immerhin alle politisch voneinander so unterschiedlichen Systeme bis auf den heutigen Tag und kann sich einer ungebrochen zahlreichen Anhängerschaft erfreuen.  Dr. Konrad Mahlfeld ist einer von ihnen, der sich insbesondere mit dem Werk von Paul Müller-Kaempff (1861-1941) auseinandergesetzt hat. Dass Konrad Mahlfeld als Chefarzt in der orthopädischen Abteilung des Magdeburger Universitätsklinikums tätig ist, erstaunt umso mehr, mit welcher Hingabe er außerhalb seines verantwortungsschweren Tätigkeitsfeldes an neuen Erkenntnissen arbeitet – Erkenntnisse über den Maler und Menschen Paul Müller-Kaempff, die er in Form einer ihm gewidmeten Webseite der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Hinzu kommt dieses kleine Werk, das vom Leben und Schaffen eines heute nur wenig bekannten deutschen Impressionisten zu berichten weiß und an ihn erinnern will. Zwar ist über Müller-Kaempff hin und wieder etwas publiziert worden, doch nichts ist praktischer als ein vorzüglich illustriertes Einführungsbändchen für die Seitentasche im Reisegepäck. Das wird vor allem die Strandhasen von Ahrenshoop freuen.


Trieder, Simone:
ICH VERBINDE…
Die ehemalige Hauptpost in Halle
113 S., Br., € 12,80
978-3-939468-57-8
Das prachtvolle Gebäude im neoromanischen Stil entstand 1892-1896 als Kaiserliche Oberpostdirektion, In dieser Zeit strebte das sich explosiv entwickelnde Halle den Status einer Großstadt an. Die Post wurde auch häufig zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen oder Demonstrationen. In den Märzunruhen 1919 hatte das Landjägercorps unter General Maerker in der Hauptpost an der Steinstraße sein Hauptquartier. Die Aufständischen besetzten das gegenüberliegende Theater, es kam zum symbolträchtigen Beschuss über die „Alte Promenade", in deren Mitte die Siegessäule stand, Im Hof der Post wurde einer der Aufständischen standrechtlich erschossen. In der DDR fand zum Pioniertreffen 1958 ein Aufmarsch vor der Post statt, im Gebäude kam es zu Treffen zwischen Pionieren und DDR-Politikern. Auch die Post- und Telefonüberwachung gehört zur Geschichte der Post; sie spielte in der DDR-Zeit eine ganz spezielle Rolle.
wieder lieferbar:


Moritz Götze
HALLE
Eine Expedition in sieben Tagen
2.Auflage
600 Seiten mit 700 s/w Fotos im Duoton, Hardcover, € 39.95
978-3-939468-10-3
Im Juni des Jahres 2006, war der hallesche Künstler Moritz Götze mit seinen zwei Freunden Christian Lohse und Rüdiger Giebler eine Woche in seiner Heimatstadt unterwegs. Über 10.000 Fotografien entstanden auf dieser Reise, von denen mehr als 700 hier zu sehen sind. „Halle - eine Expedition in sieben Tagen" ist eine Liebenserklärung an die Saalestadt.

Moritz Götze
Anton von Werner
Maler & Werk
32 S., Br., € 4,90
978-3-939468-41-7
http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_von_Werner
Wir brauchen keinen Lipsi und kein Alo Koll, wir wollen Elvis Presley und seinen Rock n Roll

Wiebke Janssen
Halbstark in Halle
Cliquen, Meuten, Kannen der 50er Jahre
80 S., 48 Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-24-0
"Wir brauchen keinen Lipsi und kein Alo Koll, wir wollen Elvis Presley und seinen Rock n Roll" dieser Ausspruch war auch für viele Jugendliche in Halle Ende der 1950er Jahre eine Lebensmaxime. Auf der damlaigen Klement-Gottwald-Straße (heute wieder Leipziger Straße), dem "Broadway", tummelten sich in den Abendstunden Gruppen von "halbstarken" Jungen und Mädchen, die aus Kofferradios "heiße Musik" aus dem Westen hörten und von manch älteren Passanten ängstlich beäugt wurden. Die "Marktkanne", "Freundschaftskanne", "Fassmeute" oder auch "Trothameute" wurden berühmt-berüchtigt. Als am 16.12.1958 eine Schlägerei auf dem Weihnachtsmarkt zu einer gewalttätigen Ausschreibung zwischen 300 Jugendlichen und der Volkspolizei eskalierte, war dies der Auftakt für die Verfolgung und Kriminalisierung der "Kannen" und "Meuten" in Halle.

Rüdiger Giebler und Paul Kaiser
Wasja & Moritz Götze
Kunst - Aktion - Provokation
88 S., Br., € 12,80
978-3-939468-31-8
Zwei Maler aus einer Familie – Wasja und Moritz Götze waren Trendscouts des 89er Systemwechsels. Ihre Bilder, Grafiken, Plakate und Fotografien sind Dokumente der gelebten kreativen  Ignoranz gegenüber einem gleichsam gefährlichen wie lächerlichen Staatswesen. Vater und Sohn Götze haben ihr eigenes artifizielles Projekt betrieben, Pop-Art als private Utopie. Künstler und Bohemiens hatten etwas vorgelebt, was 1989 dann alle wollten: Freiheit und Autonomie am eigenen Leib erfahren. Dieses Buch ist eine Zeitreise in die achtziger Jahre, als sich aus der Verflechtung vieler Lebenswege allmählich eine Alternative zum stumpfen Grau entwickelt. Götzes lieferten dazu farbige Lebensbilder.



Peter Lang
Hannes Hegen - Zeichnungen
Maler & Werk
32 S., Br., € 4,90
978-3-939468-42-4
Allgemein bekannt ist Hannes Hegen als Künstler im Osten Deutschlands, dort ist er nach wie vor sehr beliebt. Er ist der Schöpfer des Mosaik, jener Bildergeschichte, die Millionen von Ostdeutschen begleitet und begeistert hat. Weniger oder nicht bekannt ist er als frier Zeichner. Fazinierend ist dabei die Übernahme einiger Charaktere in der Bildsprache des Mosaik. als Hannes Hegen transformiert er die Vorlagen von Johannes Hegenbarth in diese ganz andere Sphäre. Man kann deutlich erkennen, wie beide Richtungen seiner Arbeit aufeinander eingewirkt und sich gegenseitig inspiriert haben. Insgesamt kann diese erste Publikation nur einen schmalen Einblick in das Schaffen Johannes Hegenbarths als Zeichner vermitteln.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Hegen
Sieben Jahrhunderte weltliche Sozialarbeit

Simone Trieder
Die "Fressteufel" zu Glauche
Hospitalstiftung St.Cyriaci et Antonii Halle seit 1341
88 S., Br., € 12,80
978-3-939468-36-3
Der Stiftungsbrief des Hospitals St. Cyriacus aus dem Jahr 1341 belegt die Gründung einer Heimstatt für bedürftige Arme und Kranke durch den Rat der Stadt Halle. Das städtische Hospital befand sich zur damaligen Zeit dort, wo heute das Geiseltalmuseum steht. 1636 werden St Cyriacus und St. Antonii vereinigt, das Hospital befindet sich nun auf dem Gelände des Klosters an der heutigen Genzmerbrücke. 1824 wird das Hospital neu gebaut, 1912 entsteht das Jost-Gebäude an der Glauchaer Straße. Fast 700 Jahre Sozialfürsorge in einem weltlichen Stift, das in seinem Stiftungsrat keinen Geistlichen duldete, das dürre und fette Jahre erlebte, das Pestkranke sah, aber auch »venerisch" Kranke. Über seine Besonderheiten und Regeln. Wer offenes Feuer durchs Haus trug oder über das Essen murrte, bekam einen Tag lang nichts zu essen.

SCAPA FLOW
Preussen-Bilder von Moritz Götze
Herausgeber: Stiftung Schloss Neuhardenberg
87 S., Gb., € 15,00
978-3-939468-44-8

Moritz Götze
Die Legende vom Antichrist
Maler & Werk
24 S., Br., € 4,90
978-3-939468-40-0

Renate Luckner-Bien und Angela Dolgner
Da wackelt die Ruine
Feste der Kunstschule Burg Giebichenstein
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-17-2
Gemeinsam arbeiten und gemeinsam feiern - das gehört, zumal an Kunsthochschulen, zwingend zusammen. Nicht nur in der Erinnerung der Beteiligten sind die Feste der halleschen Kunstschule auf Burg Giebichenstein mit ihren aufwändig gestalteten Dekorationen und fantasievollen Kostümen legendär. Ihnen haftet der gute Ruf größtmöglicher Freizügigkeit und unbot- mäßigen Handelns nachhaltig an. Sie sind Manifeste einer ebenso vergnügungssüchtigen wie systemkritischen Lachkultur.

Mit ihren Festen feiern die Künstler die Freiheit, das Leben, die Kunst und vor allem sich selbst - spottsüchtig, selbstironisch und zuzeiten unmissverständlich politisch. Von der Gründung der Schule 1915 bis in die Gegenwart: gefeiert wurde immer! Angela Dolgner und Renate Luckner Bien stellen die Akteure vor und beleuchtet Formen, Themen und Motive einer besonderen Feierkultur: vom Fest der »Neue Sachlichkeit" 1925 bis zum Burg-Fasching des Jahres 2008.

Simone Trieder /Annemarie Giegold-Schilling
Feldscher ·Kratzer · Beutler
Vergangene Arbeitswelten
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-20-2
In manchen Familiennamen sind sie erhalten, alte Berufsbezeichnungen: Böttcher, Kramer, Hufschmied, Weber, Müller. Viele Berufe gibt es nicht mehr. Technischer Fortschritt, Industrialisierung und schließlich auch die Globalisierung machte diese historischen Handwerksberufe überflüssig. In diesem Band sind Einzelbeispiele authentischer Geschichten zusammengetragen, die ein kleines chronologisches Kaleidoskop der veränderten Arbeitswelt Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert illustrieren.

Die Fotos stammen von der halleschen Pressefotografin Annemarie Giegold-Schilling (1907–1982) aus den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, sie war 1928 bis 1932 Meisterschülerin bei Hans Finsler an der Burg Giebichenstein. Ihre aufschlussreichen Bilddokumente bilden zusammen mit Erinnerungen von Zeitzeugen verschwundener Berufe ein kleines Kaleidoskop der "Vergangenen Arbeitswelten" sie vermitteln, wie eng früher persönliches Leben und Arbeiten auch für die ganze Familie verbunden war. Und - dass es sehr wohl Beschauliches gab wie die Arbeit eines Pantoffelmachers oder Besenbinders aber auch sehr harte und gesundheitsschädliche Arbeiten, wie in den Braunkohle verarbeitenden Betrieben.

MEIN PAPAGEI FRISST KEINE HARTEN EIER, trällerte man in den 20er Jahren; ein leicht absurder Text - vor allem leicht. Und deshalb vielleicht häufiger gesungen als jenes schwermütig-pathetische Lied vom trompetenden Rotgardistenblut, das uns auch die Geschichtsschreibung über Halle in der Weimarer Republik bisher vorgeblasen hat. Da musste es doch noch Anderes gegeben haben:

Heidi Ritter und Eva Scherf
Glamour, Glanz, Geschwindigkeit?
Die 20er Jahre in Halle
112 S., über 60 Fotos, Br., € 12,80
978-3-939468-19-6
Die »wilden Zwanziger" - wie sehen sie in der Provinz aus, z. B. in Halle? In der Zeit politischer Wirren findet die Stadt gegen soziale Misere und den Mief der Kleinbürgerlichkeit den Anschluss an die Moderne: mit bemerkenswerten städtebaulichen Entwicklungen; mit großstädtischen Kaufhäusern, deren Glanz und Werbeversprechen eine neue Verlockung sind; mit einer vielfältigen Kulturszene, die von Kinos über Varietes bis zur Freien Volksbühne reicht. Motor dieses kulturellen Aufschwungs sind bürgerliche Familien und Einzelpersönlichkeiten wie der Politiker Rive, der Bankier Lehmann, die jüdischen Kaufhausbesitzer Huth oder die Varietekünstler Walter und Molly Monroe u.a.

Moritz Götze
PLAKATE
71 Seiten, zahlr. farb. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-49-3
Über fünf Jahre hinweg entwarf Moritz Götze von 2000 an das komplette Erscheinungsbild der Leipziger Buchmesse, vom Plakat über die Prospekte bis zum Katalog. Im gleichen Jahr erhielt er den Auftrag, für eine Saison die Plakate des Bonner Schauspielhauses zu entwerfen - eine äußerst ehrenvolle Anfrage, denn das Schauspiel Bonn gehört zu den letzten deutschen Theatern, die gezielt mit künstlerisch anspruchsvollen Plakaten werben, und unter Götzes Vorgängern finden sich hier so bedeutende Plakatkünstler wie der Berliner Volker Pfüller.
Daneben entstehen natürlich immer wieder Plakate für eigene Ausstellungen, vor allem in der Galerie von Peter Lang in Halle oder auch, in jährlichem Rhythmus, für den dortigen Kulturverein „Objekt 5".
Fast 150 Plakate umfasst Moritz Götzes Plakatwerk bis heute, 25 Jahre nach dem ersten Entwurf. Der Künstler ist gerade 44 Jahre alt - und man darf gespannt sein, was die nächsten 25 Jahre in Sachen Plakat bringen.


Enno Kayser
Gartenhäuser in Herrnhut
Kleinode im Grünen
Mit einer Klappkarte "Gartenhaus-Rundgang durch Herrnhut"
80 S., Br., € 11.90
978-3-939468-12-7
Ganz im Südosten Sachsens, auf halber Strecke zwischen Löbau und Zittau, liegt die kleine Stadt Herrnhut. Bekannt sind vor allem die Herrnhuter Sterne für die Advents- und Weihnachtszeit. Weniger bekannt sind die vielen schönen Gartenhäuser des Ortes.
Es gibt wohl kaum einen Ort in Deutschland, in dem zu einem noch früheren Zeitpunkt Bürgerliche damit begannen, Gartenhäuser zu errichten. Die kleinen, bis zu 250 Jahre alten Bauten stehen mitten unter Obstbäumen oder auch am Ende der Gärten mit grandiosem Blick in die Landschaft. Gartenhäuser gehören in Herrnhut bis heute zum Selbstverständnis einer ausgeprägten Gartenkultur.
Hier soll nun die Existenz dieser Kleinodien erstmals in einem eigenen Band festgehalten und über ihr Entstehen sowie ihre Geschichte berichtet werden. Darüber hinaus wird den Besuchern des Ortes eine Wegbeschreibung für eine Besichtigungstour oder eigene Erkundungen in die Hand gegeben.


Der Hasenverlag auf der Buchmesse


Simone Trieder
Dichtergarten Giebichenstein
Romantiker in Halle
80 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 12,80
978-3-939468-08-0
2te überarbeitete Auflage
Ausgabe mit CD "CHORMUSIK AUS MITTELDEUTSCHLAND" € 19,95
978-3-939468-48-6
Garten und Haus des Hofkomponisten Johann Friedrich Reichardt wurden bekannt als Giebichensteiner Dichterparadies. Seit 1794 lebte Reichardt in Giebichenstein als freizügiger Gastgeber zahlreicher berühmter Zeitgenossen. Die Dichter Tieck,Novalis, Brentano, Arnim, die Brüder Grimm und auch Goethe kehrten dort ein und Gelehrte der nahen Universität Halle wie Schleichermacher und Steffens. Medium der Geselligkeiten war das gemeinsame Musizieren, das Reichardt mit seinen Töchtern und den Gästen pflegte. Alle begeisterten sich für die felsige Saale-Landschaft und vor allem für die Burgruine Giebichenstein. Eichendorff, der das Dichterparadies nur als Zaungast erlebte, fand in ihr eine "artige Werkstatt für ein junges Dichterherz".



Udo Grashoff
Johann Friedrich Struensee
Arzt, Staatsmann, Geliebter der Königin
98 S., zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-15-8
Johann Friedrich Struensee (1737-1772) entwickelte sich als junge Mediziner in Auseinandersetzung mit dem streng pietistischen Elternhaus in Halle zum selbstbewussten Aufklärer. Ebenso kühn wie erfolgreich wandte er als Arzt in Altona neue Heilmethoden an. Struensee wusste maßvoll zu genießen, schätzte Geselligkeit und das schöne Geschlecht „Es war fast keine, an die ich mich wagte, im Stande mir in die Länge zu widerstehen", gestand er am Ende seines kurzen Lebens.

Am Hof in Kopenhagen stieg er als Leibarzt des psychisch kranken Königs zum Herrscher Dänemarks auf. Struensee wurde zum Liebhaber der Königin und setzte zwanzig jähre vor der französischen Revolution fortschrittliche Reformen in Gang. Er verstand sich als Therapeut des dänischen Staates, gewährte Pressefreiheit, entließ unfähige Beamte, begrenzte die Fronarbeit, schaffte die Folter ab. Wenig später rollte sein Kopf.



Udo Grashoff
Die Hallesche Störung
76 Seiten • Broschur •  € 12.80
978-3-939468-27-1
Halle ist gestört. Und das ist gut so. Angefangen hat die Geschichte gegen Ende der Kreidezeit,vor etwa 65 Millionen Jahren, als sich eine Erdscholle allmählich über die andere hob. Diese von den Geologen als ,,Halle-Störung" bezeichnete Bruchstelle läuft quer über den Markt. Ihr verdankt Halle seine frühe Existenz als Stadt des Salzes, denn dadurch entstanden die Salzquellen, die der Stadt bereits im Mittelalter eine bedeutende Stellung einbrachten. Die Erfahrung, dass eine Störung produktiv sein kann (aber nicht sein muss), haben Hallenser in den vergangenen 1200 Jahren immer mal wieder gemacht. Umbrüche und Störun- gen, störende und gestörte Menschen waren und sind Teil der Stadtgeschichte. Sie haben dafür gesorgt, dass in dieser Stadt viele eigenartige und aberwitzige Dinge passiert sind und immer noch passieren. Das reich bebilderte Büchlein ist ein erweiterter Katalog der Freiluftausstellung „Die hallesche Störung", die zum Stadtjubiläum auf dem Marktplatz zu sehen war.

Simone Trieder
Emil und Paul Riebeck
Söhne des Großindustriellen Carl Adolph Riebeck
80 S., zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-14-1
Anknüpfend an das kulturhistorische Heft Nr. 5 „Carl Adolph Riebeck“ beschäftigt sich dieses Heft mit seinen Söhnen, die die Interessen des Braunkohlepioniers so wenig teilten und deren Namen dennoch präsent sind. Der schwerreiche Industrielle Carl Adolph Riebeck hat zwei ungleiche Söhne. Keiner von beiden wird die braunkohleverarbeitenden Betriebe des Vaters weiterführen.
Emil Riebeck bereist und erforscht die Welt und Paul Riebeck verwaltet Vaters Güter und geht auf die Jagd. Beide sterben sehr jung ohne Nachkommen zu hinterlassen. Und doch haben sie sich mit dem Geld ihres Vaters einen Namen gemacht: Emil Riebeck durch seine Forschungen und Sammlungen, wovon ein Teil [asiatisches Kunsthandwerk] im kunsthistorischen Museum Berlin zu sehen ist. Und in Halle das Paul-Riebeck-Stift, eine Einrichtung für Alte und Kranke.


Helene "Mieze" Schindler
Kein Glück in Halle
Aus dem Leben einer Uhrmacherwitwe
72 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-05-9
Hier wird expressionistisch ein Leben erzählt, in dem es zwei Weltkriege, Inflation, schwere Schulden und neben vielem Anderen eine „böse Schwiegermutter“ gab. Mit unbekannten Fotos aus der Alltagswelt von Halle an der Saale sowie mit begleitenden Texten von Wasja Götze und Simone Trieder. Getragen von großer Selbstgerechtigkeit, auch Agressivität ist Helene Schindlers direkte Sprache. Das führt unbewusst zu drastischen Bildern, an denen wir unsere Freude haben: „Den Stuhl hob ich auf, die Alte ließ ich liegen“.
Helene "Mieze" Schindler, in den 1970er Jahren verstorben, war Nachbarin von zwei Burg-Giebichenstein-Studentinnen. Diese nahm sie oft in Beschlag, um ihr eigenartiges Leben zu erzählen. Den Studentinnen war das lästig, andererseits fanden sie die Geschichten, besser noch die Sicht der Erzählerin auf die Ereignisse sehr interessant. So baten sie Helene Schindler, ihr Leben aufzuschreiben. Das Ergebnis erinnert in seiner Naivität an Friederike Kempner, ist aber anders als diese frei von Kitsch.



Dirk Schaal
Zucker aus Halle
Geschichte des Zuckers in der Salzstadt
72 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-13-4
Das erste moderne Industrieunternehmen Halles war eine Zuckerfabrik. Unternehmer der Zuckerwirtschaft prägten über 100 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und ihres Umlandes. Bis heute baut eine hochproduktive Landwirtschaft den Rohstoff an, aus dem in Europa Zucker gewonnen wird: Zuckerrüben. Zucker etablierte sich im 19. Jahrhundert vom Luxusgut zum Grundnahrungsmittel und löste das Salz in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt ab. In Halle stand die größte und modernste Zuckerraffinerie Deutschlands. Sie war das Scharnier enger wirtschaftlicher Beziehungen der Stadt mit ihrem Umland. In zahlreichen Zuckerfabriken wurde auf dem Land aus Zuckerrüben Rohzucker gewonnen, der dann in Halle weiterverarbeitet und bis nach England verkauft wurde. Das Buch gibt einen Abriss der spannenden Geschichte des Zuckers in Halle von 1799 bis 1990.


Schneider, Katja / Giebler, Rüdiger
Halle und Halle
Von der Arbeit an Bildern
Bildband, 159 S., 172 Abb., Gb., € 20,00
978-3-861051-02-2
Vorgestellt werden folgende Künstler mit jeweils mehreren ganzseitigen Bildern: Otto Möhwald, Uwe Pfeifer, Dietrich Bohley, Wasja Götze, VIado Ondrej, Thomas Rug, Tim Kregel, Ralf Penz, Axel Müller, Katrin Röder, Cornelia Weihe, Dagmar Varady-Prinich, Matthias Rataiczyk, Rüdiger Giebler und Moritz Götze.
Wir liefern die Ausgabe der Stiftung Moritzburg


Simone Trieder
Die Petersbergralley
Die Geschichte der halleschen Fahrradausflüge
64 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-02-8
Die Pertersbergralley ist eine Veranstaltung mit Rad und ohne jeden sportlichen Ehrgeiz. 1967 von Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein um den Popart-maler Wasja Götze ins Leben gerufen, entwickelte sich die Ralley zu einer Paralleaktion zu allem, was in der DDR offiziell war.
Jedes Jahr um Pfingsten radeln die Teilnehmer kostümiert und gut gelaunt ohne eine Kneipe auszulassen von Halle auf den Petersberg. Den Höhepunkt erreichte die Ralley Anfang der 1980er Jahre mit bis zu 500 Teilnehmern. Das versetzte die Staats- und Sicherheitsorgane in Alarm, doch wurde ihnen kein Anlass geboten ein-, zu- oder durchzugreifen, denn der Charakter der Petersbergralley war "demonstrativ unpolitisch". Das garantiert der Ralley ein langes Dasein, 2006 findet sie zum 40.Mal statt, schon drei Generationen fahren inzwischen "so gerne Rad".


Inge Götze
mit Texten von Rüdiger Giebler und Kindheits- und Jugenderinnerungen von Inge Götze
80 farbige Abbildungen
128 S., Gb., € 20.00
978-3-936711-71-4
Inge Götze gehört zu den bedeutendsten halleschen Künstlerinnen. In dem prächtigem Bildband werden Gobelins, Applikationen, Zeichnungen, experimentelle Arbeiten, Papierschöpfungen und graphische Entwürfe aus vier Jahrzehnten gezeigt. Inge Götze fertigt Bilder aus Stoffen und Papieren. Bilder die aus Flächen entstehen, aus Verflechtungen, aus genähten Linien, aus marmorierten und selbstgeschöpften Papieren, sie verwendet Gewebtes und Gesammeltes. Bezaubernd ist die gelöste Balance die all ihren Arbeiten eigen ist. Textile Bilder müssen komponiert werden. Inge Götze beherrscht die Kunst mit großer Virtuosität repräsentative Objekte zu schaffen.


Keramik /Ceramics
Die Keramikerin Grita Götze und ihre Arbeiten
Texte Karin Thomas und Rüdiger Giebler Deutsch und Englisch
96 S., Gb., € 20.00
978-3-938821-70-1
Wir liefern die Ausgabe des Verlags für moderne Kunst 


Simone Trieder
Gefährliche Reisebeschreibung
Christian Reuter & Schelmuffsky
64 Seiten, zahlr. Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-00-4
Christian Reuter (1665 - 1712?) ist neben Grimmelshausen der wichtigste Dichter des Spätbarock. In seinem Roman „Schelmuffskys wahrhaftige, kuriöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und zu Lande“ parodiert er seine Zeit, indem er seinem Helden den Schein von Vornehmheit und Weltgewandtheit gibt und gleichzeitig eine derbe mundartlich geprägte Sprache, die ihn verrät. Der „Anarchist unter den Literaten seiner Zeit“ bezog sein Personal aus dem persönlichen Erleben und so setzte er seiner Leipziger Zimmerwirtin ein literarisches Denkmal als ehrliche Frau Schlampampe.
In den Betrachtungen von Simone Trieder geht es um Reuters Herkunft, seine Schulbildung, seine Leipziger Studentenzeit, teilweise durch Prozessakten belegt, sein Verschwinden als Autor und das Wiederentdecken seines Romans durch die Romantiker um Clemens Brentano, die Wirkungsgeschichte des Romans und die literaturgeschichliche Würdigung nach der Zuordnung des Romans zu seinem Schöpfer und wie die kleine Gemeinde Kütten bei Halle sich ihres großen Sohns erinnert.

Moritz Götze
Der Prinzenraub
48 Seiten, zahlr. farb. Abb., Br., € 10,00
Am 8. Juli 1455 erlebten die Sachsen den berüchtigsten Fall von Kidnapping in ihrer Geschichte.
Ritter Kunz von Kauffungen entführte aus dem Altenburger Schloß die Söhne seines Landesvaters,
des Kurfürsten Friedrich  des Sanftmütigen — den 14 jährigen Prinz Albrecht und den 12 jährigen Prinz Ernst.
Moritz Götze hat die Verwicklungen dieses bedeutsamen Kriminalfalles
in seiner eigenwilligen Handschrift zu einem detailreichen Comic verarbeitet,
der die historische Fakten zu einer sauberen Lösung führt.
Wir liefern die Ausgabe des Altenburger Verlags


dive into flowers
Photographien von Robert Dämmig mit einem Text von Eliiot Krasniewskie, Junior Curator
80 S., 75 farb. Abb., br., 14,90 €
978-3-945377-22-2
Robert Dämmig lebt und arbeitet in Berlin und Ahrenshoop
1966 geboren
1988 – 2002 Arbeit als Jazz- und Rockmusiker ,erste fotografische Dokumentationen
1990 – 1992 Arbeitsaufenthalt  in Frankreich
2002 / 2003 erste Ausstellungen Rostock, Berlin, erste fotografische Arbeiten im Groß – und Mittelformat, Foto – und Bildarbeiten für deutsche Zeitungsverlage
2004 Teilnahme Art Festival „OPEN DOORS open eyes“, Bildende Kunst und Musik in Bordeaux, Gruppenausstellung raum5 Galerie, Berlin Mitte
2002 – 2006 Arbeitsaufenthalte in Spanien / Portugal / Ungarn / Polen / Tschechien / Schweiz / Slowenien / Griechenland
2005 Soloshow „PHAENOMENE“ raum5 Galerie Berlin, dazu erscheint ein Katalog, Teilnahme an der Kunstmesse „Berliner Liste“
2006 Teilnahme am „3.Berliner Kunstsalon“ Arbeitsaufenthalt Fotografie Ahrenshoop / Mecklenburg Vorpommern, Beginn der Fotoserie „grids I structures I spaces“, Gruppenausstellung Berlin raum5 Galerie
2007 Ausstellungen: Kunstverein Rostock – Galerie am Markt / Berlin – raum5 Galerie „grids I structures I spaces“ (Soloshow mit neuem Katalog) / Husum – Kunstverein Husum / Köln – Liste Köln, Die Kunstmesse in den Rheinparkhallen
2008 Beginn der Arbeit an fotografischen Diptychien unter dem Titel „SWING“;
Ausstellungen: Plauen(Vogtl.) – Galerie im Malzhaus, Kunstverein Plauen, Berlin – raum5 Galerie Berlin „SWING“ , Trier – Gesellschaft für Bildende Kunst Trier „SWING“, 5.BERLINER KUNSTSALON Soloshow
2009 Arbeitsaufenthalt: Spanien / Kanada / USA, Ausstellungen: Kunstverein Celle, Schloß Celle „ROCK CITY SCAPE“, dazu erscheint ein Katalog / Kunstverein Neckar-Odenwald „ROCK CITY SCAPE“
2010 Beginn der Arbeit an der Serie “DIVE INTO FLOWERS”, Ausstellung: OSTRALE 2010, Dresden, Festival für zeitgenössische Kunst
2011 Ausstellungen: OSTRALE 2011 – Dresden, Festival für zeitgenössische Kunst, Kunstverein Landau(Pfalz), Villa Streccius „Heilige Haine der Kunst“,
2012 Ausstelungen: Zeitkunstgalerie – Halle/Saale; Kunstverein Großburgwedel/Isernhagen “ROCKS AND PLANTS”
2014 Arbeitsaufenthalte Canada, Russland, Spanien, USA
2015 Beginn der Foto-und Collageserie “the butterfly effect”

the butterfly effect
Photographien von Robert Dämmig mit einem Text von Eliiot Krasniewskie, Junior Curator
80 S., 95 farb. Abb., br., 14,90 €
978-3-945377-21-5
Robert Dämmig stellt in dieser Werkserie eine Kreatur in den Vordergrund, welche durch ihre Vielgestaltigkeit in Form, Farbe und Struktur zwingend Aufmerksamkeit auf sich zieht – den Schmetterling. Der Fotograf greift ein Sujet auf, welches seriös-bildnerisch als ausgereizt gelten kann. Und doch gelingt es ihm, diesem Thema vollkommen neue Facetten abzugewinnen. Der Titel der Werkserie, „the butterfly effect“, verweist auf die Unvorhersehbarkeit und Fragilität unserer Existenz, deren Richtung sich plötzlich und jederzeit ändern kann, im Privaten, wie im Gesellschaftlichen. Dämmig positioniert die Objekte, erzeugt eine fiktive räumliche Wirkung und verlässt die von der Natur vorgegebenen Maße und ver- größert bildfüllend. Dämmig dekliniert in der „one color series“ und der „black series“ die verschiedensten Varianten und Wirkungen. Farbigkeiten finden dort immer einen direkten Bezugspunkt zum Objekt und bilden dadurch eine kompositorische Einheit, die nahe am Ikonografischen ist, vergleichbar mit den variierten Porträts und Alltagsgegenständen in der Pop-Art. Dieses Prinzip bricht Dämmig dann noch einmal in faszinierender Weise in der „collage series“. Dabei belässt er das Objekt im Vorder- grund, entzieht ihm den monochromen Hintergrund und lässt auch Positionsveränderungen zu. Er baut Szenarien, schichtet Zeit in Form digital collagierter Fotografien. Dämmig entwickelt eine Bilddramaturgie, in der der Schmetterling eine dynamische und gleichzeitig verbergende Funktion hat. Er inszeniert die Individualität des Schmetterlings, der dadurch Teil des Geschehens im hinteren Bildraum wird. Es entsteht eine narrative Situation, die aber vollkommen frei von thematischen Wegweisungen bleibt, sondern vielmehr auf die innere Verfasstheit des Betrachters zielt. Die digitalen Zeit-Schichtungen Dämmigs sind so komplex wie einfach. Reicht ihm manchmal ein einziges Motiv, so konstruiert er in anderen Situationen ein fast schon nicht mehr durchschaubares Gewebe. Das verwendete Fotomaterial umfasst zwei Komplexe, mit denen sich der Künstler in Permanenz beschäftigt. Zum einen ist das seine eigene fotografische Arbeit, die neben seinen Architektur-, Raum-, Körper- und Pflanzenbildern auch ein Archiv wichtiger und bisher unveröffentlichter Fotos hat entstehen lassen. Das geht vom klassischen Schnappschuss bis zur aufwendig auskomponierten Fotoarbeit. Zum anderen spielt eine umfangreiche fotografische Sammlung historischer bis neuerer Dias eine wesentliche Rolle. Weitestgehend aus dem privaten Umfeld stammend, sind dort eher banale Motive zu finden – Bergpanoramen, unscharfe Porträts, Urlaubsbilder. Einen wichtigen Teil dieser Sammlung bilden die sogenannten „Bildstörungen“, Dias, die, weil unsachgemäß gelagert oder einfach vergessen, Spuren der Zerstörung, des Verschwindens tragen.

Dekor und Wirklichkeit
Die Malerin Karin Jarausch und ihre Arbeiten
Vorwort von Peter Lang und Nachwort von Rüdiger Giebler
32 S., 24 Abb., Br., € 10.00
978-3-939468-06-6


Simone Trieder
Carl Adolph Riebeck
Vom Bergjungen zum Industriellen
96 Seiten, 44 Abb., Br., € 10,00
978-3-939468-04-2
= leider vergrifften =
Carl Adolph Riebeck (1821 -1883) prägte die mitteldeutsche Braunkohlenindustrie wie kein anderer Unternehmer. Er erkannte früh den Wert der teerreichen Braunkohle und entwickelte in rasantem Tempo Veredlungsmöglichkeiten: Briketts, Kerzen, Mineralöle. Als Riebeck 1883 starb, hinterließ er 15 Bergwerke, 21 Schwelereien, 27 Brikettpressen, Rittergüter, Ziegeleien und eine Brauerei.
Im Raum Halle Weißenfels Zeitz ist der Firmenname „Riebecksche Montanwerke“ noch heute ein Begriff. Das legendäre Verhältnis des Fabrikherrn Riebeck zu seinen Arbeitern geht zurück auf seine Herkunft aus einer mittellosen Harzer Bergarbeiterfamilie.
Exklusives Material, hier erstmals veröffentlicht, belegt das Leben und die Arbeitsbedingungen der Neudorfer Bergarbeiterfamilien - in diesem Dorf in der Nähe Harzgerodes arbeitete Riebecks Vater, er selbst musste bereits als zehnjähriger im Bergwerk arbeiten, um zum Familienunterhalt beizutragen. Durch Zielstrebigkeit, Wendigkeit und einen äußerst kreativem Geschäftssinn wurde aus dem armen Bergjungen einer der reichsten Männer Deutschlands.
Im Anhang: Farbiger Reprint mit Transskription: Aufsätze von Harzer Schülern aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Thema: Riebeck, vom Häuerjungen zum Millionär


Simone Trieder
Ein Palast für Arbeiter
100 Jahre Volkspark
84 S., Br., € 10.00
978-3-939468-09-7
Am 13. Juli 1907 wurde die Kultur- und Bildungsstätte hallescher Arbeiter, der Volkspark eingeweiht. Bedeutende Arbeiterführer, wie Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann zogen hier Massen an. Tragischer Höhepunkt war im März 1925 eine Versammlung, in der 10 Teilnehmer von Polizisten erschossen wurden, darunter Fritz Weineck, der in der DDR zum "kleinen Trompeter" stilisiert wurde. Im Wechsel der Zeiten wurde das Arbeiterheim zum Lazarett und als Reichshof zum Treff der Nationalsozialisten. In der DDR von der SED für Großveranstaltungen genutzt und Heim verschiedener Volkskunstzirkel. Am Volkspark spiegelt sich exemplarisch ein Jahrhundert Geschichte. Zugleich ist er ein Ort privater Begegnungen - Tanz im Volkpark hat es fast zu allen Zeiten gegeben.



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